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Australischer Aussenminister tritt zurück

Mittwoch, 22. Februar 2012 , von Freeman um 13:00

Der australische Aussenminister Kevin Rudd hat überraschenderweise seinen Rücktritt erklärt. Die offizielle Begründung, ohne Unterstützung der Regierungschefin könne er sein Amt nicht fortführen, sagte Rudd am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Washington, wo er sich zu einem Besuch aufhält. Tatsächlich geht es um einen monatelangen Machtkampf mit Premierministerin Julia Gillard. Sie ist durch einen "Putsch" gegen ihn selber ins Amt gekommen und Rudd soll deshalb versucht haben sie zu stürzen, um wieder die Macht zu erlangen.



Ich kann als Aussenminister nur dienen, wenn ich das Vertrauen von Ministerpräsidentin Gillard und ihren wichtigsten Ministern habe“, sagte Rudd. „Daher halte ich es für das einzig ehrenswerte Vorgehen für mich zurückzutreten.

Es sind tatsächlich jetzt Vorwürfe bekannt geworden, die einen Putschversuch von Rudd gegen Gillard aufzeigen. Mit seinem Rücktritt ist er nur einer Entlassung durch Gillard zuvorgekommen.

Neueste Meldungen lauten, Rudd soll mit der grössten Lobby-Gruppe Australiens zusammengearbeitet haben, um wieder Premierminister zu werden, mit dem Versprechen, die Limitierung von Pokermaschinen wieder aufzuheben. Es handelt sich um "Clubs Australia", die Interessensvertretung von 4000 lizensierten Klubs die auch Spielautomaten betreiben, die massiv gegen ein Konsumenten- schutzgesetzt sich aussprechen, mit dem Spieler sich eigene Limite setzen können.



Clubs Australia behauptet, so eine Beschränkung würde 3 Milliarden Australische Dollar an Umstellungskosten verursachen oder 16'000 pro Maschine. Die Gesamteinnahmen der Spielindustrie beläuft sich aber auf über 11 Milliarden pro Jahr, deshalb meinen Politiker, die technische Umstellung wäre locker zu tragen, speziell wo die Pokermaschinen einen Lebensdauer von 14 Jahren hätten.

Clubs Australia behauptet jetzt, am 21. November 2011 gab es ein Treffen mit einem Vertrauten von Rudd, ein Parlamentarier aus der Labor Party Fraktion, der ihnen mitgeteilt hat, Kevin Rudd will wieder die Führung übernehmen und wenn erfolgreich, als Premierminister das Gesetz kippen. Der Vermittler hätte sogar gesagt, die Organisation soll weiter gegen die Regierung mit ihrer Lobby-Kampagne kämpfen und Parlamentarier der Labor Party entsprechend "bearbeiten".

Mit diesen Beschuldigungen in Washington konfrontiert, hat Rudd diese kategorisch zurückgewiesen und mit einer Verleudungsklage gedroht. Er sagte, er wurde nie angefragt für Clubs Australia betreffend Pokermaschinen etwas zu unternehmen.

Offensichtlich ist aber durch diese Aufdeckung tatsächlich klar geworden, dass Rudd als Aussenminister gegen die eigene Premieministerin insgeheim vorgegangen ist. Sein Rücktritt ist jetzt die Konsequenz, denn Gillard hätte ihn nach der Aufdeckung dieser Tatsache sowieso entlassen müssen und er ist ihr nur zuvorgekommen.

Mittlerweile macht auch ein lustiges Video auf Youtube die Runde. Es zeigt Kevin Rudd wie er versucht eine Ansprache auf Chinesisch zu sprechen. In dem Video sind die sogenannten "out takes" zu sehen, die voller Fluchwörter wegen seinem Ärger über seine Fehler in der Aussprache sind.

Mate, this is just impossible. I get the very end. You can tell these dickheads in the embassy to just give me simple sentences. I’ve said this before,” sagt Rudd.

Tell that bloody interpreter. This f*cking language just complicates it so much, you know. How can anyone do this."

Tell em to cancel this meeting at 6pm …I don’t have the patience to deal with. The f*cking Chinese interpreter. Just f*cking hopeless,” ruft er aus.

Echt witzig seine Reaktion auf die Chinesische Sprache:





Es spielt überhaupt keine Rolle wer in Australien regiert, die Geschichte zeigt, Australien ist das Musterbeispiel für einen folgsamen Schosshund der Amerikaner. In jeden Krieg den Washington geführt hat, haben sie Soldaten geschickt, ob Korea, Vietnam, Irak, Afghanistan, sie sind überall dabei. Jetzt hat Australien auch eine Truppenstationierung genehmigt, mit einer neuen US-Militärbasis in Darwin. Eine klare Ansage gegen China.

insgesamt 6 Kommentare:

  1. LinQ sagt:

    Politische Grabenkämpfe gibt es überall. Und das Wohl des Bürgers ist nicht der Grund für die Scharmützel. Der Futterneid aller Parteien und Mitglieder untereinander ist leicht zu erklären. Nur wer biegsam und heuchlerisch den "Sponsoren" in den Ausgang kriecht, hat Chancen auf einen lukrativen Posten als Aufsichtsrat und Zuwendungen aller Art, ja sogar während der eigenen Amtszeit. Dreister gehts nicht. Da ist der große imperialistische Masterplan aber noch gar nicht dabei. Das man sogar als Kanzlerin dabei gelegentlich die Demokratie und das Grundgesetz demontiert, ist die logische Konsequenz. Weil sie es wissen überwachen sie uns, denn sie haben Angst.

  1. xabar sagt:

    In der Wikipedia fand ich folgenden Satz über Kewin Rudd:

    "Rudd studierte Sinologie und spricht fließend Hochchinesisch."

    Dann ist er wohl ein bisschen im Verlaufe seiner politischen Karriere aus der Übung gekommen. Rudd war drei Jahre lang australischer Ministerpräsident und setzte sich für eine Anhebung des sog. Verteidigungsetats ein, um China im pazifischen Raum entgegenzutreten. Der 'linke' Kewin ein Helfershelfer der US-Imperialisten, die Taiwan mit Milliarden an Militär'hilfen' gegen China hochrüsten.

    Rudd hat sich vor ein paar Jahren bei den Aborigines für das Unrecht, das ihnen im Verlaufe der australischen Geschichte als Ureinwohner angetan wurde, offiziell entschuldigt. Eine nette Geste.

    Aber hat das viel an ihrer Lage geändert?

    Australien - eine ehemalige Gefangenenkolonie Englands - ist seit eh und je ein treuer Verbündeter der USA und Großbritanniens (gehört mit zum Commonwealth und wird offiziell von der britischen Windsor-Dynastie und ihrer Queen regiert) und hat, egal ob von Konservativen oder Labour-Leuten mitregiert, dem großen Bruder stets bei seinen rassistischen Kriegen und antikommunistischen Feldzügen geholfen, sei es im Korea-Krieg, in Vietnam, in Afghanistan, im Irak und anderswo - immer war Downunder eifrig mit von der Partie und hat kräftig mitgemordet.

  1. 3DVision sagt:

    Ein Politiker tritt nur zurück wenn er die Stiefel nicht mehr aus der Sch..... ziehen kann.
    Dann geht er ein schritt zurück ^^
    Vielleicht liegt das ganze auch an der Australischen Hitze???
    Ausgelöst durch die globale Überhitzung und Co2 und so..:)
    Unsere Erde wird sowieso ab 2014 ein Backofen,hab ich soeben gelesen.

    http://russia-ic.com/news/show/13717#.T0VDhR2iJSG

  1. RolleStonie sagt:
    Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
  1. RolleStonie sagt:

    Wie Du mit diesem Artikel und den Videos den heißen Punkt der Welt triffst, ist sehr beachtlich! Vielen Dank für Deine Arbeit.

  1. Lara Croft sagt:

    Nun da auch in Australien die Politikdarsteller nur Spielfiguren auf dem weltweiten Finanzschachbrett sind, wundert es mich nicht das unbequeme Vertreter des Volkes,öhm ich meine der Finanzdiktatur schachmatt gesetzt werden, zumindest solage Sie wieder auf Spur gebracht worden sind (siehe Guttenberg).
    Das wird ja auch bei uns sehr medienwirksam erfolgreich umgesetzt (siehe Bundespräsident Wulff).
    Die Eigentümer der Geldmaschinen(Banken, Konzerne) bedienen sich den Medien Funk,Fernsehen, Presse. Um ihre Version einer Geschichte zu verbreiten (9/11,Terror,Iran).
    Wenn nun ein (austr.) Politiker nicht mehr vom Nutzen ist wir er medienwirksam solange durch das Dorf getrieben, bis er freiwillig aufgibt oder einfach entmachtet wird (siehe Lybien, jetzt Syrien).
    All dies geschieht weil die Eigentümer der FinanzObrigkeit darin ihre Macht auspielen und erweitern können. Geld haben Sie genug und so haben sie das Spielfeld der Macht über die Erde entdeckt. Und jede Gefahr die diese Pläne der Weltherrschaft im Wege stehen, werden halt beseitigt.
    Diese geschieht durch Verleumdung, Kriege und Terror. Teile und Herrsche ist ihr Mittel (Euro-Griechenland.
    Ausweg: Regionale Gemeinschaften mit eigenen Tauschmittelsystem und Warenverkehr. Dazu wird es nötig sein Art. 20 und 146 des GG durch die Bevölkerung anzugehen. Damit auf deustchen Gebiet die Souveränität des deutschen Vokes wieder vereinigt wird. Deutschland ist immer noch Feindstaat der UN-Charta. Es gilt die Weimarer Verfassung, weil das GG, Ein Gesetzeswerk der Besatzer auf deutschen Gebiet bis heute 2012 ist, das Recht und Ordnung herstellen soll.