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Die Regierung von Bahrain zerstört schiitische Moscheen

Dienstag, 19. April 2011 , von Freeman um 16:00

Sicherheitskräfte der Regierung von Bahrain, mit Unterstützung von saudischen Truppen, zerstören Moscheen und Gebetshäuser der schiitischen Mehrheit im Lande, als Machtdemonstration und um religiösen Hass zu schüren. Die Medien berichten aber sehr spärlich darüber und kein westlicher Politiker regt sich auf, denn was in Bahrain an Verbrechen passieren, passt nicht in die einseitige Propaganda- botschaft.

Bis jetzt haben sie sieben schiitische Moscheen und 50 religiöse Gebetshäuser zerstört,” sagte Ali al-Aswad, ein Mitglied des bahrainischen Parlaments.

Er sagte, die saudischen Soldaten, die Teil des 1’000 Mann starken Besatzungskontingent sind, wurden dabei beobachtet, wie sie dabei halfen die Moscheen der Schiiten und ihre Schreine zu demolieren.

Trümmer der Imam Jawad Moschee in Nuwaidrat:



Mohammed Sadiq von der Gerechtigkeit für Bahrain Organisation sagte, der berühmteste schiitische Schrein der zerstört wurde, ist der vom bahrainischen Religionsführer Scheich Abdul Amir al-Jamri, der 2006 starb. Fotos welche die britische Zeitung The Independent begutachten konnte zeigen, wie die goldene Kuppel des Schreins auf dem Boden lag und später mit einem Lastwagen abtransportiert wurde.

Die Wände der schiitischen Moscheen wurden entweiht und mit Sprüchen beschmiert, welche den sunnitischen König Hamad bin Isa al-Khalifa von Bahrain hoch loben und die Schiiten beleidigt. Es wurde auch der Koran und andere Schriften angezündet.

Die Angriffe auf die schiitischen Gebetshäuser hat eine zornige Reaktion in der 250 Millionen zählenden schiitischen Gemeinde ausgelöst, speziell im Iran und Irak, wo die Schiiten die Mehrheit bilden, so wie im Libanon, wo sie auch mehrheitlich vertreten sind.

Die Schiiten waren vorher schon über die gewaltsame Unterdrückung der prodemokratischen Oppositionsbewegung durch die bahrainischen Sicherheitskräfte aufgebracht. Nach dem das Königshaus die verlangten Reformen ablehnte, hat die ausschliesslich aus Sunniten bestehende Armee und Polizei die schiitischen Proteste brutal niedergeschlagen. Dabei wurden zahllose Menschen getötet und verletzt.

Die milde Reaktion von Washington, London und Paris auf die massive Gewalt der Regierung von Bahrain gegenüber der eigenen Bevölkerung, zeigt die heuchlerische und doppelzüngige Politik des Westen. Denn mit Libyen gehen sie ganz anders um, können vor lauter moralischer Entrüstung sich gar nicht mehr erholen und haben einen Krieg deswegen angefangen.

Der Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen wird laufend als Begründung für den militärischen Einsatz der NATO betont und Gaddafi muss aus humanitären Gründen bombardiert werden. Dass die Bevölkerung in Bahrain genau so unter der Gewalt des diktatorischen Regimes leidet und beschütz werden muss, interessiert sie nicht. Jetzt werden sogar Gotteshäuser dem Erdboden gleichgemacht und man hört keinen Protest von diesen Moralaposteln, Sarkozy, Cameron und Obama.

Ist ja auch klar warum sie kein Wort darüber verlieren. Saudi Arabien und Bahrain sind Alliierte des Westens und die regierende Kaste sind ja ihre Despoten. Die dürfen brutal vorgehen und da werden alle Augen zugedrückt. Ausserdem gibt es strategisch wichtige Militärbasen dort, wie die der 5. US-Flotte, als Bollwerk gegen den Iran.

Die Franzosen, Briten und Amerikaner sind darüber besorgt, der Iran könnte die schlimme Lage der Schiiten und ihre Unterdrückung im eigenen Interesse ausnutzen. Dabei gibt es überhaupt keine Anzeichen, Teheran spielt irgendeine Rolle bei den Protesten in Bahrain. Es wird wieder eine Gefahr erfunden, nur um von den wahren Ursachen abzulenken, nämlich die schreiende Ungerechtigkeit und Mangel an Mitspracherecht und Demokratie.

Diese unterschiedliche Behandlung der Diktaturen, im Fall von Libyen wird ein Krieg geführt und im anderen wird völlig frei Hand gelassen, ist echt zum Kotzen. Die doppelzüngigen westlichen Kriegsverbrecher am Ruder sind der letzte Abschaum und man kann sich nur angeekelt von ihnen abwenden.

Von 499 Menschen weiss man, dass sie in Bahrain verhaftet und gefoltert wurden. Vier davon sind in der Gefangenschaft getötet worden und zeigten Zeichen von schwersten Misshandlungen. Man hat sie zu Tode geprügelt.

Aber es ist klar warum der Westen bei diesen Verbrechen wegschaut und auch duldet, dass Bahrain von Saudi Arabien faktisch annektiert wurde. Es gibt eine Vereinbarung mit der Arabischen Liga, dessen Vertreter fast alle Diktatoren sind, wenn der Westen die saudische Invasion und Unterdrückung der Bevölkerung akzeptiert, dann unterstützen sie den Krieg gegen Libyen. Es war auch kein Zufall, das Hillary Clinton kurz vor dem Einmarsch der saudischen Truppen in Bahrain in Riyadh war.

Das Motto lautet: „Ihr dürft den Gaddafi stürzen, aber lasst uns mit eurem Geschwafel über Menschenrechte in Ruhe und mischt euch nicht bei unserem Machterhalt ein.

Jetzt gehen doch die saudischen Herrscher sogar her, die angeblichen Hüter der heiligen Stätten des Islam, und helfen der al-Khalifa Verbrecherbande dabei Moscheen zu zerstören, entweihen Gebetshäuser und zünden den Koran darin an, und es gibt keine Proteste. Die Zerstörung von Gotteshäusern gab es schon mal, damals im November 1938. Das war der Übergang von der Diskriminierung zur Verfolgung.

insgesamt 33 Kommentare:

  1. Die Saudische Regierung ist wahhabitisch, einer hauptsächlich von England eingeführten Glaubenslehre des Islam, der von echten Sunniten und Schiiten hoch verabscheut werden. Die frühere Version dieser Glaubenslehre war von den frühen Antropomorphisten in der islamischen Welt zweifellos widerlegt und bekämpft worden, bis sie keine Anhänger mehr hatten. Von England wurde mit Hilfe von Muhammad ibn Abdul Wahhab und der Saud-Familie (die später die Königsdynastie von Saudi Arabien wurden) diese alte Lehre wiedereingeführt, diesmal aber mit Gewalt und Mord durchgesetzt. Viele Gläubige wurden dabei umgebracht und hingerichtet, die den Wahhabiten als Gotteslästerer und Götzendiener erschienen.

    Diese extreme Glaubenslehre widerspricht den Sunniten. Deshalb stört es mich extrem, wenn diese als Sunniten bezeichnet werden (nicht, dass es hier gemacht wurde). Sunniten und Schiiten werden seit langer Zeit durch die USA gegeneinander aufgehetzt.

    Damit will ich sagen, die innerislamischen Krisen waren schon immer von den westlichen Grossmächten gefördert worden, damit es auf der Welt kein Mächtegleichgewicht gibt.

  1. Behzad sagt:

    @swissmilitary

    Du hast vollkommen recht. Das ist nur einer der dreckigen Tricks, welche die Briten eingesetzt haben und die Amerikaner weiterführen. die Wahabiten in Saudi Arabien, die Ahmadiya in Pakistan usw. Ein weiterer Trick ist Nationalstaaten quer durch Völker und Religionen zu erstellen wie in Nigeria oder Kaschmir zB. Diese zerfleischen sich dann selbst, während sie von außen ausgenommen werden. Die revolutionen in der arabsichen Welt wurden ja auch teilweise von den Amerikanern, Briten und Franzosen angestachelt. Deren Ziel ist die Länder dauerhaft zu destabilisieren und zum Bürgerkriegsgebiet zu machen.

    Inshallah (so Gott will) wird das nach hinten los gehen, indem die Menschen sich nicht wieder hinters Licht führen lassen und sich nicht durch den Teufel und seine gehilfen anstacheln lassen sich gegenseitig zu schaden.

  1. kalle sagt:

    kommt mir bekannt vor, bei uns nennt man das den 30 jährigen krieg (ich mein den ersten). leider hast du recht freeman das riecht nach kristallnacht. schlimm so was und immer im namen von einer religion oder wahlweise für führer volk und vaterland. echt zum heulen mfg kalle

  1. Fahim sagt:

    Der Wahhabismus bzw. Salafitentum ist eine Sekte, die aus einer internen Veränderung der Lehren der Hanbaliten entstand. Gegründet im 18. Jh. n.Chr. von Muhammad ibn Abd al-Wahhab ist diese Bewegung von der Saudi-Dynastie übernommen worden.

    Nach der Gründung des Königreichs von Saudi-Arabien machte Ibn Saud daraus seine Staatsdoktrin. Das wahhabitische Selbstverständnis wird in der Staatsflagge Saudi-Arabiens deutlich, in der das Glaubensbekenntnis [schahada] des Islam mit einem Schwert kombiniert wird, was von allen anderen Richtungen des Islam abgelehnt wird.

    Die Wahhabiten betrachten Ibn Abd al-Wahhab jedoch nicht als Gründergestalt, sondern als wichtige Autorität in der Auslegung der ursprünglichen Lehre des Islam. Die Anhänger Ibn Abd al-Wahhabs nehmen für sich in Anspruch, die islamische Lehre authentisch zu vertreten unter Ausschluss aller anderen. Die Wahhabiten erklären viele andere Muslime zu Abweichlern und Schiiten gar zu Nichtmuslimen. Gleichzeitig lehnt der Wahhabismus die Mystik ab. Die meisten Wahhabiten, die sich neuerdings Salafiten nennen, gibt es in Saudi-Arabien.

    Laut wahhabitischer Lehre ist nicht nur alles verboten, was gemäß Heiligem Qur'an oder Überlieferung verboten ist, sondern auch jede Handlung oder Situation, die zu einer solchen verbotenen Tat führen könnte. Mit derartigen Verrenkungen des Islamischen Rechts [scharia] ist Saudi-Arabien das einzige Land der Welt, in dem Frauen kein Auto fahren dürfen. Lange Zeit waren uneingeschränkt Musik und Fernsehen verboten, da sie einen schlechten Einfluss darstellen könnten. Auch das Bilder- und Fotoverbot wurde lange Zeit sehr strikt gehandhabt, obwohl gleichzeitig das Passfoto pflicht war. Glaubensauffassungen, die mit dem Wahhabismus nicht vereinbar sind, erscheinen Wahhabiten schnell als unislamisch, was ihnen in der Gesamtheit der muslimischen Gemeinschaft den Ruf der Intoleranz und des Fanatismus eingebracht hat.

    Eine der Eigenheiten des wahhabitischen Systems ist in Saudi-Arabien beobachtbar und mündet in eine Religionspolizei, die zu Gebetszeiten die Passanten zum Gebet zwingt, was von allen anderen Rechtsschulen als unislamisch abgelehnt wird.

    Die Wahhabiten schließen unter anderem auch den Besuch der Gräber aus, weshalb sie zahllose Gräber von gesegneten Gefährten des Prophet Muhammad (s.) verfallen ließen oder gar selbst zerstörten.

    Durch große finanzielle Aufwendungen wurden derartige Gedanken im 20 Jh. auch in die anderen Rechtsschulen hineingetragen.

    Imam Chomeini hat in seinem Testament den Wahhabismus als "anti-qur'anische basislose Religion" bezeichnet.

  1. xabar sagt:

    Die Al-Khalifa-Dynastie ist seit 220 Jahren in Bahrain an der Macht. Der Premierminister seit 50 Jahren der Gleiche. Der bahrainische Botschafter in den USA ist ein zionistischer Jude. Es besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem israelischen Geheimdienst, nicht nur mit dem US-Geheimdienst, wie wir inzwischen durch Wikileaks wissen.

    Das, was sie dort mit den Moscheen machen, machen die Zionisten auf der West Bank mit den Moscheen dort und sie haben vor, das drittwichtigste Heiligtum der Muslime, die Al Aqsa-Moschee in Ost Jerusalem genauso zu zerstören. Tunnel werden bereits gelegt, um sie zu destabilisieren, alles Teil des 'Clash of Zivilisations' (Samuel Huntington), des globalen Krieges des Westens gegen den Islam.

    Zainab al-Khawaja (27), die Tochter eines Menschenrechtsaktivisten, befindet sich seit Tagen im Hungerstreik, obwohl sie ein 18-Monate altes Kind hat, denn ihr Vater Abdulhadi al-Khawaja wurde vor ihren Augen von 12 maskierten Männern der bahrainischen Sicherheitskräfte in der Hauptstadt Manama um 2Uhr früh am Samstag Morgen zusammengeschlagen und anschließend im bewusstlosen Zustand entführt. Aufenthaltsort unbekannt.

    Sein Verbrechen: Er hatte gefordert, dass König Hamad wegen Mordes, Folter und Korruption vor Gericht gestellt werden müsse. Auch ihre anderen Verwandten, ihr Mann Wafi, ihr Onkel Salah sowie ihr Cousin Hussein wurden verhaftet und an einen unbekannten Ort gebracht. Niemand hatte bei der Aktion Widerstand geleistet.

    (Quelle: Londoner Guardian vom 14. April).

    Solidarität mit Bahrain! Unterstützen wir Zainab!
    Nieder mit dem faschistischen bahrainischen Regime, das von den USA, Israel und Großbritannien mit Waffen versorgt wird und in jeder Weise politisch, diplomatisch und militärisch unterstützt wird.

  1. freethinker sagt:

    Diese Bilder erinnern sehr an die Zerstörung palästinensischer Häuser durch das israelische Apartheitsregime.

  1. Das Wahabitentum ist eine von Kolonialisten entwickelte Sekte, um den Islam und die islamische Welt zu unterwandern und zu kontrollieren.
    Die Wahabiten wurden damals von den Kalifaten und Sultanaten bekämpft.
    Sie waren Feinde des wahren Islam, dem Islam der rechtgeleiteten Kalifen und Nachfolger des Propheten Mohammed und den Schriften der damaligen Gelehrten.

    Es ist die wahabitische Saudische Königsfamilie, die analphabetische schwache Menschen, vor allem in Pakistan und Afghanistan, rekrutiert und religiös manipuliert, um Selbstmordanschläge unter Zivilisten anzuzetteln, und den zionistisch-westlichen Medien Gründe zu geben, auf diese und jene Gebiete und Regionen mit dem Finger zu zeigen und Militär- und Drohneneinsätze zu rechtfertigen.

    Es sind vor allem auch wahabitisch ausgebildete bzw. finanzierte V-Männer, die hier in Deutschland unwissende Kinder und Jugendliche für ihre dreckigen Zwecke missbrauchen und rekrutieren.
    Ihnen wird ein völlig falsches, faschistisch-intolerantes Bild vom Islam eingetrichtert, Ihnen wird ein völlig falsches Bild vom islamischen Jihad eingeprägt, wodurch dann sogenannte Drohvideos von deutschen "Jihadisten" entstehen, und man kann wieder mit dem Finger auf den Islam zeigen und die Öffentlichkeit mit einem Bösewicht von den eigentlichen Krisen ablenken.
    Jemand aus meinem Bekanntenkreis, dessen Vater verstorben ist, ist durch emotionale und geistige Schwäche plötzlich in solch einen Wahabiya-Kreis gerutscht und hat jeden Kontakt zu Freunden und teilweise auch zu seiner Mutter und Geschwistern abgebrochen; rausgekommen ist er dort nur mit Hilfe der ganzen Glaubensgemeinschaft und Verwandten die extra aus Marokko eingeflogen sind, um den Abbruch mit seinen "neuen Freunden" persönlich zu regeln.
    "Die wahabitsche Ausrichtung ist eine Sekte, die den Islam, vor allem in Afghanistan, vergiftet" um es mal mit den Worten des hochgeschätzten Peter Scholl-Latour zu zitieren.

    Da wundert es auch nicht, dass die saudische Königsfamilie und die us-amerikanische Zion-Regierung beste Handelspartner sind, denn der Westen Muss die Gesellschaften der islamischen Länder unterdrücken, um gläubige, intellektuelle, gebildete weltoffene und charismatische Persönlichkeiten wie einen Tariq Ramadan nicht aufblühen zu lassen.
    Man stelle sich vor, aus jedem muslimischen Land würde ein Tariq Ramadan hervorkommen, welch eine Gefahr dies für die wesltiche faschistische Anti-Islam Medienwelt darstellen würde.
    Jeder, der sich ein bisschen für den wahren Islam interessiert oder für ein besseres Zusammenleben, würde ich empfehlen, sich Vorträge und Bücher von diesem fantastischem weltoffenen Menschen anzusehen.
    Hier auf englisch ein kleiner Vortrag zum Thema Integration.

    http://www.youtube.com/watch?v=M7GAAGFo2Eo

  1. Franz Kafka sagt:

    Dies erinnert mich tatsächlich an Israel und den Palästinensern. Hier sieht man deutlich, dass die saudische Regierung die genau gleiche antimenschliche Art wie Israel besitzt. Ich danke dir Freeman für diesen Artikel.

    Diese Wahabiiten kommen überall aus dem Boden geschossen. Sie können feste Standorte auf der Welt bilden da sie mit saudischem Petrodollar finanziert werden.

    Ich hoffe der Tag kommt, an dem diese Diktatoren allesamt verschwinden werden und Völker friedlich miteinander mit Respekt und Toleranz leben können.

  1. helga sagt:

    Sehr interessiert lese ich die Beiträge des Moslem hier über Wahhabismus.
    Habe Video von Ramadan angehört. Danke für den Link. Doch was ich sehe ist, ihm geht es um zeitgemäße Auslegung. Doch ist es das? Kann es wirklich um neue Interpretationen gehen? Ich frage mich: alte Pläne zur Manipulation der Massen und neue Interpretationen? Was ist das? Geht es nicht um den GEIST hinter den Worten, die nur ein Vehikel sind? Der GEIST ist das, was uns einen und tragen kann, nichts anderes. Oder? Das vermittelt Ramadan für mich nicht. Dieser GEIST in der gleiche, in beiden monotheistischen Religionen.

  1. Fatima sagt:

    Danke Freeman für den Artikel, der an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Es ist eine Schande, dass man in den westlichen Medien kaum etwas darüber erfährt. Aber es passt halt nicht ins Konzept!

    @swissmilitary: Die "frühere Version" der wahhabitische Lehre geht auf Ibn Taymiyya zurück, der allen, die nicht seiner Meinung waren, den Glauben abzusprechen pflegte und sogar die Ansicht vertrat, diese Leute hätten den Tod verdient. Das betraf vor allem Schiiten und Mystiker. Diese blutrünstige Irrlehre wurde dann von den Briten wiederbelebt, wie du korrekt sagst.

    http://www.eslam.de/begriffe/i/ibn_taimiyya.htm

    Ich habe schon vor Jahren in einer Doku gesehen, die darlegte, wie die Saudis alte Kulturgüter wie mystische Zentren dem Erdboden gleichgemacht hatten, weil sie angeblich "Götzendienst" beförderten, aus dem gleichen Grunde wurden die Gräber der schiitischen Heiligen plattgemacht, wie Fahim schon schrieb. Gleichzeitig scheinen die modernen Wolkenkratzer und Glaspaläste aber keine Gefahr für die "islamische" Kultur der Einheit (Tauhid) darzustellen. Womit wieder klar wird: Die saudischen Herrscher beten nicht Gott an, sondern das Goldene Kalb des Kapitalismus. Mit Sunniten hat diese korrupte Mischpoke absolut NICHTS zu tun. Sie wollen einen Glaubenskrieg anzetteln, das gehört zum globalen Kampf gegen den Islam bzw. gegen Gottglauben überhaupt, da hat xabar Recht. Woanders werden Muslime gegen Christen aufgehetzt, genau das gleiche schmutzige Spiel.
    Es wird allmählich Zeit, das zu erkennen.
    Desgleichen würde es mich interessieren, was die deutsche Bundespolizei in Saudi-Arabien macht. Bilden sie die Saudis schon mal für die Niederschlagung eventueller Proteste aus?

  1. mynameisajju sagt:

    @Behzad "Du hast vollkommen recht. Das ist nur einer der dreckigen Tricks, welche die Briten eingesetzt haben und die Amerikaner weiterführen. die Wahabiten in Saudi Arabien, die Ahmadiya in Pakistan usw."
    Sorry aber da verwechselst du was. Die Ahmadiyya ist in keinster Weise - eher gegenteilig - mit den Wahabiten zu vergleichen. Die Ahmadiyya wurde und wird brutal unterdrückt v.a. in Pakistan (hauptsächlich von den mehrheitlichen Sunniten). Die Gemeinde ist pazifistisch veranlagt und geht nicht einmal auf den Straßen demonstrieren. Sie wurde auch nicht von den Briten installiert, das ist absoluter Schwachsinn.

  1. ali.iklil sagt:

    Ist doch eigentlich in Afghanistan damals so ähnlich gewesen. Wenn sich bei einem Bürgerkrieg zwei bekämpften und einer war etwas schwächer hat man geschaut dass beide gleichstark werden damit soviele Muslime wie möglich getötet werden. das selbe passiert jetzt in den arabischen Staaten, das ist gezielter Holocaust wenn die Amerikaner das anstiften und es zu einem Bürgerkrieg kommt.

  1. arsin sagt:

    mein Kompliment!

    ich komme aus diese Region eigentlich, und muss mich immer wieder fragen warum Sie sich mit den Feinheiten dieser Region so gut auskennen, jedenfalls, Sie werden mir immer sympathischer.

  1. drdre sagt:

    Richtig ist der Hinweis auf 38. Damit fängt die religioese Verfolgung an. Aber der Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten ist ja schon sehr alt.
    Daher hat die Vereinfachung des Islam auf den Terror in unseren Mainstream-Medien schon etwas sehr infantiles.
    Der Islam ist vielschichtig und wird auch im Innern verschieden ausgelegt.
    Aber so genau wissen dass wohl nur die Immame.
    Gewollt ist wohl die Jounalistische Vokkussierung auf Lybien.
    Bahrain und auch Palästina werden mal wieder ausgeblendet.

  1. muriceps sagt:

    Nach Aussage des deutschen Muslims u. ehem. Konsuls der BRD in Bahrain, Abdullah Borek, handelt es sich bei diesen schi´itischen „Moscheen“ in Bahrain, die derzeit abgerissen werden und die man schon seit Jahren zu beseitigen versucht, gar nicht um wirkliche Moscheen, in denen Gemeinschaftsgebete abgehalten werden, sondern um Gebäude über „Heiligengräbern“, die Verkehrshindernisse darstellen, wobei die meisten dieser Gräber gar keine richtigen Gräber, sondern Schein- oder symbolische Gräber und leer seien.
    Weiterhin weist Abdullah Borek darauf hin, daß die westlichen Medien die Schi´iten in Bahrain nur als Opfer darstellen. Sie werden zwar diskriminiert, aber sie selbst schlagen pakistanische und bangladeshi Gastarbeiter tot usw. usf. Das wird in den hiesigen Medien nicht erwähnt.
    Es geht nicht darum, ob diese Verkehrshindernisse von den Angehörigen einer bestimmten Sekte beseitigt werden, wie immer sie sich selbst bezeichnet oder von anderen bezeichnet wird, sondern darum, was uns von Allahs Gesandtem – Allah segne ihn und seine Familie und schenke ihnen Heil – diesbezüglich gesagt und angeordnet worden ist, nämlich, daß Gräber nicht mehr als eine Spanne (ca. 25 cm) über dem Boden erhöht sein und nicht als Gebetsstätten genommen werden sollen. Gebäude über den Gräbern zu errichten, ist somit im Islam nicht statthaft, und falls sich in einigen dieser bahrainischen Gräber tatsächlich die Überreste von Toten befinden sollten und sie Verkehrshindernisse darstellen, ist es zulässig und näherliegend, sie zu öffnen und zu beseitigen und die entnommenen sterblichen Überreste an einem geeigneten Ort (z. B. auf einem allgemeinen Friedhof) beizusetzen. Sunnitische Heiligengräber – im Islam gibt es keine „Heiligen“, sondern Auliyā’ = Gott Nahestehende oder Gottesfreunde – sind diesbezüglich genauso zu behandeln wie schi´itische.

  1. aslan1992 sagt:

    der Wahhabismus wurd heutezutage von den Westen benutzt um den Interessen und Aktione von ihnen in den Nahen Osten und Weltweit zu rechtfertigen.

    wer aber denkt das die saudische Prinzenfamilien wirklich Wahhabiten sind sollte sich mal fragen warum sie dann so gute geschäftzbeziehungen zu den amerikaner vor allem mit der Bush-familie haben.
    Sie Fördern diese ideologie obwohl sie damit selbst nicht identifitzieren.

    Dies wird gemacht damit bei den Menschen die täglich hören "selbstmorattentäter tötet 10 zivilisten" die gedanken kommen soll das der Islam und Religion der grund für alles üble ist.

    Diese Menschen sollte aber begreifen dass nicht die "Religionen" Schuld sind sondern der Menschen die Macht und Stärke und Einfluss des Islam für ihre eingenen Interessen und Ziele ausnutzten. So war es schon immer und wird wahrscheinlich immer so bleiben.

    so ist es genauso mit den christentum. wahre christen verabschuen den geldgeilen Vatikan und heuchlerische Papst ( der typ der immer den hut vom alten fisch"gott" Dagon auf dem Kopf hat)
    Genauso lehnen die wahren Juden den Zionismus ab und schämem sich das Israel in name von Judentum ihre Aktione macht.

    Es geht nicht um irgendwelche "moderne" oder "europaische" Auslegung und Interpetation des Koran, sondern um die richtige.
    Und die sind vorallem Frieden und Liebe.


    Das viel unternommen wird das zu beeinflussen zeigt sich immer mal wieder.
    http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=in&dig=2011/04/15/a0054&cHash=d7b440b569/
    http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/article1051304.ece
    http://www.youtube.com/watch%3Fv%3DXjRX4yc53ZI%26feature%3Dplayer_embedded

  1. Erst mal danke für deine super Beiträge Freeman.

    Also die Sache ist doch einfach. Die Sunniten und Schiiten haben schon seit ner Ewigkeit Konflikte untereinander und da die Saudis (Sunniten)die Marionetten der USA sind versuchen sie im Namen der Sunniten mehr Benzin ins Feuer zu schütteln.
    Da stecken sehr viele strategische Züge dahinter.
    Wie z.B. dass sich die Sunniten und Schiiten untereinander abschlachten und Militärisch schwächer werden. Dann kommen die ganzen Möchtegern Weltverbesserer und wollen angeblich den Zivilisten helfen und befreien und marschieren in diese Länder ein, in denen noch viel zu holen gibt (z.B. Erdöl) und da deren Militär schon am Boden sein wird werden sie kaum bzw. auf wenig wiederstand stoßen. Dann werden die Westmächte in den Westen durch die manipulierten Medien wieder mal als Befreier und Helfer gefeiert……

    Aber viel interessanter ist dass diese Aktion eine sehr provokative Strategie gegen den IRAN ist !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
    mal sehen wie Ahmadinedschad darauf reagiert. Ich glaub bzw. ich hoffe er ist nicht so dumm und geht auf diese Provokation ein, ansnsten wird es eine sehr schwere Zeit für die ganze Erde.

  1. xabar sagt:

    Es ist immer das alte Spiel 'teile und herrsche'. Weil die US- und die anderen Imperialisten allein zu schwach wären, ihre neokolonialistischen Ziele durchzusetzen, benötigen sie die Unterstützung der 'Einheimischen', auch der Muslime.

    In Indien unterstützten die Engländer, um ihre größte Kolonie zu retten, die damals wichtigste muslimische Organisation, die Muslim-Liga, die sich für eine Abtrennung vom Stammland Indien einsetzte und Pakistan als Stammland forderte, um Hindus und Moslems, die unter Mahatma ('große Seele') Gandhi zusammengefunden hatten, gegeneinander auszuspielen und um die breite anti-kolonialistische Bewegung zu schwächen.

    Heute ist der Iran das Haupthindernis für die Neo-Kolonialisten, um den Mittleren Osten uneingeschränkt kontrollieren zu können. Also gilt es, die Schiiten (die im Iran in der Mehrheit sind) in ihre Schranken zu weisen, die in Bahrain übrigens ebenfalls die Bevölkerungsmehrheit stellen, aber politisch dort völlig rechtlos sind.

    Jahrzehntelang hat man den Gegensatz zwischen den Sunniten und Schiiten angeheizt, um die korrupten Königsfamilien an der Macht zu halten, die die Interessen der Briten und Amerikaner traditionell garantiert haben. Heute demonstrieren Sunniten und Schiiten gemeinsam in Bahrain gegen die Tyrannen. Sie alle tragen stolz die rot-weiße bahrainische Fahne und niemand fragt danach, ob er oder sie sunnitisch oder schiitisch ist. Die einzigen, die danach fragen, sind die westlichen Medien und die Saudis.

    Die Zerstörng der Moscheen soll den religiösen Gegensatz wieder anheizen und die Einheit der Bewegung zerstören. Die Wut soll sich auf die jeweils andere Glaubensrichtung und nicht mehr auf die Al-Khalifas selbst richten.
    Es ist ein Verzweiflungsakt, der nichts mehr bringt, denn die Menschen wissen dort um das falsche Spiel. Die Bewegung gibt es dort nicht erst seit ein paar Monaten, sondern seit Jahrzehnten und sie hat reichlich Erfahrungen gesammelt, ist gereift und gewachsen.

    Sie wissen, dass die Religion nur vorgeschoben wird, um die Menschen zu beherrschen.

    Wir hier sollten daraus lernen und durchschauen, dass sie hier mit der Anheizung der Islamophobie das gleiche falsche Spiel treiben: Die präventive Spaltung einer potenziellen Protestbewegung schon im Keim.

  1. RAYLUV sagt:

    Ersteinmal,Wahabismus wird immer als Lehre oder Sekte angesehen.Das Wort alleine ist schon ein Widerspruch an sich.Wahab ist einer von 99 Namen Gottes im İslam,daher ist es extremst unislamisch einem Geschöpf Gottes,einen der Namen Gottes,zu geben.Es gibt z.b die bezeichnung Abdul Wahab, das bedeutet diener Wahabs (Diener Gottes),derartige bennenungen sind im İslam erlaubt und gerngehört.Leute die man als WAHABİTEN bezeichnet,sind in der Regel Muslime die strikt nach den anweisungen ihres Propheten (Mohammed)leben.İhre Quellen stammen aus dem Koran und Hadithen (Gospeln).Man sollte gerecht sein den es gibt kein einzigen Muslim der sich selber als WAHABİT bezeichnet(abgesehen eine Handvoll anhaenger irgendeiner selbsternannten vorhof Sekte.Die bezeichnung wird überwiegend von selbsternannten İslamkritikern /experten benutzt,um eine abneigung gegenüber dem vom Propheten Muhammed praktizierten/gelehrten İslam zu fabrizieren.Eine Methode um der Religion schaden zuzufügen und einen Keil zwischen den Glaeubigen zu treiben.Die Aussagen über die Herkunft dieser angeblichen Sekte sind mit vorsicht zu geniessen.Zu schnell erzeugt der Westmensch seine meinung aufbauend auf ein, zwei Zeilen Text in denen ein Sektenguru seine agressiven bewaffneten untertanen vollgepackt mit Hassreden auf andersdenkende hetzt.Wie gesagt das Wort WAHABİTEN verwenden zu 99% die BEZEİCHNER,der betroffene dagegen würde sich niemals als WAHABİT bezeichnen,weil dies seinem Glauben trotzt.Für mich ist da ganz klar der Wurm drinn.Laut dem Propheten Mohammed und auch nach dem Koran ,gibt es keinen zwang im Glauben.Von daher ist das zerstören von Gebetshaeusern strengstens untersagt, jedoch eine tolle gelegenheit für gegner des wahren İslam wiedereinmal die Religion in verruf zu bringen.Wie NENNT man denn z.b Christen oder
    Juden die srikt nach den anweisungen ihrer Propheten/Bücher leben..........

  1. Fatima sagt:

    Der Name "Wahhabiten" kommt nicht von einem der 99 Namen Allahs, sondern von Muhammad Ibn Abd al- Wahhab, der das Gedankengut von Ibn Taimiyya mit Hilfe der Briten wieder aufwärmte.
    Dann nennt sie meinetwegen Salafiten, die Lehre wird dadurch leider nicht besser !

  1. MastaFu sagt:

    Gold-ene-Zukunft hat es bereits erwähnt. Die Zerstörung der schiitischen Gotteshäuser soll den Iran provozieren, um den Iran in ein Krieg zuverwickeln. Die bahreinische Regierung und die US-zionistischen Hintermänner versuchen wahrscheinlich, dass der Iran militärisch einschreitet. Sie wollen den Ahmedinejad quasi in die Falle locken. Aber ich hoffe, dass er das Spiel durchschaut und die Fassung behält.

    Wenn sich zwei Muslime (sei es Sunniten oder Schiiten) bekämpfen und sich gegenseitig töten, gewinnt die NWO. Man würde sagen 2:0 für die NWO und nicht 1:1 unentschieden. Wir alle - egal welcher Religion man angehört - dürfen kein Spielball der NWO werden!

  1. Fatima sagt:

    "Wenn sich zwei Muslime (sei es Sunniten oder Schiiten) bekämpfen und sich gegenseitig töten, gewinnt die NWO. Man würde sagen 2:0 für die NWO und nicht 1:1 unentschieden. Wir alle - egal welcher Religion man angehört - dürfen kein Spielball der NWO werden! "

    dem kann ich mich nur anschließen. Ich glaube nicht, dass Iran sich da zu irgendwas provozieren lässt, sonst hätte er schon im Irak aktiv eingegriffen.

  1. xabar sagt:

    Sie haben damals Saddam Hussein auch in eine Falle gelockt und er ist hineingetappt: Im August 1990 besetzte der Irak den Kuwait und erklärte es zu seiner 19. Provinz. Kurz vorher hatte die US-Botschafterin im Irak grünes Licht für den Überfall gegeben. Wenig später, Anfang 1991, nutzte man die Invasion für den Überfall auf den Irak und dämonisierte den ehemaligen, treuen Verbündeten gegen den Iran, der acht Jahre lang, von 1980-88, für die Interessen der USA
    gegen den Iran Krieg geführt hatte und zum Schluss sogar von der CIA geliefertes Giftgas gegen Kurden und Iraner einsetzte.

    Der Iran wird sich nicht provozieren lassen. Es gibt aber einzelne Abgeordnete in der Majles, im iranischen Parlament, die leider anders denken.

  1. Fatima sagt:

    @ xabar: Einzelne Parlamentsabgeordnete sind irrelevant. Die wichtigste Person im Land ist nicht, wie im Westen fälschlicherweise oft angenommen, Ahmadinejad, sondern Ayatollah Khamenei. Auch wenn zwischen beiden kaum Differenzen bestehen, bzw. gar keine.

  1. bernd sagt:

    Gab es in der gesamten Menschheitsgeschichte jemals eine Zeit/Epoche (und sei sie noch so kurz gewesen) wo alle Menschen, aller Religionen, aller Herkunft, aller Schichten, jemals "Miteinander"!!!! in Friede, Respekt, Harmonie und Gleichheit zusammen gelebt haben???

  1. xabar sagt:

    Ja, im Urkommunismus, als es noch kein Privateigentum an den Produktionsmitteln gab. Die größte Zeitspanne in der Geschichte der Menschheit.

    Es gab zwar in dieser Zeit auch Konflikte, z. B. zwischen einzelnen Horden, Sippen oder Stämmen. Aber es gab m.W. keine Ausrottungskriege und keine Ausbeutung innerhalb der einzelnen Einheiten. Die Ausbeutung, der Kampf um das Mehrprodukt, setzt erst ein, als ein Überschuss erzeugt wurde. Es ist die Geburtsstunde des Privateigentums.

  1. RAYLUV sagt:

    @Fatima

    AL-WAHHAB Einer der 99 Namen ALLAH'S/GOTTES

    AL-WAHHAB


    The All-Giving/Der Allgebende

    ABDEL WAHAB bedeutet;
    Servant of the giver

    Diener des Allgebenden.

    Das Wort WAHAB/İTEN ist eine Mixtur
    des Arabischen und dem Deutschen.

    Ob der Ausdruck von irgendeinem Sektenführer stammt oder nicht,einer der Namen, des Gottes der Muslime,wird hier für unislamische Handlungen missbraucht.Ob nun von den Taetern selber oder der Berichterstatter selber.Und damit treten hier selbst Leute die sich selber als Muslime bezeichnen auf die Füsse ihrer Glaubensbrüder/schwestern.Eine meiner Meinung nach armselige und Geschichtlich auf völlig unwichtigen Tatsachen basierende Bezeichnung von Menschen.Es führt letztendlich darauf hinaus das Menschen die nach den anweisungen/vorbild ihres Propheten leben, als WAHABİTEN bezeichnet werden.Nichts weiter als ein erneueter Versuch das Westlich Moderne mit dem İslam zu vermischen.Man ist Muslime/ma wenn man an die Religion und deren İnhalte glaubt und AUSÜBT! Viele Muslime sind jedoch sprich gesagt zu Faul zum Ausüben und suchen ausreden und verstecke im sogenannten Modernen İslam in dem z.B Minirock und High Heels sowie Alkoholkonsum kein Problem darstellen.So ist es übrigens bei den meisten Religionen (leider) sie wird gedreht und gewendet bis sie zu einem passt.Mein Kommentar dient nicht dazu meine Sicht des İslam zu vertreten,sondern eher den Leuten die als Wahabiten beschimpft werden eine Stimme zu geben.

  1. @bernd

    Es gab in der Tat einen Zeitraum, in dem es Juden, Christen und Muslime gelang, auf fantastische harmonische Art und Weise zusammenzuleben und zusammenzuarbeiten, um weltbewegende Erkenntnisse auf Gebieten der Wissenschaft, Literatur, Philosophie, Astronomie,Geografie, Medizin, Landwirtschaft, dem Handelswesen, der Mathematik Alchemie und vielen anderen wissenschaftlichen Gebieten zu erforschen:
    Nämlich im damaligen Al-Andalus, unter der Herrschaft arabisch-berbischer Kalifen und Emirs, besonders im "Goldenen Zeitalter" Al-Andaluz, unter Kalif Abdarrahim III.

    In der heutigen Geschichtsschreibung wird von einigen "Historikern" diese Zeit völlig kleingeredet, es wird gesagt, dass Diskriminierung gegen Nichtmuslime vorgeherrscht habe, obwohl bewiesen ist, dass vor allem Juden in Al-Andalus zur Zeit der Re-Conquista und der Kreuzzüge es wirtschaftlich als auch gesellschaftlich am besten weltweit ging.
    Al-Andalus wurde zur gemeinsamen Hochkultur der verschieden Religionen.
    Das Prunkstück dieser Hochkultur war die Errichtung der "Mezquita" (spanisch für Moschee), sie wurde hauptsächtlich von jüdischen Architekten gebaut, damit Christen und Muslime Gemeinsam dort beten konnten.
    Ganz genau, Christen und Muslime beteten dort gemeinsam, so wurde die Mezquita auch zum kulturellen Aushängeschild dieses muslimisch-iberischen Reiches.

    Es gibt eine nette kleine Doku von Arte über Al-Andaluz, hier die Beschreibung:

    http://www.3sat.de/page/?source=/ard/reisewege/147518/index.html

    Warum diese großartige Zeit, die gewiss auch ihre Konflikte hatte, so wenig Beachtung in unserer heutigen westlichen Geschichtsschreibung findet, liegt vor allem daran, dass alle wissenschaftlichen und philosophisch literarischen Erkenntnisse auf den Worten des Koran beruhten, dass bedeutet der Koran war wissenschaftliche Grundlage und Basis aller Ansätze zur Forschung der damaligen Zeit.
    Wer sich dafür interessiert, was der Koran für ein einzigartiges Wissen enthält, der kann den folgenden Link benutzen, um sich selbst ein kleines Bild davon zu machen:

    http://www.geistigenahrung.org/ftopic309.html

  1. xabar sagt:

    Auf Press TV war zu lesen, dass inzwischen 28 Moscheen und 50 andere Gebetsstätten zerstört worden sind.

    32 Ärzte wurden verhaftet. Ihr Verbrechen: Menschen, die an den Protesten teilnahmen, behandelt zu haben. Patienten im Zentralkrankenhaus von Manama, das unter militärischer Kontrolle steht, sind dort ebenfalls gefoltert worden. Man entfernte sie aus den Betten und warf sie auf den Boden.

    Eine junge Dichterin wurde verhaftet und deportiert. Ein Bahraini, der sich zusammen mit seinen Freunden den Häschern stellte, hob einen Koran hoch, woraufhin der Soldat ihm das Buch aus der Hand schoss. Er sammelte in aller Ruhe die verstreuten Blätter vom Boden auf, obwohl das Gelände voller Tränengas war.

    Sie setzen übrigens nicht nur gewöhnliches Tränengas, sondern auch Nervengas ein, das in
    Pennsylvania/USA hergestellt wird.

    Nicht nur Moscheen sind Zielscheibe der Attacken der Faschisten, sondern auch Schulen. Bahrainischen Studenten, die in London an Demontrationen vor der Botschaft des Landes teilnahmen, wurden gefilmt, identifiziert und die Studienförderung gestrichen und sie wurden aufgefordert, England zu verlassen.

    Wie unsicher sich die A-Khalifa-Dynastie ist, die seit einem Monat mit saudischer und emiratischer Hilfe, auf Anordnung der USA, versucht, die Revolution zu ersticken, zeigt die Tatsache, dass das Herrscherhaus über 40 Millionen Dollar auf Schweizer Konten verschoben hat.

    Heute fanden in Saudi Arabien erneut Sympathiekundgebungen mit Bahrain statt, aber nicht nur dort: auch iranische Studenten protestierten in Teheran; in mindestens einer weiteren westiranischen Stadt gab es große Proteste und selbst in Washington D.C. versammelten sich Hunderte Menschen vor der saudischen Botschaft und skandierten: Saudi - terrorists! Saudi - terrorists!

  1. dattel sagt:

    Nicht nur in Andalusien, war das Zusammenleben der verschiedenen Religionen harmonisch, sondern auch in Palaestina vor 1948.
    Was ich immer wieder von Zeitzeugen bestaetigt bekommen habe.
    Auch in Jordanien leben heute Christen und Muslime gleichberechtigt und man hoert genau so die Kirchenglocken leuten wie auch der Ruf des Muezins aus der Moschee zu hoeren ist.

  1. xabar sagt:

    @Dattel

    Das Zusammenleben zwischen der palästinensischen Bevölkerung und den Juden beschreibt Ghada Karmi, eine Palästinenserin, in ihrem autobiografischen Roman 'In Search of Fatima'. Sie schildert dort, unter welchen Umständen ihre Familie 1948 aus ihrem Heimatland vertrieben wurde.

    Sie unterscheidet zwischen den arabischen Juden, den wenigen Tausenden, die schon immer in Palästina gelebt hatten, die Arabisch sprachen und sich kaum von den Arabern unterschieden.

    Aber auch die eingewanderten Juden aus Europa, die ab 1880 etwa nach Palästina kamen waren oft umgänglich und versuchten sich zu integrieren. Allerdings unterscheidet sie zwischen den Führern zionistischer Organisationen und den Menschen, die infolge der Naziverfolgungen z. B. nach Palästina kamen, darunter ein deutscher Arzt, der zu ihrem Hausarzt wurde und der die Palästineser gut behandelte. Aber es habe auch die

    "verbissen aggressiven Juden gegeben, die so taten, als ob die Palästinenser gar nicht existierten".

    Ihre Familie immigrierte erst nach Syrien und dann nach England, wo sie wiederum jüdische Freundinnen fand.

    Aber als sie einen Engländer aus 'besserer Familie' heiraten wollte, sperrte sich die englische Familie gegen die Heirat und die Beziehung zerbrach.

    Wenn man sich die heutigen Verhältnisse ansieht, wo die Juden in Palästina in der Mehrheit sind, was damals noch nicht der Fall war, kann einem wirklich schlecht werden, wenn man daran denkt, wie schlecht, wie arrogant die Palästinenser und auch die israelischen Araber behandelt werden - als 'Terroristen' oder/und als Menschen zweiter Klasse, die man am liebsten loswerden will, denen man die elementarsten Freiheiten und Rechte, z. B. das Recht auf sauberes Wasser verweigert oder deren Freizügigkeit man durch Hunderte von Checkpoints sowie die Apartheidsmauer beschneidet, die man einfach vor die Tür setzt mit der Begründung, dass sie ja keine Baugenehmigung für das Haus, in dem sie leben, vorweisen können und schon rücken die Bulldozer heran.

    Aber all dies ist nicht 'Schuld der Juden', sondern die des Kolonialismus, des Zionismus, eine Spielart des Rassismus und Faschismus, der leider in Israel mehrheitsfähig geworden ist - auch unter den orthoxen Juden, aber besonders bei den Siedlern.

  1. xabar sagt:

    @Fatima

    Die wichtigste Person im Land ist nicht Ayatollah Khamenei, sondern das einfache iranische Volk, die einfache, sich um die Kinder sorgende iranische Mutter, der Iraner, der jeden Tag seiner Arbeit nachgeht und am Wochenende, am Freitag noch die Zeit findet, nach dem Freitagsgebet sich politisch zu engagieren.

    Der Iran hat desungeachtet eine kluge und erfahrene politische Führung und legt Wert auf echte spirituelle und politische Autorität, wogegen nichts zu sagen ist. Er wird sich zwar nicht provozieren lassen sich nicht leichtfertig in einen Konflikt hineinziehen lassen, aber trotzdem alles tun, um die Interessn des Islam zu verteidigen und für das mutige bahrainische Volk einzutreten. Sieht man sich iranische Sendungen, iranische Sender an wie IRINN, dann sind sie voll von der Berichterstattung über Bahrain und darüber, was konkret dort jeden Tag passiert. IRINN sendet auch auf Englisch. Die Sendungen, nicht nur die politischen, haben ein viel höheres Niveau als unsere.

    Ich bin froh, dass ich auf unsere Spaßnachrichten, deren Hauptziel darin besteht, unliebsame Nachrichten zu verscheigen und billige Unterhaltung anzubieten, um die Menschen abzulenken und zu entpolitisieren und zu verdummen, nicht mehr angewiesen bin und du kannst froh sein, dass du Arabisch kannst, und auch Zugang hast zu höherwertigen Informationen. Deine Beiträge zeugen davon. Ich lese sie immer gern, auch auf dem 'anderen Kanal'. Du weißt, welchen ich meine. Deine Beiträge sind dort die einzigen, die ich regelmäßig lese.

  1. Fatima sagt:

    @xabar : "Die wichtigste Person im Land ist nicht Ayatollah Khamenei, sondern das einfache iranische Volk, die einfache, sich um die Kinder sorgende iranische Mutter, der Iraner, der jeden Tag seiner Arbeit nachgeht und am Wochenende, am Freitag noch die Zeit findet, nach dem Freitagsgebet sich politisch zu engagieren."

    das widerspricht sich doch gar nicht. Für Imam Khamenei ist in der Tat das Volk der Souverän, und das Volk steht hinter seiner Führung, abgesehen vielleicht von ein paar wenigen grünen Spaßvögeln.

    http://www.youtube.com/watch?v=ouhTUMENEiE

    ok, das ist von der CSU, aber passt doch gut auf die grünen Iraner.
    Klar weiß ich, welchen "Schwarzen Kanal" du da meinst ;-)