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Putin befiehlt Grossalarm für russisches Militär

von Freeman-Fortsetzung am Dienstag, 25. Juni 2019 , unter , , , | Kommentare (16)



Die Staats- und Regierungschefs der G20 kommen am 28./29. Juni in Osaka zusammen. Japan hält zum ersten Mal den G20-Vorsitz inne. Um nicht von einer Aggression während seiner Abwesenheit überrascht zu werden hat Präsident Putin seit Montag eine Alarmübung angeordnet, um die Kampfbereitschaft des russischen Militärs zu testen.

Er erinnert sich sicher an den 8.8.2008, als er in Peking bei der Eröffnungsfeier der Olympiade im Stadion sass und dann die Nachricht bekam, Georgien hätte russische Friedenssoldaten in Südossetien mit Mörsergranaten und Artillerie beschossen, wobei 67 getötet und 283 verwundet wurden. Georgiens Präsident Sackarschwilli nutzte die Ablenkung, welche die Olympiade bot, um mit grünem Licht der USA und NATO einen Krieg zu starten.


Das Foto zeigt wie Putin von seinem Adjutanten über den Angriff informiert wird und anschliessend mit Bush darüber spricht, der neben ihm im Stadion in der VIP-Loge sass.

Die Situation am Persischen Golf und die Bereitschaft der Viererbande, USA, England, Saudi-Arabien und Israel, einen Krieg gegen den Iran zu starten bedingen jede Vorsicht, um nicht überrascht zu werden. Wer weiss was die Kriegshetzer im Schilde führen.

Der Ex-CIA-Chef und US-Aussenminister Mike Pompeo und auch der Oberkriegshetzer John Bolton befinden sich beide im Nahen- und Mittleren Osten, um eine "Koalition der Willigen" gegen den Iran zusammen zu stellen und das weitere Vorgehen zu besprechen.

Wir müssen dabei bedenken, Trump wird von seinen "Beratern" einfach vor vollendete Tatsachen gestellt und in eine Ecke gedrängt, in dem er einen Angriff gegen den Iran befehlen MUSS, um nicht das "Gesicht" zu verlieren.

Ein Abblasen des Angriffs wie am vergangenen Freitag akzeptieren die zionistischen Neocons nicht mehr. Ausserdem hat Trump 259 Millionen Gründe den Iran zu bombardieren.

Das verlangen seine grössten Finanzierer des Wahlkampfs, Sheldon und Miriam Adelson, Paul Singer und Bernard Marcus, die 259 Millionen Dollar in Trump gesteckt haben.

Diese Geldgeber haben ihre aussenpolitischen Präferenzen gegenüber dem Iran deutlich bekannt gemacht. Sie erwarten sicher eine Rendite und Rückzahlung ihrer Investition in Trump.

Sie machen kein Geheimnis daraus, sowohl durch öffentliche Erklärungen als auch durch die Finanzierung von Denkfabriken, ihr Wunsch sei es, dass die Vereinigten Staaten die Islamische Republik Iran vernichten.

Trump hat diesen Wunsch zu erfüllen, genauso wie er bereits den Wunsch von Adelson erfüllt hat, den Atomvertrag mit dem Iran zu zerreissen, die Sanktionen massiv zu verschärfen, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen und die gestohlenen Golanhöhen als israelisches Territorium anzuerkennen.

Adelson schlug öffentlich vor, Atomwaffen gegen den Iran einzusetzen, und drängte darauf, dass Trump den damaligen nationalen Sicherheits- berater H.R. McMaster durch Bolton ersetzt, aufgrund der wahrgenommenen mangelnden Bereitschaft des ersteren, eine härtere Linie gegenüber dem Iran einzuschlagen.

Am Montag hat Trump angekündigt, die Sanktionen auch gegen den obersten Führer der Islamischen Republik, Ajatollah Ali Khamenei und gegen mehrere hochrangige Angehörige der Revolutionsgarden zu verhängen. Er kündigte ausserdem Sanktionen gegen Aussenminister Javad Zarif im Laufe der Woche an.

Eine totale Provokation!

Wie kann Trump von der iranischen Führung verlangen, sie sollen sich zu Verhandlungen an einem Tisch sitzen, wenn er diese "Verhandlungspartner" sanktioniert? Gespräche können nur stattfinden, wenn alle Sanktionen aufgehoben werden, vorher nicht.

Das Trump ein kompletter Ignorant ist und keine Ahnung über den Iran hat, beweist was er bei der Ankündigung der neuen Sanktionen sagte. Er bezog sich auf den falschen Religionsführer, der schon lange tot ist.

"Das Vermögen von Ayatollah Khomeini und sein Büro wird nicht von den Sanktionen ausgenommen". Ruhollah Khomeini starb 1989 und seit dem ist Ali Khamenei sein Nachfolger.

Irans Präsident Hassan Rouhani verspottete Trump am Dienstag und sagte, dass das Weisse Haus "von mentaler Rückständigkeit betroffen ist".

Aber die Amis sind generell völlig doof, denn die verwechseln auch immer "Sweden" mit "Switzerland" und "Austria" mit "Australia". Die haben auch Probleme den Irak und den Iran auseinander zu halten.

Der sogenannte "Nahost Friedensplan", den Trumps Schwiegersohn Kushner zusammen mit Busenfreund Netanjahu ausgearbeitet hat, sieht die kompletten Rauswurf der Palästinenser aus Palästina vor und die Annektion des Gazastreifens und Westjordanlandes durch Israel.

Da braut sich ein Konflikt zusammen, wie auch im Libanon und in Syrien, wenn es dann mit dem Iran richtig losgeht.

Deshalb wurden die russischen Streitkräfte im Zentralen Militärbezirk seit dem 24. Juni in höchste Alarmbereitschaft versetzt, nachdem Wladimir Putin als Oberster Befehlshaber die Übungen angeordnet hatte.

Die Raketensysteme Iskander, S-300 und S-400 sowie die gepanzerten Personaltransporter Btr-82 wurden auf dem am Montag vom russischen Verteidigungsministerium veröffentlichten Videomaterial beobachtet.



Militärische Übungen sollten die militärische Sicherheit im zentralasiatischen Raum gewährleisten und "terroristische Bedrohungen" verhindern, sagte der russische Verteidigungsminister Sergei Shoigu.

Die oben genannten vier Länder sind die wirklichen Terroristen dieser Welt und bedrohen den Frieden.

Rund 150'000 Soldaten und mehr als 20'000 Waffen sind an der überraschenden Prüfung der Kampfbereitschaft der russischen Armee beteiligt.

Auch in Armenien, dass an den Iran grenzt, wurden russische Soldaten in Alarmbereitschaft versetzt.

Die militärischen Übungen dauern bis Freitag den 28. Juni.

Das Trump tatsächlich unter einer mentalen Störung leidet zeigt doch seine einseitige Aufkündigung des Atomvertrages, der den Iran die zivile Nutzung der Atomenergie erlaubt aber kein Atombombenprogramm.

Nach der Kündigung muss der Iran sich nicht mehr an den Vertrag halten und kann eine Atombombe entwickeln, was Trump ja angeblich mit den Sanktionen und Drohungen verhindern will. Trump ist also an der Krise selber schuld.

Trump kann doch nicht den Vertrag kündigen aber den Iran auffordern sich daran zu halten. Diese Logik ist doch leicht zu verstehen. Deshalb, für mich hat er sie nicht alle im Überstübchen!!!

Eigentlich sollten die Profijournalisten (hust) ihn über diese Unlogik ausfragen, aber die waren in den letzten zwei Jahren viel zu sehr mit Russiagate und mit der Lüge "Trump ist ein Putin-Agent" beschäftigt, um von seiner Liebesaffäre mit den Zionisten und Israel abzulenken.

10. Jahrestag des US-NATO-Angriffs auf Russland

von Freeman-Fortsetzung am Mittwoch, 8. August 2018 , unter , , , | Kommentare (24)



Es war Freitag der 8. August 2008, der Tag an dem die Olympiade in Peking eröffnet wurde. Auf der Ehrentribüne im Olympiastadion sass Waldimir Putin, damals als Premierminister Russlands, um als Zuschauer die Eröffnungsfeier zu geniessen. Da überreichte ihm plötzlich einer seiner Beamten eine Nachricht, auf der stand, das georgische Militär hätte russische Friedenssoldaten an der Grenze zwischen Südossetien und Georgien mit Artillerie- und Granatfeuer angegriffen und dabei viele Russen getötet und verletzt. Auch die Hauptstadt von Südossetien, Zchinwali, stünde unter schweren Beschuss, mit zahlreichen Opfern unter der Zivilbevölkerung. Die georgische Luftwaffe warf Streubomben ab. Es war der Beginn des Angriffs der USA-NATO, stellvertretend durch Georgien, auf Russland, stellvertretend durch Südossetien. In der Nähe von Putin sass der US-Präsident George W. Bush ebenfalls auf der Ehrentribüne und Putin ging zu ihm rüber und sprach ihn auf den Angriff an, was denn das soll? Bush zuckte mit den Schultern und antwortete, er wisse von nichts.



Bush hat gelogen, denn der damalige georgische Präsident, Michael Sackarschwilli, war eine von Soros, Washington und der CIA eingesetzte Marionette (Rosenrevolution 2003), die alle Befehle befolgte. Ohne grünes Licht und Rückendeckung der USA, hätte er nicht den Angriff auf die Republik Südossetien und auch auf die Republik Abchasien angeordnet, die sogenannten abtrünnigen georgischen Provinzen, die schon seit 1992 sich für selbständig erklärt hatten.

Das georgische Militär wurde jahrelang vorher von den Amerikanern und von den Israelis ausgebildet und mit neuen Waffen versorgt. Georgien stellte auch das drittgrösste Kontingent an Soldaten für den Krieg der USA und NATO in Afghanistan. Ohne Wissen und Zustimmung des Pentagon und des Weissen Haus konnten die Georgier nichts kriegerisches unternehmen.

Russlands Präsident Dimitri Medwedew ordnete die sofortige Entsendung von Soldaten und Panzer nach Südossetien an, um die Attacke und Invasion der georgischen Soldaten zu entgegnen und die russischen Friedenssoldaten zu beschützen. Der Roki-Eisenbahntunnel durch den Kaukasus, der Russland mit Südossetien verbindet, wurde benutzt, um schnellstmöglich Waffen und Soldaten an die Front zu entsenden. Georgien versuchte vergeblich diese Hilfsaktion zu verhindern und bombardierte den Tunnelausgang und die Eisenbahn.

Diese militärische Reaktion Russlands wurde dann sofort von den westlichen Politikern und Medien als ein Angriff Russlands auf Georgien völlig falsch dargestellt. Ich habe dann gleich mit der Berichterstattung über diesen Angriff Georgiens am selben Tag angefangen und die wirkliche Situation, wer wen angegriffen hat, erklärt.

Siehe "Saakashvili benutzt Ablenkung der Olympiade für Angriff".

Dann folgten meine Artikel:

Der andere Blick auf den Krieg.
Haben Söldner Georgien geholfen?
USA und Georgien sind für den Genozid in Südossetien verantwortlich
Krieg in Georgien 4. Tag
Krieg in Georgien 5. Tag
Der Kaukasus – Washington riskiert Atomkrieg durch Fehlkalkulation
Erbeutete Landkarten zeigen, Georgien plante Invasion von Abchasien
Die Strippenzieher hinter Georgiens Präsident Saakaschwili
Wie FOX-News über den Krieg in Georgien berichtet
Interview mit russischen Aussenminister Sergei Lavrov
Die Opposition in Georgien sagt, Saakashvili ist schuld am Krieg
Was die Amerikaner nicht sehen dürfen

Erst viele Monate später haben dann die EU und auch die meisten Medien zugegeben (müssen), es war nicht das "böse Russland" sondern Georgien, das den Krieg angefangen hat. So ist die Wahrheit auch in die Geschichtsbücher eingegangen.

Der georgische Angriff töte 67 russische Soldaten, 3 wurden vermisst und 283 verwundet. Auf südossetischer Seite gab es 360 Tote insgesamt, davon 162 Zivilisten. Für Abchasien: 1 Toter und 2 Verwundete.

Die folgende Karte zeigt (rot), georgische Kriegsschiffe waren auf dem Weg nach Suchum, um die abchasische Hauptstadt vom Meer aus anzugreifen, wurden aber von der russischen Marine zur Umkehr gezwungen.



Die ARD lügt wie immer

Um so erstaunlicher ist es, oder auch eben nicht, die ARD hat zum 10. Jahrestag gerade eine Sendung gemacht und darin wieder die Lügen über einen russischen Angriff auf Georgien verbreitet.

Am besten beschreiben die Kollegen von "Die Propagandaschau" diese Lügerei des mit Zwangsgebühren finanzierten deutschen Staatssenders, deshalb verlinke ich ihren Artikel:

Pinar Atalay und Demian von Osten verbreiten in den ARD tagesthemen Geschichtsrevisionismus und Des­information über den Kaukasuskrieg

Es ist einfach schlimm und ein Skandal, wie die deutschen Medien wissentlich die jüngste Geschichte falsch darstellen und das deutsche Publikum belügen. Lügenmedien eben!

Sie haben offensichtlich den Auftrag, Russland immer und immer wieder zu diffamieren und als "Teufel" darzustellen. Warum? Um die Deutschen für einen zukünftigen Krieg mental vorzubereiten.

Medwedews strategischer Fehler

Ich bin übrigens der Meinung, Präsident Medwedew (damals) hat einen grossen strategischen Fehler begangen, am 12. August 2008 einen Waffenstillstand zu befehlen, mit anschliessenden Truppenrückzug aus Georgien. Er war für mich "zu brav" und zu naiv.

Richtig wäre gewesen, die Militäroperation weiter zu führen, die georgische Hauptstadt einzunehmen, Sackarschwilli zu verhaften, wegen Führung eines Angriffskriegs zu verurteilen, das pro-amerikanische Regime abzusetzen und die Opposition ans Ruder zu lassen.

Dann wäre nämlich Georgien aus dem westlichen Lager zurück geholt und ein NATO-Kandidat an der Grenze verhindert worden. So gibt es eine ständige westliche militärische Bedrohung mit Georgien im Süden von Russland.

Am 6. August 2018 hat Medwedew gesagt, die NATO-Aufnahme Georgiens sei "unverantwortlich" und könnte einen "schrecklichen Konflikt" auslösen.

"Was kann ich zum jüngsten NATO-Beschluss sagen, indem die Zusage bekräftigt wurde, Georgien eines Tages aufzunehmen? Es ist eine absolut unverantwortliche Position und eine Bedrohung für den Frieden", sagte Medwedew.

Ich sage dazu, ja mein Lieber, das hättest du vor 10 Jahren anders machen sollen, wie ich es oben beschrieben habe, dann gebe es keine Bedrohung für den Frieden und für Russland.

Wie weit nach Osten will die NATO und auch die EU noch expandieren und ihre Aggressivität gegenüber Russland ausbreiten? Was hat das mit Verteidigung zu tun? NICHTS!

Vom NATO-Hauptquartier in Brüssel sind es fast 4000 Kilometer nach Tiflis, nur etwas weniger als von Brüssel über den Atlantik zur amerikanischen Ostküste.

Wollen deutsche Mütter und Väter wirklich zulassen, dass ihre Söhne und Töchter für das weit entfernte Georgien sterben, wenn die wieder entscheiden einen Krieg zu starten?

Besonders wo doch wegen Rekrutenmangel der Pflichtwehrdienst in Deutschland wieder eingeführt werden soll. Das heisst, die jungen Deutschen werden in einen Krieg gezwungen.

Deutsche Soldaten sind bereits in Georgien, denn die Bundeswehr nimmt an einem Manöver mit den USA dort teil. Siehe hier.

Was haben die dort zu suchen, ausser auf einen Krieg gegen Russland sich vorzubereiten!

Kriegsbericht in Bildern



Russlands Anerkennung von Südossetien und Abchasien

Am 25. August 2008 wurde Präsident Medwedew von beiden Kammern des russischen Parlaments aufgefordert, die Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien anzuerkennen.

Medwedew gab dann folgende Erklärung heraus (von mir übersetzt):

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Meine lieben Mitbürger Russlands!

Sie sind sich der Tragödie Südossetiens wohl bewusst. Die nächtliche im Exekutionstil durchgeführte Bombardierung von Zchinwali durch die georgischen Truppen resultierte in den Tod von Hunderten von Zivilisten. Unter den Toten waren die russischen Friedenssoldaten, die ihr Leben gaben, um ihre Pflicht zu erfüllen, Frauen, Kinder und ältere Menschen zu schützen.

Die georgische Führung, unter Verletzung der UN-Charta und ihrer Verpflichtungen aus internationalen Abkommen und entgegen der Stimme der Vernunft, entfesselte einen Konflikt, dem Zivilisten zum Opfer fielen. Das gleiche Schicksal erwartete Abchasien. Offensichtlich hofften sie in Tiflis auf einen Blitzkrieg, der die Weltgemeinschaft mit einer vollendeten Tatsache konfrontiert hätte. Die unmenschlichste Art, das Ziel zu erreichen - die Annexion Südossetiens durch die Vernichtung eines ganzen Volkes.

Das war nicht der erste Versuch, dies zu tun. Im Jahr 1991 hat Präsident Gamsachurdia von Georgien, nachdem er das Motto "Georgien für Georgier" ausgerufen hatte - denken Sie nur darüber nach! - Attacken auf die Städte Suchum und Zchinwali befohlen. Das Ergebnis war dann Tausende Menschen die getötet wurden, Dutzende Tausende Flüchtling und verwüstete Dörfer. Und es war Russland zu diesem Zeitpunkt, das der Ausrottung der abchasischen und ossetischen Völker ein Ende setzte. Unser Land trat als Vermittler und Friedensstifter auf und bestand auf einer politischen Lösung. Dabei haben wir uns stets von der Anerkennung der territorialen Integrität Georgiens leiten lassen.

Die georgische Führung entschied einen anderen Weg zu gehen. Störung des Verhandlungsprozesses, Ignorierung der erreichten Vereinbarungen, Durchführung von politischen und militärischen Provokationen, Angriff auf Friedenssoldaten - all diese Aktionen verletzten auf krasse Weise die Vereinbarungen im Konfliktgebiet mit der Unterstützung der Vereinte Nationen und OSZE.

Russland zeigte immer wieder Ruhe und Geduld. Wir riefen wiederholt dazu auf, zum Verhandlungstisch zurückkehren und wir wichen nicht von dieser Position ab, auch nach der einseitigen Unabhängigkeitserklärung des Kosovo. Aber unsere anhaltenden Vorschläge an die georgische Seite, die Vereinbarungen mit Abchasien und Südossetien abzuschliessen und die Nichtanwendung von Gewalt, blieben unbeantwortet. Bedauerlicherweise wurden sie von der NATO und sogar von den Vereinten Nationen ignoriert.

Es ist jetzt ganz eindeutig klar: Eine friedliche Lösung des Konflikts gehörte nicht zu Tbilisis Plan. Die georgische Führung bereitete sich methodisch auf den Krieg vor, während die politische und materielle Unterstützung ihrer ausländischen Garanten nur dazu beitrug, die Wahrnehmung ihrer eigenen Straflosigkeit zu verstärken.

Tiflis traf seine Wahl in der Nacht zum 8. August 2008. Saakaschwili entschied sich für Völkermord, um seine politischen Ziele zu erreichen. In dem er das getan hat, vereitelte er alle Hoffnungen auf das friedliche Zusammenleben von Osseten, Abchasen und Georgiern in einem Staat. Die Völker Südossetiens und Abchasiens haben mehrmals in Volksabstimmungen sich zugunsten der Unabhängigkeit ihrer Republiken ausgesprochen. Es ist unser Verständnis, dass nachdem was in Zchinwali passiert ist und was für Abchasien geplant wurde, haben sie das Recht, selbst über ihr Schicksal zu entscheiden.

Die Präsidenten Südossetiens und Abchasiens appellierten an Russland, die Souveränität Südossetiens und Abchasiens anzuerkennen, gestützt auf die Ergebnisse der Referenden, die von den Parlamenten beider Republiken durchgeführt wurden. Der Föderationsrat und die Staatsduma stimmten diesen Appellen zu.

Eine Entscheidung muss getroffen werden, basierend auf der Situation vor Ort. Angesichts des frei ausgedrückten Willens der Menschen in Südossetien und Abchasien, in Übereinstimmung mit der UN-Charta, die Erklärung von 1970 über die Grundsätze des Völkerrechts, die freundschaftliche Beziehungen zwischen den Staaten regeln, die C.S.C.E. Helsinki Final Act von 1975 und andere grundlegende internationale Instrumente, habe ich die Anerkennung der Unabhängigkeit von Südossetien und Abchasien durch die Russische Föderation unterzeichnet.

Russland fordert andere Staaten auf, seinem Beispiel zu folgen. Dies ist keine einfache Wahl, aber es ist die einzige Möglichkeit, Menschenleben zu retten.

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Seitdem 26. August 2008 erkennt Russland Südossetien und Abchasien als eigenständige und souveräne Staaten an. Weitere Länder, die nicht zur amerikanischen Besatzungszone gehören, auch.

Der verbrecherische Westen natürlich nicht, denn wer unabhängig sein darf und wer nicht, bestimmen sie und nicht die Menschen in den Ländern durch eine Volksabstimmung. Siehe Krim.

Demokratie im Westen??? Da lach ich nur!!!

Die Anerkennung bedeutet übrigens auch den militärischen Schutz von Südossetien und Abchasien durch Russland.

Diese Zeilen schreibe ich übrigens aus meiner neuen Heimat, die Republik Abchasien (gleich neben Sochi), wo ich seit 2014 lebe. Wer das (unbekannte) Land entdecken will, kann mich gerne besuchen.

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Washington bringt Panzer und Marines nach Georgien

von Freeman-Fortsetzung am Montag, 4. September 2017 , unter , , , | Kommentare (19)



Als Fortsetzung und Bestätigung meines vorhergehenden Artikels über die Aggression Amerikas gegenüber Russland kann ich berichten, das US-Militär hat Panzer vom Typ Abrams M1 und weitere gepanzerte Fahrzeuge per Schiff nach Georgien gebracht. Sie wurden im Hafen von Poti am Ostende des Schwarzen Meer entladen und sollen am multinationalen Manöver Agile Spirit 2017 teilnehmen. An dem Kriegsspiel in der ehemaligen Sowjetrepublik unmittelbar vor der russischen Grenze nehmen neben 500 US-Marines, 1000 Soldaten aus Georgien, Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Lettland, Rumänien und Ukraine teil.




"Es handelt sich um die siebte Ausgabe der jährlich geplanten multilateralen Übung, die konzipiert ist, die Interoperabilität der amerikanischen, georgischen und des Militär der regionalen Partnern zu stärken und das Verständnis der Taktik, Technik und Prozeduren eines jeden Landes besser zu verstehen", sagte das Pentagram in einer Pressemitteilung.


Die US Marines kamen in Georgien an und werden mit den mitgebrachten Panzern und zusammen mit den "Alliierten" zwischen dem 3. und 11. September auf dem Orfolo-Schiessplatz den Krieg gegen Russland üben.

Wir sehen, die von den USA dominierte NATO hat den Westen Russlands von Norwegen im hohen Norden über die baltischen Staaten, Polen, Rumänien, Bulgarien, Griechenland, Türkei, Ukraine bis Georgien im Süden komplett umzingelt und die Kriegsmaschine aufgefahren.

Zur Erinnerung, in einem Interview mit dem Filmdirektor Oliver Stone im Juni hat Präsident Putin die NATO als Instrument der amerikanischen Aussenpolitik beschrieben, also als aggressive Schlägertruppe, und die Mitglieder der Allianz werden unausweichlich "US-Vasallen".

"Sobald ein Land ein NATO-Mitglied ist, wird es schwer den Druck der USA zu widerstehen. Und plötzlich kann jedes Waffensystem in diesem Land aufgestellt werden. Jedes Raketenabwehrsystem, neue Militärbasen, und wenn es sein muss, offensive Systeme", sagte Putin. Er fügte hinzu, Russland ist wegen der steigenden NATO-Bedrohung und bewaffneten militärischen Aufbau an Russlands Grenzen dadurch gezwungen Gegenmassnahmen zu treffen.

Washington stellt überall auf der Welt Soldaten auf, stationiert Waffen und Gerät, baut Stützpunkte und führt Militärmanöver durch, vor der Nase der Chinesen und der Russen als Vorbereitung für einen Krieg. Was das an Geld verschlingt, das aber Amerika nicht hat und nur mit Schulden finanziert. Statt sich um die "brennenden" internen Problem zu kümmern, wird das Imperium ausgebaut, obwohl das Land zusammenbricht. Die USA erinnern sehr stark an das alte Rom kurz vor dem Kollaps.

Die Millionenstadt Houston steht unter Wasser, toxische Chemikalien laufen aus, Teile von Texas sind unbewohnbar, 100'000 Häuser sind zerstört oder beschädigt, es besteht die Gefahr der Verseuchung und Verbreitung von Malaria durch Mücken. Die obdachlosen Menschen sind am verhungern und verdursten, Plünderungen sind alltäglich. Der Schaden durch den Hurrikan "Harvey" beläuft sich auf 190 Milliarden Dollar!

Dazu wüten in los Angeles grossflächige Brände, die ganze Wohngegenden vernichten. Das Trinkwasser in Flint, Michigan ist immer noch verseucht. Die Finanzblase der Wall Street wird demnächst platzen. Die Antifa und andere Hassgruppen liefern sich blutige Schlachten auf den Strassen von Amerika. Das Land steht vor einem Bürgerkrieg, aber Washington meint Kriegsspiele gegen Russland wie aktuell in Georgien durchführen zu müssen.

Präsident Putin wird die Republik Abchasien besuchen

von Freeman-Fortsetzung am Freitag, 4. August 2017 , unter , , | Kommentare (16)



Leider besucht er nicht mich am kommenden Dienstag (grins) sondern nimmt an den Feierlichkeiten anlässlich des 9. Jahrestages der Abwehr des Angriffskrieges Georgiens gegen seine Nachbarn in der abchasischen Hauptstadt Suchum teil. Zur Erinnerung, am 8.8.2008 hat das von den USA besetzte und gelenkte Georgien die Länder Südossetien und Abchasien angegriffen, genau an dem Tag als die Olympischen Spiele eröffnet wurden und die Aufmerksamkeit der Welt auf Peking gerichtet war. Der damalige Präsident Georgiens, Michael Sackarschwili (ein US-Agent), gab den Angriffsbefehl, wobei er diesen nur wegen der Rückendeckung aus Washington und Brüssel gegeben hat. Warum sage ich, Sackarschwili ist ein amerikanischer Agent? Weil er durch einen von den USA finanzierten Coup, "Rosen Revolution" genannt, 2004 an die Macht gehievt wurde.

Die Zerstörung der südossetischen Hauptstadt Zchinwali durch georgische Truppen

Durch den georgischen völkerrechtswidrigen Angriff mit Bomben und Artillerie und dem Einmarsch von Soldaten und Kriegsgerät wurden hunderte südossetische Zivilisten getötet und die südossetische Hauptstadt Zchinwali erobert und grösstenteils zerstört. Auch 15 russische Friedenssoldaten der GUS wurden getötet, welche an der Grenze zwischen Südossetien und Georgien stationiert waren.

Als Schutzmassnahme der südossetischen Bevölkerung und seiner eigenen Soldaten hat Russland militärisch interveniert und russische Truppen griffen in die Kampfhandlungen ein, befreiten Zchinwali und drängten die Georgier aus Südossetien wieder raus. Nach 5 Tagen war der Krieg zu Ende.

Es kam fast zu einem Konflikt zwischen Russland und den USA, denn mit der Operation "Assured Delivery" wurden ab dem 13. August von der amerikanischen Ramstein Air Base in Deutschland mit Transportflugzeugen Waffen nach Tiflis geflogen. Wie ich schon lange sage, alle Kriege der Amerikaner gehen von deutschen Boden aus und Deutschland ist direkt oder indirekt an allen Kriegen beteiligt.

Am 25. August erreichte der amerikanische Zerstörer USS McFaul den georgischen Hafen Batumi. Er brachte zusammen mit weiteren amerikanischen Kriegsschiffen, wie beispielsweise dem Kommandoschiff USS Mount Whitney, Waffen nach Georgien. Es half aber nichts, denn die georgischen Soldaten entpuppten sich als sehr schlechte und völlig demoralisierte Kämpfer.

Laut Augenzeugenberichten und Aufnahmen war der Rückzug der georgischen Truppen eine panikartige Flucht unter massenweiser Zurücklassung von Kriegsgerät. Die von den USA, NATO und Israel ausgebildeten und ausgerüsteten georgischen Soldaten zeigten sich angesichts der vorrückten russischen Truppen als Feiglinge, die Fahnenflucht begangen haben. Die georgischen Städte Gori, Senaki, Poti und andere wurden ohne Gegenwehr den russischen Streitkräften überlassen.

Die westlichen Politiker und Fake-News-Medien haben Russland als Aggressor hingestellt, eine Lüge wie üblich, und haben den Angriff der Georgier entweder völlig verschwiegen oder als "Notwehr" hingestellt.

Von dem Moment an, als Georgien die Invasion von Südossetien und Abchasien auslöste, was einen Krieg zwischen Russland und Georgien dann verursachte, haben die westliche Lügenmedien Georgien als unschuldiges Opfer der "russischen Aggression" hingestellt. Die Medienhuren von Presse und Fernsehen glorifizierten Sackarschwili als mutigen Helden, der unter russischem Feuer stünde.

Den einzigen Fehler den sie ihn ankreideten war, er würde "Amerika zu viel lieben", also "Freiheit und Demokratie", was völliger Bullshit ist, denn sie haben dabei verschwiegen, wie er brutal gegen die Medien der Opposition und gegen die Demonstranten im Land vorgegangen ist, jeden der gegen ihn war ins Gefängnis geschmissen hat.

Diese Version der Ereignisse haben die Medien für Monate aufrechterhalten. Erst ab November 2008 haben sie sich langsam doch mehr an die Fakten gehalten und die Politik von Sackarschwili etwas in Frage gestellt.

Am 22. März 2009 schrieb das Handelsblatt: "An der Rolle des georgischen Staatschefs Michail Saakaschwili beim August-Krieg im Südkaukasus gibt es nach einem Medienbericht neue Zweifel. So gebe es Indizien, dass Saakaschwili nicht eine russische Aggression abwehrte, wie er bis heute behauptet, sondern den Krieg selbst angezettelt hat."

Als später 2009 der von der Europäischen Union in Auftrag gegebene Untersuchungsbericht zum Kaukasuskrieg 2008 veröffentlicht wurde, wurden in ihm die meisten georgischen Behauptungen über eine Schuld Russlands widerlegt. Dies führte nur zu einem Imageverlust der georgischen Regierung und nicht zu einer Verurteilung oder gar Anklage beim Internationalen Gerichtshof.

Der Spiegel sprach davon, dass der einstige Hoffnungsträger des Westens Sackarschwili nun öffentlich als "Lügner und Brandstifter" dastehe. Die AG Friedensforschung der Universität Kassel schrieb auf ihrer Website, Georgien sei als Aggressor festgestellt worden. Wurde Sackarschwilli deswegen bestraft? Sicher nicht!

NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen erklärte dazu, dass die Schuldfrage in dem Konflikt keine Rolle für Georgiens NATO-Beitrittsperspektiven spiele ... ist ja klar, hatte er doch grünes Licht für den Angriff gegeben. Damit sind Rasmussen, Sackarschwili und George W. Bush Kriegsverbrecher und haben die vielen Toten auf dem Gewissen.

Die georgischen Medien berichten aktuell, Russlands Präsident Putin wird kommende Woche "einer der zwei besetzten Regionen Georgiens besuchen". Georgien betrachtet nämlich Südossetien und Abchasien als "abtrünnige Provinzen", die von Russland besetzt sind.

Dabei sind das nach eigenem Willen der Bewohner unabhängige Staaten, die nur während der Stalin-Zeit mit Georgien zwangsvereinigt wurden, da ja Stalin Georgier war. So wie Hitler den "Anschluss" seiner "Heimat" Österreich an das Deutsche Reich erzwungen hat!

Und von Russland besetzt sind sie auch nicht, sondern BESCHÜTZT, um eine Wiederholung des Angriffskrieges von 2008 zu verhindern.

Das heisst, die USA und EU (einschliesslich die Schweiz) halten die verbrecherische Politik von Stalin aufrecht und erkennen die schon vor 25 Jahren nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion erklärte Unabhängigkeit von Südossetion und Abchasien nicht an.

Abschasien hat zum Beispiel mit Georgien überhaupt nichts gemeinsam, hat weder die gleiche Sprache noch die gleiche Schrift. Wer behauptet, Abchasien gehöre zu Georgien, ist ein Lügner und leugnet die Geschichte und die Fakten.

Wie gesagt, es war eine Zwangsheirat Stalins, die nach der Perestroika endlich aufgelöst wurde. Aber die Georgier wollen das nicht wahrhaben und nicht akzeptieren, werden vom Westen dabei unterstützt. Denn es gilt die Regel, es werden nur vom Westen "Sezessionen" und "Unabhängigkeitserklärungen" geduldet, wenn diese zum Vorteil des westlichen Imperiums und gegen Russland gerichtet sind.

So wie das Auseinanderfallen von Jugoslawien in viele Einzelstaaten und die Anerkennung des Kosovo als eigenen Staat. Als Reaktion auf die Anerkennung des Kosovo und auf den Angriffskrieg von Georgien, hat Russland am 28. August 2008 Abchasien und Südossetien als unabhängige Staaten anerkannt.

Die sogenannte "Balkanisierung" ist in Ordnung und wird sofort politisch, wirtschaftlich und militärisch vom Westen akzeptiert. Wurde ja auch von den USA eingeleitet. Wenn aber ein Volk entscheidet, sich von einer amerikanischen Besatzungszone zu trennen, wie die Krim und Donbass von der Ukraine, oder wie in diesem Fall Südossetien und Abchasien von Georgien, dann wird auf die "territorial Integrität" gepocht.

Die Propagandamedien des Puppen-Regimes in Tiflis behaupten, der Besuch von Abchasien durch Präsident Putin sei eine Provokation und Russlands Reaktion auf den neulichen Besuch von US-Vizepräsident Mike Pence in Georgien. Völliger Quatsch, denn es geht wie oben gesagt um die Erinnerung an den Beistand Russland gegen den georgischen Angriff.


Ausserdem werden Putin und sein Amtskollege Raul Khadjimba über friedliche Kooperation und gute Zusammenarbeit in der Kaukasus-Region sprechen. Putins letzter Besuch Abchasiens war übrigens im August 2013 und er verbringt seine Sommerferien nicht weit entfernt regelmässig in Sochi am Schwarzen Meer.

Ach ja, um zu zeigen wie "friedlich" sich Deutschland gegenüber Russland benimmt, die Bundeswehr beteiligt sich am provokativen NATO-Militärmanöver "Noble Partner" in Georgien, das bis zum 12. August zum dritten Mal stattfindet. Neben den Soldaten nehmen die gepanzerten Fahrzeuge "Boxer" und "Dingo" und einem Bergepanzer "Büffel" am Manöver teil.

Deutsche Soldaten in Georgien

Das diesjährige Manöver ist mit acht Teilnehmerstaaten und etwa 2'800 Soldaten so gross wie nie zuvor. Deutschland wird offensichtlich nicht nur am Hinduskusch sondern auch am Kaukasus "verteidigt". So weit kam die Wehrmacht auch während des Überfalls auf die Sowjetunion im II. Weltkrieg, bis sie von den Russen vernichtend geschlagen wurde.

Typisch ist wieder wie die Deutschen mit dem Namen ihrer Armeen eine "Abwehr" vortäuschen. Dabei haben beide, die WEHRmacht und die BundesWEHR noch nie einen Angriff auf Deutschland abgewehrt, sondern NUR andere Länder angegriffen. Ja auch die BundesWEHR hat sich am völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Serbien beteiligt, in Afghanistan sowieso, und auch am Krieg gegen Libyen und Syrien!

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Folgende Persönlichkeiten haben erst nach ihrer Karriere dann als Rentner die Wahrheit gesagt:

John Swinton, US-amerikanischer Journalist, Zeitungspublizist und Redner, während der 1860er Jahre war er Hauptleitartikler der New York Times:

"So etwas wie eine freie Presse gibt es nicht. Die eigentliche Aufgabe des Journalisten besteht darin, die Wahrheit zu zerstören, faustdicke Lügen zu erzählen, die Dinge zu verdrehen und sich selbst … für sein tägliches Brot zu verkaufen. Wir sind nichts weiter als intellektuelle Prostituierte."

Omar N. Bradley, US-amerikanischer General der Armee und einer der führenden Kommandeure der US-Streitkräfte im Zweiten Weltkrieg in Nordafrika und Europa:

"Wir haben gelernt zu zerstören aber nicht zu erschaffen; wie man verschwendet aber nicht aufbaut; wie man Menschen tötet aber nicht wie man sie rettet; wie man stirbt aber selten wie man lebt."

Smedley Butler, US-amerikanischer Generalmajor beim United States Marine Corps. Er verhinderte den faschistischen Putsch einer Gruppe von Industriellen gegen Franklin Delano Roosevelt 1933, an dem der Zeitungsmagnat William Randolph Hearst und der Bankier Prescott Bush (Vater und Grossvater der Bush-Präsidenten) involviert waren:

"Krieg ist eine Gaunerei. Ist es immer gewesen ... nur wenige profitieren und viele zahlen. Wenn doch nur mehr des heutigen Militärpersonal realisieren würden, sie werden von der besitzenden Elite als staatlich subventionierte kapitalistische Schlägertruppe missbraucht."

Was die Amerikaner nicht sehen dürfen

von Freeman-Fortsetzung am Samstag, 16. August 2008 , unter , , , | Kommentare (45)



Oft ist die Zensur fast unmerklich. Hier haben wir ein Beispiel wie sie ganz offensichtlich passiert.

Die amerikanische Aussenministerin Condoleezza Rice hält eine Pressekonferenz im Aussenministerium, um die Medien über Georgien zu informieren. Dabei stellt ein russischer Reporter die Frage:

"Viele Menschen in Russland würden sagen, was sie nach dem 11. September machten war sehr unverhältnismässig, im Vergleich zur Bedrohung und zum Verlust an Menschenleben den sie hatten, die Russen versuchen den Schutz ihrer Streitkräfte, ihrer Staatsbürger und ihrer Friedensoldaten sicherzustellen ..."

... dann bricht die Übertragung der Pressekonferenz plötzlich ab, man hört die Frage des Reporters und die Antwort von Rice nicht mehr, man sieht nur ein Testbild. Es erscheint dann die Nachrichtensprecherin und sie sagt lapidar, "Es sieht aus wie wenn wir die Leitung zur Presskonferenz verloren haben."




Wurde damit die heikle Frage des russischen Reporters wegen dem Vergleich mit 9/11 brutal abgewürgt? Hat da jemand den Zensurknopf gedrückt? Ich würde sagen ja.

Die amerikanischen TV-Zuschauer dürfen nicht die Wahrheit über Georgien erfahren. Am verräterischten ist das Lachen im Hintergrund des TV-Studios.

Wie ging es weiter?

Auf der Seite des Aussenministeriums kann man nachlesen, wie die Frage weiter ging und was Rice antwortete.

Das Satzende des Reporters war "... Und sie ... sie bewegen sich, sie schaffen eine Pufferzone. Was ist daran falsch? Warum können sie dies nicht in ..."

Antwort von Rice: "Ich werde nicht hier sitzen und über jede russische Militäroperation urteilen. Ich sage, dass wenn man Häfen bombardiert und droht Flughäfen zu bombardieren und Städte wie Gori, und Truppen mit einem Flankenmanöver an der westlichen Flanke von Georgien einbringt und die Hauptstrasse zwischen Georgien ... zwischen Tiflis und Gori aufstaut, dass ist weit über dem was notwendig wäre, um russische Friedenssoldaten zu schützen. Und deshalb wird Russland eine internationale Verurteilung erleben für was sie tun."

Rice geht nicht auf die Frage des Reporters ein. Warum darf Amerika mit Kriegen gegen Länder völlig überreagieren, wenn ihre Staatsbürger getötet werden, aber Russland, nach dem seine Staatsbürger und Friedenssoldaten in ähnlicher Grössenordnung getötet wurden, nicht reagieren und durch eine Intervention schützen?

Was macht der Westen in so einem Fall?

2001 wird Amerika am 11. September "angegriffen", dabei sterben 2972 Menschen. Als Antwort beginnt die US-Regierung sofort mit dem "Krieg gegen den Terror" und marschiert in Afghanistan ein und führt Krieg gegen den Irak, bei dem 1.2 Millionen Zivilisten getötet werden. Dabei hatte Saddam Hussein überhaupt nichts mit 9/11 zu tun.

2006 werden zwei israelische Soldaten, welche sich aber auf libanesischen Gebiet befanden, von der Hisbollah entführt. Wie antwortet Israel darauf? Es resultiert der blutige Libanonkrieg, sie marschieren mit Soldaten und Panzern im Libanon ein, besetzen das halbe Land und bombardieren Brücken, Strassen, Schulen, Moscheen und Krankenhäuser ... dabei sterben 1191 Zivilisten, sie regnen 1 Million Cluster-Bomben auf das Land ... alles nur wegen zwei entführter Soldaten!!!

Und im Vergleich, 2'000 Südossetier, die alle russische Staatsbürger sind, werden durch den Angriff der Georgier ohne Vorwarnung mitten in der Nacht ermordet, Dörfer und Städte werden durch georgische Bomben und Granaten zerstört, die Hauptstadt zu 70% beschädigt, daraus resultierenden 35'000 Flüchtlinge, die kein zu Hause mehr haben ... und Russland wird jetzt vom Westen scharf verurteil!!!

Was der Westen selbstverständlich für sich in Anspruch nimmt, darf Russland natürlich nicht, seine Staatsbürger schützen und den Angreifer bestrafen. Wenn die USA und natürlich Israel (die dürfen sowieso alles) ein anderes Land überfallen, dann ist das was anderes, dann wird das von den westlichen Politikern und Medien beschönigt, entschuldigt und als gerechte Strafe dargestellt. Was für eine Doppelmoral und Heuchelei des Westens.

Dann, Russland hat keine Häfen bombardiert und auch nicht die Stadt Gori. Eine völlige Erfindung und ein Schauermärchen. Die westlichen Medien verbreiten nur anti-russische Propaganda, fälschen Videoaufnahmen, zeigen Bilder der Zerstörung durch die Georgier und behaupten es waren die Russen, sie stellen die Realität völlig falsch dar.

Russland wird verurteilt, ausgerechnet von denen welche die grössten Kriegsverbrecher sind, die Kriege mit erfundenen Bedrohungen rechtfertigen, und die Georgier mit Waffen vollgestopft haben, um überhaupt diesen Angriff zu ermöglichen. Rice, Cheney und Bush, aber auch Merkel und alle die sich jetzt gross im Westen entrüsten, sind alles Heuchler und Lügner.

Die Opposition in Georgien sagt, Saakashvili ist schuld am Krieg

von Freeman-Fortsetzung am Freitag, 15. August 2008 , unter , , | Kommentare (10)



Ja es gibt sie noch, trotz massiver Einschüchterungen und Verhaftungen, eine Opposition in Georgien gegen das Regime von Saakashvili, die sich jetzt zu Wort meldet.

Angeblich soll Mikheil Saakashvili immer noch populär in Georgien sein, obwohl die Mehrheit der Bevölkerung der Meinung ist, er hat den Krieg mit Russland angefangen.

Levan Gachechiladze, der ehemalige Wahlkampfmanager von Saakashvili, der gegen ihn im Januar angetreten ist sagte, die politische Opposition in Georgien wird sich für Neuwahlen einsetzen, “so schnell wie möglich”, vielleicht sogar innerhalb der nächsten zwei Monaten.

Diese Regierung hat keine Chance das Vertrauen der Georgier zu gewinnen“, sagte er.

Anhänger der Opposition bei einer Demonstration vor dem georgischen Parlamentsgebäude in Tiflis vom 3. November 2007.

Kakha Kukava, der Generalsekretär der oppositionellen Konservativen Partei Georgiens äussert ähnliche Kritik über den Präsidenten und seinem Krieg.

Saakashvili ist persönlich für die Militäroperationen verantwortlich, in dem er einen Krieg angefangen hat, den wir nicht gewinnen konnten“ sagte er, in dem er hinzufügte, seine Partei würde warten bis sich die Situation abgekühlt hat, um danach zu Massendemonstrationen aufzurufen, mit dem Ziel die Regierung zu entfernen.

Die Opposition in Georgien ist sehr verbittert über Saakashvili, seit dem er durch einen vom Westen finanzierten Coup, „Rosen Revolution“ genannt, 2004 an die Macht gehievt wurde und seit dem seine politischen Gegner brutal unterdrückt.

Obwohl Saakashvili im Augenblick von einem entflammten Patriotismus profitiert, weil das Land durch den Krieg geeint ist, sieht die Opposition ihre Chance bald kommen, wenn sich die Euphorie gelegt hat und die Georgier realisieren, was für einen immensen Schaden er dem Land zugefügt hat.

Was er gemacht hat, in dem er die 'verfassungsmässige Ordnung' wiederherstellen wollte (Ausrede für den Angriff der Provinzen), hat nur Russland provoziert,” sagte Gachechiladze.

Selbstverständlich wird Saakashvili behaupten, die Opposition vertritt die Interessen der Russen, da Moskau keinen Hel daraus macht, sie möchten ihn weg sehen.

Durch das faktische Einparteiensystem, ist die Opposition nicht im georgischen Parlament vertreten und wird von den Landesmedien völlig totgeschwiegen. Deshalb hat sie keinerlei Macht, baldige Neuwahlen zu erzwingen. Es liegt alleine an der georgischen Bevölkerung, sich im eigenen Interesse, und um weiteren Schaden für das Land abzuwenden, gegen die vom Westen gesteuerte, verbrecherische Marionettenregierung zu stellen.

Hier ein sehr gutes Interview mit Mikhail Gorbatschow, in dem er sagt: "Der Plan war, die Schuld auf Russland zu schieben".

Interview mit russischen Aussenminister Sergei Lavrov

von Freeman-Fortsetzung am , unter , , , | Kommentare (5)



Hier sehen wir ein sehr ausführliches Interview mit dem russischen Aussenminister Sergei Lavrov, mit interessanten Aussagen und Hintergrundinformation, wie es zum Konflikt kam und wie es weiter gehen soll.

Am Anfang wird er gefragt, soll Saakashvili abtreten, worauf er antwortet, Saakashvili ist kein glaubwürdiger Partner mehr für Gespräche, denn alles was dieser Mann sagt ist gelogen. Er ist ein Provakteur, welcher die Medien benutzt um seinen Angriffskrieg zu rechtfertigen, in dem er behauptet, er würde amerikanische Werte damit verteidigen. Es ist offensichtlich, er steht auf verlorenen Posten.

Er kritisiert die Beziehung zwischen den USA und Georgien und sagt, das "spezielle Projekt" der Amerikaner ist dort gescheitert. Offensichtlich haben sie ihren Protegé nicht zurückhalten können, der alle Friedensverträge gebrochen hat und den Krieg anfing. Die Russen hätten die Amerikaner mehrmals gewarnt, die massive Aufrüstung der georgischen Armee würde Saakashvili dazu benutzen, die unabhängigen Provinzen anzugreifen. Die Amerikaner hätten immer wieder versprochen, sie würden das nicht zulassen, aber die Tatsachen zeigen, sie haben in Georgien nichts im Griff.

Die Art und Weise wie die westlichen Medien über den Konflikt berichten, nennt er eine sehr einseitige Propagandakampagne und erwähnt die Fälschung der Bilder, wie durch CNN über Gori. Oder die hysterische Berichterstattung, um die Russen als den Aggressor darzustellen, was mit den Fakten nichts zu tun hat.

Er sagt auch, der Westen würde immer wieder die Russen hinters Licht führen und sich nicht an Vereinbarungen halten, wie zum Beispiel den versprochenen Beitritt zur WTO, der mit fadenscheinigen Gründen laufend verschoben wird.

Er erwähnt auch das Treffen zwischen Merkel und dem russischen Präsidenten Dmitry Medvedev heute Freitag in Sochi am Schwarzen Meer, um die aktuelle Krise zu besprechen.



Für mich macht Lavrov einen sehr besonnen und glaubwürdigen Eindruck. Es ist erfrischend, die andere Seite mal zu hören, die welche uns vorenthalten wird.

Übrigens, Lavrov betrachtet auch die blaue Fahne im Hintergrund bei den TV-Auftritten von Saakashvile als die EU-Flagge, und nicht wie die Apologeten behaupten, die des Europarates. Noch so ein Propagandatrick von Saakashvili.

Wie FOX-News über den Krieg in Georgien berichtet

von Freeman-Fortsetzung am Donnerstag, 14. August 2008 , unter , , | Kommentare (72)



Einer der grössten TV-Nachrichtensender Amerikas, Fox-News, interviewed Zeugen aus dem Kriegsgebiet in Georgien. Als diese sagen, Georgien ist der Aggressoren, werden sie ganz schnell abgeklemmt.

In ihrer Nachrichtensendung präsentiert FOX-News ein 12-jähriges Mädchen und Ihre Tante, die gerade in Südossetien die Kriegsgeschehnisse erlebt haben und nach San Francisco zurückgekommen sind. Am Anfang beschreibt der Moderator in aller Länge und voller Emotionen, wie schrecklich es sein muss bombardiert zu werden. Das Mädchen wird gefragt was es erlebt hat.

Es erzählt ihre Geschichte und sagt dann, "bevor ich weiter erzähle, möchte ich sagen, ich lief von georgischen Truppen davon, es waren die Georgier die unsere Stadt bombardiert haben und nicht russische Truppen. Ich möchte mich bei den russischen Truppen bedanken die uns raus geholfen haben." Und ihre Tante sagt: "Es war schrecklich für uns alle. Das wichtigste was ich sagen will, hier im TV, ist wer der Schuldige für diesen blutigen Konflikt ist, es ist Herr Saakashvili der diesen Krieg angefangen hat, er ist der Aggressor, und für zwei Tage sind meine südossetischen Landsleute bombardiert worden, 2'000 Menschen wurden dabei getötet ..." der Moderator unterbricht das Interview und sagt, wir müssen für eine Werbepause wegschalten. Sie bekommen nach der Werbung nur noch wenige Sekunden um zu sagen "Nicht die georgische Bevölkerung ist dafür verantwortlich, sondern die georgische Regierung und sie muss zurücktreten." Der Moderator sagt dann, die Zeit ist abgelaufen und das Interview war ganz schnell fertig.



Offensichtlich ist den Fox-Leuten ein Fehler passiert und sie haben die "falschen Zeugen" aus dem Kriegsgebiet ins Studio gebeten, nämlich die, welche die Georgier als die Kriegsverbrecher beschreiben und nicht die welche die Propagandalüge, es waren die bösen Russen, bestätigen. So was kann bei einer Live-Schaltung schon passieren, dass die Interview-Partner sich nicht an die Vorgaben halten. Sie wollten sicher hören, wie die Russen die Bomben geschmissen haben und nicht, dass sie die Retter waren. Die Wahrheit passt überhaupt nicht ins Bild und wird abgeklemmt.

Die Strippenzieher hinter Georgiens Präsident Saakaschwili

von Freeman-Fortsetzung am , unter , , , | Kommentare (39)



von F. William Engdahl

Der Streit über den georgischen Überraschungsangriff auf Südossetien und Abchasien am 8. August 2008 macht es umso wichtiger, sich den umstrittenen georgischen Präsidenten einmal genauer anzusehen. Der 41-jährige Michail Saakaschwili erweist sich als rücksichtsloser und korrupter Politiker, der nicht nur Verbindungen zum NATO-Establishment, sondern auch zum israelischen Militär und Nachrichtendienst unterhält. Die berühmte »Rosen-Revolution« vom November 2003, die den alternden Eduard Schewardnadse aus dem Amt jagte und den damals 36-jährigen Absolventen einer amerikanischen Universität an die Macht brachte, wurde vom US-Außenministerium, den Soros-Stiftungen und Kreisen um das Pentagon und die US-Geheimdienste gelenkt und finanziert.

Michail Saakaschwili wurde bewusst in einer höchst ausgeklügelten amerikanischen Operation zum Regimewechsel an die Macht gebracht. Damals waren scheinbar private NGOs (Nicht-staatliche Organisationen) am Werk, die eine Atmosphäre öffentlichen Protests gegen das bestehende Regime des ehemaligen sowjetischen Außenministers Eduard Schewardnadse schufen, der für Washington nicht mehr nützlich war, weil er mit Moskau über Gas- und Ölpipelines sowie Privatisierungen ins Geschäft kam.

Der professionell in Szene gesetzte Staatsstreich, der Saakaschwili an die Macht brachte, sollte Georgien in die NATO verhelfen und die Öllieferungen aus Baku sichern.

Saakaschwili wurde von einem US-gesteuerten Putsch ins Amt gehievt, den NGOs lanciert hatten, die mit amerikanischen Geldern finanziert wurden. Diese NGOs wendeten dabei die neuesten US-Methoden zur Destabilisierung von Regimes an, die von Washington als amerikafeindlich eingestuft wurden. Laut dem Wall Street Journal vom 24. November 2003 war der Sturz von Schewardnadses Regime das Werk »einer Reihe nicht-staatlicher Organisationen …, die von amerikanischen und westlichen Stiftungen finanziert werden.« Diese NGOs, so das Journal, hätten »eine Klasse junger englischsprachiger Intellektueller hervorgebracht, die pro-westliche Reformen wollten«; diese neue politische Klasse legte dann den entscheidenden Grundstock für den unblutigen Staatsstreich.

NGO-Putsch

Aber da ist noch mehr. Die damaligen Aktivitäten dieser NGOs in Tiflis wurden von dem neuen US-Botschafter in Georgien, Richard Miles, koordiniert, der soeben aus Belgrad eingetroffen war, wo er kurz zuvor den erfolgreichen Sturz Slobodan Milosevics mithilfe der gleichen NGOs bewerkstelligt hatte. Miles, der als Spezialist für verdeckte Geheimdienstoperationen gilt, betreute auch den Staatsstreich von Saakaschwili.

Daran beteiligt waren auch die Stiftung Open Society Georgia Foundation des US-Milliardärs George Soros sowie das in Washington ansässige Freedom House, das unter der Leitung des ehemaligen CIA-Chefs James Woolsey steht. Darüberhinaus flossen großzügig gewährte Gelder der vom US-Kongress finanzierten Stiftung National Endowment for Democracy nach Tiflis – diese NED wurde von Ronald Reagan in den 1980er-Jahren geschaffen, um »auf privater Ebene Dinge zu tun, die früher die CIA erledigt hat«, nämlich Coups gegen Regimes zu lancieren, die der US-Regierung nicht genehm sind.

Die Stiftungen von George Soros waren gezwungen, mehrere osteuropäische Länder, darunter auch Russland sowie China, nach dem Studentenaufstand auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Sommer 1989 zu verlassen. Zusammen mit dem US-Außenministerium finanziert Soros auch die Organisation Human Rights Watch, ein in Amerika beheimateter und von dort finanzierter Arm des gesamten NGO-Apparats, der Staatsstreiche wie die »Rosen-Revolution« in Georgien lanciert hat sowie die »Orangene Revolution« in der Ukraine 2004. Einige Analysten halten Soros für einen hochrangigen Agenten des US-Außenministeriums oder der US-Geheimdienste, der seine Stiftungen lediglich als Tarnung benutzt.

Das US-Außenministerium finanzierte z.B. das Georgia Liberty Institute (Freiheitsinstitut Georgiens), dem Saakaschwili vorstand, der von Washington zum Nachfolger für den nicht mehr kooperativen Schewardnadse auserkoren worden war. Dieses Liberty Institute schuf die Bewegung Kmara!, zu deutsch »Es reicht!« Nach einem damaligen Bericht der BBC wurde Kmara! im Frühjahr 2003 gegründet, als Saakaschwili zusammen mit einigen handverlesenen georgischen Studenten und Aktivisten auf Kosten der Soros-Stiftung nach Belgrad reiste, um von den Aktivisten der US-finanzierten Bewegung Otpor zu lernen, die Milosevic gestürzt hatte. Saakaschwili und seine Freunde wurden vom Belgrader Zentrum für gewaltfreien Widerstand in Gene Sharps »Gewaltfreiheit als Methode der Kriegsführung« ausgebildet.

Saakaschwili als Mafioso-Präsident

Als Saakaschwili im Januar 2004 sein Amt als neuer georgischer Staatspräsident angetreten hatte, machte er sich daran, das Regime mit seinen Kumpanen und Verwandten zu besetzen. Der Tod seines Premierministers Surab Schwania im Februar 2005 bleibt ein Rätsel. Die offizielle Version – Vergiftung durch einen schadhaften Gasofen – wurde von amerikanischen FBI-Spezialisten nach zweiwöchiger Untersuchung übernommen. Jedem, der die Killermethoden der georgischen Unterwelt, das Organisierte Verbrechen und die anderen Anzeichen gesellschaftlichen Verfalls kennt, ist diese Version nie glaubwürdig erschienen. Kurz nach Schwania starb auch ein Funktionär aus dem Präsidentenapparat, Georgi Khelashvili; angeblich erschoss er sich am Tag nach dem Rücktritt seines Chefs. Der Chef von Schwanias Forschungsstab wurde später ebenfalls tot aufgefunden.

Kräfte, die mit Saakaschwili in Verbindung standen, hatten angeblich beim Tod des Premierministers die Hand im Spiel. Die russische Journalistin Marina Perevoskina zitierte den georgischen Ökonomen Gia Khurashvili. Vor dem tödlichen Unfall hatte Khurashvili einen Artikel in der Zeitung Resonans veröffentlicht, in dem er sich gegen die Privatisierung und den Verkauf der wichtigsten georgischen Pipeline aussprach. Zehn Tage, bevor der Premierminister tot aufgefunden wurde, wurde Khurashvili tätlich angegriffen und sein Chefredakteur – der sich auf Druck von Personen aus dem »Sicherheitsdienst« berief, deren Identität er nicht preisgeben wollte – übermittelte ihm eine Warnung.

Es wurde vermutet, dass die Haltung des verstorbenen Premierministers der direkte Grund für den Mord an Schwania war. Dessen Bruder Georgi erzählte Perevoskina auch, sein Bruder habe kurz vor seinem Tod eine Warnung erhalten, jemand plane, Surab Schwania zu ermorden. Saakaschwili wurde Berichten zufolge fuchsteufelswild, als das US-Außenministerium Schwania zur Verleihung einer Freiheitsmedaille des regierungsnahen National Democratic Institute nach Washington einlud. Saakaschwili toleriert anscheinend keinen Machtrivalen.

Als Präsident berief Michail Saakaschwili, der sich vorher geschickt als »Korruptionsgegner« angepriesen hatte, mehrere Familienmitglieder auf lukrative Regierungsposten; einer seiner Brüder wurde Chefberater für die innenpolitischen Fragen beim Baku-Ceyhan-Pipelineprojet, das von British Petroleum (BP) und anderen Ölmultis unterstützt wird.

Seit Saakaschwili 2004 mit der Hilfe der USA in Tiflis an die Macht kam, hat es unter seiner Regierung Verhaftungen, lange Haftstrafen und Folter gegeben; außerdem hat die Korruption zugenommen. Unter seiner Führung wurde ein De-facto-Einparteienstaat geschaffen, in dem eine Pseudo-Opposition eine winzige Zahl von Abgeordneten ins Parlament entsendet. Saakaschwili selbst lässt für sich am Stadtrand von Tiflis einen Präsidentenpalast à la Ceaucescu bauen. Nach Angaben der Zeitschrift Civil Georgia (22. März 2004) wurden bis 2005 die Gehälter für Saakaschwili und viele seiner Minister angeblich vom NGO-Netzwerk des in New York ansässigen Spekulanten Soros bezahlt – zusammen mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen.

Israelisches und amerikanisches Militär bilden die georgischen Streitkräfte aus

Der militärische Angriff auf Südossetien und Abchasien – den Saakaschwili Ende letzter Woche befohlen hatte, obwohl er doch stets behauptet hatte, er strebe eine diplomatische und keine militärische Lösung des Gebietskonflikts an – wird von amerikanischen und israelischen militärischen »Beratern« unterstützt. Die israelische Zeitung Haaretz berichtete, am 10. August habe der georgische Minister für Wiedereingliederung, Temur Jakobschwili, »in einem Interview mit dem Radio der [israelischen] Armee die israelischen Streitkräfte für die Ausbildung georgischer Truppen gelobt und betont, Israel solle auf seine militärische Stärke stolz sein. ›Israel sollte stolz auf sein Militär sein, das die georgischen Soldaten ausgebildet hat‹, erklärte Jakobschwili auf hebräisch dem Radio der Armee, und bezog sich dabei auf eine private Gruppe aus Israel, die Georgien angeheuert hatte.«

Der russlandfeindliche Obama-Berater Zbigniew Brzezinski fordert wegen des Kriegs im Kaukasus ein totales wirtschaftliches und politisches Embargo gegen Russland.

Eines der Ziele der russischen Bombenangriffe auf Tiflis war nach Angaben von IsraelNN.com »ein georgischer Rüstungsbetrieb, in dem israelische Experten Kampfjets für die georgischen Streitkräfte aufrüsten … Russische Kampfjets bombardierten Pisten in dem nahe Tiflis gelegenen Betrieb, wo die israelische Sicherheitsfirma Elbit an der Aufrüstung georgischer SU-25-Jets arbeitet.«

Israels Außenministerin und mögliche Nachfolgerin des zurückgetretenen israelischen Premierministers Olmert, Tzipi Livni, erklärte am 10. August, dass »Israel Georgiens territoriale Integrität achtet« – eine verschlüsselte Erklärung, die bedeutet, dass man Georgiens Versuch, Südossetien und Abchasien militärisch einzunehmen, unterstützt.

Israels Außenministerin Tzipi Livni, hier mit Condoleezza Rice, unterstützt Georgiens Krieg um Südossetien und Abchasien.
Die 1.000 Militärberater in Georgien, von denen in der Presse berichtet wurde, waren nicht allein. Am 15. Juli verbreitete die Nachrichtenagentur Reuters folgende Information: »VAZIANI, Georgien – Eintausend US-Soldaten begannen am Dienstag in Georgien vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen Georgien und dem benachbarten Russland ein Militärmanöver namens Immediate Response 2008 (zu deutsch: Sofortige Antwort). Das zweiwöchige Manöver fand auf der Militärbasis in Vaziani nahe der Hauptstadt Tiflis statt, einer ehemaligen russischen Basis, von der sich die Russen im Rahmen eines europäischen Abrüstungsvertrags zurückgezogen hatten … Georgien hat ein 2.000 Mann starkes Kontingent zur Unterstützung der US-geführten Koalition im Irak stationiert; Washington liefert Ausrüstung und Ausbildung an das georgische Militär. Die Vereinigten Staaten sind Verbündeter Georgiens und haben Russland mit ihrer Unterstützung für den Antrag Georgiens auf Mitgliedschaft in der NATO-Militärallianz irritiert … ›Hauptzweck dieser Manöver ist, die Zusammenarbeit und Partnerschaft zwischen den amerikanischen und georgischen Streitkräften zu intensivieren‹, erklärte Brig. Gen. William B. Garrett, Kommandant der Southern European Task Force der US-Streitkräfte gegenüber Reportern.«

Da Russland offen das einheimische Militär in Südossetien und Abchasien unterstützt und ausbildet, um Russlands Präsenz in der Region aufrecht zu erhalten – besonders seit der Machtübernahme des von den USA unterstützten NATO-freundlichen Saakaschwili-Regimes Anfang 2004 –, gleicht der Kaukasus zunehmend dem Spanien der Zeit des Bürgerkriegs von 1936 bis 1939, als die Sowjetunion, Nazideutschland und andere Staaten Geld, Waffen und Freiwillige nach Spanien in einen verheerenden Krieg entsandten, der zum Vorläufer des Zweiten Weltkriegs wurde.

Eine kuriose Fußnote zu dem Beginn der Kampfhandlungen genau am Eröffnungstag der Olympischen Spiele, als Putin, George W. Bush und viele andere Staatschefs und hohe Politiker weit weg in Peking weilten, ist ein Bericht in IsraelNN.com von Gl Ronen, in dem es heißt: »Das Vorgehen Georgiens gegen Südossetien war von politischen Erwägungen motiviert, die mit Israel und dem Iran zu tun haben; nach Angaben von Nfc. habe sich der georgische Präsident entschlossen, die Kontrolle über die abtrünnige Region zu erkämpfen, um Israel zu zwingen, seine Entscheidung zu überdenken, die Unterstützung für das georgische Militär herunterzufahren.«

Ronen fügte hinzu: »Russische und georgische Medien berichteten vor wenigen Tagen, Israel habe beschlossen, die Unterstützung für Georgien einzustellen, nachdem Moskau gegenüber Jerusalem und Washington klargestellt habe, dass Russland eine weitere Unterstützung für Georgien damit beantworten werde, Flugabwehrsysteme an Syrien und den Iran zu verkaufen.« Israel plant, über die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline aus der kaspischen Region Öl- und Gaslieferungen zu erhalten.

Ob nun der Streit über die Pipelines oder Russlands Kampfansage an Israel der unmittelbare Auslöser für Saakaschwilis gefährliches Spiel gewesen sein mag: klar ist, dass der impulsive Georgier und seine Strippenzieher sich auf ein Spiel eingelassen haben, dessen Ausgang niemand kontrollieren kann.

Mittwoch, 13.08.2008 - © Copyright Kopp Verlag, Rottenburg

William Engdahl kann hier erreicht werden: www.engdahl.oilgeopolitics.net

Siehe dazu meinen Artikel: "Putin ist ein guter und hat völlig recht"

Erbeutete Landkarten zeigen, Georgien plante Invasion von Abchasien

von Freeman-Fortsetzung am Mittwoch, 13. August 2008 , unter , , | Kommentare (25)



Russische Truppen entdeckten in einem erbeuteten georgischen Armeefahrzeug, was sie meinen Pläne sind, um Abchasien zu erobern. Heute Mittwoch haben abchasische Streitkräfte erfolgreich georgische Truppen aus dem oberen Kodori-Tal zurückgedrängt, in der Vorwegnahme so eines Angriffs.

In den letzten Tagen war die Aufmerksamkeit hauptsächlich auf den Angriff der Georgier in Südossetien gerichtet. Aber die erbeuteten Dokumente zeigen offensichtlich, dass Georgien auch die Invasion von Abchasien plante, eine selbständige Republik doppelt so gross wie Südossetien, die am Schwarzen Meer liegt.

Der Kaukasus – Washington riskiert Atomkrieg durch Fehlkalkulation

von Freeman-Fortsetzung am , unter , , | Kommentare (20)



von F. William Engdahl (Gastredner an unserem Treffen vom 6. September)

Der dramatische Angriff der Streitkräfte der Republik Georgien auf Südossetien Ende der letzten Woche hat die Welt durch eine Fehlkalkulation dem schlimmsten Schrecken aus der Zeit des Kalten Krieges einen großen Schritt näher gebracht – einem Atomkrieg zwischen Russland und den Vereinigten Staaten. Was jetzt im Kaukasus geschieht, wird von den US-Medien in ein beängstigend irreführendes Licht gerückt, denn Washington versucht, Moskau als alleinigen Aggressor darzustellen. Die Frage ist, ob George W. Bush und sein Vize Dick Cheney den wenig stabilen Präsidenten Michail Saakaschwili zu seinem militärischen Abenteuer ermuntert haben, um auf diese Weise den nächsten US-Präsidenten zu zwingen, die NATO-Militäragenda der »Bush-Doktrin« zu unterstützen. Dieses Mal könnte Washington die Möglichkeiten, ähnlich wie im Irak, völlig falsch eingeschätzt zu haben – allerdings eventuell mit Konsequenzen, die nuklearer Natur sind.

Wie ich in meinem Aufsatz vom 11. Juli Georgien, Washington, Moskau: Atomarer geopolitischer Machtpoker beschrieben habe, besteht das fundamentale Problem in der Tatsache, dass seit der Auflösung des Warschauer Paktes 1991 ein ehemaliges Mitgliedsland nach dem anderen sowie ehemalige Staaten der UdSSR überredet und in vielen Fällen mit falschen Versprechungen bestochen worden sind, sich dem gegnerischen Militärbündnis, der NATO, anzuschließen.

Anstatt nach der Auflösung des Warschauer Paktes 1991 eine Diskussion über eine systematische Auflösung der NATO zu beginnen, hat Washington die NATO gezielt in ein Instrument verwandelt, das man nur als Militärvehikel globaler imperialer Herrschaft Amerikas bezeichnen kann und das durch ein ganzes Netzwerk von Militärbasen vom Kosovo über Polen, die Türkei, Irak bis Afghanistan reicht. 1999 schlossen sich die ehemaligen Warschauer-Pakt-Staaten Ungarn, Polen und die Tschechische Republik der NATO an. Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Rumänien und die Slowakei folgten im März 2004. Jetzt macht Washington enormen Druck bei den EU-Mitgliedsstaaten, besonders Deutschland und Frankreich, im kommenden Dezember der Aufnahme von Georgien und der Ukraine in die NATO zuzustimmen.

Die Wurzeln des Konflikts

Der Konflikt zwischen Georgien und Südossetien bzw. zwischen Georgien und Abchasien hat einige Wurzeln, die im Folgenden dargestellt werden sollen. Zunächst einmal streben die Südosseten, die bis 1990 eine autonome Region innerhalb der Sowjetrepublik Georgien waren, nach einem gemeinsamen Staat mit ihren ethnischen Brüdern in Nordossetien, einer autonomen Republik der Russischen Sowjetrepublik und heute der Russischen Föderation. Es gibt eine historisch begründete Angst der Osseten vor einem gewalttätigen georgischen Nationalismus. Außerdem haben sie Anfang der 1990er-Jahre den Hass der Georgier gegenüber ethnischen Minderheiten unter der Führung des Swiad Gamsachurdia erlebt, ein Hass, der sich nun wieder unter dem georgischen Präsidenten Michail Saakaschwili zeigt. Saakaschwili wurde im Dezember 2003 mit amerikanischer Finanzhilfe und einem US-gesteuerten verdeckten Regimewechsel, der sogenannten »Rosen-Revolution«, an die Macht gebracht. Nun reißen die Dornen dieser Rosen blutige Wunden.

Ein Blick auf die Landkarte zeigt, warum Moskau eine NATO-Mitgliedschaft Georgiens oder der Ukraine nicht zulassen darf.

Abchasien und Südossetien – das erste ein traditionelles Erholungsgebiet am Schwarzen Meer; das zweite ein verarmtes, dünn besiedeltes Gebiet, das im Norden an Russland grenzt – haben jeweils ihre eigenen Sprache, Kultur und Geschichte. Als die Sowjetunion zusammenbrach, versuchten beide Regionen, sich in blutigen Konflikten von Georgien zu lösen – Südossetien 1990 bis 1991 und Abchasien 1992 bis 1994.

Im September 1990 schickte Georgien unter Gamsachurdia Truppen nach Südossetien, nachdem die Region ihre Unabhängigkeit erklärt hatte. Dieser Vorstoß Georgiens wurde von Truppen des sowjetischen Innenministeriums zurückgeschlagen. Dann widerrief Georgien die Autonomie der Region Südossetien und verleibte sie sich ein. Beide Kriege endeten mit einem von Russland ausgehandelten Waffenstillstand und mit der Entsendung von Friedenstruppen der damals gerade etablierten Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS). Die Lage verhärtete sich bis zum Zustand »eingefrorener Konflikte«, vergleichbar dem Zypernkonflikt. Ende 2005 unterzeichnete Georgien mit Abchasien ein Abkommen, wonach Tiflis auf jegliche Gewaltanwendung verzichtete und Abchasien im Gegenzug zustimmte, dass die über 200.000 ethnischen Georgier, die vor der Gewalt geflohen waren, schrittweise zurückkehren konnten. Dies Abkommen wurde jedoch 2006 gebrochen, als Saakaschwili Truppen nach Abchasien entsandte, um das Kodori-Tal zurückzuerobern. Seit dieser Zeit hat Saakaschwili die Spannungen geschürt und eine Militäraktion vorbereitet.

Kritisch ist Russlands Unterstützung für die Südosseten. Russland ist nicht bereit, den NATO-Beitritt Georgiens hinzunehmen. Darüberhinaus sind die Osseten die ältesten Alliierten der Russen im Kaukasus und haben der russischen Armee in vielen Kriegen Soldaten zur Verfügung gestellt. Russland will die Osseten und Abchasen nicht aufgeben, schon um die Ausbreitung der ethnischen Unruhen unter ihren Landsleuten im russischen Nordossetien zu verhindern. Bei einem Referendum im November 2006 stimmten 99 Prozent der Südosseten für die Unabhängigkeit von Georgien; die meisten Einwohner Südossetiens hatten damals bereits seit langer Zeit russische Pässe. Das erlaubte es jetzt Russlands Präsident Medwedjew, seinen militärischen Gegenangriff auf Georgien am letzten Freitag als Schritt zum »Schutz des Lebens und der Würde russischer Bürger, wo immer sie sich aufhalten« zu bezeichnen.

Für Russland ist Ossetien seit der Zarenzeit eine wichtige strategische Basis nahe der türkischen und iranischen Grenze. Die USA betrachten Georgien als wichtiges Transitland für Öl, das vom Kaspischen Meer zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan gepumpt wird, und auch als potentielle Basis für Washingtons Bemühungen, den Iran einzukreisen.

Die russische Antwort auf die georgische Invasion in Bezug auf Südossetien war eindeutig.

Die Georgier betrachten Südossetien und Abchasien einfach als Teil ihres Territoriums, das zurückerobert werden muss, koste es, was es wolle. Das Versprechen der NATO-Führung, Georgien in die Allianz zu holen, und die ostentativen Unterstützungserklärungen Washingtons haben Saakaschwili offenbar ermutigt, seine Militäroffensive gegen die beiden Provinzen Südossetien und Abchasien zu lancieren. Saakaschwili und wahrscheinlich auch das Büro von US-Vizepräsident Cheney im fernen Washington scheinen sich übel verrechnet zu haben. Russland hat klargestellt, dass es keine Absicht hat, seine Unterstützung für Südossetien und Abchasien aufzugeben.

Stellvertreterkrieg

Im März dieses Jahres, als Washington vorpreschte und die Unabhängigkeit des Kosovo im früheren Jugoslawien anerkannte – was Kosovo gegen den Willen des UN-Sicherheitsrats und besonders entgegen den Protesten Russlands de facto zum NATO-Mitglied machte –, antwortete Putin mit Anhörungen in der Russischen Duma über die Anerkennung Abchasiens, Südossetiens und Transnistriens, einer pro-russischen abtrünnigen Region in Moldawien. Nach Moskaus Ansicht sollte die westliche Logik bezüglich des Kosovo auch für diese ethnischen Gemeinschaften gelten, die sich von der Kontrolle durch einen feindlichen Staat befreien wollten. Mitte April stellte Putin, damals noch Russlands Präsident, die Möglichkeit einer Anerkennung für die abtrünnigen Republiken in Aussicht. Es war ein geopolitisches Schachspiel im strategisch wichtigen Kaukasus um ein sehr hohes Ziel – nämlich die Zukunft Russlands.

Georgiens Präsident Saakaschwili wurde durch eine von Washington gelenkte »Farbenrevolution« an die Macht gehievt, um Georgien in die NATO zu bringen.
Saakaschwili rief damals Putin an und bedrängte ihn, die Entscheidung zurückzunehmen. Er erinnerte den russischen Präsidenten daran, dass sich der Westen auf die Seite Georgiens geschlagen hatte. Im vergangenen April, beim NATO-Gipfel im rumänischen Bukarest, schlug US-Präsident Bush vor, Georgien in das offizielle Beitrittsprogramm der NATO (Membership Action Plan, MAP) aufzunehmen – eine Vorstufe zur NATO-Vollmitgliedschaft. Zu Washingtons großer Überraschung weigerten sich allerdings zehn NATO-Mitgliedsstaaten, diesen Plan zu unterstützen, darunter Deutschland, Frankreich und Italien.

Sie argumentierten, die Aufnahme Georgiens sei wegen des Konfliktes um Südossetien und Abchasien problematisch. In Wirklichkeit sagten Sie damit aber, Georgien deshalb nicht unterstützen zu wollen, weil sich Europa ansonsten gemäß Artikel 5 des NATO-Vertrags – der verlangt, dass ein bewaffneter Angriff auf ein Mitgliedsland der NATO als Angriff auf alle NATO-Mitglieder angesehen werden muss und deshalb den Einsatz der kollektiven Streitkräfte aller NATO-Mitglieder erfordert – möglicherweise einem Krieg mit Russland über die winzige Kaukasus-Region Georgien mit ihrem unberechenbaren Diktator Saakaschwili stellen müsste. Das würde bedeuten, dass der unruhige Kaukasus dann zum möglichen Auslöser eines Dritten Weltkriegs würde.

Russland bedroht Georgien, aber Georgien bedroht Abchasien und Südossetien. Russland sieht für Georgien wie ein Krokodil aus, aber Georgien sieht für Russland aus wie die Katzenpfote des Westens. Seit Saakaschwili Ende 2003 in Tiflis die Macht übernommen hat, ist das Pentagon in Georgien aktiv und gewährt Militärhilfe sowie Ausbildung. Aber nicht nur US-amerikanisches Militärpersonal ist heute vor Ort in Georgien tätig. Nach Auskunft der israelischen Nachrichtendienstquelle DEBKAfile hatte Georgiens Präsident Saakaschwili bereits 2007 »bei privaten israelischen Sicherheitsfirmen mehrere hundert Militärberater bestellt – vielleicht bis zu 1.000 –, die Georgiens Streitkräfte in der Kommandoführung sowie in der Kampftaktik in der Luft und zur See sowie im Gebrauch der Panzerwaffe und Artillerie ausbilden sollten. Sie haben auch Unterricht in militärischer Aufklärung und Sicherheit für das Zentralregime erteilt. Diese Berater waren ohne Zweifel tief in die Vorbereitungen der georgischen Armee für die Eroberung der südossetischen Hauptstadt am Freitag verwickelt.“

DEBKAfile berichtete weiter: »Moskau hat wiederholt verlangt, dass Jerusalem die Militärhilfe für Georgien einstellt, und schließlich mit einer Krise in den bilateralen Beziehungen gedroht. Israel antwortete, die Tiflis gewährte Unterstützung sei ›defensiv‹.« Die israelische Nachrichtenquelle fügte hinzu, Israels Interesse an Georgien habe sehr wohl mit geopolitischen Erwägungen über die Pipelines im Kaspischen Raum zu tun. »Jerusalem ist sehr daran interessiert, dass das Öl vom Kaspischen Meer zum türkischen Hafen Ceyhan fließt, und nicht nach Russland. Derzeit laufen intensive Verhandlungen zwischen Israel, der Türkei, Georgien, Turkmenistan und Aserbaidschan über Pipelineverbindungen in die Türkei und von dort zum israelischen [Mittelmeer-]Ölterminal Aschkelon und weiter zum Hafen Eilat am Roten Meer. Von dort können Supertanker das Gas und Öl über den Indischen Ozean in den Fernen Osten transportieren.«

Das bedeutet, dass der Angriff auf Südossetien die erste Schlacht in einem neuen Stellvertreterkrieg zwischen anglo-amerikanisch-israelischen Interessen und Russland ist. Die einzige Frage ist, ob Washington sich bezüglich der Schnelligkeit und Intensität der russischen Antwort auf den georgischen Angriff am 8. August 2008 verrechnet hat.

Bisher hat jeder Schritt im dem kaukasischen Drama den Konflikt auf eine höhere Gefahrenebene gehoben. Bei einem nächsten Schritt wird es nicht mehr nur über den Kaukasus, sondern über ganz Europa gehen. 1914 waren es die »Kanonen im August«, die den Großen Krieg einläuteten. Dieses Mal könnten die Kanonen im August 2008 leicht zum Auslöser des Dritten Weltkriegs und einem unaussprechlich grausamen atomaren Holocaust werden.

Atomare Vorherrschaft

Den meisten Menschen im Westen ist nicht bewusst, wie gefährlich der Konflikt über zwei winzige Provinzen in einem entlegenen Teil am Rande Europas geworden ist. Was die meisten Medien nicht erwähnen, ist die Bedeutung, die der Kaukasuskonflikt für den Gesamtzusammenhang der militärischen Sicherheit hat.

In meinem jüngsten Buch Apokalypse jetzt! beschreibe ich die Entwicklungen der NATO und ganz besonders Washingtons seit Ende des Kalten Krieges, die systematisch nach der von Experten so bezeichneten »atomaren Vorherrschaft« streben. Einfach ausgedrückt: Wenn eine der beiden sich derzeit gegenüberstehenden Atommächten in der Lage ist, als erste ein funktionierendes Raketenabwehrsystem zu entwickeln – und sei es auch noch so primitiv –, dann kann dies einen möglichen umfassenden atomaren Gegenschlag der anderen Seite stark abschwächen, und dazu führen, dass die Seite mit der Raketenabwehr den Atomkrieg »gewonnen« hat.

So verrückt das klingt: das war die explizite Politik des Pentagon in der Amtszeit der letzten drei Präsidenten, von Vater Bush 1990 über Bill Clinton, und höchst aggressiv unter George W. Bush. In dieser Frage zieht Russland verständlicherweise klar und deutlich eine rote Linie. Der energische Versuch der USA, Georgien und auch die Ukraine in die NATO zu ziehen, bedeutet für Russland, dass die NATO buchstäblich vor seiner Haustüre stünde; und das ist eine extrem aggressive militärische Bedrohung, die für die russischen Sicherheitsinteressen nicht hinnehmbar ist.

Das macht aus dem scheinbar so obskuren Kampf über zwei Provinzen von der Größe Luxemburgs einen möglichen Auslöser – durch Fehlkalkulation – eines neuen Atomkriegs, so wie Sarajewo 1914 den Ersten Weltkrieg einläutete. Der Auslöser eines solchen Krieges ist nicht Georgiens Anspruch, Südossetien und Abchasien zu annektieren. Es ist vielmehr das Beharren der USA, die NATO und ihre Raketenabwehr bis vor Russlands Haustür vorzuschieben.



Wird Georgien zum Auslöser eines atomar geführten Dritten Weltkrieges?
Dienstag, 12.08.2008 - © Copyright Kopp Verlag, Rottenburg

William Engdahl kann hier erreicht werden: www.engdahl.oilgeopolitics.net

Siehe auch mein Interview mit William Engdahl für weitere Informationen.

Krieg in Georgien 5. Tag

von Freeman-Fortsetzung am Dienstag, 12. August 2008 , unter , , | Kommentare (52)



Bericht über was am Dienstag den 12. August 2008 passierte

Putin zeigt Doppelmoral des Westens auf

Der russische Premierminister Putin hat die Vereinigten Staaten kritisiert, weil sie Georgien als Opfer sehen, statt als Aggressor, und auch für die Unterstützung die Georgien von den USA erhält.

"Selbstverständlich musste Saddam Hussein für die Zerstörung einiger schiitischer Dörfer gehängt werden“ sagte er in Moskau. „Und der jetzige georgische Führer, der 10 ossetische Dörfer in einem Schlag ausradierte, der ältere Menschen und Kinder mit Panzern überfuhr, der Zivilisten bei lebendigen Leib in ihren Scheunen verbrannte ... dieser Führer muss geschützt werden.

Georgischer Vizegeheimdienstchef verhaftet

Russische Spezialeinheiten haben den Vizechef des georgischen Auslandsgeheimdienstes verhaftet. Sie sagen, er war dabei Informationen über das russischen Militär im Nordkaukasus zu sammeln, sowie den Aufenthalt des südossetischen Präsidenten Eduard Kokity.

Russland vertraut georgischer Führung nicht

Laut russischen Aussenminister Sergey Lavrov, muss Russland sein Vorgehen, wie mit Georgien verhandelt wird, überdenken, denn der Führung in Tiflis kann man nicht mehr trauen.

DER KRIEG IST BEENDET
11:57 MEZ - Der russischer Präsident Medvedev ordnete die Beendigung der militärischen Operationen in Georgien an. Er sagte, das Ziel „Georgien zum Frieden zu zwingen“ sei erreicht worden. Medvedev hat auch dem russischen Militär befohlen, „alle Aggressoren zu eliminiere“ sollten die georgischen Streitkräfte die Kampfhandlungen wieder aufnehmen.

Medvedev sagte, die Sicherheit der südossetischen Bevölkerung und der russischen Friedenssoldaten ist wieder hergestellt. Er fügte hinzu, dass der Aggressor bestraft wurde und erhebliche Verluste erlitten hätte. Der russische Präsident sagte, er würde das Militär mit Medaillen belohnen, für die Durchführung der erfolgreichen Operation. (RT)

Russische Truppen gehen nicht nach Tiflis

Moskau hat Behauptungen des georgischen Verteidigungsministeriums widersprochen, russische Truppen würden auf Tiflis vorrücken.

Russland verlangt den Rücktritt von Saakashvili

Der russische Aussenminister rief den georgischen Präsidenten zum Rücktritt auf, er widersprach dabei aber Gerüchten, Moskau würde Saakashvili stürzen wollen.

CNN fälscht die Berichterstattung

Ein russischer Kameramann sagt, Bilder die er von ausgebrannten georgischen Panzern und zerstörten Häusern in der südossetischen Hauptstadt Zchinwali aufgenommen hat, sendete CNN und behauptete, es wäre in Gori, und die Russen hätten diese Zerstörung dort angerichtet, dabei waren es die georgischen Angreifer in Zchinwali. Aleksandr Zhukov, vom Russiya Al-Yaum Kanal sagte: "Als ich hörte, Gori würde beschossen werden, sah ich meine Video-Aufnahmen auf CNN. Ich sagte 'das ist nicht Gori, das ist Zchinwali'”. Gori wurde weder von den Russen beschossen, noch ist es besetzt.

Südossetische Hauptstadt Zchinwali schwer beschädigt

Der Bürgermeister von Zchinwali sagt, 70 Prozent der Gebäude der Stadt sind durch den Konflikt zerstört worden.

Medvedev und Sarkozy trafen sich in Moskau

Der russische Präsident Medvedev traf sich mit dem französischen Präsidenten Sarkozy in Moskau, um den Konflikt in Georgien zu besprechen. Dabei sagte Sarkozy, er hätte Verständnis für den Wunsch der Russen, ihre Staatsbürger und ihre Interessen im Ausland schützen zu wollen.

Medvedev sagte, es gebe zwei Bedingungen um einen Waffenstillstand und um Friedensgespräche zu ermöglichen. Erstens, die georgischen Truppen müssten sich komplett zurückziehen und teilweise demobilisieren. Zweitens, Georgien muss ein rechtlich verbindliches Dokument unterzeichnen, in dem es sich zu einem Gewaltverzicht bereiterklärt.

Flüchtlinge fliehen weiter aus Südossetien

34'000 Flüchtlinge haben bereits das Kriegsgebiet über einen eingerichteten Sicherheitskorridor nach Russland verlassen, während Tausende weiterhin die Grenze überschreiten und sich in Flüchtlingslager nach Nordossetien begeben.

Kommentar:
Wenn laut den westlichen Medien, Russland der böse Aggressor ist, warum suchen dann so viele in Russland Schutz? Das passt doch nicht zusammen. Könnte es sein, dass die Flüchtlinge Angst vor den georgischen Soldaten und den ausländischen Söldnern haben, da diese ihre Dörfer und Städte komplett zerstört und so viele Zivilisten ermordet haben? Wer ist also der wirkliche Täter und wer das Opfer? Könnte es sein, dass die westlichen Medien die Tatsachen komplett verdrehen und nur Lügen verbreiten? Ja das könnte sein!

Das ist eine Niederlage für Amerika und grosser Sieg für Russland!

Denn was dieser Konflikt deutlich zeigt ist, dass die russische Armee eine schlagkräftige Truppe ist, die sogar Soldaten die seit vier Jahren von amerikanischen und israelischen Beratern ausgebildet und mit amerikanischen und israelischen High-Tech-Waffen ausgerüstet wurde, mit Leichtigkeit schlagen kann. Da werden einige in Washington, Brüssel und Tel Aviv ganz schön schlucken müssen. Und ich hoffe die Kriegshetzer im Westen werden es sich jetzt zweimal überlegen, mit Russland einen Streit anzufangen.

Was es auch zeigt, ist wie machtlos die NATO ist und sie gar nicht einem kleinen "Partner" bei einem Konflikt mit Russland helfen kann. Dies wird einige der frechen Ex-Ostblockländer zu denken geben, ob sie weiterhin sich so eng mit Amerika und der NATO verbrüdern sollen, denn am Schluss werden sie, wie Georgien es gerade erlebt, sowieso alleine gelassen.