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Marktanteil der US Autohersteller im Inland unter 50%

Samstag, 4. August 2007 , von Freeman um 00:57

Der Marktanteil der Amerikanischen Autohersteller aus Detroit ist im eigenen Land das erste Mal in der Geschichte unter 50% im Juli gesunken. Die Autodata Corp, eine Firma welch die Autoverkäufe statistisch festhält, hat den Marktanteil von Chrysler, Ford und General Motors in den USA auf 49.5% ermittelt, inklusiv der ausländischen Marken welche in ihrem Besitz sind wie Saab, Volvo, Land Rover und Jaguar. Ohne diesen ist der Marktanteil der Autohersteller aus Detroit sogar nur noch 48.1%

Dieser Verlust an Marktanteil kommt in einem Monat in dem die Verkaufszahlen bei allen Autoherstellern zurückgegangen sind, ausser bei Nissan. Bei GM ist der Rückgang -22.3% im Vergleich zum Juli 2006, bei Ford ist er -19.1% und bei Chrysler -8.4%. Sogar die Toyota Motor Corp., welche eine starke Zunahme in diesem Jahr verzeichnet hat, berichtet von einem Rückgang um -7.4% im Vergleich zum Rekordmonat Juli 2006.

Die Tatsache, dass ausländische Autohersteller mehr als die Hälfte des US Marktes beherrschen bedeutet wenig für die Konsumenten, aber kann die Psyche der Detroiter Hersteller einen Knacks geben, sagt Mr. Toprak von Autodata Corp.

Analysten begründen diesen Abfall in Autoverkäufen auf die hohen Benzinpreise, den Werteverlust der Immobilien, höhere Hypothekenzahlungen bei den variablen Zinsen und zurückhaltende Kunden.

Toyota hat mehr Fahrzeuge im Juli verkauft als Ford, dessen Truck-Verkäufe eben waren wegen hoher gewährter Rabatte, aber die Autoverkäufe fielen um -11.8%. Im gesamten Jahr ist Ford immer noch führend mit 11'561 Fahrzeugen gegenüber Toyota, und damit weiterhin Nr.2 in den USA. GM ist immer noch der grösste Autohersteller, obwohl die Verkäufe um -9.4% für das Jahr zurückgegangen sind.

Nissan hat den negativen Trend für Juli widerstanden und seine Verkäufe um 1.7% steigern können, dank den Modellen Versa und Altima Coupe. Die Verkäufe von Nissan sind in diesem Jahr um 4.2% gestiegen.

Aber für die meisten Firmen sind die Nachrichten schlecht. Die Verkäufe von Ford sind um -12.2% zurückgegangen. Honda berichtet ihre Verkäufe gingen um -7% im letzten Monat zurück, sind aber um 1.7% für das Jahr gestiegen. DaimlerChrysler meldet ihre Zahlen sind -9.1% im Juli und -2.3% für das Jahr.

Durch die hohen Benzinpreise und dem Anstieg der Zinsbelastung durch die Hypotheken auf Immobilien haben die Konsumenten weniger Geld um Autos zu kaufen. Die hohe Zahl an Zwangsversteigerungen auf dem Häusermarkt ist ein Zeichen, dass es den Verbrauchern in den USA schlecht geht und schwere Zeiten bevorstehen.

Dazu passt noch diese Meldung...

Ford ruft 3.6 Millionen Autos zurück

Wegen einem Defekt am Tempomat welches ein Feuer auslösen kann, ruft der Autohersteller Ford alle Fahrzeuge zurück die zwischen 1992 und 2004 gebaut wurden. Im Jahre 2005 hat Ford schon mal eine Rückrufaktion durchgeführt, bei dem 6 Millionen Autos betroffen waren.

Dan Jarvis Sprecher von Ford sagt: „Die Kunden waren weiterhin besorgt über die Langzeitfunktion des Tempomat Systems und über die Sicherheit ihrer Fahrzeuge. Wir haben einige Berichte über Feuer erhalten.“

Neben Amerika sind 177'000 Fahrzeuge in Kanada, Mexiko und Europa auch betroffen.

Jarvis sagt, es gab bisher keine Toten, Verletzte oder Unfälle wegen dem Defekt. Dies ist der 6. Rückruf welcher 10.4 Millionen Autos betrifft seit 1999 wegen Problemen mit dem der automatischen Geschwindigkeitsregulierung, meldet die National Highway Traffic Safety Administration.

Besitzer der Fahrzeuge werden ab dem 13. August Rückrufaufforderungen erhalten und sie können dann die Fahrzeuge zu den Händlern bringen um den Tempomat zu deaktivieren, bis im Oktober die Ersatzteile eintreffen und eingebaut werden können.

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