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Trump und die gescheiterte Entführung von Maduro

Freitag, 8. Mai 2020 , von Freeman um 09:00

Das Trump einen Krieg auf allen Ebenen gegen Venezuela führt ist seit beginn seiner Amtszeit vor 3 1/2 Jahren bekannt. Es geht nicht nur darum, der Welt grössten Ölreserven zu stehlen, sondern damit versucht er Wahlstimmen in Florida einzufangen, wo rechtsradikale Migranten-Gruppen aus Venezuela, Kuba und Nicaragua grossen Einfluss haben, mit Blick auf seine Wiederwahl im Herbst.

Trump hat so ziemlich alles versucht um Präsident Nicolas Maduro zu stürzen. Zunächst die verschärften Wirtschaftssanktionen, welche Venezuelas Bevölkerung schwer trifft, in der Hoffnung es gibt einen Aufstand gegen Maduro. Dann die Aberkennung von Maduro als legitimen Präsidenten und die Aufstellung von Washingtons CIA-Puppe Juan Guaidó.

Anschliessend erfolgte der Versuch eines Militärputsches, der aber aus Mangel an Teilnehmern in den Rängen des venezolanischen Militärs kläglich scheiterte. Und zuletzt hat das Trump-Regime am 27. März Präsident Maduro wegen Drogenhandel angeklagt und via DEA insgesamt 55 Millionen Dollar Kopfgeld ausgeschrieben, 15 Millionen für Maduro und jeweils 10 Millionen für vier Regierungsmitglieder.


US-Kriegsschiffe kreuzen als Drohgebärde vor der Küste und unterbinden den Schiffsverkehr von und nach Venezuela. Im Nachbarland Kolumbien sind US-Soldaten als "Ausbilder" mit riesigen Mengen an Waffen stationiert, um eine Invasionsarmee vorzubereiten.

Das Ganze erinnert an die amerikanische militärische Invasion von Panama Ende 1989 - Anfang 1990, wobei der damalige Präsident des Landes Manuel Noriega gefangengenommen, nach Florida entführt und dort wegen Drogenhandel angeklagt und verurteilt wurde. Es kamen wegen dem US-Militäreinsatz bis zu 3'000 Zivilisten ums Leben.

Die Beschuldigungen gegen Noriega des Drogenhandels war insofern fadenscheinig, da er jahrzehntelang ein Agent der CIA und der DEA war und im Iran-Contra-Skandal als Drehscheibe für den amerikanischen Waffenschmuggel an die Contras in Nicaragua gegen Drogen fungierte. Die grössten Drogenhändler der Welt sind die US-Geheimdienste, die damit ihre schwarzen Kassen füllen.

Es ist schon immer die Aussenpolitik Washingtons, unliebsame Regierungen die nicht nach der Pfeife tanzen zu beseitigen, auch um die Rohstoffe zu rauben und auszubeuten. Alleine seit dem II. WK haben über 60 gewaltsame "Regimewechsel" weltweit stattgefunden, die meisten in Mittel- und Südamerika, was Washington als seinen Hinterhof betrachtet.

Im Umkehrschluss, alle Regierungen die geduldet werden und denen nichts passiert sind Lakaien der USA und machen was ihnen befohlen wird, einschliesslich alle europäischen Regierungen, die unter der EU und NATO sowieso. Die amerikanische Besatzungszone besteht aus allen westlichen Industrieländern, die mit über 800 Militärbasen besetzt sind.

Der neueste Versuch, Venezuelas Präsident zu entfernen, hat am 3. Mai stattgefunden, wurde aber vom venezolanischen Militär entdeckt und vereitelt. Dreizehn Söldner der in Florida beheimaten Privatarmee "Silvercorp USA" unter der Führung von zwei US-Special-Forces-Soldaten, Luke Denman (34) and Airan Berry (41), wurden beim Versuch von einem Boot an Land zu gehen verhaftet.


Airan Berry hat mittlerweile in einem Video gestanden, die vom Meer aus durchgeführte Invasion hatte die "Mission", Maduro gefangen zu nehmen und zum Flughafen von Caracas zu bringen, damit er per Flugzeug in die USA entführt wird.

Beschlagnahmte Dokumente beweisen, der Auftrag für diese Entführung kam von ganz oben. Involviert sind Juan Guaidó, US-Botschafter James Story, Aussenminister Mike Pompeo und Sonderbeauftragter für Venezuela Elliot Abrams.

Präsident Madura sagte in einem Interview, es gibt Beweise, Donald Trump hat "persönlich die Anordnung für die Geheimoperation gegeben."


Jordan Goudreau, ein ehemaliger US-Green Beret, der Silvercorp USA leitet, hat die Verantwortung für die gescheiterte Mission eingestanden und behauptet, die beiden gefangen genommenen Amerikaner seien seine Mitarbeiter gewesen.

Im folgendem Video zeigt der Söldner Airan Berry den Vertrag zwischen Silvercorp, Juan Guaidó, JJ Rendón und Sergio Vergara, der im Oktober 2019 unterzeichnet wurde und die Pläne der "Operation Gideon" gegen Venezuela beschreibt:



"Dieser Vertrag wurde vor einigen Tagen von Jordan Goudreau veröffentlicht. Er umreisst meine Verantwortlichkeiten bei Silvercorp und wurde von Juan Guaido, Jordan Goudreau und Juan Rendón unterzeichnet", behauptete Berry, während er den Vertrag im Detail erläuterte.

Laut "Washington Post" hat die sogenannte venezolanische Opposition, die von der CIA geführt wird, 213 Millionen Dollar an die Silvercorp bezahlt, für den Auftrag Präsident Nicolas Maduro zu stürzen, wie Dokumente zeigen.

In einem Tweet der Journalistin Madelein Garcia sind im Foto Ausweise zu sehen, unter anderem auch der DEUTSCHE Führerschein von Airan Berry.



Berry behauptet, schon einmal als Bodyguard für US-Präsident Donald Trump gearbeitet zu haben und tatsächlich, der Instagram-Account von Silvercorp zeigt Goudreau bei Kundgebungen von Trump im Jahr 2018 in Pennsylvania, in Houston, Texas und Charlotte, North Carolina.

Es hat sich auch herausgestellt, dass Goudreau auf die Idee eines Staatsstreichs kam, nachdem er sich mit Trumps langjährigem Leibwächter Keith Schiller getroffen hatte, der bei der Trump Organization arbeitete und dann Trump ins Weisse Haus folgte, bevor er ins Privatleben zurückkehrte.

Es gibt also eine direkte Verbindung zwischen Trump und dem Chef der Söldnerarmee, ausserdem hat Luke Denman im venezolanischen Fernsehen zugegeben, der Befehl für die Mission kam von Trump.

Nach Angaben venezolanischer Medien stammen die beiden Inhaftierten ursprünglich aus Texas. Berry war demnach bis zum Jahr 2013 bei den US-Truppen bei Stuttgart stationiert und lebt seither mit seiner Familie in Baden-Württemberg.

Denman erklärte in dem Verhörvideo, er habe den Gründer des Söldnerunternehmens Silvercorp USA, Jordan Goudreau, im Jahr 2009 während seiner aktiven Dienstzeit bei den US-Truppen in Deutschland kennengelernt.

Die Vertreter Guaidos haben jede Verbindung zu dem gescheiterten Versuch der Söldner bestritten. Wie wenn eine Söldnerarmee ohne einen Auftrag, Schutz von oben und viel Geld handeln würde. Die Drecksgeschäfte werden durch Stellvertreter erledigt.

US-Aussenminister Mike Pompeo bestritt auf die Frage nach der Rolle der USA bei der Invasion Venezuelas vom Meer aus jegliche Beteiligung mit der Begründung, dass "wenn wir involviert gewesen wären, wäre es anders gelaufen".

Ach ja? Auch die Invasion an der Schweinebucht auf Kuba 1961 mit angeheuerten Söldnern durch die CIA, um Fidel Castro zu stürzen, ist kläglich gescheitert.

In Bezug auf die gefangenen US-Söldner erklärte Pompeo, dass "wir jedes Mittel einsetzen werden, das uns zur Verfügung steht, um zu versuchen, sie zurückzuholen".

Pompeo macht sich Sorgen um seine Scherflein, dabei ist es auch unter US-Gesetzen verboten Menschen zu entführen und wird mit dem Tode bestraft.

Apropos Tod, schon Trumps Mordauftrag gegen General Qasem Soleimani vom 3. Januar 2020 in Bagdad vergessen? Soleimani war auf diplomatischer Mission unterwegs und wurde durch einen feigen Raketenangriff mit Killerdrohnen ermordet.

Was hier abläuft beweist wieder, das Trump-Regime ist eine kriminelle und mörderische Gangsterbande, die meint tun und lassen zu können was sie will auf der Welt, um ihr Diktat allen Ländern aufzuzwingen.

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