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Spangdahlem - Warnmeldung über Raketenangriff

Montag, 20. Februar 2017 , von Freeman um 07:00

Das Militärpersonal der amerikanischen Luftwaffenbasis in Spangdahlem, Deutschland wurde informiert, sie werden angegriffen, nachdem eine Warnmeldung auf ihren Bildschirmen über einen bevorstehenden Raketenangriff erschienen ist. Auf der grell-roten Meldung stand, "RAKETE AM ANFLIEGEN. SUCHT SOFORT SCHUTZ! STANDORTE GEFÄHRDET:". Später stellte sich heraus, es war eine Testmeldung, die eigentlich nur an einen Empfänger gehen sollte, statt an alle Personen der Spangdahlem Air Base, die in der Eifel hinter Koblenz bei Bitburg in Rheinland-Pfalz liegt.


Major Bryon McGary hat der Armeezeitung "Stars and Stripes" erzählt: "Einer der Kontrolleure des Kommandoposten hat eine Schablone über diese Sache erstellt, die dann verschickt wurde ... und er hat sie an alle gesendet."

Die Meldung über einen Raketenangriff wurde über das Notfallmeldesystem verschickt und erschien in einem Fenster auf den Bildschirmen, wo normalerweise Wetterwarnungen für die Piloten stehen.

Statt aber der Aufforderung nachzukommen, sofort einen Schutzraum aufzusuchen, hat einer aus dem Personal ein Foto des Bildschirms gemacht und auf Facebook gepostet. So wurde das Ereignis in der Öffentlichkeit bekannt.

Denn acht Minuten später kam eine zweite Meldung, eine blaue, welche das Flugpersonal informierte, es war ein Test.

Dort stand: "Eine Raketenwarnmeldung wurde irrtümlich ausgesendet. BITTE IGNORIEREN UND NORMALE OPERATIONEN AUFNEHMEN."


Interessant sind die Reaktionen auf diese Meldung über einen kurz bevorstehenden Raketenangriff.

1. Es wurden keine Sirenen oder ein Alarm ausgelöst. Warum nicht?

2. Statt Schutz zu suchen wie befohlen, hat man ein Update auf Facebook gemacht.

3. Wenn man wirklich in die Schutzbunker gegangen wäre, wie hätte man die Entwarnung mitbekommen sollen?

4. So können Kriege entstehen, in dem man in der Panik zurückschiesst.

5. Das Ereignis passiert am 14. Februar, Valentinstag. Waren sie mit Flirts beschäftigt?

Die Spangdahlem Air Force Base ist ein Primärziel bei einem Angriff, denn dort arbeiten ungefähr 7'000 Amerikaner mit ca. 9'000 Familienangehörigen sowie 800 deutsche Angestellte und es sind ca. 18 neuester Generation F-16 Kampfjets und 12 A-10 Thunderbolds dort stationiert, plus Transport und Versorgungsmaschinen.

Das Motto der Basis lautet: "suchen, angreifen, zerstören".




So wie ich das sehe, im Ernstfall wäre das Militärpersonal durch den Angriff umgekommen. Es konnte ja keiner bis zur Entwarnung wissen, es war nur ein Test. Kein gutes Zeichen über die Disziplin und der Ausführung von Notfallmassnahmen.

Jetzt wissen die Russen was passieren wird, wenn es wirklich zu einem Konflikt kommt und die ganzen amerikanischen Militärbasen in Deutschland als erstes angegriffen werden. Die Amis bleiben sitzen und meinen es wäre ein Witz, den man über Facebook mitteilt!

Passend dazu diese aktuelle Meldung:

Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des russischen Parlaments und ehemaliger Kommandant der Luftlandetruppen, Vladimir Shamanov, sagte am Montag, es besteht die Möglichkeit, die NATO-Streitkräfte werden eine Offensive gegen Russland an der Ostgrenze der Allianz starten.

"Im Westen nennen sie es die 'Eindämmung' Russlands. Wir glauben aber, dass die Kräfte und Mittel möglicherweise für offensive Operationen gegen unser Land benutzt werden", sagte der Politiker.

"In unserer Geschichte haben wir einen Nichtangriffspakt mit Hitler abgeschlossen, aber er hat unser Land heimtückisch am 22. Juni (1941) angegriffen", sagte der Parlamentarier.

Russland ist dadurch gezwungen symmetrisch auf die Ostexpansion der NATO zu reagieren, was Moskau von der Bekämpfung des internationalen Terrorismus ablenkt.
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"Als Reaktion auf das Heranschleichen der NATO-Streitkräfte an unsere Grenzen, und Kiews Provokationen, einschliesslich Krim, sind wir gezwungen, unsere Verteidigung zu verstärken und die Kampfbereitschaft zu verbessern", erklärte Shamanov.

"Leider lenkt das von der Entgegnung des Terrorismus ab, was ohne Zweifel, die Hauptquelle der Instabilität in der Welt ist", betonte Shamanov beim Treffen über die Landesverteidigung 2017.

Wir sehen, so schaukeln sich NATO und Russland gegenseitig in der Bedrohungslage auf und es muss nur ein "Fehler" wie oben beschrieben passieren, dann drückt ein Untergebener auf den falschen Knopf und der Krieg geht los.

Erinnert an den Film WARGAMES, wo auch ein simulierter Raketenangriff fast einen "Globalen Nuklearen Krieg" auslöst:

insgesamt 9 Kommentare:

  1. Think sagt:

    WELTUNTERGANG aus Versehen !!!

  1. Spangdahlem liegt bei Wittlich - der Stadt der
    säubrenner - wobei dieses weniger weit von dieser
    Base entfernt liegt als wie Bitburg. Von wo mal
    gutes Bier her kam.
    Und Bitburg wiederum, an der Luxemburgischen
    Grenze. Bis in die 80iger brachten viele deutsche
    ist unversteuertes Geld dahin, und der Sprit war
    da auch billiger.
    Spngdahlem Airbase zeichnet sich auch dadurch aus
    dass sie neben Kaiserslautern eine untergeordnete
    Rolle spielt, die dort stationierte Besatzung bringt
    nichts bis wenig von ihrem mickrigen Sold in die
    deutsche Umgebung. Ausser den Krach der durch den
    Wald bis nach Minderlittchen dringt den die alle 4
    bis 6 Wochen mit ihren stock car racern veranstalten,
    ist da sonst nichts. Als wir noch in der Gegend
    wohnten sagte uns mal ein Major der Airbase, diese
    wäre eine 'reserve Airbase'. Na das sind wieder
    Geschichten. Selber erlebt und nicht irgendwo
    abgeschrieben.

    Wer von euch wohnt jetzt in der Gegend und schiesst
    für uns ASR-Leser ein paar diskrete Bilder der Base?

  1. Letzte Worte aus dem Film;
    The Day After!
    "Hallo ist da jemand irgend jemand"!

  1. plutarch17 sagt:

    Während des Kalten Krieges wurde es einige Male sehr gefährlich und nun geht dieses Spiel von vorne los! Europa ist sowas von unterprivilegiert und darum müssen sie diese Expansion in alle Welt machen. Doch es ist Selbstmord was gegen Russland läuft und es wird Europa entvölkern!
    Naja, eigentlich müssten sich die Deutschen wehren, aber die gehen ja noch mit Freude in den Tod. Die Meisten werden den dritten Weltkrieg am ersten Tag hinter sich haben....

  1. Schöne Scheisse diese Basis, ca. 50KM südwestlich von meinem Wohnort.
    Wenn es da kracht, dann gute Nacht Mattes.
    Dann haben sich meine Zukunftsängste erledigt.

    Gehe ich frühmorgens mit dem Hund durch die Felder, dann sehe und höre ich oft die riesigen Großraumtransporter welche die Ein oder Ausflugsschneise passieren.
    Die letzten 2Jahre habe ich ein verstärktes Aufkommen des Flugbetriebes mitbekommen.
    Für die Amis ist das nicht so problematisch, die Verantwortlichen Kriegstreiber sitzen ja 6000 KM weit weg. Wenn es brennt, dann zuerst hier.
    Würde der Ami hier seine Koffer packen, dann wäre mir wohler.

  1. viromistera sagt:

    Sites at risk:
    Da steht dann nichts. Es ist also nicht völlig ausgeschlossen, dass man den Bildschirm als "Fehlanzeige" interpretiert. Vielleicht kommt sowas ja auch häufiger vor?
    Aber das nur am Rande.

    Mir ist es ehrlich gesagt lieber die bleiben da ruhig sitzen und gehen bei einem echten Angriff drauf, als dass sie auf eine falsche Meldung hysterisch reagieren. Da hätte ja auch stehen können "macht die Waffen scharf und schickt sie los".
    Bevor der Einwand kommt: Das ist dafür vermutlich das falsche Display und der falsche Kommunikationsweg: Wenn nicht dort, dann woanders.

    Der Kontext im Hinterkopf:
    Im kalten Krieg hat ein sowjetische Kommandant die Meldungen eines Überwachungssatteliten ignoriert, der einen nuklearen Erstschlag der USA angezeigt hat. Später hat sich herausgestellt, dass die Software nicht richtig funktioniert hat. Der Kommandant wurde verurteilt. Hätte er sich aber anders verhalten gäbe es uns heute schon nicht mehr. So zumindest eine der Geschichten aus dem Kalten Krieg aus den "Standardmedien". Habe keine Quellen, aber selbst wenn das so nicht ganz stimmt bleibt das (mögliche) Szenario bestehen.

    Wenn US-Truppen auf Meldungen von Angriffen gelassen reagieren stimmt mich das entsprechend sogar optimistischer.
    Dass die US-Streitkräfte sich damit vor den russischen "blamieren" und den Eindruck vermitteln, man könne sie unter Umständen mit einem Erstschlag überraschen stelle ich damit ausdrücklich nicht in Abrede. Die Warnung dass wegen so einem Mist ein Krieg ausbrechen kann auch nicht, allerdings eher wenn weniger gelassen darauf reagiert wird.

  1. Dana Scully sagt:

    Ich kann mich "Viromistera" und "Joerg Häcker" nur anschliessen...

    Leider wohne auch ich nicht weit entfernt von dieser Air Base. Das ist mir schon lange ein Dorn im Auge... ich kann die Aussagen von Joerg Häcker bestätigen; auch ich sehe (und höre) regelmäßig die riesigen Transporter anfliegen, stellenweise täglich. Meist Abends wenn es schon dunkel ist (im Sommer immer sehr spät).Büchel und auch Ramstein sind ja auch nicht wirklich weit entfernt, Cattenom liegt auch auch in der Nähe.

    Es ist nur eine Frage der Zeit bis dieser Landstrich hier ernsthafte Probleme bekommt (um es nett auszudrücken).

  1. Wenn wir die Amis mit Ihren Atombomben nicht im Land hätten, würde es selbst bei einem Weltkrieg III keinen Grund für Russland geben, auch nur eine einzige Atombombe auf Deutschland zu werfen.

    Aber wir "entrüsten" uns nicht und wählen Mutti Merkel, den versoffenen Schulz und andere "Atlantiker". Niebelungentreue bis in den Untergang. Geht in Normalhirne nicht rein.

  1. madball sagt:

    Ich wohn genau zwischen Ramstein Spangdahlem und Büchel. Der Hunsrück ist wirklich ne richtig schöne Gegend aber wenns kracht wirds hier richtig dunkel. Hat aber wohl den Vorteil das wir es gleich hinter uns haben weil wenns kracht wirds sowieso richtig ekelhaft in ganz Europa.