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Trump, der 23 Billionen Schuldenkönig

Samstag, 2. November 2019 , von Freeman um 10:00

Am 31. Oktober erreichte der Schuldenstand des amerikanischen Bundes (ohne Bundesstaaten, Städte und Gemeinden) die historische einmalige Summe (und damit Weltrekord) von 23 Billionen Dollar. Ja, das sind 23'000 Milliarden oder 23'000'000'000'000 ... ein unvorstellbare Zahl. Damit hat Trump noch ein Wahlversprechen gebrochen, er würde als Präsident die Rekordschulden, die seine Vorgänger aufgetürmt haben, eindämmen. Hat er in den bald drei Jahren Amtszeit nicht gemacht sondern im Gegenteil, um 1 Billion pro Jahr erhöht. Alleine die Zinszahlungen dafür, trotz sehr niedriger Zinsen, belaufen sich auf 400 Milliarden Dollar pro Jahr!!!

Hier die offizielle Schuldentabelle:


Das Bush-Regime erhöhte die Schulden um 6 Billionen, Obama um 9 Billionen und Trump bisher um 3 bis 4 Billionen.

"Guten Morgen Mister Präsident, haben Sie gut geschlafen? Heute müssen wir wieder drei Milliarden neue Schulden aufnehmen und eine Milliarde Zinsen zahlen ... und Morgen wieder und Übermorgen wieder! Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag beim Golfspielen!"

Dabei ist Trump nicht alleine an diesem finanziellen Desaster schuld, sondern auch die Abgeordneten im Repräsentantenhaus und im Senat, welche die irrsinnigen Ausgaben genehmigen. Alles nur für Staatssicherheit, Geheimdienste, Rüstung, Militär und Kriege.

Das einzige Wahlversprechen, dass er eingehalten hat, ist die Steuersenkung für die Reichen und für die Konzerne, also seine Kumpels. Bewirkt hat es weniger Einnahmen und daraus folgend ein höheres Staatsdefizit.

Von Trump gibt es keinerlei Anzeichen, er will die Schuldenmacherei ernsthaft beenden. Dabei wird es immer problematischer für die USA, Käufer der Schulden zu finden.

Die amerikanischen Staatsanleihen werden von den Russen und Chinesen nicht mehr gekauft, dazu, ihre vorhandenen Bestände werden abgestossen und sind massiv reduziert worden.

Aber nicht nur die Staatsschulden sind verheerend sondern überhaupt ist das amerikanische Finanzsystem kurz vor dem Zusammenbruch. Das war sehr deutlich am 18. September zu erkennen.

Am Tag davor war der Repo-Markt zusammengebrochen, die Banken weigerten sich gegenseitig Kredite zu geben, weil sie sich nicht mehr vertrauen, sich gegenseitig nicht kreditwürdig finden.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, Banken trauen Banken nicht mehr! Warum sollen wir es dann tun?

Die New York Fed musste sofort 53 Milliarden Dollar ins Finanzsystem pumpen, um den Stress im Markt für Tagesgelder zu beruhigen. Der Tageszins war auf über 10 Prozent gestiegen.

Aber es half nicht. Am nächsten Tag flutete die Fed den Markt mit weiteren 75 Milliarden Dollar!!!

In nur zwei Tagen musste die NY-Fed 128 Milliarden Dollar einfach so einschiessen, um die Tageszinsen zu senken und den Markt wieder zu normalisieren.

So eine Feuerwehrübung ist seit 2008 nicht mehr notwendig gewesen und zeigt, es gibt sehr grosse Risse im Finanzsystem!

Fed-Chef Jerome Powell sagte danach bei einer Pressekonferenz, diese Schritte waren "effektiv, um den Finanzierungsdruck zu erleichtern."

Was die Fed machte, SIE kaufte den Banken die Schatzanweisungen und andere Wertpapiere ab, damit die Banken sich mit Liquidität (Cash) ausstatten können.

Analysten glauben, dass die Zinsspitze ein Symptom des Anstiegs der Staatsanleihen ist, die zur Finanzierung des 1 Billion Dollar Bundesdefizits ausgegeben werden.

Die Staatsverschuldung ist wegen eines Rückgangs der Steuereinnahmen aus Trumps Steuersenkung und eines überparteilichen Anstiegs der Bundesausgaben gestiegen, was ich oben beschrieben habe.

Wir sehen, hier ist ein Teufelskreis im Gange.

Trumps Schuldenmacherei bewirkt eine Krise im Finanzsystem und die Fed muss mit noch mehr aus Luft produziertem Geld in dreistelliger Milliardenhöhe einspringen und die Schulden kaufen, damit der Laden nicht zusammenbricht.

Und weil die US-Wirtschaft vor einer Rezession steht hat die Fed die Zinsen vergangene Woche zum dritten Mal in diesem Jahr gesenkt, liegen jetzt bei 1,5 bis 1,75 Prozent.

Welche Massnahmen stehen der US-Zentralbank bei einer kommenden Rezession 2020 noch zur Verfügung, wenn sie jetzt schon in "Normalzeiten" mit gigantischen Beträgen die Banken retten und die Zinsen auf ein Minimum senken muss?

Dann ist der Ofen aus, die Flache leer und nichts geht mehr!!!

Das trifft auf die Eurozone noch krasser zu, denn dort sind die Zinsen schon lange auf Null bzw. im Minus und Draghi hat zum Abschied ein unlimitiertes Anleihenkaufprogramm verkündet.

insgesamt 12 Kommentare:

  1. Unknown sagt:

    Schaut mal hier rein. Geht der Kollaps des Banksystems jetzt los ?
    https://youtu.be/SImlqrUZKHg

  1. navy sagt:

    Wirtschaftsvorbild die USA, für die dummen Deutschen und EU Politiker und Tausende von Vollidioten die sich heute Professoren nennen und Banker

  1. Freeman sagt:

    Im Video wird gemeldet, die grösste Bank der USA, die Bank of America, war vor zwei Tagen komplett offline, Kunden konnten sich nicht einloggen, kein Geld aus dem Automaten beziehen und nicht mehr mit Karten zahlen. Die Bank war nicht mehr erreichbar und das stimmt. Der Autor vermutet, die Bank ist in Schwierigkeiten.

    Das passt mit meiner Vermutung zusammen, in den USA wird es demnächst JP Morgan lüpfen und in der EU die Deutsche Bank. Dann fallen die Dominosteine!

  1. W.S. sagt:

    Ja es berichten Kunden auf der ganzen Welt, dass ihre Banken plötzlich über Tage geschlossen sind,die Bankautomaten aus sprich man auch kein Geld abheben kann, dazu funktionieren die EC Karten nicht beim bezahlen in den Supermärkten.

    Es gab mal vor Jahren irgendwo eine Warnung
    "Wenn die Banken plötzlich zu machen dann sind es noch 72 Stunden bis zum Chaos"

    hoffen wir mal so kommt es nicht.

  1. Large sagt:

    In den USA sind die Leitzinsen noch bei 1,5% in Europa schon lange auf 0. Die EZB hat auch über Jahre mit Anlagenkäufe von 60 bis 80 Milliarden im Monat den Markt beruhigt. Das sind schon mehrere Billionen €. Wäre das nicht geschehen, dann wäre uns der Laden schon lange um die Ohren geflogen.
    Das ganze Geld drucken wird solange gut gehen, wie die Menschen der Währung noch vertrauen und sich das Geld zum größten Teil im Finanzmarkt bewegt. Sollte es zu einem Crash an der Börse kommen, dann wird das Geld den normalen Markt fluten. Und dann die Katastrophe auslösen.
    Deswegen kaufen die Zentralbanken Aktien, halten die Kurse hoch, damit niemand aus der Reihe tanzt.
    Sollte jetzt einer der großen Player versuchen seine Aktien abzustoßen um dann am großen Crash sich klotzig zu verdienen, dann kaufen die Zentralbanken diese Aktien auf und der Markt ist beruhigt. Auch sorgt das Wissen darüber, dass die Zentralbanken alles aufkaufen für eine Beruhigung des Marktes. Denn die Manager wissen, dass der Versuch eines Crashes nichts bringt.
    Das ist ein sehr wackeliges System. Der Patient hängt am Geldtropf der Zentralbanken und es wird Geld gedruckt, das normalerweise zu einer Hyperinflation führen muss.
    Sollten die Zentralbanken sich überlegen, kein Geld mehr in den Markt zu Pumpen ist es vorbei. Sollten sich die Found Manager dazu entschließen gemeinsam die Aktien abzustoßen, dann ist es vorbei.
    Wenn Börsenexperten raten Aktien zu kaufen, denn diese sein ja immer noch recht billig ist es Zeit sich von seinen Aktien zu verabschieden. Es werden Dumme gesucht, die auf den Aktien sitzenbleiben wenn es Crasht.

  1. Edward Black sagt:

    Die einzige Lösung ist doch das Papiergeld abzuschaffen und durch Edelmetalle zu ersetzen. Zudem sollte man Zinseszins unbedingt abschaffen...

  1. Roid72 sagt:

    Ich könnte mir gut vorstellen, dass das System immer so weiter geht. Es gibt immerhin kein Limit Geld zu drucken und Schulden zu machen.

  1. Freeman sagt:

    @rod72 Deine Vorstellung ist falsch. Noch nie von Inflation gehört? Hast du nicht die deutsche Geschichte in der Schule mitbekommen über die Weimarer Republik? Es gibt ein Limit, dann wenn vor lauter Gelddrucken ein Leib Brot 1 Billion kostet und die Währung wertlos wird, so wie damals. Ausserdem, mehr Geld produzieren bedeutet auch mehr Schulden machen. Wir haben ein Schuldgeldsystem. Das hört dann auf wenn die Steuereinnahmen die Zinsen der Schulden nicht mehr decken. Wenn die Kredite nicht mehr bedient werden ist man zahlungsunfähig und bankrott.

  1. Elisa sagt:

    Autoproduzent Henry Ford hatte erkannt, dass er seine Autos nicht verkaufen kann, wenn die Arbeitnehmer nicht entsprechend verdienen. Die Existenz der Massenproduktion, die in kapitalistischen Systemen eine massgebliche wirtschaftliche Rolle spielt, hängt also in erster Linie vom Lohn der Arbeitnehmer ab und kann nur bestehen bleiben, wenn die Wirtschaft einigermassen gesund und in geordneten gesetzlichen Bahnen abläuft. Will heissen, das Kapital muss so verteilt sein, dass ein erheblicher Teil der Bevölkerung in die Lage kommen kann, sich das eine oder andere begehrbare Produkt auch leisten zu können. Mit verarmenden Menschen – wie deren Anzahl gegenwärtig im Westen stetig zunimmt – müssen die Produzenten nicht auf Massenkonsum setzen, sie werden daran scheitern. Und genau in diesem Prozess stehen wir im Westen. Der Crash hat also bereits begonnen.

  1. Schatzkiste sagt:

    Not-Wendig wäre ein völliges Neu-Denken: wir vergessen, dass sich das Geld verselbstständigt hat, es ist zum Dämon geworden und führt ein Eigenleben. Er frisst Menschen und ihr Leben-können. Geld muss wieder an "seinen Platz" gesetzt werden, dass es ein irdisches Tauschmittel ist, altert und stirbt. Also nur eine begrenzte Zeit verwendet werden kann. Es ist eine "Vereinbarung" und es darf nicht damit gehandelt werden(können). Wenn nur fortwährend weiter gewurstelt wird, kann die Katastrophe nur um so grösser werden.
    Der Staat gehört aus der Superreglementierung herausgenommen.
    Arbeit und Geld muss getrennt werden,denn Arbeit gibt es übergenug!

  1. Luca1909 sagt:

    Also wie es aussieht wäre es angebracht meinen Bausparer aufzulösen obwohl er im 01/2021 fertig wäre und damit Gold/Silbermünzen zu kaufen (ca 5k€)

  1. Jo_y sagt:

    Der Crash wird bewusst herbeigeführt, und wer das leugnet muss blind sein.

    Ein "altes Produkt", unsere Papier und Münz Währung, wird vernichtet,
    Und mit staatliche, digitale crypto-Währung, ersetzt

    Das bedeutet noch mehr Transparenz für den "Mob" und noch weniger Freiheiten im allgemeinen.