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Ben Bernanke bekommt keinen Bankkredit

Samstag, 4. Oktober 2014 , von Freeman um 10:00

Als ich die Nachricht auf Bloomberg gelesen habe dachte ich, es ist ein Witz, aber es stimmt. Der ehemalige Chef der Federal Reserve Bank, Ben Shalom Bernanke, hat gesagt, der Hypothekenmarkt in den USA is so eng, sogar er bekommt keine Refinanzierung seiner Hypothek. Während seiner Ansprache bei einer Konferenz in Chicago hat er dem Moderator Mark Zandi von Moody's Analytics Inc. mitgeteilt: "Nur zwischen uns ... ich habe neulich versucht meine Hypothek zu refinanzieren und es gelang mir nicht." Als die Zuschauer über diese Aussage lachten sagte Bernanke: "Ich erfinde das jetzt nicht. Ich denke es ist möglich, dass Kreditgeber etwas zu weit gegangen sind mit den Bedingungen für eine Hypothek," sagte er.


Ausgerechnet die Person die in den letzten 11 Jahren die Zins- und Kreditpolitik in Amerika und weltweit massgeblich bestimmt hat bekommt keine neue Finanzierung für sein Haus. Wenn der ehemalige Chef der Fed mit seinem Einkommen abgelehnt wird, was erlebt dann erst ein Normalverdiener? Er meinte während der Konferenz der "National Investment Center for Seniors Housing and Care" in Chicago am Donnerstag dazu, der Markt für neue Hauskäufer ist "nicht wie er sein sollte." Er fügte hinzu: "Ich denke, die Zurückhaltung in der Vergabe von Hypotheken ist wahrscheinlich zu übertrieben."

Bernanke hat eine Villa die fast eine Millionen Dollar wert ist in der Nähe des Kapitols in Washington, war über ein Jahrzehnt Chef der amerikanischen Zentralbank, arbeitet seit seinem Ausscheiden für eine Denkfabrik und kassiert 250'000 Dollar für jeden Auftritt und einer Rede von einer Stunde, aber Banken wollen ihm keinen Kredit geben. Das ist wohl die grösste Ironie in der Finanzindustrie. Bernanke ist nicht kreditwürdig, ich lach mich schief.

So witzig ist das aber nicht für die vielen Hauskäufer, die nicht so bekannt sind und nicht so viel Geld kassieren wie die Person welche die amerikanische Finanzpolitik lange bestimmte. Wieso hat Bernanke keinen Kredit bekommen? Der Grund soll angeblich darin liegen, in den USA werden Kreditanträge über das Internet abgewickelt, in dem man einen Fragebogen ausfüllt. Danach entscheidet kein Mensch sondern "die Maschine" mit einem Algorithmus ob man kreditwürdig ist.

Ein wichtiges Ablehnungskriterium für einen Kredit ist ein kürzlich erfolgter Jobwechsel und genau das ist bei Bernanke der Fall. Er hat seine feste Arbeitsstelle als Chef der Fed mit einem Teilzeitjob bei einer Denkfabrik getauscht. Die sehr gut bezahlten Redeauftritte und auch der Buchvertrag der ihn eine Million einbringen wird nutzen nichts, in der vollautomatisierten Welt der Hypothekenfinanzierung ist ein Jobwechsel ein erhöhtes Kreditrisiko.

Bernanke wollte einen bestehenden 30-jährigen Kredit mit einer Refinanzierung auf tiefere Zinsen bringen. Dabei hat er diesen Kredit erst am 26. September 2011 als Festhypothek über 672'000 Dollar mit 4,25 Prozent abgeschlossen. Aber gierig wie diese Finanzkriminellen sind, will er die tieferen Zinsen von 4,19 Prozent die ab Oktober gelten ausnützen. Ich frag mich dabei, lohnt sich wegen dieser winzigen Differenz der Aufwand einer Refinanzierung?

Wie ich sagte, es ist wirklich eine Farce, derjenige der die Zinsen der Fed auf fast Null Prozent heruntergeschraubt hat, bekommt keinen Kredit mit 4,19 Prozent von den Banken. Vorher haben sie das Geld den Hauskäufern nachgeschmissen, im vollen wissen sie sind nicht kreditwürdig. Aus diesen faulen Krediten entstand die Hypothekenkrise 2008. Jetzt ist die Branche von einem Extrem ins andere gefallen, nicht mal Bernanke kann sein Haus refinanzieren.

Obwohl, ohne Computer mit einem Anruf wäre der Kredit bei ihm genehmigt gewesen. Ich meine das war eine Show fürs Publikum, nach dem Motto: "seht her, sogar ich armer ehemaliger Fed-Chef bekomme keinen Kredit." Damit soll die Wirtschafts- und Kreditkrise verniedlicht werden. Ein Anzeichen dafür ist der massive Rückgang der Autoverkäufe in den USA, die ja immer schon auf Pump gelaufen sind. Der Aktienkurs von Ford ist 25 Prozent tiefer als 2011. General Morors genau so, die Aktie hat 25 Prozent dieses Jahr verloren, oder steht 20 Prozent niedriger als 2011. Die Lager der Autohändler quellen über.

Dabei haben die Banken eine riesen Spanne mit der sie abzocken können, bekommen Gratisgeld und nicht mal dann vergeben sie Kredite. Nein, sie spekulieren lieber mit konstruierten und hochriskanten Finanzinstrumenten. Die Banken erfüllen gar nicht ihre Aufgabe, der Volkswirtschaft die Geldmittel für Investitionen zu liefern, sondern sind zu einem Spielkasino verkommen, die nur noch Wetten auf alles mögliche abschliessen. Den Gewinn sacken sie ein, die Verluste trägt der Kunde und der Steuerzahler mit bail-outs und bail-ins.

insgesamt 10 Kommentare:

  1. Ella sagt:

    Helicopter Ben luegt mal wieder, ganz kool und kaltschnaeuzig.
    Der hat sicher Geld genug um ein Haus bar zu kaufen.
    Der verdiente als Professor und bei der FED genug und bekommt als ehemaliger Professor bestimmt noch eine gute Pension dazu.

    Was will er, einer der " One Percenter" ,mit dieser Luege bewirken?
    Den Leuten sagen, seht mal ich bin genauso wie ihr, habe die selben Probleme oder Ihnen schon mal vorfuehren, dass es immer schwieriger wird Hauskredite zu become. Oder eine Runde Mitleid, damit die Menschen seine Rolle in der Bankenkrise von 2008 vergessen? Das ich nicht lache.

    "Fool me ones, shame on you( und das hat er genuegend getan mit uns, in seiner Rolle als Chairman der FED)
    Fool me twice shame on me"

  1. LinQ sagt:

    Die Geister, die ich rief?

    So ergeht es vielen kleinen Bankangestellten, tausende verloren ihren Job. Die Banken zerfleischen sich selbst, Banken schliessen, überall Stellenabbau.
    Die EZB (Also der Steuerzahler) will jetzt mit einer weiteren Billion Schrottpapiere der Banken kaufen.

  1. saratoga777 sagt:

    Teil 1

    Etwas solltest Du uns hier einmal erklären, Freeman, das habe ich auch noch nicht ganz kapiert:

    1. Banken schaffen Geld aus dem Nichts, so genanntes Giralgeld nach dem Prinzip des "Fractional Reserve Banking".

    2. Du gehst also auf eine Bank, unterschreibst eine Hypothek, dann erzeugt die Bank mit ihrem Computer das Geld aus dem Nichts und nimmt den Vertrag mit Deiner Unterschrift als Wertpapier zur Deckung des geliehenen Geldes.

    3. Die Deckung von Giralgeld durch Zentralbankgeld liegt wohl bei etwa eins zu zehn, bei gewissen Baken in den USA soll es aber bis zu eins zu hundert gehen (SIC!).

    4. Mit anderen Worten: Wenn die Bank eine Million an Bargeld oder Zentralbankgeld bekommt, dann macht sie daraus einhundert Millionen an Giralgeld.

    Das ganze System ist natürlich ein Riesenschwindel.

    Wenn Du nun pleite gehst und Deine Hypothek nicht zurückzahlen kannst, wieso sollte die Bank deswegen pleite gehen? Das ergibt einfach keinen Sinn.

    Erstens nimmt die Bank Dir dann Dein Haus weg, das heisst, sie hat den Gegenwert des Hauses. Aber selbst wenn Du das Haus niederbrennen würdest, und selbst wenn Du das Geld nie wieder zurückzahlen könntest, oder wenn der Wert des Hauses durch einen einbrechenden Häusermarkt abgewertet würde, dann würde die Bank ja nur das Geld verlieren, das sie selbst aus dem Nichts geschaffen hat. Warum also sollte die Bank deswegen in eine existentielle Krise geraten? Ist es etwa ein Verlust selbst geschaffenes Luftgeld zu verlieren? Nur Deine Zinsen auf Deine Schuld entgehen der Bank, aber die hätten sie ja auch nicht gehabt, wenn Du das Geld nie geliehen hättest.

    Könnte es sein, dass es überhaupt keine Bankenkrise gibt, könnte es sein, dass das ganze nur ein Riesenschwindel ist, ein Vorwand, um die Bürger zu enteignen, den Mittelstand zu versklaven und die Menschen in die Schuldknechtschaft zu treiben? Auf diese Weise können die Banken und deren im verborgenen agierenden elitären Eigentümer auch elegant staatliches Eigentum beschlagnahmen, wie zum Beispiel Wasserquellen, Land und öffentliche Gebäude.

    Sicher wurde die Krise künstlich ausgelöst, aber die Frage ist, ob es überhaupt eine Krise gibt. Wenn ich in meinem Keller einfach beliebig Geld drucken dürfte, und darum geht es beim Giralgeld ja, um die Lizenz Geld zu drucken, dann würde ich ganz sicher nie in eine Geld- oder Finanzkrise geraten. Wenn ich Dir etwas von meinem selbst gedruckten Geld ausleihen würde, und wenn Du Dich aus dem Staub machen würdest mit dem Geld, dann würde ich einfach neues Geld aus dem Nichts drucken. Wo also ist das Problem?

    Die FED in den USA darf beliebig Geld aus dem Nichts schöpfen, wieso aber müssen dann Steuergelder zur Rettung von Banken herangezogen werden? Wieso müssen dann Sparguthaben enteignet werden? Die FED kann gegen die Bezahlung durch US Staatsanleihen locker eine Billion oder auch eine Trillion Dollars schöpfen, und die als Gegenwert zum Kauf des FED-Geldes benötigten Staatsanleihen kann die US Politik ebenfalls aus dem Nichts generieren, was sie auch tut.

    Der Bürger wird ja bereits durch die Gelddruckorgie und die daraus resultierende Inflation enteignet, jetzt soll er auch noch durch Bail-outs und Bail-ins enteignet werden.

  1. saratoga777 sagt:

    Teil 2

    Geld ist ein Schein, ein Geldschein, nur aus dem Nichts geschöpftes Papier, aber die Finanz-Gangster wollen für ihr betrügerisches Luftgeld nun echte, durch harte Arbeit geschaffene Werte vom Bürger haben. Hier liegt der grosse Betrug. Der Bürger muss arbeiten, aber Geld wird aus dem Nichts ohne Arbeit generiert. Der arbeitende Bürger muss hart schuften für das Luftgeld der arbeitsscheuen Geldzauberer.

    Ich denke, in Wahrheit geht es einfach darum, den Bürger in die Mittellosigkeit zu treiben, damit er dazu genötigt wird aus finanzieller Not sein ganzes Hab und Gut zu veräussern, das die Bankster dann mit ihrem selbst kreierten Luftgeld billig absahnen können. Eine durch Steuerorgien, Enteignungen und Inflation erzeugte Massenarmut zwingt zu Massenverkäufen, was den Markt mit Häusern und sonstigem Hab und Gut der verarmten Bürger fluten wird, die Preise vernichten wird, was es den Bankstern ermöglicht Millionen von Häusern für ein Butterbrot aufzukaufen, den Wohlstand der Mittelschicht abzusahnen, den viele Generationen fleissiger Bürger aufgebaut haben.

    Es geht einfach um die Überführung realer Werte von fleissig nach reich. Und diese angebliche Krise erzeugt ganz einfach das psychologische Umfeld, um diesen Raubzug am Bürger plausibel und notwendig erscheinen zu lassen. Das ganze Krisenszenario ist folglich ein psychologischer False Flag, um im Bewusstsein der Bürger eine Akzeptanz für finanzielle Opfer zu generieren.

    Die Bankster brauchen unser Geld überhaupt nicht, das sie durch Enteignungen und Steuereinnahmen bekommen, was sie aber unbedingt brauchen, ist unsere finanzielle Verelendung und unsere Armut. Was sie brauchen, ist eine Staatspleite, damit der IWF wie in der Dritten Welt den ruinierten und somit erpressbaren Staaten Geld leihen kann gegen die entsprechenden hochgradig antisozialen und verfassungsfeindlichen politischen und wirtschaftlichen Bedingungen, was letztlich deren Souveränität zerstört. So werden ganze Nationen versklavt und letztlich die ganze Welt.

    Man merke: Der Eigner ist immer der Herr, der Schuldner immer der Knecht. Schulden für die ganze Welt bedeuten also Knechtschaft für die ganze Welt. Dass die Geldzauberer, die Trillionen aus dem Nichts generieren, es geschafft haben uns für ihr Luftgeld schuften zu lassen, und unseren Fleiss auch noch in eine Schuld verwandeln konnten, die wir nun abarbeiten sollen, ist wirklich erstaunlich. Die elitären Schmarotzer posieren sich als Retter der Menschheit, und den fleissigen Bürgern, die für die elitären Schmarotzer schuften müssen, redet man ein, sie hätten über ihre Verhältnisse gelebt und müssten den Gürtel enger schnallen.

  1. Wenn er ganz nett bittet, kriegt er vielleicht wieder einen neuen Kredit, müsste ja immer noch wissen wie das geht. Hoffentlich hat er was, womit er seinen Kredit bürgen kann. Nicht vergessen, die Zinsen zu berechnen...!

  1. Gartenruhe sagt:

    @Saratoga777...
    ..oder einfach in Goethes Faust Teil 2 nachlesen ..;da ist ein ähnliches Szenario beschrieben .
    Sehr kurz gesagt ,geht es um Trickbetrug im gigantischen Ausmaß.

  1. IronTomahawk sagt:

    @saratoga777
    Sehr gut beobachtet, eine sehr treffende Analyse wie ich finde!

  1. saratoga777: sehr zutreffend beobachtet. Das habe ich mich auch schon lange gefragt.

    Der ganze Schwindel mit der Finanzkrise und "notleidenden" Banken ist nur eine Berechnung auf Papier. Statistik und Bilanzen sage ich nur. Wer die richtig lesen kann, wird feststellen, alles nur heiße Luft. Die Banken ruinieren ganze Volkswirtschaften, ohne sich selbst zu gefährden. Dass eizelne davon tatsächlich "pleite" geganen sind und schließen mussten, glaube ich auch nicht. Niemand fragt danach, was wohl die Bankbesitzer nach der "Pleite" machen. Sehr wahrscheinlich machen die eine neue Bank unter neuem Namen auf und machen weiter. Der Schampus fließt, die Zockerei geht weiter.

    Habe vorgestern Bargeld vom Geldautomaten ziehen wollen. Zum gleichen Zeitpunkt hatten 10 andere Menschen die gleiche Idee gehabt. Es dauerete eine halbe Ewigkeit, bis ich dran kam und mir paar Kröten ziehen konnte. Während ich gewartet habe, dachte ich minutenlang nach, was wohl wäre, wenn gleich 100 oder mehr Menschen Geld abheben wollen und der Automat kein Bargeld mehr hat....Da bekommt man plötzlich ganz schön Angst wenn man überlegt, was in anderen Ländern ( siehe hier z. B. Griechenland ) los ist, wenn die Menschen ihre Guthaben abheben wollen aber nicht können bzw. dürfen. Es ist sehr bequem für uns, immer und überall ans Geld dran zu kommen, aber was ist, wenn es plötzlich heisst: kein Bargeld, wir haben nichts oder dürfen dir nichts geben. Was dann ? Hunger und Durst kommen schneller als man denkt. Es war eine sehr gute Lektion und gab mir viel zum Nachdenken....

    Freeman: bin selber auf die Erklärung der Frage von saratoga777 gespannt.

  1. Wenn der Pöbel mal aufhören würde, ihre Steuern zu bezahlen, dann würden die regierenden Schwidler wieder mal Demokratisch handeln! Anders geht es nicht. Die Steuern sollten auf ein Sperrkonto. Und erst wenn diese Blutsauger machen, was das Volk will, kriegen sie die Kohle! Aber dazu ist der Pöbel zu feige!

  1. @ Saratoga777 Find ich auch, alles sehr gut und treffend beschrieben. Der Finanzelite und der sogenannten reichen Kaste geht es nicht um das Allgemeinwohl von so vielen wie nur möglichen Menschen auf dieser Welt. Es geht viel mehr um die Erhaltung, bzw. Schaffung der alten und neuen Sklaven, welche die Privilegien und den sehr hohen Wohlstand der Superreichen weiterhin ermöglichen sollen. Deshalb diese künstlich herbeigeführten Inflationen, Finanzkrisen, Enteignungen und andere Unannehmlichkeiten für die angeblich immer frei schaffenden und wirkenden Menschen in den Gesellschaften. In der scheinbar so zivilisierten und kulturreichen Werteweltgemeinschaft sollte es nur einen Weg geben, den Weg der geistigen Befreiung von allem Zwang des bisherigen Totalsystems. Zug um Zug, anders wird es nicht mehr funktionieren und gedeihen. Abgesehen von allen Gedankenvariationen, kann ständiges Denken im Wachstum nachhaltig und zukunftsweisend nicht der Menschheit dienlich sein. Die Natur wird sich immer das nehmen, was man ihr zuvor im Übermaß wegnahm, bei diesem Prozess macht die Natur keinen Unterschied zwischen reich, arm, Mensch, Tier oder sonst noch was.