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Türkei ändert völlig die Einstellung zu Assad

Samstag, 20. August 2016 , von Freeman um 15:00

Wieder eine totale Kehrtwende in der Aussenpolitik des Regimes in Ankara. Nachdem sich Erdogan vor 14 Tagen beim russischen Präsidenten versucht hat einzuschmeicheln und damit die antirussische Politik aufgegeben hat, verkündete der türkische Premierminister Binali Yildirim am Samstag, die Türkei verändert auch die Einstellung gegenüber Präsident Assad. Er sagte, Bashar al-Assad kann als Präsident bleiben, bis sich in Syrien eine Übergangsregierung bildet. Bisher war die Einstellung Ankaras, Assad muss sofort verschwinden und hat sogar mit militärischen Aktionen gedroht, wenn er der türkischen Forderung nicht nachkommt.


Hier sehen wir wieder die Doppelmoral des türkischen Regimes. Selbstverständlich darf niemand von aussen damit drohen, Erdogan soll als Präsident zurücktreten und verschwinden. Wer das versucht wird, wie wir in den letzten Wochen durch die Säuberungswelle gesehen haben, verfolgt, verhaftet und bestraft. Aber er hat die Anmassung und Frechheit zu fordern, Syriens Präsident Assad soll zurücktreten und verschwinden. Aber nach fünf Jahren jetzt nicht mehr und Assad kann bleiben.

Das war wohl die Luft in St. Petersburg, welche den Wandel bewirkt hat. Siehe: "Der Psychokrieg zwischen Putin und Erdogan".

Kommende Woche werden ranghohe Vertreter der Türkei nach Teheran reisen, wo sie sich mit ihren iranischen und russischen Pendant treffen, um die sogenannten Koordinationsbemühungen was Syrien betrifft zu besprechen.

Schon interessant, wie Erdogan ein Wendemanöver nach dem anderen vollzieht und von seinen laut hinausposaunten "Prinzipien" abweicht. Es treffen sich Sunniten mit den verhassten Schiiten und den Christlich Orthodoxen, um über den Verbleib des noch verhassteren Alawiten zu reden.

Das heisst, Erdogan distanziert sich von der Linie seiner Freunde und Alliierten, geht weg von den Vereinigten Staaten und den Golfstaaten Saudi-Arabien und Katar.

Jetzt ist dieses Wendemanöver nicht deshalb, weil Erdogan plötzlich einsieht, die Unterstützung der radikal islamischen Terroristen in Syrien, um Assad zu stürzen, war ein Fehler. Nein, sondern es geht um die Kurden in Syrien, es geht um die Drohung einzudämmen, die Kurden können einen eigenen Staat bilden.

Es geht darum, die Drohung einer Allianz mit Russland und Iran dazu zu nutzen, um die Vereinigten Staaten zu zwingen, ihre Unterstützung der
kurdischen Kräfte im Norden von Syrien aufzugeben - der Hauptgrund für die schlechten Beziehungen zwischen Washington und Ankara.

Der Albtraum von Erdogan ist die Bildung eines eigenen kurdischen Staates. Deshalb der plötzliche Wandel und die beiden Forderung von Yildirem:

Erstens, der Erhalt der territorial Integrität Syriens.

Zweitens, eine Regierungsform in der alle ethnischen und religiösen Gruppen vertreten sind.

Jetzt auf einmal findet Ankara es nicht mehr gut, wenn Syrien aufgeteilt wird und die Regierung in Damaskus die Kontrolle über das gesamte Staatsgebiet verliert. Was für ein kompletter Sinneswandel!!!

Die Aufteilung Syrien kommt jetzt nicht mehr in Frage, denn Yildirim sagte: "Wenn jemand kommt und sagt, ich gebe den Westen Syriens an diese und den Süden an andere und den Norden an die Kurden ... das ist unmöglich." Die Türkei würde das nicht akzeptieren, betonte er.

Der türkische Premierminister hat damit auf die Möglichkeit hingewiesen, die Kurden würden den Grossteil des nördlichen Syrien "erben" bei einer Teilung. Speziell wo doch Washington eine de facto militärische Allianz mit der YPG im Kampf gegen die ISIS eingegangen ist.

Die Türkei ist besonders sauer, dass Kampfeinheiten der YPG bereits westwärts vom Euphrat sich bewegt haben, was Ankara öffentlich als Überschreitung der "rote Linie" beschrieben hat. Ankara hat von Washington verlangt, die Kurden müssen sich in den Osten hinter den Euphrat wieder zurückziehen.


Aber die YPG hat gesagt, sie wollen Manbij - die Stadt die sie westlich des Euphrat von der ISIS befreit haben - mit Afrin und al-Bab verbinden, damit zwei separate kurdische Zonen zu einer gesamten sich vereinigt und von ihnen kontrolliert wird.


Die Türkei befürchtet, eine Konsolidierung der kurdischen Kräfte über ein grösseres Territorium entlang der türkischen Grenze wird die PKK in der Türkei dazu veranlassen, einen eigenen Staat zu fordern. "Ein kurdischer Staat im Mittleren Osten", sagte Yildirem, "wird keine Lösung bringen."

Es geht also Erdogan darum, da Washington nicht dazu bewegt werden kann, die Kurden einzudämmen, versucht er es jetzt über Russland und Iran, damit sie die Kurden unter Druck setzen, um die territorialen Gewinne im Nordwesten Syriens aufzugeben.

Im Gegenzug verspricht Erdogan, die Unterstützung der radikal islamischen Terroristen aufzugeben, wie die türkischen Lieblinge der Ahrar al Sham und der politisch und militärische Alliierter dieser Gruppe, die sich neu Jabhat Fateh al-Sham nennt – ehemalige Al-Kaida und Jabhat al-Nusra.

Kein Problem, denn Erdogan hat in seiner politischen Laufbahn immer wieder bewiesen, wie er seine "Feunde" fallen lässt und ihnen das Messer in den Rücken sticht. Das Geld der Wahhabiten und der Krieg der Terroristen waren bisher sowieso nur nützliche Werkzeuge, um Assad zu stürzen.

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, sagt sich Erdogan, jetzt muss Assad bleiben, damit Syrien nicht in Teile zerfällt und ein Kurdistan entsteht.


Kommende Woche wird der türkische Vizeaussenminister Ahmet Yildiz nach Teheran reisen und die Verhandlungen über den Rahmen der Zusammenarbeit in Syrien fortsetzen. Vergangenen Freitag vor einer Woche besuchte bereits der iranische Aussenminister Mohammad Javad Zarif Ankara - es kam auch zu einem Treffen mit Erdogan - um sich mit Aussenminister Cavusoglu über die Formulierung des Rahmens zu einigen.

Für die Türkei könnte dieser Weg mehr bringen, als über Washington, um die territoriale Ausdehnung der Kurden in Syrien einzudämmen. Auf der anderen Seite versprechen sich Moskau und Teheran eher dadurch eine Friedenslösung für Syrien, wenn Ankara die Terroristen nicht mehr unterstützt und die Forderung, Assad muss weg, aufgibt.

insgesamt 17 Kommentare:

  1. freethinker sagt:
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  1. Die Kurden führen seit Jahren den gefährlichen Kampf am Boden gegen den IS. Und das mit Erfolg. Sie erledigen die unangenehme und opferreiche Drecksarbeit, nicht vergleichbar mit Luftschlägen. Wenn sie in Syrien nicht wenigstens eine weitgehend autonome Teilrepublik bekommen (wie z.B. Tschetschenien), dann sind sie mal wieder schön verarscht und ausgenutzt worden. Dann wird auch langfristig keine Ruhe einkehren.

  1. Da wäre ich mir nicht so sicher das die USA sich aus der Türkei zurückziehen werden
    Der Bosporus für die USA schon wichtig und dann die Verträge so leicht wird die NATO und USA diesen Verbündeten nicht aus ihrer Klausel entlassen
    Das beste für alle Seiten wäre wenn sich die Amis ganz aus diesen Gebieten verabschieden würden
    Syriens Assad wird seine Macht nicht freiwillig aufgeben-wozu auch
    Russland wird noch stärker als bisher militärisch intervenieren was als nun ja Verbündeter sein gutes Recht ist
    Den Kurden sollte man auch das ist überlegenswert endlich wieder einen eigenen Staat zubilligen
    So wie es aussieht sitzt Erdogan zwischen zwei Stühlen
    Auf der einen Seite will er es sich wohl nicht nochmal mit Russland verprellen auf der andren Seite wohl nicht mit dem USA
    Bleibt abzuwarten wie die USA hierauf reagieren werden
    Hinnehmen werden sie es höchstwahrscheinlich nicht mit offenen Armen


  1. REV 313 sagt:

    Die Türkei ändert überhaupt nichts an seiner Syrien-Haltung. Es wird nur vorsichtiger formuliert: Assad kann "übergangsweise" bleiben. Mit anderen Worten: Assad muss weg! Und aus der Nato wird die Türkei auch nicht geschmissen, auch wenn die Presse das so vermitteln will. Dafür ist die Türkei geostrategisch zu wertvoll. Nein, jetzt geht es gegen Syrien erst richtig los.

    Erdogan hat mit dem vermeintlichen Putsch, den er in Zusammenarbeit mit Usrael eingefädelt hat, seine Macht gestärkt. Nun kann es richtig losgehen.

    Wie man an der Geschichte um den 5-jährigen Jungen Omran erkennen kann, geht die Anti-Syrien-Propaganda in die nächste Runde. Seit ca. zwei Wochen werden wieder vermehrt Nachrichten aus Syrien gezeigt, um Mitleid zu erzeugen. Die gleichgeschaltete, internationale Presse bringt das Bild des Kleinen überall in der Welt in den Umlauf.

    Da bahnt sich wieder etwas an. Schließlich ist Assad immer noch an der Macht. Mal sehen, welcher Versuch diesmal kommt. Die Türkei will ja eine stärkere Rolle spielen. Das kann Erdogan nach dem Putsch nun besser.

  1. Klauz Allez sagt:

    Die Türkei nutzt Russland nur aus bis es sein Ziel erreicht hat und dann wartet mal ab...

  1. humanity sagt:

    WARUM fragt man nicht öffentlich nach, was Erdogan, Putin u Obama wollen? man wird ja nochmal fragen dürfen... vielleicht entscheiden aber andere das welten-geschick? wer weiss...

  1. Wieso hat die türkei so eine grosse angst vor einem Kurdistan, ich mein dieses land besitz die zweitgrösste armee der nato und evtl. auch den zweitgrössten Etag für die armee. Sie sprechen von brüderschaft usw. aber wollen schön die Leine in der Hand haben. Nur jemand der vor Rache für seine Taten angst hat spielt so verrückt.

  1. Skeptiker sagt:

    Das dein heutiger Feind morgen dein Verbündeter sein kann und umgekehrt, kann man schon in Machiavellis "Il Principe" nachlesen. Wir können getrost davon ausgehen, dass dieses Büchlein sowohl Putin als auch Erdogan bekannt ist. Erdogan versucht, die Entstehung eines Staates Kurdistan zu verhindern, denn das ist sein größtes Problem. Die Causa Assad kann er da durchaus etwas aufschieben, deshalb die vorsichtige Formulierung. Eine Neuordnung des Raumes wäre für die Türkei eine existenzielle Frage. Daher hat die Erhaltung des Status Quo in der Levante oberste Priorität und entsprechend handelt Erdogan. Putin wiederum will unbedingt den Zangengriff um Russland lockern und die Gaspipeline von den Golfmonarchien nach Europa unterbinden, damit Europa auch künftig sein Gas in Russland kaufen muss. Erreicht werden können diese Ziele nur, wenn die jetzige Regierung in Damaskus am Ruder bleibt. Eine im Syrien- Konflikt weniger engagierte Türkei - egal aus welchem Motiv heraus- hilft Russland. Ein Fuchs,wie Wladimir Putin,lässt sich so eine Gelegenheit nicht entgehen. Man braucht sich temporär gegenseitig. Mehr gibt es da nicht hinein zu interpretieren.

  1. @Kurdistan why not, kein Land der Welt gibt ein grossteil seinen Staatsgebietes einfach so auf, zudem dort eine Menge Wasserreserven lagern in den Türkischen Kurdengebieten wo sie andere Nahoststaaten erpressen können da diese einen Wassermangel haben. Ausserdem gibt es durch Grenzen zum Iran, Aserbaidschan eine Nähe zum Erdölreichen Kaspischen Meer was die Türken nicht einfach aufgeben wollen. Wenn Kurdistan entstehen soll dann fällt ein Grossteil der Nähe zu diesen Gebieten weg. Es entsteht dann ein Pufferstaat der die Türkei von diesen Gebieten abschneidet. Auch vom Nordirak der auch Erdölreich ist wäre man abgetrennt. Den dieser Pufferstaat wird der Türkei eher Feindlich gesinnt sein.

  1. blogger007 sagt:

    Warum ich gegen einen eigenen Staat für die Kurden bin in Syrien. Erstmal ist es doch Syrischer boden. Dazu müssten die Syrer befragt werden. Zweitens. Gibt es erstmal einen eigenen staat so werden diese dan wieder hochgerüstet um dan zb in den iran einzumachieren. Und ich würde das vermuten. eines tages. keine ahnung.

    Ich möchte aber gestehen das ich mich mit geschichte nicht so übertrieben auskenne. Vielleicht steht den Kurden ja ein staat zu. Woran misst man das eigentlich Freeman ob man ein Staat gründen darf. Vor kurzen hat mir ein Kurde gesagt das sie bereits 80 millionen sind weltweit. Auch wenn sie heute gegen den IS kämpfen könnten sie morgen schon gegen jeden anderen in der Ecke Kämpfen. Wie gesagt ich meine das dahingehend da ein Staat ja auch eine eigene Bundeswehr hat, bzw haben darf und die wird dan bestimmt auch noch mal von den Saudi arabern Finanziert werden/ können.

    warum haben die Kurden eigentlich keinen eigenen Staat????

    Andererseits sollte man Die Kurden nicht unterdrücken.

  1. Die Türkei orientiert sich zunehmend an der Aussenpolitik ihres neuen (alten) Bündnispartners Russland. Das ist eine gute Einstellung, aber hoffentlich fällt der wankelmütige Erdogan nicht wieder um. Er hat keine feste Linie in seiner Politik, das ist seine grosse Schwäche.

  1. Epiktet sagt:

    Die Frage eines eigenständigen Kurdistans stellt sich im Moment nicht und ist auch m.M.n. nicht der entscheidende Faktor! Sofern eine friedliche Beilegung des Kurdenkonflikts zwischen der türkischen Regierung und der PKK nicht umgehend eingeleitet und auch umgesetzt wird, wird sich an der derzeitigen Situation überhaupt nichts ändern! Ganz im Gegenteil wird die Lage sich noch weiter zu spitzen! Dann müssen sich die Menschen in der Türkei auf weitere Anschläge einstellen, die sich praktisch überall im Land ereignen können! Aber Leidtragender wird wieder einmal das einfache Volk sein!

    Erdogan bzw. die AKP haben keinerlei Interesse, den Konflikt friedlich zu lösen, da man auf die gewaltsame Art auch viele Faschisten auf seine Seite ziehen kann, die die Kurden am liebsten sofort ausrotten würden! Wenn man nicht in der Lage ist, diplomatische Entscheidungen zu treffen, um den Konflikt auf ein Minimum zu reduzieren, dann wird Mord & Totschlag, Anschläge und alles was ein Land ins Chaos stürzen kann, in der Türkei leider auch in Zukunft den Alltag bestimmen!

    Bevor den Kurden ein kurdischer Staat zugesprochen wird, sollte man mal darüber nachdenken, inwieweit dieser Volksgruppe echte Chancen einer Teilhabe innerhalb der türkischen Gesellschaft eingeräumt werden können! Man hat den Kurden Jahrzehnte lang vorgeworfen, dass sie gar nicht anders können als ihr Heil beim bewaffneten Widerstand zu suchen. Jetzt, wo man die Chance einer politischen Teilhabe durch die HDP erreicht hat, wird diese Partei von der AKP und den Extremisten schon als Terrororganisation eingestuft! Egal, was die Kurden auch machen, sie werden scheinbar auch in Zukunft in der türkischen Gesellschaft als Bergtürken, Kommunisten und Terroristen wahr genommen! Der türkische Faschist/Extremist sieht in dem Fall nur edles türkisches Blut in seinen Adern fließen! Was für eine abartige Ideologie!

  1. Epiktet sagt:

    Diese plötzliche Kehrtwende in der türk. Außenpolitik im Fall Syrien ist dem politischen Wirrwarr eines Tayyip Erdogan geschuldet! Inwiefern sind denn solche Handlungen geprägt von Einsicht und diplomatischem Geschick oder handelt es sich lediglich um das übliche politische Kalkül? Sind solche Macht Spielchen evtl. nur Eigeninteressen dienlich? Man weiß es nicht! Es ist alles so undurchsichtig und abenteuerlich, was diese Vögel da ständig produzieren!

    Ja wenn man auf einmal mit dem Rücken zur Wand steht, ist man nun gezwungen, bei den Russen und Syrern politisch Abbitte zu leisten! Jetzt, wo die Verbindungen der türk. Regierung mit Terroristen auch endlich die Mainstreammedien erreicht haben, ist man bemüht, positive Schlagzeilen zu schreiben!

    Ich kann es mir angesichts der bisher verheerenden Politik einfach nicht vorstellen, dass auch nur eine Entscheidung von der AKP etwas Positives & Nützliches hervorbringen könnte! Man sieht doch die derzeitige desaströse Lage, was sowohl die innenpolitischen wie auch die außenpolitischen Verhältnisse anbelangt! Wie soll es jetzt weiter gehen? Welchen Plan verfolgt diese Regierung? Will man weiterhin das halbe Volk unter Putschverdacht einbuchten? Weiter mit Vollgas voll gegen die Wand???

    Oder müssen wir uns mit der brutalen Realität bzw. Realsatire ''Er ist wieder da!'' in Gestalt von Erdölfchen abfinden?

  1. Der nahe Osten ist kein Handlungsort von Idealen, Prosperität was es sich der gemeine Pöbel erwünscht. Aber, warum zum Teufel sollte er Zahnarzt werden? Eine Arbeiterklasse, die weiter von der Politik fast nicht entfernt sein könnte? Bekleidet mit Kittel u d Ruhm, warum zum Teufel sollte er nch London wandern? Sicher, stabile und erfassbare Politik und zuverlässige Infrastruktur, weit entfernt von instabiler Grundversorgung, aber trotzdem nah genug um im Handlungsmoment erreichbar zu sein. Ich glaube, Bashar ist per se kein übler Kerl, setzt er sich doch für seinen Staat skrupellos ein und wird gerne als Buhmann präsentiert. Muss er sich aber um die Interessen seiner 'Familie' kümmern, was ein Europäer leider nicht verstehen kann, der erzogen wurde, seine eigenen Ideen und Visionen um biegen und brechen umsetzen zu können. Diese amerikanische Politik, treulose und gewissenlose Vagabunden, kein Kraut ist doesem Gift gewachsen...

  1. Erdogan spielt, durch seinen Besuch bei Putin, Amerika gegen Rußland aus. Vice-President Biden redet nun Erdogan das Wort und lässt sich von ihm seine Reden schreiben!
    Die Kurden die als einzige tapfer am Boden gegen den IS gekämpft haben, sollen jetzt das von Ihnen freigekämpfte syrische Gebiet an der türkischen Grenze räumen und werden zu Terroristen erklärt, d.h. sie werden mit Billigung Amerikas mit dem IS in einem Topf geworfen und bekämpft. Der Autokrat Erdogan schickt seine Panzer nach Syrien um das Territorium zu übernehmen. Droht wieder ein Massaker, von höchster Stelle angeordnet,wie schon bei den Armeniern?

  1. Glücklicherweise kann sich Präsident Baschar Al Assad auf seine russischen und iranischen Verbündeten verlassen. Würde er Erdogan und der Türkei vertrauen, wäre er schon längst verloren und weg vom Posten als Präsident Syriens. Das weiss er auch ganz genau.

  1. Ich nehme an, die Lösung ist viel einfacher. Nach Russlands Eingreifen muss Erdogan einsehen, Assad ist nicht zu stürzen und das mit der Pipelines aus Saudi-Arabien wird nichts.
    Dann also die zweitbeste Lösung, durch Assads Syrien wird die Iran-Pipelines in die Türkei gebaut und er kann dann an den Durchleitungsgebühren verdienen. Dazu muss aber erst mal wieder Ruhe in Syrien herrschen, Schluss mit IS und Schluss mit Kurdenkämpfen.
    Die US-Amerikaner und die NATO wollen den Konflikt aber bis zum "Endsieg" und Sturz Assads am köcheln halten und unterstützen deshalb alle Kampfparteien: IS, Al-Nusra, sogenannte gemässigte Terroristen, die Kurden die sich am besten auch noch untereinander bekämpfen sollen.