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Israel - schwarzes Blut ist nicht erwünscht

Freitag, 13. Dezember 2013 , von Freeman um 12:00

Es ist wieder interessant wie die zionistischen Medien das Wort "Apartheid" in ihrer Berichterstattung über die Traufeier des verstorbenen Nelson Mandela tunlichst vermieden haben. Sie haben Mandela nicht als Kämpfer gegen das Apartheidregime in Südafrika bezeichnet, sonder nur als Freiheitskämpfer. Warum? Obwohl zahlreiche westliche Staatsführer die Reise nach Südafrika wie selbstverständlich unternommen haben, Obama, Cameron, Hollande und auch Gauck waren dort, sind beide, Peres und Netanyahu nicht gekommen, um ihren Respekt zu zeigen. Warum?

Die Ausrede war, die Reisekosten und die Sicherheitsvorkehrungen hätten zu viel Geld gekostet, denn laut israelischen Geheimdienst ist Südafrika "pro-palästinensisch" und der Schin Beth wäre um die Sicherheit der beiden besorgt gewesen. Der amerikanische Secret Service hatte diese Sorge um den US-Präsidenten offenbar nicht. Nein, der Grund ist ganz einfach, wenn man selber ein Apartheid-Staat ist und gegen Rassen diskriminiert, dann kann man schlecht zum Begräbnis des Kämpfers gegen Apartheid und Rassentrennung anreisen. Die Heuchelei mit Krokodilstränen wäre wohl zu offensichtlich.


So begab sich nur eine kleine Delegation an Abgeordneten der Knesset nach Johannesburg. Darunter die erste weibliche äthiopische Abgeordnete Pnina Tamnu-Schata. Wieso sage ich "äthiopisch"? Weil sie dunkler Hautfarbe ist, in Äthiopien geboren wurde und im alter von 3 Jahren 1984 mit ihrem Vater und vier Geschwistern aus Äthiopien nach Israel kam. Die Juristin, Journalistin und Politikerin der Partei Jesch Atid wurde bei der Parlamentswahl 2013 als erste äthiopische Jüdin in die Knesset gewählt.

Ihr Grossvater ist Kais Schato, ein geistiger Anführer der äthiopischen Juden. Während ihres Jurastudiums wurde sie stellvertretende Vorsitzende der israelisch-äthiopischen Studentenvereinigung. Da es grosse Vorurteile und regelrechten Hass gegenüber den Juden aus Ostafrika gibt, setzt sich Tamnu-Schata dagegen ein. Die Bekämpfung der Diskriminierung durch Schulen und Behörden und die Hilfe bei der Lösung von Problemen mit dem für standesamtliche Fragen zuständigen Oberrabinat gehören zu ihren Arbeitsfeldern.


Israel präsentiert sich selber als Ort in dem Juden aus 140 Länder eine Heimat gefunden haben, ohne Diskriminierung. Dabei herrscht dort mehr Rassismus als in jedem anderen Land. Rassistische Angriffe auf die Palästinenser und Araber generell gab es schon immer und steigen ständig. Nationalistische Gruppen wollen Israel von den "nicht-jüdischen Elementen" säubern. Aber Rassimus wird mittlerweile in Israel akzeptiert, sogar gegen Juden anderer Hautfarbe.

Bereits kurz nach ihrer Wahl übernahm Tamnu-Schata den Vorsitz einer Kommission der Knesset zur Untersuchung von Vorwürfen, dass äthiopisch-israelische Frauen behördlicherseits ohne ihr Wissen bzw. ausreichende Information mit Dreimonatsspritzen und langfristigen Verhütungsmitteln behandelt worden seien. Es gibt den Verdacht, man will die "Vermehrung" der dunkelhäutigen Juden in Israel von Staatswegen verhindern. In den Augen vieler Israelis gibt es nur eine Sorte "echter" Juden, "weisse" die aus Europa eingewandert sind.

Die äthiopischen Frauen die sich als Opfer dieser Diskriminierung sehen sagen, ihnen wurde erzählt, die Impfungen mit Depo-Provera (Pfizer), wäre gegen ansteckende Krankheiten, dabei handelt es sich um ein Langzeitkontrazeptivum, was nur älteren Frauen mit abgeschlossener Familienplanung empfohlen wird. Es wurde den Frauen sogar bereits in den Camps in Äthiopien aufgezwungen, mit der Drohung, ohne dem können sie nicht nach Israel einreisen.

Tatsächlich hat eine Untersuchung der feministischen Frauengruppe Isha L’isha ergeben, obwohl Äthiopier nur 3% der israelischen Bevölkerung ausmachen, erhielten äthiopische Frauen 60% der staatlichen Geburtskontrolle. Diese "Behandlung" hat dazu geführt, dass die Population der äthiopischen Juden in Israel um 50% in den letzten Jahrzehnten zurückgegangen ist. Damit hat sich die israelische Regierung und das Gesundheitsministerium scharfe Kritik aus der ganzen Welt eingehandelt.

Nach ihrer Rückkehr aus Johannesburg als Repräsentantin Israels bei der Trauerfeier, wollte die Abgeordnete ihr Blut bei der Magen David Adom Station an der Knesset am Mittwoch spenden. Magen David Adom MDA (deutsch: Roter Schild Davids) ist eine Hilfsorganisation in Israel, welche im offiziellem staatlichen Auftrag für Krankentransport-, Notfallrettungs- und Blutspendedienste verantwortlich ist. Tamnu-Shata wurde aber abgewiesen, weil die Organisation grundsätzlich keine Blutspenden von Menschen akzeptiert, die in Äthiopien geboren wurden.

Tamnu-Shata als sie versuchte Blut zu spenden und abgewiesen wurde

"Heute habe ich einen weiteren Beweis dafür erhalten, Gleichberechtigung für Äthiopier in Israel ist ein netter Slogan, aber sie existiert nicht in der Realität," sagte Tamnu-Shata. "Ich habe meinen Beitrag durch meinen Militärdienst und als Abgeordnete geleistet, aber es gibt keine Gleichberechtigung als Blutspender." Mittlerweile ist herausgekommen, die Blutspenden von Äthiopier werden grundsätzlich entweder abgelehnt, oder wenn sie stattfinden, dann die Blutkonserven weggeschmissen.

Man versucht jetzt diesen Skandal mit allen Mitteln wegen dem aktuellen weltweiten Mandela-Apartheid-Bewusstsein zu vertuschen, oder als reines Gesundheitsproblem hinzustellen. Sicher hat es nichts mit Rassismus zu tun, wird jetzt vehement behauptet. Die MDA-Organisation erklärt, es gehe "nur" um die öffentliche Gesundheit und die Weigerung Blutspenden zu akzeptieren, trifft auf alle Menschen zu, die in Afrika geboren wurden oder dort gelebt haben. Es ginge um die Verhinderung der Verbreitung von AIDS.

Das ist im Fall von Tamnu-Shata eine lächerliche Ausrede, denn sie kam mit 3 Jahren nach Israel, lebt seit bald 30 Jahren im Land und ihr Blut wurde schon oft während ihres 2-jahrigen Militärdienst getestet. Aber diese Diskriminierung gegen Äthiopier und ihrer Blutspenden geht bis auf die erste äthiopische Alija 1984 zurück. Weil ihr Blut verschmäht oder heimlich entsorgt wurde, kam es bereits 1996 zur sogenannten Blut-Affäre, mit Protesten der äthiopischen Juden und eine Untersuchung durch den damaligen Präsident Yitzhak Navon. Gebracht hat es nichts und die Politik der Diskriminierung gilt bis heute.

1991 wurden alle 14'500 Immigranten aus Äthiopien einem Bluttest unterzogen. Keine andere ethnische Gruppe wurde jemals so ein Test für AIDS aufgezwungen. Die AIDS-Ausrede, um die Blutspenden von Äthiopiern und anderen Afrikanern zu verweigern, hat bis heute keine wissenschaftliche Begründung gefunden. Es gibt keinen Beweis, Menschen wie Tamnu-Shata sind mehr mit der Krankheit befallen als andere Gruppen von Einwanderern und deshalb eine Gefahr für die israelische Gesellschaft.

Geht es eher um eine geheime Politik der Stigmatisierung, Ausgrenzung und Diskriminierung der schwarzen Hautfarbe, um Israel "reinblütig" zu halten? Es werden die Palästinenser sowieso als Menschen zweiter Klasse behandelt, aber die Glaubensbrüder anderer Hautfarbe auch. Man stelle sich vor, in Europa würde man Einwanderer aus Afrika die sich hier integriert haben den Bluspendedienst generell verweigern. Was gebe es dann für ein Geschrei? Am meisten von den Gruppen die Israel gegen jede berechtigte Kritik verteidigen.

insgesamt 9 Kommentare:

  1. Ja, das Allzeit beliebte Thema mit dem Rassismus, Nationalismus, das mochten die Juden schon immer. Die deutsche Nazi-Elite mit jüdischen Wurzeln zu Hitlers(selbst ein zionistischer Halbbruder) besten Zeiten, haben es zwischen 1920 - 1945 auch jeden Tag wie ein Jojo das Thema mit dem Rassismus und Nazismus in Deutschland aufgezogen. Die meisten Deutschen sind damals sehr gut Gehirngewaschen gewesen und folgten dem Märchen vom Übermenschen und bla, bla, bla. Was bleibt zum Artikel zu sagen, einfach nur peinlich, dass solche Märchen auch noch von zu meist sehr gut ausgebildeten Ärzten verbreitet und somit geduldet werden. 99 Prozent aller menschlichen Wesen sind genetisch gleich, die letzten 1 Prozent, das ist das äußere Erscheinungsbild. Mathematiker würden jetzt sagen, die spinnen die Israelis. Alle Intellektuelle sollten deshalb als Strafe ihre akademischen Titeln freiwillig abgeben und an der Klagemauer beim einzigen Gott um Verzeihung bitten, anschließend nochmals die Prüfungen wiederholen und dann erst wieder menschenwürdig mit ihren Mitmenschen Umgang pflegen.

  1. Hallo FreeMAN, du hast die Antwort doch schon in dem Artikel selbst gegeben warum das Blut der Äthiopier nicht angenommen wird: Erst werden die Schwarzen "steril" geimpft - dann braucht doch keiner mehr Blut aus dem vergifteten Organismus, oder?

  1. Juergen sagt:

    Bis 1986 starke Sanktionen gegen Süd Afrika eingeführt wurden, waren Israel und Süd Afrika Verbündete. Unter anderen haben sie zusammen Waffen entwickelt.

  1. Lockez Balla sagt:

    Als ich das mit dem Blut der Frau gelesen habe kam mir der große Zorn ins Bewußtsein, denn wie kann man so dumm und menschenverachtend sein ?
    Die Zionisten sind sowas von abgrundtief seelisch bösartig und menschenfeindlich daß ich denke, das solche Kreaturen nur von Satan kommen kann, denn deren Gott ist ein Gott des Todes (Satan) und der wahre Gott ist ein Gott des Lebens!
    Leider trifft das auch auf unsere Politmarioneten zu.

  1. Schade, dass hier nicht mehr spontane Zustimmung angebracht wurde: Selten sieht man so wenig Reaktionen auf einen Post von M.P. Freeman.

    Und dabei wurde hier die Menschenverachtung und die Verachtung der Würde in Reinkultur beschrieben, dasjenige Prinzip, das dem Faschismus und der Unterdrückung zugrunde liegt, der totalitäre Zugriff eines Staates auf das Individuum wie er auch im totalitären Zugriff über die Ideologie stattfindet - schlichte staatliche Brutalität, gleichzusetzen mit Skulls&Bones, gleichzusetzen mit den geostrategischen Planspielen der Macht - einfach widerlich.

    Habt ihr das alle übersehen? Einfach mal wieder in den Alltag und ins Internet verflacht?

    Bedenkliche Grüsse

  1. Blume sagt:

    Eines muss man Netanjahu und Peres zugute halten: sie sind keine heuchler. Statt zur Beerdigung zu gehen und Krokodilstränen zu vergießen, bleiben sie lieber zu Hause.
    Da weiß man mit wem man es zu tun hat.

  1. ein rassistischer staat eben.... :-( aber jede schande hat ein ende....

  1. Ella sagt:

    Eine Bekannte, die aus Eritrea stammt erzaehlte mir einmal, dass, sie glauben von Koenig David und der sagenhaften Koenigin von Saba abzustammen.

    Sind dass also die wahren Semiten?

    Wenn interessiert der kann nach Jack Bernsteins Buch,
    "Das Leben eines amerikanischen Juden im rassistischen, marxistischen Israel" ixquicken.
    Das erklaert einiges.

    Jack Bernstein soll unter sehr doubiosen Umstaenden ums Leben gekommen sein

  1. Etwas macht mich stutzig. 2008 wollte ich in Deutschland Blut spenden, aber auf dem Ausfuellzettel wurde gefragt, ob ich je in Afrika gewesen sei - meine Antwort lautete ja. Man erklärte mir, dass jemand, der von dort kommt oder dort war, niemals zum Blutspenden zugelassen werden wuerde...z.B. wegen Malariagefahr, die nicht akut im Blut nachgewiesen werden kann. Trotz negativem Aidstest hatte ich keine Chance!