Nachrichten

Der Vogelmensch Yves Rossy

Donnerstag, 15. Mai 2008 , von Freeman um 21:35

Einige von euch erinnern sich an den Hollywood-Film The Rocketeer. Der Schweizer Pilot und Erfinder Yves Rossy hat am Mittwoch vor der internationalen Presse wie im Film seinen düsengetriebenen Flügel demonstriert und kurvte damit durch die Lüfte. Sein Flug mit bis zu 300 km/h dauerte über fünf Minuten.

Gestartet ist der ehemalige Militärpilot auf etwa 2500 Meter über Meer mit einem Sprung aus einem Pilatus Propellerflugzeug über den Waadtländer Alpen. Einige Sekunden später klappte er die Flügel zu einer Spannweite von 2.5 Meter aus und gab Gas.

Die vier im Flügel integrierten Düsentriebwerke beschleunigten ihn auf bis zu 300 km/h. Mehrmals flitzte er einem Düsenjet gleich vor einer Hundertschaft Medienleuten durch, die sich auf dem Berg Croix de Javerne auf knapp 2100 Meter über Meer postiert hatten.

Beim Überflug war gut zu sehen, was Rossy zum Projektnamen "FusionMan" bewogen hat: Eine leichte Bewegung mit dem Körper genügt und sein Fluggerät wird damit gesteuert, fliegt in die gewünschte Richtung.

Die Ähnlichkeit mit dem Sturzflug eines Adlers ist dabei unverkennbar. Rossy hat die Fähigkeiten des Menschen mit denen eines Vogels kombiniert. Nach Ansicht von Jean-Claude Biver, CEO des Hauptsponsors Hublot, ist er damit der erste "Vogelmensch" der Geschichte.

Mit zunehmender Flugdauer gewann Rossy an Selbstvertrauen. Nach einer langen Kurve vor den Zuschauern stürzte er in Richtung Rhonetal runter, vollführte eine Rolle um die eigene Achse, bevor er wieder in die Höhe zog, die Flügel abwarf und den Fallschirm zog.

"Es war ein grossartiger Moment", erklärte der Waadtländer kurz darauf auf dem Flugplatz Bex mit strahlendem Gesicht.

Hier ein Video über einen vorherigen Flug:

insgesamt 9 Kommentare:

  1. Anonym sagt:

    Wenn er jetzt noch nach Palästina, Burma und China damit fliegt und Hilfsgüter abwirft, dann könnte man den Reichen nicht vorwerfen, sie würden sich nur teure Egotrips uaf Kosten der Armen und der Rohstoffe leisten ...

  1. Neutrino sagt:

    endlich mal was über Technik :-)

  1. Anonym sagt:

    Leider ist das keine reine Spielerei, sondern damit werden militärische Sondereinheiten (Navy Seals, SAS, KSK, evtl. Fremdenlegion) ausgerüstet, die damit aus größer Höhe (ca. 10km) abspringen, um damit ihre illegalen Dunkeloperationen, wie Sabotage, Meuchelmord, Entführungen, bzw. was man eben so tut, wenn man ein professioneller Mörder ist, durchführen zu können. Man kann mit diesem Jetwing unauffällig in ein Zielgebiet vordringen, ohne mit dem auffälligen Trägerflugzeug (z.B. C-130 Herkules) selbst hineinfliegen zu müssen.

  1. Anonym sagt:

    beeindruckend - allerdings ist das nix für meine Oma ... mal ganz abgesehen vom Energieverbrauch bei heutigen Preisen

    Ein Antrieb auf Schaubergers Grundlagen wäre sicherlich zukunftsweisend, so allerdings passt tatsächlich der Ausspruch des ersten Posters hier

  1. Anonym sagt:

    Verdammt COOL ;-)
    technisch gesehen.
    Alles ist möglich! Wir müssen es nur wollen. Natürlich nur genehmigt,
    für zivile Anwendungen. hehee ;-)

  1. Anonym sagt:

    sorry OT, aber wichtig:

    Morgen ist die Dem,o in Berlin:

    http://eu-vertrag-stoppen.de/


    Wochenendticket Bahn 35,- für 5 Personen!

  1. Anonym sagt:

    Oh Mann, das fehlte noch, dass überall solche Heiopeis im Himmel rumkurven. Grässliche Vorstellung!

    Das Verkehrsaufkommen am Boden reicht mir völlig.

    ist doch Luftverschmutzung.

    (Kotzsmiley)

  1. stoosh sagt:

    ne nich an rocketeer erinnert das, sondern vielmehr an den noch älteren film condorman muss als ich das bild sah sofort dran denken.

  1. marijan sagt:

    Finde die Idee sehr kreativ und mutig, leider hat es nicht heute funktioniert, aber sicherlich beim nächsten Mal. Der Erfinder hat ein Platz verdient unter dem Blog der Schweizer Erfindungen - Land der Erfinder. Es ist eine schöne Geschichte, wenn Menschen Ihre Träume erfühlen.