Italien geht brutal bei der Geldeintreibung vor
Die Monti-Regierung treibt mit der Steuerbehörde Equitalia gnadenlos Geld ausgerechnet von den ärmsten ein, von Rentnern und Geringverdienern, ausserdem von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Es werden willkürlich Steuerforderungen gestellt und dann mit allen Mitteln eingeholt, einschliesslich Zwangsversteigerungen und Beschlagnahmungen. Die Reichen und die Grosskonzerne hingegen kommen ungeschoren davon. Typisch für den Ober-Bilderberger Monti.
Neapel - Proteste gegen die Steuerbehörde werden niedergeschlagen:
Deswegen haben sich bereits zahlreiche Menschen in Italien das Leben genommen, weil sie keinen Ausweg mehr sehen, finanzielle Schwierigkeiten haben, arbeitslos sind oder vor der Pleite stehen. Der Zorn der Bürger über diese unhaltbare Situation entladet sich zunehmend in gewaltsame Proteste gegen die Euqitalia. Die Regierung erwägt das Militär zum Schutz der Büros der Steuerbehörde einzusetzen.
Am Sonntag hat Mario Monti die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzt. Innenministerin Anna Maria Cancellieri sagte ebenfalls am Sonntag, sie will die Armee damit beauftragen Gebäude zu schützen.
"Es gab mehrere Angriffe auf die Büros der Equitalia in den vergangenen Wochen. Ich möchte die Leute daran erinnern, Equitalia anzugreifen ist wie wenn man den Staat angreift," sagte sie.
"Die Armee könnte eingesetzt werden um die Gebäude zu schützen, die ein Ziel von gewaltsame Proteste sind. Die Gefahr einer Eskalation existiert. Es ist eine Situation, die drastisches Handeln verlangt," fügte sie hinzu.
In Livorno in der Toskana warfen Unbekannte am frühen Samstagmorgen Molotowcocktails auf das Büro der Steueramtes. In Rom ging gestern eine Briefbombe bei der Equitalia ein. In anderen Städten gab es Proteste vor den Finanz- und Steuerbehörden.
Am Freitag haben in Neapel mehrere Hundert Menschen vor dem Sitz der Equitalia demonstriert. Es kam zu Ausschreitungen. Demonstranten warfen Eier, Steine, Flaschen und Säcke mit Abfall auf die Polizeikräfte. Mit Müllcontainern versuchten sie, die Strasse zu blockieren. Die Proteste waren auch ein Zeichen der Trauer für die jüngsten Selbstmorde in der Gegend von Neapel wegen der Wirtschaftskrise.
Über acht Millionen Italiener leben in Armut, teilte das italienische Statistikamt Istat mit. Das sind 14 Prozent der Bevölkerung. Mindestens 3,1 Millionen Italiener, 4,6 Prozent der Familien leben in schlimmer Not. 23 Prozent der armen Familien leben in Süditalien. Laut Istat ist die Arbeitslosigkeit in Süditalien im vierten Quartal 2011 auf 14,9 Prozent gewachsen. Reell kann man die Zahlen verdoppeln.
Auch Mittelständler werden gnadenlos vom Staat erpresst. Hier ein Fall eines Unternehmens in der Nähe von Mailand, der mir berichtet wurde. Am Morgen um 9:00 Uhr fuhr die Guardia di Finanza (Finanzpolizei) mit 50 Mann auf und umstellte das Firmengelände. Der Einsatzleiter verkündete, es wird eine Steuerprüfung durchgeführt, die mindestens 3 Monate andauert. Während der Prüfung dürfe sich im Betrieb nichts bewegen, keine Ware rein oder raus.
Dem Chef der Firma wurde gesagt, er wird verdächtigt 1 Millionen Euro Steuerschulden zu haben. Als er das vehement bestritt, sagte der Einsatzleiter, das könnte sein, aber das wüssten sie erst nach der Steuerprüfung. Als der Chef entgegnete, aber bis dahin wäre der Betrieb pleite, wurde ihm erwidert, das wäre ihnen egal, der Istzustand müsste so eingefroren werden.
Dann machte der Einsatzleiter einen Vorschlag und sagte, es gebe eine andere Möglichkeit, um den Fall schnell zu regeln. Wenn der Chef eine Steuerschuld in Höhe von 300'000 sofort unterschreibt und gleichzeitig 150'000 auf ein Konto in der Schweiz überweist, dann würde er seine Leute abziehen und der Betrieb könnte weiterarbeiten.
Der Capo der Guardia di Finanza gab zu verstehen, dann könnte er zurück in sein Amt gehen, einen Erfolg als Steuereintreibung für den Staat melden und der andere "schwarze" Betrag würde unter die Chefbeamten und Untergebenen verteilt. Alle wären zufrieden. Es blieb dem Firmenchef nichts anderes übrig als auf die Erpressung einzugehen.
In der Provinz Viterbo hat ein 70jähriger Unternehmer in ähnlicher Situation, der wegen willkürlichen Steuerschulden vor dem Konkurs steht, damit gedroht, Mitarbeiter des örtlichen Finanzamtes zu töten. "Jetzt bin ich ruiniert. Jetzt gehe ich mit einer Pistole hin, töte alle und dann bring mich um", verkündete er in einem Telefonat genüber den Medien.
Fazit: Im Vergleich zum dem was der italienische Staat macht, ist die Mafia ein Kindergarten dagegen. Was jetzt passiert ist ein Raub an der Bevölkerung. Warum? Weil die Bankster, welche die wirkliche Macht haben, die Kredite zurück haben wollen und Monti ist ihr brutaler Geldeintreiber. Niemand hat diesen Typen gewählt. Er wurde den Italienern von der Finanzelite einfach vor die Nase gesetzt.
Jetzt regt sich aber Widerstand in Italien, der zu einem gewaltsamen Ausbruch kommt. Die Erwägung eines möglichen Militäreinsatzes im Inneren zeigt, Italien steht kurz vor einem Bürgeraufstand gegen den kriminellen Staat, der nur den Interessen der Bankster dient. Gewalt und Krawalle werden das Land erschüttern, wenn die Masse es nicht mehr ertragen kann.
In anderen Südländern ist es nicht anders. Die Lage ist viel schlimmer als uns die Medien mit Schönfärberei melden. Der von Brüssel, Frankfurt und Berlin auferlegte Sparzwang, mit gleichzeitigem Auspressen bis auf Blut, wird noch zu einer Revolution führen, welche die korrupte Bande wegfegt, oder zu einem faschistischen Unterdrückungssystem, wenn sie mit aller Gewalt an der Macht bleiben wollen.
Der Skandal um die Militärflüge der Rega geht weiter
Die Veröffentlichung der Nachricht durch die "Handelszeitung" am 1. Mai, die Rega führt Flüge von US-Militär- angehörigen aus den Kriegsgebieten in Afghanistan und Irak nach Deutschland durch, und die daraus resultierende Empörung der Stiftungsgönner, hat etwas bewirkt. Viele ASR-Leser haben nach meinem Artikel mir mitgeteilt, sie sind mit diesem Geschäftszweig nicht einverstanden, haben bei der Rega protestiert und ihre Gönnerschaft gekündigt.
Jetzt greift die Eidgenössische Stiftungsaufsicht ein und will Details zu rechtlichen Grundlagen für die militärischen Transportflüge aus Kriegs- gebieten erfahren. Bislang hatte sie von den Soldatenflügen der Rega keine Kenntnis gehabt.
"Wir klären den Sachverhalt bei der Stiftung Rega aufsichtsrechtlich ab", sagte Sprecherin Katja Zürcher gegenüber der Zeitung "Sonntag".
Auch Rega-Sprecher Sascha Hardegger hat bestätigt, "die Stiftungs- aufsicht hat uns am Mittwoch zur Stellungnahme aufgefordert."
Anlässlich des 60. Jubiläums der Gründung der Rega gab deren Chef Ernst Kohler gegenüber dem Schweizer Radio DRS am 27. April 2012 ein Interview. Darin gab er zu, an diesem Tag wäre ein Ambulanzjet von Kabul in Afghanistan mit zwei Verletzten nach Frankfurt unterwegs. Möglicherweise war diese Aussage der Auslöser für weitere Recherchen der "Handelszeitung" und ihrem Artikel.
Wer ist Rega-Chef Ernst Kohler, der seit sechs Jahren die Leitung hat? Er war vorher Bergführer, Rettungschef und war Leiter des Militärflug- platzes Meiringen. Die letztere Tätigkeit ist interessant. Es gibt nämlich Zeugenaussagen, die mit eignen Augen gesehen haben, wie NATO- Transportmaschinen, in einem Fall des US-Militärs, dort gelandet sind. Es wurden Kampfhelikopter ausgeladen und eine Flugdemonstration durchgeführt.
Es wurde beobachtet, wie freundschaftlich und vertraut die Offiziere des US-Militärs von ihren "Kollegen" der Schweizer Armee begrüsst wurden. Es wurde sogar damit geprahlt, man könne jederzeit bei den Amerikanern anrufen und sie würden gerne in die Schweiz kommen und ihre "Waffen" zeigen. Deshalb gab es auch mal die Frage seitens der Bevölkerung, ist Meirigen ein NATO-Flugplatz geworden?
Offiziell zugegeben wird, die Piste in Meiringen wurde auf NATO-Standard ausgebaut und es landen seit Jahren ausländische Flugzeuge dort, sei es zum Zwischenhalt, Besuch oder zu Übungen.
Die Landung von NATO-Flugzeuge in der Schweiz ist deshalb fragwürdig, weil die Schweiz angeblich ein neutraler Staat ist und keinem militärischen Bündnis angehört. In der Praxis stimmt das aber nicht, denn die Schweiz ist Mitglied des sogenannten "Partnership for Peace" Programm, eine Vorstufe zur NATO-Mitgliedschaft. Dieser Vertrag wurde vom damaligen Bundesrat Flavio Cotti als Aussenminister am 11. Dezember 1996 unterschrieben.
Dieser "Verletzung der Neutralität" ist nicht weiter verwunderlich, denn Cotti war während seiner Amtszeit 1994 bis 1997 vier Mal beim Treffen der Bilderberger dabei. Das sagt alles. Der aktuelle Aussenminister Didier Burkhalter ist der neue "Cotti". Er reist in den kommenden Wochen gleich zwei Mal in die USA. Zunächst wird er am 20. und 21. Mai am NATO-Gipfel in Chicago teilnehmen. Am 12. Juni steht dann ein Treffen mit US-Aussenministerin Hillary Clinton auf der Agenda.
Kommt durch diese "enge Beziehung" zur NATO und zum US-Militär des Militärflugplatzes Meiringen und da Kohler dort Leiter war, die Transporte von US-Soldaten aus den Kriegsgebieten zustande? Wurde er durch seine "Freunde" im US-Kommandostab angefragt, ob die Rega solche Einsätze durchführen würde, oder hat Kohler sie den Amerikanern sogar selber angeboten?
Jedenfalls ist so eine Vermischung von zivilen Rettungsdienst, der ja löblich ist, und dem Transport von US-Soldaten aus Kriegsgebieten ins Lazarett nach Deutschland, schon sehr fragwürdig und anstossend.
Die Stiftungsaufsicht hat aber noch mehr Fragen die sie der Rega-Leitung stellen will, wie "Sonntag" berichtet. Nämlich, ob die Rega rechtmässig handelte, als sie im vergangenen Jahr die Abschreibungen auf die Helikopterflotte verkleinerte und so ihre Erfolgsrechnung entlastete.
Laut dem Geschäftsbericht erhöhte die Rega die Nutzungsdauer für ihre Helikopter von acht auf 14 Jahre. Damit verbesserte sich das Jahresergebnis 2011 um 9,2 Millionen Franken. In ihrem Brief vom 8. Mai, der dem "Sonntag" vorliegt, verlangt die Stiftungsaufsicht von Rega-Chef Ernst Kohler eine Stellungnahme zu beiden Punkten bis zum 8. Juni.
12'000 Soldaten üben an der syrischen Grenze
Wie das Pentagon am Mittwoch mitgeteilt hat, nehmen 12'000 Soldaten aus 19 Ländern an einer Militärübung in Jordanien teil, um wie es heisst "Sicherheitsherausforderungen" zu begegnen. "Die taktische Ausführung der Eager Lion 2012 Übung wird offiziell am 15. Mai beginnen," sagte Major Robert Bockholt, Sprecher des Special Operations Command Central.
Zwei jordanische Soldaten besprechen mit einem US-Militärangehörigen Kampftaktik während "Operation Flexible Saif" im Oktober 2011:
"Eager Lion ist eine jährliche, multinationale Übung, um die Beziehungen zwischen den Militäreinheiten zu stärken und um die aktuellen und zukünftigen komplexen nationalen Sicherheitsherausforderungen zu begegnen."
Auf die Frage, welche Länder teilnehmen, gab Bockholt keine genau Antwort und sagte nur, jedes Land kann selber verkünden ob es an der Übung partizipiert.
Neben Jordanien als Gastgeber, sind Militäreinheiten aus folgenden Ländern dabei: Australien, Bahrain, Brunei, Ägypten, Frankreich, Italien, Irak, Saudi Arabien, Kuwait, Libanon, Pakistan, Katar, Spanien, Rumänien, Ukraine, Vereinigte Emirate, Grossbritannien und Vereinigte Staaten.
Im April hat das US-Verteidigungsministerium verkündet, die Übung wird zwischen 7. und 28. Mai stattfinden.
Bockholt sagte, die Teilnehmer haben sich seit Montag in Jordanien eingefunden, um für die Übungen auf Land, See und Luft sich vorzubereiten, die an verschiedenen Übungsplätzen stattfinden.
"In allem werden 12'000 Soldaten an dem Manövern teilnehmen," sagte Bockholt.
Einige jordanische Zeitungen haben die Mutmassung geäussert, die Kriegsspiele stehen im Zusammenhang mit den Ereignissen in Syrien. Bockholt meint aber dazu, "Eager Lion 2012 hat nichts mit Syrien zu tun. Es ist nur Zufall."
Jordanien ist einer der Länder, das am meisten von der Wirtschafts- und Militärhilfe Washingtons profitiert. Amman hat laut offiziellen Zahlen in den letzten 5 Jahren 2,4 Milliarden Dollar erhalten. König Abdullah II ist wieder nur eine US-Marionette.
Zufällig führt das Pentagon die grössten Militärmanöver die Jordanien je erlebt hat an, zusammen mit 18 anderen Ländern der NATO und der arabischen Nachbarn. Israelische Quellen sagen aber ganz was anderes. Spezialeinheiten aus den USA, Frankreich, Kanada und anderen NATO-Mitgliedsländern sind bereit die Grenze zu Syrien zu überschreiten.
Es wird auch berichtet, Saudi Arabien und Katar stecken hinter dem verheerenden Bombenschlag in Damaskus vom Donnerstag. Dass diese beiden Länder massenweise Waffen und Sprengstoff den Terroristen liefern ist mittlerweile unbestritten. Zum Bombenanschlag hat sich der "Al-CIAda" Ableger die Al-Nusra Front bekannt, bei dem 55 Menschen starben und 372 verletzt wurden.
Das "Grossmanöver" wird von Generalmajor der US-Armee Ken Tovo befehligt. Bei der Übung soll es um asymmetrische Kriegsführung, Spezialoperationen und Aufstandsbekämpfung gehen, wie bereits vergangenes Jahr ebenfalls in Jordanien geübt.
"Tovo wird als einer der talentiertesten Offiziere der US-Armee gehandelt und gilt als 'Superstar' bei den Special Operations Forces," sagte CIA Direktor David Petraeus neulich gegenüber einer amerikanischen Zeitung.
Bevor er das Kommando über Special Operations Command Central übernahm, war Tovo stellvertretender kommandierender General der 1. Panzerdivision in Deutschland. Davor war er für die 10. Special Forces im Irak zuständig. Tovo hat auch Erfahrung in Bosnienkrieg gesammelt.
Klingt alles nach "Fähigkeiten" die man bei einem Vorgehen gegen Syrien benötigen könnte. Tovo hat hat auch die "richtige" harte und arrogante Einstellung, denn seine Aussagen haben schon für Kontroverse gesorgt.
Als er über das Massaker an Zivilisten im März gefragt wurde, oder die Urinierung auf Leichen von getöteten Taliban und die Koranverbrennung, alles von US-Soldaten in Afghanistan verbrochen, zeigte er Verständnis und sagte, "die menschliche Natur ist wie sie ist".
Namen haben eine Bedeutung. "Eager Lion" heisst übersetzt, williger, eifriger oder gieriger Löwe. Auf was oder wen sind sie gierig? Al-Assad heisst auf Arabisch Löwe. Was für ein Zufall, dass der Präsident Syriens so heisst.
François Hollande der 'Gauche Caviar'
Dass Politiker Wasser predigen und selber Wein saufen ist uns hinlänglich bekannt. Sie verlangen von den Bürgern, sie sollen den Gürtel enger schnallen und sich mit einem bescheideneren Lebensstil zufrieden geben. Selber sind sie nicht bereit Opfer zu bringen oder sich einzuschränken. So ist es auch bei Frankreichs neuen "sozialistischen" Präsidenten, der seine Wahl mit den Aussagen zum Teil gewonnen hat, er könne die Reichen "nicht ausstehen" und er will sie mit höheren Steuern zur Pflicht nehmen. Jetzt stellt sich heraus, François Hollande ist selber kein armer Schlucker, sondern besitzt drei Liegenschaften an der Côte d'Azur in Cannes.
Seine Immobilien haben einen Wert von 1,17 Millionen Euro, wie laut französischen Gesetz das Vermögen eines neuen Präsidenten veröffentlicht werden muss. Er hat ein Haus in Mougines im Wert von 800'000 Euro, eine prestigeträchtige Hügellage über Cannes, wo auch Pablo Picasso mal lebte. Dann zwei Eigentumswohnungen in der Stadt im Wert von 230'000 und 140'000 Euro jeweils.
Interessant ist, Hollands Immobilienbesitz liegt gerade unter dem Wert von 1,3 Millionen Euro, wo die Vermögenssteuer einsetzen soll. Hollande griff im Wahlkampf regelmässig Sarkozy an, unter anderem mit dem Argument, sein Vorgänger wäre ein "Bling Bling" Präsident. Dabei muss sich Hollande jetzt den Vorwurf aussetzen, er wäre ein "Gauche Caviar' oder Champagner Sozialist.
Zusätzlich zu seinen Immobilien in Cannes, lebt Hollande in einem grosszügigen Apartment in Paris, zusammen mit seiner Lebensgefährtin Valerie Trierweiler. Obwohl er angekündigt hat, er wird sein Gehalt um 30% kürzen, wenn er das Amt antritt, wird er immer noch 156'000 Euro pro Jahr bekommen, plus alle luxuriösen Zulagen und Vergünstigungen eines Präsidenten mit Einzug in den 365 Zimmer Élysée-Palast.
Apropos Palast, ich hatte mal die Gelegenheit in einer "Datscha" von Josef Stalin zu übernachten, wo er seine Sommerferien am Schwarzen Meer verbrachte. Der Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei der Sowjetunion liess sich insgesamt 20 oder mehr dieser "Residenzen" bauen. Was ich erlebte war ein Schloss, mit riesiger Parkanlage, Repräsentationsräume, Festsaal, Hallenbad, Privatkino, Billardraum, 8 Schaftzimmer mit jeweils einem Badezimmer und Privatzugang zum Meer.
Noch mehr übertrieben hat es ausgerechnet Michail Gorbatschow von allen kommunistischen Parteiführern. Alleine die Fläche seines ehemaligen Sommerdomizil war 1'000 Hektar, inmitten eines Naturschutzgebiet, mit eigener Zugangsstrasse und Dorf ausserhalb für die Bediensteten, komplette mit elektrischen Stacheldrahtzaun und Wachtürmen umgeben. Neben mehreren Gebäuden mit allen erdenklichen Luxus hatte er auch einen eigenen Bootshafen. Ich habs mit eigenen Augen gesehen.
Das Ex-Sommerdomizil von Gorbatschow am Schwarzen Meer:
Ja, einige "Sozialisten" liessen es sich richtig gut gehen als sie an der Macht waren, residierten in Luxus den sogar Royals arm aussehen lässt. Mal schauen ob der "linke" Hollande das Gebaren des möchtegern "Napoleon" und Kriegsverbrecher Sarkozy fortsetzt oder das tut was er von den Franzosen an Einschränkung und Bescheidenheit verlangt.
Der Ritt auf der höchsten Welle die es gibt
Als ich in meiner Jugend in den 60gern in Australien lebte, war Surfen eines meiner liebsten Freizeitbeschäftigungen. Die höchste Welle die ich mal in Torquay im Bundesstaat Victoria erwischt habe war vielleicht 10 Meter und da dachte ich schon, das wars dann wohl, als die Wasserwand über mich zusammenkrachte und ich im Sog verschwand.
Aber guckt euch dieses Video an. Das Guiness Buch der Rekorde (GBR) hat den Ritt des 44-jährigen Profisurfer Garrett McNamara aus Hawaii auf einer Monsterwelle an der Küste Portugals in Praia do Norte als Rekord anerkannt. Dort entstehen die grössten Wellen der Welt, wegen der besonderen Topografie unter Wasser.
GBR hat 78 Fuss oder 23.7 Meter als Wellenhöhe anerkannt, kleinlich gerechnet. Kommt darauf an wie man misst. Für Surfer war sie eher 30 Meter, wenn man den Fuss der Welle und die Körpergrösse von McNamara im Vergleich nimmt.
Die Aufnahme zeigt den 1,80 grossen McNamara als winzige Figur im Vergleich zur Welle, wie er am Anfang von einem Jetski angezogen wird und dann im Höchsttempo die gigantische Wasserwand hinunter rauscht. Er verschwindet kurz in der Gischt, um unversehrt aufzutauchen und den Ritt zu beenden. Unglaublich der Mut von diesem Könner.
Die Zockerbude JP Morgan verzockt 2 Milliarden
Das kommt davon wenn man nicht mehr ein "normales" Bankgeschäft betreibt, sondern nur noch als Wettbüro die Märkte spielt. Die grösste Bank der USA hat auf die falschen Pferde gesetzt und 2 Milliarden Dollar an eigenem Geld verspielt, wie der Vorstandschef von JP Morgan Jamie Dimon gestern verkündet hat. Verursacht hat diesen Verlust das hauseigene "proprietary trading" oder der Eigenhandel, der eigentlich als Risikoabsicherung gedacht ist. Nur, damit hat diese Abteilung im eigentlichen Sinne nichts zu tun, sondern nur mit Spekulation aus Insiderwissen im Arbitragegeschäft. Jetzt ging es in die Hosen weil man zu gierig ist.
US-Senator Carl Levin hat diesen Verlust richtig kommentiert. "Der enorme Verlust, den JP Morgan heute verkündete, ist nur ein neuer Beweis, dass das, was die Banken als 'Absicherungen' bezeichnen, oft riskante Wetten sind".
Ich stelle ja schon lange die Frage, warum unterliegen Grossbanken nicht dem Glücksspielgesetz? Ob man auf Pferde setzt oder auf einen Zins, wo ist da der Unterschied? Die Handelsabteilungen funktionieren wie Buchmacher, die eigene Wetten abschliessen.
Dazu kommt noch, dass viele Banken mit "front running" arbeiten, das heisst sie haben vorab Wissen über den Ausgang des Rennens und schliessen entsprechende Wetten ab. Das ist so wie wenn man die Lottozahlen vorher kennt. Manchmal geht es aber trotzdem schief, wie jetzt bei JP Morgan.
Dieses Wettsystem ist schlimm genug. Was dazu kommt, die Grossbanken wissen, wenn sie einen riesen Verlust hinlegen und vor der Pleite stehen, dann wird der Staat sie retten (müssen). Ist doch ein tolles System. Wenn die Wetten zu ihren Gunsten laufen, dann sacken sie die Gewinne ein. Wenn sie verlieren, dann trägt der Steuerzahler den Verlust. Ein Traum für jeden Zocker.
Um eine Vorstellung zu geben, welche Summen involviert sind, hier die Zahlen vom 2. Quartal 2011, wie vom "Comptroller of Currency" offiziell veröffentlich:
Der Nominalbetrag an Derivaten der US-Banken stieg um 5,3 Billionen Dollar, oder 2,2%, im Vergleich zum 1. Quartal 2011 auf 249 Billionen Dollar!!! Die Derivate stiegen um 11,6% zum Vorjahr. Derivate Kontrakte konzentrieren sich weiter auf Zinsprodukte, die 82% aller Derivate ausmachen. Kredit-Derivate representieren 6,1% alle Derivate und stiegen um 2,2% auf 15,2 Billionen. 2012 sind die Zahlen viel höher.
Die sogenannte reale Wirtschaft der Vereinigten Staaten erarbeitet ca. 15 Billionen Dollar pro Jahr, was man das Brutto Inlandsprodukt (BIP) nennt. Der Bestand an Derivaten, also an künstlichen Finanzkonstrukten oder Wetten auf Zinsen und Kredite, ist aber 249 Billionen Dollar. Wir reden hier von Billionen, also von 1'000 Milliarden. Dieser gigantische Betrag ist fünf Mal das gesamte BIP der WELT!!! Wir sehen, die Spekulationsblase ist so gigantisch, sie hat keinen Bezug zur Realität. Kein Wunder verliert man gleich Milliarden wenn man sich verspekuliert.
Dimon gibt sich jetzt zerknirscht, dabei heuchelt er nur etwas vor. Die Handelsverluste seien selbstverschuldet, sagt er. Sein Haus habe "unerhörte Fehler" gemacht. "Das ist nicht die Art und Weise, wie wir unser Geschäft betreiben wollen".
Da lach ich ja ganz laut. Genau dieses Geschäft forcieren sie und animieren ihre Mitarbeiter es zu tun. Damit wird nämlich wenn es gut läuft der meiste Gewinn für die Bank generiert. Vor lauter Geldgier ist es jetzt schiefgelaufen und der Verlust sogar höher sein. Je nach Reaktion der Märkte in den nächsten Tagen und Wochen "könnte es noch schlimmer kommen", sagte Dimon.
Wir erinnern uns, Nick Leeson brach der Barings Bank mit "nicht genehmigten" eigenen Positionen das Genick. Die UBS hat auch einen Fall, wo durch "verbotenen Geschäfte" eines Händlers in London ein Verlust von 2,3 Milliarden Dollar entstanden ist. Was Dimon jetzt verschweigt, im schlimmsten Fall könnte JP Morgan sogar einen Verlust von 20 Milliarden Dollar einfahren!
Aber die Bank muss keine Angst vor einem Ansturm an erbosten Kunden haben, denn sie hat sich Protektion bei der Polizei erkauft. Im Herbst 2011 hat sie 4,6 Millionen Dollar an die New York City Police Foundation gezahlt. Diese grösste Spende in der Geschichte der Stiftung wird laut offiziellen Angaben dazu eingesetzt, die Sicherheit im Big Apple zu erhöhen. In anderen Worten, um die Occupy Wall Street Aktivisten niederzumachen.
Iranischer Botschafter im Interview auf Schweiz5

Am Freitagabend war der Iranische Botschafter zu Gast in der Sendung TimeToDo.ch auf Schweiz5. Zwischen 20:00 bis 21:00 Uhr hat der Moderator Norbert Brakenwagen im Live-Interview Herrn Alireza Salari interessante Fragen gestellt.
Hier eine Bildergallerie über den Iran. Sehr eindrücklich!
TARGET2 geht durch die Decke!
Bei mehreren Gelegenheiten habe ich auf die immens steigenden Zahlen im Finanzsystem hingewiesen, am besten durch Grafiken dargestellt, die alle steil nach oben zeigen. So auch im Interview mit Schweiz5 neulich wo ich sagte, die Kurven gehen immer schneller ballistisch, sind nicht mehr tragbar und führen zu einem jähen Absturz.
Eine dieser Diagramme, welches sehr deutlich die Unhaltbarkeit des Euro zeigt, ist das TARGET2 der Bundesbank. Da muss man kein Experte sein um zu erkennen, so geht es nicht weiter.
Was ist TARGET2? Einfach erklärt handelt es sich um die Guthaben oder Schulden der Zentralbanken der Länder der Eurozone bei der Europäischen Zentralbank, bzw. bei der Deutschen Bundesbank. Wie aus dem Bild ersichtlich, sind die TARGET2-Salden seit November 2007 sehr stark gestiegen, heisst die Forderungen der Bundesbank gegenüber den anderen Teilnehmern im Eurosystem gehen durch die Decke!
Die Summe per 30. April 2012 beläuft sich auf sagenhafte 644 Milliarden Euro. Das schlimme ist, diese Zahl stieg alleine im April um 28,6 Milliarden und seit Januar um 181 Milliarden!
Was den wenigsten bewusst ist, diese Forderungssumme ist durch nichts gedeckt. Das heisst, sollte die Eurozone auseinanderbrechen, dann ist das Geld futsch, wird die Bundesbank es nie wieder sehen. 644 Milliarden Euro sind ja nur ca. 25 Prozent des BIP der Bundesrepublik.
Woher kommt dieses Ungleichgewicht zwischen den Ländern der Euro-Zone gegenüber Deutschland? Ganz einfach, es ist hauptsächlich der Exportüberschuss den Deutschland mit den anderen EU-Ländern erwirtschaftet. Das heisst, das Exportplus Deutschlands bewirkt ein Handelsbilanzdefizit bei den Importländern in Europa und bei der Bundesbank landen die Schulden und das Risiko.
Diese Illusion eines funktionierenden Exportmarktes ist mit dem Risiko erkauft, die Bilanz der Bundesbank explodiert. Sie finanziert den Konsum von deutschen Produkten in der Eurozone. Eine Kritik an dieser wechselseitigen unbegrenzten und unbesicherten Kreditfazilität der einzelnen Zentralbanken der Eurozone einerseits und der EZB andererseits, läuft schon länger.
Die Schulden der südlichen Eurostaaten bei der Deutschen Bundesbank steigen ins Unermessliche. Das Risiko besteht darin, im schlimmsten Fall bei einem Währungszusammenbruch, muss der deutsche Steuerzahler die Rechnung übernehmen.
Eine Kritik an diesem Ungleichgewicht wurde bisher immer mit dem Argument abgeschmettert, ein Währungszusammenbruch ist undenkbar und ausgeschlossen. Nach dem Motto, was nicht sein darf, kann nicht sein. Da wäre ich in der heutigen Situation nicht mehr so sicher. Wenn Griechenland, Portugal oder erst recht Spanien zahlungsunfähig werden, dann geht die Lawine los die alles mitreisst.
Auch wenn nichts passiert und die Eurozone "koste es was es wolle" zusammengehalten wird, wie sollen diese Schulden jemals zurückgezahlt werden? Da müsste ja Deutschland aufhören Exportweltmeister zu sein und nur noch Produkte von den anderen EU-Ländern kaufen, damit sich der Saldo mit der Zeit ausgleicht. So viel Wein, Tomaten, Olivenöl und Spaghetti können sie gar nicht in sich stopfen (lach).
Dazu kommt noch die Summe aus dem ESM-Rettungsschirm mit 700 Milliarden Euro oder mehr. Es wird behauptet, im schlimmsten Fall ist der deutsche Anteil bei einem Zahlungsausfall nur 661 Milliarden Euro. Wenn man aber alles in allem zusammenrechnet haftet Deutschland mit 2 Billionen! Da können die Politiker noch so oft sagen, es sind nur Bürgschaften und Kredite. Es gibt sogenannte Experten die sogar das abstreiten. Tatsache ist, wenn die PIIGS-Länder sie nicht zurückzahlen wollen oder können, dann muss der deutsche Steuerzahler dafür gerade stehen.
Die verantwortlichen Politiker in Deutschland und in der Eurozone ignorieren dieses Problem, welches im Fehlkonstrukt der Währungsunion eingebaut ist. Die Gemeinschaftswährung war eine rein politische Entscheidung ohne gesunder reeller Basis. Wenn überhaupt, hätten nur die Kernländer den Euro einführen dürfen. Jetzt erleben wir die schmerzhaften Konsequenzen einer Grossmannssucht. Die Zukunft der Kinder und Kindeskinder wird verspielt und sie führen Europa in den politischen und wirtschaftlichen Abgrund.
Nigel Farage - Wir stehen vor der Möglichkeit von Massenaufständen und sogar Revolutionen!
Wie die Rega Geschäfte mit dem Krieg macht
Es geht um die Rega oder Rettungsflugwacht, die sich laut eigenen Angaben als private, gemeinnützige Stiftung versteht, zur raschen und professionellen medizinische Hilfe aus der Luft und Unterstützung von Menschen in Notlagen. Sie setzt hierfür modernste Helikopter und Ambulanzjets ein, betont ihre Unabhängigkeit vom Staat oder von finanziellen Interessen.
Die vielen gutgläubigen Gönner meinen, die Rega hilft verletzten Menschen in den Schweizer Alpen, kommt schnell zu Hilfe bei Autounfällen oder Naturkatastrophen oder transportiert Schweizer Bürger die im Ausland erkranken oder verunfallen zurück in die Schweiz.
Jetzt ist bekannt geworden, schon seit Jahren transportiert die Rega auch verwundete US-Soldaten aus den Kriegsgebieten in Afghanistan und Irak zur Ramstein Airbase nach Deutschland, wo sie dann ins Landstuhl Regional Medical Center gebracht werden, das grösste Lazarett der US Army ausserhalb der Vereinigten Staaten.
Wieder entpuppt sich eine Schweizerische Organisation, die hohes Ansehen in der Bevölkerung geniesst, als williges Werkzeug für die imperialistischen Kriege, um Geld damit zu machen. Dabei sagt sie selber laut ihren Statuten, sie hat keine finanziellen Interessen. Sicher ist den 2,38 Millionen Gönnern, von denen sie abhängig ist, dieser Geschäftszweig bisher nicht bekannt.
Dabei verdient die Rega mit diesen vom US-Militär vergebenen Aufträgen ziemlich viel Geld. Hat die grösste Kriegsmaschinerie der Welt nicht genug eigene Transportmaschinen, um ihre verwundeten Soldaten aus den Schlachtfeldern herauszufliegen? Wieso braucht sie eine zivile Rettungsorganisation aus der Schweiz dazu?
Nach dem diese Tatsache bekannt wurde, äusserte sich die Rega mit der Ausrede, sie erwirtschafte damit einen Deckungsbeitrag und die Einnahmen daraus kämen indirekt der Schweizer Bevölkerung zugute. Wie bitte? Wie ethisch und moralisch ist das denn, Profisoldaten zu transportieren, deren Geschäft es ist in Länder einzumarschieren und Zivilisten in den illegalen Kriegen zu töten?
Wenn man schon keine Moral mehr hat und blutiges Geld entgegen nimmt, dann wüsste ich noch eine andere Möglichkeit den "Deckungsbeitrag" zu erhöhen. Die Rega kann ja mit ihren Jets auch Waffen in die Kriegsgebiete transportieren und Opium aus Afghanistan zurückbringen. Wäre doch ein Bombengeschäft. Dann bräuchte sie keine Gönner mehr und könnte ihren Service gratis anbieten.
Ach ja, die Rega meint, es handle sich um humanitäre Flüge zu Gunsten verletzter oder kranker Menschen und nicht um irgendwelche Kriegseinsätze. Menschen? Für mich sind diese bezahlten Söldner keine Menschen. Jeder der für Washington freiwillig die Tötungsarbeit macht ist ein inhumaner Verbrecher. Ausserdem, diese Ausrede wegen humanitären Einsätzen kennen wir zur Genüge, denn die NATO sagt ja auch, Bomben auf Zivilisten abwerfen ist rein humanitär zum Schutz der Bevölkerung.
Wie viele zivile Opfer der Kriege, verletzte Männer, Frauen und Kinder hat die Rega aus Afghanistan, Irak, Libyen und wo sonst noch Washington Krieg führt aus humanitären Gründen in ein europäisches Spital gebracht? Das würde mich mal interessieren. Oder passiert das nicht, weil sie arme Schlucker sind und nichts zahlen können? An den Kriegen der USA sich zu bereichern ist viel lukrativer.
Jetzt sagen Leute, man darf das nicht so eng sehen, die Rega handelt wie das Internationale Komitee vom Roten Kreuz. Das ist natürlich ein falscher Vergleich, denn Henry Dunant gründete die Gesellschaft 1863 ausdrücklich als Verwundetenpflege für Soldaten, nach dem er Zeuge der erschreckenden Zustände nach einer Schlacht zwischen der Armee Österreichs sowie den Truppen Piemont-Sardiniens und Frankreichs war.
Die Rega wurde aber nicht als Organisation gegründet, um verletzte amerikanische oder sonstige Soldaten aus Kriegsgebieten in Lazarette zu fliegen. Dieser Erwerbszweig kam erst in den letzten Jahren dazu. Was dabei passieren kann, während die Jets der Rega für das US-Militär unterwegs sind, fehlen sie für den Einsatz für den sie eigentlich gedacht sind. Das heisst, zivile Verletzte können nicht schnell genug in ein Spital gebracht werden und deshalb sterben, weil die Flugzeuge gerade von und nach Afghanistan mit US-Soldaten unterwegs sind.
Dass die Rega sich als eine gemeinnützige Stiftung präsentiert, ist nur ein Teil der Wahrheit. Tatsächlich gibt es parallel dazu die Firma Schweizerische Luft-Ambulanz AG, denn alle Fluggeräte sind unter dieser Firma registriert und nicht bei der Stiftung. Interessantes Konstrukt ;-)
Viele Bekannte mit denen ich darüber gesprochen habe sind sehr empört, sind der Meinung, es ist für eine REGA nicht in Ordnung solche Militärtransporte zu fliegen und sie werden ihre Gönnerschaft kündigen.
Kann man Erdogan noch ernst nehmen?
Am Montag veröffentlichte die italienische Zeitung Corriere della Sera ein Interview mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan, welches aktuell für Kontroverse sorgt. Die Korrespondentin der Zeitung Monica Ricci führte das Interview in Laibach, der Hauptstadt Sloweniens, da sich Erdogan für einen Tag dort auf Staatsbesuch aufhielt, bevor er nach Italien reiste, um Mario Monti zu treffen.
Schlagzeile machte die Aussage von Erdogan nach dem Interview, "Ich bin bereit die NATO um eine militärische Intervention in Syrien zu bitten". In Rom angekommen will Erdogan plötzlich nichts mehr davon wissen und bestreitet das so gesagt zu haben. Er stellt Monica Ricci quasi als Lügnerin dar.
Titelblatt der Zeitung:
Auf Fragen von italienischen Journalisten am Dienstag sagte Erdogan, die Aussage über eine NATO-Intervention hätte er nicht gemacht, die hätte die Person die das Interview geführt hat erfunden. Er verstehe nicht wie diese Frau zu so einer Behauptung kommt, sagte er. Er fügte auch noch hinzu, es wäre bisher zu keinem Grenzzwischenfall gekommen.
Die Zeitung Corriere della Sera ist nicht irgendein Blatt, sondern die namhafteste Zeitung Italiens. Monica Ricci ist jetzt erbost über dieses Abstreiten seiner Aussage und verteidigt den Inhalt des Interview.
Was stimmt denn jetzt? Tatsache ist, Erdogan hat sich bereits vor einem Monat auf Artikel 5 des NATO-Vertrags berufen, weil es angeblich zu Schüssen an der türkisch-syrischen Grenze kam, darüber hab ich selber berichtet. Siehe meinen Post "Erdogan beruft sich auf NATO-Beistandsverpflichtung".
Hier der Originaltext aus dem Interview mit Monica Ricci auf Italienisch:
"Ora la situazione è molto grave. Finora siamo stati pazienti con la Siria ma se il governo commetterà ancora degli errori alla frontiera questo sarà un problema della Nato come recita l'articolo 5. Assad non ha mantenuto nessuna delle promesse fatte ad Annan. Le uccisioni continuano. Il Consiglio di sicurezza dovrebbe prendere la cosa più seriamente. La Ue non dovrebbe rimanere un osservatore esterno. Se penso a un intervento armato? Questo non è solo un problema della Turchia. Servono passi comuni del Consiglio di sicurezza, della Lega araba»."
Deutsche Übersetzung:
"Jetzt ist die Situation sehr ernst. Bis jetzt sind wir mit Syrien geduldig gewesen, aber wenn die Regierung an der Grenze nochmals Fehler begeht, so wird das zu einem NATO-Problem gemäss Artikel 5. Assad hat keine der Versprechen die er an Annan gemacht hat gehalten. Das Töten geht weiter. Der Sicherheitsrat muss diese Sache ernster nehmen. Die EU darf nicht als externer Beobachter aussen vor bleiben. Ob ich an eine bewaffnete Intervention glaube? Dieses Problem ist nicht nur eines der Türkei. Gemeinsame Anstrengungen des Sicherheitsrats und der Arabischen Liga wären nützlich."
Zuerst sagt Erdogan mehrmals, es hat eine Grenzverletzung gegeben und deshalb erwägt er auf den NATO Artikel 5 (Beistandsverpflichtung) sich zu berufen. Dann streitet er alles ab, er hätte das nicht gesagt und Grenzverletzung hätte es auch keine gegeben.
Im Interview macht er dann noch folgende Aussage: "Das Assad-Regime ist vorbei. 10'000 Menschen sind in Syrien getötet worden. Es gibt 25'000 Syrer in der Türkei und 100'000 andere in Jordanien. Wo ist die Gerechtigkeit wenn ein Land seine Leute mit Panzer und Artillerie angreift und Tausende Menschen aus ihrem Land flüchten müssen."
Was Erdogan bewusst weglässt, 19'000 Syrer sind mittlerweile in ihre Heimat zurückgekehrt und von den Menschen die in Syrien getötet wurden, sind mindestens die Hälfte syrische Soldaten, Polizisten und andere Mitglieder der Sicherheitskräfte. Er sagt und unterstellt, es wären alles Zivilisten. Was macht er aber für ein Geschrei, wenn nur ein türkischer Soldat oder Polizist von der PKK getötet wird.
Wie zum Beispiel im August 2011, als ein Militärkonvoi mit der Zündung einer Panzermine gestoppt und das Feuer eröffnet wurde, wobei neun Mitgliedern der türkischen Sicherheitskräfte dabei starben. Erdogan sagte ausser sich vor Wut dazu, jetzt wir nicht mehr mit der PKK geredet, sondern gehandelt. Erdogan kündigte einen verschärften Kampf gegen die kurdischen Rebellen an.
Auch jene, die sich nicht vom Terror distanzierten, würden einen „Preis zahlen“, sagte Erdogan in Anspielung auf die Kurdenpartei BDP, die von den Behörden als verlängerter Arm der verbotenen PKK betrachtet wird. Er geht nicht nur gegen die Kämpfer vor, sondern auch gegen die welche politisch die PKK vertreten. Ach und Assad darf das nicht?
Syrien hat 21 Millionen Einwohner. Wenn 125'000 flüchten, dann ist das nicht gerade viel. Erdogan unterstellt einseitig, sie wären alle wegen dem Vorgehen der syrischen Sicherheitskräfte gegangen. Kann es nicht auch sein, sie haben einfach nicht mehr zwischen den Fronten sein wollen, zwischen dem Schusswechsel der vom Ausland eingedrungenen Terroristen und der syrischen Armee, welche einen Abwehrkampf führt?
Wie viele Türken haben das Land verlassen und leben in Deutschland? 1,6 Millionen? Plus die Millionen die noch in anderen Ländern leben. Kann man auch daraus schliessen und behaupten, es herrscht ein böses Regime in Ankara und sie haben deswegen ihre Heimat verlassen? Das türkische Militär geht ja auch schon seit Jahren gegen Kurden die als PKK-Terroristen bezeichnet werden im eigenen Land mit aller Härte vor.
Ohne Terror der "Freunde Syriens" und dessen Abwehr durch das syrische Militär gebe es keine Flüchtlinge. In der Türkei mussten auch Menschen flüchten, weil die Armee ganze Dörfer räumte. Spezialeinheiten brennen Dörfer nieder, weil die Bewohner kurdische Widerstandskämpfer verpflegen. Andererseits bedroht die PKK sie mit Strafaktionen, wenn sie es nicht tun. Die Bevölkerung sitzt auch zwischen den Fronten und leidet durch den Konflikt. 3'000 zerstörte Siedlungen gibt es in der Türkei.
Die Grenze zum Irak verletzt die Türkei auch laufend, in dem Artillerie, Panzer und Flugzeuge gegen Kurden dort eingesetzt werden. Die syrische Armee setzt doch nicht schwere Waffen gegen die Bevölkerung ein, sondern gegen die Terror-Gruppen die im Land marodieren, also brandschatzen, plündern, rauben, und morden. Er regt sich aber fürchterlich auf und macht eine Krise daraus, wenn einige Schüsse über die Grenze aus Syrien rüberfliegen, die auf flüchtende Terroristen abgefeuert wurden.
In der Türkei sind 30'000 Menschen nach Schätzungen durch den Konflikt zwischen PKK und Armee ums Leben gekommen und 3 Millionen wurden vertrieben!
Ach das ist ja was anderes natürlich. NATO-Mitglieder sind ja die guten und dürfen alles. Nur sie haben Terroristen die sie bekämpfen. Andere Länder sind die bösen und dürfen das nicht, denn dort sind es Freiheitskämpfer, die man nicht bekämpfen darf, weil vom Westen unterstützt. Man hat das Feld zu räumen und ihnen die Macht zu überlassen. Wenn man es nicht macht, dann wird mit einer NATO-Bombardierung gedroht und dann auch durchgeführt.
Kann man Erdogan noch ernst nehmen?
Aber wichtig ist zu wissen, wer oder was der Vize-Premierminister der Türkei ist, Ali Babacan. Wow, der Typ ist ja ein Verräter und Marionette Washingtons und der NATO. Selbstverständlich ein Bilderberger (2008) und in den USA ausgebildet, oder soll man besser sagen, dort programmiert. Man muss doch die Leute anschauen die Erdogan um sich hat. Am 20. April trat er vor der Atlantic Council in Washington auf, wieder so eine kriminelle Denkfabrik wo Henry Kissinger (in welchem Verein ist er nicht drin) im Vorstand sitzt. Hört euch an wie die Türkei und Babacan in den Himmel gelobt werden und was er für Sachen auch über Syrien sagt.
Ich zitiere hier einen Kommentar von ASR-Leser Xaber, der die Situation in Syrien gut erklärt:
"Der unabhängige Reporter Pierre Piccinin in einem Interview mit 'Russia Today' über seine Eindrücke von der Situation in Syrien:
Piccinin befand sich zweimal in den letzten Monaten in Syrien. Er durfte völlig ungehindert mit seinem Wagen durch das Land reisen. Er war auch in Homs und Hama.
Sein Haupteindruck:
Die syrische Armee und Bashar al-Assad haben die Situation unter Kontrolle, sogar in den problematischen Städten wie Hama oder Homs. Desertionen aus der syrischen Armee gäbe es kaum.
Der Hauptterror im Land gehe aus von salafischen Terroristen, die ein islamisches Kalifat in Syrien errichten wollten. Er nannte auch die Farooq-Brigaden, die einen bewaffneten islamischen Kampf gegen die Regierung führten. Die Moslembruderschaft führe dagegen keinen bewaffneten Kampf, sondern rufe lediglich zu Demonstrationen und Aufständen auf.
In Hatay (Türkei) würden von der französischen Armee (!) Angehörige der 'Free Syrian Army' ausgebildet und über die syrische Grenze geschickt. Auch auf libanesischer Seite würden Freischärler aus den Flüchtlingslagern ausgebildet und mit Waffen versorgt und über die Grenze geschickt. Die syrische Armee verteidige ihr eigenes Territorium gegen diese Kräfte, wenn sie sich gegen das Eindringen dieser Kräfte wehre.
Die syrische Opposition sei völlig zerstritten. Eine Gruppe würde die andere bekämpfen.
Der Westen beziehe seine Informationen von zwei Fraktionen des 'Syrian Observatory for Human Rights' - ein reines Propagandaorgan der bewaffneten syrischen Opposition. Es würden keine Frage gestellt. Unbesehen übernehme man die Darstellungen dieser in London plazierten Organisationen, was journalistischer Arbeit im eigentlichen Sinne völlig widerspräche.
Soweit Piccinin.
Der Terror geht auch nach den Wahlen vom Montag weiter:
Heute wurde ein Anschlag auf eine Escorte des UN-Beobachterteams verübt, das von syrischen Sicherheitskräften begleitet wurde."
Israel droht dem Libanon mit der totalen Vernichtung
Ein ranghoher israelischer Militäroffizier hat die Hisbollah gewarnt, bei einem Angriff Israels auf den Iran, nicht militärisch zu reagieren, sonst wird der Libanon von der Landkarte getilgt. Der Offizier machte diese Äusserung gegenüber dem britischen Telegraph und sagte, der Krieg würde so gewaltig sein, es wird Jahrzehnte dauern, um alle zerstörten Städte und Dörfer wieder aufzubauen.
Israelischer Bombenangriff auf die Stadt Tyre im Südlibanon 2006:
Diese Warnung erhöht die Spekulationen, die israelische Regierung überlegt sich bald einen Angriff gegen die Atomanlagen des Iran durchzuführen. Der Offizier appelliert an die Libanesen, sich nicht in einen Krieg hinanziehen zu lassen, für den sie einen hohen Preis zahlen und die Hauptwucht des Zorns Israels spüren werden.
"Die Situation im Libanon nach diesem Krieg wird fürchterlich sein," betonte der Offizier gegenüber dem Telegraph. "Sie müssen sich überlegen, ob sie es tun wollen oder nicht. Ich hoffe der Iran drängt sie nicht in einen Krieg, denn nicht der Iran, sondern der Libanon wird den Preis dafür zahlen."
Der Offizier sprach anonym gegenüber dem Telegraph und sagte, Israel wäre im zweiten Libanonkrieg 2006 zu vorsichtig gewesen, was zu eigenen Toten in der israelischen Armee geführt hat. Diesen Fehler würden sie beim nächsten Krieg nicht mehr wiederholen. Die Hisbollah hätte viele ihrer militärischen Installationen in Dörfer und Städte im Südlibanon aufgebaut.
Laut isrealischen Geheimdienstquellen soll die Hisbollah seit dem Krieg 2006 über 50'000 Raketen sich angeschafft haben, mit grösserer Reichweite und Genauigkeit. Das israelische Militär befürchtet, diese werden als Vergeltung zum Einsatz kommen, wenn der Iran angegriffen wird.
"In diesen Orten wo die Hisbollah Infrastruktur hat, schätze ich werden die Zivilisten kein Haus mehr nach dem Krieg vorfinden," sagt er. "Die libanesische Regierung muss das berücksichtigen. Viele der Dörfer im Süden des Libanon werden verschwunden sein. Das ist unvermeidbar, aber wir haben keine andere Wahl. Am Tag nach unserem Angriff werden die Dörfer 10 Jahre brauchen um wieder aufgebaut zu werden."
Was soll man zu dieser Vernichtungsdrohung sagen? Man wird ja als Antisemit bezeichnet wenn man ausruft, habt ihr sie noch alle? Gibt es eine Steigerung zu der Bezeichnung, das ist höchst kriminell?
Diese Aussage eines israelischen Offiziers passt zur Regierungsum- bildung die gerade in Israel stattgefunden hat. Premierminister Netanyahu verkündete eine neue Koalition am Dienstag, die Schaffung einer breiten Allianz mit der Hauptopposition in der Knesset. Damit hat er nun freie Hand, um den Iran angreifen zu können.
In einem überraschenden Kurswechsel hat Netanyahu seine Pläne abgesagt, für den September frühzeitige Neuwahlen einzuberufen. War wahrscheinlich nur eine Drohung und die rivalisierende Kadima Partei ist darauf eingegangen. Netanyahu hat jetzt 94 der 120 Sitze im Parlament hinter sich, eine der breitest abgestützten Mehrheiten einer Regierung in der Geschichte Israels. 
Netanyahu und der Parteiführer der Kadima, Shaul Mofaz, erschienen zusammen am Mittag vor die Presse und sagten, ihre Allianz würde die notwendige Stabilität in die israelische Politik bringen. Sie versprachen eine enge Kooperation was den Iran betrifft.
Netanyahu hat bereits mehrmals angedeutet, Israel ist bereit den Iran anzugreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Mofaz, ein ehemaliger Militärchef und Verteidigungsminister, war bisher gegen einen Angriff, aber er ist bekannt dafür seine Meinung oft zu ändern.
Netanyahu sagte, er und Mofaz haben bereits Diskussionen über den Iran geführt und werden weitere "ernsthafte und verantwortungsvolle" Gespräche darüber führen. Als ehemaliger Militärchef trägt Mofaz Meinung ein hohes Gewicht in der Entscheidung, ob man den Angriff durchführen soll.
Die Nachricht am Dienstagmorgen über die Koalitionsvereinbarung hat die Bevölkerung Israels völlig überrascht und sprachlos gemacht. Sie gingen noch am Abend ins Bett mit dem Glauben, das Parlament wird aufgelöst und Neuwahlen finden statt. Die Einigung erfolgte als Nacht- und Nebelaktion, so wie auch ein Angriff auf den Iran plötzlich ohne Vorwarnung passieren kann.
Übrigens, der echte Name von Shaul Mofaz ist Shahram Mofazzakar und er wurde am 4. November 1948 in Teheran geboren. Seine Eltern kamen aus Isfahan und wanderten 1957 nach Israel aus.
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Bereits im Juni 2011 lief eine grossangelegte Alarmübung in Israel ab, wobei die Bevölkerung aufgerufen wurde sich in ihre designierten Luftschutzbunker zu begeben. Alle israelischen Zeitungen, ausser Haaretz, veröffentlichten ganzseitige Inserate mit Instruktionen der Armee, wie man sich bei einem Raketenagriff zu verhalten hat. Gleichzeitig liefen Werbespots im TV, mit der Aufforderung sich für einen Angriff vorzubereiten.
Die fünftägige Übung mit Namen "Turning Point III" simulierte Raketeneinschläge auf israelische Städte. Luftsirenen gingen im ganzen Land los und die Bevölkerung wurde zum ersten Mal aufgefordert in die Bunker tatsächlich zu gehen. Es war die grösste Zivilschutzübung in der Geschichte Israels.
100 Millionen Amerikaner haben keine Arbeit
Als ich den Artikel bei CNN Money mit der Überschrift las, "The 86 million invisible unemployed" oder "Die 86 Millionen unsichtbaren Arbeitslosen" dachte ich, das muss ein Tippfehler sein, so eine unglaublich hohe Zahl ist ja unmöglich. Aber es stimmt, laut "Bureau of Labor Statistics" ist das die Zahl an Menschen die arbeitsfähig sind aber nicht arbeiten, deshalb nicht in der Statistik landen. Dazu kommen die 12,6 Millionen, die "offiziell" arbeitslos sind, also die sichtbaren, macht fast 100 Millionen die keine Arbeit haben.
Arbeitslose in Prozent pro Altersgruppe:
Die Autorin des Artikels Annalyn Censky schreibt: "Es gibt viel mehr Arbeitslose in den Vereinigten Staaten als man denkt. Obwohl es stimmt, die Arbeitslosenzahl sinkt, beinhaltet diese nicht die Millionen an nicht arbeitenden Erwachsenen die keinen Job mehr suchen. Und das Neueinstellen ist nicht gross genug, um mit dem Bevölkerungswachstum mitzuhalten. Als Ergebnis ist die Zahl der Arbeitskräfte die geringste seit 1980, im Vergleich zur arbeitsfähigen Bevölkerung."
Die Bundesregierung in Washington betrachtet nämlich nur die Personen die innerhalb von 4 Wochen sich um eine Arbeitsstelle bemüht haben als Teil der Arbeitssuchenden. Alle anderen werden nicht in der Arbeits- losenstatistik mitgerechnet. Per April waren nur 63,5 Prozent Teil der arbeitenden Bevölkerung mit einem Alter von über 16 Jahren. Das ist die geringste Quote seit 1981.
Damit ist klar, die Arbeitslosenzahl, welche die Obama-Regierung verkündet, ist völlig unrealistisch und nach unten manipuliert, also gefälscht. Die welche zum Beispiel aufgegeben haben zu suchen, weil sie nur Absagen bekommen und es sinnlos ist, werden nicht berücksichtigt.
Im April hat die US-Wirtschaft nur lächerlich 115'000 neue Stellen geschaffen, laut Bureau of Labor Statistics. Das reicht kaum für die Neuzugänge in den Arbeitsmarkt, junge Menschen die mit ihrer Berufsausbild fertig sind und eine Stelle suchen. Um effektiv die Arbeitslosigkeit zu reduzieren bräuchte es drei Mal mehr neue Arbeitsplätze.
In den USA leben 330 Millionen Menschen. 24 Prozent davon sind Kinder, die nicht arbeiten dürfen, und 13 Prozent sind Rentner. Also ist der Gesamtanteil die Arbeit benötigen 63 Prozent oder 207 Millionen Menschen. Davon sind 86 Millionen "unsichtbar" und 12,6 Millionen "sichtbar" ohne Arbeit, macht 98,6 Millionen. Das heisst, die wirkliche Arbeitslosenzahl ist 47,6 Prozent und nicht wie die Medien ständig verkünden nur 8,5 Prozent.
Natürlich gibt es Millionen an arbeitsfähigen Amerikanern die keine Arbeit haben weil sie aus irgendeinen Grund keine wollen. Aber sicher sind es nicht 86 Millionen. Wie in dem CNN-Artikel steht, gibt es Millionen die gerne einen Job hätten, aber in den letzten 4 Wochen keinen "aktiv" gesucht haben. Das erschreckende ist, diese Zahl ist in nur einem Monat um 522'000 gestiegen!
Wenn man davon ausgeht, die Hälfte sind arbeitsfähig, suchen aber keinen Job, weil sie eine Ausbildung machen, oder weil sie die Kinder betreuen, oder weil ein Partner sich um sie kümmert, oder weil sie auf Reisen sind, oder im Gefängnis sitzen, oder weil es ihnen einfach zu gut geht, dann bleiben immer noch 43 Millionen die gerne eine Job hätten.
Ein genaues Bild der Beschäftigung in Amerika zeigt der Vergleich zwischen der Zahl die eine Stelle haben und der Bevölkerungszahl. Hier eine Auflistung der letzten 6 Jahre für den Monat März:
2007 - 63,3%
2008 - 62.7%
2009 - 59.9%
2010 - 58.5%
2011 - 58.5%
2012 - 58.5%
Der Beschäftigungsgrad in der Bevölkerung ist rapide während der Rezession gefallen und bleibt schon länger auf einem Tiefpunkt stehen. Wenn Obama jetzt im Wahlkampf verkündet, Amerika hat wieder Arbeit und es geht aufwärts, dann lügt er. Die harte Wahrheit ist, es gibt Millionen Amerikaner die zu Hause sitzen in der Hoffnung, sie bekommen einen Job.
Bis 2007 waren nur 10 Prozent der Arbeitslosen für ein Jahr oder länger ohne einer Anstellung. Heute sind es über 30 Prozent. Die Dauer der Arbeitslosigkeit hat sich verdreifacht im Vergleich zum Jahr 2000.
Zwei Gründe warum es weniger Stellen als früher gibt:
1. Viele Jobs die arbeitsintensiv waren, sind durch Technologie ersetzt worden. Wegen dem Einsatz von Roboter, Automation und Computer, benötigen viele Firmen nicht so viele Arbeiter mehr. Diese Stellen werden auch nie mehr zurückkommen.
2. Durch die Globalisierung und dem Outsourcing sind viele Millionen Arbeitsstellen ins Ausland verlegt worden. Man wird durch Arbeiter auf der anderen Seite der Welt konkurrenziert, die viel billiger und zu schlechteren Bedingungen arbeiten.
Das macht es schwieriger eine Stelle zu finden und wenn man eine hat muss man einen tieferen Lohn akzeptieren. Früher konnte jeder der wirklich eine Arbeit suchte eine finden. Ein Mann konnte auch damit seine Familie ernähren. 1950 hatten 80 Prozent aller Männer in den USA einen Job. Heute sind es nur 65 Prozent und es reicht nicht zum Leben.
Dazu kommt noch der Verschuldungsgrad der Amerikaner. Der ist über die Jahrzehnte dramatisch gestiegen. Laut neuesten Umfragen zahlen ein Drittel der Amerikaner ihre Rechnungen viel später als früher. Dann behandeln Firmen die Angestellten wie ein notwendiges Übel völlig herzlos. Sobald das Geschäft zurückgeht fliegt man auf die Strasse.
Die Finanzkrise hat ab 2007 noch etwas anderes bewirkt. Viele Amerikaner die meinten mit ihren über Jahrzehnte angesparten Rücklagen für das Alter können sie einen schönen Lebensabend geniessen, sahen durch den Crash ihre Aktien- und Investmentfonds sich in Luft auflösen, es ist alles verschwunden. Statt ein Rentnerleben in Florida zu führen, müssen sie mit über 65 einen Job suchen, um überleben zu können, die es aber immer weniger gibt.
Dieser Rückgang an arbeitender Bevölkerung bedeutet weniger Steuereinnahmen und weniger Einzahlungen in das Sozialsystem. Was es auch bedeutet, die Wirtschaftsleistung der USA geht ständig zurück und von dem viel propagierten Wachstum gibt es keine Spur. Diese riesige Zahl an Arbeitslosen ist eine tickende Zeitbombe. Sie erklärt auch warum 46,2 Millionen Amerikaner unter der Armutsgrenze leben und 45,8 Millionen Essensmarken vom Staat benötigen damit sie nicht verhungern.
Habe ich erwähnt, die US-Militärausgaben für 2012 liegen bei 1,030 bis 1,415 Billionen Dollar? Kommt darauf was man alles dazurechnet, Ausgaben für die Veteranen, Zinsen und die Kriegskosten. Das heisst, Washington gibt pro Tag bis zu 3,9 Milliarden für das Militär aus!
Nach den Wahlen wird sich gar nichts verändern
Die Finanzmärkte haben nach den Wahlen in Frankreich und Griechenland mit Tiefstständen reagiert. Der Euro fiel im asiatischen Handel unter die Marke von 1,30 zum US-Dollar. Die Spekulanten befürchten ein Ende der europäischen Sparbemühungen und die Börsenindexe SMI, Dax und EuroStoxx50 verloren zur Eröffnung jeweils rund ein Prozent. Obwohl die Wähler die klare Botschaft mit ihrer Abtimmung aussenden, sie machen das Sparen auf ihre Kosten nicht mit, wird sich wohl nichts wirklich ändern. Denn eines zeigt die Geschichte, die grossmundigen Wahlversprechen werden praktisch nie eingehalten. Wenn an der Macht machen alle Parteien das selbe. Warum? Weil sie gar nichts ändern dürfen.
Der Sieg des Sozialisten Francois Hollande bei der Präsidentenwahl in Frankreich war zwar weitgehend erwartet worden. Aber Hollandes Ankündigung, die vor allem von Deutschland verfolge Sparpolitik nicht unverändert weiterzuführen, sowie das schlechte Abschneiden der Regierungsparteien in Griechenland schüren Bedenken, dass die Bemühungen um Haushaltssanierung und Reformen in Europa ins Stocken geraten.
Nur keine Angst, Hollande wird bald einen Besuch von den wirklichen Besitzern des Landes bekommen. Dabei wird ihm dann der Tarif schon durchgegeben. "Adieu Wahlkampf, bonjour Realität, Monsieur Hollande. Wir gratulieren ihnen zur Wahl zum Präsidenten, aber jetzt reden wir mal Tacheles. Was Sie im Wahlkampf versprochen haben können Sie schön vergessen. Sie werden genau das tun was wir Ihnen sagen, sonst passiert was". Hollande wird sofort merken, er hat keinen Spielraum und wird sich der Finanzmacht beugen müssen.
Merkel hat ja bereits klar gemacht, dass es mit ihr "keine konjunkturellen Strohfeuer" geben werde, berichten Teilnehmer der CDU-Vorstands- sitzung am Montag. Später, vor den Journalisten, erklärt sie die "grundsätzliche Herangehensweise" in Europa: Man könne nicht nach Wahlen, egal ob in grossen oder kleinen Staaten, alles wieder zur Disposition stellen, was zuvor beschlossen worden sei. "So können wir in Europa nicht arbeiten."
Eine sehr undemokratische Einstellung von Frau "alternativlos" Merkel, wo der Volkswille ignoriert wird und am beschlossenen Kurs nichts ändern darf. Typisch linientreues und dogmatisches Denken aus ihrer DDR-Vergangenheit.
Ganz sicher werden wir ganz andere Töne von Hollande hören, wenn er im Élysée-Palast eingezogen ist und sich zum ersten Mal mit Merkel trifft. Vielleicht schon morgen? Die im Vorfeld angekündigten Differenzen zum von Berlin diktierten Sparkurs, werden sich in Harmonie auflösen und beide werden in die Kameras lächeln. Die Märkte verlangen das und wenn sie unglücklich über den Wahlausgang sind, dann haben die Politiker die angekündigten Wahlversprechen zu vergessen, denn das Establishment duldet keinen Kurswechsel.
Als sein sozialistischer Vorgänger Mitterrand 1981 gewonnen hatte, konnte die Linke ihren Triumph nur kurz ausleben - Verstaatlichungen, weniger Arbeit, mehr Rente. Sehr schnell wurden auch sie eines besseren belehrt, wer wirklich die Macht hat und Mitterand musste sich dem Diktat der "Währunsghüter" in Frankfurt unterwerfen und abrupt zu sparen beginnen. Genau so wird es Hollande ergehen. Frankreich ist jetzt noch schwächer als damals, um sich dem Finanzsystem entgegen zu stellen.
Das gleiche gilt für Griechenland. Da können die etablierten Parteien noch so wegen ihrem Verrat von den Wählern abgestraft werden und die Randparteien links und rechts gewonnen haben. Wenn dann eine Koalitionsregierung mit Abweichlern zustande kommt, die zum Beispiel von einer Kündigung der Sparveträge träumt, werden auch sie mit der Realität konfrontiert und klein beigeben müssen. Der von den Geldgebern verlangte strikte Konsolidierungskurs wird fortsetzen werden.
Es hat doch keiner den Mut und das Rückgrat dem Beispiel von Island zu folgen und der Finanzwelt den Mittelfinger zu zeigen. Die Politiker und Banker, welche das Desaster angerichtet haben zu verhaften und anzuklagen, eine eigene Währung einzuführen, diese massiv abzuwerten und die Schulden nicht mehr anzuerkennen, um nach schwerzhaften zwei Jahren mit diesen Massnahmen damit aus dem Loch rauszukommen.
Frankreich und Griechenland, sowie alle anderen im EU-Gefängnis eingesperrten Länder, haben schon längst ihre Souveränität verloren. Sie sind so eingebunden und dadurch erpressbar, da kommen sie nicht mehr raus. In Griechenland sind die Aktienkurse heute Morgen abgestürzt. Sie fielen kurz nach Öffnung der Börse in Athen bereits um 7,7 Prozent. Ein deutliches Zeichen und Wink mit dem Zaunpfahl, die Märkte werden eine Veränderung nicht zulassen.
In Grossbritannien und Spanien haben die Wähler auch die Regierungen abgestraft und die Opposition gewählt, in der Hoffnung es wird sich was verbessern. Nur was ist? Nichts hat sich verändert, beide Länder sind tief in die Rezession gefallen und die Zukunftsaussichten sind sehr schlecht. Die Sparmassnahmen der Vorgänger wurden übernommen, ja sogar weil es die Finanzelite verlangt verschärft.
Von dem "Yes We Can" und "Change We Can Believe In" Obama will ich gar nicht reden, denn diese Wall Street Marionette hat sich als schlimmer entpuppt als Bush es je war. Nichts was er im Wahlkampf versprochen hat, hat er in seinen vier Jahren Amtszeit eingehalten. Ausserdem, die Wähler haben doch nur die Wahl zwischen Kandidaten, die schon vorher von der Elite ausgewählt wurden, dürfen nur noch zwischen Coke und Pepsi wählen.
Es ist alles vorbestimmt. Der Kommunikationschef von François Hollande, Manuel Valls, ist ja auch ein Bilderberger und war 2008 in Washington dabei. Der Ehrgeizling Valls wollte selber Präsidentschaftskandidat der Sozialisten werden, verlor aber die Wahl parteiintern und unterstützt seit dem Hollande. Für die Führung des erfolgreichen Wahlkampfs wird er sicher von seinem Chef belohnt, entweder als Innenminister oder sogar Premierminister.
Wir kennen ja den Spruch, wenn Wahlen etwas bewirken würden, dann wären sie schon längst verboten. Sollte der neue französische Präsident tatsächlich wie angekündigt von der Austeritätspolitik abrücken, dann wäre das ein Wunder. Ein Wunder ist das einzige was uns noch vor dem geplanten Absturz in die Armut und Versklavung durch die Überschuldung retten kann.
