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Interview mit Webster G. Tarpley - Teil 2

Mittwoch, 28. Mai 2008 , von Freeman um 15:45

Hier die Fortsetzung des I. Teils meines Interviews mit Webster G. Tarpley

II. Teil

Freeman: Hillary Clinton vertritt mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft?

Tarpley: Ja, das ist genau das was man machen muss, mehr Gerechtigkeit, die Schere zwischen Arm und Reich geht immer weiter auseinander. Natürlich ist Obama dagegen, weil seine Drahtzieher mögen das nicht, und deshalb sage ich, das Potenzial von Hillary Clinton in Richtung „New Deal“, in Richtung von Franklin D. Roosevelt sich zu entwickeln ist sehr gross und interessant, und es wird jetzt darum gehen, diesen Staatsstreich von Obama zu stoppen.

Wir haben im Bundesstaat Virginia gesehen, ein typischer der Arbeiterklasse, dort hat Obama mit 41% verloren, gegenüber Hillary. Am kommenden Dienstag gibt es Vorwahlen in Kentucky, auch dort wird Obama eine verheerende Niederlage erleiden. Und in Oregon, dort ist es sehr interessant, Obama hatte dort einen grosse Vorsprung, aber jetzt sieht es nach einem Kopf an Kopf Rennen aus. Wenn Clinton in Oregon gewinnen kann, dann geriet das ganze politische System in Verlegenheit, dann haben wir eine offene Schlacht, bis in den August würde ich sagen.

Freeman: Wir haben ja die Situation, zum ersten Mal in der Geschichte der USA, stellt sich eine Frau und auch ein Schwarzer als Kandidat zur Wahl. Sind sie denn der Meinung, das spielt bei den amerikanischen Wähler eine Rolle?

Tarpley: Das ist eigentlich nicht die wirkliche Frage. Was wir benötigen ist eine Klassenanalyse, ich vertrete das Klassenbewusstsein laut Platon, wir müssen schauen wo die Oligarchen sind und wie wir sie bekämpfen können. Das ist das grosse Problem in den letzten Jahrzehnten in den USA und auch weltweit. Globalisierung heisst ja die Vormachtstellung der Finanzoligarchie auf der ganzen Welt.

Sehr interessant in den letzten Monaten ist das Aufkommen des Elitismus, das elitäre Selbstbild ist zu einer brennenden politischen Frage in den USA geworden und das ist natürlich Obama, weil er ist ein Oligarch, er ist elitär, er denkt elitär, redet elitär, er ist ein Snob, er strahlt Snobismus aus, er verachtete die arbeitende Bevölkerung, und das ist vor allem eine Frage des Klassenbewusstseins und er ist eine Marionette des Finanzkapitals und er benimmt sich auch genau so.

Clinton hat sich mehr und mehr zu einer Kandidatin der Arbeiterklasse entwickelt, als Gegenreaktion und natürlich um sich zu retten. Und wir haben jetzt die Situation, dass die Frage der Oligarchie zu einer politischen Frage geworden ist, und das ist sehr gut, genau das brauchen wir.

Freeman: Was ist die Strategie der Obama-Kampagne?

Tarpley: Die ganze Obama-Kampagne strahlt Klassenhass aus. David Axelrod, der oberste Berater von Obama, dann der Wahlkampfmanager David Plouffe, sein Redenschreiber Jon Favreau und die Politstrategin Donna Brazil, sie strahlen alle Klassenhass aus. Sie sagen, diese Arbeiter, die brauchen wir nicht, wir können ohne sie gewinnen. Das ist natürlich nicht wahr, sie können keine Wahlen gewinnen ohne der Arbeiterklasse.

Dann kommt noch der Rassenhass dazu. Die Linie der Obama-Kampagne ist, wer uns angreift, der ist ein Rassist. Das ist der strategische Grundsatz von Obama. Das sieht man an seinem verrückten Prediger Reverend Jeremiah Wright. Dieser Prediger faselt Rassenhass. Er sagt zum Beispiel „God damm America“, das ist unmöglich. Von mir aus kann man sagen „God damm the CIA“ oder „God damm the Pentagon“ oder auch „God damm Bush“, das ist ok, aber „God damm America“ bedeutet etwas anderes. Damit sagt man aus, man hasst die eigene Bevölkerung. Es ist deshalb nicht ratsam einen Präsidenten zu haben, der an so etwas glaubt.

Es gibt sehr viele Anzeichen dafür, dass Obama die Botschaft seines Predigers glaubt. Er hat 20 Jahre lang jeden Sonntag in der Kirche gesessen und sich die Hasspredigen von Wright angehört.

Freeman: Hat ihn das ihrer Meinung nach geprägt?

Tarpley: Ja, das hat ihn ganz sicher geprägt. Das ist seine Mentalität. Und wo her kommt das? Das ist eine interessante Frage. Wir haben da die Ford-Foundation, die Stiftung die von Henry Ford gegründet wurde. Er war ein grosser Sympathisant des Faschismus, er hat antisemitische Artikel in seiner Zeitung veröffentlicht und sich rassistisch geäussert.

Die Ford-Foundation ist das Hauptzentrum der sozialen Kontrolle in den USA. Das ist die Stiftung die dafür sorgt, dass die soziale Ordnung so bleibt wie sie ist. Ihre Aufgabe ist es, wenn es Anzeichen dafür gibt, es formiert sich eine Einheitsfront in der Gesellschaft, bestehend aus Schwarzen, Weissen Latinos, Asiaten, Arbeitern, Frauen usw. ... wenn so eine Gefahr der Solidarisierung besteht, gegen Wall Street natürlich, das wäre die einzige Zielscheibe, dann greift die Ford-Stiftung sofort ein und führt eine Zersplitterung, eine Balkanisierung der Bevölkerung durch, um diese zu schwächen.

Was Jeremiah Wright vertritt sind nicht die üblichen christlichen Werte der Nächstenliebe und der Solidarität, sondern er vertritt die Ideologie der Trennung und des Hasses, was direkt aus der Küche der Ford-Foundation kommt, die Idee, dass man Rassenkonflikte herbeiführen muss, um die Massen gegeneinander auszuspielen und damit kontrollieren zu können.

Freeman: Was würde es für die Zukunft bedeuten, wenn Obama gewinnt? Würde er zum Beispiel den Irakkrieg beenden, damit er Kapazität frei bekommt für was sie vorher gesagt haben, gegen China und Russland vorgehen zu können?

Tarpley: Die Strategie von Obama wird sein, keine Aggression gegen den Iran oder gegen Syrien durchzuführen, sondern gegen Pakistan. Dieses Land muss zerschlagen werden, denn es hat mehr als doppelt so viel Einwohner wie der Iran und hat Atomwaffen. Ausserdem historisch gesehen ist Pakistan ein enger Verbündeter und Wirtschaftspartner von China.

Genau so muss der Sudan vernichtet werden. Vor einer Woche fand der Versuch eines Staatsstreiches in Khartum statt, ausgehend aus dem Tschad, wo die USA ja das Sagen hat, und offensichtlich hat Brzeziński seine Hand im Spiel.

Vor allem aber, ganz Afrika wird zum Schlachtfeld USA gegen China. Die neue militärische Zentrale für Afrika, US Africom, sitzt jetzt in Stuttgart und wird demnächst nach Äthiopien verlagert. Wir haben dann „Al-Kaida“ oder die „Al-CIAda“ welche im Auftrag der CIA in Tunesien, Algerien, Marokko für Ärger sorgt. Dann haben wir den versuchten Staatsstreich in Simbabwe gegen Mugabe, den Bürgerkrieg in Kenia ... wo Obama familiere Stammesverbindungen hat und sein Cousin der Oppositionsführer ist, mit Beziehungen zu Islamisten. Dann die Destabilisierung des Tschad usw.

Afrika in Flammen!

Die Absicht ist, durch eine Zerstörung Afrikas zu erreichen, dass China keinen Fuss fassen kann und kein Erdöl und keine sonstigen Rohstoffe von dort beziehen kann. In Afrika läuft ein versteckter Krieg zwischen den USA und China ab.

Freeman: Und in Asien, was geht da ab?

Tarpley: Asien genau so. Das beste Beispiel ist Burma. Hier redet man von einer Invasion und nicht von Terrorismus. Man redet von Menschenrechten, von humanitären Betrachtungen. Burma ist ganz oben auf der Liste, und warum? Schon wieder ein Verbündeter von China. Man will China total einkreisen, isolieren und danach zerschlagen.

Der „Aufstand“ in Tibet ist ja genau so von den USA gesteuert. Der Dalai Lama ist meines Erachtens ein Ungeheuer. Er vertritt eine feudale Gesellschaftsordnung, wo es 90% Leibeigene gibt, 5% Sklaven, 3% Mönche und 1% sind Grossgrundbesitzer, denen alles gehört. Ganz oben sitzt der Dalai Lama in seinem Palast. Das ist widerlich, finde ich. Und das schlimme ist, wie viele Promis aus Hollywood und zahllose Gutmenschen im Westen diesen Dalai Lama bewundern und unglaublich gut finden, der so eine archaische Unterdrückung vertritt.

Tibet ist eine gefährliche Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Grossmacht China, die Wasserstoffbomben und Interkontinentalraketen hat. Mit China sich anzulegen steht in keinem Verhältnis zu einem Angriff des Iran. Der Iran kann den USA überhaupt nichts antun, aber mit China sieht die Sache anders aus.

Die Strategie von Brzeziński ist, er möchte einen Staatsstreich in China bewirken, am besten jetzt im Sommer, unter der Deckung der Olympischen Spiele. Ein neues Tian’anmen-Massaker. Brzeziński arbeitet immer mit diesen kolorierten Bewegungen, wie in der Ukraine die Orange-Revolution, hinter der ja Brzeziński steckt. Das Endspiel ist Russland, um mit Moskau fertig zu werden.

Nur, die Stabilität in Russland ist durch Putin gewährleistet, durch die Machtübergabe an Dmitrij Medwedew, und die Chinesen und die Russen wissen ganz genau, was der Brzeziński tut, was seine Pläne sind, und die Moskauer Presse ist die beste wenn es darum geht, was macht gerade Brzeziński. Sie schreiben zum Beispiel, Brzeziński versucht zu vertuschen, was für ein wichtiger Drahtzieher er in der Obama-Kampagne ist.

Obama bedeutet den III. Weltkrieg oder wenigstens den Versuch diesen herbeizuführen.

Aber immer auf indirekte Art und Weise. Der Brzeziński sagt nicht, wir müssen die Russen und Chinesen mit einem Präventivschlag vernichten, jedenfalls ist das im Moment nicht ihre Absicht. Er sagt, ich kann China gegen Russland ausspielen, und damit vernichten, und die USA ist dann als lachender Dritter übrig. Nur, der lachende Dritte wird dabei auch vernichtet, so wie die Engländer den II. Weltkrieg auch verloren haben, nachdem sie versuchten Russland gegen Deutschland auszuspielen.

Freeman: Was hat Obama für eine Wirtschaftspolitik und wie will er aus der Krise kommen?

Tarpley: Ja wir haben die grosse Weltwirtschaftskrise und den Zusammenbruch des Imperialismus. Obama vertritt da die Politik der Austerität, der Senkung des Lebensstandards, Opfer für die Bevölkerung, mehr Steuern und Abgaben. Seine Frau Michelle Obama spricht ziemlich offen aus, was er nicht so sagen kann. Michelle Obama benutzt sehr oft das Wort „Sacrifice“ oder Opfer, redet von Blut, Schweiss und Tränen. Diese erhebliche Einschränkung der Lebensstandards in Amerika wird mit der Demagogie der „globalen Erwärmung“ begründet und gesetzlich verankert. Obama wird die CO2-Steuer einführen, mit der Ausrede, damit wird der Planet gerettet.

Diese ganzen Gelder werden natürlich nicht in den Umweltschutz fliessen und die Eisbären werden nichts davon haben, sondern das fliesst in die Taschen der Oligarchen, an Rockefeller, Soros und die vielen anderen Finanzmagnaten, die hinter Obama stecken und seine Besitzer sind. Das sind die Leute die wirklich das Sagen haben.

Und selbstverständlich kommt dann noch eine Solidaritätssteuer für die Dritte Welt hinzu. Nur, das sind dann auch zweckentfremdete Mittel, um die Chinesen und die Russen in der Dritten Welt bekämpfen zu können. Es ist ein Fond zur Wiedereroberung Afrikas im Sinne des Kolonialismus ... und Obama kann diese Politik mit linker Deckung durchführen. Der sagt nicht mehr wie Bush, Krieg dem Terrorismus, er sagt, wir müssen die globale Erwärmung bekämpfen, wir müssen die Armut in Afrika und sonst wo auf der Welt bekämpfen, und alle Linken werden ihm Beifall klatschen. Er macht es auf die weiche Tour, aber das Resultat wird viel schlimmer sein, als was Bush je angerichtet hat.

Freeman: Was können sie den Europäern raten mit diesen Zukunftsaussichten?

Tarpley: Europa muss eine eigene, von den USA unabhängige, Aussenpolitik entwickeln. Brzeziński darf nicht über Obama an die Macht kommen, man muss das verhindern. Dieser Mensch ist verrückt und unberechenbar. Sogar von Bülow hat damals, wie er mit ihm unter Carter zu tun hatte, gesagt „dieser Hund“. Europa darf nicht eine Figur in diesem grossen Schachspiel sein. Auch wenn es im Moment unrealistisch klingt, aber die Unabhängigkeit des Kosovo muss rückgängig gemacht werden. Damit, und was man mit Serbien machte, hat man Russland sehr verärgert. Genau so darf man das angebliche Raketenschutzschild, was ja tatsächlich einen Offensivzweck erfüllt und eine Provokation ist, nicht in Polen und Tschechien aufstellen. Diese aggressive Politik gegenüber Russland dient nicht den Interessen Europas.

Europa darf die Provokationen der USA auf der Welt nicht mehr zulassen und muss sich mit Russland und China zusammentun und eng kooperieren. Hier gibt es sehr grosse gemeinsame Interessen um eine friedliche Welt zu schaffen, um das aggressive Amerika im Zaum zu halten, das ist die Zukunft.

Freeman: Vielen Dank für dieses Interview.

Copyright © 2008 Alles Schall und Rauch – Freeman

insgesamt 26 Kommentare:

  1. Anonym sagt:

    Übrigens, Pakistan ist nicht doppelt so groß wie Iran, sondern umgekehrt. Aber egal, die Warnungen Tarpley's vor der Gefährlichkeit einer Supermacht, die keine Moral mehr über oder neben sich akzeptiert, sind wohl äußerst berechtigt. Dennoch finde ich, muß man sich immer wieder fragen, wieviel die Beschäftigung mit tagesaktueller Politik bringt, hier z.B. jetzt mit Obama und der III. Weltkrieg-Gefahr, wenn nicht gleichzeitig zeitlose politisch-philosophischen Systemfragen mitbedacht werden: Ob und wie Super- oder kleinere Mächte welche Kriege mit welchem Ergebnis führen werden oder wie das verhindert werden soll, muß aus dem Horizont beantwortet werden, welches politische System, welches Recht, welche Moral, welche Ordnung usw. denn auch danach und prinzipiell gut, gerecht, freiheitlich, friedlich usw. sind.

  1. Freeman sagt:

    Beim Grössenvergleich meint Tarpley die Einwohnerzahl und nicht die Landfläche, und da hat Pakistan mit 167 Millionen, gegenüber Iran mit 75 Millionen, mehr als doppelt so viel.

  1. Anonym sagt:

    Ist vielleicht eine blöde Frage aber was genau für eine Position hat(te) Brzezinski?

  1. Anonym sagt:

    Zbigniew Kazimierz Brzeziński (* 28. März 1928 in Warschau) ist ein polnisch-amerikanischer Politikwissenschaftler und gilt neben Henry Kissinger und Samuel P. Huntington als graue Eminenz unter den US-amerikanischen Globalstrategen. Von 1977 bis 1981 war er Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter. Heute ist er Professor für Amerikanische Aussenpolitik an der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, Berater am „Zentrum für Strategische und Internationale Studien“ (CSIS) in Washington D.C. und Verfasser von politischen Sachbüchern. Daneben betätigt er sich als Berater für mehrere große amerikanische und internationale Unternehmen.

    Er hat die "Al-Kaida" eigentlich erfunden, denn in den 80gern hat er über die CIA die Mudjahedin in Afghanistan gegen die Russen unterstützt, ausgebildet und finanziert.

    Jetzt ist er der aussenpolitische Berater von Barrack Obama. Ausserdem ist er einer der wichtigsten Mitglieder der CFR, der heimlichen Regierung der USA.

    Ausserdem, für was gibts Google, da kann man alles selber herausfinden.

  1. Anonym sagt:

    So wie ich das verstehe, will Brzezinski der Zionisten Lobby die Macht einschränken, und andere Prioritäten setzen.
    Dieser Brzezinski ist so irre wie Bush oder besser gesagt Rothschild, Rockefeller und Co.
    Es gibt nur eins, die Rothschild, Rockefeller und Co. Bande entmachten und das jetzige Bankensystem zerstören. Ich sehe das als einzige möglichkeit, um frieden zu haben auf diesem Planeten. Es ist sinnlos nur die Politiker als schlecht darzustellen, die Leute müssen erkennen wer wirklich hinter der ganzen sache steckt, also diese Bande beim Namen nennen.Immer und immer wieder!!!!

  1. goldenage sagt:

    Brzeziński ist sicher einer von den ganz bösen, und Obama ist mir ziemlich unheimlich, weil er so ein unbeschriebenes Blatt ist, dass plötzlich nach einer Teilnahme an einem Bilderbergertreffen nach oben geschwommen ist.

    Aber dass Tarpley die Clinton empfiehlt finde ich doch ein starkes Stück. Wenn die keine Oligarchin ist, wer dann? Ich sage nicht, dass Obama besser ist, ich sage nur, dass Hitlery genauso böse ist, wenn nicht sogar noch böser, weil sie keine stumpfe Marionette ist sondern selbst verwickelt ist in die Drogen- und Finanzgeschäfte der US Eliten.

    McCain ist natürlich auch untragbar - die Bilderberger/Council of Foreign Relations haben alle 3 Kandidaten in der Tasche.

    Bleibt nur noch Ron Paul, aber der wird wohl entweder erschossen oder er kommt bei einem Unfall um. Obwohl, gar nicht nötig - man braucht ja nur die Stimmen "auszählen". Die Macht haben nämlich niemals die Wähler, sondern die, die das Ergebnis bekanntgeben.

  1. Milfweed sagt:

    Soso, Tarpley vertritt also das Klassenbewusstsein von Platon :rolleyes:

    Er vertritt also eine paternale Herrschaft durch eine Elite "selbstloser Philosophen", wie Platon einst in seiner Staatsauffassung forderte. Sein (Platons) Idealzustand ist die Bevormundung der Bürger durch Intellektuelle (wozu sich Plation selbst zählte), da sie ja alles besser wissen als die einfachen Bürger und anscheinend unbestechlich und unparteiisch sind, was wiederum erreicht und erhalten werden soll, dass sich diese Machtelite an Vorschriften und Gesetzen halten muss (natürlich selbst erschaffen), die niemals geändert werden dürfen und jede Abweichung dessen und Missachtung muss sofort beseitigt und liquidiert werden. Und das nur um eine "vollkommene Gesellschaft" herbeizuführen, in der Wandel und Fortschritt wegen "Verschlechterung" verboten sind und somit eine Starrheit eintritt, Elend, Totalitarismus ...

    Vielleicht wollte Tarpley nur auf einen bestimmten Aspekt anspielen, aber wirklich distanziert hat er sich von Platon ja nicht. Immerhin vertrat Platon genau das, was Obama heute anscheinend ausmacht und er selbst auch erwähnt: "das ist natürlich Obama, weil er ist ein Oligarch, er ist elitär, er denkt elitär, redet elitär, er ist ein Snob, er strahlt Snobismus aus, er verachtete die arbeitende Bevölkerung"
    Oder er wirft mit Begriffen wie Oligarchen herum, ohne genau zu wissen was das bedeutet und verdreht die Definition. Hauptsache man kann mal in einem Interview einen Meister der antiken griech. Philosophie nennen und sich fälschlicherweise sogar noch auf ihnen beziehen. Das wirkt natürlich gleich 10 mal kenntnisreicher und hinterfragen tut es ja eh keiner.



    Obama würde sich geehrt fühlen, denn er könnte Platon gut als Rechtfertigung und Grundlage seines Snobismus benutzen.

  1. Anonym sagt:

    Alle drei übrigen Kanditaten sind
    Systemkonform zum NWO Plan und jeder auf seine Art eine Gefahr
    für die Welt.

    Das Ziel ist auch wenn diese Marionetten es nicht erkennen,
    die Welt in ein Chaos zu stürzen
    denn das ist die einzige Möglichkeit das Endziel (NWO)
    doch noch zu erreichen.

    Die friedliche Machtübernahme Weltherrschaft) ist gescheitert
    es bleibt nur noch feindliche
    durch Chaos.

    Mann (sog. Elite) braucht einen
    weltweiten Flächenbrannt mit Finanz
    und Wirtschaftskolaps gepaart mit
    Regional und Bürgerkriegen um dann
    als Retter aufzutauchen um eine
    Weltdiktatur akzeptabel zu machen.

    China,Rußland und Südamerika werden
    immer mächtiger und sind nicht mehr
    unter der vollen Kontrolle der Strippenzieher.

    Der EU Staat droht zu scheitern da immer mehr Leute das (geplante) System durchschauen und eine Gegeniformationsfront bilden.

    Für die Elite mit ihren korupten
    Helfern gibt es nur doch die Flucht nach vorne ins Chaos, da wenn ihre Verbrechen auffliegen
    ihnen Bestrafung droht sammt Machtverlust.

    Ihre Zeit läuft ab !!!!!

  1. Anonym sagt:

    Mein Wahlspruch?

    BUSH FOR PRISON !

    (und auch die anderen CFR Kerle)

    Schön dass ich das noch erleben darf.

  1. Anonym sagt:

    Sämmtliche hierarchische Syteme
    sind Menschenverachtend und anfällig für Koruption und Machtwahn.

    Gruppeninteligenz (ohne Gehirnwäsche) ist die beste Vorrausetzung für eine funktionierende Gesellschaft.

    Geld darf (sollte) nur ausschließlich als neutrales Tauschmittel funktionieren und ohne Zinsen.

    Mann (Menschheit)kann nicht langfristig gegen
    die Natur leben.

    Egoismus richtet sich immer gegen
    die egoistische Person selbst, da wir ein Kolektivbewußtsein haben.

    Die Masse hat immer die Macht,außer
    wenn sie uneinig (Teile und Herrsche) ist.

    Wenn das begiffen wird, dann leben
    wir im Paradies!

    Im Paradies gibt es keine Verlierer!

    Zu einfach?

  1. schnarch sagt:

    schön, dass der dalai lama hier auch mal sein fett weg kriegt, dieser verlogene wicht. hierzulande ist er ja als 'heiligkeit' verkannt.

  1. Nivodiwe sagt:

    @anonym 28. Mai 2008 22:19

    Der Durchschnittsmensch gleicht einem eingepferchten Tier, das noch nie bis zum Gatter vorgedrungen ist und daher völlig verständnislos die Berichte seiner Leidensgenossen hört, die von Begrenzung und Gefangennahme sprechen Weil er noch nie weit genug gegangen ist, weiß er nicht, dass er im Käfig sitzt. (Baba Ram Dass)

  1. Anonym sagt:

    Im Paradies gibt es keine Verlierer!

    Zu einfach?


    So einfach ist das! Das einzige, was es dazu braucht, ist die Überwindung des Egoismus, dieses fundamentalen Irrtums des Menschen.

    Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gestzt...und vor das Paradies hat Gott die Engel gestellt...

    Ein Engel ist ein beflügelter Mensch, beflügelt von der Liebe, die ihn über den Egoismus erhebt. Die Engel verwehren nicht den Zugang zum Paradies, wie man uns fälschlicherweise lehrt. Sie SIND DER ZUGANG zum Paradies!

    Andererseits: "Die Wahrheit wird euch frei machen" sagte der Heilige Johannes. Wovon aber kann Wahrheit befreien, wenn nicht vom Irrtum? Da nun Egoismus der fundamentale Irrtum des Menschen ist, wovon befreit uns dann die Wahrheit?

    Und worin besteht die Wahrheit? Im Prinzip der Selbstlosigkeit = Liebe = Gott!

  1. Anonym sagt:

    Kann ich nicht glauben. Obama kommt mir zwar auch wie eine Marionette vor, aber dass jetzt die Demokraten den 3. Weltkrieg planen ? Außerdem muß wohl jedes Volk sehen wo es bein Kampf um Ressourcen letztlich bleibt. Die Amis kämpfen da schon 100 Jahre lang recht gut für sich. Irgendwie verständlich, oder ? Die billige Energie hat ihnen die Weltherrschaft gesichert.

  1. Anonym sagt:

    ...Ihnen Bestrafung droht sammt Machtverlust.

    Dann müsste man Ihnen Straffreiheit anbieten- auch wenn`s dem rachebedürfnis einiger zuwider läuft.

    Ganz pragmatisch - wer hilft, wird
    geschont. (Macht kriegt er aber nicht mehr)

    kann doch ne OPption zur Schadensbegrenzung sein. (D.h. Vermeidung von Massenabschlachterei - ist es das nicht wert?)

    Was meint die Schallundrauch-Gemeinde dazu?

  1. SoylentGreen sagt:

    Was du glaubst oder nicht glaubst, spielt doch keine Rolle. Was ist denn das für ein Argument? Glauben heisst nichts wissen, und du hast wohl keine Ahnung, dass es immer Präsidenten der Partei der Demokraten waren die den 1. Weltkrieg (Woodrow Wilson) und 2. Weltkrieg (Franklin D. Roosevelt) gewollt und angezettelt haben.

    Wie kommst du deshalb drauf, ein Präsident der Demokraten wie Obama, kann nicht den 3. Weltkrieg starten? Wie naiv und unwissend kann man sein? Gerade die Demokraten sind die welche immer den Globalismus und Internationalismus, das Diktieren der amerikanischen Machtpolitik im Programm haben. Hat man ja auch an Clinton gesehen, der den verbecherischen Krieg im Balkan, basierend auf Lügen angezettelt hat.

    Aber es spielt ja sowieso keine Rolle, welcher Kandidat einer Partei "gewählt" wird, sie werden alle von den gleichen Strippenziehern aus dem CFR vorbestimmt und gesteuert.

    Unglaublich diese Weltfremdheit und Glauben an die Medienpropaganda. Wer jetzt immer noch nicht weis was läuft und wie die Welt funktioniert, der kommt wirklich aus dem Tal der Ahnungslosen und soll sich erstmal richtig informieren und von den alten Lügen und falschen Vorstellungen befreien.

  1. Anonym sagt:

    Mit der Zukunft Europas hat er schon recht, wir müssen selbständiger werden. Auch was Kooperation mit China und Russland angeht, sehe ich auch so.

  1. Anonym sagt:

    Dieser Webster macht auf mich einen schrecklich unseriösen Eindruck. Warum sollte ich ihm mehr vertrauen als Barrack Obama ??? Was für ein absurder Vergleich. Hier ein giftender alter Opa, den niemand kennt und dort eine neue Lichtgestalt am amerikanischen Himmel.

  1. Ou Le Regard Ne Porte Pas sagt:

    auch sehr interessant und passt zum thema brzezinski

    http://politblog.net/nachrichten/2008/05/28/2116-brzezinski-israellobby-betreibt-mccarthyismus/

  1. Anonym sagt:

    Leute, wenn wir keine Geduld mit Menschen, die noch nicht alle Infos (verkraftet) haben, aufbringen, sind wir auch arrogant und elitär.

    Damit schwächen wir uns.

  1. Anonym sagt:

    Was nicht sein darf kann nicht sein!!

    Immer wieder stelle ich fest, daß die Leute sich an einen Strohhalm (Politiker)klammern und denken so können Probleme gelöst oder Schaden verhindert werden.

    Religion ist Opium für das Volk?

    Sollte es nich besser heißen Politik (Scheindemokratie)ist Opium für das Volk!

    Jede Partei,Organisation,Verein von Bedeutung wird unterwandert.
    Dann werden Seilschaften gebildet
    die nur noch Sytemkonforme (NWO)
    Marionetten an die Führung lassen.

    Ideale werden Instumentalisiert
    und dadurch ausgehöhlt und für andere Zwecke benutzt.

    Nicht Konforme werden gekauft,
    denunziert oder vernichtet.

    Nur ein System ohne Hierarchien
    beugt dieser Taktik vor!

  1. gizmo sagt:

    Habt ihr euch schon einmal gefragt warum die US-Administration Billionen in
    Kriege um Rohstoffe investiert wenn sie doch für diese immense Summe alles
    Gold und Erdöl der Welt bis auf 100 Jahre im Voraus ganz einfach kaufen
    könnte?

  1. Anonym sagt:

    Europa muss eigenständig sein!

    Eine eigene Stimme,

    eine eigene Politik

    ein eigene Welt.

  1. Anonym sagt:

    es ist wunderlich das die Eliten denken das sie Götter seien, weil sie behaupten über leben und todt zubestimmen. Sie tun was sie wollen und brauchen es nicht zurecht fertigen. sie schüren armut,ängste und krisen. Denn sie denken das keine autorität über sie steht. sie versklaven die menschen indem sie zinsen von den fordern aber gott sei dank irren sie sich und glauben einfach so davon zukommen,weil es jemand gibt der sagt:"Diejenigen, die den zins fressen, stehen nicht anders da als der dasteht, den der TEufel durch das Berühren niedergestreckt hat, dies, weil sie gesagt haben:,Der Kauf ist das gleiche wie der Zins.`Und den Kauf hat Allah gestattet,und Er hat den Zins verboten, und zu wem Ermahnung von seinem Herrn kommt, und er enthält sich, so ist für ihn, was vorausging, und seine Sache ist bei Allah, und wer zurückgekehrt ist, si sind diese die Gefährten des Feuers,sie bleiben dort ewig" (2:275).
    ,Ihr, die glauben, fürchtet Allah und lasst, was vom Zins nachgeblieben ist, wenn ihr Gläubig seid.Und wenn ihr das nicht tut, so vernehmt Krieg von Allah und Seinem Gesandten,und wenn ihr reuig umkehrt,so gilt: Für euch eure Grundkapitalien,handelt ihr nicht unrecht,und ihr werdet nicht unrecht behandelt" (2:278-279)

    die eliten werden zur rechengeschaft gezogen wie jeder andere mensch auf diesen planeten und keine seele wird unrecht an diesem tag zugeführt weil dieser tag der tag der GErechtigkeit ist!

  1. Anonym sagt:

    Bisschen dürftig die Analyse von Hrn. Tarpley
    Den Widerspruch zwischen der Langfristigkeit der Eroberungspläne ( Jahrzente ) und der vergleichsweise kurzfristigen Amtsdauer der Akteure konnte in dem Interview nicht aufgelöst werden. Statt dessen wird auf eine eger banale Personalie abhoben und einem ein Kalauer nach dem anderen Aufgetischt.

    Beispiele:
    "Die Eigenart von Obama ist, er besitzt als einziger ein Heer, das wie eine faschistische Bewegung aussieht. Er hat Millionen von schwärmenden jungen Studenten und Arbeitslosen die sehr aktiv sind, aber keine Ahnung von seiner wirklichen Politik haben.. "

    Wie oft war das denn bisher der Fall ?

    "Die Unterstützung für Hillary Clinton kommt jetzt von der Arbeiterklasse.."

    wow hab ich da was verpasst ?
    Die Clintons sind reiche Leute die ihr Vermögen Steuersparend auf den Caymans Verwalten lassen ( Dazu gabs mal ne Diskussion im gelben Forum ) aufgefallen ist mir, (was die liebe zur Arbeiterklasse betrifft) bei denen bisher nur der etwas eigenartige Umgang mit Ihren Angestellten.

    Auf neuere Entwicklungen wird Überhaupt nicht eingegangen.
    Z.B:
    http://www.zeit-fragen.ch/ausgaben/2008/nr23-vom-262008/deutschlands-plan-des-permanenten-kriegszustands/
    oder
    http://www.zeit.de/online/2008/22/fischer-kolumne-menschenrechte

    Immerhin wird hier gerade eine art ideologischer Umbau durchgeührt.
    Seltsam das Hrn. Tarpley derartiges eintgangen zu sein scheint. Ist zumindestens für Eu Bürger wesentlich Interessanter als der Kanditatenaufgalopp in USA.
    NavigatorC

  1. Toss Loyo sagt:

    28. Mai
    @ 19:36 Brillant! Ein feiner Kommentar.
    @ 22:19 Zu einfach, ja! Denn es stimmt nicht ganz ... Überleg doch mal, wer die ersten Menschen überhaupt waren, die Machtpositionen einnehmen konnten, und wodurch das zustande kam!
    Solange wir UNGENAU sind, haben sie relativ leichtes Spiel, denn es gehört nicht viel dazu, den Verstand zu manipulieren ... gezielte Ungenauigkeiten geschickt eingesetzt, reichen schon.
    @ 23:44 das finde ich allerdings auch! auch wenn er hier nur als taktische finte eingesetzt wird.

    29. Mai
    @ 07:00 Wie wär’s mit einem Kommentar zu einem eventuell vorhandenen Zusammenhang zwischen „Gatter“ & Cyberspace?
    @ 07:35 [ 47 seconds ] http://tinyurl.com/32swf3
    @ 10:37 i r g e n d w i e …
    @ 10:52 Das Thema Strafe ist wichtig, guter Vorschlag!
    Es wirft viele zentrale Fragen auf ...
    Wir sind dabei unsere körperliche Freiheit zu verlieren ...
    Alle, die weiterhin auf das System in seiner jetzigen Verfassung setzen, vom „kleinen“ Arbeiter oder Angestellten bis hin zum „großen“ Bundesrichter oder Flottenadmiral stehen vor der Frage, ob sie zu Litwinenkos werden wollen, denn alle werden gechippt, alle! Die reichsten Banker, die ältestes Bloodlines, alle bekommen ihr satellitengestütztes Chip-Implantat.
    Alle, bis auf eine kleine Kaste Ultraeingeweihter ...
    Und wenn sie das hinkriegen, dann hätten sie sich's auch verdient.
    Loyalität macht alles kafkaesk.
    @ SoylentGreen 11:07
    „Was du glaubst oder nicht glaubst, spielt doch keine Rolle.
    Was ist denn das für ein Argument? Glauben heißt nichts wissen.“
    Glauben heißt nicht wissen?
    Glaubst du das wirklich?
    Ich fürchte, am Glauben führt kein Weg vorbei, denn niemand kann alles verstehen.
    Selbst die noch so feinste individuelle Auflösung der Wirklichkeit in ihren Facetten, Unterfacetten und Unterunterfacetten kann Grauräume, Ungefähres, Verschwommenes und Nichtwahrnehmbares NICHT in vollster Klarheit abbilden.
    Wissen und Glauben bilden deshalb eine Einheit.
    Der dialektische Graben, oder besser: die dialektische Front zwischen beiden dient denjenigen, die durch Wissensvorsprung andere beherrschen wollen als effizientes, vielseitig einsetzbares Machtinstrument.
    Was Du glaubst oder nicht glaubst, spielt die absolut zentrale Rolle.
    Dein Verstand ist der Kriegsschauplatz Nr. 1!
    @ 12:31 Tarpley ist eine Internet-Persönlichkeit ersten Ranges ... Vorsicht!
    @ 13:08 Die politischen Verhältnisse verändern sich gerade, und zwar gewaltig ...
    @ gizmo 14:00 Exzellente Frage!! Weil Amerika benutzt wird.