Nachrichten

Zypern will 2014 garantiertes Grundeinkommen einführen

Sonntag, 11. August 2013 , von Freeman um 10:00

Zyperns Präsident Nicos Anastasiades hat am Freitag eine komplette Reform der Sozialpolitik verkündet, die neu auf dem Prinzip des garantierten Grundeinkommen basieren soll. Er sagte, bis Juni 2014 soll das neue System eingeführt sein. Dieses garantierte Grundeinkommen soll die Bedürfnisse eines jeden Bürgers und jeden Haushalt was Ernährung, Bekleidung, Strom, Wasser und andere Notwendigkeiten betrifft abdecken. Damit sollen die bisherigen getrennten Sozialleistungen der verschiedenen Ministerien zu einer Grundversorgung vereinheitlicht werden. Bedingung ist aber, dass die Empfänger aktiv einer Arbeit nachgehen. Es ist also nicht "bedingungslos". Wie Zypern das bezahlen will hat Anastasiades nicht gesagt, nur dass ein Teil von der EU kommt und die Troika der "Modernisierung" des Sozialsystems zugestimmt hätte.


"Empfänger werden alle unsere Bürger sein, die ein Einkommen unter dem was man für ein würdiges Leben benötigt haben, ungeachtet des Alters, der Klasse oder der Lebenssituation," sagte Anastasiades in einer Verlautbarung. Gleichzeitig soll das Recht auf Unterkunft für die wirtschaftlich Schwachen in der Bevölkerung garantiert sein, sagte er. Das soll entweder über Mietzuschüsse für die welche keine eigenen vier Wände besitzen erfolgen oder über die Subvention der Hypothekenzinsen für die Hausbesitzer, die Mühe haben die Raten zu zahlen.

"Auch gedeckt werden unvorhergesehene Ausgaben sein, die leider in jedem Haushalt vorkommen, wie zum Beispiel, sehr notwendige Baumassnahmen oder Reparaturen an den Häusern usw.," sagte er.

"Was ich besonders betonen möchte, das garantierte Grundeinkommen werden auch die Tausenden unserer Mitbürger erhalten, die trotz ihrer Bedürftigkeit bis heute durch das existierende System keine Unterstützung vom Staat bekommen haben," sagte der Präsident.

Auch die arbeitslosen Schul- und Universitätsabgänger werden gedeckt sein, sowie Arbeiter die ein besonders niedriges Einkommen haben bekommen eine Ergänzung, um das garantierte Grundeinkommen zu erreichen, und Selbstständige die arbeitslos sind und bisher nicht gedeckt waren auch.

"Viele Rentner mit niedrigen Renten, die zu wenig in das Rentensystem eingezahlt haben, werden höhere Zahlungen wie bisher erhalten," sagte Anastasiades.

Er sagte, das generelle Prinzip des Plans wäre, es darf keinen Bürger mehr geben der "nicht das garantierte Minimum für ein würdevolles Leben in einem europäischen Land hat."

Das garantierte Grundeinkommen wird alle bisherigen verschiedenen Sozialleistungen ersetzen, die von Ministerien und Behörden unkoordiniert und getrennt vergeben wurden. "Die Politik der ungezielten und verteilten Zuschüsse ist beendet," sagte Anastasiades. "Eine Politik die trotz der erheblichen Last auf die öffentlichen Finanzen und den Steuerzahlern nicht die Ungleichheit reduzierte und oft Mitbürger ignorierte die es wirklich nötig hätten."

Der Präsident sagte, die Höhe des garantierten Grundeinkommen wird durch objektive und wissenschaftliche Methoden des Statistikamtes festgelegt, mit aktiver Beratung durch die Internationale Arbeitsorganisation.

Die neue Sozialpolitik soll Arbeitslosen nach Ablauf der bisherigen sechsmonatigen Bezugsdauer weiter ein Einkommen ermöglichen. "Zum ersten Mal mit Einführung des neuen Systems werden unsere Mitbürger die länger arbeitslos sind ein Leben in Würde führen können, da sie das garantierte Grundeinkommen erhalten," fügte Anastasiades hinzu.

Das Beschäftigungsprogramm wird hauptsächlich durch den Europäischen Sozialfonds finanziert und soll als Ziel die Arbeitslosen unterstützen um Arbeit zu finden. Darunter fallen auch Weiterbildungsprogramme, Praxistrainings und die Subventionierung von Arbeitsstellen. Er sagte, die Troika hat den Vorschlag der Regierung "für ein modernes Konzept einer Sozialfürsorge und Wohlstand" akzeptiert. Der Dialog für die Umsetzung bis Juni 2014 beginnt sofort, sagte der Präsident.

Kommentar: Ausgerechnet Südzypern, das völlig pleite ist und unter Zwangsverwaltung der EU und der Troika steht, will ein garantiertes Grundeinkommen für alle einführen. Wie soll das denn gehen? Der zypriotische Staat hat jetzt schon zu wenig Steuereinnahmen und zu hohe Ausgaben, muss sich deshalb durch neue Schulden ständig finanzieren. Das Land importiert auch sechs Mal mehr als es exportiert; es ist also auf permanente Kapitalzuflüsse angewiesen. Wie will man den "Luxus" eines garantierten Grundeinkommen für alle bezahlen? Anastasiades verspricht eine Utopie die er nicht realisieren kann.

Südzypern hatte Steuereinnahmen von 8,8 Milliarden Euro im Jahre 2008, der absolute Höchststand, die auf 4,6 Milliarden bis 2011 gefallen sind und wegen der Krise weiter fallen. Das Land hat den höchsten Zuwachs an Arbeitslosen in der EU mit einem Anstieg von 31,7 Prozent per Ende Juli. Wenn jeder der 800'000 Zyprioten nur 1'000 Euro Zuschuss pro Monat bekommt, einschliesslich Miet- und Zinssubventionen, Baukostenerstattung und Rentenergänzung usw., dann wären das Kosten von 9,6 Milliarden Euro pro Jahr. Die gesamten Steuereinnahmen decken nicht mal die Hälfte der Ausgaben für dieses neue Sozialprogramm. Von der Finanzierung der anderen staatlichen Pflichten wie Sicherheit, Verteidigung und Infrastruktur gar nicht zu sprechen. Die Rechnung geht nicht auf.

Dazu kommt noch, da ausländische EU-Bürger die gleichen Rechte wie Einheimische haben, wird wohl dieses garantierte Grundeinkommen für alle gelten müssen. Na Mahlzeit, denn dann wird die Insel eine Flut an Zuwanderer aus allen Krisenländern der EU bald erleben und ein Magnet sein. Warum nicht in den sonnigen Süden ziehen, das warme Klima geniessen und vom zyprischen Staat ein "würdevolles Leben" bezahlt bekommen? Besser als in den Krisenländern Griechenland, Italien, Spanien und Portugal mit bald 50 Prozent Arbeitslosigkeit verrecken oder den Harz4-Terror in Deutschland erleben und sich den Arsch im Norden abfrieren. Hey, ab nach Zypern ins Schlaraffenland!

Sieht so aus wie wenn Zypern nicht nur das Testfeld der EU für den Bail-In ist, also den Raub der Bankguthaben um Banken zu retten (47,5 Prozent aller Guthaben über 100'000 Euro wurden gestohlen, ja, fast die Hälfte der Ersparnisse), sondern auch für ein zukünftiges vereinheiltlichtes Sozialsystem mit garantierten Grundeinkommen. Wie das finanziert werden soll und wem sie das Geld dafür wegnehmen wollen ist die grosse Frage. Entweder noch mehr Schuldenwirtschaft oder astronomische Steuern und eine generelle Enteignung "der Reichen". Willkommen in der EUDSSR!

insgesamt 29 Kommentare:

  1. kieselsteine sagt:

    Da sieht man gut, wie eine gute Idee in das genaue Gegenteil fallen kann, wann man nur wenig in der falschen Richtung daran herum schraubt.
    Lässt man das bediengungslos fallen, wird daraus eine perfekte Disziplinierungsmassnahme. Also genau das Gegenteil der ursprünglichen Idee. Das BGE ist ja mit der Idee angetreten, das Prinzip der Arbeit um zu kehren. Man arbeitet nicht mehr für sich selber, sondern macht es aus freiem Willen für die anderen. Es sollte der Zwang zur Arbeit gewandelt werden in ein Bedürfniss, sich an der Gesellschaft beteiligen zu wollen.
    Wenn ich einmal durch den Tag gehe und dabei darauf achte, was alles von anderen für mich gemacht wurde, komme ich darauf, dass weit über 99 Prozent, von dem, was ich den Tag lang brauche, andere für mich her gestellt haben. Sobald mir das bewusst wird, entsteht in mir das Bedürfniss etwas zurück zu geben. Arbeit könnte durch diese Einsicht freiwillig werden.
    Auch in der Schweiz wird es nun zur Abstimmung kommen wegen des BGE.
    Mit einem Gegenvorschlag, könnte die ganze Anstrengung der Inizianten in das Gegenteil verkehrt werden. Dem müssen wir ins Auge sehen.
    Es gibt aber noch ein anderer Grund, wieso ich Angst habe, dass die Iniziative zu früh kam.
    Es wurde nie über das Bodenrecht gesprochen. Die Mieten steigen ständig in der Schweiz. Die Spekulation hat daran einen sehr grossen Anteil. Es besteht, die reale Gefahr, dass das ganze ausgeschüttete Geld, und das wird nicht wenig sein, in die Imobilien Spekulation abfliesst. Das Recht auf wohnen lässt sich nicht trennen, vom Recht auf ein Grundeinkommen. Mir wäre es lieber gewesen, man hätte länger und auf breiterer Front über die Frage nachgedacht, wieso arbeiten wir eigentlich. Dabei müsste zuerst ein Bewusstsein entstehen darüber, dass heute kein Mensch mehr für sich alleine existieren kann. Wir sind alle von einander abhänig. Jeder sollte einmal einen Tag lang genau darauf achten, was er über den Tag alles braucht. Am Abend wird er feststellen, dass die Gesellschaft ihm etwas sehr wertvolles ist. Er wird anfangen zu verstehen, dass es vielleicht schöner wäre zu arbeiten um dieser Gesellschaft etwas davon zurück zu geben, als den ganzen Tag für seine eigene Existenz zu arbeiten. Das ist ein Bewusstseinsprozess der nicht von heute auf morgen möglich ist.

  1. Armin sagt:

    >Entweder noch mehr Schuldenwirtschaft oder astronomische Steuern und eine generelle Enteignung "der Reichen". Willkommen in der EUDSSR!

    Schuldenwirtschaft ist wirklich schlecht, aber Herr Freeman, informieren Sie sich bitte mal über Freiwirtschaft und Zinssklaverei. An Enteignung der Reichen ist ÜBERHAUPT nichts schlecht. Reiche lassen ihr Geld für sich arbeiten. Niemand soll 2000mal so viel wie ein Dachdecker verdienen. Niemand hat eine Milliarden Euro verdient. Ich fand es gut als kürzlich irgendwo viel Geld von den reichen Konten "geklaut wurde". Es wurde ja schließlich vorher von der armen Bevölkerung durch Zinsen geklaut. 90% der Menschen müssen für 90% des Geldes, die nur 10% der Menschen haben, die Zinsen erwirtschaften, also sind wegen mir 99% Steuern auf superreiche Bonzen-Multimilliardäre eine gute Sache. Bedingungsloses Grundeinkommen ist eins der besten Dinge der Welt neben Regionalismus und umlaufgesichertes Geld. Es nimmt die Existensangst von allen Menschen und es schenkt die Selbstverwirklichung... was red ich - informiert euch doch selbst, siehe Wissensmanufaktur. Und immer diese unnötige Verbindung zwischen UDSSR und Kommunismus. Es gibt auch andere Formen von Kommunismus als der von der Stasi.

  1. Sehr gut Freemann

    Wie du sagtest"Das wird der Test für
    die EU-Diktatur"wie viele Menschen sind dort dann nur noch Handlanger der Konzern und Banken-Diktatur=Faschismus.Lest doch "Die Nazi-Wurzeln der Brüsseler EU" Dr.Rath Health Foundation oder schaut
    euch die aussagen von Karl Albrecht Schachtschneider auf Youtube an!

  1. urantia sagt:

    Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist nicht schlecht, denn es gibt bereits schon jetzt aufgrund des technischen Fortschritts mehr Menschen als Arbeit zur Verfügung steht. Eine Vollbeschäftigung ist nicht möglich, weil es mehr Menschen als Arbeit gibt. Irgendjemand wird also leer ausgehen müssen. Deshalb ist das bedingungslose Grundeinkommen nicht schlecht, weil es sicherstellt, dass kein Mensch von der Teilhabe am Leben ausgeschlossen wird. Es ist in jedem Fall besser als das Hartz IV System in Deutschland, das die Empfänger zu Menschenabfall macht und schon Jugendliche in die Armut zieht.

    Problematisch beim bedingungslosen Grundeinkommen ist natürlich die Finanzierung. Wer soll es bezahlen und wieviel. Es gibt bereits verschiedene Ansätze, die sehr interessant sind. Es gibt folgende Ansätze: die negative Einkommensteuer, das Ulmer Modell, sowie das Bürgergeld. Bei der negativen Einkommensteuer erhält man eine Leistung bedingungslos ausgezahlt, wenn man keine Arbeit bekommt, bei einer Beschäftigung sinkt diese Leistung bis zu einem bestimmten Wert. Der Vorteil ist, dass nur derjenige das Geld bekommt, der keine Arbeit bekommt. Das Argument, das kein Mensch beim bedingungslosen Grundeinkommen mehr arbeiten will ist Unsinn, denn der Mensch braucht eine Beschäftigung, ansonsten geht er ein.

    Ein weiterer Vorschlag zur Finanzierung des BGE ist, den Millionären und Milliardären die Zinserträge abzunehmen. Dieses Modell halte ich für das beste, denn es ist sehr gerecht. Es gibt Menschen auf dieser Welt, die jeden Tag (!) 500.000 Euro Zinsen einnehmen ohne auch nur einen Finger krumm zu machen. Das ist ungerecht, denn diese Leute werden reicher, weil sie schon Geld haben. Es wäre also nicht ungerecht, wenn man den Millionären und Milliardären die Zinsen wegnimmt, die ohnehin der Bürger erwirtschaften muss. Die Reichen hätten dann eine gesellschaftliche Verantwortung aus der sie nicht fliehen könnten.

    Ein anderes Modell ist das Freigeld. Vorher müsste das Geldsystem komplett refomiert werden. Zinsen gibt es keine mehr. Die Reichen müssten so wie wir alle arbeiten, wenn sie wollen, dass ihr Reichtum nicht verschwindet. Ein leistungsloses Einkommen in Form von Zinsen, die der Arbeiter erwirtschaften muss gibt es nicht mehr. Die 40 Stunden-Woche kann im Freigeldsystem abgeschafft werden, da die Zinsen wegfallen und das Gehalt eines jeden Arbeiters um mehr als 30% in der Kaufkraft steigt. Durch Reduzierung der Arbeitszeit kann die Arbeit gerechter aufgeteilt werden und mehr Menschen könnten beschäftigt werden. Ich halte 6 Stunden Arbeit pro Tag für ausreichend. Mehr muss nicht sein.

    Das sind die bekannten Möglichkeiten um das System zu verändern. Ich fürchte aber, dass die Politiker in Zypern das nicht berücksichtigt haben und die Schulden noch weiter steigen werden. Die EUdSSR wird uns alle in den Abgrund reißen und die alternativen Ansätze für ein besseres System, das jeden Menschen ein würdevolles Leben ermöglichen würde, werden nicht diskutiert. Die Einführung ist schon jetzt möglich, doch ich glaube, dass die Zeit noch nicht reif dafür ist. Vielleicht wird es niemals einen Wandel geben und wir bleiben alle Zinssklaven die arbeiten damit sie essen können und die essen damit sie arbeiten können. Schöne Welt!

  1. singingprice sagt:

    Mir fällt da spontan ein, daß sie es vielleicht an einer Implantation eines RFID-Chips abhängig machen werden. Würde mich nicht wundern.

  1. singingprice sagt:

    Spontan habe ich gedacht, die werden es vielleicht an einer Implantation eines RFID-Chips abhängig machen. Würde mich überhaupt nicht wundern.

  1. @singingprice:

    Das habe ich mir auch gedacht, als ich den Artikel gelesen habe.

    Irgendeinen Grund muss es ja geben und da Zypern ja vom Ausland finanziell und somit politisch kontrolliert wird aufgrund der Staatspleite, liegt es nahe dass sie sich die gesetzlichen Grundlagen für die Einführung des RFID-Chips aufzwingen ließen.

    Warten wir ab wie weit die EU noch gehen wird.

  1. Pescadero sagt:

    @kieselsteine
    Dakor. Ich arbeite seit einigen Jahren ehrenamtlich mit unserem wichtigsten Gut, unseren Kindern.Bringe ihnen das Segeln bei, zeige Ihnen was Handwerk ist und versuche mit ihnen zu erleben was Freiheit ist.Diese Tätigkeit kann nicht mit schnödem Mammon beglichen werden. Das Lachen der Kinder ist unbezahlbar.

  1. Und wer legt fest was ein würdevolles Leben ist?Richtig der Staat

    Der Sozialstaat ist der älteste
    Trickbetrug der Welt.Zuerst nimmst du den Menschen still und heimlich das Geld weg und dann gibst du ihnen einen Teil mit grossem Getöse zurück.

    Thomas Sowell Prof.der Ökonomie

  1. knipser sagt:

    Hi! Eberhard Schneider!Super Kommentar!Und keiner merk,s!!!"Armes Deutschland"!!!Sozialismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf!!!

  1. mammut sagt:

    Jeder der sich mit dem Grundeinkommen beschäftigt hat (siehe Vorträge der Wissensmanufaktur) weiß, dass es so nicht funktionieren kann.

    Der Präsidentendarsteller Zyperns verkündet dem Volk die Brüsseler Beschlüsse zum Grundeinkommen.

    Und wenn es dann nicht funktioniert, weil es so natürlich nicht geht, werden die Brüsseler dann sagen, seht her wir haben es versucht mit dem Grundeinkommen doch es funktioniert nicht.

    Zypern ist da der richtige Spielplatz weil klein.

    Mal abwarten was wirklich dahinter steckt.

  1. IrlandsCall sagt:

    Der Sozialismus kann nie funktionieren. Konsequent zu Ende gedacht würden dann alle BGE bekommen, und keiner mehr arbeiten?
    Wenn schon die Theorie nicht funktioniert, geht das in der Praxis schon mal gar nicht. Nur die Autarkie und Selbstverantwortung jedes einzelnen Bürgers mit freiwilligen Verträgen kann funktionieren.
    Wollen die BGE Befürworter diejenigen zur Abgabe von Steuern zwingen, die nicht an diesem System mitmachen wollen? Dann wäre dieses BGE System nicht besser als das heutige System.
    Schon die folgenden Sätze entlarven die Absicht. Wer ist schon objektiv, und Wissenschaft und internationale Organisationen habe auf ganzer Länge versage.

    "die Höhe des garantierten Grundeinkommen wird durch objektive und wissenschaftliche Methoden des Statistikamtes festgelegt, mit aktiver Beratung durch die Internationale Arbeitsorganisation."

  1. Kayron sagt:

    Das grundeinkommen ist das schönmalen der 3 klassen systeme, Adel, Leibeigener, und diejenigen die garnichts haben. Selbst im alten Preußen war der bürger mehr wert als heute!!
    Die Politik muß nur das geld sinnvoll ausgeben, und dafür wofür man diese einnimt. Solidaritäts steuer war ursprünglich für den wiederaufbau der damaligen ddr an west nivou gedacht heute fließt sie in den gesamhaushalt mit ein. Auch nen riegel vorschieben bei den Konzernen die Dumpinglohn betreiben, aber das wäre ja ein heutiges weltwunder, wenn Politiker mit geld umgehen könnten!!!

  1. Eckart sagt:

    Nach der im Artikel gemachten Rechnung müßten allen (!) Zyprioten diesen "Grundsicherung" in Anspruch nehmen, denn auf Zypern leben ca. 700000 griechische Zyprioten.

    Die diesbezüglichen Staatsausgaben saldieren sich für diese Maßnahme auf ca. 1,25 Mrd. € , und das wäre zu wuppen.

  1. Vielleicht lässt man das Grundeinkommen in Zypern auch Medienwirksam Scheitern um in anderen Ländern die Politik gegen ein solches zu beeinflussen.

  1. Fatima sagt:

    Ich weiß gar nicht, was ihr gegen das BGE habt. Ich finde es gut! Gibts im Iran übrigens auch, auch wenn es nicht allein zum Leben reicht. Oder ist die jetzige Massenverarmung vielleicht besser, während ein paar Superreiche den Hals nicht vollkriegen können? Wie das zu finanzieren ist, hat er doch gesagt. Die ganzen anderen Sozialleistungen wie Kindergeld, Erziehungsgeld , Arbeitslosengeld etc. würden dann wegfallen. Schade, dass hier neuerdings auf der neoliberalen Klaviatur gespielt wird - ist bei allen sogenannten "Truthern" übrigens der Fall. Die einen schiimpfen, wenn ein Land das BGE einführen will (oder eher Grundeinkommen, "bedingungslos" ist es ja im Falle Zypern nicht einmal!), die anderen trommeln für die kapitalisten-hörige AfD.
    Am Beispiel Deutschland könnte man es mit einer stärkeren Besteuerung der DAX-Unternehmen finanzieren.
    Das ist das Programm der MDU (Muslimisch-Demokratische Union)
    http://www.mdu-niedersachsen.de/Parteiprogramm_MDU.pdf
    Zum Grundeinkommen S. 15

  1. Ruhr Pott sagt:

    Funktioniert in unserem Geldsystem nur so lange wie tschland auch zahlen kann... ich denke nicht, dass das durch kommt, ansonsten könnte das die Deutschen wirklich mal auf die Straße bringen!

  1. xabar sagt:

    @Fatima

    Was ich nicht verstehe:

    Warum gründet ihr eine 'Muslimisch Demokratische Union', statt ähnlich wie Kevin Barrett ('Truth Jihad, My Epic Struggle Against The 9/11 Big Lie') eine muslimisch-christlich-jüdische Koalition zu gründen?

    Wir brauchen heute Koalitionen, die auch über Wahltermine hinweg halten und möglichst viele Menschen aus unterschiedlichen Lagern zusammenbringen.

    Dies soll nicht besserwisserisch gemeint sein. Aber trotzdem meine Bitte, mir das einmal zu erklären.

  1. Wenn ich mir so die Kommentare durchlese,hat keiner so recht eine
    Ahnung wie man die verfahrenen Monstrositäten lösen kann,jeder hat auf seine weise eine wahrheit in seinem eigenem Tunnelblick parat,das ist gut,aber es bring keine Lösung,und mit genau dieser Hilflosigkeit kalkulieren die mächtigen und machen Ihr Ding,auf das Ihr alle in die wirtschaftliche Verdammnis gehört.Die sog.mächtigen
    geben uns die Schuld am scheitern.

    Aber wir haben den Gesetzlichen Code geknackt,womit wir sie mit Ihren eigens geschaffenen Gesetzen
    der Lüge Überführen können und sie gezwungen sind eine veränderung herbeizuführen.da gibt aber noch eine andere Lösung:Sie müssen uns mit Waffengewalt niedermachen,aber dafür sind wir scheinbar noch zu viele,und außerdem welcher Tote oder Krüppel kauft dann noch Ihren
    Maßlos überproduzierten Mist,sodass
    Sie weiter Ihre Gewinne machen können.Denkt mal richtig,die sind in der wirklichen missere.

    Also unserer Gesetzes-Entwurf für eine Menschenrechte-Republik der Dichter und Denker wird derzeit
    noch von Verfassung-Experten geprüft,nach Bekanntgabe von einer funktionierenden e-mail adresse kannst lieber Manfred dieses interessante Zukunftsmodell gerne bei ASR vorstellen. Auf das die mächtigen Leber und Galle spucken werden!

    Denkt und glaubt daran"Wir sind wenige,aber ausreichend viele"

  1. Athos sagt:

    Haben die das der Schweiz abgeschaut? Da gibt esja eine Volksinitiative die genau auf das ab zielt. Die Frage stellt sich nur, wie sowas finanziert werden soll.

  1. Ja @xabar wie recht du hast
    Muslime-Christen-Juden aber keine Koalition sondern eine Menschenrechte
    Republik für ca.3Milliarden Menschen,
    eine Koalition kann zerbrechen,aber eine gemeinschaft mit gleichberechtigten Politischen und wirtschaftlichen Zielen ohne Klassenkampf wo der weniger befähigte
    den befähigten hilft ist gedacht.Einer trage des anderen Last wie es Jesus sagt(auch ein großer Prophet im Koran)denn der wahre Feind sind die Banken und Konzerne.
    Ihr werdet noch staunen.

  1. Fatima sagt:

    @ xabar: Wir haben auch nichtmuslimische Mitglieder. Es gibt nun mal keine andere Religion, die sich so explizit gegen das Zinssystem wendet wie der Islam, außerdem wollen wir auch die Stimme der Muslime in Deutschland sein. Das heißt ja nicht, dass wir nur für uns selber Politik machen. Wenn es sozial gerechter zugeht, profitieren alle davon. Und auch unter uns selber gibt es schon jede Menge Unterschiede, wir sind kein homogenes "Lager".

  1. @Fatima und alle andern: Es ist eben nicht Bedingungslos, dass ist das Problem. Um dieses Geld zu erhalten (steht im ersten Absatz dieses Artikels) muss man "aktiv einer Arbeit nachgehen". D.h. Es ist ganz einfach ein Mindestlohn, welcher nicht von den Konzernen sondern vom Staat bezahlt wird, im Falle von Zypern allerdings nicht von deren eigenem Staat (ist ja Bankrott) sondern von den restlichen EU-Staaten.

    Es ist nur eine Schönrednerei von einerseits was bereits vorhanden ist (Mindestlohn; weiss allerdings nicht ob die Zypern dies auch kennen) sowie eine Auslagerung weg von den Konzernen, damit dieses noch etwas mehr Profit machen können.

  1. Fränk sagt:

    urantia sagt:
    11. August 2013 17:46

    Die Idee des bedingungslosen Grundeinkommens ist nicht schlecht, denn es gibt bereits schon jetzt aufgrund des technischen Fortschritts mehr Menschen als Arbeit zur Verfügung steht...

    Stimmt nicht wirklich. Arbeit "gibt" es immer. Alles nur eine Frage der Verteilung. Die arbeitenden Deutschen schieben zig Millionen Überstunden vor sich hin. Und es gibt hunderttausende freie Stellen. Zehntausende 1,- € - Jobber (der Träger der sie beschäftigt, bekommt gleichzeitig für die Betreuung eine Pauschale von bis zu 500 € pro Monat / plus ALGII Geld / Mietzuschuß / Krankenkasse ca. 1450,-€ NettoKOSTEN für 6 Stunden "Beschäftigung" inklusive Pausen!). Zehntausende arbeiten Ehrenamtlich. Zehntausende arbeiten schwarz. Das kann man noch weiter auseinanderpflücken!

    Aber unterm Strich würde das BGE dies ALLES beheben!

  1. "sondern auch für ein zukünftiges vereinheiltlichtes Sozialsystem mit garantierten Grundeinkommen. Wie das finanziert werden soll und wem sie das Geld dafür wegnehmen wollen ist die grosse Frage. Entweder noch mehr Schuldenwirtschaft oder astronomische Steuern und eine generelle Enteignung".

    Da - wie wir ja alle wissen - die €U eigentlich nur der Vorposten der faschistischen usa ist, wird sich dieses Grundeinkommen sehr wahrscheinlich auch auf us-amerikanisches Niveau einpendeln:
    Nämlich, die Leute bekommen Essensmarken, leben im Auto oder in Kartonbuden. Deutschland als (noch) grösster Zahler in der eurozone blutet einmal mehr für diesen eurokratischen wahnsinn. Da die Insel Zypern klein ist, werden annehmlichkeiten wie z.B. Heizung und Autofahren davon ausgeschlossen. Die Verbrecher die denken: Was soll's denn, Zypern hat ein warmes Klima eine Heizung braucht man somit nicht. Und wegen der Grösse die Zypern hat geht laufen statt Autofahren auch. Dies Grundeinkommen wird - leider auch durch die Anbindung vom schweizer Franken an den €uro - einmal mehr durch die Leistungsträger einer Vokswirtschaft, nämlich die die dafür durch ihre Arbeit Geld einzahlen finanziert, & durch die eurokraten somit wieder zwangsmässig enteignet. Zuguter letzt wird somit der Franken durch die anbindung an den Euro, mitentwertet, die dafür notwendigen Scheine werden dann durch die EZB in genauso hemmungslos übermässigen Mengen gedruckt werden wie der us-dollar.

  1. "Athos sagt:
    12. August 2013 20:44

    Haben die das der Schweiz abgeschaut? Da gibt esja eine Volksinitiative die genau auf das ab zielt. Die Frage stellt sich nur, wie sowas finanziert werden soll".

    Wobei das Schweizer Modell auf erklär- und nachvollziehbaren Rechnungen basiert.
    Franz Hörmann meinte aber, statt bedingungsloses Grundeinkommen müsse es bedingungslose Grundversorgung heissen. Denn wäre es ein Grundeinkommen, würde dies durch die Industrie - welche sich immer noch gegen die Finanzmafia wehrt - finanziert. Und dass die Finanzmafia - wie die Gauner von Goldman-Sachs - so
    was freiwillig finanziert, können wir doch getrost vergessen!

  1. be free sagt:

    und ich wiederhole mich gerne: ein effizenter, sozial gerechter, nachhaltig finanzierter Staat, finanziert sich via Abschoepfung der jaehrlichen Boden-/Standortrente (in der CH rund 200 Milliarden Franken). Der Ueberschuss kann dann als Buergerdividende pro Kopf verteilt werden.

    Genau so machen es ja die Bernburger. (Nur eben: zu Bern bezahlt der Buerger dem Burger die Mieten, damit sich diese dann auch ganz nett karitativ geben koennen.)

    http://www.youtube.com/watch?v=bilesHTOlx8

  1. dave sagt:

    Was meint ihr wird mit den jetzigen Jobs passieren? Wenn der Staat jedem ein Grundeinkommen garantiert - unter der Bedingung dass er arbeitet - werden die Unternehmen (sofern die nicht schon pleite sind) direkt die stundenlöhne auf minimum senken. Der Staat zahlt ja schließlich den Rest der zum leben nötig ist.
    Damit werden die Steuereinnahmen nochmals stark sinken. Damit wird sich das Grundeinkommen innerhalb kurzer Zeit selbst abschafgen.
    Sollte die Politik auf die Idee von Mindestlöhnen kommen werden wir erst noch mehr Pleiten, dann noch mehr Steuerausfälle und schließlich das scheitern des Versuches des Sozialismus sehen.

  1. jayem sagt:

    Garantiertes Grundeinkommen für denjenigen der arbeitet. Im Umkehrhschluss bedeutet dies nichts anderes als Arbeitszwang! Für Hungerlöhne!
    Das kommunistische Manifest wird umgesetzt!
    Sozialismus olé!
    EUdSSR olé!
    ^^