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Gates – wir können uns Libyen nicht leisten

Freitag, 1. April 2011 , von Freeman um 16:00

Die USA sollten eine nähere Verbindung zu den libyschen Oppositionskräften vermeiden, sagte der US-Verteidigungsminister am Donnerstag. Ausserdem erzählte er dem Kongress, andere Länder müssten jetzt die Verantwortung für die Luftangriffe und die Ausbildung und Ausrüstung der Rebellen übernehmen. Er sei gegen eine Bewaffnung der Opposition, denn sie wüssten gar nicht genau wer diese sind. Ausserdem, wegen der Budgetkrise könnte sich das Pentagon die Kosten für den Libyen-Einsatz gar nicht leisten.

Verteidigungsminister Robert Gates und Stabschef Admiral Mike Mullen sagten gemeinsam, es wäre der Punkt gekommen, wo die NATO die Last des Konflikts tragen müsste, nach dem die Kontrolle über die Militäroperation am Donnerstag der NATO übertragen wurde.

Die Frage lautet, was für eine Art von Hilfe man der Opposition geben sollte, Waffen oder nicht tödliche Sachen,“ erzählte Gates den Senatoren. „Alle Mitglieder der Koalition denken darüber nach, aber unsere Regierung hat keine Entscheidung bisher getroffen.

Gates und Mullen sagten, wenn die Rebellen Waffen und Ausbildung bekommen, dann muss es von anderen Ländern stammen und sie betonten, die USA hat immer noch keine verlässliche Information, wer die Oppositionskräfte überhaupt sind.

Viele der Parlamentarier sind verärgert, weil die Regierung den Kongress zu wenig im Vorfeld des Angriffs auf Libyen informiert hätte. Einige beschwerten sich, die Mission wäre zu teuer und nicht genau definiert. Sie sind anderseits aber auch unglücklich darüber, das Pentagon will keine Luftangriffe mehr durchführen und überlasse diese den Franzosen, Briten und Kanadiern.

Mullen sagte, ab dem 2. April werden die US-Flugzeuge nur noch bei einer besonderen Anfrage durch die NATO sich an den Luftangriffen beteiligen.

Das Weisse Hause sagte in der Zwischenzeit, die Bewaffnung der Rebellen wird noch überlegt. Pressesprecher Jay Carney sagte, er sehe „keinen Widerspruch“ zwischen dem und was Gates ausgedrückt hat. Er fügte hinzu, „was der Präsident meint ist, er hätte weder ja oder nein dazu gesagt.

Keiner der obersten Berater von Obama hat sich bisher öffentlich zu einer Ausweitung der US-Rolle in der Hilfe für die Rebellen ausgesprochen. Im Capitol Hill gibt es eine hitzige Debatte zwischen dem Ziel, Gaddafi zu entfernen, aber ohne die USA in einen kostspieligen Krieg hineinzuziehen, den viele Amerikaner nicht verstehen und nicht unterstützen.

Ich bin damit beschäftigt, eine Ausweitung und eine endlose, gross angelegte amerikanische Verpflichtung in dieser Sache zu vermeiden,“ sagte Gates. „Wir sind in einer ernsthaften Budgetkrise.

Die beiden obersten Militärs stellten dem Kongress gegenüber auch klar, es wird keine amerikanischen Bodentruppen in Libyen geben. Sie kommentierten aber nicht Berichte, die CIA hätte ein kleines Team vor Ort, welches mit den Rebellen zusammenarbeitet.

Sie erzählten dem Kongress, die Rebellen sind eine grösstenteils unbekannte Gruppe, aber er verteidigte die US-Intervention mit den Worten, die Opposition wäre eine bessere Alternative als Gaddafi, obwohl seine Entfernung nicht funktionieren könnte.

Wir könnten in die Situation kommen, das militärische Ziel zu erreichen, aber nicht das politische Ziel,” des Regimewechsels, sagte Gates. Es könnte zu einer längeren Pattsituation kommen. Gates glaubt, politischer und wirtschaftlicher Druck würden langfristig Gaddafi entfernen. Die militärischen Aktionen könnten ihn nur zügiger zu einer Entscheidung zwingen, in dem man seine Verteidigungsfähigkeiten schwächt.

Was wir hier wieder sehen, habe ich bereits bei vorherigen Aussagen von Gates bemerkt. Die USA kann sich einen weiteren Krieg nicht mehr leisten und muss gezwungener Massen sich zurückhalten. Die bisherigen Kosten beliefen sich bereits auf 700 Millionen Dollar und jeder weitere Kriegstag würde mindestens 50 Millionen dazuaddieren.

Wenn aber die USA völlig pleite sind, von jedem Dollar den sie ausgeben sich 40 Cents borgen müssen und sogar vor einer Zahlungsunfähigkeit stehen, dann muss Gates die Notbremse ziehen. Ein Kriegs- und Verteidigungsbudget von 1,2 Billionen pro Jahr ist nicht finanzierbar und auch nicht mehr gegenüber der Bevölkerung zu vertreten.

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Irgendwie passend dazu die neueste Nachricht: Ein US-Kampfjet des Types A10 Warzenschwein ist über der Vulkaneifel bei Laufeld abgestürzt. Das Dorf entging nur knapp einer Katastrophe. Der Bürgermeister von Laufeld, Karl-Josef Junk, bestätigte, dass die Maschine etwa 300 Meter vor dem Dorf aufprallte.

Na ja, dann haben wir ja Glück, dass die Maschine nicht auf ein Atomkraftwerk gefallen ist.

insgesamt 20 Kommentare:

  1. xabar sagt:

    Was sie in der Öffentlichkeit sagen und was sie tun, sind zwei ganz verschiedene Paar Schuhe.

    Ich las heute im Londoner Guardian, der jeden Tag auf mehreren Innenseiten sehr sachlich über Libyen berichtet, dass der CIA schon vor der Einrichtung der sog. Flugverbotszone in Libyen vor Ort war und Kontakt zu Kreisen der Opposition hatte. Man ist also genauestens über die Opposition und ihre Zusammensetzung informiert gewesen. Gates kann mir nichts erzählen.

    Was allerdings stimmt, ist, dass diese Opposition sehr heterogen zusammengesetzt ist und dass es dort nicht nur alte Monarchisten und ehemalige Gaddafi-Abtrünnige gibt (zu denen sich jetzt der ehemalige Außenminister und Geheimdienstchef Moussa Koussa hinzugesellt hat), sondern auch echte Revolutionäre, die durch die tunesische und ägyptische Revolution inspiriert und islamisch ausgerichtet sind. Man braucht sich nur die Freitagsgebete in Benghazi (so auch heute) anzusehen: Es sind Massen! Zehntausende!

    Deshalb das chronische Magendrücken eines Robert Gates, ein alter erfahrener CIA-Boss, der viel mehr weiß als was er in der Öffentlichkeit von sich gibt.

    Dass dieser Krieg die USA weiter ruinieren könnte? Wieso? Der Dollar lebt von der Kriegsökonomie. Ohne die Kriege wäre er längst den Bach runter gegangen, was dann allerdings zur Folge hätte, dass Kriege nicht mehr zu finanzieren sind. So aber überlebt der Dollar und spielt weiter seine Rolle als Reservewährung.

    Also wo ist Gates Problem? Die realistischer denkenden Kreise aus dem Pentagon und der CIA (im Unterschied zu den Zioncons um Hillary Clinton) wissen, dass sich die USA mit einem weiteren Krieg in einem arabischen Land selbst ins Bein schießen, dass sie damit nur umso mehr gehasst werden. Also will man es verdeckter machen. Und Gates weiß, dass man langfristig die 'hearts & minds' der arabischen Massen gewinnen muss, so wie sie es nach 1945 in Deutschland geschafft haben, die Sympathien der kriegsmüden Deutschen zu gewinnen, wo man ihnen den 'Befreier' abgenommen hat. Da möchte man wieder hin: Unter den arabischen Massen als guter Uncle Sam agieren, um die Investitionen in den arabischen Ländern vor Revolutionen abzuschirmen und um Israel weiter beschützen zu können.

  1. Otto Breiter sagt:

    jetzt auch noch Atommüll Munition in der Eifel oder? (Uranmunition):-))

  1. Von Spangdahlem US-Base aus flogen zuletzt die Staelth-Tarnkappenbomber nach Libyen.
    Dort sind auch thunderbolts(Nickname:Warzenschwein) stationiert.Ganz bestimmt nicht zum Trüffel suchen..
    http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Fliegerhorste_in_Deutschland

    In Büchel(RP) sind die Atombomben(unter der Aufsicht der Amerikaner natürlich) stationiert...

  1. So langsam sieht mir das ganze nach Zusammenarbeit von den westlichen Kräften und Gaddafi aus. Ich meine, vielleicht wollen sie nachträglich verhindern, dass Gaddafi gestürzt wird, ohne aber sagen zu müssen, wir haben dagegen nichts unternommen. Alle gingen gemeinsam auf Gaddafi los, jetzt steigt die USA laut Gates aus und wenn die EU-Staaten und die NATO auch aussteigen, dann ist der Fall ziemlich klar. Bis dahin bleibt das mit der Zusammenarbeit aber nur eine Vermutung.

    Man sollte allem gegenüber offen sein, vielleicht stimmt es ja. Mittlerweile tut Gaddafi vielleicht so, als verstünde er die Welt nicht mehr, seine westlichen Freunde hätten ihn verraten, usw usf.

    Genial wäre das schon, aber wirklich ein Höhepunkt der Massentäuschung.

  1. Freenet sagt:

    "Der Westen" am Ende oder er baut sich sein Ende.

    Paradigmenwechseln in der Strategie: Mit dem Kriegstheater fallen die USA von einem moralischen Tiefpunkt zum nächsten und man hört, dass das Volk im eigenen Land langsam da nicht mehr mitspielt. An den Rändern des Reiches baut sich ebenfalls zunehmend der Aufstand gegen "das System" auf. Kann man dauerhaft gegen ein Volk regieren wenn es immer mehr die wahren Geschichten hinter den Kulissen kapiert, hinter die Maske namens "glorreiche Demokratie und Marktwirtschaft" schaut?

    Was wenn das nächste Stuttgart 21 kommt? Könnte es wie in der Sowjetunion dann das Anfang vom Ende für den gesamten Westblock sein?

    "Die USA kann sich einen weiteren Krieg nicht mehr leisten." Finanziell bankrott war man sowieso, aber der moralische Bankrott war sein eigentliches Ende.

  1. m. sagt:

    Video über die welche in Libyen an die Macht wollen.
    Sie schnallen die von ihnen Ermordeten wie bei einer Jagdsafari auf die Motorhauben ihrer Pickusps.
    Sie trampeln auf den Toten herum.
    Sie schlagen mit Macheten auf von ihnen Erhängte ein.
    Traurig. Und Sarkozy, Obama und Co. fest an deren Seite. Oh Mann...

    http://www.youtube.com/watch?v=rM_idbU2UQg&feature=player_embedded&skipcontrinter=1

  1. Tom sagt:

    Teil 1

    Ich sag's ja nicht gerne, aber dieser Gates sieht irgendwie nett aus, und seine Worte klingen fast schon vernünftig. Im Kontext zu dem, was man sonst so von den Amerikanern gewohnt ist, finde ich das fast schon ein wenig unheimlich. In Anbetracht der pathologischen Abneigung von Politikern gegenüber der Wahrheit halte ich seine Begründung aber für unglaubwürdig.

    Die Amerikaner sollen ja militärisch gesehen zu zwei grösseren Kriegen gleichzeitig in der Lage sein. Wenn man sich die enormen Geldmengen, die für die Bailouts ausgegeben worden sind anschaut, so finde ich die Argumentation bezüglich der Finanzierbarkeit etwas unglaubwürdig. Vermutlich steckt etwas viel Schlimmeres dahinter, das er so kaschieren will. Wenn schon ein Politiker eine so demütigende Aussage macht, dann kann das nicht der wahre Grund sein.

    Vermutlich ist der wahre Grund eher schon die Kriegsmüdigkeit der US-Soldaten oder die Angst vor einem Dritten Weltkrieg. Gates macht sich also Sorgen um die Steuerzahler - wie putzig aber auch. Seit wann interessieren sich Politiker denn für die Steuerzahler? Das wäre aber sehr ungewöhnlich.

    Vermutlich läuft die Sache für die Amis im Irak und in Afghanistan viel schlechter, als die moralisch verkommenen Medienhuren uns dies glauben machen wollen - jedenfalls scheint dieser Gates keine Lust nach Krieg mehr zu haben. Für einen amerikanischen Aussenminister ist dies in der Tat sehr ungewöhnlich. Oder vielleicht hat Gates ja sogar ein Gewissen - eine ganz schlechte Voraussetzung für einen Politiker. Je gewissenloser die Politik wird, desto mehr wenden sich gewissenhafte Menschen von ihr ab.

  1. Tom sagt:

    Teil 2

    Dieser völkerrechtswidrige Angriffskrieg gegen Libyen bringt sehr gut die Stossrichtung der NWO-Rothschild-UNO zum Ausdruck, die ja sukzessive die Souveränität der Nationalstaaten unterminieren soll, und so die Macht an sich reissen will. Man stelle sich das Szenario für Deutschland vor: Die Wutbürger begehren gegen die Freimaurer-Oligarchie-Marionette IM-Merkel auf, und die ruft dann die UNO zu Hilfe, die mit Hilfe der NATO die deutschen Rebellen bombardieren lässt. Ja, die internationale Finanzmafia ist immer solidarisch untereinander, wenn es darum geht die Völker dieser Erde zu unterjochen.

    Zugegeben, diese UNO-Theorie klingt etwas absurd, aber so Manches, das heute Realität ist, hätte man vor einigen Jahren noch als absurd abgetan. Wir leben zunehmend in einer absurden Welt, und da kann man absurde Vorstellungen geradezu als prophetisch kategorisieren. Die Bailouts sind absurd, die Rettungsschirme sind absurd, der Irakkrieg ist absurd, der Euro ist absurd und so weiter - wir leben tatsächlich in einer absurden Welt.

    Wenn es so weiter geht, so wird die US-Oligarche wohl bald den Schiessbefehl gegen Amerikaner, die gegen die FED rebellieren erteilen - ob die UNO dann auch einen militärischen Einsatz gegen das geistesgestörte US-Regime gutheissen wird, so wie gegen den egomanischen Narzissten Ghadaffi?

    Man wird es ja sehen. Schweinehunde dieser Erde fürchtet Gott, denn Gott ist gerecht. Leider sind diese dämonischen Humanoiden zu dämlich, um an Gottes Macht zu glauben. Der irdischen Gerechtigkeit mögen diese Bastarde entkommen, der Himmlischen jedoch niemals. Hassgefühle habt ihr nur, wenn ihr Gottes Gerechtigkeit nicht vertraut.

    So long.

  1. neograf sagt:

    Hehe. Ich finde den letzten Satz des Artikels am besten ;-p

  1. El. sagt:

    Auftrag der Söldner

    "wegen der Budgetkrise könnte sich das Pentagon die Kosten für den Libyen-Einsatz gar nicht leisten"

    Die US-Söldner müssen offensichtlich ihre Marschrichtung mit ihren ausländischen Investoren absprechen und wenn sie sagen "Niet", oder wie das auf chinesisch wäre, dann es geht nichts mehr. Die Hauptaufgabe der US/EU-Söldner ist jetzt die Erschliessung der Ressourcen in Afghanistan für die Expansion abzusichern.

    "Mullen sagte, ab dem 2. April werden die US-Flugzeuge nur noch bei einer besonderen Anfrage durch die NATO sich an den Luftangriffen beteiligen.", d.h. Morden nur als bestellte Dienstleistung.

    Die USA haben sich durch ihre Entindustrialisierung zum Dienstleister im Bereich der militärischen Dienste (Söldner) profiliert, das beweist ihr Budget deutlich. „Wir sind in einer ernsthaften Budgetkrise.“

    "die CIA hätte ein kleines Team vor Ort, welches mit den Rebellen zusammenarbeitet."

    natürlich nicht nur CIA, aber auch andere Mächte.

    "Sie erzählten dem Kongress, die Rebellen sind eine grösstenteils unbekannte Gruppe, aber er verteidigte die US-Intervention mit den Worten, die Opposition wäre eine bessere Alternative als Gaddafi, obwohl seine Entfernung nicht funktionieren könnte"

    ziemlich ratlos das alles, aber typisch für eine vom Zerfall gekennzeichnete Macht: “Wir könnten in die Situation kommen, das militärische Ziel zu erreichen, aber nicht das politische Ziel,”.

    Zitat: "Das Wesen der Strategie besteht in dem Wissen, wann und wie man seine Kräfte effektiv einsetzt." siehe z.B. die Quelle.

    Signed El.

  1. Christian sagt:

    Die Amerikaner tun mir echt leid. Wo es doch ein amerikansiches Grundbedürfnis ist, Krieg zu führen. Und nicht mal dafür reicht noch das Geld. Bitte US-Spendenkonto verlinken...

  1. xabar sagt:

    @Tom

    Ganz so absurd ist unsere Welt nicht. Es kommt darauf, welcher gesellschaftlichen Klasse du angehörst. Vom Standpunkt der internationalen Finanzmafia sind Bail-outs, Irak-Kriege und 'Friedensmissionen' keineswegs absurd, sondern sehr vernünftig. Das Grundgesetz des Kapitalismus, in dem fast alle Länder leben, ist die Erzielung von Maximalprofit. Und dieser Superprofit lässt sich vernünftigerweise gerade mit den von dir als 'absurd' bezeichneten Maßnahmen verwirklichen.

    Von unseren Standpunkt, dem eines einfachen Bürgers, der in einer Mietwohnung haust, ist das natürlich völlig absurd, da wir kein Interesse an der Erzielung von Maximalprofit haben, sondern daran, einen sicheren Arbeitsplatz, eine gute Altersversorgung, eine gute Ausbildung ... zu genießen und daran, friedlich mit unseren Mitmenschen, einschließlich der anderer Religionen, zusammenzuleben.

    Allerdings finde ich, dass die Anhänger des Religiösen wie du auch, bedenken sollten, dass es auch Atheisten gibt. Ich zähle mich dazu, die auch respektiert werden wollen.

  1. Ja Herr Gates ,Sie können sich aber nicht aus der Verantwortung stehlen!
    Sarkozy, Cameron Hillary Clinton und Obama gehören vor ein internationales Gericht!Zeigt Ihnen eure Schuhe..!
    Es wird die Zeit kommen wo Ihr Euch für den Einsatz von Deplated Uranium und anderes verantworten müsst.

  1. Michi sagt:

    Dieses ewig dumme Geschwätz von wegen Grundgesetz des Kapitalismus und Maximalprofit erzielen... Ich kann es langsam nicht mehr hören!
    Wie kann man denn nur so ignorant und naiv sein, zu glauben, dass die bewusste gezielte Ausrottung von ethnisch-religiösen Völkern, die Vernichtung von Kulturen, Sprachen und Zivilisationen, mit der puren Erklärung des "Maximalprofites" abtun?
    Wie kann man die Versklavung Millioner Afrikaner als Maximalprofit erklären?
    Wie kann man die global agierende mediale und historisch festgelegte Gehirnwäsche der Menschen erklären?
    Wie kann man die komplette Auslöschung menschlicher Gewissen erklären, Menschen die jeden Tag lügen, täuschen, uns in einer Traumwelt dösen lassen, chemische Waffen benutzen, um die Weltbevölkerung zu dezimieren, Krankheiten erfinden, um die dritte Welt Länder für immer zu fi****.
    Kann man solche Taten, die mit normalen Adjektiven wie böse, gemein, hinterhältig, skrupellos garnicht heftig genug beschrieben werden, mit der bloßen Begründung des "Kapitalismus" und seiner Erzielung des "Maximalprofits" erklären???
    also ich kann es beim besten Willen schon lange nicht mehr...

  1. m. sagt:

    Congressman Dennis Kucinich zum Krieg in Libya.
    Mal ab Min. 2 reinhören. War das alles schon länger geplant von F und UK?
    Kucinich hat sich bei dem November Date in der Jahreszahl vertan.Tut aber nix zur Sache.

    http://www.youtube.com/user/DJKucinich#p/u/2/ae-p5822Yew

    PS: der Teil danach ist auch hörenswert

  1. Kemal sagt:

    Hallo Freeman,
    Ich denke,wir alle wissen,das die Amerikaner lugen.
    Es sieht so aus als ob die Europäer den Krieg angefangen hatten. Aber in Wirklichkeit waren es wie immer die Amerikaner.Es soll lediglich für die Öffentlichkeit so aussehen, das Frankreich und England die treibende Kraft dahinter waren.Sie sind ja besorgt um ihr Ansehen in der arabischen Welt.Daher Frankreich und England. Was sagte Gates vor dem Liyben Krieg: Jeder der einen weiteren Krieg wolle...sei Geisteskrank oder so ähnlich. Und nun? Alles leere Phrasen. Was man offiziell sagt muss auch nicht inoffiziell sein. Das ist Politik.

    hier noch etwas interessantes:


    Gaddafi VS. Global Corporations - the real war!
    interessantes Interview auf RT gesehen eben:

    Libyen hatte in Wahrheit mit Lockerbie gar nichts zu tun (war wohl eher CIA/Mossad), hat aber mitgespielt. Letzen Sommer/Herbst hat Gaddafi aber nun versucht die ganzen Verluste und Schäden der Sanktionen gegen Libyen wieder über die ausländischen Ölfirmen (durch fairere Deals) wieder hereinzubekommen für das Land.

    Die US haben nicht mitgespielt, Chevron Oil ist im Herbst aus Libyen raus.

    Die CIA hat somit die Unruhegebiete in Libyens Osten unterstützt und praktisch zum bewaffneten Aufstand ermutigt, da die Globalisierer es nicht so gern sehen, wenn ein patriotischer Anführer wie Gaddafi ihnen in die Suppe spuckt.

    Hier das Interview (auf Englisch, RT):
    http://www.youtube.com/watch?v=0fUxVgxj
    antworten

  1. burro sagt:

    hallo leute, ich versuchs mal wieder bei euch, da ich aufgrund nichtveröffentlichung meiner kommentare beleidigt war und es für eine zeit liess mit den kommentaren.
    wie immer geht es bei einen krieg nicht nur eins sondern um mehreres. bei libyen geht's ums öl, um wasser und um die zentralbank. allgemein geht es also um eine nation, welche sich auf den energetischen-, wasser- und finanzsektor eine gewisse unabhängigkeit erarbeitet hat. der finanzsektor ist hierbei in der ganzen region interessant in bezug auf das islamische banksystem, welches erfolgreich gewachsen (kein horten, kein geld das geld schafft, usw) ist und sich der kontrolle des elitefinanzsystems entzieht und diesen konkurrenziert. so bestätigt sich meine anfängliche meinung, dass diese aufstände orchestriert waren. sie haben die menschen in diesen länder genause wie uns zuschauer verarscht. sie spielen mit unser aller gerechtigkeitsempfinden. in den ländern der aufstände werden entsprechende gruppierungen aktiviert (canvas, al-ciada). diese machen auf die ungerechtigkeit des systems (alle haben es) aufmerksam und organisieren den aufstand. wir werden mit den aufstand von bevölkerungen konfrontiert, welche unser rechtsempfinden klar für die aufständischen aktiviert. böse und gute, das alte spiel. man holt sich schnell noch die uno-sicherheitsrat-erlaubnis, welche klar die eigene uno-charta widerspricht und legt los (schlimmsten fall mit uran-munition). in der usa holt sich obama nicht einmal die einwilligung des kongress. was die nato dort zu suchen hat ist mir schleierhaft, zeugt aber dessen, dass die nato wahrscheinlich die neue globale polizei darstellen soll. diplomatische lösungen seitens der afrikanischen union werden durch die uno mit einer einreisesperre vereitelt. england und frankenreich lenken von den eigenen internen schwierigkeiten ab und vertreten ihre interessen in alter kolonialmacht tradition. wenn libyen den eliten zum opfer fällt ist die zukunft eines von den eliten unabhängigen afrikas und eines von den eliten unabhängiges gerechteren bankensystems zum opfer gefallen.
    in der hoffnung verhöffentlicht zu werden. allen eine schöne zeit. burro

  1. Ella sagt:

    CNN Fareed Zakira show eingehen.

    Hier seht, ihr Interviews mit George Soros, Henry Kissinger und heute Zibignew Brezinski ( also die ganz Grossen Crucks ) deren Meinung zu Usraels Aussenpolitk und Lybienangriff.

  1. Gerd sagt:

    AP: „Rebellen bleiben in der Minderheit“
    8. April 2011

    Es ist wirklich unglaublich, wie die Kriegspropaganda der NATO die Rückschäge ihrer libyschen Lakaien bei der lange und sorgsam geplanten Eroberung des libyschen Öls per Angriffskrieg mit immer neuen Märchen zu erklären versucht. Was war da nicht schon alles zu hören: die Rebellen seien zugekifft, schlecht bewaffnet oder schlecht ausgebildet sind nur einige davon. Dass sie gern mal Menschen mit schwarzer Hautfarbe und politisch Andersdenkende zerhacken und an Torbögen aufknüpfen, muss man den sympatischen Rebellen da nachsehen.

    Denn schließlich stehen die Rebellen angeblich für die populäre Revolution durch die große Mehrheit der libyschen Volksmassen, die sich nun endlich, nachdem die CIA und der MI6 jahrzehntelang vergeblich versucht haben, gegen Revolutionsführer Muamar Gaddafi erhoben haben, um Libyen „zur Prosperität zurückzuführen“.

    Nun steht der Propaganda-Apparat der NATO aber angesichts dessen, dass sich gerade abzeichnet, dass die sogenannten „Rebellen“ trotz massiver offensiver Luftwaffenunterstützung durch die Bomber der NATO, überlegener frisch gelieferter Bewaffnung und zahlreichenden „ausländischen „Militärberatern“ nicht mal in der Lage sind, wenigstens die libyschen Ölinstalationen für die NATO-Staaten zu erobern, vor einem Problem. Wie kann die Propagandamaschine den Menschen in den kriegsführenden NATO-Staaten nun erklären, dass die NATO – zum Schutz der libyschen Zivilisten natürlich und nicht etwa zur Eroberung des libyschen Öls – wie geplant ab Ende April Bodentruppen in Libyen einzusetzen gedenkt, obwohl Cheflügner Barack Obama doch immer gesagt hat, er schickt keine Bodentruppen nach Libyen? Dass die libysche Bevölkerung die von der CIA geführten Rebellen davongejagt hat, klingt schließlich irgendwie blöd.

    Die Nachrichtenagentur AP hat nun die perfekte Argumentation gefunden, um das den Konsumenten ihrer Kriegspropagada zu verklickern. Und so schreibt AP gerade unauffällig versteckt mitten im Satz im Bericht von der Front, die kaum 50 km von der sogenannten Rebellenhochburg „Ajdabiya“ entfernt ist, um die erneute Niederlage der Rebellen zu erklären: „Rebels remain outnumbered“. Auf deutsch heißt das: „die Rebellen bleiben in der Minderheit“.

    Ja, richtig gehört, die Rebellen sind in der Minderheit. Das gibt die staatstragende Nachrichtenagentur AP nun als Grund für die ständigen Niederlagen der CIA-Lakaien in Libyen an. Und als Reaktion darauf, dass die von der NATO unterstützten Rebellen in der Minderheit sind, denkt die Generalität nun laut über Bodentruppen zur Unterstützung der Minderheit nach – und das obwohl der oberste Kriegsherr Barack Obama doch gesagt hatte, der ganze Krieg diene nur dazu, der Mehrheit dabei zu helfen, die Minderheit der Anhänger des bösen, bösen Diktators, der zuvor damit gedroht hatte, westliche Ölfirmen rauszuwerfen, zu bezwingen.

    Diese Propaganda ist so lächerlich, dass es geradezu unfassbar ist, wie viele Menschen den – natürlich ganz demokratisch gewählten – herrschenden Medienmogulen des Westens das abkaufen.

  1. xabar sagt:

    Erstaunlich, was der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan an diplomatischer Energie aufbringt, um auf friedliche Weise den Libyenkonflikt zu beenden. Die türkische Regierung hat sowohl Kontakt zu Gaddafi als auch zum Nationalrat der Auständischen in Benghazi:

    Als erstens Einrichtung humanitärer Korridore, um die bedrohte Zivilbevölkerung mit Medikamenten zu versorgen oder auch aus den Krisengebieten zu evakuieren.

    Dann: Vereinbarung eines Waffenstillstandes, weil der Konflikt militärisch nicht zu lösen ist.

    Danach: Vereinbarung konstitutioneller Reformen, um den Übergangsprozess von der Gaddafi-Diktatur (Gaddafi ist ungewählt seit 1969 im Amt also noch länger als Saleh oder Mubarak) hin zu einer Demokratie zu gestalten, mit Wahlen, Garantie von Menschenrechten, Parteien usw.

    Schließlich: Abzug ausländischer Streitkräfte und die Gewährleistung der libyschen Unabhängigkeit.

    Das nenne ich Konstruktivität, jenseits von Gaddafi-Begeisterung (Der Journalist und ehemalige Chef der 'jungen Welt', Jürgen Elsässer, auf seinem Blog: 'Einen Piccolo auf Gaddafis Flugabwehr!') und ja zu 'humanitären Natomissionen', so die französischen Sozialisten und Grüne wie Cohn-Bendit (der 'rote Danny').

    Anmerkung:

    Bei zwei Luftangriffen der Nato sind übrigens mehr als ein Dutzend Zivilisten ums Leben gekommen. Die Nato weigert sich, sich zu entschuldigen.