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Weltpressefoto des Jahres 2012

Freitag, 15. Februar 2013 , von Susi Quadro um 17:00

Der schwedische Fotograf Paul Hansen hat den prestigeträchtigen Preis für das weltweit beste Pressefoto 2012 gewonnen. Der Wettbewerb hat aus 103'481 Fotos von 5'666 Pressfotografen und Fotojournalisten aus 124 Ländern dieses als bestes ausgewählt. Es zeigt eine Trauer- prozession in Gaza für zwei Kinder und ihrem Vater, die von israelischen Bomben ermordet wurden.



"Dieser Preis ist die höchste Auszeichnung die man in diesem Beruf bekommen kann," äusserte Hansen gegenüber The Associated Press. "Ich bin glücklich aber auch sehr traurig. Die Familie verlor zwei Kinder und die Mutter liegt bewusstlos im Spital."



Hansen schoss das Foto am 20. November 2012 während der sogenannten "Operation Wolkensäule" der IDF, die zwischen 14. und 22. November Gaza bombardierte. Es zeigt die zweijährige Suhaib Hijazi und ihren dreijährigen Bruder Muhammad, die in ihrem Haus starben als ihr Haus von einer israelischen Bombe zerstört wurde. Sie werden von trauernden Verwandten zu Grabe getragen, zusammen mit ihrem Vater Fouad im Hintergrund.

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Ein IDF-Foto löst Empörung aus

Der 20-jährige israelische Soldat, Mor Ostrovski, hat mit einem Bild für Empörung gesorgt. Es zeigt ein palästinensisches Kind im Visier eines israelischen Heckenschützen. Das Bild wurde am 25. Januar in einem palästinensischen Dorf aufgenommen und via Instagram verbreitet.



Es bestätigt, palästinensische Kinder sind eine Zielscheibe in den besetzten Gebieten und die Soldaten der "moralischsten Armee der Welt", wie sich selber bezeichnen, finden das auch noch normal und sogar witzig.

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Während Freeman sich erholt mach ich SusiQ zwischendurch einige Updates.

insgesamt 17 Kommentare:

  1. 1. Aufgabe:
    Lass dieses Bild ruhig lange wirken ....
    und dann beantworte die Frage des Woodie Guthrie:
    Which side are you on boy, which side are you on?

    2. Aufgabe
    Versuche dich in diese Gefühle einzustimmen
    Vergleiche dann die Propaganda-Tränen der Hellary Clinton
    Stimme der Bezeichnung “Bösartig” für Hellary zu - oder lehne sie ab

    3. Aufgabe
    Versuche dich in die Gefühle des Vaters einzufinden
    Vergleiche die einstudierte Handbewegung eines Obama um imaginäre Propaganda-Krokodilstränen abzuwischen.
    Falscher als falsch kann man nicht sein – und das auf Kosten der Opfer, deren Familien ER mit lockerer snobistischer Unterschrift des smarten Advokaten (Ekelsatire!) ins Elend stürzt!
    Wähle aus, was du dann mit deiner Empörung machst:
    a) Rede mit jemand drüber
    b) Behalte sie bei dir – ABER VERGISS SIE NIE!!!

    Dieses Bild war eine Photographie – es hält parteiisch fest, was nur mit Parteinahme gesehen werden kann.
    Genauso war Guernica von P.Picasso eine Photographie - das Bild hinter dem Bild wird erkennbar, was nur mit Parteinahme gesehen werden kann.
    Genauso war das Gedicht von Pablo Neruda dazu eine Photographie – das Bild wird erkennbar im Zitieren des Textes: Es beginnt mit

    Du wirst fragen: Und wo ist der Flieder?

    Man nennt mein Haus
    Das Haus der Blumen, denn überall

    Brachen Geranien hervor: es war

    Ein schönes Haus

    Mit Hunden und kleinen Kindern.”

    Und es endet mit:
    “Aus jedem ermordeten Kind wächst ein Gewehr mit Augen,

    Aus jedem Verbrechen werden Kugeln geboren,

    Die eines Tages den Sitz

    Eines Herzens finden werden.


    Kommt seht das Blut in den Straßen

    Kommt seht

    Das Blut in den Straßen

    Kommt seht doch das Blut

    In den Straßen!”


    Bilder sind eine Waffe – doch sie werden es nur, wenn wir sie verstehen und auf uns wirken lassen.

    Schau dir jeden Morgen dieses Bild an: Eine Hymne an deine Solidarität, ein Ovosport für deinen Willen, ein Antidepressivum angesichts der Umstände - dann kann sich sogar diese Ungeheuerlichkeit gegen die Verursacher wenden.

  1. xabar sagt:

    Das Foto aus Gaza erinnerte mich an das Buch des palästinensischen Frauenarztes Izzeldin Abuelaish, 'I Shall Not Hate' (Ich werde nicht hassen), der kurz vor Ende des israelischen Gaza-Massakers im Januar 2009 noch drei seiner Töchter und eine Nichte durch einen gezielten israelischen Angriff auf sein Haus verlor.

    Nie hat mich ein Buch so berührt. Es gab Stellen, wo ich anfing, wie ein Schlosshund zu weinen und erst mal nach draußen gehen musste, um meine Fassung wieder zu gewinnen.

    Dr. Abuelaish arbeitete in Israel am Sheba-Krankenhaus und kehrte einmal wöchentlich nach Gaza zurück, um seine Familie zu besuchen. Seine Frau hatte er schon durch eine Krebserkrankung verloren. Seine Töchter waren sein Einundalles.

    Und dann geschah das Unfassbare für ihn, als einen Tag vor Ende der israelischen Angriffe auf Gaza sein Haus, das er selbst gebaut hatte, von zurückziehenden Israelis angegriffen und genau die Etage getroffen wurde, in der seine Töchter, aber auch andere Verwandte Zuflucht gefunden hatten.

    Drei seiner Töchter starben: Mayar, Aya, Bessan und seine Nichte Noor. Sie hatten in der Schule die besten Noten und hatten alle konkrete Pläne für die Zukunft.

    Er wandte sich dann in seiner Verzweiflung an einen israelischen Sender, wo er einen Kontakt besaß und berichtete mitten in der Sendung mit tränenerstickter Stimme von seinem Unglück.

    Zum ersten Mal in jenem Krieg erfuhren die Israelis die Wahrheit über den Krieg in Gaza aus dem Munde eines betroffenen Arztes, der in Israel seiner Beschäftigung machging.

    "Let my daughters be the last to die. Let this tragedy open up the eyes of the world. Let us ask each other, 'Where are we going?' What are we doing?' It's time to sit down and talk to each other'."

    Aber wie die blutige Aktion der Israelis im November gezeigt hat, wurden keinerlei Lehren gezogen. Die menschlichen Tragödien gehen weiter, und erneut müssen unschuldige Menschen, darunter Kinder und Jugendliche, sterben, weil es das barbarische zionistische Regime, das die Unterstützung Deutschlands, also meines eigenen Landes besitzt, es so will. Es will keinen Frieden, es will Landraub, Vertreibung und neue menschliche Tragödien. Es kennt kein Erbarmen. Es geht buchstäblich über Leichen.

    Alle Appelle an die Vernunft sind vergeblich. Es versteht nur die Sprache der Gewalt und des Terrors und nimmt dabei keinerlei Rücksichten, auch nicht darauf, ob es die Kinder eines Arztes, der für Israel gearbeitet hat, trifft oder nicht.

    Ja, gerade diese versöhnlichen Stimmen, die von Dr. Abuelaish und anderer, scheint das Regime in Tel Aviv besonders zu hassen und ich glaube, dass man ganz gezielt Dr. Abuelaishes Haus bombardiert hat.

    Die Tragödie Gaza geht also weiter und niemand scheint es zu kümmern.

    Gut, dass hier endlich - endlich - einmal von Gaza die Rede ist!!

    Wer mehr über diese Geschichte erfahren will, gehe auf:

    www.daughtersforlife.com

  1. bernd sagt:

    Kann man gar nicht genug verteilen:

    TRÄNEN VON GAZA Tears of Gaza Gaza Westbank Palästina

    http://www.youtube.com/watch?v=Nth5Fl5_7WY


    Bitte weiterreichen!!!

  1. "Wenn ihr eure Augen nicht gebraucht, um zu sehen, werdet ihr sie gebrauchen, um zu weinen."
    J.P. Sartre

    Was mich an der ganzen Sache traurig stimmt ist, dieses Dokument der Grausamkeit, wird wie alle Beweise der Unmenschlchkeit, von der "gelenkten" Masse im Meer des Hasses und Propaganda untergehen.

    Leider werden diese Herz zerbrechenden Bilder, trotz ihrer kraftvollen bildlichen Aussage, nichts bewirken.

    Die Woche hatten wir hier in Deutschland auch ein Grund zur Trauer. War was davon in unseren Medien zu sehen oder zu hören?
    Am 13-14. Febuar 1945 wurde Dresden mit einem Bombeninferno dem Erdboden gleich gemacht.
    Die Stadt war damals mit 1.2 Millionen Menschen bevölkert.

    Dresden war kein strategisch wichtiger Kriegs-Industrieplatz, nicht mal die Armee war da stationiert. Die Luftwaffe hatte sogar ihre stationierte Flotte abgezogen. Da ein "gentleman’s agreement" Dresden zur offenen Stadt deklarierte.
    Eine Stadt die voll war mit verängstigten Flüchlingen, Verwundeten die Erholung suchten, also mit den schwächsten der Gesellschaft. Traumatisierte Menschen die die Greueltaten der anrollenden soviet Armee entkommen sind. Häuser waren mit Flüchtlingen überfüllt und die Strassen, trotz der Kälte, wurden zur "bewohnten" Zone.
    Es war Karnevalszeit, junge "Hüpf-Mariechen" tanzten durch die Strasse um ein wenig freude unter den Menschen zu bringen.

    Alle, suchten Schutz in der Elbmetropole, um für einen kurzen Augenblick etwas normalität zu erhaschen. Sogar ein Zirkus an dem Abend, brachte den Menschen einige Stunde freude. Die Kinder waren begeistert.

    Und innerhalb von 14 Stunden waren diese Menschen TOD. Umgekommen durch einen Akt der Barbarei.
    Und die Menschen, sie ahnten gar nicht, was um sie herum passierte. Trotz der Sirenen, die einige gehorsam befolgten und in ihre Luftschutzkeller gingen, waren viele doch zu neugierig und blieben draussen um zu schauen, was der Grund für den Alarm war.
    Den Churchill und F.D. Roosevelt hatten ja, in ihrer staatsmännischen Großzügigkeit, Dresden zur Kampffreien Zone erklärt.

    14 Stunden Hölle auf Erden. Phosphorbomben entfachten ein Inforno, vergleichbar mit den Hiroschima und Nagasaki A-Bomben.

    Und für was?
    Einzig der Grund, die anglo-amerikanische Koalition wollte damit den Soviets zeigen, wieviel Macht sie haben und das das Töten von Unschuldigen kein hinderungs Grund wäre.

    Und heute?
    Die wahre Anzahl der Toten wird heute noch negiert.
    Keine Erinnerung, keine Flaggen auf halbmast, kein Glockengeläut zum Andenken der Unschuldigen, keine Minute des innehaltens und Gedenkens.

    Sondern "Gutmenschen" die mit Kerzen gegen irgendwelche vom Staat protegierten pseudo "Rechte" demonstrieren.

    Ich könnte kotzen bei soviel bigotterie.

    In Fallujah, genau das selbe.
    SCHWEIGEN
    In Chile, die Todesschwadronen gesponsert von "School of Amerika.
    SCHWEIGEN
    Vietnam, heute noch sterben die Menschen an Agent-Orange.
    SCHWEIGEN
    Palästina, ein langsamer Genozid.
    SCHWEIGEN

    und so weiter...

    "In early times, it was easier to control a million people, literally it was easier to control a million people than physically to kill a million people. Today it is infinitly(!) easier to kill a million people than to control a million people. IT IS EASIER TO KILL THAN TO CONTROL..."
    Zbigniew Brzeziński at CFR Council of Foreign Relations

    O mill, what hast thou ground?
    Precious they wheat:
    It is not oats thou hast ground,
    But BLOOD-RED wheat.

  1. Erstmal mein Beileid an all diejenigen die in diesem dummen verantwortungslosen Krieg verletzt bzw getötet wurden.
    Dann sollen sie das Land zu ca 50 % aufteilen und alle Grenzen innerhalb des Landes wegnehmen um den Menschen ein besseres Leben zu gewähren vorher glaub ich an nix mehr.

    Finde es aber schön das es dieses Photo an die Öffentlichkeit geschafft hat.


    @ Xarbar

    Mach dir mal keine Sorgen ich habe zwar das Buch nicht gelesen kenne aber die Story und hätte auch nie gedacht das mich das so mitnimmt aber die Geschichte ist einfach bewegend und zeigt auf wie es auch mal anders in der heutigen Zeit laufen kann .

    mfg olleg

  1. Chang sagt:

    Klasse Foto - keine Frage wahrscheinlich mit einem leichten Weitwinkelobjektiv aufgenommen - so ist der Effekt auch. Nicht des Trotz unglaublich trauig und berührend das Bild - unglaublich auch das wir noch nichtmal aus dem Dschungel sind und immer noch auf uns Einschlagen mit Raketten und andren dummen Spielzeugen. Der Mensch hat wahrlich noch nicht begriffen das wir Menschen und das Leben etwas heilliges hat! Nun ich wünsche mir einfach das eines Tages solche Bilder in den Mainstream kommen. Wo Abend statt Blödel-TV - Dokus gibt wo ein Team die Biblothek des Vatikans auseinandernimmt :-)) Was dort nicht alles versteckt ist neben grausigem? Vielleicht verbotene Bücher des Aristoteles oder gar verschollene Bücher der Bibliothek von Alexandria? Oder das mann durch das Musem der FED steuert und sieht was das für eine geimeine Zeit war wo Menschen wie Nummer und Objekte behandelt wurden! Oder eben das jede noch so kleine Greueltat in den Tagesthemen in der Hauptsendezeit ausgestrahlt wird! Könnt ihr vorstellen wenn mann den Menschen statt Brot und Spiele die Wirklichkeit der Lügen vor Augen führt wie schnell das geht das Veränderungen kommen den keiner Hat dann Bock täglich dieselben Lügen und grausamen Dinge zu sehen! Glaubt mir da steuert jeder bei das das schnell aufhört - wetten? :-)))

  1. Peter sagt:

    Ich werde leise, wenn ich solche Bilder sehe. Dieses Bild braucht keinen Kommentar. Es spricht für sich. Es sagt, welch Unrecht hier geschehen ist, wie die Menschen leiden.
    Aus fotografischer Sicht - ich spreche als Profi - eines der eindrücklichsten und bewegendsten Kriegsbilder, die ich jemals sah.
    Nur das Bild des kleinen, nackten Mädchen, das vor den Napalbomben im Vietnahmkrieg flieht kann noch immer nicht übertroffen werden - auch nicht mit diesem Bild.

  1. humanity sagt:

    alle mütter u väter müssen daran arbeiten, ihre kinder nicht in kriege zu schicken!

    für WEN werden denn kriege eigentlich initiiert?

    der normalbürger will in ruhe leben und das müssen WIR umsetzen...lasst euch nicht negativ manipulieren!

    give peace a chance...John Lennon

  1. Derelken sagt:

    Tote Kinder sind zu betrauern. Punkt.

    Das es unter so vielen Fotos nun eines war, dass Leid und Elend aus der Sicht einer Familie aus Gaza zeigt, sagt aber auch etwas über unsere Welt aus. Und die bisher veröffentlichten Kommentare sprechen eine klare Sprache:
    Hier geht es um selektive Wahrnehmung, hier werden vorhandene Ressentiments gegen den Judenstaat geschürt und eine Menge einseitige Schuldzuweisungen getan.

    Es wäre gut, wenn die Menschen in Gaza ihre Kinder genauso lieben und schützen würden, wie es anderswo geschieht, beispielsweise in Ashdod und Ashkelon. Hier hat die Gesellschaft viel Geld investiert, um ihre Bevölkerung vor dem täglichen Raketenhagel der Väter und Brüder dieser toten Kinder auf dem Bild zu retten.

    Aber das wollt ihr weder hören noch sehen, gemäß dem Motto: Ein totes Palästinenserkind verdient Mitleid und Trauer, Bomben und Granaten auf Israelis - kein Thema, sind ja per se die Bösen...

  1. C.M.D sagt:

    danke für den Beitrag.
    Ich hörte am 13 im Radio DLF wars das Gedenken an Dresden, als sie von 25.000 Toten sprachen dachte ich mir ihr scheiss opfer heute sind es noch mehr aber damals sind mehr als 500.000 wahrschenlich sogar 600.000 Menschen abgeschlachtet worden. Wo ist euer Gewissen geblieben ihr lest verlogene Nachrichtenmeldungen runter. Welchen Radiosprecher kümmert überhaupt noch was manche Meeldungen sind so ne Veerarschung das man lachen muss aber es lacht kein radio sprecher. Stattdessen marschieren wir in dresden gegen rechts! Wer bitte in Deutschland ist so? ich kenn keinen persönlich nicht mal entfernt. Es mag welche geben aber es geht hier um Opfer und Lehren für die Zukunft und wenn ich denke das die beste Lehre die ist das wir aufhören zu lügen was soll das dann bitte. Allierte Nachrichten, scheiss müll propaganda dreck.

    VIELEN DANK DAISY DAS DU DARAUF AUFMERKSAM GEMACHT HAST.

    Am wichtigsten ist mir noch folgende message an euch: "Wir alle sind schlecht wir tun Dinge und wir bereuen sie, wir wissen genau was falsch war, nur die wenigsten geben es zu und arbeiten daran, noch weniger haben Jesus Christus als ihren HErrn angenommen. Solltet ihr aber. Am Ende ist es ganz einfach, die MEnschen sehen es immer noch nicht ein und spielen mit ihren mickrigen bomben. Wenn Gott sie vor den Bug schiesst kümmert es sie nicht, sie machen weiter den sind unfähig geworden zu verzeihen. Es wird nur wenige Menschen geben die in den Himmel kommen, sehr wenige, verdient hat es keiner wirklich.

    true words with best regards Christian M. D.

  1. couchlock sagt:

    @xabar @Daisy Schmitt
    Volle Zustimmung!!!

    P.S.: Das einzige, das heilt, ist bedingungslose Liebe!

  1. Kasandroo sagt:

    Teil1

    Sehr lieb von dir SusiQ und danke! Es ist wirklich ein bewegendes Bild und doch gab es solche Szenen bestimmt letztes Jahr zu hunderten, die nicht in einem Foto festgehalten wurden. Das sollte man auch bedenken.

    @Daisy Schmitt:

    Ich stimme dir, was den 13.-14.Februar angeht vollkommen zu. Da wird immer so ein Trara drum gemacht, und wehe dem man steht nicht in dieser Menschenkette fest verankert und setzt so den "Rechten" ein Zeichen, dann gilt man als heimlicher Sympathisant der Nazis, die ja an allem Schuld waren, sogar an der Bombardierung Dresdens(Lach! - es waren die Alliierten und nicht die Nazis ihr Deppen). Ich finde es auch eine Unverschämtheit, von der Öffentlichkeit in die rechte Ecke geschoben zu werden, nur weil man endlich die wahre Opferzahl(offiziell irgendwas in die 20.000, was ich nicht glauben kann es müssen mehr gewesen sein) wissen will und überhaupt sich fragt, warum das alles, weil man vielleicht sogar ein Enkel von jemanden ist, der damals in dem Inferno jämmerlich umkam. Und weil man fragt, nach dem warum und klip und klar den wahren Aggressor von damals im Falle Dresdens nennt, aber von den Gutmenschen blöd angeguckt wird ist es doch klar, dass man dann mit den Leuten auf die Strasse geht, die einen nicht blöd anschauen und genau so fragen stellen, dass dort auch durchaus Nazis mitlaufen sollte man bewusst ausblenden und so lange sie friedlich demonstrieren ist doch mal abgesehen vom evtl. "braunen Gedankengut", von dem man sich ja klar distanzieren kann als Mensch mit Hirn und Mund alles in Butter und legitim.
    Immerhin leben wir in so etwas wie einer Demokratie auf "unseren Münzen" steht: Einigkeit, Recht und Freiheit. Und wer schmeisst denn als erstes mit Steinen? -nicht die "Rechten" sondern intolerante Ignoranten, die genau so fehlgeleitet sind vielleicht sogar ein Stück mehr noch! Aber nein, all diese Gutmenschen sind wahrscheinlich sogar der Meinung, dass diese Bombennacht notwendig war und die lieben Alliierten hatten damals keine andere Chance als Dresden zu bombardieren. Wer so ein Dreck glaubt, sollte aufpassen, dass er sich nicht an seiner Trauer-Kerze verbrennt, diese Heuchler.

  1. Kasandroo sagt:

    Teil2

    Und noch was. Ich bin in der Denkmalpflege tätig und habe bei dem Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche mitgewirkt. Wir haben die 4 Treppenhäuser und den Wendelgang gestrichen, den Stuck an der Innenkuppel und Teile vom Altar wieder hergestellt und die Emporenbrüstungen marmoriert etc. und ich muss trotz der schönen Zeit dort, sagen, dass es ein Sinnlos-Objekt geworden ist für mich.

    Und da kommt die Queen und spendet in aller Gutmensch-Manier das goldene Kreuz für die Laterne ganz oben drauf und denkt jetzt, dass damit gut ist oder was? Dieser ganze Bau hat Millionen an Geldern gekostet (Spenden-LACH-Schwarzgeld mMn.)und im Endeffekt ist es wieder nur ein Symbol dafür, was man mit einem ordentlichen Haufen Geld alles so anstellen kann (Macht). Man kann sogar Kirchen wieder aufbauen, wo sich dann jeden Tag eine Warteschlange von 1/2 KM bildet, weil sie mal in die schöne Kirche gucken wollen und 8€(damals-heute???) gerne bezahlen, dass man mit einem Aufzug halb hoch gefahren wird und dann noch mal den langen Wendelgang bis hoch krauchen darf, was einen Rentner völlig auspowert, nur um mal von oben herunter zu schauen. Ich meine der Rathausturm, schräg gegenüber erfüllt genau so seinen Sinn als Aussichtsplattform.

    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass diese Ruine der Frauenkirche hätte bleiben sollen und nur konserviert und evtl. begehbar gemacht hätte werden sollen, damit man versteht und immer wieder sehen kann, was Bomben anrichten können, wenn man zulässt, dass Psychopathen in den Besitz von Bomben kommen, was ja heute immer wieder vom Westen in großen Reden befürchtet wird, dass Psychopathen an ein A-Bombe kommen z.B.(dabei wird ja vergessen, dass USA(Regime) uns gezeigt hat, dass sie mit A-Waffen einfach nicht umgehen können, weil sie schon 2mal den roten Knopf gedrückt haben, sie zeigen uns, dass sie mit nichts umgehen können). Die heutige Frauenkirche ist für mich ein Zeichen der Verdrängung und nicht der Verarbeitung der Vergangenheit.

    Und all diejenigen, die da immer übereifrig gegen rechts demonstrieren, sollten sich mal läutern, denn auch wenn "die da" "rechts" sind trauern sie genau so an diesen Tagen und wollen erinnern, sprich, warum kann "rechts" und "links" nicht mal über den eigenen Schatten springen und zusammen den Opfern gedenken egal, was man für eine politische Schiene fährt oder welchem Ideal man folgt, denn was verbindet diese Menschen? - genau, sie sind alle Dresdner und wollen, dass so etwas nie wieder passiert. Nur, wenn der "Rechte" weniger wert ist als der "Linke" und der Kerzenhälter in der Kette mehr wert ist als der traurige Glatzkopf dort aus der Mitte, glaube ich nicht daran, dass so etwas nie wieder passieren kann. Deshalb ist dieser 13.-14. Februar, so wichtig er auch ist nur noch ein Medienspektakel und eine riesen Farce. Es geht doch nur noch darum, wie vielen Nazis man gezeigt hat, dass man sie hier nicht will ohne auch nur einmal so barmherzig zu sein und mal zuzuhören und vielleicht sogar zu erkennen, dass das nicht alles nur Nazis sein müssen, denn sie sind auch nur Menschen, im Falle von Nazis eben Menschen, die in tiefer Unwissenheit leben und das falsche Ideal haben. Aber mit Hass, Ignoranz, Arroganz und Unverständnis wird man sie sich nicht zu seinen Freunden machen. Schlüsselwort: Verständnis und Toleranz, solange sie friedlich sind.

    Dieser Gut-Menschen-Virus ist es doch, der die Gefahr von Kriegen wieder möglich macht, nicht das völlig abgedroschene rechte Ideal, was eh keinen aufrichtigen, wahrheitssuchenden Menschen anspricht. Warum hat man denn Angst vor Rechts? Hat man doch nur, wenn man denkt, dass alle Menschen dumm sind und leicht köderbar für "Rechts". Warum soll die unbedeutsame NPD verboten werden, wenn unsere "christliche" Bundes-Merkel dem rechten Flügel in Israel mit Kusshand begegnet? Schon mal darüber nachgedacht, wie paradox das ist, ihr Gut-Menschen?

    Friede

  1. sasa lasa sagt:

    es schaudert das der Mainstream darüber nicht berichtet , liege ich da richtig ???

  1. xabar sagt:

    Dr. Abuelaish, der am israelischen Sheba-Krankenhaus arbeitete, schreibt an einer Stelle in seinem Buch, 'Ich werde nicht hassen!', dass es zwischen den kleinen Kindern in Israel und in Gaza keinen Unterschied gibt, wenn sie mit einem herzhaften Schrei das Licht der Welt erblicken und danach in den Armen einer liebenden Mutter versinken, wie er dies als Arzt immer wieder erlebt hat.

    Aber später werden diese Menschen zu Hassern und sind bereit, anderen, die auch nur ein normales Leben führen wollen, ihr Land zu rauben und sie aus ihren eigenen Häusern zu vertreiben. Wer oder was bringt sie dazu? fragt er. Wie ist diese Entwicklung erklärbar? Warum kommen Kinder verschiedener Nationalitäten, Rassen und Ethnien problemlos miteinander aus, aber Erwachsene nicht mehr?

    Wer erzeugt den Hass in den Köpfen der Menschen, dass sie bereit sind, Krankenhäuser und Moscheen zu zerstören, wie im Gazakrieg 2008/9 passiert, als dreißig Moscheen zerstört oder beschädigt wurden und das zentrale Al Shifa-Krankenhaus, Lebensmittellager des UN-Hilfswerks UNSCR, die amerikanische Schule, Lebensmittelfakriken, der Fischereihafen von Gaza und ganz normale Schulen unter Beschuss gerieten und weißer Phosphor von israelischen Soldaten in Wohnhäuser geworfen wurde?

    Die Mehrheit der Israelis sei, so Dr. Abuelaish, für den Angriff auf Gaza gewesen, der 1400 Opfer, darunter 300 Kinder unter der Bevölkerung von Gaza forderte. Sieben Israelis, darunter drei durch 'friendly fire', kamen um.

    Wer bringt die Mehrheit der Israelis dazu, so einem Massaker seine Zustimmung zu geben?

    Wer ist es, und mit welchen 'Mindset' ist es, der dafür sorgt, dass die kranken Kinder in Gaza medizinisch nicht versorgt werden können, weil die Krankenhäuser wegen des israelischen Embargos nicht repariert werden können?

    Dr. Abuelaish:

    "Wie erklären Sie einer Mutter oder einem Vater, dass ihr Baby sterben wird, weil der LKW, der die Teile der Ventilatoren bringen sollte, an der Grenze zu Gaza aufgehalten wurde?" (aaO, S. 129).

    Die Antwort, die Dr. Abuelaish nicht gibt, die aber gegeben werden muss:

    Der Zionismus, eine rassistische, menschenverachtende Ideologie, derzufolge die Palästinenser Untermenschen und Terroristen sind.

    Dass ein solcher Arzt trotz der Ermordung seiner drei Töchter und seiner Nichte nicht bereit ist zu hassen, und immer noch bereit ist, den Israelis, auch denen, die so denken, die Hand zu reichen, zeigt, dass die Palästinenser ein menschliches Gesicht haben.

    Und dieses menschliche Gesicht sollen sie nach Ansicht einiger unverbesserlichen Hasser, die die Palästinenser pauschal als 'Raketenwerfer' und 'Terroristen' hinstellen, nicht haben. Deshalb regen sie sich über ein solches Foto auf und bezeichnen die zustimmenden Kommentare sofort als 'selektive Wahrnehmung' und als Ausdruck von 'Judenhass'. Wann werden sie endlich lernen aufzuhören, sich moralisch über andere zu stellen? Wann werden sie ihre Hand zur Versöhnung ausstrecken??

    Das Foto trägt dazu bei, den Menschen in Gaza ein Gesicht zu geben. Wenden wir uns diesen Gesichtern zu!

    Lassen wir unsere eigene Geschichte, unser eigenes Leid doch mal einen Moment lang ruhen!

  1. Guy Fawkes sagt:

    Ist es nicht irgendwie pervers? Ein Foto, dass die Unmenschlichkeit in ihrer abartigsten Form zeigt, wird mit dem Pulitzer-Preis honoriert! Und das, von den Nationen, die diesem Massaker hilfreich oder tatenlos gegenüber stehen!
    Ich schäme mich manchmal, dass ich nur als Zuschauer degradiert, diesem Wahnsinn zuschauen kann! Ich kann nur mein Mitgefühl ausdrücken und das hilft den betroffenen Menschen wenig. Ich hoffe, wir Alle haben das Privileg, noch mitzuerleben, dass dieser Wahnsinn endlich einmal ein Ende findet und wir nicht mehr Fotos von ermordeten Kindern ertragen müssen! HIer sehen wir das wahre Gesicht des sog. "Kollateral-Schadens"! Das ist kein Heldentum! Und jeder Drohnenpilot, jeder Soldat, sollte sich bewusst sein, dass Kleinkinder niemals Ziel sein dürfen! Wie pervers ist das denn??!!

  1. xabar sagt:

    Das Foto zeigt nur die Spitze des Eisbergs.

    Was israelische Soldaten jeden Tag auf der West Bank an Abscheulichkeiten begehen, zeigt dieses Bild nur ansatzweise. Es zeigt nicht den Alltag der Besatzung.

    Man bekommt einen guten Eindruck von diesem Alltag, wenn man Erfahrungsberichte ehemaliger, reumütiger Soldaten liest, die hautnah dabei waren, die mit eigenen Augen sahen, was dort geschieht und die selbst an diesem Geschehen beteiligt waren.

    Vier Beispiele aus dem Besatzungsalltag der 'moralischten Armee der Welt' (Ehud Barak, ehem. israelischer Ministerpräsident)

    1. Ort Nablus, Fallschirmjägereinheit.

    'Wir übernahmen ein zentrales Haus, bezogen Position, und einer der Scharfschützen identifizierte einen Mann auf einem Dach, zwei Blocks weiter entfernt. Ich sah durch das Nachtsichtgerät. Er war nicht bewaffnet. Es war zwei Uhr morgens. Wir berichteten dem Kommandeur der Einheit. Er sagte:

    'Holt ihn runter!' Der Scharfschütze feuerte und holte ihn runter.

    Der Junge war keine Bedrohung für uns, und er gab den Befehl ihn umzulegen und wir taten es.'

    2. Beispiel:

    Etzion-Brigade, Fallschirmjägereinheit.

    Es war während eines Waffenstillstands. Der Brigade-Kommandeur gab Anweisung, jedes Kind, das einen Stein wirft, zu erschießen, weil 'ein Stein eine tödliche Waffe ist'.

    3. Beispiel

    Nahal Brigade, Ort: Hebron

    'Da war dieses Haus, das wir in Hebron eroberten. Sie kennen das Verfahren: Die Familie wird auf den Boden gezwungen...

    Was haben wir dann gemacht? Wir waren im dritten Stock. Die Jungs haben dann ein Rohr geholt, um durch dieses Rohr hindurch auf den Hof zu pissen. Wir installierten es so, dass die ganze Pisse in den Hof der Häuser unter uns fließen konnte. Wir warteten auf einen Vater oder auf eines der Kinder, die zum Hühnerstall wollten und dann hat sich jeder von uns hingestellt und auf sie runtergepisst.'

    4. Beispiel:

    Kfir Brigade, Nablus-Distrikt

    Ein Soldate schildert eine nächtliche Hausdurchsuchung 'nach Waffen'

    'Aber wir fanden keine Waffen. Dann konfiszierten wir Küchenmesser. Was mich am meisten schockte, war, dass auch geklaut wurde. Jemand klaute 20 Scheckel. Leute sahen sich nach Sachen zum Stehlen im Haus um. Es war ein sehr armes Dorf. Dann sagte jemand:
    'Was für'n Scheiß. Hier gibt's ja nichts zum Klauen.' Ich nahm ein paar Stifte mit, dass ich sagen konnte, ich habe was mitgenommen. Es wurde sich über das Elend der Leute lustig gemacht..'

    (Aus: 'Our Harsh Logic', Hrsg. 'Das Schweigen brechen', israelische Veteranenorganisation).