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In China ist mehr als ein Sack Reis umgefallen

Mittwoch, 8. Juli 2015 , von Freeman um 12:05

Während in Europa sich die Politiker und Medien nur noch mit der Griechenlandkrise beschäftigen, passieren auf der anderen Seite der Welt gravierende Ereignisse, die weitreichende Konsequenzen haben werden. Nicht nur die Eurozone ist in einem Dilemma, sondern auch der Finanzmarkt in China. Der dramatische Absturz des chinesischen Aktienmarktes hält an, obwohl die Kontrollbehörden alles machen, um den Markt zu stützen. Der Shanghai Composite Index ist heute um weitere 8 Prozent gefallen, nach dem er bereits seit dem Höhepunkt am 12. Juni um sagenhafte 30 Prozent abstürzte. Ein echter Crash ist im Gange!


Am Mittwoch haben 500 Firmen, die im Index gelistet sind, ihre Aktien aus dem Handel genommen, in einem Versuch, sich von der Kernschmelze zu isolieren. Insgesamt haben schon 1'300 Firmen sich vom Aktienhandel rausgenommen, fast die Hälfte aller chinesischen Firmen die gehandelt werden.

Experten meinen, wir erleben einen "Schwarzen Mittwoch".

Zu ersten Mal hat die Aufsichtbehörde zugegeben, die China Insurance Regulatory Commission (CIRC), es findet ein echter "Panikverkauf" statt.

Sagenhafte 3,5 Billion Dollar an Aktienwerten haben sich bisher in Luft aufgelöst!

Die neueste Nachricht lautet, die CIRC hat alle grossen Investoren den Verkauf ihrer Aktien für die nächsten sechs Monate verboten. Aktionäre, die mehr als 5 Prozent eines Unternehmes besitzen, dürfen nicht mehr ihren Anteil abstossen. Eine drastische Massnahme!

Was ist der Grund für diesen Crash?

Die Herdenmentalität des Marktes

Mehr als 80 Prozent der Investoren in den chinesischen Aktienmarkt sind Kleininvestoren, Normalbürger die meinen, mit ihrem Erspartem Aktien kaufen zu müssen. Mittlerweile haben wir in China Zustände wie damals 1929 in den USA. Jeder Taxifahrer und jeder Friseur redet nur noch über seine Aktien ... es ist zu einer nationalen Beschäftigung für Millionen von Chinesen geworden. Auch wie damals in Amerika haben viele Kredite aufgenommen, um Aktien zu kaufen. Da der Markt bis Juni nur eine Richtung kannte, steil nach oben, sprangen Millionen auf den Zug. Kaum gab es aber eine kleine Korrektur nach unten, sprangen viele ab. Dies geschah ab 12. Juni.

Diese Herdenmentalität hat den Markt zuerst nach oben getrieben, treibt ihn aber jetzt nach unten.

Die Profis steigen aus

Neben den oben genannten Amateuren steigen aber auch die Profis aus. Viele haben langfristig gute Kursgewinne gemacht, denn in einem Jahr stieg der Markt um 150 Prozent, und jetzt nehmen sie die Gewinnen mit. Auch die, welche auf Verlusten sitzen, sind verunsichert über den weiteren Kursverlauf, verlieren die Nerven und verkaufen. Da kann die CIRC und die Regierung noch so viel an Ruhe verbreiten, vor Panikverkäufen warnen und mit Stützungskäufen intervenieren. Es wurde sogar den Medien verboten, Begriff wie Kursverlust, Crash und andere negative Wörter in der Berichterstattung zu benutzen. Alle Marktteilnehmer zusammen schreien nur noch "verkaufen, verkaufen!!!".

Grexit ist Peanuts

Was sind schon die 150 Milliarden an Verlust für die Staaten der Eurozone, wegen dem möglichen griechischen Schuldenschnitt, um den der ganze Wirbel hier in Europa sich dreht, wenn in China 3,5 Billionen Dollar an Verlust bisher eingefahren wurden. 90 Millionen Chinesen haben möglicherweise alles verloren und sitzen obendrein noch auf Kredite, die sie für die Spekulation aufgenommen haben. Das wird sich ganz bestimmt negativ auf die reale Wirtschaft auswirken. Mit gefallenen Kursen bekommen Firmen keine Investitionskredite mehr, zum Beispiel. Oder die Spekulanten müssen ihre Immobilien verkaufen, um die Kredite zurückzahlen zu können.

Ist George Soros schuld?

Chinesische Medien behaupten, feindliches "short-selling" hat den Absturz ausgelöst und dann folgte die Herde. Laut einem Bericht der Nachrichtenseite ifeng.com, ist der Abverkauf ähnlich wie der von 1997 in Hong Kong, als der Hang Seng Index um 60 Prozent abstürzte. Damals wurde der Crash im Aktienmarkt durch den höchstkriminellen Spekulanten und Oligarchen George Soros verursacht, der gleichzeitig den Hong Kong Dollar und die Hang Seng Index Futures mit massiven Leerverkäufen in die Knie zwang. Genau das gleiche Vorgehen hat man jetzt in China beobachtet.

Zur Erinnerung, Soros hat am 16. September 1992 auch einen "Schwarzen Mittwoch" verursacht, in dem er massiv gegen den britischen Pfund wettete. In der Folge fiel die britische Währung in den nächsten fünf Wochen um fast 15 Prozent gegenüber der deutschen Mark und um 25 Prozent gegenüber dem US-Dollar. Dieser Angriff brachte Soros einen Milliardengewinn. Nicht zu vergessen ist auch das neueste Strategiepapier des Pentagon, welches China neben Russland als Hauptfeind der USA beschreibt. Vielleicht ist der aktuelle Finanzkrieg gegen China auch der Grund warum die russische Regierung entschieden hat, Soros seine NGO "Open Society Foundation" aus Russland zu werfen.

Weltweite Auswirkung

Das Gespenst vom Wall Street Crash von 1929 geht nun um und in China ist mehr als ein Sack Reis umgefallen. Heute ist die Welt noch mehr durch die Globalisierung vernetzt als damals, deshalb wird sich der Crash in China global auswirken. Die anderen Börsen in Europa und Nordamerika sind mittlerweile auch im roten Bereich. Wie wenn wir mit der Eurokrise nicht schon genug Probleme hätten. Es haben ja einige schon länger prophezeit, der ganz grosse Crash wird nicht der Grexit auslösen, sondern eine Finanzkrise mit anschliessendem Erdbeben in China, der zweitgrössten Wirtschaft der Welt. Die Nachbeben werden wir spüren!

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Die Börse von New York hat den Handel heute eingestellt. Was war da los? Offiziell heisst es, "technische Schwierigkeiten". Den ganzen Morgen sanken die Kurse wegen der Krise in der Eurozone und China, aber dann stoppte der Handel um 11:32 Uhr und es wurden keine Preise mehr für 3 1/2 Stunden auf den Bildschirmen angezeigt. Auch die Webseite des Wall Street Journal war für längere Zeit nicht mehr online. Nur Zufall?



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Da der Plan einer Einheitswährung versagt hat, fordert Nigel Farage Alexis Tsipras auf, mit erhobenen Haupt die Eurozone zu verlassen:

insgesamt 13 Kommentare:

  1. FxLegend sagt:

    Sehr interessant! Das habe ich nur am Rande mitbekommen. Seien wir ehrlich: Unsere Politdarsteller haben keinen Plan von der Wirtschaft, und glauben deshalb wenn Griechenland "gerettet" ist, wird alles im Lot sein. Das ich nicht lache...
    Und jetzt zur 1 mio. Euro Frage Leute: Warum will man Griechenland unbedingt im Euro behalten? Wie ihr sehen könnt, wollen sie den Griechen mehr in den Rachen werfen.
    Arme Griechen! Wenn sie nur das ganze hinterhältige Spiel verstehen würden. Wie Freeman schon gesagt hat: Den grossen Teil von den Krediten sehen die griechischen Bürger nicht! Und dann die Hetze gegen die Griechen von allen Seiten...

    Googlet ma bitte:---" Wie die Griechen sich in den Euro schummelten."--- Wie verhalf Goldman Sachs den Griechen zum Euro? Die EZB darf alle Dokumente dazu unter Verschluss halten, urteilt das Gericht der EU. Fragen wirft dabei die Rolle von Mario Draghi auf.

    Die Frage ist, warum wollte Goldman Sachs das Griechenland den Euro einführt?! Diese Frage kann ich mir nicht ganz beantworten...Aber diese Schweine muss man zur Verantwortung ziehen! Alle Schulden müssten die Drecksgangster zahlen!

  1. rnrradio sagt:

    Was lernen wir daraus? So lange Amerika sieben (?) Flugzeugträger der Nimitz Klasse + brutalste Langstrecken Atomraketen am Start hat, wird sich nix ändern, der Dollar ist sicherer als Gold (Goldpreis fällt, trotzdem kostet der realbarren 15% mehr als im vorjahr, da in $ gehandelt)....etc, etc

  1. Der Kapitalismus arbeitet immer und überall nach den selben Mechanismen. Kein Wachstum = Mega-Crash an den Börsen. Und das dumme oder tolle daran ist, der Kapitalismus hat sich nahezu weltweit instalieren lassen. Die Mausefall ist für alle somit ausgelegt. Der Hase will das Mörchen, der Fuchs das Geld. Die Wölfe wollen alles. Der Bär tanzt sich einen ab. Der Adler lauert auf das nächste Opfer. Welcome in New Crazy Welt Order.

  1. Thomas sagt:

    Wenn Dollars aus Luft erschaffen sind, ist es dann nicht logisch, dass sie sich irgendwann in Luft auflösen?

  1. Rob sagt:

    Ich lese hier schon seit einigen Monaten mit und es hat mir die Augen geoeffnet was alles in der Welt an dreckigen Zielen verfolgt wird. Ich konsumiere seither keine MSM Medien mehr und suche meine Informationen und Dokus gezielt raus.

    Hier nun mein Beitrag zu diesem Thema.

    Lesst euch mal die Vorhersagen was der Ecomony Spezialist Martin Armstrong und sein Computer Modell fuer September/Oktober 2015 vorghersagen (2015.75). Wenn das alles so eintrift dann wird es diesmal moch heftiger als die 2007/8 Wirtschaftkrise und wird mehrere Jahre andauern.

    Ja, er war mehere Jahre im Knast (Beugehaft) weil er sich nicht vom "Club" kaufen liess und seine Kunden und Regierungen beraten hat. Der "Club" (Goldman Sachs und die anderen Bankster wollten unbedingt sein Computermodell im Sourcecode haben und haben ihn mit Hilfe korrupter Wall Street Justiz mehrere Jahre in Beugehaft brechen wollen und ihm jeden Anwaltwalt verweigert. Er ist mitlerweile frei und sehr aktiv und erklaert die Hintergruende und Zusammenhaenge zu vielen Politischen und Wirtschaftlichen Dingen - denn es ist alles miteinander verlinkt. Sehr interessante Details zur Russlandkise im Jahre 1998/99 und wie Putin die Geldmafia und IMF ausgespielt hat.

    Ich empfehle das hier als Einleitung zu lesen (als PDF auf seiner Seite):
    Behind the Curtain Part I und II

    http://www.armstrongeconomics.com/armstrong_economics_blog

    http://forecaster-movie.com/en/the-forecaster/


    Danke Freeman fuer Deine Arbeit.

    Rob

  1. Die Worte von Farage sind offen, ehrlich und wären das Beste für Griechenland.

    Wie könnte man sich mit Griechenland solidarisieren?
    Hebt euren Guthaben Bestand bei der "Bank"ab und legt ihn unters Kopfkissen.
    Besser wäre sich davon Lebensmittelkonserven zuzulegen, was uns hier mit Griechenland vorgeführt wird ist schneller als gedacht die Realität in Deutschland.

    Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
    Es ist der Vater mit seinem Kind;
    Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
    Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

    Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? —
    Siehst, Vater, du den Erlkönig (EU)nicht?
    Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? —
    Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. —

    EU:„Du liebes Kind, komm, geh mit mir!
    Gar schöne Spiele spiel’ ich mit dir;
    Manch’ bunte Blumen sind an dem Strand,
    Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“ —

    Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
    Was Erlenkönig mir leise verspricht? —
    Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;
    In dürren Blättern säuselt der Wind. —

    EU:„Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?
    Meine Töchter sollen dich warten schön;
    Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
    Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“ —

    Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
    Erlkönigs Töchter am düstern Ort? —
    Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
    Es scheinen die alten Weiden so grau. —

    EU:„Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;
    Und bist du nicht willig, so brauch’ ich Gewalt.“ —
    Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!
    Erlkönig hat mir ein Leids getan! —

    Dem Vater grauset’s; er reitet geschwind,
    Er hält in Armen das ächzende Kind,
    Erreicht den Hof mit Mühe und Not;
    In seinen Armen das Kind war tot.

    Goethe, 1782 (EU von mir ergänzt, ich sehe da Gleichnisse)

  1. Peter Vogl sagt:

    Auch wenn die Griechen EU und Euro verlassen, stehen uns harte Zeiten bevor, denn wir driften immer mehr weg von Demokratie zu Plutokratie. Ein griechisches Wort und bedeutet Herrschaft des Geldes.

  1. Freeman sagt:

    @Peter Vogel Ist dein Kommentar Satire? Demokratie hat es in der EU noch nie gegeben, oder hat man je über irgendwas abstimmen dürfen? Und die Herrschaft des Geldes war schon immer so.

  1. Cyrus.CA sagt:

    Das mit dem weltweiten Crash im Oktober könnte vielleicht hinkommen.

  1. CL8mmi sagt:

    Es fühlt sich alles so erdrückend an, fast schon hilflos...
    Wenn man versucht anderen Menschen in seinem persönlichen Umfeld die Augen zu öffnen dann merkt man teilweise unfassbares Desinteresse. Von wegen "Ach betrifft mich doch nicht."
    Ich bin froh das die meisten meiner wirklich guten Freunde es auch begriffen haben und wissen was im Hintergrund vor allem von der USA für ein Spiel läuft.
    Trotzdem dieser Ausstieg aus dem bestehenden System ... wie soll man es angehen.. am Beispiel der einfachen Leute in Griechenland sieht man es, die können nur ohnmächtig zusehen wie alles zerplatzt was sie sich jahrelang aufgebaut haben oder versucht haben aufzubauen. Menschen die jahrzehnte lang gearbeitet haben werden um ihre Rente gebracht um ihre Lebensgrundlage.
    Fast schon unglaublich das es noch keine riesigen Massenaufstände gibt.

  1. Ich habs: Schuldenschnitt für die ganze Welt. ;)

  1. Grinjow sagt:


    Ich würde mir um die Chinesen nicht so sehr Sorgen machen. Man kann sehen wie die Chinesen durch ihren Zentralismus solche Angriffe von Soros und ähnlichen Gangstern erfolgreich begegnen können. Der Westen - also westliche "Investoren" - verliert ja selber massiv Geld in China, wenn er dort Panik schürt. Abgesehen von der Konsumflaute, welche die EU- und US-Importe verringern.

    Man wartet immer auf den grossen Umbruch, den grossen Crash. Man sehnt ihn herbei oder man fürchtet sich vor ihm und bunkert Lebensmittel im Keller. Aber in Griechenland kam der Crash auch nicht über Nacht. Den ( EU-)Freimaurern geht es ja gerade darum, diese offensichtlichen Breaks zu vermeiden, wie sie es seit Jahrhunderten tun, und still und leise ihre kranke Agenda umzusetzen. Von Crash-Szenarien hört man nur in Boulevardblättern oder in den RTL2-News - und da dann so oft - das selbst dem Plebs die Sensationsmache irgendwann auf den Sack geht.

    Ich wage mal eine andere Prophezeiung: die hohen Tiere von heute, die Schuldigen, werden so zu Fall kommen wie sie an die Macht gekommen sind. Biblisch: jeder erntet was er gesät hat. Der Sturz von Tyrannen durch aufgehetzte Volksmassen wie in Frankreich 1789 wird Jahrhunderte später auf die zurückschlagen, die damals ihre kranke verlogene Ordnung begründet haben und heute nur noch durch Presse und Polizei vor der Wahrheit - der Faust des Volkes - geschützt sind. Ich empfehle den Besuch einer Filmvorstellung von "Wer rettet wen" - einem Film über die Finanzkrise der im Februar 2015 herauskam. Was da an Lügen in der Vorstellungswelt der Bürger und der Realität brutal aufeinanderprallt, was da dadurch für Wut "an der Basis" entsteht ist schier unglaublich.

    Da lebt was - mehr als manche von uns denken oder durch jahrelange Abweisung in der Lage sind anzuerkennen - in den Leuten, das sehr stark ist und was herauszukommen drängt. Manchmal reichen da schon zwei Stunden eines Filmes, der keinerlei weitere Diskussion mehr zulässt.

    Ich muss sagen - ich liebe diese Wut bei den Leuten und ich empfinde eine teils krankhafte Befriedigung in der archaischen Grausamkeit, die hier und da aufblitzt.

  1. age sagt:

    @Bergischfighter
    Du meinst Kommunismus. Nicht Kapitalismus.
    Das die "Reichen" und Superreichen Kapitalisten sein sollen , ist eine der größten
    Täuschungen überhaupt. Sie sind Globalisten. (politische Globalisierung) Außerdem ist der Kommunismus von den Eliten klar erwünscht, da er ihr Monopol beschützt. Klar stellen sie sich als Kapitalisten in der Öffentlichkeit hin, um die Täuschung aufrecht zu halten.
    Kapitalismus funktioniert. Kommunismus allein ist nicht überlebensfähig.