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Salmans Webseite "Davos der Wüste" verschwunden

Montag, 22. Oktober 2018 , von Freeman um 18:00

Als ich am Montag auf die Webseite der "Future Investment Initiative" (FII) gehen wollte (http://futureinvestmentinitiative.com/), die Grossveranstaltung von Prinz Salman, die auch "Davos der Wüste" genannt wird, kam die Meldung: "404 Not Found - The requested document was not found on this server."


Sie war somit verschwunden.

Ich wollte nämlich prüfen, wer überhaupt noch alles aus Wirtschaft, Politik und Medien teilnimmt, da es wegen der Ermordung von Jamal Khashoggi viele Absagen gegeben hat.

FII ist das "Lieblingsprojekt" des Killer-Prinzen und soll ab dem 23. bis 25. Oktober in Riad stattfinden.

Die dreitägige Konferenz soll den ehrgeizigen Plan Vision 2030 von Mohammed bin Salman (MbS) präsentieren, das Königreich vom Öl abzubringen und eine Wirtschaft zu fördern, die von privaten Investitionen und Innovationen angetrieben wird.

An der letztjährigen Konferenz gab Saudi-Arabien Pläne bekannt, eine neue 500-Milliarden-Dollar teure Stadt namens Neom an der Nordwestküste des Königreichs am Roten Meer zu errichten.

Ich hab mir dann eine Version der Webseite aus dem Archiv vom 15. Oktober angeschaut und mit einer früheren verglichen, als sie noch sichtbar war.

Der Menü-Punkt: "SPEAKERS" oder "Redner" war damals schon verschwunden ... jetzt die ganze Seite.


Interessant ist, wer alles im "Beratungsgremium" des Mörders sitzt:

- Mohammed Ali Alabbar, Founder & Chairman, Emaar Properties, United Arab Emirates

- Ajay Banga, President & CEO, Mastercard, United States

- Victor Chu, Chairman & CEO, First Eastern Investment Group, Hong Kong

- Mellody Hobson, President, Ariel Investments, United States

- Arianna Huffington, Founder & CEO, Thrive Global, United States

- Joe Kaeser, President & CEO, Siemens AG, Germany

- Lubna S. Olayan, CEO & Deputy Chairperson, Olayan Financing Company, Saudi Arabia

- Stephen A, Schwarzman, CEO Blackstone, United States

- Masayoshi Son, CEO, SoftBank Group Corp., Japan

- Tidjane Thiam, CEO, Credit Suisse, Switzerland

- Peter Thiel, Co-Founder & Partner, Founders Fund, United States

Also der Deutsche und der "Schweizer", Siemens-Chef Kaeser und Credit Suisse Chef Thiam, müssen ziemlich eng zum Killer-Prinzen stehen, sonst würden sie nicht in seinem Gremium sitzen.

Was sagt denn das über ihren Charakter aus???

In einem Blog-Beitrag erklärte Richard Branson, Multimilardär und Chef der Virgin Group, der als Teilnehmer gelistet war, dass, wenn sich die türkische Version der Ereignisse bewahrheiten würde, "dies die Fähigkeit eines jeden von uns im Westen, Geschäfte mit der saudischen Regierung zu machen, deutlich verändern würde".

Aber die Saudis hatten vorher schon ein Problem, Investoren zu finden.

Die von der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die ausländischen Direktinvestitionen (ADI) im Königreich im vergangenen Jahr je abstürzten und von $ 7,5 Mrd. im Jahr 2016 auf $ 1,4 Mrd. gefallen sind.


Twitter-Nutzer haben mittlerweile Screenshots der Konferenz-Homepage gepostet, auf denen der Kronprinz mit einem flammenden Schwert über einem knienden Khashoggi steht.

Die Seite ist von Hackern übernommen worden.

Unter dem Bild lautet deren Botschaft:

"Aus Gründen der Sicherheit für Kinder weltweit fordern wir alle Länder auf, Sanktionen gegen das saudische Regime zu verhängen. Das auf die Vereinigten Staaten ausgerichtete Regime muss für seine barbarischen und unmenschlichen Handlungen verantwortlich gemacht werden, wie zum Beispiel den Tod seines eigenen Bürgers Jamal Khashoggi und tausender unschuldiger Menschen im Jemen".

UPDATE: Die FII-Seite scheint nachdem sie den halben Tag verschwunden war wieder zu funktionieren, aber der Menüpunkt "SPEAKERS" fehlt immer noch. Offensichtlich haben viele vorgesehene Vortragsredner abgesagt.

insgesamt 3 Kommentare:

  1. Unknown sagt:

    Die Saudis haben es auf die Spitze getrieben und haben durch die Ermordung von Khashoggi Ihren eigenen Untergang in die Wege geleitet. Im Nahen Osten für Amerika die Interessen (Völkermord) von Israil zu unterstützen wird bald ein Ende haben. Wahrscheinlich werden die USA davor wie gewohnt auch dort eine Marionette platzieren um die Interessen von Israil weiterhin durchsetzen zu können.

  1. Schatzkiste sagt:

    Das macht mir Sorgen: der alte Saud-Chef scheint Mohammend durch seinen Bruder Khaled austauschen zu wollen - ob der sich das einfach so gefallen lässt? Er hat sich auch in der eigenen Familie viele Feinde geschaffen, das hat ungutes "Potential", denn er gilt als gewalttätig und psychisch labil.
    Ausserdem ist schon länger geplant, dass ein Bürgerkrieg im Land entstehen soll(= greater Israel Projekt)
    Anzeichen: Mecca/Medina sind als "Extrastaat" isoliert worden, die shia-Minderheit wurde nur bekämpft, ihr Obermufti hingerichtet und sie sitzen auf den größten Ölvorkommen. Ausserhalb der Saud-Familie (5000 Leute!) gibt es eine starke Jugendarbeitslosigkeit und Armut. Und der Saudi-Wahabi-Staat wurde ja von aussen geschaffen, von zionistischen Briten.
    Es könnte der Krieg im Jemen "herübertransportiert" werden. Laut Insider-Aussagen hängt dieser Bürgerkrieg regelrecht in der Luft. Auch diese Menschen würden gern im 21. Jhdt leben...Schon länger verfolge ich diese Entwicklung, auch über muslimische Sender, meist sind ja englische Untertitel angegeben. Das erfährt man auf keinen deutschen Sandern!
    Ich wünsche uns keine Toten, aber dass die Kacke mal so richtig hochfliegt und die Leute aus Ihrem "uns gehts doch gut" herauskatapultiert werden.

  1. Schatzkiste sagt:

    Übrigens, MbS WAR eine Marionette der USA, er ist nicht von den eigenen Leuten "installiert" worden.... er gilt als psychisch labil, gewalttätig, lenkbar und ein bisschen größenwahnsinnig.
    Das wäre doch mal eine gute Sache, wenn man diese Leute selbstständig ihr Land in Ordnung beringen ließe. Ohne die zionistischen Wahabis. Gilt auch für Deutschland.