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Nelson Mandela war bis 2008 auf der US-Terrorliste

Donnerstag, 5. Dezember 2013 , von Freeman um 20:00

Nach dem Tod von Nelson Mandela überhäufen die westlichen Politiker und Medien ihn mit Lob. "Held der Freiheit", "Widerstandskämpfer und Idol", "Gigant für die Gerechtigkeit" sind nur einige der Attribute die jetzt genannt werden. Der Schmiergel schreibt: "Mit Nelson Mandela hat die Welt einen der größten Kämpfer gegen die Unterdrückung verloren, einen Jahrhundertpolitiker der für seinen Widerstand gegen die Apartheid in Südafrika jahrzehntelang im Gefängnis saß." Obama sagte über ihn: "Wir haben einen der einflussreichsten und wichtigsten Menschen verloren." Der ehemalige Präsident Südafrikas starb am Donnerstag im Alter von 95 Jahren. Er wird als DIE Menschenrechtsikone jetzt bezeichnet. Aber habt ihr gewusst, Mandela stand bis Juni 2008 auf der "Terrorism Watch List" der US-Regierung und durfte gar nicht in die USA einreisen?

Nelson Mandela während seiner Zeit im Gefängnis ...

... und später als er seine ehemalige Gefängniszelle besuchte.

Ja, Nelson Mandela war bis vor kurzem in den Augen Washingtons ein Terrorist, da als Terrorist zu lebenslanger Haft verurteilt, denn der African National Congress (ANC) wurde vom südafrikanischen Apartheid-Regime als Terrororganisation bezeichnet und ab 1960 verboten. Nach dem er 27 Jahre im Gefängnis sass kam Mandela 1990 endlich frei. Nach dem Ende der Apartheid wählte ihn Südafrika zum Präsidenten.

Aber der ANC und seine Mitglieder, wie Nelson Mandela, wurden weiter von der US-Regierung als Terroristen eingestuft, obwohl er 1993 den Friedensnobelpreis erhielt und von 1994 bis 1999 Präsident von Südafrika war. Erst Präsident George W. Bush unterschrieb am 1. Juli 2008 ein Gesetz, welches Mandela von der Terrorliste entfernte.

Im Gesetz H.R. 5690 steht, "es ermächtigt das Aussenministerium und das Heimatschutzministerium die Bestimmungen der Einwanderungs-und Staatsangehörigkeitsgesetze für Ausländer die in terroristische oder kriminelle Aktivitäten involviert waren aufzuheben, wenn es sich um Aktivitäten im Zusammenhang mit dem African National Congress in Opposition zur Apartheidregierung in Südafrika handelt."

Die damalige US-Aussenministerin Condoleezza Rice nannte dieses Einreiseverbot und die Einstufung der Mitglieder des ANC als Terroristen, "eine peinliche Angelegenheit, wenn ich immer noch meinem Gegenüber eine Ausnahmegenehmigung erteilen muss, dem Aussenminister von Südafrika, geschweige denn den grossen Anführer Nelson Mandela." Ein US-Senator sagte damals, das neue Gesetz war ein Schritt um "die Schande der Nichtachtung dieses grossen Anführers" zu entfernen.

Aber die Doppelmoral und Heuchelei geht weiter. Was die meisten auch nicht wissen, es war die CIA welche dem südafrikanischen Geheimdienst 1962 den Tipp gab, der zu Verhaftung von Nelson Mandela führte und ihn für die meiste Zeit seines Lebens hinter Gitter brachte. Mandela wurde am 5. August 1962 von Agenten der "Special Branch" der südafrikanischen Polizei verhaftet, nach dem die CIA sie über jedes Detail seines Aufenthaltsortes informierten. Was er für Kleidung tragen würde, die Uhrzeit und wo er genau wäre.

Die CIA kannte Mandelas Aufenthaltsort, weil sie einen Geheimagenten in den inneren Kreis der ANC-Gruppe in Durban eingeschleust hatten. Die US-Regierung und die CIA betrachteten den African National Congress (ANC) als eine Bedrohung der Stabilität des befreundeten Südafrika. Damals hatte das Apartheid-Regime nicht nur ein militärisches Kooperationsabkommen mit Washington unterzeichnet, sondern die USA bezog auch einen grossen Teil des Uran für die Kernkraftwerke und Atomwaffen von dort.

Man muss sich das vorstellen, sogar noch im Jahr 1988 wurde Nelson Mandela gemeinsam mit anderen Vertretern des ANC von der US-amerikanischen Regierung unter Ronald Reagan für seinen Kampf gegen das Apartheid-Regime als Terrorist auf die Watch List gesetzt. Auch Margaret Thatcher nannte ihn einen "Terroristen" und den ANC eine "terroristische Organisation".

Die amerikanische, britische und auch israelische Regierungen unterstützten das rassistische Regime bis zuletzt und bezeichneten die welche dagegen sich einsetzten als Terroristen. Sie belieferten Pretoria mit Waffen und Öl, schützten den Alliierten vor Sanktionen und Israel half sogar beim Atomwaffenprogramm.

Im Jahre 1986 hat der ehemalige Vizepräsident Dick Cheney, damals war er Kongressabgeordnete, zusammen mit 179 anderen Parlamentariern GEGEN eine Vorlage gestimmt, welche den ANC als legitime Partei anerkannt hätte und die südafrikanische Regierung aufforderte, Nelson Mandela aus dem Gefängnis zu entlassen. Später im Jahr 2000 hat der Oberkriegsverbrecher Cheney sogar sein Abstimmungsverhalten als richtig bezeichnet.

Jetzt huldigen alle Nelson Mandela. Die Weltverbrecher und Massenmörder würdigen den Verstorbenen mit bewegenden Worten. "Ich bin einer von ungezählten Millionen, die durch Nelson Mandelas Leben inspiriert wurden", sagte Obama. "So lange ich lebe, werde ich alles tun, um von ihm zu lernen," und Obama fügte hinzu: "Er ist unsterblich." Bei diesen geheuchelten Worten wundert es mich, warum ihm die Decke im Oval Office nicht auf den Kopf fällt.

Denn, was ist mit Bradley Chelsea Manning, der die zu 35 Jahre Gefängnis verurteilt wurde. Für was? Dafür das er sie die Welt über die Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak informierte und mit der Veröffentlichung der Botschafter-Depeschen, wie intrigant und kriminell die US-Aussenpolitik ist. Für Obama ist Mandela ein Held, aber Manning, Assange und Snowden sind Staatsfeinde die verfolgt und weggesperrt gehören. Kotz!

insgesamt 16 Kommentare:

  1. Vielen Dank Freeman, für dein korrektes ehrliches Andenken an ihn.
    „Amerika hat keine Freunde, sondern nur Interessen!“ ehem. US-Außenminister Henry KissMyAssinger

    ...und so ist es. Das Großkapital kennt keine Empathie. Nur blanke Zahlen und Bilanzen. Es reGIERen keine netten Menschen, dass muss man doch einfach mal klar festhalten!
    Daher ist es nur rein logisch gewesen, dass Herr Mandela (r.i.p with good friend like JFK) auf den Todeswunschlisten stand!
    Rein logisch mathematisch ;-)

    Eine Schande diese Lobtuung und Heuchelei und Geschichtsvertuschung. Normalerweise und ehrenhafterweise müssten die USA/CIA sich heute gewaltig entschuldigen, Reparationszahlungen an Südafrika leisten und klare Verhältnisse schaffen. Aber wovon träume ich jetzt eigentlich???

    Übrigens haben doch auch die netten Israelis ihr Uran aus Südafrika damals clam erhalten oder irre ich da?
    Von daher, WIEDER ein Grund, warum Todeskandidat, da sonst Usraels Interessen gefährdet gewesen wären.

  1. freethinker sagt:

    Helden können in diesen Verbrecherregimen erst als solche bezeichnet werden, wenn sie tot sind, da sie das westliche Zweiklassensystem, d.h. 1 Prozent lebt von den 99 Prozent Sklaven, dann nicht mehr schwächen oder angreifen können. Erst dann dürfen die Bürger ihr streben nach höheren Werten durch diese Helden kosten, aber es ist auch stets dafür gesorgt, dass jeder Bürger weiß, was er zu erwarten hat, wenn er die Wahrheit über die mörderische Agenda der Elite aussprechen würde. Dieses Verhalten dient der Verschleierung der tatsächlichen Verhältnisse dieses elitären Systems, dass aus Täuschungen gegenüber den Völkern bzw. ihren Bürgern aufgebaut ist.

  1. Athos sagt:

    Ich kotze mit!
    So, wie mit Mandela zu seinen Lebzeiten umgegangen wurde, sind die ganzen Heucheleien der uns bestens bekannten Westler eine einzige Lüge.

    Gut, dass Du uns immer wieder daran erinnerst, Freeman, mit welchem Dreckpak wir es zu tun haben.

  1. Wenn man selber Terrorist ist, sind die anderen immer Terroristen, sie sind Konkurrenten die das Geschäft mit dem Blutvergießen stören, bzw. manchmal nur kurzfristig behindern. Gerichtet an Mandela, bleibt zu sagen, gute Reise in den Himmel und ein schönes ruhiges Leben dort. Obwohl ironisch könnte man auch meinen, das Politiker überall hinkommen, nur nicht in den Himmel oder die Hölle, und Nelson war ja auch nicht nur Friedensstifter, sondern auch ein Vollblutpolitiker, Ironie aus, Trauer ein!

  1. Karsten sagt:

    Hallo Bloggemeinde....

    ich hab heute mit meinem südafrikanische Bekannten gesprochen, mit dem ich viel Kontakt hab und wegen dem ich derzeit sogar in Afrika bin, allerdings nicht in der RSA.
    Der hat mir erzählt, das Mandela "möglicherweise" schon vor Monaten gestorben war. Ein 94jähriger, mit Life Support soll plötzlich nach 4 Wochen wieder heimgehen können? Nach dem Verlassen des Krankenhauses gibt es kein offizielles Foto mehr von ihm.
    Auch hat sein Volk, die Xhosas, sehr strenge Beerdigungsregeln. Die Zeremonie findet im engsten Familienkreis am Familiengrab, ohne den ganzen Rummel statt.
    Der kommt jetzt erst. Warum man dann den heutigen Tag ausgewählt hat, weiß ich leider nicht. Auch kann ich meine Info nicht so einfach verifizieren. Habs so weitergeben, wie es von meinem Bekannten kam, der RSA kennt.
    Aber macht vielleicht etwas Sinn?

  1. Ach schau an,Bush der jüngere hat Mandela von der Liste entfernt,ohne politische not!Die US-amerikanischen Präsidenten waren und sind nicht die mächtigsten Menschen der Welt,dahinter stehen "Personen" die immer da sind und immer dasein werden,egal wer gerade Präsident ist, das ist das gefährliche daran.Der US- Präsident kann mit Sicherheit nicht das umsetzen was er möchte, er ist an inoffiziellen Direktriven gebunden auch wenn es kaum einer glaubt.Dieses ist meine persönliche und unmassgebliche Meinung.

  1. Juergen sagt:

    Tatsache ist, Freeman, er war ein Terrorist. Heute wird uns gesagt er wurde eingesperrt weil er gegen Apartheid war, er wurde eingesperrt für seine Rolle in einen Terroristischen Anschlag mit 1 Toten und 8 Schwerverletzte. Dann hatte er Kontakte aufgenommen im großen Stil Waffen nach Süd Afrika zu schmuggeln, für seine Terroristische Organisation.

  1. Ella sagt:

    Wenn er eine Gefahr dargestellte haette , fuer die "Powers to be" , waere er nicht 95 Jahre alt geworden.

    Es gibt eben solche und solche ehemaligen Terroristen.

    Kommt auch immer darauf an auf welcher Seite die Terroristen stehen und ob sie der Elite nutzen.

    In US sind die BS Medien voll mit Mandela Berichten. Er wird ja fast heilig gesprochen und jeder ist nun sein Freund gewesen von Bush bis Clinton, mit ruehrseligen Stories.

    Es gibt halt unsere Terroristen und eure Terroristen, den einen verleiht man den Nobelprice, die anderen werden mit Drohnen gejagt.

    Interessant ist zu lesen, was seine zweite Frau Winnie Mandela so alles auf dem Kerbholz hat, von Korruption, fuer die sie zu Gefaengnis verurteilt wurde, bis Befehlen zu Folterungen, "Halskrausen", Autoraeder die angezuendet wurde, nachdem sie missliebigen Personen um den Hals gehaengt wurden, soll sie befohlen haben,erinnere ich mich in eihem Buch ueber sie
    vor einigen Jahren gelesen zu haben.

    Die Suedafrikanische Kommission fuer Wahrheit und Versoehnung, kam zu dem Schluss, dass Winnie Mandela persoenlich politisch und moralisch verantwortlich ist fuer zahllose schwere Verletzungen der Menschenrechte, fuer Morde Folterungen und Entfuehrungen and Angriffe auf Maenner Frauen und Kindern und sogar indirekt verantwortlich fuer sogar eine groessere Anzahl von Verbrechen dieser Art.




  1. Ella sagt:

    Nachtrag: Erstaunlich auch wie viele ehemalige Terroristen, sich zu Elder Statesman wandeln, braucht man ja nur nach Israhell zu schauen.

  1. yilmaz sagt:

    @ Ella sagt: 7. Dezember 2013 07:38
    Hi Ella, ich sehe das auch auch (wiedermal... :-)) so wie du, die Storys über N. Mandela und seine Ex-Frau Winni habe ich auch bereits gehört bzw. gelesen.
    Dafür das jetzt die ganzen Möchtegern-Politfuzzies ihn zum Himmel jubeln, + der ganze Medienrummel, ja das macht schon alles sehr sehr verdächtig... die echten Helden sterben fast immer schnell, geräuschlos und einsam...

  1. The Gooner sagt:

    Schade das so ein Ehrenvoller gestorben ist, er ist ein Absolutes Vorbild für alle Menschen auf dieser Welt, ich hoffe seine Seele ruht in Frieden, so einen wie ihn wird es lange nicht mehr geben, heute haben wir nur Heuchler Geldgeile Vollidioten die nur an sich denken.

  1. No Comment: http://www.youtube.com/watch?v=fcOXqFQw2hc

  1. Von der Sklaverei zur Zinswirtschaft

    "Du wurdest wie alle in die Sklaverei geboren, und lebst in einem Gefängnis, das du weder anfassen noch riechen kannst. Ein Gefängnis für deinen Verstand."

    Morpheus (Matrix)

    Es ergibt sich die nur auf den ersten Blick erstaunliche Tatsache, dass die Ausbeutung im Laufe der Jahrtausende ihrem Wesen nach gänzlich gleich geblieben ist. Es ist grundsätzlich dasselbe, ob in der Vergangenheit der Sklave als Arbeitsmotor infolge seiner persönlichen und daher wirtschaftlichen Unfreiheit unmittelbar für seinen Herrn fronen musste; oder ob im heutigen Privatkapitalismus der Arbeitende vorwiegend infolge des Geld- und Bodenmonopols – also infolge einer unfreien Wirtschaft – nur einen um den Zins verkürzten Arbeitsertrag erhält oder ob schließlich in dem von den Marxisten gepredigten Staatskapitalismus, der sich fälschlich als Sozialismus ausgibt, infolge der Monopolisierung nahezu der gesamten Wirtschaft durch den Staat der Grundsatz der wirtschaftlichen Unfreiheit zur höchsten Potenz erhoben, die Ausbeutung also auf die Spitze getrieben wird, wobei der Zwangsarbeiter zusehen muss, was – nach Befriedigung der Ansprüche der herrschenden Bürokratie und des riesenhaft aufgeblähten Staatsapparates, die begreiflicherweise den Vorrang genießen – zuletzt für ihn übrig bleibt. In allen drei Fällen ist das Ausbeutungsprinzip dasselbe geblieben, bedingt das Monopol die Einschränkung oder gar den Ausschluss der Konkurrenz und damit zugleich die Ausbeutung.

    Nur in der Technik der Ausbeutung besteht ein Unterschied.

    War es früher erforderlich, Sklaven, das heißt persönlich unfreie Menschen, zu halten, um sie auszubeuten, so bringt die Zinswirtschaft das Kunststück fertig, den Menschen sämtliche persönlichen und politischen Freiheiten zu gewähren und sie trotzdem auszubeuten. Obgleich Zinsnehmer und Zinszahler (angeblich) rechtlich einander gleichgestellt und ebenbürtig sind, vermag der eine sich die Früchte der Arbeit des anderen anzueignen. Diese legalisierte Ausbeutung beruht, wie gesagt, auf dem Vorhandensein von Monopolen. An die Stelle des Sklavenhalters ist im modernen Rechtsstaat der Zinsbezieher, an die Stelle des Sklaven der Zinszahler getreten. Die Ausbeutung erfolgt nicht mehr unmittelbar durch die Aneignung der Arbeit des Sklaven, sondern mittelbar durch das Monopol. Es ist begreiflich, dass die Sklaverei für die Ausbeuter uninteressant wurde, seitdem man die wirtschaftliche Unfreiheit der Auszubeutenden – diese einzige Voraussetzung einer jeden Ausbeutung – anstatt durch persönliche Freiheitsberaubung durch die Monopole zu erzielen vermochte:

    Marktgerechtigkeit

    Die erste vollständige Theorie zur Herstellung absoluter Marktgerechtigkeit wurde bereits im Jahr 1906 veröffentlicht – konnte aber vom "Normalbürger", der sich gedanklich eben nicht in der Realität, sondern noch immer im "Programm Genesis" befindet, bis heute nicht verstanden werden:

    Einführung in die Wahrheit

  1. Private sagt:

    Flotus is not amused. :D

    http://www.zerohedge.com/news/2013-12-10/tuesday-unhumor-selfies-funeral

  1. Ella sagt:

    HI Yilmaz,

    Ja wiedermal aehnliche Sichtweise :)

    Du kennst dass Buch ueber Winnie Mandela also auch.

    Die Familie Mandela soll uebrigens. auch in Waffengeschaefte verwickelt gewesen sein.

  1. Ella sagt:

    Mandela hat wohl in langer Sicht in anderen Laendern als Symbolfigur gegen unterdrueckerische, rassistische Regimes wohl mehr bewirkt als in seinem eignen Land.

    Seit er aus dem Gefaengnis entlassen wurde, sollen fast 300.000 Menschen aller Hautfarben in Sued Afrika ermordet worden sein. Das Land hat sich zum Umschlagplatz fuer Drogen entwickelt.