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737 Max 8 Absturz - Kampf Computer gegen Mensch

Freitag, 15. März 2019 , von Freeman um 10:00

Nach Studium der bisherigen Informationen und Aussagen über die beiden Abstürze einer Boeing 737 Max 8 und den Eigenschaften dieses Flugzeugs, komme ich in wenigen Worten zum Ergebnis, hier fand ein Kampf zwischen dem Computer des Flugzeugs und den Piloten statt.

Das heisst, wegen falschen Angaben von Sensoren hat der Computer die Maschine in eine Lage gebracht, die gefährlich war, die Piloten haben versucht dies zu korrigieren, aber der Computer korrigierte die Korrektur und brachte die Maschine wieder in eine gefährliche Lage.

Das erklärt, warum das aufgezeichnete Flugprofil sehr erratisch rauf und runter geht. Zum Schluss stürzte die Maschine mit extrem hoher Geschwindigkeit fast senkrecht in den Boden.

Die erste Grafik zeigt die Geschwindigkeit der 737 Max 8, die der Lion Air, die am 29. Oktober 2018 in Indonesien kurz nach dem Start aus Jakarta ins Meer stürzte. Alle 189 Menschen an Bord kamen ums Leben.

Darunter das Profil der Ethiopian Airlines 737 Max 8, die am vergangenen Sonntag kurz nach dem Start aus Addis Ababa aus dem Himmel fiel und auf den Boden knallte, wodurch alle 157 Passagiere und Besatzung getötet wurden.


Was auffällt ist das Auf und Ab der Geschwindigkeit der Maschinen, wobei beide Maschinen hunderte Meter an Höhe verloren, ein Anzeichen für sehr grosse Probleme.

Beide Maschinen waren nagelneu, die der Lion Air drei Monate und die der Ethiopian Airlines erst vier Monate im Dienst. Beide Piloten hatten viel Flugerfahrung.

Unterbrechung: Gerade während ich diese Zeilen am Freitag um die Mittagszeit schreibe, erreicht mich die neueste Nachricht, eine Boeing 737-800 musste eine Notlandung im Norden Russlands durchführen, diesmal wegen Triebwerksausfall.

Sei's drum!, zurück zum Absturz der beiden 737 Max 8.

Wie meine Leser wissen, bin ich selber Pilot, besitze alle Lizenzen der FAA für Propellermaschinen, und hatte viele Jahre lang eine zweimotorige Piper Seneca. Bin in Europa, Nordamerika, Afrika und Australien viel herumgeflogen.



Deshalb interessieren mich alle Flugunfälle, und ich meine, kann meinen "Senf" dazugeben.

Auch ich hatte mal bei einem Langstreckenflug das Problem, dass der Autopilot die Höhe rauf und runter korrigierte, die Maschine wie auf einer Achterbahn sich bewegte.

Die einzige Lösung war, den Autopilot auszuschalten, selber die Steuerung zu übernehmen und manuell weiterfliegen.

Jetzt ist es aber so, bei der 737 Max 8 kann der Pilot den Computer nicht ausschalten, jedenfalls nicht den Teil der Software, der das Abschmieren verhindern soll.

Was also passiert sein kann, der Computer meinte beim Steigflug nach dem Start durch einen defekten Anstellwinkelsensor, die Maschine ist am Abschmieren und drückte deshalb die Nase runter, um die Geschwindigkeit zu erhöhen. Der Pilot merkte aber, das ist falsch und zog die Nase nach oben.

Dann korrigiert der Computer wieder und drück nach unten. Der Pilot machte wieder das Gegenmanöver. Das wiederholt sich mehrmals und die Maschine vollzog diese Achterbahnbewegung, die sich immer grösser aufschaukelte.

Laut Funkaufzeichnung meldete der Pilot der Ethiopian Airlines, er hätte Schwierigkeiten, die Maschine zu kontrollieren, und er verlangte eine sofortige Rückkehr zum Flughafen, die ihm gewährt wurde.

Bei diesem Kampf gegen den Computer und dem Auf und Ab wurde immer mehr an Höhe verloren, die ja sowieso wegen dem kurz davor erfolgten Start niedrig ist, bis es dann zum Aufprall mit dem Boden kam.

Die Absturzstelle von Ethiopian Airlines Flug 302

Ich möchte daran erinnern, dass dieses Problem in der Vergangenheit von Airbus-Piloten auch gemeldet wurde. Es gab Fälle wo Maschinen Tausende Meter steil abwärts stürzten, weil der Computer das fehlerhaft durchführte, und die Piloten nur durch Ausschalten des Computers die Kontrolle wieder erlangten.

Daraus stellt sich die Frage, warum können die Piloten bei der 737 Max 8 diese Abschmierverhinderung des Computers nicht abschalten, wenn er falsche Manöver durchführt?

Die Antwort darauf ist unfassbar. Der Hersteller Boeing sagt, die Piloten einer 737 Max 8 wissen gar nicht, dass es diese Autokorrektur gibt, eine Funktion des "Maneuvering Characteristics Augmentation System (MCAS).

Die Beschreibung darüber wurde aus den Flughandbüchern weggelassen, weil laut Boeing ein Pilot "niemals die Wirkung des MCAS sehen sollte" wenn normal geflogen wird.

Da muss man sich an den Kopf greifen, wenn ich diesen Schwachsinn höre. Boeing hat also die Piloten entmündigt und sagt, der Computer hat immer recht und ihr müsst gar nicht wissen war er macht, ihr dürft auch nicht eingreifen.

Jetzt sieht es aber danach aus, der Computer bekam falsche Signale vom Anstellwinkelsensor und meinte, die Maschine schmiert ab, führte deshalb falsche Manöver aus als vermeintliche Korrektur.

Die Piloten versuchten alles um die Kontrolle zu erlangen, was aber der Computer verhindert hat. Sie hätten nur einen Grossteil der Stromzufuhr abschalten können, um den Computer zu "killen", was aber andere kritische Funktionen ebenfalls ausgeschaltet hätte.

Jetzt, wo ich das Problem mit dem "verrückt gewordenen" Autopiloten hatte, musste ich nur den Ausschaltknopf drücken, um wieder Herr der Lage zu werden. Das ist offensichtlich bei den neuesten Flugzeugmodellen nicht mehr möglich, denn die KI (Künstliche Intelligenz) fliegt die Maschine.

Warum machen das die Hersteller? Weil die Airlines das verlangen, um weniger qualifizierte Piloten einstellen zu können, die weniger Flugausbildung benötigen und so billiger sind.

Es geht um Profitabilität im grossen Konkurrenzkampf.

Aber daran sind auch die Kunden schuld, die immer billigere Flüge verlangen. Wie soll es noch einen sicheren Flugbetrieb geben, wenn Flüge nur noch 50 Euro kosten dürfen? Da muss ja massiv an der Sicherheit gespart und automatisiert werden.

Das ist ja generell bei allen Transportmitteln mittlerweile der Trend, sie sollen bald selbständig und autonom ohne Führer, Fahrer, Kapitän und Pilot Menschen transportieren.

Ist ja toll, aber wenn der Computer plötzlich wegen falschem Input "spinnt" und kein Mensch eingreifen kann, dann ist die Katastrophe da.

Sieht man auch an den immer häufiger passierenden Unfällen mit dem Teslar, die plötzlich beschleunigen und der Fahrer nichts dagegen unternehmen kann.


Dieser Besitzer eines Tesla Model S stürzte mit seinem Fahrzeug in der Nähe einer Supercharger-Station in China am vergangenen Mittwoch in einen Fluss und behauptete, das Fahrzeug sei von selbst beschleunigt worden - in einem weiteren Fall einer unbeabsichtigten Beschleunigung.

Die Teslar-Autos werden vom Computer gefahren und der Mensch soll dabei nur noch zugucken. Scheisse aber, wenn er Mist baut und man nichts dagegen machen kann. In diesem Fall ist den Menschen nichts passiert.

Die Computerisierung und Automatisierung erfolgt auch deshalb, um "menschliche Fehler" auszuschliessen und den Transport sicherer zu machen. Nur, Computer machen auch Fehler und stürzen ab. Und dann die Software, die niemals fehlerfrei sein kann und alle Szenarien abdeckt.

Der Horror muss sein, wenn "Windoof" von "Mikroschrott" ein wichtiges Gerät steuert.

Erinnert mich an den Bond-Film "Der Morgen stirbt nie" und die Szene: "Sind wir soweit, dass wir unsere neue Software auf den Markt werfen können?" - "Ja, Sir, und wie gewünscht ist sie voller Macken, so dass die Kunden noch jahrelang nachrüsten müssen." - "Ausgezeichnet".

Alle diese Probleme sind bekannt, auch bei den Flugzeugen. Es wird nur sehr zögerlich was dagegen unternommen. Der Absturz der beiden 737 Max 8 und das weltweite Grounding aller Maschinen dieses Typs, wird den Hersteller Boeing enorm viel Geld kosten, kann sogar zur Pleite führen.

Ein Skandal ist, dass die amerikanische Luftaufsichtsbehörde FAA als letzte reagiert hat. Offensichtlich gibt es eine enge Kollusion zwischen Boeing und dieser Behörde, um die US-Flugzeugindustrie zu schützen. Nur, jetzt ist ein Schuss ins Knie erfolgt, denn das Vertrauen ist weg.

Die Untersuchung des Absturzes in Äthiopien befindet sich noch im Anfangsstadium. Die so genannten Blackboxen mit Sprach- und Flugdaten sind am Donnerstag in Frankreich zur weiteren Analyse eingetroffen.

Warum Frankreich? Weil die äthiopischen Behörden den US-Luftaufsichtsbehörden nicht trauen, eine neutrale Untersuchung durchzuführen. Es wird unterstellt, sie werden Boeing nicht belasten und den Absturz mit "Pilotenfehler" begründen.

Kriminell ist, dass die FAA es aus Profitgier zugelassen hat, das ein fehlerhafter Sensor, auf dessen Daten der Computer seine Entscheidungen trifft, den Einfluss der Piloten auf die Maschine verhindert. Deshalb sind 346 Menschen gestorben!

UPDATE: Ein "Teil" wurde in den Trümmer gefunden, das mit dem "Trim" zu tun hat (senkt oder erhöht die Nase), und es war eingestellt, um die Maschine in einen Sturzflug zu bringen. Dieser Fund hat die FAA überzeugt, alle 737 Max 8 am Boden bleiben zu lassen.


Das bedeutet, ich liege richtig mit meiner oben aufgeführten Erklärung. MCAS hat die Maschine nach unten gedrückt und die Piloten konnten sie nicht hochziehen. Sie hatten das Höhenruder bis zum Anschlag nach hinten gezogen, aber der Computer ignorierte diesen Steuerbefehl und machte das Gegenteil.

Frage: Ist das jetzt "offiziell" das erste Mal, dass die KI Menschen tötet???

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Ich will Euch noch das hier zeigen. Zwei Frauen, die für Emirates einen Airbus A380 steuern, das grösste in Serienfertigung produzierte zivile Verkehrsflugzeug in der Geschichte der Luftfahrt ... RESPEKT!!!



Computer machen es möglich, wenn sie funktionieren.

insgesamt 21 Kommentare:

  1. Chris sagt:

    Hast du das Video auf Youtube gesehen, in dem ein Journalist (so glaube ich mich zu Erinnern) in einem Boeing Werk ist und die Mitarbeiter fragt, ob diese mit diesem Flugzeug fliegen würden. Die meisten sagten nein. Einer Sogar, dass er keine Todeswunsch habe. Die Materialien etc. seien einfach nur schei* und billig. Finde den Link leider nicht mehr :(

  1. iPaxxy sagt:

    Das Problem besteht auch für Zugfahrende in ähnlicher Weise. Mein seliger Papa war bei den Schweizerischen Bundesbahnen in der damaligen Generaldirektion Bern der höchste Beamte für technische Zugsicherheit. Anfang der 90er wurde er dann vorzeitig mit 62 pensioniert, offiziell aus gesundheitlichen Gründen. Es war aber so dass er sich geweigert hatte gewisse neue oder revidierte Streckenabschnitte und Bahnhöfe abzunehmen und dem Verkehr zu übergeben. Er hat danach noch freischaffend für seine ehemaligen Lieferanten gearbeitet bis Anfangs der nuller Jahre.

    Das Problem war folgendes: Auf den alten Strecken wurde zum Beispiel mit 80 gefahren. Die Brems- und Durchrutschwege waren der Länge nach so bemessen dass ein Zug in damaliger Grösse und Geschwindigkeit (70er-80er) Jahre bei einer Notbremsung wenn der Lokführer das Vorsignal übersah eine Notbremsung einleitete. Heute fahren an der gleichen Stelle Zöge mit 120 und mehr, sind Doppelstöckig, also viel schwerer und schneller. Ein moderner Zug kann auf solchen Strecken auf keinen Fall innerhalb der vorhandenen Strecke zum stehen gebracht werden.

    Ausserdem wurden genau zu dieser Zeit auch die automatischen Geschwindigkeitsbeeinflussungen eingeführt. Noch heute werden gemäss neuesten Infos von einem ehemaligen Arbeitskollegen meines Vaters diese unabhängig von den äusseren Bedingungen betrieben, will heissen egal ob es regnet, eisig oder sehr heiss ist fahren diese Systeme einfach die möglichst höchsten Geschwindigkeiten für diesen Streckenabschnitt. Man muss wissen dass es wie bei einem Auto auch einen sehr grossen Unterschied gibt wenn die Geleise Nass, gefroren oder sehr heiss sind im Fahrbetrieb! Sogar bei den Neubaustrecken wurden gemäss Infos meines Vaters "Kompromisse" eingegangen. Dies auf Strecken auf denen heute mit über 200 gefahren wird. Wenn es knallt, who cares! irgend eine Ausrede dass der Lokführer schuld sei wird dann schon gefunden!

    Mein Vater hat nach seinem Abgang bei der SBB damals ein komplettes Dossier erstellt inkl. technischer Zeichnungen und Analysen die alle diese Probleme deutlich aufzeichnen. Dieses befindet sich nach wie vor in meinem Besitz und es wird gehütet wie mein eigener Augapfel. Als vor wenigen Jahren ein Unfall war auf genau so einem Abschnitt habe ich einer der heutigen verantwortlichen kontaktiert und mit ihm über dies gesprochen. Es geschah nichts ausser dass ich plötzlich anonym bedroht wurde, (Tel und Email) es wurde auch versucht mir diese Dokumente abzunehmen. Diese sind aber im Ausland bei einem für solche Sachen spezialisierten Notar hinterlegt. Ich selber habe nach der Bedrohung nicht mal mehr Kopien bei mir verfügbar.

    Mein Vater und seine damaligen Mitarbeiter hatten den Werbespruch der SBB aus den 80ern der folgendermassen war: "Der kluge reist im Zuge" folgendermassen ergänzt: "Der kluge reist im Zuge, in der Mitte, am Boden und krallt sich fest"

    Das ist nur ein ganz kleiner Auszug aus den Sauereien welche da laufen! Ich jedenfalls meide das Zugfahren wie der Teufel das Weihwasser, weil ich weiss zu viel! Auch fliegen ist für mich No Go! Nicht weil ich Flugangst habe sondern weil ich weiss wie beschissen wird und wie nach Aussen geheuchelt!

  1. Mike sagt:

    die 737 MAX ist eine Fehlkonstruktion
    Peter Haisenko hat einen guten Artikel dazu
    https://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2019/b-737-max-endlich-muss-der-schrott-aus-seattle-am-boden-bleiben/

  1. E. Dana sagt:

    Es ist mir unheimlich wenn Maschinen die Kontrolle haben.

  1. Marcel sagt:

    Passend dazu eine Meldung auf Twitter.

    https://mobile.twitter.com/pavel23/status/1106128755330830338

  1. Wäre eine "Fremdsteuerung" bzw. Fernsteuerung möglich?
    Gibt es näheres zu den Opfern beider Flüge?
    Beim letzten Absturz waren ja unter anderem auch UN Mitarbeiter unter den Opfern.

  1. Habnix sagt:

    Gibt es eine Verbindung zur Germanwings Maschine?

  1. Freeman sagt:

    Was Haisenko erzählt ist interessant, aber bei Insidern bekannt. Ja die 737 ist ein uraltes Design, das immer wieder aufgebohrt wurde. Benutzte sogar Baugruppe von der 707 und 727, um Kosten zu sparen. Die Konstruktion ist aber nicht die Unfallursache, sondern das an den Sensoren gespart wurde und der Computer nur einen Input hat, um über die Piloten sich hinwegzusetzen.

  1. Schon krass was sich die Manager (nicht die Ingenieure) bei Boeing und auch anderswo erlauben. Man sollte denken, dass wie bei Deiner alten Zeneca und auch vielen anderen Mustern A/P off = A/P off bedeuted. Besonders bedenklich stimmt mich die von Dir ins Feld geführte Begründung der weniger teuren Pilotenausbildung, zumal das Thema der Trimmung ab Flugstunde 1 ein Thema ist und die Pos. des Trimmers vor jedem Takeoff 7x zu kontrollieren und bei grösseren Flugzeugen auch manuell zu berechnen ist. Nun aber mit der Begründug zu kommen "das braucht ihr gar nicht wissen" ist mehr als nur zynisch und überheblich.
    Es gibt tatsächlich Dinge in der Pilotenausbildung die ein bisschen "nutzlos" sind. Wie z. B. wo sind die Sicherungen für die Kaffeemaschine u. ä. aber etwas derart essentielles wie die automatisierte Funktion der Trimmung aus den Handbüchern wegzulassen dafür habe ich echt keine Worte. Es ist aber zu beobachten, das auch in der Aviation die von mir so genannte "Appleisierung" stattfindet. D. h. früher machte der Sch....kasten, das was ich ihm sagte, heute werde ich von dem Sch...kasten bevormundet und habe das zu tun was er sagt. Mittlerweile weiss ich nicht mal mehr wie ich ihn "linken" (uebersteuern) kann.
    Zum Thema Sicherheit und Boeing habe ich kürzlich eine Reportage bzgl. des Dreamliners gesehen. Einhellig sagten alle Arbeiter die am Bau beteiligt sind, inkl. der ehemaligen Sicherheitsberaterin der Firma: "mit dem Ding würde ich nicht fliegen.". Dummtube https://www.youtube.com/watch?v=rvkEpstd9os
    Den Opfern und Angehörigen der Abstürze drücke ich mein Beileid aus.

  1. ER@ sagt:

    Kenne zwar nicht viel von der Luftfahrt aber ich glaube einem Computer die alleinige Kontrolle über den Vogel zu überlassen ohne etwas dagegen unternehmen zu können kommt etwa auf das selbe raus einem Politiker die alleinige Kontrolle über ein ganzes Land zu überlassen.Nee?Wir sehen ja aktuell was dabei raus kommt und die Vergangenheit zeigt es ja auch deutlich.
    Kann mich auch täuschen keine ahnung.Ich weiss nur dieses:Steig in kein Flugzeug ein.Ich fliege nicht gern.aus dem einfachen grund:Mir fehlt das vertrauen in die heutige Technik.Das ist kein Gedanke sondern vielmehr ein gefühl das mich immer davor warnt.
    Erstens weil ich keine kontrolle selber darüber hab und weil, naja sie wollen laufen aber stolpern über ihre eigenen Füsse und fallen auf die Fresse.
    Sie wollen Skateboard fahren fallen aber auf die Fresse.
    Sie wollen Rad fahren fallen auch da wieder auf die Fresse.Motorrad das gleeeeiche.
    Noch letztes Jahr ist hier vor meinem Haus im Sommer ein Radfahrer voll gegen eine 14 Zentimeter absperrung also Metallbarriere gefahren,absperrung von Radfahrerweg und Strasse.Mit dem Kopf voll aufgeschlagen und tot auf der stelle.Sie fragten sich alle:Wie konnte der die Barriere übersehen????
    Sie wollen ein Auto fahren und bauen permanent Unfälle mit tötlichem Ausgang hauptsächlich auf der Autobahn.
    Sie wollen fliegen und fallen runter.Auch mit tötlichem Ausgang.
    Es fehlen ein paar zwischenstationen.Egal..Es kommt immer auf das gleiche raus.
    Der Mensch meint eben alles zu beherrschen und alles zu können.Diese Arroganz..Die Realität sieht immer anders aus.Und zeigt dem Mensch seine Grenzen.Aber er lernt nicht.Er weiss es besser.
    Muss ich mir dann aber immer sagen lassen nach solchen Worten bei Freunde...Dann heisst es:Pessimist,duuuu siehst alles Neeegativ,mit dir wären wir noch auf den Bäumen und blablabla.
    Ja kann sein.Ok.
    Der Chart von Boeing auf jeden fall zeigte auch einen Sturzflug nach unten.
    Ich hab nicht darauf gewettet.Macht sich nicht.
    Ich weiss auch nicht.Der Mensch ist einfach zuviel Naiv und hat einfach zuviel vertrauen auf sein können.Seine Logik sagt,es kann nicht anders und es geht nicht anders und oft ist es aber ganz anders als er sich alles vorgestellt hat.
    Danach heisst es dann Menschliches versagen.
    Fragt sich nur wo?
    In der Planung des Projekts oder danach bei der Manövrierung der Maschine??
    Frage in die Runde...Bin ich denn jetzt ein Pessimist einer der Negativ sieht oder ein Schwarzseher oder sowas in der richtung??

  1. mir fällt ein, wie weit die Amis das Mundwerk aufrissen wegen einer Mogelsoftware in den Diesel-VWs. Sind durch die Software Menschen umgekommen?

  1. schliemanns sagt:

    es ist schon so, dass die 737 Max 800 auf einer 60er - Jahre Konstruktion basiert. Diese wurde immer und immer wieder modifiziert. Dagegen spricht ja eigentlich nichts aber die Triebwerke wurden mit der Zeit immer größer und schwerer so, dass boing diese immer weiter nach vorne und oben verschieben musste. Aus diesem Grunde neigen diese Maschinen auch dazu die Nase zu weit hochzufahren. Deswegen hat man diese Software gekoppelt mit Sensoren eingebaut die im Fall der Fälle innerhalb von 1 - 2 Sek. die Nase automatisch nach unten korrigiert. Schlussendlich, typisch amimäßig, war der Profit, das Sparen von Geld und somit größere Gewinnmargen die treibende Kraft. Ansonsten hätte man endlich mal ein neues, vernünftiges Flugzeug konstruiert, nach altbekannten aerodynamischen Kriterien und den Naturgesetzen. Hier hat man sich anstatt der kostenaufwändigen Neukonstruktion für Softwaremurks entschieden, eine auf hochglanz polierte Pfuschmöhre.

  1. Landerun sagt:

    Lieber Freeman, seit einigen Jahren lese ich Deine Artikel und werte sie mit meinem Mann aus. Wir haben durch Dich, aber auch die vielen Kommentare sehr viel dazu gelernt in Punkto Politik und Geschichte. Vor unserer Auswanderung aus Deutschland im Sommer 2016 nach Cuba, sahen wir damals schon parallel zu Deinem Blog, wie auch heute täglich die Berichterstattungen des venezuelanischen Fernsehens TeleSur . Besonders interessiert/e uns immer die Sendung von Walter Martínez, der ebenso wie Du, das Publikum mit wahren Fakten aufklärt. Auch die tägliche politische Aufklärung vieler Fernsehreporter und Politologe, die in TeleSur über das politische Weltgeschehen aus verschiedenen Ländern berichten, wie zB. Hansel Oro aus Russland, gleichen sich fast haargenau mit Deinen kompetenten Aussagen. Diese ehrliche Berichterstattung ist in deutschen und überhaupt in den meisten westlichen Medien leider schon lange  "totgestorben" worden! Für Deine aufopfernde Arbeit, Deine ehrliche und kompetente Arbeit wollen wir Dir unseren herzlichen Dank aussprechen und hoffen, dass Du uns noch sehr lange erhalten bleibst und dafür wünschen wir Dir viel Kraft und vor allem beste Gesundheit! Gott beschütze Dich!
    Nun zu Deinem Artikel, dem wir voll zustimmen..., obwohl wir keine Piloten sind/waren. Jedoch auch als ganz normaler Fluggast bekamen wir doch immer wieder dieses gewisse Gãnsehaut-Gefühl, wenn wir in einen Flieger steigen mußten, um nach Cuba zu fliegen. Unser damals letzter Rückflug (vor unserer Auswanderung) von Habana nach Düsseldorf mit AirBerlin, erlebten wir als Horrorflug.
    Am 29.05.16 startete abends unser Flieger pünktlich. Aber uns fiel auf, dass es dieses Mal länger dauerte, bis wir auf vorläufige Flughöhe kamen. Keine 30 Minuten später, bemerkten wir einen dumpfen Ruck der Maschine. Erst dachten wir noch mit schmunzeldem Galgenhumor, der Polit hätte etwas verspätet das Fahrgestell eingeklappt... Doch wir bemerkten auch, dass die Maschine irgendwie unruhiger und lauter war, als wir es von anderen Flügen kannten. Schon kam die erste Durchsage des Flugkapitäns, der uns anwies den Sicherheitsgurt anzulegen, wegen evtl. Turbulenzen. Desweiteren erklärte er, dass es Probleme mit den Hydraulikventilen gäbe und wir in Miami zwischenlanden werden. Einige Minuten später meldete er sich wieder und informierte die Passagiere, dass er leider keine Landeerlaubnis bekommt und er deshalb weiterfliegt um in Canada zu landen. Ca. eine Stunde später informierte er uns, dass auch Canada keine Landerlaubnis gibt und wir nun zurück fliegen nach Cuba, um in Varadero zu landen. Bis zur Landung durften wir den Sicherheitsgurt nicht öffnen. Wir sahen die Gesichter der Flugbegleiter und uns war klar, daß unsere Lage ernster ist, als wir zuvor dachten. Mein Mann (Techniker/Mechaniker gr. Industriemaschinen) sagte mir, dass er sich auch um die Hydraulikpumpen sorgt, denn wenn die ausfallen, ist es vorbei!
    Keiner der Passagiere schlief, soweit wir das beobachten konnten. Wir hatten alle Angst. Wieviele wohl zu Gott beteten...?
    CA. zwei Stunden kreiste dann unsere Maschine noch über dem Meer, aber sehr nah über der Bucht der Stadt Matanzas, um, so der Polit, Treibstoff zu verbrauchen. Die Landung war wirklich sehr beängstigend, ohrenbetäubend laut und als wir aufsetzten wurden wir sehr kräftig durch den Anzug geschüttelt. Als der Flieger endlich stand, roch es stark nach verbranntem Gummi. Gejubel und Geklatsche für die Piloten und dann wurden wir  informiert, daß wir am nächsten Tag, nach der Reparatur der Ventile mit der selben Maschine erneut Richtung Düsseldorf starten.
    Also, starten wir einen Tag später  wieder mit der selben Maschine. Vor Abflug hörte mein Mann das kurze Gespräch zwischen einem cubanischen Flugzeugmechaniker und dem Flugkapitän der sich bei ihm bedankte. Mehr könne er nicht tun, sagte dieser und es fehlt leider immer die Kooperation der deutschen Fluggesellschaften...

  1. Landerun sagt:

    Teil2
    Also rollten wir zur Startbahn und starteten. Mein Mann sang... Über den Wolken, muß die Freiheit wohl grenzenlos sein. Alle Ängste, alle Sorgen... und sagte, er hoffe nur, daß die so schlau waren und auch die neue Hydraulikpumpen eingebaut haben. Es geht ja schließlich um Menschenleben! Doch das war wohl aus Kostengründen nicht geschehen.
    Denn wieder informierte uns der Polit nach ca drei Stunden Flug, daß die Maschine wieder technische Probleme hat, dieses Mal mit den Hydraulikpumpen. Er entschuldigte sich und sagte, daß er so etwas in seiner 20jährigen Beruf als Pilot noch nicht erlebt hat. Wir sollten wieder zur Sicherheit angegurtet bleiben und dieses Mal landeten wir in Punta Caña, DomRep. Auf dem Rückflug dorthin stand wieder den Flugbegleitern die Sorge ins Gesicht geschrieben. Einer Stuardes rollten die Tränen. Diese Landung gestaltete sich wesentlich ruhiger. Wir wurden bis zum nächsten Tag, samt Crew in einen Hotel untergebracht. Viele Fluggäste suchten zum Flugpersonal, aber besonders zum Piloten das Gespräch und teilten ihre Sorge mit. Wir Passagiere hielten zusammen und weigerten uns am nächsten Tag wieder in diese Maschine zu steigen und forderten uns umgehend einen anderen, aber sicheren Flieger bereit zu stellen. So kam am nächsten Tag auch wirklich eine LeerMachine, u. a. mit den benötigten Hydraulikpumpen. Mit drei Tagen Verspätung landeten wir völlig übermüdet aber heilfroh in Düsseldorf. Inzwischen ist AirBerlin sogar in Abwicklung/Konkurs und trotz vieler Beschwerden und Klagen warten sicher heute noch viele Passagiere auf ihre Entschädigung, doch vergebens, so auch wir.
    Was ist nur los mit den vielen Boings 737 ectr.? Voriges Jahr stürzte im Mai eine 737 kurz nach dem Start vom Flughafen José Martí Cuba ab. Ich war zu diesem Zeitpunkt nur einen knappen Kilometer von der Absturzstelle entfernt.
    Eine weitere Tragödie! Immernoch ist die Absturzursache nicht geklärt, die Untersuchungen laufen.
    Das Risiko ist des Menschen ständiger Begleiter, egal mit welchem Transportmittel man unterwegs ist. Und selbst wenn man zu Fuß unterwegs ist, kommt unverhofft ganz oft!
    Da geht es um angebliche Sicherheit, und dann um Vertuschungen. Es geht um Kommerz! Und am Ende wars dann angeblich immer ein PilotenFehler oder ein Pilot hat seinen Flieger in selbstmörderischer Absicht in die Alpen gejagt. Und so weiter und so fort... Wer's glaubt...!?
    So! In diesem Sinne, kurz und knapp zum Ende bleibt die Erkenntnis... Das Menschenleben ist NICHTS mehr wert! Wieso durften wir weder in Maimi, noch in Canada notlanden?
    Bleibt gesund und passt auf Euch auf!

  1. Goodbye EU sagt:

    Das MCAS lässt sich durch die Trim Cut Off Schalter hinter den thrust levern deaktivieren. In einer extremen Stresssituation unmittelbar nach dem Start kann ich aber gut nachvollziehen, dass dies den Piloten nicht sofort eingefallen ist - und dann war es auch schon zu spät.

  1. Und eine ähnliche PC-Panne mit der KI-Software löst dann nach Aufstellung der neuen JewSA-Mittelstrecken-Raketen in NATO-Europa künstlich aber intelligent den letzten Fehlalarm jedweder Weltgeschichte aus. Mein einziger Trost, das bisschen Landstreifen zwischen Ost- und Westküste wird wie neu aussehen. Frisch und auserwählt gespült, POSEIDON sei Dank.

  1. Hergsiwiler sagt:

    Freeman

    Deine Aussage, das MCAS lasse sich nicht deaktivieren ist per se richtig, in der Auswirkung aber sachlich falsch !
    Es gibt mehrere Möglichkeit den Eingriff auf die Hydraulik zu trennen. Eine davon ist z.b. automatisch bei ausgefahrenen Klappen und jeder take-off oder Lande- Konfiguration. Zudem kann Eingriff per MCAS per elevator trim tab cut-off, plus einige weitere Möglichkeiten.
    Das ist bei allen 737 Modellen ebenso, nur, dass es bei früheren Modellen (Classic und NG) kein MCAS gibt, jedoch dort gegen trim run away Fehler gedacht ist.

  1. Das mag ja alls so sein, wie beschrieben, nur es gibt noch weitere Aspekte, ich habe es selber in der Industrie erlebt: Eitelkeit ! Wenn der Oberste in irgend eine Idee verliebt ist, z.B. die Piloten per Computer zu bevormunden, macht der das und wenn es Abstürze und Tote gibt, dann muss eben die Software verbessert werden, aber das Konzept, die Piloten auszuschalten, wird um jeden Preis beibehalten.

    Während die Staatsanwaltschaft sich um Aufklärung der Abgas-Schummelsoftware bei AUDI bemühte, wurde ruchbar, dass Rupert Stadler schon eine verbesserte Schummelsoftware entwickeln liess, da wurde es dann zuviel und der Mann wurde von Haftrichtern aus dem Verkehr gezogen, VW musste dann nachziehen und sich von dem Mann trennen.

    Bei GM wurde Rick Wagoner auch nicht von den Eignern abgesetzt, sondern auf Befehl des US-Präsidenten, dem das zu viel wurde.

    Bei Boeing muss wohl auch durch Kräfte von aussen aufgeräumt werden und mit eisernem Besen gefegt, aus eingener Kraft schafft das Unternehmen die Erneuerung nicht.

  1. W.Otto sagt:

    War 17 Jahre Hubschrauberpilot russischer Helikopter.Alle wichtigen Systeme waren doppelt besetzt und hatten für den Notfall eine Handsteuerung.Natürlich auch der Autopilot.Eine Landung ohne ist natürlich schwieriger aber gehört zur Ausbildung.Der Mensch ist nicht zu ersetzen und sollte über alles die Kontrolle haben.

  1. Anti-Slave sagt:

    Das eigentliche Problem liegt am Simulatortraining..... Das manuelle Fliegen von Hand wird immer mehr vernachlässigt, obwohl es im größten Notfall hilft! Lufthansa trainiert seit der verstärkten Unfallhäufigkeit durch Sensorenfehler (z.B. Autopilot erhält fehlerhafte Geschwindigkeitsinformation) das Fliegen nach Pitch&Power (Anstellwinkel und Triebwerksleistung) Im größten Notfall schmeißt man den Autopiloten raus und stellt als Triebwerksleistung 75% ein und den Anstellwinkel auf +1 Grad.... Das gibt einem erstmal Zeit zur Fehlerdiagnose..... Dass der Trim bei der 737 Max auf "Nose down" steht ist normales Systemverhalten, da die Triebwerke bei der max sehr weit vorne montiert wurden, um Sprit zu sparen.... Dies hat den Nachteil, dass beim Beschleunigen der Triebwerke, die Flugzeugnase nach oben strebt, und um dies auszugleichen wird die Nase nach unten getrimmt

  1. Mike sagt:

    https://youtu.be/UqIzcuNpXP0

    hier die ganze Doku
    Wer das gesehen hat fliegt nie mehr Boeing