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Zentralregierungen sind schlecht für Menschen

Mittwoch, 28. November 2012 , von Freeman um 12:05

Eines der Hauptgründe warum die Europäische Union in eine Existenzkrise geraten ist steckt im Namen selber, nämlich im Wort "Union" und die daraus notwendige zentralistische Regierungsform als Voraussetzung. Diese bedingt, alle EU-Mitgliedsländer in ein einheitliches Korsett zu zwängen, was aber nicht funktioniert. Der Versuch vom Nordkap bis nach Sizilien, von den Azoren bis nach Zypern alle Staaten gleichzuschalten, ist gescheitert und hat zu Arbeitslosigkeit und Armut geführt, genau das Gegenteil von dem was uns die Befürworter der Union versprochen haben, von wegen Wohlstand für alle. Was sagen uns die Politiker aber als Lösung aus der Krise? Wir benötigen noch mehr Europa und meinen damit noch mehr Zentralismus. Dabei hat sich gezeigt, Zentralregierungen sind schlecht für die Menschen, dienen nicht ihrem Interesse. Statt Zentralisierung und Globalisierung müssen wir zurück zu Lokalisierung, zu dezentralen Strukturen, die näher am Bürger und deshalb besser sind.

Am 11. September 2012 gingen 1,5 Millionen Katalanen in Barcelona auf die Strasse, die grösste Demonstration die es je gegeben hat, und verlangten die Unabhängigkeit von der Zentralregierung in Madrid, die sie für die zerstörerische Wirtschafts- und Finanzkrise verantwortlich machen:



Was die EU-Architekten gemacht haben ist genau so wie wenn es für alle Menschen nur eine Kleider- und Schuhgrösse gebe. Wäre ja auch völlig idiotisch, denn für die einen wäre der Anzug zu klein und für die anderen viel zu gross. Nur, die Zentralisten und Globalisten sagen, wieso auf alle Menschengrössen individuell eingehen? Wir schaffen eine Standardgrösse für den Standardmenschen und wer nicht rein passt der hat sich gefälligst passend zu machen oder wir machen sie zwangsweise passend. Auf die EU übertragen, die Griechen haben genau so eine Lebenseinstellung zu haben wie die Deutschen, oder die Südländer wie die Nordländer. Dabei wird überhaupt keine Rücksicht auf die Geschichte, Kultur, Mentalität und auch aufs Klima genommen. Alleine die klimatischen Bedingungen zwingen einen schon ganz anders zu sein.

Was ich sagen will, die Bedingungen unter denen die Menschen leben sind nicht gleich, auch nicht in Europa. Deshalb ist eine Zentralisierung und damit Gleichmacherei zum Scheitern verurteilt, die aber Voraussetzung für die EU ist. Sie führt zu Spannungen und zu Zwang. Ihr Griechen, Italiener und Spanier müsst so sein wie wir, heisst es. Dabei, sogar innerhalb der Länder gibt es grosse Unterschiede. Der Norden und der Süden Deutschlands ticken doch auch anders. Angeblich tragen die südlichen Bundesländer den ganzen Norden finanziell, weil die da oben einfach nicht haushalten können. Genau so in Italien. Mailand und Palermo sind doch Welten auseinander. Wenn die Mentalität und Leistungsfähigkeit innerhalb eines Landes bereits sehr unterschiedlich ist, was gibt es erst für Differenzen in der ganzen EU? Die Währungsunion bedingt aber, alle müssen gleich wirtschaften, leistungsfähig und effizient sein.

Der Euro vereinheitlichte die Zinsen, die vorher mit den eigenen Landeswährungen sehr unterschiedlich waren. Die Zinshöhe ist aber ein Abbild des Risikos und der Rückzahlungsfähigkeit. Plötzlich wurden die Südländer finanziell so beurteilt wie Deutschland. Hey super, jetzt können wir uns verschulden und müssen keine Haushaltsdisziplin mehr einhalten. Es wurde das billige Geld nur so rausgeschmissen, für alle möglichen Sachen, die man sich vorher nicht leisten konnte. Als ich auf dem Weg nach Argentinien in Madrid zwischengelandet bin habe ich gemerkt für was. Der Flughafen dort ist die reinste Gigantomanie und muss irrsinniges Geld gekostet haben, alles auf Pump natürlich. Wenn man vom einem Terminal zum anderen will dauert es 20 Minuten mit einer eigenen U-Bahn. Der Flughafen ist völlig überdimensioniert und sieht leer aus, denn die im Verhältnis zur Grösse wenigen Passagiere verlieren sich darin. Jetzt hocken die Spanier auf Schulden und auf Betriebskosten für etwas was viel zu gross ist. Das ist aber nur ein Beispiel von vielen.

Die Spanier wollten halt auch so eine tolle Infrastruktur haben wie die Länder im Norden, bzw. Brüssel hat ihnen gesagt, sie müssen gleichziehen und der Standard muss überall in der EU gleich sein. Nur echt leisten konnten sie es sich nicht. Jetzt sitzen sie auf einem Schuldenberg, die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft kann das nicht tragen und sie müssen um Hilfe betteln. Das ist genau so wie wenn jemand der nur 4'000 Euro verdient den Lebenswandel führen will den einer hat der 10'000 verdient. Die Differenz muss man mit Kredite abdecken, um auch mit einem grossen Auto fahren und in einem grossen Haus leben zu können. Nur die Schulden und die Kosten für diesen "Lebensstandard" muss man mit seinem kleineren Einkommen bedienen, was irgendwann nicht aufgeht. Dicken Benz fahren wollen, aber kein Geld für Benzin haben und der Gerichtsvollzieher steht vor der Tür, damit man mit dem Nachbar materiell gleichziehen kann. So ist die Situation der südlichen EU-Länder.

Sind die Südländer schuld, weil sie mehr wollten als sie es sich leisten können? Nicht wirklich, denn die Union und die Zentralisierung hat sie dazu animiert, es gefördert und verlangt. Brüssel will den gleichen Standard für alle EU-Länder, nur der bedingt das alle gleich leistungsfähig sind. Sind sie eben nicht, also wurde dieser mit Schulden erkauft. Jetzt zahlt man den Preis dafür, mit aufgezwungenen drakonischen Sparmassnahmen. Renten und Löhne gehen massiv runter, Steuern und Abgaben massiv rauf. Das Resultat ist eine erhebliche Schmälerung des Geldes das man ausgeben kann. Man muss sparen, man kann die Kredite nicht mehr bezahlen, der Konsum geht zurück, was wiederum die Wirtschaft trifft, die dann Leute entlassen muss, die dann erst recht keine Geld haben und so geht der Teufelskreis steil nach unten. Das Resultat ist eine sehr hohe Arbeitslosigkeit und die Menschen landen in der totalen Armut.

Was passiert jetzt in Spanien? Die Regionen haben die Zentralregierung satt und wollen sich trennen. Das Diktat aus Madrid akzeptieren sie nicht mehr. Am Sonntag lief eine Abstimmung in Katalonien, welche den Separatisten einen grossen Stimmenzulauf bescherte. Dort rumort es eh schon lange und die Katalanen fühlen sich von Madrid schlecht behandelt und nicht ernst genommen. Sie haben ihre eigene lokale Sprache, eine eigene lokale Kultur und sie erkennen immer mehr, die Zentralregierung dient nicht ihren Interessen. Es kann sein, dass dieser Wunsch nach Trennung von Spanien zu einem eigenen Staat führt. Es handelt sich um ein Phänomen welches in Europa und weltweit immer mehr zum Vorschein kommt. Die Schotten wollen auch aus Grossbritannien raus und nicht mehr von London regiert werden. Sogar in den Vereinigten Staaten ist die Sezessionsbewegung sehr gross geworden und in Texas wird ernsthaft überlegt die Union zu verlassen. Siehe "Raus aus Obama-Land".

Was viele erkennen, Zentralregierungen, ob sie einer Diktatur oder einer Demokratie (lach) vorstehen, dienen nur einer kleinen Minderheit. Im kapitalistischen System, den Banken und der Finanzelite. Das war aber im sogenannten Sozialismus genau so. Dort haben die Parteibonzen wie Maden im Speck gelebt. Eine Clique von Apparatschiks hat mit zentraler Planwirtschaft alles vereinheitlichen wollen und versucht alle Menschen gleichzumachen. Sie sind daran gescheitert, weil wie oben gesagt, es gibt keinen Anzug der allen passt. Dazu müssten wir aus der Retorte kommen und Klone eines Mustermenschen sein. Die Kommunisten haben es mit ihrer politischen Indoktrination versucht. Ja, die Generation die noch das Bürgertum erlebt hat ist kontaminiert, wartet bis wir eine neue Generation herangezüchtet haben, die nur unsere reine Lehre kennt, dann haben wir die Utopie. Die haben nicht verstanden, dass ihre Ideologie der Gleichmacherei völlig der menschlichen Natur widerspricht. Das kapieren die Euro-Turbos auch nicht. Deshalb ist die EU für mich die EUDSSR, die von einem nicht gewählten Politbüro geführt wird, die von Brüssel aus alles diktiert.

Wir haben auch eine Planwirtschaft. Wo gibt es einen freien Markt? In der Landwirtschaft überhaupt nicht, da befiehlt Brüssel den Bauern alles, auch wieder nur zum Vorteil der Agrar- und Lebensmittelmultis. Auf dem Finanzsektor auch nicht. Da herrscht eine Mentalität der Privatisierung der Gewinne und der Sozialisierung der Verluste. Banken die eigentlich sterben müssten werden künstlich am Leben erhalten, auf Kosten der Steuerzahler. Die Zentralbanken erlauben auch keinen Markt, sondern intervenieren am laufenden Band, kaufen Schrottpapiere auf, manipulieren die Wechselkurse und halten den Gold- und Silberpreis künstlich niedrig. Statt dass der Zins durch den Markt sich einpendelt, bestimmt eine Kabale von Zentralbanker, die niemandem Rechenschaft leistet, die Zinsen und die Geldmenge. So einen Eingriff in die Preisgestaltung auf allen Ebenen, so viel zentrale Steuerung der Wirtschaft wie jetzt, hat es schon lange nicht mehr gegeben.

Was bedeutet Freiheit? Es ist die Freiheit entscheiden zu können was für einen selber richtig oder falsch ist. Das Gegenteil ist Fremdbestimmung durch besserwisserische Technokraten die meinen, wir sind zu blöd zu entscheiden. Sie müssen uns deshalb ständig bevormunden und alles vorschreiben. Irgendwelche Beamte und Politiker, die tausend Kilometer entfernt sind, wissen besser was für uns gut ist als wir selber. Sie sitzen in ihren Amtsstuben in Brüssel und entscheiden alles bis ins letzte Detail unseres Lebens, regulieren und bestimmen für alle das gleiche in der EU. Dabei, wir haben wohl alle die gleichen Rechte, aber wir sind nicht gleich. Deshalb macht eine zentrale Gleichmacherei keinen Sinn.

Von wem will man lieber regiert werden? Von jemand der in der selben Region lebt und sogar ein Nachbar ist, der die Sorgen und Nöte kennt, den man auch ansprechen kann, oder von einem weit entfernten Roboter, der überhaupt kein Verständnis und Bezug zu einem hat und deshalb kalt und hart entscheiden kann. Je weiter entfernt die Entscheidungszentrale ist, je schlimmer und unmenschlicher sind die Entscheidungen. Berlin ist schon viel zu weit weg. Brüssel noch viel weiter. Was ist erst eine Weltregierung, die sie aber anstreben. Das wird die Hölle. Deshalb ist das Gegenteil richtig, lokale Entscheidungen und Mitbestimmung über alles was das Leben betrifft.

Das meinen die Katalanen auch. Katalonien ist mit 7,5 Millionen Menschen die grösste Region mit eigener Sprache in Europa, die kein eigener Staat ist. Irgendwelche Typen die nicht ihre Sprache sprechen regieren sie von Madrid und Brüssel aus. Die Zentralregierung haben sie doch den Menschen in der EU mit dem Versprechen verkauft, es wird allen super gut gehen und es wird diesen fantastischen Wohlfahrtsstaat geben. Dafür müssen sie ihre Souveränität aufgeben, ihre Tradition und Kultur, und dafür muss es eine aufgeblähte Bürokratie in Brüssel geben. Es wurde ihnen ein Schlaraffenland versprochen. Jetzt schaut diese Utopie gar nicht gut aus und die Menschen merken, es geht ihnen viel schlechter als früher, oder umgekehrt, ohne EU und Euro ging es ihnen besser. Jetzt haben sie alles verloren, den Wohlstand, den Arbeitsplatz, die sozialen Errungenschaften und die Souveränität. Eine antidemokratische und ausbeuterische Fremdherrschaft hat sie übernommen.

Wer hat den Präsident der Europäischen Kommission, José Barroso, wählen können? Wer hat den Namen des Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, irgendwo auf einem Stimmzettel gesehen? Wer hat sich für den Generalsekretär der NATO, Anders Fogh Rasmussen, mal entscheiden können? Niemand. Und noch höher, wer hat jemals den Chef der Vereinten Nationen (UN), Ban Ki-moon, gewählt? Oder die Vorsitzenden der vielen internationalen Organisationen, wie Weltbank, Weltwährungsfonds, Weltgesundheitsorganisation, oder des internationalen Gerichtshof? Niemand. Aber diese Typen bestimmen unser Leben in jeder Weise. Sie entscheiden über Gesetze, Finanzen und Kriege, über unsere Gesundheit und unsere Ernährung. Keiner ist demokratisch legitimiert. Sie sind uns einfach vor die Nase gesetzt. Und dann hat man die Unverschämtheit zu behaupten, wir leben in einer Demokratie. Bullshit!

Überall auf der Welt verlangen die Menschen mehr Mitspracherecht und Selbstbestimmung, denn sie haben verstanden, der Zentralismus und Globalismus ist antidemokratisch und hat uns in die schwerste Krise der Menschheitsgeschichte geführt. Nicht nur sind die einzelnen Länder völlig entmündigt und werden fremdbestimmt, sie sind völlig abhängig und nicht mehr selber überlebensfähig. Weltkonzerne und Weltorganisationen schweben über die Länder und diktieren alles "alternativlos". Es gibt über 5'000 ethnische Gruppen auf der Welt und fast 7'000 Sprachen, aber nur 193 anerkannte Staaten. Die verschiedenen Regionen und Kulturkreise in den Ländern fühlen sich durch die Zentralregierung völlig benachteilig und unterdrückt.

Was wir in Katalonien beobachten ist eine mögliche Desintegration Spaniens, aber auch Italiens und der USA in unabhängige Einheiten, welche das Diktat einer Zentralregierung satt haben, was als Spiegelbild des kollabierenden globalen kapitalistischen Systems gesehen werden kann. Genau so die Abkehr von der Europäischen Union und Austritt daraus. Die Politiker erkennen diese "Gefahr", die ihre Macht angreift und so kommt es zu Warnungen wie vom Bilderberger Peer Steinbrück im Bild-Interview der sagte: "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht zurückfallen in einen gefährlichen Nationalismus." Mit der Polemik, die Rückbesinnung zu lokalen Entscheidungen, zu Unabhängigkeit und Souveränität, ist ein gefährlicher Nationalismus, wird versucht solche Bestrebungen schlecht zu machen.

Sie versuchen, koste es was es wolle, die EU zusammenzuhalten. Griechenland darf nicht ausscheiden und sich so sanieren. Das Land wird gezwungen im Korsett zu bleiben, das viel zu eng ist und keinen Spielraum erlaubt. Das läuft darauf hinaus, Deutschland muss gigantische Summen zahlen, sonst fliegt der Laden genannt EU auseinander. Nur, wie lange sollen die Transferzahlungen vom Norden nach Süden noch andauern? Bis in alle Ewigkeit? Sollen die Südländer, nur weil man eine politische Union will, die von Brüssel zentral regiert wird, für immer abhängige kranke Patienten am Tropf bleiben? Oder sollen wegen der Arbeitslosigkeit von 25 bis 50 Prozent alle Jobsucher auswandern? Die Ursache dafür ist die Gleichmacherei durch EU und Euro.

Sollen sie nur so weiter machen und durch verstärkte Zwangsmassnahmen die Südländer auf das gewünschte Niveau bringen, es wird nicht funktionieren. Das Resultat wird genau das Gegenteil sein, eine noch schnellere Abkehr von der zentralen Diktatur. Die europäische Peripherie wird die massive Arbeitslosigkeit und die damit verbundene menschliche Qualen nicht lange hinnehmen. Sie werden sich ihren lokalen Bedürfnissen besinnen und eigene Wege gehen müssen. Jeder der nur einigermassen klar denken kann erkennt doch, die Eurozone steht vor dem Kollaps. Was sie mit ihren "Hilfsaktionen" bewirken ist nur eine Verlängerung des Leidens.

Die Geschichte hat gezeigt, alle grossen Einheiten sind früher oder später auseinandergefallen und kollabiert. Sei es das Römische Imperium, das Britische Imperium oder die Sowjetunion. Jetzt können wir zuschauen wie die Amerikanische und die Europäische Union desintegrieren. Die Politiker und die Medien ignorieren diesen Trend, wollen noch mehr Zentralisierung, noch mehr Entmündigung und Fernsteuerung. Wir werden noch Zeiten des grössten Umbruchs erleben, speziell wenn der Klebstoff Geld der alles zusammenhält ausgeht. Sehen wir an Grossbritannien, dessen Regierung sich weigert eine Erhöhung des EU-Budgets zuzustimmen. Ihnen wird deshalb vorgeworfen, sie gefährden das europäische Projekt.

Die EZB kann auch nicht, egal was Draghi sagt, unlimitiert die Staatsschulden aufkaufen, damit der Anschein aufrechterhalten wird, in der Eurozone ist alles noch in Ordnung. Alleine diese Massnahme, die eine massive Ausweitung der Geldmenge bedeutet und damit Inflation, wird die Eurozone zerstören, bzw. die Kaufkraft des Euro. Was sie uns erzählen, die Teuerung wäre nur 2,5 Prozent ist doch lächerlich. Eher doppelt so hoch mit 5 Prozent und wenn Draghis Gelddruckerei so richtig wirksam wird in der Zukunft noch viel mehr. In Griechenland sind die Einkommen im Durchschnitt um -15 Prozent zurückgegangen, die Sozialleistungen um -9,5 Prozent, dafür die Steuern um +37 Prozent gestiegen. Preise zahlen sie aber wie bei uns oder sogar mehr. So hat Griechenland den höchsten Benzinpreis in der EU. Was sie wirklich von ihren Lohn übrig haben ist dramatisch geschrumpft, was soll dann das Märchen von einer niedrigen Teuerung?

Die EU wird auseinanderfallen oder sich in eine ganz üble Diktatur verwandeln müssen, um zwangsweise zusammenzubleiben. Jedenfalls werden die Unabhängigkeitsbestrebungen immer stärker. Als das Geld aus Moskau nicht mehr floss und es nicht mehr möglich war die Zwangsintegration aufrechtzuerhalten, brach die Sowjetunion innerhalb kürzester Zeit auseinander. Die Republiken gingen ihren Weg in die Eigenstaatlichkeit, weil sie dadurch ihre individuelle Wirtschaftssituation, aber auch Sprache und Kultur, besser ausleben können. Das gleiche wird mit der EU passieren, früher oder später. Es hängt nur davon ab wie lange die Südländer es sich gefallen lassen, von den Bankstern in London und Frankfurt sich ausplündern zu lassen und von der Troika entmündigt zu werden.

Nur ein Beispiel. Die EU-Kommission hat heute einem Plan für vier der grössten spanischen Banken zugestimmt. So sollen 40 Milliarden Euro aus dem europäischen Rettungsfonds zu den Banken fliessen, damit die Bankenkrise dort zu einem Ende kommt. Wie wenn das reichen würde. Ist doch lächerlich. Gleichzeitig werden die Banken Tausende Leute entlassen, alleine Bankia 6'000, und die Hälfte der Filialen schliessen. Viele Bankia-Kunden sagen, sie wurden betrogen, denn man hat ihnen statt Sparanlagen irgendwelche Finanzkonstrukte angedreht, die nichts mehr wert sind. 40 Milliarden an Steuergeld wieder den Banken nachgeschmissen und dafür noch mehr Arbeitslose und Menschen die ihre Ersparnisse verloren haben als Gegenleistung. Wen vertreten die Politiker eigentlich? Ja wen wohl? Sicher nicht das gemeine Volk.

Die Menschen merken immer mehr, es ist egal wen sie wählen, alle Parteien machen das gleiche wenn an der Macht. Sie vertreten nicht die Interessen der Bevölkerung sondern nur die der Banken und der Finanzelite. Sie können noch so viel auf die Strasse gehen und vor den Parlamenten mit Grossdemonstrationen protestieren, sie werden ignoriert oder mit Polizeigewalt niedergeknüppelt. So in Griechenland, Italien, Spanien und Portugal. Gnadenlos werden immer höhere Steuern und Abgaben verlangt und die Löhne und Renten gekürzt. Was bleibt ihnen übrig, wenn sie keine Zukunft mehr sehen und ums Überleben kämpfen? Entweder die totale Resignation die im Selbstmord endet, oder ein Aufstand!

Präsident John F. Kennedy sagte bei einer Ansprache im Weissen Haus 1962: "Die welche friedliche Revolutionen verunmöglichen, werden gewaltsame Revolutionen unvermeidlich machen."

insgesamt 17 Kommentare:

  1. Kayron sagt:

    stimme dem Artikel, zudem Hat der verein für Einheitlichen Unsinn (EU)
    nur eine Demodiktatur gebracht. Man versuchte es den Bürger als Demokratie zu verkaufen, aber wenn man mit beiden augen drauf schaut, ist es eine diktatur und Polizeistaat. Es hat den Bürger viel geschadet, Staat einheit brachte es die länder auseinander, staat demokratie und freiheit brachte es die totale überwachung(IP red, Acta, daten sammlung und vieles mehr) eines jeden Bürgers. Ich weine keine träne nach, wenn die EU als Mahnung in den geschichtsbüchern stehen wird, da es für mich kein Werk im sinne des Freien und Modernen Bürgers ist.

  1. brebis gall sagt:

    Wichtig !!!
    http://www.lesamisdestanmaillaud.org/de/blog/rrr-nachricht-eine-deutsche-aktivistin-gegen-padophilie-in-frankreich-gefangen-17-november-2012.html

  1. Zum Filmende:

    Unglaublich: Geld als Einwickelpapier: Geld ist zwar nur bedrucktes Papier, aber diese Gesinnung dahinter ist schlicht pervers.

    Der Einkauf mit bedrucktem Papiergeld wird dann mit virtuellem Geld (Kreditrcartd irgendeine "goldene") bezahlt, gestohlen irgendwie, aber irgendwann einmal erarbeitet bzw. jemand vorenthalten. Denjenigen vorenthalten, die zuwenig Essen haben.

    Solch ein Papiereinwicklung tötet! Wozu sollte dann die Krawatte dienen? Das hilft auch kein “Wir sind alles Menschen-Gutdenktum” mehr, sondern die faktischen Verhältnisse sind da: jeden Tag, jeden Moment, Hunger ist nicht wegzuhoffen und wegzusäuseln, sondern er brennt, genauso wie die Hoffnungslosigkeit der Eltern für ihre Kinder, sie wollten doch alle einfach eine gute Zukunft für diese!


    In Zürich wurde ein korrupter Anlageberater der Beamtenversicherungskasse für 6 Jahre verknackt, mal sehen wie ihm der Aufenthalt bekommt. Aber der ehemalige britische Verteidigungsminister Lord Gilbert hat anscheinend den Einsatz von Neutronenbomben im Grenzgebiet zwischen Afghanistan und Pakistan gefordert – garantiert gegen jegliches internationales Recht: Wo ist hier der aburteilende Gerichtshof?

    Was bräuchte es hierfür? Oder können wir uns im Moment nur die Namen merken? Ein Fall für Carla del Ponte?

    Aber genauso: Wer verurteilt Guantanamo und die Entführungen dorthin, die illegalen Geheim-Gefängnisse mitten in Europe, die aussergerichtlichen und aussergesetzlichen Lynchereien per Drohnen in Afghanistan und Gaza durch USA und USRAEL?

    Vielleicht gibt es einmal in nicht allzuferner Zukunft solch eine Instanz.

  1. LinQ sagt:

    Ihnen geht ganz einfach die Zeit aus.
    - Bankenkritiker gehen in Deutschland in die Klapsmühle.
    - Brzeziński: "Von der Bevölkerung getragener Widerstand bringt Neue Weltordnung in Gefahr"
    - Ernst Strasser, EU-Parlamentarier, wegen Korruption vor Gericht, gibt zu: "Alle nehmen Geld" = sind korrupt

    Der Saftladen fliegt uns allen um die Ohren wenn Brüssel/NWO seinen Kurs weiterhin beibehält. Das ist Sicher.

  1. xabar sagt:

    Zentralregierungen sind nicht immer schlecht.

    Zwei Beispiele:

    1. Das der sozialistischen föderativen jugoslawischen Republik unter Josip Broz Tito.

    Hier vereinigten sich eine ganze Reihe von Nationalitäten unter einem Dach, einschließlich Kosovo-Albanien, und es hat lange Zeit gut funktioniert. Warum hat es lange Zeit funktioniert? Weil in allen Teilstaaten die gleichen Eigentumsverhältnisse, die gleichen sozialen Strukturen bestanden, ein Gemisch aus kooperativem, staatlichem und privatem Eigentum, und es war die jugoslawische Arbeiterklasse, die in Belgrad den Ton angab und dafür sorgte, dass unterentwickelte Regionen Geld aus dem gemeinsamen Topf bekam, um ein ökonomisches Auseinanderdriften der Regionen zu verhindern. Außenpolitisch spielte die föderative Republik eine aktive Rolle in der Bewegung der Nichtpaktgebundenen und war dem US-Imperialismus und seiner Nato ein Dorn im Auge.

    Diese Union wurde von Deutschland und den USA zerstört, um die Balkanisierung zu betreiben, um so die Region besser im imperialistischen Sinne beherrschen zu können.

    Es ist schade, dass es diese Union nicht mehr gibt. Was gibt es heute? Einen Pseudostaat wie Kosovo, den man nur als Drogenstaat der Drogenmafia bezeichnen kann.

    2. Beispiel

    1973 putschte in Chile mit Hilfe Henry Kissingers CIA das Militär und das sozialistische Experiment unter Allende wurde beendet. Wäre Chile damals Mitglied einer lateinamerikanischen sozialistischen Union gewesen, hätte man diesen Putsch zerschlagen können. Schade, dass es diese Union damals nicht gab. Der Faschismus hätte verhindert werden können in dem Nationalstaat Chile.

    Was zeigen die beiden Beispiele?

    Dass es nicht um Union oder Nich-Union geht, sondern darum, neue soziale und ökonomische Strukturen zu schaffen. Es geht darum, das Finanzkapital zu entmachten, indem man es enteignet und das Eigentum verstaatlicht. Das ist die entscheidende Frage, die sozial-ökonomische Frage.

    Die Frage ist also nicht Union oder Nicht-Union, sondern welche sozialen Verhältnisse in diesen Zusammenschlüssen vorherrschen. Herrschen sozial fortschrittliche Verhältnisse in einer Union vor, ist diese Union ganz anders zu beurteilen wie eine, in der rückwärtsgewandte soziale Strukturen und massive Ungleichheit vorherrschen.

    In Lateinamerika gibt es die ALBA. Die Union von Venezuela, Kuba, Ekuador und Nicaragua plus einiger anderer kleinerer Inseln.

    Diese Union ist notwendig, weil sie dazu dient, die sozialistischen, fortschrittlichen Prozesse auf dem Kontinent gegen den US-Imperialismus abzusichern und um die Abhängigkeit vom Imperialismus zu vermindern. Gut, dass es sie gibt. Sie verhindert nicht, dass es demokratische Verhältnisse auf regionaler Ebenein den einzelnen Alba-Staaten gibt. Im Gegenteil: Sie schafft sogar die Rahmenverhältnisse dafür.

    Diese Art von Union brauchen wir.

    Wir brauchen aber keine EU, die einen ganz anderen sozialen Charakter hat, nämlich einen finanzkapitalistischen, was nur heißen kann, dass die stärkste Macht, nämlich Deutschland auf Kosten schwächerer Länder den Ton angibt, in einer Weise, die diesen schwächeren Wirtschaften unendlich viel Schaden zufügt und den Lebenssstandard der arbeitenden Menschen in jenen Ländern drastisch herunterfährt.

    Die Frage ist also nicht Zentralisierung oder Dezentralisierung. Die Frage ist Sozialismus oder Imperialismus.

  1. LinQ sagt:

    Was wirklich funktionieren würde:
    Gleiche Löhne, Preise und Rechte für jeden Menschen auf der Welt unter einer Weltregierung, die von allen Ländern demokratisch gestellt wird.
    Man könnte die Billionen aus den Schattenbanken enteignen und die Infrastrukur wenig entwickelter Länder aufbauen. Weltweiter Jobboom für alle.
    (wenn der Normalbürger abgezogen werden kann, klappt das auch prima mit den Superreichen).
    Alleine was in 10 Jahren an Banken und Investoren geflossen ist, würde ausreichen.
    Die aufgeblähten Militärhaushalte werden eingestampft.
    Wenn die üblichen Verdächtigen das nicht wollen, muss man eben anders Argumentieren.
    Zur Not ball_is_tisch.


  1. drdre sagt:

    Deine Analyse ist völlig richtig, ähnliches hörte ich schon bei der Veranstaltung im Februar in Stuttgart von den eingeladenen Gastrednern des Kopp Verlages.
    Prof. Hankel und Schachtschneider vermittelten, sowie auch Dr. Bandulet ein ähnliches Szenario.
    Was Zentralismus so ausmacht, erfuhr ich in den achtzigern in Bordeaux. Wo ich für meinen damaligen VW einen Auspuff brauchte. In der grossen VW Werkstatt erklärte man mir, den muessen wir in Paris bestellen. Ich wartete eineinhalb Wochen. Nun hat Barroso uns schon gedroht er wolle über eine weiter Vertiefung der Vereinheitlichung , entschuldigung, Zusammenwachsen, nachdenken. Aber dies wird in den betroffenen Ländern weitere Verwerfungen mit sich bringen, und ein erstarken der Kräfte am rechten oder linken Rand. Das gibt dem TV Slogen: Ich will Europa ein ganz neues Gefühl.

  1. Mander Kann sagt:

    Vielen Dank, Freeman, für diesen augenöffnenden, gut zusammengefassten Artikel; einer von vielen; der aber schon für sich alleine stehend, es so artikuliert, dass wohl viele Schlafschafe, nun ein Auge aufkriegen.

    Ich besuche Deinen Blog nun schon seit „ewigen“ Zeiten; und, ich erfreue mich Deiner Sprache; eine mit Zeigefinger, dem man richtungsweisend folgt!

    Es ist auch sehr aufklärend, den Kommentaren Deines Blogs Aufmerksamkeit zu schenken.
    Da tut sich vor allem Xabar hervor; ergänzend, ebenfalls sprachlich, gut artikuliert.

    Vielen habe ich Deinen Blog gezeigt; wenige waren begeistert; aber, einzelne Artikel,wie dieser, ist es wert unter deren Nase zu halten; aufwecken der Schlafschafe sollte eine Tugend werden.

    Allerdings, wie Deine Satire Israel wurde erworben und nicht gestohlen , von so vielen Lesern nicht erkannt wurde, hat mich echt erschreckt!
    Da erarbeitet jemand Glaubwürdigkeit durch echtes recherchieren; dokumentiert dieses; und stösst dann auf weit aufgerissene Augen, wenn einmal Ironie ins Spiel kommt; man sollte doch vielmehr davon ausgehen können, dass regelmässige Leser dieses Blogs mit offenen zwei Augen durchs Leben schreiten.

    Mir jedenfalls hat Dein Blog die Augen geöffnet; ich kann nicht sagen, dass seither alles gleich geblieben ist.
    Wie hätte ich ohne Dich das Finanzsystem des Elitären, durchschauen können? Oder, alle Gründe, die für kriegerische Konflikte sorgen?

    Deine Glaubwürdigkeit stelle ich nicht in Frage; ebenso wenig, wie die von anderen „Wissenden“, doch ein Jeder ist gefangen im Netz seiner eigenen Zensur; Glaubwürdigkeit ist ein wichtiger Aspekt der Vernunft, und Vernunft ist einhergehend mit dem jeweiligen Verständnis von dem, was man hat; oder; dem was man haben möchte; und,entspricht vielmals nicht dem was man haben müsste.
    Diesen fremden Aspekt, trotzdem müssen, verstehen vielleicht nur kultiviert Leidende...:)

    Mander Kann

  1. Fatima sagt:

    @ xabar: Sehe ich auch so, aber da muss man wohl differenzieren. Vielleicht unterscheiden sich die Völker Lateinamerikas nicht so stark voneinander wie die in Europa, nicht nur kulturell, auch in wirtschaftlicher Hinsicht? Beim Balkan gebe ich dir aber Recht, auch wenn ich Titos generelle Ablehnung der Religionen nicht billige.

    Besonders brisant ist das Beispiel Kosovo, das von Islamhassern jetzt gerne als Islamisierungspolitik hergenommen wird. So kann man die völker auch untereinander zerspalten. Tatsächlich ist es Amerikanisierung. Salafisten treiben da auch gern ihr Unwesen, so dass sich meine kosovarische Freundin (konvertierte Schiitin) nicht mehr in ihre Heimat traut, aus Angst vor Anfeindungen und Verfolgungen. Solche Zustände, auch dass Serben und Albaner sich jetzt untereinander bekriegen, hat die Nato bewusst herbeigeführt mit ihren "friedensstiftenden" Missionen!

  1. Alex sagt:

    Hallo Freeman!
    Ich verfolge seit ein paar Jahren deinen Blog und empfinde ihn als eine Bereicherung. Gratuliere zu dem ausgezeichneten Artikel. Ich hoffe deine Reise nach Argentinien brachte dir zufriedenstellende Ergebnisse. Wie schauts mit Stammtischen in Österreich aus? SG Alex

  1. couchlock sagt:

    Leben ist Vielfalt, diese Zentralisierung und Vereinheitlichung ist somit ein Anschlag auf die Vielfalt der Lebensstile, zur effektiveren Steuerung der Menschen...

  1. Dimon sagt:

    @xbar

    Erinnert stark an Johan Galtung...

    betrachtet man seine struckturelle Theorie des Imperialismus handelt die EU genau nach diesem Schema.

    Sie haben sich für Imperialismus entschieden und ziehen es jetzt auch durch.

    WIR werden gerade"kolonialisiert".
    Die USA sind natürlich schon ein wenig weiter was den In House Imperialismus angeht.

    Ich sage nur:" Just victims of the In House Drive By, They say jump, you say how high?"





  1. Skeptiker sagt:

    Ein informative und witzige Doku:

    Der Publizist Henryk M. Broder und der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad gehen wieder mit "Entweder Broder" auf Forschungsreise.
    Doch Hamed, Henryk und Foxterrierin Wilma sind diesmal nicht nur in Deutschland, sondern in Europa unterwegs.

    http://www.ardmediathek.de/das-erste/entweder-broder-die-europa-safari/folge-1-auf-nach-europa?documentId=12491092 (Dauer 30 Minuten)

  1. Fatima sagt:

    @Skeptiker: Was ist an diesem Zionisten Broder bitte "informativ"? Witzig mag es ja streckenweise noch sein, aber informativ mit Sicherheit nicht. Seit ich von Mekka wieder da bin, bleibt der Fernseher übrigens aus. Ich schaue w enn überhaupt dann nur noch irakisches Fernsehen. Das iranische haben sie ja leider abgeschaltet, grrrr.

  1. Skeptiker sagt:

    @ Fatima

    Ich bin enttäuscht, dass du auch nach unserer ausführlichen Diskussion per Mail, anscheinend immer noch nicht zwischen "Fakten" und "Meinungen/Ideologien" unterscheidest.

    Informativ ist die Doku über das EU-Parlament in Brüssel allemal, weil eben Fakten gezeigt werden.
    Daraus kann der geneigte Zuschauer dann seine eigenen Schlüsse ziehen und sich eine Meinung dazu bilden.

    Wenn man sich seine Informationen nur aus einem bestimmten politischen Lager oder einem bestimmten Land holt, dann verliert man den Blick für das "big picture" !!!

  1. Fatima sagt:

    @Skeptiker: Mag schon sein. Jedenfalls denke ich nicht daran, diesem Herrn noch Einschaltquoten zu bescheren.

  1. Skeptiker sagt:

    @ Fatima

    Das ist und bleibt natürlich deine persönliche Entscheidung, aber es erinnert mich stark an die Haltung vieler Islamkritiker: die hören sich auch keine Rede von Ahmadinedschad an, weil er ja ganz klar ein böser Terrorist und Israelhasser ist und ein verlogener Muslim noch dazu ;-)