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Hat die Bank Julius Bär Probleme und deshalb der Selbstmord?

Freitag, 5. Dezember 2008 , von Freeman um 20:15

Der Chef der bekanntesten Schweizer Privatbank Julius Bär, hat sich in der Nacht auf Donnerstag im Alter von 52 Jahren das Leben genommen. Hat es mit der wirtschaftlichen Situation der Bank zu tun? Jedenfalls ist die Aktie am Freitag nach dieser Nachricht um fast 10 Prozent gefallen.

Der Banker soll sich in seiner Eigentumswohnung erhängt haben. Nach aussen wirkte er immer wie ein Gewinner: selbstsicher, souverän, erfolgreich. Was hat ihn zum Selbstmord getrieben?

Julius-Bär-Sprecher Jan Bielinski sagte: „Die Bank hat sich entschieden, die Umstände von Herrn Widmers Ableben nicht zu kommentieren. Das ist Privatsache der Familie.“ Das Motiv des Suizids ist unklar. Eine Quelle geht von wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Bank aus. Laut Bär-Sprecher Bielinski gibt es keinen Zusammenhang zwischen Alex Widmers Tod und Entwicklungen innerhalb der Bank.

Die Leitung der Bank Julius Bär wird Hans de Gier übernehmen, der im September 2008 als CEO der Julius Bär Gruppe zurücktrat, um sich auf seine Funktion als Verwaltungsratsvorsitzender der Bär Gruppe zu konzentrieren.

In Zürcher Bankenkreisen wird nach Widmers Ableben trotzdem über mögliche Probleme bei Julius Bär spekuliert. Die Aktie verlor massiv an Wert am Freitag.

Alex Widmer hat Julius Bär auf einen aggressiven Expansionskurs geführt. In Singapur baute die Bank unter seiner Führung ein Zentrum mit über 200 Mitarbeitern auf. Neue Niederlassungen wurden in Kairo, Istanbul, Mailand, Moskau, Verbier und Hongkong eröffnet.

Am Donnerstag hat die Bank sogar eine neue Niederlassung im Engadiner Nobelort St. Moritz eingeweiht.

Unter Widmers Leitung verpflichtete Julius Bär Dutzende von neuen Kundenberatern. Der massive Ausbau der Vermögensverwaltung erhöhte die Kosten. Widmer stand im Ruf, Manager anderer Banken mit hohen Boni angelockt zu haben.

Alex Widmer stiess vor drei Jahren von der Grossbank Credit Suisse zur Julius Bär.

Widmers Frau starb im März 2006 an Krebs. Er hinterlässt drei minderjährige Kinder.

In seinem letzten Interview, erst vom vergangenen Dienstag, sagte Widmer, die Bank bereite sich auf eine schwierigere und komplexere Zukunft vor. Generell seinen 2008 erhebliche Teile der Kundenvermögen durch die Finanzkrise zerstört worden. Die Konkurrenz habe sich verschärft, das bisherige Geschäftsmodell von Julius Bär stosse daher an Grenzen.

Der Präsident der Zürcher Privatbank, Raymond Bär, hat seinen Mitarbeitern unter anderem folgendes geschrieben: "Ich kann jedoch versichern, dass es keine Beziehung zwischen dieser persönlichen Tragödie und der weiterhin befriedigenden Geschäftsentwicklung von Julius Bär gibt."

Wenn sich ein Banker in diesen Zeiten das Leben nimmt, stellt sich die Frage: Hat ihn die Finanzkrise in den Tod getrieben? Sah er keinen anderen Ausweg mehr?

insgesamt 17 Kommentare:

  1. Anonym sagt:

    Heißt der Mann tatsächlich
    Hans de >>>Gier<<< !!!???!!!

    Der Mann ist tatsächlich der GEBORENE Banker...no doubt

  1. King Balance sagt:

    Unter Bankiers galt der Mann als einer der besten, wenn nicht als «der beste» Private Banker der Schweiz. A. Widmer hinterlässt drei Kinder. Für einen Suizid (Freitod, Selbstmord) gibt es keinen guten Zeitpunkt, der Verlust von Geld, Macht, Prestige rechtfertigt einen solchen Schritt auch nicht. Seinen Hinterbliebenen mein aufrichtiges Beileid. Möge Alex Widmer in Frieden ruhen.

    Habe irgendwie das Gefühl das wir bald noch viel mehr solcher Nachrichten lesen werden!!!

  1. Anonym sagt:

    Hab gehört, dass er den Tod seiner Frau nicht überwunden hat. Ich denke nicht, dass man alles jetzt in Zusammenhang mit der Bankenkrise stellen muss.
    Und grad in diesem Fall find ich es schon ein bisschen pietätslos solche Spekulationen anzustellen. Widmer hat nicht wie Ospelt Kohle in den Sand gesetzt. Dass der Kurs fällt wenn des Alphatier nicht mehr da ist, das ist wohl klar, das hat man schon bei anderen Firmen erlebt.

  1. Anonym sagt:

    @ king balance
    was rechtfertigt denn so einen schritt?

  1. Krokodilsträne sagt:

    @ King Balance
    Erkläre mir bitte den Unterschied zwischen einem guten Banker und einem schlechten Banker.

    Prestige rechtfertigt den Freitod nicht?

    Da habe ich aber mit meinem Gewissen zu kämpfen um nicht vor Schadenfreude zu Tanzen.
    Auch nicht der Massensuizid von allen Bankern würde mich sehr belasten.

    Aber ich kämpfe mit meinen Gefühlen, jeden Tag.

  1. Anonym sagt:

    ich finds echt krass dass alle banker in den selben topf geworfen werden. es gibt wie in allen berufsgattungen gute und schlechte und solche die nie auffallen. widmer war nicht nur gut, er war echt genial.

    und diejenigen, die jedesmal sich freuen wenn ne neue nachricht kommt über ne bank die untergeht usw, es sogar noch spannend finden: ihr seid entweder nicht betroffen, müsst nie damit rechnen arbeitslos zu werden oder sitzt auf einem geldsack. weil wenn ne bank untergeht geht ihr mit und zig kmu. und als die banken (z.b. in zürich) einen gro(OOO)ssen beitrag zu den steuern zahlten, hat man von euch nix gehört.
    aber jetzt das grosse gebrülle. alle leute die auf einer bank arbeiten werden pauschal niedergemacht. sorry, aber das ist zum kotzen.

  1. Anonym sagt:

    Selbstmord ist MORD !!!!!
    Es gibt keinen Grund dafür!!
    Schließlich hat er sich sein Leben hier so ausgesucht - au weia - jetzt wird er im Jenseits echte Probleme haben. Schicken wir ihm deswegen viel LICHT !!!

  1. Anonym sagt:

    Tja, einer weniger; JUMP YOU FUCKERS!

  1. Anonym sagt:

    Wow, super Aktion mit der Kreide !
    Muss ich auch machen !

    http://walkingonathinline.blog.ch/2008/12/02/die-wahrheit-wird-dich-befreien-aktion-30112008/

    Soll die Elite Kreide fressen !

  1. Anonym sagt:

    7. Dezember 2008 02:36

    Stimme zu, zumal das Bankenwesen der Schweiz etwas anderes ist, als das der USA, aber das verstehen die nie hier. Lieber Hexenjagt auf Illuminaten vom Planet IXE spielen und am Ende ganz schön blöd aus der Wäsche gucken.

  1. Anonym sagt:

    hei, tolle idee mit der kreide!

    ich hab ein buch geschrieben mit dem titel: "Die weiße Fahne", darin mache ich den vorschlag, wer weiß was läuft solle die weiße fahne ans fenster hängen, fragen wird es dann genug geben. (leider ist es noch nicht erhältlich, weil ich in den letzten wochen zu viel ändern musste. das gebe ich jetzt auf, denn wir müssen ja fast täglich ändern.

    und ich habe an kerzen in den fenstern gedacht, leider wird das erst nach weihnachten funktionieren.

    ...auf ntv ist ein artikel, das die chinesen nicht in öl und rohstoffe in den us investieren dürfen, aber sie dürfen in banken.......

    und steinbrück hat ja nun auch endlich seinen preis bekommen!

    marco

  1. Anonym sagt:

    Es ist Tag der offenen Tür
    die NWO darf kommen :-(

    Seit 1985 sind rund 5000 Schweizer Brücken entschärft worden», so Brunner. Dazu gehören fast alle grossen Überführungen über Flüsse sowie Autobahn- und SBB-Brücken. Finanziert werden die Arbeiten vom VBS.

    Danke ! Danke ! Danke !

    http://www.20min.ch/news/stgallen/story/15701344

  1. Anonym sagt:

    Für Banken zu arbeiten ist genauso
    verwerflich wie für die Rüstungsindustrie
    zu arbeiten. Die Resultate sind die selben. Hunger, Tod, Mord, Zerstörung von
    Ressourcen. Denkt mal drüber nach was ihr den ganzen Tag tut ! Jedenfalls nichts was
    die Menschheit weiterbringt.
    Ihr gebt Kredit ? Ach so ? wirklich ?
    Wieso hat dann niemand Geld ?
    Wenn ihr also jemandem 100 gebt,
    um ihm dann wieder 105 zu nehmen, wozu
    soll das gut sein ?

    Hapt ihr nicht gemerkt dass die Banken
    eine grundlegende Ursache allen Übels
    sind ?
    Wenn ihr also die Banken rettet, so
    rettet ihr eure Sklaventreiber.

    Ja ich weiss, die meisten im Land werden
    es nie merken wie sie betrogen werden.
    Aber für die anderen ist es nützlich die
    Wahrheit zu sagen.

  1. Anonym sagt:

    Hmm...wollten ihn die Freimaurer nicht mehr?

  1. Anonym sagt:

    Ja, CEO Hans de Gier
    ist ein Bilderberger
    (Portugal 1999)
    Das war wohl Zweck der Übung.

  1. Anonym sagt:

    Gibt es Zufälle ?
    Eher nicht.

    http://www.20min.ch/news/schweiz/story/31431882

  1. dude sagt:

    Es ist nicht auszuschliessen, dass der Mann gewisse Dinge ändern wollte, die gewissen Hintertanen klar gegen den Strich bzw. die Pläne gegangen sind...
    Einen Selbstmord zu inszenieren ist in gewissen Kreisen kein wirkliches Problem...
    ...wenn man doch nur etwas über die internen Geschäfte von JBB wüsste, sowie über die letzten Sitzungen und der Themen,... Vorzugsweise gleich die ganzen Protokolle ;)

    nm...

    Liebe und Licht