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Die Grenzen in Europa waren nie fest

Mittwoch, 2. April 2014 , von Freeman um 18:00

Westliche Politiker behaupten, die Grenzen der europäischen Länder sind so wie sie sind für immer festgeschrieben und daran darf nicht gerüttelt werden. Diese weltfremde Behauptung hat mit dem Referendum auf der Krim zu tun und die Entscheidung der Bevölkerung sich der Russischen Föderation anzuschliessen. Der Mitherausgeber der ZEIT, Josef Joffe, und ehemaliger Chefredakteur hat in einem Artikel die Behauptung aufgestellt, die Krim-Annexion hat die EU mit einer gänzlich neuen Lage konfrontier. "Zum ersten Mal seit 1948, als Warschau und Prag unter sowjetische Herrschaft gezwungen wurden, hat eine Großmacht die Grenzen in Europa mit Gewalt verändert. Früher war das 500 Jahre lang Routine. Seit fast 70 Jahren ist sie out. Jetzt aber muss neu nachgedacht werden." Diese Sätze strotzen vor Unwahrheit und zeigen eine völligen Unkenntnis der europäischen Geschichte. Was ist das für eine Zeitung, wenn sie so einen Ignoranten als Mitherausgeber hat?

Die Grenzen Europas anno 1170 sahen ganz anders aus

Die Krim wurde von Russland nicht gewaltsam annektiert, sondern es handelt sich um einen gewaltfreien und demokratischen Prozess, wobei das Ergebnis des Volksentscheid umgesetzt wird. Es ist kein einziger Schuss gefallen und es hat keine Kämpfe gegeben. Wie kann dann Joffe von Annexion und gewaltsamer Grenzveränderung reden? Das ist doch gelogen. Dann behauptet er, seit 1948 hat es keine gewaltsame Grenzveränderung gegeben. Ach ja? Was ist mit den ganzen Grenzveränderungen die im Balkan stattgefunden haben, nach dem völkerrechtswidrigen Bombenkrieg der NATO gegen Serbien? Die sind doch das Resultat der NATO-Gewalt. Diese Aufteilung von Jugoslawien und neue Grenzziehung ist als Balkanisierung in die Geschichte eingegangen.

Die Grenzen in Europa waren nie fest, waren immer im Fluss und werden auch nie fest sein. Wer meint, alles bleibt so wie es ist für immer, hat keine Ahnung von Europa, nicht nur über die Vergangenheit, sondern auch über die Zukunft. Am 18. September 2014 findet in Schottland ein Referendum statt, wo die Schotten über eine Unabhängigkeit entscheiden werden. Falls die Frage mehrheitlich mit „Ja“ beantwortet wird, dann könnte ab 24. März 2016 Schottland ein eigener Staat werden und sich vom Vereinigten Königreich trennen. Dann gebe es eine neue Grenze in Europa. Katalonien könnte als nächster eine Trennung von Spanien beschliessen.

Die westliche Politiker sprechen ständig von "territorialer Integrität", wie wenn das ein heilig Kuh wäre, die nicht angefasst werden darf. Die Grenzen der Staaten sind unantastbar, sagen sie. Dabei steht an erster Stelle das Recht auf Selbstbestimmung, das Völker entscheiden können ob sie selbständig werden wollen oder sich einer anderen Einheit anschliessen. Wie ich in meinem Artikel "Als das Saarland per Referendum zur BRD kam" aufzeige, haben die Saarländer 1954 mit einem Referendum auch entschieden, wollen sie bei Frankreich bleiben, ein eigener Staat werden, oder sich mit der Bundesrepublik Deutschland wiedervereinen. Sie entschieden sich für letzteres, also gab es auch hier eine Grenzveränderung.

Der Anschluss des Saarlandes an die BRD ist genauso wenig eine Annexion wie der Anschluss der Krim an Russland. In beiden Fällen war es ein mehrheitliche Entscheid der Bevölkerung, auf der Krim mit 89 Prozent viel deutlicher als im Saarland mit 68 Prozent.

Aber wir wissen, was im Westen passiert hat noch lange nicht im Osten zu passieren. Der Grundsatz lautet, was die USA, NATO und EU machen ist immer gut und was Russland, China und der Iran machen ist immer schlecht. Das wird der Öffentlichkeit über die Medien ständig eingepaukt. Hat es jemals einen Hollywood-Film gegeben, der die Amerikaner als Kriegsverbrecher gezeigt hat? Ich wüsste keinen. Oder umgekehrt, hat man die Russen jemals in einem Film als gute Menschen gezeigt? Nein, sie sind immer die brutalen Bösewichte.

Stellt euch aber vor, die Russen sind genau so Menschen wie wir, mit den gleichen Wünschen und Träumen. Sie wollen glücklich sein, in Frieden leben, ihre Kinder grossziehen und eine gute Zukunft haben. Das ständige Feindbild das man versucht vor unseren Augen über die Russen aufzubauen ist unerträglich. Es ist kriminell, kriegshetzerisch und menschenverachtend.

Hier ein Film der die Grenzverschiebungen der letzten 1000 Jahre in Europa zeigt:



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Da die Medien nicht ihren Job machen brauchen wir eine professionelle Alternative. Deshalb unterzeichnet bitte die Russia Today auf Deutsch Petition:

insgesamt 13 Kommentare:

  1. qwertz sagt:

    Wenn ich mir D. so über die Jahrhunderte im Video anschaue, verstehe ich langsam warum hier nicht einmal die Nachbarn miteinander klar kommen ;-)

  1. Durch das Video sieht man erst richtig was das Deutsche Reich sich so alles angeeignet hat. Auch die Entwicklung anderer Länder wie Russland etc., ist auch sehr informativ.

    Super Video!

  1. fast jede verschiebung hat mit blutvergießen zu tuen. jede menge ressourcen und lebenskraft vernichtet. für was !? welch wahnsinn....
    es ist wahrlich zeit dies ein für alle mal hinter sich zu lassen!
    wir brauchen keine biologische animalische rangordnung mehr. der geist der weisheit und die liebe müssen mit logik und wissenschaft die zukunft kreieren. nicht waffen und die kranke bankster minorität.
    zeit die pyramide zu kippen
    montagsdemos, auf geht´s ! ;-) <3

  1. Chang sagt:

    Genau und das wird auch immer so bleiben. Das Leben kann nicht Beständig sein weil es sonst kein Leben gibt. So wie es nie eine beständige Zivilsation geben kann! Das ganze Leben ist ein ständiges gehen und kommen, sterben und geboren werden und grösser werden und wieder kleiner :-) Will nicht wissen wie Europa in 1000 Jahren aussieht :-) Das Leben ist auf einfachen Regeln und Prinzipien aufgebaut. Nur unser Verstand (Ego) kommt nicht klar damit und versucht alles mögliche so zu drehen und manipulieren das es für einem Selber beständig wird! Leider hat es dann nur ein wenig Bestand für jene wenige (Elite) und der Rest muss den hohen Preis für diese Manipulation am Leben zahlen! Aber das Faire daran ist auch selbst mit Milliarden an (wertlosem) Geld, kann mann keine Sekunde länger dem Tod eine Schippe schlagen!

  1. Lara Soft sagt:

    Und nicht zu vergessen in Italien, Venetien hat auch die Schnauze voll von ihren Land.

    Jedes künstliche Gebilde ist schon von vornherein zum scheitern verurteilt, wenn sie nicht die dort lebenden Menschen fragt ob sie dies auch so wollen. Siehe EU- und NWO-Wahn einiger "Globalisten".

  1. Oderic sagt:

    Was die Frontlinien im 1.und 2. Weltkrieg bertifft kann man keinesfals als Grenziehung,sondern allenfalls als Landgewinn wärend einer kriegerischen Auseinandersetzung verstanden werden. Solang kein Friedensvertrag oder Grenzvertrag dies feststellt z.Bsp.(Versailer Vertrag).
    Napoleon und Frankreich hatte zweifelsohne auch einen großen Landgewinn was es aber zu Deutschland unterscheidet ist das Frankreich trotz verlorenen Krieges Landgewinne seitens Wiener Verträgen zugestanden wurden.
    Im Französchisch Deutschen Krieg 1871 verlor Frankreich nur das in den napoleonischen Kriegen anektierte mehrheitlich deutsch bewohnte Elsaß, obwohl der Frontverlauf bis Paris reichte.

  1. Josef Joffe von der Zeit
    ist einer der 4 schlimmen
    Finger der CIA im deutschen
    Journalismus.
    Vorsicht vor:
    2.Michael Stürmer Welt
    3.Klaus Dieter Frankenberger
    FAZ
    3.Stefan Kornelius SZ

    In seinem Werk"Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten"
    entlarvt Uwe Krüger die Welt der
    bösartigsten Lügner unseres Zeitalters.

  1. Das stimmt zwar, dass die geographischen Grenzen im europäischen Teilen nie fest waren. Wenn diese Grenzen durch kriegerische Auseinandersetzungen hin und her verschoben werden, dann ist es definitiv für alle ein Problem. Wenn die Grenzen jedoch friedlich verändert, bzw. historisch wieder an den Ursprung korrigiert werden, dann ist es legitim. Gewaltgeschehene Ungerechtigkeiten dürfen und sollten nicht durch gleiches Handeln gesühnt oder gerächt werden. Sonst ist das Risiko das der gewalttätige Kreislauf der Grenzverschiebungen nie aufhört. Gemeinsamkeiten im Geiste und der Drang nach gemeinsamen Zielen sollten die Völker zusammenbringen, dann kommen sie auf den Gedanken gewaltsam etwas zu verändern nicht so schnell. Das wäre der Idealfall, wenn die Menschheit es den so haben wollen würde.

  1. Sulh sagt:

    An meine Landsleute

    Ihr, die ihr überlebtet in gestorbenen Städten
    Habt doch nun endlich mit euch selbst Erbarmen!
    Zieht nun in neue Kriege nicht, ihr Armen
    Als ob die alten nicht gelanget hätten:
    Ich bitt euch, habet mit euch selbst Erbarmen!

    Ihr Männer, greift zur Kelle, nicht zum Messer!
    Ihr säßet unter Dächern schließlich jetzt
    Hättet ihr auf das Messer nicht gesetzt
    Und unter Dächern sitzt es sich doch besser.
    Ich bitt euch, greift zur Kelle, nicht zum Messer!

    Ihr Kinder, daß sie euch mit Krieg verschonen
    Müßt ihr um Einsicht eure Eltern bitten.
    Sagt laut, ihr wollt nicht in Ruinen wohnen
    Und nicht das leiden, was sie selber litten:
    Ihr Kinder, dass sie euch mit Krieg verschonen!

    Ihr Mütter, da es euch anheimgegeben
    Den Krieg zu dulden oder nicht zu dulden
    Ich bitt euch, lasset eure Kinder leben!
    Daß sie euch die Geburt und nicht den Tod dann schulden
    Ihr Mütter, lasset eure Kinder leben!

    Bertolt Brecht

  1. Jaja Grenzziehungen. Raub der Heimat ist etwas sehr schlimmes.
    In Deutschland begann die Scheiße 1914. Deutschland hätte den ersten Weltkrieg gewinnen müssen. All die scheiße die wir hier jetzt erleben ist die Folge der Niederlage im 1. WK.
    Sicher hatte die Staatsform des 2. dt. Reiches Makel, aber im Vergleich zur Zeit, war es doch sehr aufgeklärt. Und den Menschen ging es gut.
    Der Militarismus in der Kaiserzeit lässt sich leicht zurückführen.
    Denn Frankreich wollte nicht, dass Deutschland ein Land wird!
    So schaut es aus. Bei uns wird immer erzählt Bismarck hätte Frankreich überrant. Die "Sieger" schreiben Geschichte.



  1. Ukrainische Premierminister Arseny Yatsenyuk will sich jetzt an Russland einschleimen...so dumm wird Putin sicherlich nicht sein.

    http://www.finlandtimes.fi/europe/2014/04/03/5871/Ukraine-seeks-talks-to-revive-ties-with-Russia

  1. Dieses tolle Kartenbeispiel verdeutlicht sehr gut, wie kurz die Zeit ist, in der wir innerhalb der heutigen Grenzen leben. Auch in den nächsten 844 Jahren wird sicherlich viel in Bewegung sein. Die NATO und das aufgeblähte EU Konstrukt leisten für den satanischen Weltstaat ja schon hervorragende Arbeit dafür ... Wenn alles so weiter geht, dann ist es nicht mehr so bunt auf dieser Karte, dann ist alles nur noch schwarz.

  1. humanity sagt:

    hallo Freeman,
    wollte dir mal diesen link zukommen lassen, welchen ich auf einem blog fand u soll wohl auch in den dwn gestanden haben:
    http://guidograndt.wordpress.com/2014/04/05/umstrittenes-venedig-referendum-die-staatsmacht-schlagt-zuruck/

    was ist denn davon zu halten...gehts jetzt in europa mit faschismus in sich steigernder form los?!

    mfg