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Eurostat - 109 Millionen EU-Bürger leben in Armut

Donnerstag, 17. Oktober 2019 , von Freeman um 09:00

Anlässlich des sogenannten "Tripartite Social Summit" in Brüssel am Mittwoch und internationaler Tag zur Beseitigung der Armut, hat Eurostat die Zahl der Menschen die in der EU an der Armutsgrenze leben dahin vegetieren veröffentlicht. Im Jahr 2018 waren 109,2 Millionen Menschen oder 21,7 Prozent der Bevölkerung in der Europäischen Union von Armut bedroht oder litten unter sozialer Ausgrenzung.


Das bedeutet, dass die betroffenen Menschen in mindestens einer der folgenden drei Kriterien fallen: Armutsgefährdet trotz Erhalt von Sozialleistungen (Einkommensarmut), schwere materielle Benachteiligung oder Leben in Haushalten mit sehr geringer Arbeitsmöglichkeit.

Nach drei aufeinander folgenden Jahren des Anstiegs zwischen 2009 und 2012 auf fast 25 Prozent oder 124 Millionen ist der Anteil der gefährdeten Personen von Armut oder soziale Ausgrenzung in der EU seither kontinuierlich auf 21,7 Prozent vergangenen Jahr gesunken.


Aber immer hin, 109 Millionen ist mehr als happig.

Dann 21,7 Prozent ist nur der EU-Durchschnitt. Es gibt Mitgliedsländer wie Bulgarien wo fast 33 Prozent der Bevölkerung von Armut betroffen sind. Am niedrigsten ist die Armut in Tschechien mit 12,2 Prozent.

Erstaunlicherweise verzeichnet ausgerechnet Luxemburg den höchsten Anstieg an Armut, von 15,5 Prozent 2008 auf 21,9 Prozent 2018. Was ist denn dort los, dass die Menschen in den vergangenen 10 Jahren ärmer geworden sind?

Im Kontrast hat sich die Armut in Bulgarien von sagenhaften 44,8 Prozent 2008 auf 32,8 Prozent 2018 reduziert. Wenigstens ein kleiner Erfolg aber immer noch viel zu hoch, wo doch die EU-Turbos immer damit werben, kommt in die EU und erlebt das Paradies.


Deutschland liegt dabei nahe am EU-Durchschnitt mit knapp unter 20 Prozent der Bevölkerung an der Armutsgrenze. Wie lautete Merkels CDU Wahlwerbung aus 2017? "Für ein Deutschland in dem wir gut und gerne leben". Ein Grossteil eben nicht!


Ein ASR-Leser aus Deutschland hat mir berichtet, sie bekommen als Ehepaar nicht ganz 900 Euro Rente pro Monat. Davon könnten sie nicht die Miete und die Lebenshaltungskosten zahlen. Ohne einen Neben- verdienst ginge es nicht.

Ausserdem muss man als Rentner die Kranken- und Pflegeversicherungs- beiträge zahlen. Neben diesen Beiträgen fallen zudem Steuern auf die Rente an, wenn diese über dem jährlichen Grundfreibetrag von 9'168 Euro liegt.

Laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung erhielten männliche Rentner Ende 2017 durchschnittlich 1'095 Euro, wenn sie in einem der alten Bundesländer lebten. In den neuen Bundesländern lag die Durchschnittsrente hingegen bei 1'198 Euro im Monat.

Rentenberechtigte Frauen bekamen in den alten Bundesländern eine durchschnittliche Rente von 622 Euro, während der Rentendurchschnitt der Rentnerinnen in den neuen Bundesländern bei 928 Euro lag.

Ich selber bekomme eine Rente (AHV) aus der Schweiz von 1'170 Franken pro Monat, obwohl ich mein ganzes Arbeitsleben einbezahlt und drei Kinder grossgezogen habe, die einzahlen. Dieser Betrag ist ein Witz, denn so viel kostet eine kleine Wohnung an Miete.

Das ist übrigens auch einer der Gründe, warum ich die Schweiz verlassen musste. Mit diesem für die Schweiz lächerlichen Betrag kann man aber in Abchasien einigermassen auskommen.

Ja die EU, mischt sich überall ein, exportiert die sogenannten "europäischen Werte", will als Nimmersatt noch mehr gescheiterte Länder einverleiben, wie Georgien und Ukraine, dabei kann sie nicht mal in der bestehenden Grösse die Armut erheblich reduzieren.

Aber wir haben doch eine "blühende" Wirtschaft die brummt, erzählen uns die Medien und Politiker. Wie sieht es erst aus, wenn die Rezession greift und eine Depression folgt???

insgesamt 11 Kommentare:

  1. Chraynard sagt:

    Dass in Luxemburg statistisch gesehen die Leute ärmer werden liegt an mehreren Gründen:
    Erstens:Die Immobilienpreise, hat man vor 10 Jahren noch für ein Einfamilienhaus ca 550000€ gezahlt, was schon viel war, liegen die preise heute bei über einer million.
    Dann, die Wirtschaft lebt nur dank der Grenzgänger und Ausländer, bei uns liegt der mindestlohn aktuell bei 2070€ Brutto, ist somit höher als bei den Deutschen und Franzosen die natürlich gerne zu uns arbeiten kommen, und damit auch natürlich zur guten Pension und Steuereinahmen führen, und die meisten setzen sich dann auch gerne noch nieder, was mann verstehen kann, doch erhöht es den bedarf an Wohnraum und damit auch die Preise.
    Das Land ist klein, wir haben probleme mit DauerStau auf den Strassen, und der niedriege Steuersatz lockt reiche Firmen an die viele Menschen zum Mindeslohn arbeiten lassen, wenig Steuern Zahlen und im falle von Wirtschaftlichen problemen sofort wieder abziehen und uns mit Arbeitslosen sitzen lassen.
    Zusätzlich wird alles im generellen nur Teurer, du müsstest mal schauen was hier für das Essen und Getränke gefragt wird, einzig Zigaretten, Alkohol und Benzin ist im moment noch billiger als im Ausland, welches auch viele Grenzkäufer anlockt(das ändert aber nichts am Wohlstand der Menschen)
    Unsere Regierung versucht vieles im Sozialbereich und Investiert auch viel, doch es wird nicht genug sein.Zusätzlich wollen die nen EineMillion-Einwohner-Land (in meinen Augen wegen dem PensionSystem, was eigentlich mehr ein schneeballsystem ist, gibt aber keiner gerne zu, und wir sind dabei noch darauf angewiesen.)
    Das Land wird gefühlt mehr und mehr nur für Wolhabende und Reiche Menschen, der rest lebt dann vom Sozialamt oder muss hinter die Grenze auswandern.
    Dass mann sich dann plötzlich über das "Reiche Luxemburg" wundert dass Armut steigt, wundert mich auch nicht, Medial bleiben wir ja auch ziemlich in der Ecke, ausser der Junker oder der Asselborn plappern mal wieder irgend nen müll, was dann natürlich RTL (Radio-Tele-Luxemburg) dann Arschkriechend herausgibt.
    Mir selbst gehts recht gut, kann selber aber kein Haus oder Appartment kaufen, weil eben zu Teuer, und ich verdiene im moment ca 2800€ Netto...Aber ich frage mich echt wohin das Ganze hingehen wird und was erst passiert sobald die nächste Wirtschaftskriese da ist.

  1. Dr.Rock sagt:

    Traurig aber wahr 😢 jeder der noch 20,30,40 Jahre Arbeit vor sich hat, soll sich gut überlegen ob er wirklich in dieses Dokma passt

  1. Danje für den wichtigen und gleichzeitig traurigen Artikel... Passend dazu kann ich das Buch von Jean Ziegler 'Wir lassen sie verhungern' empfehlen. Ein Zitat daraus:"
    Der jährliche Hungertod von mehreren zehn Millionen Menschen ist der Skandal unseres Jahrhunderts. Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren." das ist furchtbar traurig. Nicht nur das es auf der anderen Seite Menschen gibt die sich mit Geld den Hintern abwischen können, wir alle schmeissen Tonnen an Lebensmittel einfach in den Müll. Wir tun auf moderne, weitentwickelte Zivilisation und dabei verhungern neben uns unsere Brüder und Schwestern. Wir sind alle eins und jeder der anderen schadet, schadet im Endeffekt sich selbst... Ich bin davon überzeugt das jeder Gerechtigkeit erfährt ob hier oder im Jenseits.

    Man muss dir als Leser wirklich dankbar sein, Freeman. Du rüttelst einen wach und stellst die Infos zur Verfügung die wir brauchen. Dein Blog ist das wichtigste Lesezeichen auf meinen Handy / PC und ich hoffe du wirst uns noch lange helfen die Wahrheit herauszufinden. Alles Gute und viel Erfolg weiterhin lieber Freeman :)

  1. Roid72 sagt:

    Lieber Freeman

    Zur AHV möchte ich hinzufügen, dass der Arbeitnehmer wie auch der Arbeitgeber in die Pensionskasse einzahlt. Nach Jahrelanger Inflation wird diese dann im Rentenalter ausgezahlt. Der Betrag ist aber dann als Brutto zu betrachten, da er noch versteuert wird.

    AHV Einzelpersonen
    Maximale AHV-Einzelrente pro Jahr

    Fr. 28'440

    Maximalrente erhält, wer ab dem 21. Altersjahr bis zum ordentlichen Rentenalter lückenlos AHV-Beiträge bezahlt hat und auf ein massgebendes Durchschnittseinkommen von mindestens 85'320 Franken kommt
    (Verdienen die wenigsten in der Schweiz)


    Minimale AHV-Einzelrente pro Jahr

    Fr. 14'220

    AHV-Renten bei Ehepaaren
    Maximale AHV-Ehepaarsrente pro Jahr

    Fr. 42'660

    Minimale AHV-Ehepaarsrente pro Jahr

    Fr. 28'440

    Quelle: https://www.123-pensionierung.ch/de/ahv/hoehe-ahv/

    Natürlich gebe ich dir recht, dass in der Schweiz die wenigsten von der Rente leben können. Deshalb ist die Flucht ins Ausland für Schweizer Rentner auch die einzige Alternative.

  1. Unknown sagt:

    https://youtu.be/S8uvVjDRqx8
    Aktuelles Video in Slovenia begleitet die Polizei Flüchtlinge über die grenze.

  1. Jolex sagt:

    Freemann da hast du recht. Der Durchschnitt ist nix wert. Was dz gemacht hast würde ich jedem Rentner empfehlen. Dank EU/ Schengen können die sich in der EU frei bewegen. Welcher Rentner z.B. mit 900 Euro inn Sachsen (bin Sachse) dahin vegetiert ist selber schuld. Ich würde auf Teneriffa wohnen. Schon das Klima lässt paar Zipperlein verschwinden.Die Miete ist günstiger. Benzin und der Lidl dort auch. Genauso wie Essen gehen. Nie im leben würde ich in der Schweiz (wie jetzt) bleiben. Als Alleinverdiener komme ich gerade mal auf 66000 netto im Jahr. War aber 4 Jahre Zuhause. Da ist nix zu erwarten in 30 Jahren. Das sollte man sich bewusst sein. Deshalb reisen und sich n Rentnerhort suchen. Auch in 30 Jahren gibt's schöne Länder die nicht viel kosten. Aber man dennoch dort als alter Mann mal zum Arzt kann

  1. voglpet sagt:

    Der Beitritt der Türkei zur EU ist immer noch Thema, nachdem nicht europäische Türken bereits in europäischen Ämtern sitzen und den Beitritt der uneuropäischen Türkei zur EU fordern.

  1. W.S. sagt:

    https://www.welt.de/finanzen/article202072218/Helikoptergeld-Regnet-es-bald-Scheine-wie-in-Haus-des-Geldes.html#Comments


    Ich komm gar nicht mehr klar ;D vor paar Wochen hab ich noch Witze darüber gemacht, aber anscheinend überlegen die bei der EZB jedem Geld zu überweisen um die ganze gedruckte Kohle irgendwie an den Mann zu bringen, wir stehen echt soooooooooooooooooooooooooooooooo kurz vor dem Crash, faszinierend und beängstigend ;D

  1. Vedanta sagt:

    Der homosexuelle, "luxemburgische" Premierminister mit jüdischen Wurzeln Xavier Bettel verlor nach seiner berüchtigten, "putschartigen" Amtsübernahme 2013 keine Zeit um im Sinne der JWO Nägel mit Köpfen zu machen: Einführung der Homo-Ehe, Abschaffung der christlichen Kirchenfabriken und des Religionsunterrichts in den Schulen, Förderung der Fremderziehung der Kinder in KITAs, Zwang zur bilingualen Erziehung in den KITAs wo Babys und Kleinkinder jetzt mit 2 Sprachen bombardiert werden während sie die Trennung von ihren Eltern "verarbeiten" dürfen, und neben anderen nationalfeindlichen Handlungen/Gesetzen ist natürlich auch das Errichten von jüdischen Denkmälern, Stolpersteinen, die genauso wie die zahlreichen spezifischen Arbeitsgruppen, Komitees usw an den Opferstatus der Juden und deren einzigartige, unantastbare Stellung in der Welt erinnern sollen, oberste Priorität.
    Der trottelige Außenminister-Darsteller Asselborn, der sich besser auf seine lächerlichen Auftritte in deutschen Unterhaltungsshows beschränken sollte, wird nicht müde der Welt den moralischen Zeigefinger zu zeigen um sie zur Aufnahme von Invasoren (Neusprech "Flüchtlinge") zu bewegen, genauso wie es die Luxemburger widerstandslos hinnehmen, täglich von "Schutzsuchenden" heimgesucht zu werden, während sie selbst durch die nationalfeindliche Politik bereits jetzt in der Minderheit sind (offiziell 50% Pass-Ausländer + unzählige Pass-Luxemburger mit ausländischen Wurzeln)und als Durchschnittsverdiener trotz im EU-Vergleich sehr gutem Gehalt sich fast nicht mal mehr eine Immobilie im "eigenen" Land wegen den unglaublich hohen Preisen leisten können und gezwungen sind ins nahe Ausland zu ziehen.

  1. ER@ sagt:

    @Vedanta

    ++++


    Die Mieten sind in dem Kaff auch nicht mehr zu zahlen.Frage mich nur wieso.Hat das Land doch in keiner hinsicht irgend etwas zu bieten was das Leben angenehm macht.
    Ganz im gegenteil.Die Lebensqualität kann man sich durch die Arschritze ziehen.
    Das Land ist inzwischen die reinste Hölle!.

  1. Vedanta sagt:

    @ER@
    Die Gehälter die in Luxemburg gezahlt werden sind europaweit spitze, aber die Lebenshaltungskosten insbesondere der Immobilienerwerb und die Mietpreise sind schwindelerregend hoch. Diejenigen die von diesem Umstand am meisten profitieren sind die zahlreichen Grenzgänger die in Luxemburg ihr Geld verdienen und gleichzeitig preisgünstiger in ihrem eigenen Land wohnen.
    Durch die Massenimmigration und die vielen Grenzgänger verschwinden die ethnischen Luxemburger wie auch die offizielle Nationalsprache (Luxemburgisch) immer mehr in diesem multi-ethnischen Schmelztiegel und dem babylonischen Sprachenwirrwarr aus dem meistens die bei der Mehrheit der Bio-Luxemburgern unbeliebte französische Sprache sich durchsetzt.
    Obwohl es momentan zahlreiche Baustellen und traditionell viele Verkehrsstaus gibt, ist die Infrastruktur in Luxemburg zurzeit noch lobenswert, genauso wie die generelle Sauberkeit des Landes ein positiver Punkt des Großherzogtums darstellt.