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CONIFA - die andere Fussballwelt

Samstag, 28. Mai 2016 , von Freeman um 23:00

Komme gerade zurück von der Eröffnungsfeier der Weltfussballmeisterschaft am Samstagabend, um diesen Artikel zu schreiben. Jetzt werden sich viele Fussballexperten fragen, welche "WM"? Wie ich hier aufgezeigt habe, gibt es noch eine andere und schöne Welt da draussen, eine die Euch von den Medien vorenthalten wird. Warum? Weil es diese Welt ausserhalb nach westlicher Politik offiziell gar nicht gibt. Die sogenannten seriösen Medien verdrehen nicht nur die Tatsachen, viel schlimmer, sie verschweigen auch vieles was ausserhalb des Imperiums passiert. Über was sie nicht berichten, ist der eigentliche Skandal und darin besteht die Lüge. Eine "alternative" WM des Fussballs ausserhalb der FIFA gibt es nicht, obwohl es sie in Form der CONIFA gibt.


Ich will hiermit die andere Welt zeigen. Es gibt nämlich die Gemeinschaft der nicht-anerkannter Staaten, die sich unabhängig erklärt haben, aber von der UNO und vom Westen nicht anerkannt werden. Sie sind nach der Drei-Elemente-Theorie aber tatsächlich legitime Staaten. Diese besagt, ein Staat ist dann einer, wenn es ein Staatsgebiet, ein Staatsvolk und eine Staatsgewalt hat. Diese Staaten werden aus strategischen und politischen gründen nicht vom Westen anerkannt, obwohl sie laut Urteil des Internationalen Gerichtshofs von 2010 durch die einseitige Unabhängigkeitserklärung gegen keine Regeln des Völkerrechts verstossen haben.

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist eines der Grundrechte des Völkerrechts. Es besagt, dass ein Volk das Recht hat, frei über seinen politischen Status, seine Staats- und Regierungsform und seine wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung zu entscheiden. Dies schliesst seine Freiheit von Fremdherrschaft ein. Dieses Selbstbestimmungsrecht ermöglicht es einem Volk, eine Nation bzw. einen eigenen nationalen Staat zu bilden oder sich in freier Willensentscheidung einem anderen Staat anzuschliessen.

Der von Washington beherrschte Westen, oder wie ich es nenne, die amerikanische Besatzungszone, erkennt das Selbstbestimmungsrecht nur bedingt an, nur wenn es in die geopolitischen Strategie passt. Zum Beispiel, die Auflösung von Jugoslawien und Aufteilung in viele einzelne Kleinstaaten, was man Balkanisierung nennt, hat der Westen gefördert und diese neuen Staaten sofort anerkannt. Wie Slowenien, Bosnien, Kroatien, Montenegro, Mazedonien und Kosovo. Das gleiche hat der Westen nach dem Zerfall der Sowjetunion nicht generell so gemacht.

Nur ein Teil der ehemaligen Sowjetrepubliken wurden vom Westen nach der Erklärung ihrer Selbständigkeit als Staaten anerkannt, wie Estland, Lettland und Litauen, sowie Aserbaidschan, Weissrussland, Georgien, Kasachstan, Kirgisistan, Moldawien, Tadschikistan, Turkmenistan, Ukraine und Usbekistan. Die anderen Teile der Sowjetunion, die sich auch unabhängig erklärten, wie Abchasien, Bergkarabach, Südossetien und Transnistrien, werden nicht anerkannt, obwohl sie de-facto Staaten sind. Den Westen kümmert das Selbstbestimmungsrecht nur dann, wenn es dem eigenen Interesse dient.

Hier ein Link zu der Liste der von den Vereinten Nationen nicht als selbstständige Staaten anerkannten Gebiete. Dazu gibt es noch die UNPO, eine Organisation der nicht-repräsentierten Nationen und Völker. In diesen selbständigen Staaten wird natürlich Sport betrieben, aber sie werden genau wie sie politisch nicht existieren, auch sportlich von den internationalen Verbänden als nicht existent behandelt und boykottiert. Wie vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC), oder vom Weltleichtathletikverband (IAAF), oder vom Weltfussballverband (FIFA).

Damit sind wir beim Fussball angelangt und bei CONIFA, die Abkürzung für Confederation of Independent Football Associations, oder auf Deutsch, Konföderation der unabhängigen Fussballverbände, die ihre Weltfussballmeisterschaft ab Sonntag austragen und am Samstag war die Eröffnungsfeier, in der Hauptstadt der Republik Abchasien, in Suchum, bei der ich anwesend war und davon berichten werde.


Folgende 12 Teilnehmer an der WM haben sich qualifiziert: Abchasien, Autonome Region Kurdistan, Türkische Republik Nordzypern, Punjab, Padanien, Sápmi, Chagos-Inseln, Szeklerland, Somaliland, Westarmenien, Vereinigte Koreaner in Japan und Raetia. Insgesamt werden 28 Spiele ausgetragen und am 5. Juni ist Endspiel. Siehe weitere Spieldaten hier.

Wie in diesem Link zu lesen, wurde die CONIFA 2013 gegründet, hat insgesamt 35 Mitglieder, Präsident ist Per-Anders Blind und Generalsekretär ist Sascha Düerkop. Das CONIFA-Team arbeitet ehrenamtlich, wie auch die 15 Schiedsrichter, welche die Spiele leiten werden. Ausgetragen wird das Turnier an zwei Spielorten, in Suchum und in Gagra.

Das neue Fussballstadion von Suchum

In einem aktuellen interview hat Sascha Düerkop gesagt: "Die FIFA hinterlässt weisse Flecken auf der Weltkarte. Viele Nationen sind nicht Teil der Welt, zumindest fussballerisch nicht. Es gibt im Sport generell kaum Bemühungen, Minderheiten oder vergessene Regionen einzubinden."


Als "Schweizer" Team spielt die Fussballauswahl Raetia im Turnier, der Name der ehemaligen römischen Provinz Raetia. Es handelt sich um Fussballspieler aus dem Kanton Graubünden, welche die rätoromanische Sprache sprechen.

Das neue Fussballstadion von Suchum liegt mitten in der Stadt, fasst ca. 10'000 Besucher und die Eintrittskarten für die Eröffnungsfeier waren schon Tage vorher ausverkauft, so gross war das Interesse in der einheimischen Bevölkerung. Ich konnte beobachten, wie anreiste Fussballfans aus Europa vergeblich versuchten an der Stadionkasse Tickets für den Abend zu bekommen. Fand ich schade. Es hat sowieso ausgesehen, wie wenn mehr Tickets verkauft wurden als Leute Platz hatten. Die Menschen konnten gar nicht alle auf den Sitzen untergebracht werden, mussten auf den Aufgangsstufen und vor der Absperrung zum Platz stehen.

Die Polizei war mit grossem Aufgebot anwesend und die Strassen rund um das Stadion waren für den Autoverkehr gesperrt, denn dieses "Jahrhundertereignis" mit der Austragung eines internationalen Fussballturniers in Abchasien, macht die Sicherheitsbeauftragen offensichtlich ziemlich nervös. So eine grosse Veranstaltung hat es noch nie im Land gegeben, mit internationalen Mannschaften und Besucher. Die Beamten und Beamtinnen waren wohl streng bei der Kontrolle, aber freundlich und ich konnte mehr oder weniger ungestört meine journalistische Arbeit verrichten.

Um 21:00 Uhr sollte die Eröffnungsfeier beginnen, aber es wurde einiges später, bis die Darbietungen der lokalen Folklore mit Lichtshow, Musik, Gesang und Tänze auf dem Spielfeld begannen. Es wurde ein Potpourri an typischer abchasischer Kultur präsentiert, die über 90 Minuten ablief. So eine grosse Show in dieser Kulisse haben die Abchasier noch nie gesehen und sie waren begeistert. Anschliessend hielt CONIFA-Präsident Per-Anders Blind auf Englisch seine Eröffnungsrede, die ins Russische übersetzt wurde.


Er erklärte, wie wichtig es sei, den nicht anerkannten Staaten eine Möglichkeit zu geben, ihren geliebten Fussball im Wettbewerb mit anderen austragen zu können. Dann lobte er die lokalen Organisatoren, den abchasischen Fussballverband, für die gelungenen Vorbereitungsarbeiten und wünschte den Abchasiern und allen Besuchern aus der Ferne schöne Spiele und ein erfolgreiches Turnier. Der Präsident der Republik Abchasiens, Raul Khajimba, sagte auch einige Worte und bedankte sich bei CONIFA-Präsident Per-Anders Blind für die Entscheidung, Abchasien als Austragungsort der WM gewählt zu haben.

Das Logo des Turniers und Fanartikel:



Hier einige Aufnahmen der Mannschaften, wie sie sich im Stadion präsentierten:








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Mehr Informationen gibt es unter conifa.org und worldfootballcup.org

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Resultate des 1. Spieltages, 29. Mai:

Padania 1-2 Northern Cyprus
Sapmi 5-0 Somaliland
Kurdistan 3-0 Szekely Land
Abkhazia 9 - 0 Chagos Islands

insgesamt 16 Kommentare:

  1. Chang sagt:

    Super Beitrag - danke Freeman - ein weiterer Beweis das wir in Europa und der gesamten Welt wo Usrael diese Länder verwalten in einer wirklichen "Matrixwelt" leben ,wo Geschichte erlogen und verfälscht sind, wo der Frieden eigentlich Krieg heisst und die Demokratien eigentlich Obliarchien sind! 1984 ist Wirklichkeit genau dort wo viele leider immer noch glauben der Westen sei frei. Es gibt unzählige Alternativen zum Kapitalismus, zur FIFA, zur Weltbank usw...Doch eines ist klar - an Alternativen glauben heisst immer auch das mann sich für etwas andres entscheiden kann und das ist die gefährlichste Idee von allen für die Regiseure der Matrix. Darum will all die Propaganda auch das diese illusionäre Welt alternativlos bleibt! Ich wette auch das fast niemand von dieser CONIFA je gehört hat. Solange wir das noch glauben bleibt es auch Alternativlos! Aber der Tag kommt noch, da werden Alternativen wie Pflanzen im Frühling aus allen Löchern spriessen. Das ist der Tag wo die Matrix stirbt :-)

  1. Bertel sagt:

    Hallo Freeman,

    tolle Arbeit, schön zu wissen das es noch etwas anderes gibt als die korrupten FIFA- und UEFAturniere.

  1. Hallo Freeman, dieser Artikel brachte mich auf einen Gedanken. Wir sollten eine Konföderation von souveränen, unabhängigen und nicht unter der Knute dieser EU stehenden europäischen Nationen gründen. Damit wir endlich das Joch des korrupten und verlogenen Westens abschütteln können. Wie macht man das ??

  1. Ray sagt:

    Wieder einmal ein Chapeau!

    Ja, die Welt, die Menschen, die Fakten sind wesentlich vielfältiger als uns die Einfaltpresse weis machen will.

    Bildlich gesprochen: Schaut auch folgende Blumenwiese an http://traummusik.com/Extras-Downloads/Blumenwiese_real.jpg

    Ziemlich viele Farben, oder?

    Die Lügenpresse würde sagen: "Auf dem Bild ist nur grün und blau zu sehen. Wer andere Farben sieht, ist ein Verschwörungstheoretiker bzw. ein Antisonstwasit bzw. ein Proirgendwas."

  1. anonym sagt:

    wow ich höre von diesem verein zum ersten mal in meinem leben. Da sieht man mal wie sehr vieles vertuscht wird. Wenn solche sachen harmlose sachen vertuscht werden was wird noch vertuscht. Geheime Raumfahrt technologien, Freie Energie techniken, Die wahrheit über die Menschheitsgeschichte und vieles mehr ich fühle mich angegriffen, weil man mir all diese sachen vorenthält als wäre ich ein Affe oder so.

  1. Danke, vor allem ich als Fussballfan finde diesen Bericht interessant. Kannte diese Weltmeisterschaft schon vorher. Gerade jetzt wo ich den Abstieg meines geliebten FC Zürich zu verdauern habe finde ich es schön wenigstens eine Positive Nachricht vom Fussball zu hören, gut gibt ja noch den Traditionsreichen Schweizer Cup zu gewinnen als Absteiger! War etwas zu viel Offtopic jetzt entschuldigung dafür.

    Zudem sehe ich das Abchasische Stadion als sehr Modern an während Banannenrepubliken wie der Muslimische bildungs und Kulturmässig schwaches Kosovo kaum solche Stadien vorweisen können in der FIFA und UEFA aufgenommen worden sind obwohl sie keine Strukturen aufweisen.

  1. Falk Tessmer sagt:

    Es gibt noch sehr viel mehr auf der Welt, über das nicht in den "unabhängigen" Medien geschrieben wird und wenn doch, dann mit vorgegebener Lesebrille. Es wird aber immer mehr Puzzleteile geben und wer die zusammen setzt, bekommt einen ganz anderen Blickwinkel - und je mehr von uns puzzlen und die wirkliche Realität begreifen, werden mithelfen, die Matrix langfristig zu zerstören ...

  1. @anonym, das hätte man mit ein bisschen Nachforschen auch selber finden können, so wars auch bei mir. Aber ja ich verstehe dich schon, es ist schon extrem schwer solche Dinge wie CONIFA zu finden. Das ist halt die Verschweigungstaktik die Genutzt wird um Alternativen zu ersticken wo die Bevölkerungen darauf kommen könnten um das Joch zu untergraben.

  1. Türkische Republik Nordzypern???Was soll das denn für ein Land sein???Ich dachte das du das wüsstest das Nord Zypern Militärisch besetzt ist.Oder siehst du das anders������

  1. Freeman sagt:

    Was bellst du mich an? Richte deine Wut nach Berlin zu Angela Merkel, die Erdogan in den Arsch kriecht und die Türkei in die EU reinlassen will, ohne Zypernfrage zu klären. Und von wegen militärisch besetzt, das ist Deutschland und ganz Europa auch von den Amis ... und Palästina von den Zionisten ...und Nordirland von den Briten ... Südtirol von den Italiniern usw ... kümmert dich lieber um diese Befreiung von Fremdherrschaft.

  1. alpha sagt:

    Interessant, danke fuer den Beitrag!

  1. panopoker sagt:

    CONIFA…bis heute nicht gewusst dass es so etwas gibt!
    Prima Augenöffner Freeman weiter so,
    hoffe das so etwas Schule macht und auf andere
    Sportarten sich ausdehnen lässt.

  1. humanity sagt:

    "Diese Staaten werden aus strategisch-politischen Gründen nicht vom Westen anerkannt, obwohl sie laut Urteil des Internationalen Gerichtshofs von 2010 durch die einseitige Unabhängigkeitserklärung gegen neue Regeln des Völkerrechts verstossen haben."

    meine frage ist: WER genau ist denn DER WESTEN i.d.f.???

    sind das die politiker...die journalisten/zeitungen/msm oder wer entscheidet genau und wenn, dann müssen auch mal namen/ross u reiter genannt werden...
    denn man kann sich nicht ständig hinter i-welchen organisationen/parteien usw. verstecken.

    fussball ist ein ww gemeinschafts-sport u den kann JEDES land betreiben u an wettbewerben teilnehmen, sonst nenne ich das RASSISMUS in einer form, die an dunkle zeiten erinnert..MFG :-)



  1. humanity sagt:

    p.s. hab mir grad dein vid rechts oben über abchanistan angeschaut:

    muss dann erstmal googeln wos genau liegt...aber finds sehr interessant, was du berichtest.
    würde gern sofort dahin gehn, doch mein herz hängt noch etwas an dem "bösen" DEUTSCHLAND.
    dass es dir nicht gamz leicht gefallen ist, aus der schweiz abzuhauen, denke ich mal.
    Doch du bist Freeman, du machst einfach, was richtig ist....ich möchte auch manchmal so sein wie du...vielleich setze ich alles um und versuch den sprung...würde mich fŕeun, dich dann in einem relativ freiheitlichem land zu treffen....oooh wie schön wär das...
    vielleicht umsetzbar oder nur wunsch......ich werde immer für das schöne u gute kämpfen..............mfg an allllle

  1. selfhimself sagt:

    As-Selamun Aleykum! Ich bin begeisterter Fussballfan und habe seit ich 4 jährig bin bis zu meinem 25. Lebensjahr aktiv Fussball gespielt. Ich habe noch nie von diesem Verein gehört und es freut mich sehr davon zu hören, dass es doch noch vernünftige Menschen da draussen gibt, die sich nicht vom Westen unterkriegen lassen. Sollte doch Fussball oder Sport allgemein für Frieden beitragen. Wir Menschen (vorallem aus dem Westen) leben in einer völligen Scheinwelt.. Ich bin ein Muslim aus der Schweiz (ursprünglich Albaner aus Mazedonien) und lese regelmässig deine Beiträge nun seit ca. 2 Jahren. Du hast schon Vielen Menschen, inkl. mir, in mancher Hinsicht die Augen geöffnet und dafür möchte ich mich bei Dir bedanken und meine Wertschätzung für dich hinlegen. Dank sei auch dem Internet, welches dir die Möglichkeit gibt, uns und möglichst viele andere Menschen mit deinen Berichten zu erreichen.

    Liebe Grüsse aus der Schweiz
    und
    As-Selamun Aleykum