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Indische Mondmission schickt Bilder der Erde

Montag, 5. August 2019 , von Freeman um 15:00

Die Indische Raumfahrtbehörde (ISRO) hat grosses vor. Sie will auf dem Südpol des Mondes landen und einen Rover als Kundschafter auf der Mondoberfläche herumfahren lassen, um das Vorhandensein von Wasser zu prüfen. Die Trägerrakete GSLVMkIII_M1 ist erfolgreich vergangene Woche vom indischen Raumfahrtzentrum Satish Dhawan, Sriharikota, in Andhra Pradesh gestartet und hat die Sonde Chandrayaan2, bestehend aus Mondsatellit, Landefähre und Rover, in die Erdumlaufbahn gebracht.







Die Sonde umkreist jetzt mehrmals die Erde, um Abstand zu gewinnen, bevor es mit einem Raketenschub sich auf die Reise zum Mond begibt. Dort angekommen wird sie den Mond umkreisen. Die Landung ist für den 7. September geplant.


Bei einer weichen Landung auf dem Mond wird der Rover "Pragyan" über eine Rampe auf die Mondoberfläche gelassen und dann autonom die Gegend erkunden und Proben nehmen.





Während Chandrayaan2 die Erde umkreist, hat sie erste Bilder der Erdkugel gesendet:





Verdammt, und ich dachte die Erde ist eine flache Scheibe und steht auf Säulen ;-)

Ist schon erstaunlich zu was indische Wissenschaftler mittlerweile fähig sind und das indische Raumfahrtprogramm leisten kann.

Jedenfalls mehr als die Amerikaner und Europäer, die selber keine Mondmission schaffen und keinen Astronauten ins All bringen können, sondern mit den Russen mitfliegen müssen.

Die US-Industrie ist sogar unfähig zuverlässige Raketenmotoren zu bauen und müssen sie von den Russen kaufen.

Trump mit der Ankündigung einer Marslandung und der "Westen" überhaupt haben nur ein grosses Maul, können nur in ihren Science-Fiction-Filmen im Weltall herum kurven, in der Realität heben sie nicht mal vom Boden ab.

Ich muss immer wieder lachen wenn ich die vielen Hollywood-Filme sehe, in denen die Amerikaner auf anderen Planeten landen und quer durch die Galaxis reisen.

Die Bluffsäcke können in ihren Filmen alles, in Wirklichkeit aber nichts. Einen grösseren Unterschied zwischen Illusion und Realität gibt es nicht!

Das kommt davon wenn man seine ganze Energie und sein ganzes Geld nur in die Rüstung und in Kriege steckt. Nur darin sind die Amis Weltmeister, im Zerstören und Töten!!!

Kompliment an Indien für dieses ambitionierte Vorhaben und friedliche Nutzung des Weltalls.



UPDATE: Die fünfte Erhöhung des Erdumlaufs ist geglückt und für den 14. August ist die Trans Lunar Insertion (TLI), oder Reise zum Mond geplant.

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Das folgende Video zeigt die Landung der chinesischen Sonde Chang'e 4 am 3. Januar 2019 auf der abgewendeten Seite des Mondes:

insgesamt 13 Kommentare:

  1. Robroynatur sagt:

    Hallo Freeman, was ist nicht verstehe ist; warum braucht die indische Mission solange um den Mond zu erreichen? Angeblich hat Apollo 11 nur 76 Stunden gebraucht um 384.000 km, zur Mondumlaufbahn zu fliegen. Auch wenn die Apollo Geschichte nicht wahr ist, ist eine Geschwindigkeit von 5050km/Stunde (Apollo 11) realistisch im Weltall? Oder muss man viel langsamer fliegen?

  1. Super Artikel! Ich wäre Mal auf ein Video der Erde gespannt. Mit Wolkenbewegung etc. Nein, ich..glaube nicht an die Flache Erde.

  1. Scatty sagt:

    Warum nehmen die Russen gerade in dieser Zeit überhaupt noch amerikanische Astronauten mit ins Weltall und verkaufen denen Raketenmotoren ?

    Sollen die Amis doch zusehen wie sie ins All kommen, am besten per Anhalter durch die Galaxis.....

  1. Freeman sagt:

    Ich bin wieder die Mutter die euch füttern muss. Hier ein Video dass die Wolkenbewegung auf dem Globus zeigt, bzw. über Australien.

    https://www.youtube.com/watch?v=0OLuyRXXgKw

  1. Freeman sagt:

    @Robroynatur Gute Frage. Der Grund warum die indische Mission länger zum Mond braucht ist weil die Rakete viel weniger Schubkraft hat wie z.B. die Saturn V, welche immer noch die stärkste Rakete aller Zeiten ist.

    Die Appolo-Missionen waren bemannt mit viel schwerer Last, deshalb, während die Chandrayaan2 unbemannt und kleiner ist. Die Inder müssen mit mehreren Umkreisungen Abstand zur Erde gewinnen bis die Sonde zum Mond geschickt wird.

    Dann kommt noch das Problem des Abbremsen. Je schnell man zum Mond fliegt je mehr muss man bei der Ankunft abbremsen, was mehr Treibstoff benötigt. Das ist der Grund warum diese Reise länger dauert. Man spart dabei Treibstoff also Gewicht.

    Das vergessen die Leute immer, man benötigt genauso viel Schub um abzubremsen wie um zu beschleunigen, sonst saust man am Ziel vorbei. Wer Bootskapitän ist kennt das, den ein Boot hat keine Bremsen sondern nur Schub und Gegenschub mit dem Propeller.

  1. Freeman sagt:

    @Scatty Weil die Russen nicht so emotional reagieren wie du und nicht dumm sind. Mit den Einnahmen aus der Taxifahrt zur ISS und den Verkauf der Motoren finanzieren sie ihr Raumfahrtprogramm. Eine Fahrt zur ISS kostet den Amis pro Person 75 Millionen Dollar. Ein russischer RD-180 Raketenmotor, den die Amis für ihre Atlas V verwenden, kostet 24 Millionen Dollar. Sind doch super Einnahmen für die Russen, ausserdem können sie grössere Stückzahlen produzieren, was den Stückpreis wiederum reduziert.

  1. Freeman sagt:

    Und auf die "kritischen" Kommentare, warum die Inder viel Geld in die Raumfahrt stecken, statt die eigene Bevölkerung aus der Armut heben, sage ich folgendes:

    1. Ist das Geld nicht verschwendet sondern schafft sinnvolle Arbeitsplätze im Land und bringt die Technologie vorwärts.

    2. Indien ist gar nicht so arm wie man durch die westliche Propaganda meint.

    3. Und ausgerechnet die Deutschen sollen ihren Mund darüber halten, denn genauso könnte man fragen, warum werden 30 Milliarden Euro pro Jahr für die Betreuung der "Migranten" aufgewendet, gleichzeitig lässt man die obdachlosen Deutschen und Rentner verrecken?

    Kümmert euch um die Probleme im eigenen Land statt mit dem Finger auf andere zu zeigen.

  1. Robroynatur sagt:

    Lieber Freeman, vielen Dank für die Antwort!

  1. Danke Freeman für deine Arbeit und deine Antwort! Super Video!

  1. @Freeman, die Reise damals wo ich in Indien war Mumbai und Goa habe ich soviel Elend gesehen das es mich freut das Indien den Sprung in das neue Zeitalter geschafft hat.

    Ich hoffe das sie ihre WC Abwässerungssystem genauso schnell geschafft haben wie ihr "Weltall-Programm. Hoffentlich wird ebenfalls an die unterste Kaste der" Unberühbaren" gedacht.

  1. Mr. Bean sagt:

    Danke Herr Freemann, dass Sie wenigstens den "Link aus München" goutierten. Es ist zwar ein bisschen schleimig(für Sie vermutlich diplomatisch) aber man wird schon nachdenklich, denn wir werden immer wieder aufgerufen für die Armen Indiens zu spenden?! Wie wäre Ihr Statement für Nordkorea ausgefallen? Amerika dürfte Ihr Erzfeind sein, oder?

  1. Hauptsache wir Spenden etwas für die Sporthalle in Eshera damit die Kinder dort ab September Sport machen können. Ich habe meinen Beitrag geleistet und ihr?

  1. Öl-Schleich sagt:

    " Kompliment an Indien für dieses ambitionierte Vorhaben und friedliche Nutzung des Weltalls. "

    Bemerkenswert ist auch die typisch asiatische Ruhe und Entschleunigung während dieser 6-wöchigen Reise.
    Die Entdeckung der Langsamkeit
    (1983, Roman und preisgekrönter Bestseller des deutschen Schriftstellers Sten Nadolny)

    Ganz anders als die hecktischen Yankees, die in nur 3 Tagen mit militärischem LÄRM-Getöse zum Mond düsten.

    Wieviel Wochen haben eigendlich die Chinesen zum Mond gebraucht ?