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Die Freunde Syriens sind die grössten Feinde

Donnerstag, 26. April 2012 , von Freeman um 17:39

Wie wir wissen, bedienen sich die westlichen Kriegsverbrecher schon lange des orwellschen Doppelsprech, wie zum Beispiel „Krieg ist Frieden“. So auch die Gruppe, welche sich „Freunde Syriens“ nennt. Genau das Gegenteil ist der Fall, denn in dieser kriminellen Vereinigung sind alle Feinde Syrien versammelt, die das Land zerstören wollen. Neben den NATO-Staaten auch solche Leute wie General al-Shaikh, der im Januar seine Fahnenflucht von der syrischen Armee verkündete und den Syrische Nationalrat (NSC) beitrat. Er verlangt die Bombardierung seines Landes durch die NATO. Kann man noch verräterischer, verbrecherischer und noch mehr ein Feind Syriens sein?

General al-Shaikh bei der Verkündigung seines Überlauf:


Nach dem Russland und China am 20. April verkündeten, sie wären bereit an der Beobachtermission der UN in Syrien teilzunehmen, ist das eigentlich eine gute Nachricht für die Freunde Syriens. Ich meine die echten Freunde, nicht die welche sich um die doppelzüngige Schlange Hillary Clinton versammeln, angeblich 70 Staaten und internationale Organisationen, mehrere Aussenminister westlicher Länder, darunter auch Bundesaussenminister Guido Westerwelle. Mit einer russisch-chinesischen Beteiligung wird die Mission weniger einem westlichen Druck unterstehen, so wie die der Arabischen Liga im Dezember, die ja eine Farce war.

So könnte auch der Friedensplan von Kofi Annan eine Chance haben. Es würde die wirklichen Absichten der radikalen Opposition blossstellen, die ja alles tut, damit es eben keinen Frieden gibt. Denn die NSC und speziell ihr militärischer Arm, die sogenannte Freie Syrische Armee, besteht nur aus Extremisten und Gewalttäter, die alles wollen nur keinen Frieden. Der Anführer Mustafa Ahmed al-Sheikh, praktisch der einzige General der die Fronten wechselte, will eine militärische Intervention “durch die befreundeten Länder Syriens“, ohne UN-Zustimmung, also illegal gegen das Völkerrecht. Denn er hat schon von vornherein verkündet, Annans Plan sei „zum Scheitern verurteilt“.

Für ihn ist ein Angriff und Einmarsch der richtige Weg gegen Syrien, mit anfänglich „chirurgischen Angriffen“ gegen militärische und zivile Ziele, um die Assad-Regierung zu schwächen und im Endeffekt zu stürzen. Nur, wir wissen aus der Erfahrung mit den Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen, chirurgische Angriffe aus der Luft mit NATO-Bomben heissen deshalb so, weil dann die Zivilbevölkerung viele Chirurgen braucht, wegen der zahllosen Toten und Verletzten, die um diese Ziele leben und dann als "bedauerlicher Kollateralschaden" bezeichnet werden.

Die "humanitäre Mission" der NATO in Libyen hat 50'000 Zivilisten das Leben gekostet. Die Infrastruktur ist zerstört, das Leben ein Chaos und es hausen Terroristen wie die Berserker, verhaften, foltern und töten jeden den sie als Gaddafi-Sympathisanten vermuten. Genau das kann Syrien auch blühen, wenn die sogenannten Rebellen die Macht übernehmen.

Am Donnerstag vor einer Woche versammelten sich die “Freunde Syriens” in Paris, mit Hillary Clinton als Chefin und ihr Schosshund Alaine Juppé neben ihr, um wie sie sagten „härtere Massnahmen“ gegen Bashar al-Assad und somit gegen die syrische Bevölkerung zu besprechen. Klar hat dann Clinton noch der Türkei den Knochen hingeworfen, sie sollten militärisch auf die „Grenzverletzung“ durch Syrien antworten, basierend auf Artikel 5 des NATO-Vertrages. Aus einigen Gewehrkugeln, die angeblich über die Grenze flogen, wird gleich ein Angriff auf die Türkei konstruiert und die NATO muss ihrem Mitglied zur Hilfe eilen.

Komisch, die Türkei schiesst nicht nur einige Gewehrkugeln über die Grenze in den Irak, wenn sie PKK-Terroristen verfolgt, sondern schickt Soldaten, Panzer und Flugzeuge rüber, bombardiert ganze Dörfer dort. Diese Grenz- und Souveränitätsverletzung des Territoriums des Irak ist natürlich was anderes. Ich kann mich auch nicht erinnern, das Erdogan damals die NATO um Hilfe gerufen und sich auf Artikel 5 berufen hat, als beim Überfall auf türkische Schiffe des Gaza-Hilfskonvoi, 9 Türken durch Israel ermordet wurden. Schliesslich gilt ein Schiff unter internationalem Recht auch als Territorium des Landes unter dessen Flagge es fährt.

Die Türkei spielt hier den Wehleidigen, dabei macht Ankara alles gegen Syrien, ausser einen formellen Krieg zu führen. Nicht nur beherbergen sie die Terrororganisation SNC in Istanbul, sie stellen der Freien Syrischen Armee die logistische Basis zur Verfügung, damit die Terroristen von dort in Syrien operieren, Bombenanschläge und Gefechte durchführen können, bei denen zahllose Zivilisten getötet werden und wichtige Infrastruktur zerstört wird. Was ist das für ein dreckiges Doppelspiel, wenn man die eigenen Terroristen wie die PKK bekämpft, aber die Terroristen anderer Länder eine Operationsbasis gibt?

Der US-Aussenministerin und Kriegsverbrecherin Hillary Clinton juckt es in den Fingern, denn sie will unbedingt Bomben auf Syrien abwerfen, wie gegen Libyen. Sie sagte am Dienstag, die USA bereiten sich auf das mögliche Scheitern des Friedensplans von Kofi Annan vor und werden zusätzliche Schritte gegen die syrische Regierung einleiten, sollte das passieren. Wir erinnern uns noch wie teuflisch sie damals gelacht hat, als sie die Meldung bekam, die NATO und ihre Freunde der Al-Kaida hätten Gaddafi getötet. Typisch für eine Psychopathin amüsierte sie sich während eines Interviews über seinen Tod und sagte triumphierend: "Wir kamen, wir sahen, er starb!" Als sie gefragt wurde, "Hat das mit ihrem kürzlichen Besuch zu tun?" Lachte Hillary zweideutig und sagte: "Nein, ich bin sicher nicht."

Die Führung der SNC, der NATO und der westlichen Koalition der „Freunde Syriens“ sind doppelzüngige Heuchler, die nur so tun wie wenn sie den Annan-Friedensplan unterstützen. Tatsächlich hoffen sie und tun alles dafür, dass es zu einem blutigen Scheitern kommt, damit man die Ausrede hat, die Diplomatie hat versagt, jetzt müssen wir zum letzten Mittel greifen. Juppé äusserte, Paris und andere Weltmächte haben diskutiert, sich auf Paragraf VII der UN-Charter zu berufen der besagt, es kann Gewalt bei der Durchsetzung einer Entscheidung angewendet werden. Heisst, eine Militäroperation durch die Mitgliedsstaaten unter Verwendung von Truppen.

Der Sprecher des russischen Aussenministeriums, Aleksandr Lukashevich, sagte am Donnerstag dazu, "die syrische Opposition wendet die totale Terrortaktik auf einer regionalen Ebene an." Die vom Ausland unterstützten bewaffneten Aufständischen töten weiterhin syrische Soldaten und Staatsbedienstete tagtäglich. Dagegen durchkämmen Regierungstruppen Wohngebiete in syrischen Städte, um die Terroristen ausfindig und unschädlich zu machen.

Neueste Meldungen besagen, 700 bewaffnete Terroristen haben sich den syrischen Sicherheitskräften in Baba Amro ergeben. Gleichzeitig wurden grosse Mengen an Waffen gefunden, einschliesslich welche aus Israel. Die Gefangenen stammen aus verschiedenen arabischen Ländern, wie den Golfstaaten, Irak und Libanon, sowie aus anderen Ländern, wie Afghanistan, Türkei und auch aus Europa, wie aus Frankreich. Es sollen auch Geheimagenten aus Katar dabei sein. Zu den Waffen wurden noch Granaten, Nachtsichtgläser und Kommunikationsgeräte der modernsten Art aus den USA, Europa und Israel gefunden. Das Geld für die Waffen und den Sold würde aus Saudi-Arabien und Katar stammen.

Es ist sowieso mittlerweile bewiesen, von Anfang an, also seit Beginn des sogenannten „Arabischen Frühlings“ 2010, wurden Terroristen rekrutiert, ausgebildet, bewaffnet und vom Ausland über die Grenze nach Syrien geschickt, um Syrien zu destabilisieren und ins Chaos zu stürzen. Was uns die Medien gezeigt haben, friedliche Demonstranten haben gegen Assad protestiert und wurden von Sicherheitskräften brutal niedergemacht, ist Teil der Meinungsmanipulation, damit wir glauben, Assad ist ein Monster und ein militärisches Eingreifen der NATO ist deshalb gerechtfertigt.

Wir müssen nur den Fall umdrehen und uns vorstellen, bewaffnete und zur Gewalt bereite Terroristen würden in Deutschland einfallen und wild um sich schiessen, wie würde dann die Bundesregierung reagieren? Dann wären alle Sicherheitskräfte und auch die Bundeswehr im Einsatz, es gebe Kämpfe und Zivilisten zwischen den Fronten würden in die Schusslinie geraten und dabei verletzt werden oder sogar sterben. Würden sich Terroristen in Wohnhäusern verschanzen und daraus schiessen, käme es unweigerlich auch durch das erwiderte Feuer zur Zerstörung der Gebäude.

Würden wir dann auch sagen, ach das Regime in Berlin geht brutal gegen die Zivilsten vor und Merkel ist eine Mörderin? Wenn wir auf der Seite der Terroristen wären und die Regierung stürzen wollen dann schon. Nur, wer ist hier der wirkliche Aggressor? Die ausländischen Terroristen, die von fremden Mächten unterstützt werden, oder die Regierung welche sich dagegen wehrt? Und wenn dann noch diese Mächte auf unverschämter Weise fordern würden, Merkel hat gefälligst zurückzutreten und den Weg für eine Machtübernahme der Terroristen freizumachen, was würden wir sagen? Ist das Demokratie, ein Ausdruck des Volkswillens und ein friedlicher Wandel? Sicher nicht.

Nur genau das passiert in Syrien. Man kann von Präsident Baschar al-Assad halten was man will, aber man muss seine Bemühungen anerkennen, er will einen demokratischen Wandel durchführen. Die Syrer haben über eine Verfassungsänderung abstimmen dürfen, welche ein Mehrparteiensystem ermöglicht und am 7. Mai sind Parlamentswahlen. Das ist ja mehr als die Deutschen dürfen, denn sie haben gar keine Verfassung und darüber abstimmen können sie auch nicht. Jeder der sich weiterhin gewaltsam gegen diesen Wandel stellt, der die Syrer daran hindern will, durch Wahlen sein eigenes Parlament und damit auch Regierung selber zu bestimmen, ist ein Feind der Demokratie, hat sich völlig disqualifiziert und ist ganz sicher kein Freund Syriens.

Es ist doch klar, was der Westen gegen Syrien betreibt, hat mit Demokratie und Schutz der Bevölkerung überhaupt nichts zu tun. Das ist wieder nur eine totale Verdrehung der Tatsachen und reine Propaganda. Es handelt sich wieder um einen „Regimewechsel“ so wie viele andere, um die Entfernung eines Hindernisses im grossen strategischen Plan zur Weltbeherrschung. Wer den Befehlen aus Washington, London und Brüssel nicht folgt, wird plattgemacht. Wer sich wirtschaftlich nicht erobern und ausbeuten lässt, wird mit NATO-Bomben „demokratisiert“.

Weder Obama/Clinton, oder Sarkozy/Juppé, noch Cameron/Hague wollen Frieden, auch nicht den von Annan. Sie wollen Syrien zerstören und ihr eigenes Marionettenregime installieren, um den Weg frei zu machen für den Angriff auf den Iran. Alles andere was uns an Schauermärchen oder guten Absichten erzählt wird ist dummes Zeug und nur Lügen!

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Christoph Hörstel im Interview mit RT. Er sagt, die Aussage in den von Wikileaks veröffentlichten Stratford-Mails, Söldner wären vom Irak nach Syrien ensandt worden, stimme. Blackwater oder ähnliche operierende Sicherheitsfirmen würden Aufständische in der Durchführung von Terror- anschläge und Hinterhalte ausbilden:

insgesamt 16 Kommentare:

  1. xabar sagt:

    Der US-amerikanische Buchautor und Historiker Webster Griffin Tarpley ('Synthetic Terror made in USA') wurde gestern auf Press TV.ir zum Thema Syrien zugeschaltet. Er gab an, dass die USA Todesschwadrone nach Syrien einschleusen, um die Regierung Assad in der gleichen Weise zu destabilisieren, wie sie es in achtziger Jahren in El Salvador unter Reagan mit der Befreiungsfront gemacht haben oder 2007/8 im Irak, als sie mit ihrer Besatzung nicht mehr weiterkamen und dann alles auf die Terror-Karte setzten und dort die bezahlten sunnitischen Terroristen gegen die Schiiten von der Leine ließen.

    Heute ist El Savador frei, hat einen fortschrittlichen Präsidenten, Mauricio Munes, der viel für die Armen tut. Was hat also der Terror gegen die FMLN, die salvadorische Befreiungsfront, gebracht, außer Zehntausende Tote unter der Zivilbevölkerung? Was hat die Terrorkampagne der USA in den anderen lateinamerikanischen Staaten, darunter Chile (durch ihre Marionette Pinochet), in Argentinien (durch ihren Putschgeneral Videla) oder was hat der von der CIA 1964 inszenierte Putsch in Brasilien gebracht? Heute hat Brasilien eine fortschrittliche, vom Volk gewählte Präsidentin, die damals im Gefängnis saß.

    Das einzige, was sie erreichen, ist, dass der historische Prozess, der unaufhaltsam ist, eine Zeitlang aufgehalten wird, dass vielleicht für ein paar Jahre eine militärische Niederlage hinausgezögert, fortschrittliche Veränderungen wie heute in Latein-Amerika blockiert werden oder der unaufhaltsame Niedergang des zionistischen Regimes in Israel noch für ein paar Jahre aufgehalten wird.

    Man kann Syrien nicht durch Terror besiegen. Immer mehr Menschen, die kritisch zu Assad standen, sind inzwischen 'sick & tired', wenn sie erleben, dass heute die organisierte Kriminalität auf Syrien zusammen mit den Terroristen losgelassen wird, die Schutzgelder wie die Mafia von syrischen Unternehmern erpressen, damit sie sich den 'Rebellen' Hillary Clintons und Ergodans anschließen.

    Der Befreiungskampf lateinamerikanischer Länder hat Jahrzehnte gedauert, bis er erfolgreich war. Der Befreiungskampf Syriens hat erst angefangen. Dem Land stehen noch harte Prüfungen bevor. Entscheidend ist, dass das Land zusammenfindet und geschlossen und hart gegen die Interventen vorgeht.

  1. Der 4. Weg sagt:

    Ich habe bisher noch kein demokratisiertes Land in Südamerika gesehen in dem das jeweilige Volk die Freiheit geniessen konnte. Die Armut steigt und die Infrastrukturen werden von irgendwelchen Konzernen aufgekauft. Der Glanz trügt. Ich lebe in Südamerika seit 28 Jahren. Ich sehe nur, dass ein Raubzug im Mantel der Demokratie mit Hilfe der Banken und Konzerne vor sich geht. Den Menschen auf der Strasse bringt die Demokratie nichts.

    Das selbe geschieht in Europa und inzwischen in den demokratisierten arabischen Ländern auch. Alles Schall und Rauch eben.

    Es stimmt, die grössten Freunde sind die grössten Heuchler.

  1. freethinker sagt:

    Der alte Hochverräter Ahmed al-Sheikh hat Angst, dass er nichts werden kann, wenn das syrische Volk es schaffen sollte und stellt damit sein Ego über das syrische Volk, indem er die Zerstörung seines Landes fordert. Solche Leute braucht der Westen, sonst fuktioniert der ganze westliche Terror, das Terrormanagement nicht mehr.

  1. Abu Din sagt:

    Dank erstmal an Freeman das er soviele Meinungen durchlässt,,obwohl es manchmal danach aussieht,Mals wurde sich keiner waagen etwas anderes zuschreiben.

    Das mit Erdogan und Der Gaza Flotte, das ist ein Guter Beispiel. Viel Gelaber und keine Früchte.

    Was ich meine ist, das wir nicht wissen können, was intern bei den Ländern abgeht. Es bleiben Vermutungen die wir mit verschieden Fakten untermauern.

    Wenn er eine Marionette ist, dann gibt es 2 Gründe dafür, entweder er hat Angst es nicht Zutun oder er liebt das Geld und die Welt, das passt aber nicht zu einem Moslem. ein Moslem ist Jenseits orientiert und wird mit leeren Händen begraben.

    Ich nehme keinen in Schutz und ich bin für keinen. Besonders nicht für China und Russland. Habe meine Grunde.
    Ich bin für die Wahrheit und gerechtigkeit. Kein Nazionalismus, Rassismus, Kapitalismus, usw. Ich will Frieden. Wie mache ich das?

    Die Merkel verschenkt U Boote, weil sie Angst hat oder weil Sie diesen Sonnengot, Pyramiden ein Auge Hypnose, ferngesteuert, anbetet, den mit Geld wird sie auch nicht schöner.

    Diese Satanen Helfer, haben Ihre Religion und halten daran fest. Opfern sich für die Sache Teufels und halten zusammen.
    Und wir? Wir sind zu stolz zu schauen wie früher eine Kleine Gruppe eine große Gruppe besiegt hat.

    Sag mal Erlich ihr habt doch die gleichen Probleme wie ich. Mann will den Menschen etwas beweisen aber die lachen ein aus. Richtig. Das deswegen weil das Glas voll ist von allem möglichen und das hat sich vermischt, wenn du was rein kippen möchtest, keine Chance.
    Also was machen wir? Erst widerlegen wir ihre Überzeugung, das heißt das glas leeren, reinigen und frisches Wasser rein. Dann auf Wohl.

  1. Freenet sagt:

    Mir fallen in letzter Zeit 2 neue Begriffe auf: Terrormanagement und Demokratur.

    Gefallen mir beide, denn beide drücken eigentlich sehr gut die Welt aus in der wir uns heute befinden.

    Mal ehrlich, hätte jemand zu Zeiten des Mauerfalls auch nur ansatzweise gedacht, dass es mal zu so einem Absturz des Westens kommen wird? Was war "der Westen" damals doch für ein "hohes Gut", für eine "grosse Sache" und was ist der Westen jetzt? Eine Kloake, die so fürchterlich stinkt, dass einem ständig der Kotzreiz kommt.

    Wir, die wir damals die grossen Verfechter des "westlichen Werte-, Lebens- und Kulturstils" waren, wir wenden uns mit Ekel ab vor dem was wir heute sehen müssen. Verfall nennt man so etwas, wenn diejenigen, die an ein System geglaubt haben ihm immer deutlicher und in immer grösserer Zahl den Rücken drehen.

    Gut ist es! Und wenn heute die Russen oder Chinesen, die ehemaligen "grossen Feinde" es besser, moralischer und vorbildlicher machen, dann haben sie meine volle Unterstützung und ich wünsche, dass sie diese Welt wieder ins Gleichgewicht bringen ohne dass es eine grosse Katastrophe für alle wird. Diese Hoffnung ist leider klein, denn die Seiten, welche dem grossen Schlagabtausch, Amagedon etc. entgegen fiebern sind leider sehr stark vertreten.

  1. ZimriLim sagt:

    Ich bin ein Syrer, der so alt ist wie der Praesident ist. Wir haben auch in den 80er Jahren so aehnliches erlebt, wo radikale Terrorgruppen gegen das sekulaere System waren. Heute erleben wir die gleichen Runden, den gleichen Terror und kennen die gleichen Drahtziehr "Imperialistischen Maechte, Golfmonarcien und die Muslembruder -Terrorgruppe. In Syrien genossen alle 18 religioesen und ethnischen Gruppen ihre Freiheitenin einer echten sozialen Demokratie, was in allen arabischen Laendern nicht gibt. Kostenlose Bildung und Gesundheitsbetreung waren die Basis fuer eine Phase nach der Unabhaengigkeit 1946. Die Einmischung der westlichen Botschaften in die innere Angelegenheiten des Landes und die 11 Militaerputsche der 50er und 60er Jahren, fuehrten zum Einstieg der sozialist. Baathpartei, die die Armen des Landes ihre Obhut garantierte..Von 90% Analphabetenstaat zu fast 4% und von Hungernot bis zum Selbsternaehren mit Null Auslandsschulden, begann Assad im Jahr 2000 eine neue Phase, die aber grosse regionale Herausforderungen bekam: im Inneren des Landes die steigende Korruption der alten Garde und die im Jahr 2003 aus dem Iraq drohende Amerikanischen Macht. 2005 wird der Lebanaesische ehm. PM von Mossad ermordert (Syrien wird politisch verdaechtigt). 2006 Suedlebanon wird von Israelis bomardiert. 2007 Gaza streifen auch>> Syrien als Beihilfer des arabischen Widerstandes muss bestraft werden. Die farbigen Revolutionen rollten erst in Europa, dann landeten mit dem Namen "Arabischen Fruehling in mehrere Arab. Laender". Endziel war Syrien>> Da Assad ueberwiegende Mehrheit unter Bevoelkerung geniesst sowie eine starke Armee hat, wurden religioesen Motive im Namen Demokratie gegen ihn gefuehrt. Bewaffnung der Todesschwadronen im Namen Gottes, die gegen das "Alawitische!!!?" Regime fuehrten ihren Terror unter dem Schirm der MAinstream Medien geschutzt. Russland und die BRICS Laender wusten, dass es NICHT um Demokratie geht, sondern um die geopolitischen Lage Syriens im Netzweg der zukuenftigen Erdgasleitungen und um die Sicherung "Israel">...Eine lange Geschichte, die ich hier nun mal abkurzen wollte. Danke fuer den Blogg.. Viva frei Menschen

  1. FearLess sagt:

    Im Interesse des syrischen Volkes und auch der Nachbarstaaten muss und kann das Syrienproblem nur friedlich gelöst werden. Das Blutvergießen muss endlich gestoppt werden. Die Zivilisten sind die eigentlichen Leidtragenden in dieser von Imperialisten und Neokolonialisten inszenierte Revolution.
    Das Töten muss aufhören und alle Beteiligten müssen sich den Dialog unterwerfen. Es gibt keine andere Möglichkeit das syrische Leiden zu beenden und den Menschen zu helfen, außer durch die Syrer selbst.
    Tagtäglich werden immer noch mit Blutverschmierten Öldollars aus Saudi Amerika und aus den Vereinigten Israelischen Emiraten Ausländische Söldner rekrutiert, Waffen gekauft und Journalisten für eindimensionale betrügerische Berichterstattung bezahlt.
    Selbstverständlich sind Blackwater und andere private Sicherheits- und Militärunternehmen fleißig dabei, die falschen Revolutionäre aus der Arbeitslosigkeit zu retten, sie an den westlichen Waffen auszubilden und dann an die Front zu schicken. Der saudische Großmufti Scheich Abdul Aziz Bin Abdullah und Bin Laden Nachfolger Aiman Al-Zawahiri geben das Massaker an die Bevölkerung eine ideologische und religiöse Note. Irgendwie ist Ihnen das friedliche zusammenleben der verschieden Kulturen und Religionen in Syrien ein Dorn im Auge.
    Was genau beabsichtigen die „Freunde Syrien“?
    Syrien hat weder Öl, noch Gas oder sonstigen Mineralien, also nichts was den Blutsauger zum ausbeuten anlockt.
    Ist es das Ein-Partei-Regime von Assad, dass unbedingt gestürzt werden muss, weil es eine „Diktatur“ ist und in unser Weltbild nicht passt? Nein, das kann es auch nicht sein, weil die Golf-Monarchien, die USA und die Nato-Aggressoren keinen Deut besser sind, m. E. sogar, viel Totalitärer, Tyrannischer und Undemokratischer.
    Was ist an Syrien nun so besonders?
    Syrien ist eine sozialistische Volksrepublik mit ein intaktes, funktionierendes System sozialer Marktwirtschaft, die sich dem westlichen System des globalen Kapitalismus widersetzt.
    Syrien unterstützt den Widerstand der Palästinenser im besetzten Palästina und den Widerstand der Hisbollah im Südlibanon gegen das Zionistische Regime Israels.
    Syrien hat sich für die Souveränität Iraks eingesetzt.
    Die russische Kriegsmarine unterhält ihren einzigen Stützpunkt im Mittelmeer im syrischen Hafen Tartus.
    Syrien ist ein enger Verbündeter und Partner Irans, das Land, das als nächstes auf der Liste steht.
    Assad ist zweifelsohne kein Demokrat. Aber gemessen an dem, was sonst in der arabischen Welt, in der EU und in der Nato an US-hörigen Tyrannen, Monarchen und Staatsführeren, die ihre eigenen und fremde Völker und sämtliche Bodenschätze ausbeuten ist Assad wohl einer der demokratischsten Herrscher!

  1. Der Krieg war und bleibt immer eine künstliche Vernichtung von menschlichen Ressourcen, aber für den Fall einer Selbstverteidigung, ist ein gutes Waffenarsenal vom Vorteil, nützlich und unverzichtbar, dazu gehören auch moderne Waffen, wie die einer Atombombe...

  1. Sarucali sagt:

    Als ob Syrien mit jahrelanger Unterstützung und erneuter Unterstützung der PKK oder Iran mit ihrer Instrumentalisierung der Schiitischen Ansicht und der Kurden viel anders als die Türkei wäre. Sie liefern auch Waffen und unterstützen auch Terroristen. Terror ist ein politisches Instrument um flaggenlos Krieg zu führen. Wie die Piraten früher eben. Es gibt welche mit Kaperbriefen und welche ohne. Das ist alles.
    Russland mit dem was sie in Türkistan angerichtet haben und China die die Uyguren assimiliert und ermordet haben sind auch nicht besser.
    Von dem Westen brauch ich erst gar nicht anzufangen..
    Egal welche Seite man sich anschaut beides mordet oder tötet je nach Ansicht. Eine Seite zu verteufeln und die andere nicht ist in meinen Augen unehrlich.
    Ich bin für einen friedlichen Wandel in Syrien wenn Essad sofort die Kurdenkarte wieder einpackt.
    Dann ist es auch inakzeptabel für mich was Erdogan macht bzw. dann weitermacht.
    Jede Allianz und jedes Mitglied der Allianzen haben einen eigenen Plan. Das ist Politik. Entweder ist man ganz dagegen oder garnicht..

  1. xabar sagt:

    Man kann eine voreingenommene Stellungnahme immer ganz gut daran erkennen, dass sie mit wahllosen Behauptungen und Rundumschlägen agiert, die nicht durch Fakten und Wissen untermauert werden.

    Ein gutes Beispiel dafür ist der letzte Beitrag von 'Sarucali'. Er schreibt:

    "Sie liefern auch Waffen und unterstützen auch Terroristen"
    (Welche Terroristen hat die syrische Regierung wann unterstützt? Wann hat die syrische Regierung die PKK unterstützt? Nichts wird nachgewiesen).

    "Russland was sie in Türkistan angerichtet haben"
    (Wo liegt 'Türkistan' frage ich mich. Auf welche Vorgänge bezieht er sich?).

    "Egal, welche Seite man sich ansieht, beides mordet je nach Ansicht." (heißt übersetzt: Ganz gleich, welche Seite man sich ansieht, beide morden nach Belieben).

    Also: Alle sind gleich, die Russen morden, die Chinesen morden, die Amis morden usw.

    Die USA = Russland, China, Iran.

    "Essad soll die Kurdenkarte wieder einpacken!"

    Der Schreiber kennt noch nicht einmal den richtigen Namen des syrischen Präsidenten, meint aber zu wissen, dass er genauso schlimm ist wie andere und dass er die Kurden für seine Zwecke instrumentalisiert.

    Ich würde dem Schreiber raten, sich erst einmal gründlich zu informieren, was man hier übrigens sehr gut tun kann, seine wirren Gedanken zu ordnen, und erst dann etwas zu schreiben.

  1. a.m.a3 sagt:

    @Xabar
    Ich muss eingestehen dass du sehr viel geschichtliches Wissen hast,Respekt.
    Allerdings ist vieles einfavch nur trockenes Wissen.Die Realitaet sieht sehr haeufig etwas anders aus als wie dir gerne recht waere.
    Auch du Freeman bist beim Thema Syrien nicht wirkllich objektiv und unvoreingenommen.
    Ich weiss ich kann viel behaupten und es kann glauben wer will.Am Ende kommt die Wahrheit immer ans Licht,""Und sprich: ""Gekommen ist die Wahrheit und dahingeschwunden ist die Falschheit; wahrlich, das Falsche verschwindet bestimmt.""

    Da gibts es keinen Zweifel.
    Ich lebe ca 30km entfernt von Daraa.In ca 15 bis 20 Min bin ich in Syrien. Ich war die letzten Jahre immer wieder dort.Mal in Damaskus,mal in Latakia usw...
    Ich habe verteilt in Syrien einige Bekannte und sehr viele Verwandte u.a. in den sogenanntern Rebellenhochburgen wie Duma.
    Ich bin nicht Syrer, allerdings liebe ich das syrische Volk.Ein sehr fortschrittliches und kulturiertes und gastfreundliches Volk. Was das syrische Regime angeht, kein araber sei in oder ausserhalb Syrien streitet ueber die Methoden des Assad Regime.Sehr viel Korruption, politische Unterdrueckung, der Geheimdienst ist dort sehr gut am Arbeiten(Waende haben in Syrien Ohren).Sowas mag ja nicht immer falsch sein wenn es um die Sicherheit des Landes geht.
    Die Macht haben in Syrien die Minderheit(Alawiten).Ein alawitischer Teenager hat dort mehr zu Sagen als ein sonst.syrischer Offizier.
    Meinen Schwiegervater, welcher Anfang der 70er im Libanon von den Kataeb ermordet wurde, wurde lange Zeit bis zu der Gewissheit seiner Todes, in den Gefaengnissen der Syrer vermutet.
    (er war bis zu seinem Tod ein palaestinensischer Freiheitskaempfer:Fida'i)Bis heute sind die Gefaengnissen voll mit MEnschen von deren Existenz keiner mehr ahnt.Poltische Gefangene.
    Und was deren Aussenpolitik angeht, waren sie nicht immer der Freund und Helfer des palaestinensischen Volkes,im Gegenteil, vielleicht ist hier Tal azaatar oder Sabra und Shatila so manchen ein Begriff. Ich hatte Verwandte in diesen Camps in Beirut. Sehr nahe Verwandte.
    Bis heute leben sehr vielePalaestinenser im Exil an den Grenzgebieten zwischen Irak und Syrien.Vergessene Schiksale.
    Auch die Politik in Bezug auf Irak.Bei der ersten Golfkrise erlaubte das Regime das Zusammenarbeiten mit der USA.Augenzeugenberichte:LKW mit Leichen der syrischen Soeldner werden teils ueber Jordanien nach Syrien transportiert. Wobei 2003 die syrischen Grenzen ganz weit geoeffnet wurde und Busse bereitgestellt wurden fuer freiwillige welche den Irak beistehen moechten(Mujahidin).Die PAesse wurden nicht ein mal gestempelt!!! Aber das ist eine andere und lange (gemeine Wahrheit) Geschichte.
    Was man aber nicht leugnen darf, Assad hat wirtschaftlich sehr viel fuer sein Volk getan auch das Bildungswesen ist sehr vorbildlich.Von demher steht Syrien an der Spitze im Vergleich zu seinen Nachbarn.In den letzten 15 Jahren hat sich sehr viel positives getan in Syrien.
    Ich bin gegen den arabischen Fruehling!Auch nur weiln Dritte ihre Finger mit im Spiel haben.Das alles erinnert mich an den Uebergang vom osmanischen Reich zur brittischen Besatzung.Damals meinte man auch "die Grosse arabische Revolution".
    Tatsache ist, Assad mordet erbarmungslos.Viele muessen ihre Haeuser verlassen weil Assad Krieg fuehrt ohne Ruecksicht auf Verluste.Aber auch die Terroristen welche eingeschleust werden spielen ein brutales Spiel.Der Gwinner wird der Westen sein.
    Aber wie gesagt, am Ende siegt die Wahrheit und die Zionisten und Freimaurer werden in ihre eigene Grube fallen, insha Allah.
    Salam

  1. Sarucali sagt:

    Ich glaub eher du hast dich nicht richtig informiert xabar.

    Das Hauptquartier von Öcalan war in Damaskus. Das unter den toten Terroristen gehäuft syrische Kurden gefunden werden ist ein deutlicher Hinweis dass sie die Terroristen unterstützt haben und es nun erneut tun.

    Turkestan. Land der Türken. Ehemals als Turan bezeichnet. Es ist ein bezeichnung für eine Landschaft. Kann man ganz leicht herausfinden. Aber andere Ahnungslosigkeit zu unterstellen ist eben einfacher.

    Nach der Eroberung großer Teile Turkestans wurde ein Generalgouvernement errichtet. Schulen wurden ihre Mittel entzogen und man zwang die Bevölkerung in russiche Schulen um sie zu assimilieren. Zahlreiche Morde Deportationen und Ansiedeln von Russen oder auch durch das Niederwirtschaften haben die Turkvölker großes Leid erleiden müssen. Von Ahiskatürken bis hin zu Kasachen und Uyguren oder die Teilung Azerbaycans in Nord und Süd mit der Türkmencay Vertrag; es gibt so viele Beispiele. Aber ich bin nicht hier um dir Geschichtsunterricht zu erteilen.

    Abgesehen von dem, die Millionen von den Opfern des Kommunismus durch die Sowjets erwähn ich erst garnicht.

    Das gleiche gilt für China. Und was China den Uyguren antat und antut kannst du auch nicht leugnen.

    Nein das bedeutet mein Satz nicht. Zwischen Morden und Töten ist ein feiner unterschied. Wenn ein Polizist einen Mörder der um sich schießt erschießt ist es Töten. Wenn der Polizist grundlos einen Zivilisten erschießt ist es Morden. Töten ist "legitim". Morden ist dagegen illegal. Deswegen ist einer der Gebote nicht "Du sollst nicht töten!" sondern "Eu sollst nicht morden!". Sonst dürfte Moses die Götzenanbeter bei seiner Rückkehr nicht töten dürfen. Das wäre ein Bruch Gebote die er von Gott übermittelt hat.
    Deswegen: Je nach Ansicht, jeder tötet oder mordet. Egal ob USA, Russland, China, Iran, Syrien oder die Türkei.

    Dein letzter Absatz bzw. Kritikpunkt an mich fasst eigentlich alles zusammen. Unsachlich und ohne Argumente. Belustigend dass du mich auf der Ebene kritisierst.
    Es(s)ad ist die türkische Schreibweise. Das ich Assad deswegen falsch geschrieben habe ist nicht verwunderlich. Kann passieren. Aber dass du echt mich deswegen kritisierst bzw als Beweis hernimmst dass du Recht hast.. Ich habe mehr von dir erwartet xabar. Da ich deine Kommentare eigentlich schätze auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind.

    Ich kann dir nur raten auch andere Meinungen zu akzeptieren oder nicht drauflos zuschreiben, dass du dich mal informierst, andere nicht als Irre darstellst ("wirre Gedanken") lieber xabar. Vorallem keine Kommentare die argumentativ nichts beinhalten.

  1. xabar sagt:

    Es hat wenig Sinn, auf die Geschichte zu verweisen und Geschichtsunterricht von einem türkisch-nationalistischen Standpunkt aus zu erteilen. Das führt dazu, dass nur alte Rechnungen wieder hervorgeholt werden, um Gebietsansprüche zu begründen.

    Heute kommt es darauf an, dass die Syrer wieder in Frieden leben können, ohne Angst vor von außen gesteuerten Terroranschlägen haben zu müssen und dass der demokratische Prozess weitergeht. Die Grenzen Syriens müssen auch von der Türkei respektiert werden. Die Charta der UN schreibt dies verbindlich für jeden Mitgliedsstaat vor. Die Türkei muss sich zum Friedensprozess in Syrien bekennen und muss aufhören, Terroristen nach Syrien zu schicken.

    Die Anschläge sollen Syrien destabilisieren und die Infrastruktur zerstören, aber auch verhindern, dass die Menschen nächste Woche zur Wahl gehen, um sich für ein neues demokratisches System zu entscheiden. Länder wie Qatar oder Saudi Arabien, die die Terroristen gegen Syrien finanzieren, haben Angst vor der Ausstrahlungskraft der neuen syrischen Demokratie, denn sie fürchten die Demokratiebewegung wie der Teufel das Weihwasser.

    In Arabien finden jetzt schon im Ostteil des Landes, z. B. in Qatif, regelmäßig Demonstrationen gegen das saudische Regime statt, gegen die das Feudalregime mit Waffengewalt vorgeht.

    Gegen Qatar, eines der Sponsoren des Terrorismus gegen Syrien wie Saudi Arabien und die Türkei, fanden jetzt in Syrien Demonstrationen statt. Die Syrer wissen inzwischen sehr genau, wer ihre Freunde und wer ihre Feinde sind.

    Es kommt darauf an die türkisch-syrische Freundschaft nicht noch weiter zu beschädigen, Herr Erdogan, es kommt darauf an, sie wieder herzustellen, was auch im Interesse der Türkei ist.

  1. dattel sagt:

    @xabar,
    in Bezug auf die Wahlen in Syrien, bist du echt der Meinung dass das freie Wahlen sind? Dort ist gar nichts frei. Natuerlich wuenschen sich die Syrer Demokratie aber keine Assad-Demokratie.
    Wer frueher von den Syrern noch Assad wollte, hauptsache alles ist wieder ruhig auch wenn nicht perfekt, der findet heute fuer ihn keine Anhaenger mehr, ausser unter den Alawiten.
    Assad hat das syrische Volk ganz gegen sich aufgebracht. Zuviel Blut ist geflossen.

  1. Sarucali sagt:

    Geschichtsunterricht ist nie objektiv. Es ist immer aus der Sicht des Schreiber oder des Erzählers. Für mich mit Wurzeln in Turkestan ist es nur natürlich dass ich das Leid meiner Brüder nicht vergesse. Vorallem wenn sie immernoch leiden wie die Uyguren. Ob Patani Filistin Kashmir oder Urumchi ist egal, auch wenn ich verständlicherweise mich den Uyguren näher fühle. Mit Nationalismus hat das nichts zutun. Es ist nun mal Fakt dass (vorallem) im letzten Jahrhundert den Turkvölkern viel angetan wurde. Ich erinnere nur daran. Die Geschichte steht fest.

    Auch unterstütze ich die Proteste in Saudi-Arabien etc. Das saudische Regime ist für mich nicht anders wie das syrische.

    Auch hab ich mehrmals erwähnt: Wenn Assad stoppt Terroristen zu uns zu schicken und ihnen nicht mehr Unterschlupf gewährt, hat die Türkei auch genauso das zu stoppen.

    Ich mag die Syrier. Wir haben Jahrhunderte zusammengelebt. Die Grenze entlang sind viele miteinander verwandt. Türkisch-syrische Familien sind die Regel.

    Du denkst wohl ich bin Nationalist. Aber da irrst du dich. Ein Spruch eines türkischen Denkers und Dichters spiegelt sehr gut meine Gedanken wider. "Die Syrier sagen Hatay gehört ihnen? Recht haben sie! Genauso wie ihnen auch Istanbul gehört. Und genauso wie uns Damaskus gehört.."
    Wenns nach mir gehen würde, würde ich so lockere Grenzen wie möglich haben. Von der Türkei bis nach Ost-Turkestan. Wir haben alle eine gemeinsame Kultur. Eine gemeinsame Geschichte. Wie kann ich mit nicht zu den Arabern, Persern und all den anderen Ethnien verbunden fühlen?
    Aber gegen ein Regime zu sein ist was anderes, und gegen das Volk zu sein ist was anderes. Ich hab Hafez Assad nicht gemocht und auch sein Sohn entpuppte sich nicht anders wie er. Genauso wie ich die iranische Regierung nicht mag, die die Namen der großen Imame in meinen Augen missbrauchen. Die Perser hingegen mag ich. Und ihre Kultur ist bewundernswert. Nach der Dichtung meines eigenes Volkes ist mir Hayyam, die Shirazis, Attar etc. am liebsten.

  1. xabar sagt:

    @Dattel

    Du vergisst, dass sich fast 90% der Syrer bei der Volksabstimmung über die neue Verfassung für demokratische Wahlen ausgesprochen haben. Trotz des salafistischen Terrors beteiligten sich fast 60% der Bevölkerung an der Abstimmung.

    Das heißt zwar nicht, dass die Mehrheit der Syrer hinter Assad stehen, das heißt aber, dass die Mehrheit sich für die von Präsident Assad initiierte neue Verfassung ausgesprochen haben.

    Die Fixierung auf den bösen Assad ist genauso falsch wie die Dämonisierung von Präsident Ahmadinedschad. Dadurch sollen nur Feindbilder des Westens geschaffen werden, um Regime Changes im Sinne Israels zu bewirken.

    Wer darauf reinfällt und die Tatsachen nicht sehen will, ist selbst schuld.