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Mubaraks Villa in Scharm El-Scheich

Mittwoch, 6. April 2011 , von Freeman um 22:00

Die folgenden Bilder zeigen die "Villa 212" an der Küste von Scharm El-Scheich, wo der ehemalige Präsident Ägyptens Hosni Mubarak (82) unter Hausarrest steht. Links und rechts davon sind die Häuser seiner Söhne Alaa und Gamal:









Das Ferienhaus hat ca. 200 qm Wohnfläche und wurde 1997 gebaut.

Quelle: Al Masry Al Youm

Der ägyptische Militärrat hat am 28. März verlauten lassen, es stimme nicht, der ehemalige Präsident hätte Ägypten für Saudi Arabien verlassen. "Er steht zusammen mit seiner Familie in seinem Feriendomizil in Scharm El-Scheich unter Hausarrest," sagten sie. Der Militärrat regiert Ägypten seit dem Mubarak am 11. Februar nach Massenprotesten zurückgetreten ist. Am 28. Februar hatte der Militärrat ein Reiseverbot verhängt und die Konten eingefroren.

insgesamt 14 Kommentare:

  1. Alekto sagt:

    Nett hat er's. :-)

  1. bernd sagt:

    Und wer hat es gebaut........genau, wie auch die anderen vielen und vielen arbeiten die Tagein-Tagaus für die Drecksschweine anfallen......und es wäre so einfach ohne uns könnten sich diese minderbemittelten nichtmals alleine den Arsch abputzen aber solange es noch Menschen gibt die denen ihren Luxus bauen und sie unterstützen, in dem sie sich ausbeuten und verarschen lassen, solange wird es weiter gehen.......ach was rede ich hört ja sowieso keiner drauf also erstmal ne Tüte ziehen und dann träumen geh´n!!

  1. Was bringts? Wenn man diese netten Villen mit denen der Saudi-Prinzen vergleicht... eher "bescheiden".
    So ein Leben im..Goldenen Käfig" kann ja ziemlich langweilig sein.
    ...und:
    "Ein Pferd, das sich nicht bewegt ist bald tot".

  1. freethinker sagt:

    Er lebte ja immer in Todesgefahr, wird wohl so bleiben, nun aber bescheiden und in Gefangenschaft. "Die Sieger sind Könige, die Besiegten sind Banditen".

  1. Autarquia sagt:

    so schön es auch ausschaut. hospiz bleibt hospiz

  1. Quantum sagt:

    Ein sehr schöner Alterssitz, sei ihm vegönnt. Wurde ja von uns Westlern über Jahrzehnte gefördert.

  1. Guy Fawkes sagt:

    Oje!!! Der arme Hosni! Schaut mal, in welch "lausiger Hütte" er nun unter widrigsten Umständen hausen muß ;-)Aller seine Ämter und Titel beraubt! Der "arme Gescholtene"!
    Freeman, ich finde es echt erstaunlich, wie Du an die Infos kommst! Danke, für die interessante Weiterverfolgung! Zeigt sich doch hier wieder einmal deutlich, wie sehr die Alle zusammenhängen!

  1. bautech sagt:

    Nichtmal nee anständige Fassade dzdzdz.

  1. Blume sagt:

    Soll er sich doch noch ein wenig in seiner Luxusvilla vergnügen, alleine was bringt es ihm solange er nicht reumütig ist?

    Man mag sich ärgern, dass er für seine Vergehen nicht bestraft wird, aber ist es nicht so, dass er auch bald sterben wird und für seine Handlungen und Unterlassungen vom Schöpfer befragt wird?

    Bleibt zu hoffen, dass er sich womöglich in seinen letzten Lebensjahren zum Guten wendet, dann Gnade ihm Gott!!

  1. Johnny sagt:

    In der Mitte des Tahir-Platz sollte man ihn an den Pranger stellen. Wie im Mittelalter! Dass jeder Despot und Politiker wüsste, was ihm blüht, wenn er das eigene Volk ausnutzt und ausbluten lässt...
    Hui...das wären erfreuliche Bilder...

  1. xabar sagt:

    @bernd

    "..und wer hat es gebaut?"

    Dazu fiel mir das Brecht-Gedicht ein:

    "Fragen eines lesenden Arbeiters.

    Wer baute das siebentorige Theben?
    In den Büchern stehen die Namen von Königen.
    Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
    Und das mehrmals zerstörte Babylon -
    Wer baute es so viele Male auf? In welchen Häusern der goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute? ...
    Das große Rom ist voll von Triumphbögen. Wer errichtete sie? Über wen triumphierten die Cäsaren?
    Hatte das vielbesungene Byzanz nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis brüllten in der Nacht, wo das Meer es verschlang, die Ersaufenden nach ihren Sklaven.."

    ..aber die Ägypter sind dabei, sich aus der Sklaverei zu befreien. Sie sind dabei, aus Mubaraks Palästen historische Museen zu machen, wo junge Ägypter und Ägypterinnen sich kundig machen können über ihre jüngste Geschichte.

  1. xabar sagt:

    Eine Million Ägypter haben gestern auf dem Freiheitsplatz in Kairo demonstriert. Es war die größte Kundgebung seit einem Monat. Die Hauptforderung: Verhaftung und Anklage Mubaraks. Auch die Moslem-Bruderschaft, die größte Oppositionsgruppe, hat die Kundgebung unterstützt.

    Tausende machten sich später auf zur israelischen Botschaft, um dort die palästinensische Flagge zu hissen anstelle der zionistischen. Es kam zu Auseinandersetzungen mit dem Militär, das sich schützend vor die Botschaft stellte.

    Zwei Menschen kamen ums Leben.

    Nach wie vor ist der Raffah-Übergang zu Gaza, das fast ununterbrochen von den Israelis unter Feuer genommen wird (über ein Dutzend Tote seit Donnerstag. Keine bürgerliche Zeitung berichtet darüber), geschlossen.

    Die ägyptische Militärregierung unter Führung von Tantawi ist die Fortsetzung der Regierung Mubarak: eine zionistische Marionette. Auch die mubarakschen Ausnahmegesetze sind nach wie vor in Kraft (Ausgangssperre..). Einige Generäle haben sich jedoch trotz eines Teilnahmeverbots den Demonstranten angeschlossen. Der Tahrir-Platz wird jetzt wieder permanent besetzt.

    Die ägyptische Revolution geht in die zweite und entscheidende Phase.

  1. Skeptiker sagt:

    Die Aufständischen vom "Tacheniererplatz"

    Zuerst wird gegen Mubarak demonstriert, mit Unterstützung des Militärs.

    Nun wird gegen das Militär demonstriert.

    ja, so ist es eben, das Volk *grins*

  1. xabar sagt:

    Das Militär hat sich damals neutral verhalten, Skeptiker. Jetzt zeigt sich deutlicher, dass das alte Regime noch an der Macht ist, dass nur die Figuren oben ausgetauscht wurden. Tantawi, der Vorsitzende des regierenden Militärrats, war lange Zeit unter Mubarak Außenminister. Er ist eine Mubarak-Kreatur. Das hat dieses kluge ägyptische Volk inzwischen erkannt.

    Deshalb gewinnt die Revolution jetzt eine klarere Stoßrichtung, was man an den Forderungen sehen kann: für die Abschaffung des Regimes, für eine zivile Regierung, für eine neue Außenpolitik, für die Annullierung von 'Camp David', für die Befreiung der Palästinenser.

    Es lebe die ägyptische Revolution!