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Alexander Ankvab neuer Präsident Abchasiens

Samstag, 27. August 2011 , von Freeman um 22:00

Wie ich bereits in meiner Wahlberichterstattung angekündigt habe, hat der bisherige Vizepräsident Alexander Ankvab die Präsidentschafts- wahlen von Abchasien gewonnen. Bei der Pressekonferenz um 12:00 Uhr im Pressezentrum der Hauptstadt Suchum wurde vom Wahlleiter Batal Tabagua das offizielle Ergebnis verkündet:

Der Andrang der Medienvertreter war gross:



Wahlleiter Batal Tabagua verkündet das Resultat:



Die Wahlbeteiligung lag bei 71,92 Prozent:



Gewählt wurde mit 54,86% Alexander Ankvab. Die beiden anderen Kandidaten bekamen 21,04% Sergey Shamba und 19,83% Raul Khadjimba:



Um 13:30 Uhr kam der neu gewählte Präsident ins Pressezentrum:



Die Pressekonferenz wurde über viele Kanäle übertragen:



Ankvab beantwortete die Fragen der Journalisten:



Nationalrat Dominique Baettig beobachtete das Geschehen:



Auch die Wahlbeobachter stellten Fragen:



Nach verlassen des Pressezentrum konnte ich den neuen Präsidenten kurz gratulieren:



In seinen Anworten bekräftigte Ankvab (58) die Absicht eine Besserung der medizinischen Versorgung, einen Wiederaufbau der Landwirtschaft und des Tourismus voranzutreiben. Zur Erinnerung, der Wahlgang war nötig geworden, weil Präsident Sergey Bagapsch nach einer Lungenoperation in Mai mit 62 Jahren in Moskau gestorben war und Ankvab vorübergehend die Amtsgeschäfte führte.

insgesamt 8 Kommentare:

  1. Freenet sagt:

    Serbien akzeptiert nicht die Abspaltung des Kosovos aber dem ganzen westlichen System war dies damals recht. Genau umgekehrt zum Balkan jedoch die Stellung im Kaukasus: Die Abspaltung Südossetiens und Abchasiens war dem Westen nicht recht obwohl immer klarer wurde, dass Georgien über die anderen hergefallen ist und nicht umgekehrt wie unsere westlichen Medien damals versuchten 888 hinzustellen. Des weiteren gab und gibt es nicht die geschichtliche Nähe zwischen diesen Kulturen. Damals wurde von den Westmedien der Kaukasus wie ein homogenes georgisch-kulturellese Gebilde dargestellt bei dem eine Separation ja nicht zu dulden sei. Nichts ist ferner, der Kaukasus ist eine Vielvölkerregion, ich glaube 11 Nationalitäten gibt es dort.

    Auch später hielten sich Richtigstellungen in den westlichen Medien SEHR in Grenzen, obwohl Schweizer Gutachten und der Menschrechtsgerichthof klar die Sachlage feststellten und betonten, dass Georgien damals den Krieg begonnen hat. Sakashwilli hatte nämlich auch noch die Dreistigkeit mit seiner Interpretation in Den Haag klagen zu wollen.

    Eigentlich müssten unsere Konzernmedien verdonnert werden in gleichem Masse wie sie zuerst die Dinge falsch darstellten, nach Beweissicherung und Klarstellung der Fakten die korrekte Gegenposition darzustellen. Dann nämlich würde in der Bevölkerung die Erkenntnis klar werden, dass die Position damals falsch war und die konventionellen Medien deftig daneben lagen. Des weiteren würden sich dann die Drahtzieher solcher Manipulationen überlegen, ob es sich wirklich lohnt leichtfertig Lügenpropaganda zu verbreiten.

    Ich habe mal Suchumi in der Deutschen Wikipedia eingegeben was ja einer der berühmtesten Kurorte dort ist. Keine Angaben zum Georgienkonflikt und es sei immer noch Teil von Georgien. Schaut man auf der englischen Wiki, dann steht da unter Sukhumi, dass es zumindest partially recognized sei. Auch wenn da nichts zum Krieg selber steht, wird erwähnt, dass das typische georgische I am Ende des Wortes anscheinend 2008 WIEDER ins Original ohne I rückgewandelt wurde, also Sukhum ohne das georgische I am Ende. Interessant ob paar Strassenschilder z.B. schon wieder dahingehend korrigiert wurden!?

  1. Hayian sagt:

    Es wird endlich mal Zeit das auch Bergkarabach als Unabhängig erklärt wird. Und die internationale Staaten Gemeinschaft diese diese auch anerkennt! Die Repressionen und Kriegs-Propaganda seitens der Aserbaidschanischen Regierung müssen sofort ein Ende nehmen damit Frieden im Süd-Kaukasus herrscht!

  1. sirola sagt:

    Lieber Freeman, es ist schön, dass Du wieder wohlbehalten zurück bist und ich bin sicher nicht der einzige der so denkt. Der sehr interressante Artikel von den Wahlen in Abchasien hat sicher viele positiv überrascht. Besonders gut hat mir aber auch das Foto der aufgestellten Tischrunde mit den glücklichen Gesichtern gefallen. Das ist ja eigendlich unser aller Ziel, >>> wieder ein bischen Glück zu verbreiten und darum müssen wir uns alle gemeinsam noch mehr dafür einsetzen, dass sich die Bedingungen wieder zum Besseren wenden; global aber auch lokal. Die Wahlen in Abchasien sind von internationaler Bedeutung und keine Kleinigkeit. Sie rütteln nähmlich an den Grundwerten des sogenannten "internationalen Völkerrechts", welches grundsätzlich das Recht auf Sezession verneint! Das "internationale Völkerrecht" ist richtigerweise kein Volksrecht oder Menschenrecht, sondern das Recht von Mächten an der Unantastbarkeit der von ihnen beherrschten Gebiete und Bevölkerungen. Dass unser Volksvertreter, Nationalrat Dominique Baettig, als Wahlbeobachter vor Ort war ist kein Zufall. Es zeichnet Ihn dafür aus, dass er sich mit ganzer Kraft für seine Überzeugungen einsetzt, national aber wenn nötig auch international. Als Jurassier kennt und versteht er die Situation sehr genau, der Jura war ja auch noch vor einigen Jahren ein Teil des Kantons Bern. (Anm. für unsere Deutschen Freunde und alle Anderen, Ein Kanton in der Schweiz entspricht eigendlich einem Staat, CH= Conföderierte Helvetische Staaten) Dass sich das Gebiet des Juras vom Kanton Bern trennen konnte ist international eine Seltenheit, dies trifft auch auf den Kosovo zu der sich von Serbien getrennt hatte, was damals von der sogenannten internationalen Staatengemeinschaft kontrovers beurteilt wurde, aber am Schluss war der Wille einzelner Staaten da,entgegen den normalen Gepflogenheiten, Serbien doch noch zusätzlich zu schwächen.
    Taiwan, Hongkong, Baskenland, Nordirland, Catalanien, Korsika, US-Protektorate, Südtirol, Veltlin, Kurdistan,...und unzählige andere Gebiete mit Ihrer einheimischen angestammten Bevölkerung möchten eigendlich auch selbst über ihre Staatszugehörig selber entscheiden was eigendlich ihrem Selbstbestimmungsrecht entspricht und somit ein Menschenrecht wäre, aber dieses grundlegende Recht wird Ihnen verwehrt, als ob sie noch immer Leibeigene oder Untertanen von ehemaligen Fürstentümern und Königen währen.
    Die Geschichte und die Natur zeigen uns, dass ALLES eine Lebensspanne hat. Was heute mächtig ist, wird morgen zerbrochen sein. Setzen wir uns doch gemeinsam für etwas Neues und vielleicht auch Besseres ein.
    Silvio Fienarola

  1. couchlock sagt:

    Hi, hat nichts mit dem Thema zu tun, ist aber sehr interessant:Joschka Fischer im Dienst der NWO:http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,782871-2,00.html

    Wir müssen jetzt auf die Vereinigten Staaten von Europa hinarbeiten. Das ist auch vor dem Hintergrund unserer Geschichte ganz entscheidend.Ich hoffe, dass die jetzige Generation durch die Krise zu ihrem Glück gezwungen wird.Eine lose Konföderation von Staaten, die durch eine Währungsunion verbunden sind, wird nicht ausreichen. Das war Maastricht, und das ist gescheitert. Wir müssen in der Euro-Gruppe von der Konföderation zu einer echten Föderation werden! Wir brauchen mehr fiskalpolitische, wirtschaftspolitische, auch sozialpolitische Integration. Am Ende müssen die Vereinigten Staaten von Europa stehen.

  1. sirola sagt:

    @couchlock
    Hier irrt sich Joschka Fischer aber gewaltig, oder er ist einfach wie die meisten Euro-Turbos nur inkompetent! Tatsächlich sind die Vereinigten Staaten ähnlich wie die Schweiz eine echte Konföderation, auch wenn mir persönlich als Schweizer die amerikanische Variante, im Ergebniss, vor allem was die Wirtschafts- und Aussenpolitik betrifft, nicht besonders gut gefällt. Die einzelnen Staaten haben gegenüber der Schweiz sogar noch eine grössere Autonomie bei der Herausgabe von Gesetzen und Bestimmungen, (Strafrecht, Todesstraffe, Wirtschaft,Ökologie etc). Im gegensatz zu Europa, wird aber ein Staat wie Minesota zahlungsunfähig wenn er seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann. Obwohl die Vereinigten Staaten ja auch eine gemeinsame Währung haben. Siehe neustes Beispiel :http://kurier.at/wirtschaft/3919892.php

    Was Herrn Joschka Fischer und den anderen Eurofantastikern aber vorschwebt, ist wohl eher ein zentralistisch gelenktes Staatenbündniss à la française, mit einem Schuss Sozialismuss und viel Marktwirtschaft, wobei der Staat hier aber je nach dem auch noch kräftig mitmischtund jedes Mittel recht ist, wenn es den einem höheren Ziele dient. Ist doch so oder?...
    Silvio Fienarola

  1. MastaFu sagt:

    @Hayian

    "Es wird endlich mal Zeit das auch Bergkarabach als Unabhängig erklärt wird. Und die internationale Staaten Gemeinschaft diese diese auch anerkennt! Die Repressionen und Kriegs-Propaganda seitens der Aserbaidschanischen Regierung müssen sofort ein Ende nehmen damit Frieden im Süd-Kaukasus herrscht!"

    Ich denke, dass bei diesem Konflikt um Bergkarabach die "Repressionen und Kriegs-Propaganda" von Armenien ausgehen. Seit 1991 hält Armenien Bergkarabach besetzt! Ein Drittel der Gesamtfläche von Aserbaidschan wird derzeit von Armenien besetzt. Republik Bergkarabach hat 1991 ihre Unabhängigkeit erklärt, wird aber international - auch von Armenien (!) - nicht anerkannt. Bergkarabach ist ein Teil von Aserbaidschan!

    Es wird erst Frieden geben, wenn Armenien die Soldaten aus Bergkarabach abzieht. Die armenische Regierung verfolgt die gleiche Strategie wie Israel. Sie bauen neue Siedlungen für Armenier und vertreiben die ansässigen Aserbaidschaner, damit Aserbaidschan keine Grundlage mehr hat, um Bergkarabach zu beanspruchen!

    So sieht die Realität dort aus! Die Aggression geht von Armenien aus!

  1. Viktor sagt:

    Dieser Artikel hat mir wirklich sehr gut gefallen. Er ist sehr sachlich und nah am Geschehen, Schritt für Schritt dokumentiert und bietet dem Leser eigenen Raum.

    Danke und weiter so, das hat Kraft und kommt an!

  1. kalt sagt:

    @ MastaFu
    Was du über Bergkarabach schreibst ist eine absolute Falschinformation.
    Der Konflikt um Berg-Karabach ist 1:1 das gleiche wie das in Abchasien und Ossetien.
    Es sind geplante Konflikte deren Saat von Stalin gesät wurde, durch seine Grenzziehung im Kaukasus! Stalins Grenzziehung ist nicht nur nach dem Britischen Vorbild (wie zb Grenzziehung von Afghanistan, Pakistan, Indien…) sonder es ist der britische Plan wie die Grenzen im Kaukasus zu verlaufen haben.
    Konflikt um Bergkarabach: Vorgeschichte siehe Grenzziehung - man gab vorwiegend armenisch bevölkerte Gebiete Nachitschewan, Bergkarabach (auch geschichtlich armenische gebiete waren) türkischen authoritäten was ein hohn für alle armenier war - also die saat für zukünftige konflikte.
    Nach dem Zerfall der Sowjetunion (also als Russland von der Sowjetunion ausgetreten ist!) haben sich allen Republiken angeschlossen und sind auch ausgetreten doch zugleich haben sich auch Autonome Republiken wie Abchasien, Ossetion, Bergkarabach für unabhängig erklärt und sind auch von der Union ausgetreten was aber die einzelnen Republiken wie hier Georgien und Aserbaidschan mit Waffengewalt versucht haben zu unterbinden was dann zum Konflikt führte! Selbstverständlich hat die Republik Armenien die „Bergkarabacher“ unterstützt da sie ja Armenier sind und eine zweite Vertreibung aus dem eigenen Land nach 1915 nicht hinnehmbar war. Armenien kann zu dieser zeit kein agresor gewesen sein den es war fast unter einer kompletten Blockade:
    - Westen: Grenze zu Türkei war zu
    - Norden: Krieg in Georgien es kamen kein Güter durch.
    - Osten: Krieg
    - Süden: aus dem Iran kamen noch Güter doch kein militärische

    Aus so einer Situation heraus haben die Armenier den Konflikt für sich entscheiden können. Wobei die Lage in Armenien selbst katastrophal war da der damalige Präsident Lewon Ter Petrosjan ein KGB man mit Israel Beziehung (verdacht Doppelagent) das Land systematisch zerstört hat – alles an Industrie wurde abgebaut und ins Ausland verkauft. Und der Rest wurde aller Beresowski Art Privatisiert. In der Zeit wo Armenien komplett abgeschnitten von Rohstoffen war und dringendst Energie brauchte wurde der Atomkraftwerk vom Netz Genomen.