Bilderberg in Watford - Tag4
Heute Donnerstag ist der Anreisetag der Bilderberger mit der Möglichkeit die Teilnehmer bei der Zufahrt zu fotografieren. Es wurde für die Aktivisten und Journalisten eine eingezäunte Koppel eingerichtet, wo sie sich an der Haupteinfahrt zum Hotel aufhalten können. Nur dort darf man die Limousinen und die Insassen darin ablichten. Ganz klar eine Verarschung der Kritiker und eine Behandlung wie Schafe. Sonst sind alle Möglichkeiten auf öffentlichen Grund zu stehen und auf Trottoirs zu gehen verboten. Obwohl behauptet wird, die Bilderberger würden Transparenz zeigen, ist das nicht der Fall. Im Gegenteil, so eine Abschottung, so viel Sicherheit und so ein Mangel an Möglichkeit etwas zu sehen hat es nach meiner Erfahrung aus den Vorjahren noch nie gegeben.
Aber da wir wie gesagt schon öfters dabei waren und Erfahrung haben, wissen wir wie und wo ein Teil der Bilderberger anreisen. So zum Beispiel mit Privatjets und so begab sich ein Teil des Team zum nahegelegenen Flughafen Luton wo wir beobachten konnten wie die Teilnehmer aus ihren Maschinen ausstiegen und mit den dicken Autos zum Tagungsort gebracht wurden.
Der Firmenjet von ALCOA brachte wohl Klaus Kleinfeld, Vorsitzender und CEO von ALCOA:
Am Eingang der Schafskoppel muss man sich einer Durchsuchung der Taschen und einer Leibesvisitation gefallen lassen. So etwas hat es noch nie in der Vergangenheit bei Bilderberg-Treffen gegeben.
In weiter Ferne oben auf einem Hügel liegt das Hotel "The Grove". Einen Zaun an der Grundstücksgrenze und noch einen rund um das Hotelgebäude hat es auch noch nie gegeben.
Alle Kameras sind auf die Einfahrt gerichtet.
Es sind einige britische Politiker anwesend die Interviews geben und sich kritisch gegenüber Bilderberg äussern, wie der Labor-Abgeordnete Michael Meacher ...
... von der BBC ...
... oder der Ukip EU-Abgeordnete Gerard Batten:
Die Reporterin von Russia Today (RT) spricht ihren Bericht in die Kamera:
Der Polizeichef schaute auch vorbei:
Der Korrespondent des Schweizer Fernsehens in London war auch dort mit Kamerateam und führte ein Interview mit mir. Mal schauen ob sie meine Aussage in der Tagesschau bringen:
Königin Beatrix oder jetzt ist sie nur noch Prinzessin:
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Bilderberg in Watford - Tag3
Heute werden rund um die Einfahrtstore die Gitterzäune aufgestellt und die Zufahrten zum Tagungshotel sind ab jetzt gesperrt. Überall ist Polizei zu sehen die jetzt Wache stehen.
Gestern war die letzte Gelegenheit auf dem Hotelgelände uns umzuschauen und Fotos zu schiessen. Siehe "Bilderberg in Watford - Tag2".
Gestern wurden wir noch zweimal ausserhalb des Hotelgeländes von der Polizei gestoppt und unsere Ausweise wurden verlangt. Obwohl man laut britischen Recht dem nicht nachkommen muss, ausser man hat eine Straftat begangen, wollten wir keinen Stress machen. Interessant ist, die bewaffneten Polizisten hatten eine Kamera auf der Brust geschnallt und nahmen den Dialog mit uns auf. Sie waren nett und wir konnten weiter Aufnahmen machen.
Ich habe mit der Bürgermeisterin von Watford, Dorothy Thornhill, heute Morgen wegen einem Interview telefoniert, aber sie hat es generell abgelehnt mit den Medien zu sprechen. Ich habe das Gefühl, sie hat Angst etwas zu sagen. Ich wollte ihre Meinung darüber hören, dass die Bilderberg ihr Städtchen für das diesjährige Treffen ausgesucht haben und wie die Sicherheitsmassnahmen das Leben der Bewohner beeinflusst. Glücklich darüber ist sie nicht.
Bemerkenswert ist, sie als oberste Politikerin soll erst vor wenigen Wochen erfahren haben, die Bilderberger treffen sich im "The Grove" in Watford. Der Polizeichef hat uns aber am Montag erzählt, sie wüssten schon seit 18 Monaten es wird hier stattfinden. Auch Hotelpersonal mit denen wir gesprochen haben sagten uns, sie wissen seit mehr als 6 Monaten es wird das Ereignis stattfinden, wurden aber angehalten ja nichts davon zu erzählen.
Für alle die diese Zeilen Lesen und in Watford sind, unser Treffpunkt ist "The Kings Lodge" an der "Bridge Road", wo wir nach unserer Recherchearbeit einen Drink zu uns nehmen und ich am Laptop diese Zeilen schreibe.
Bilderberg in Watford - Tag2
Ab morgen wird das Hotel "The Grove" hermetisch abriegelt. Deshalb dachten wir, es ist die letzte Chance uns auf dem Gelände umzuschauen. Wir machten einen auf Gast und reservierten einen Tisch im Restaurant für ein Mittagessen. Ich muss sagen, die Bilderberger haben sich schon den mondänsten Ort ausgesucht.
Wir sassen bei herrlicher Sonne auf der Terrasse und genossen feine Speisen, konnten gleichzeitig uns gut umsehen. Nach dem Essen spazierten wir über das Hotelgelände und beobachteten wie rund um das Hotel ein Stahlgitterzaun errichtet wird. Da wir sonst niemanden aus der Truther-Szene angetroffen haben, sind das wohl exklusive Bilder der Sicherheitsmassnahmen.
Die Bürgermeisterin von Watford hat einen Brief an Premierminister David Cameron geschrieben, in dem sie ihre Sorge über die Auswirkungen Sicherheitsoperation wegen Bilderberg und was das ganze kostet zum Ausdruck brachte.
Dorothy Thornhill sagt, sie findet es unverschämt, dass die Steuerzahler für die Sicherheit des Privattreffens zahlen sollen, wo doch einige der "reichsten Leute der Welt" teilnehmen.
Sie sagte, sie will mit dem Brief der Regierung mitteilen, unter welchem Stress die Geheimkonferenz die Stadt und ihren öffentlichen Diensten stellt.
Anlässlich des Meetings am Montag hat der Polizeichef mitgeteilt, es wird eine Flugverbotszone über das Tagungshotel in Kraft treten. Er sagte sogar, wenn jemand versuchen sollte eine Drohne drüber fliegen zu lassen wird diese abgeschossen. Wie das erfolgen soll hat er nicht gesagt. So viel zur Idee mit Luftaufnahmen festzuhalten was im Hotel passiert.
Bilderberg in Watford - Tag1
Als wir Bilderberg-Beobachter nach dem Townhall-Meeting in Watford in einem Pub anschliessend zusammensassen und die Lage besprachen, waren wir uns einig, so etwas hat es noch nie gegeben. Die Polizei hatte nämlich die Einwohner und uns informiert, was die Sicherheitsmassnahmen sind und es sei ihr Ziel die Interessen aller drei Parteien zu berücksichtigen. Die Bilderberger sollen ihre Konferenz abhalten können, die Anwohner so wenig wie möglich durch die Absperrungen behindert sein und die Bilderberg-Kritiker ihren Protest zu Ausdruck bringen können.
| Im Meeting selber durften keine Fotos gemacht werden |
An dem Meeting waren auch Vertreter des Hotels "The Grove" anwesend, wo die Bilderberger ihr geheime Tagung abhalten. Noch ein Novum. Sie wollen einen Teil ihres Geländes für die Kritiker und Beobachter zur Verfügung stellen. Wir wissen natürlich, dieses Entgegenkommen ist nicht weil die Bilderbeger plötzlich menschlich geworden sind, sondern weil wir als alternative Medien immer mehr Druck ausüben und Transparenz verlangen und sie diesem mit einem Schein der Freundlichkeit nachgeben. Dass die Bilderberger in die Offensive gehen und bereits drei Tage vor ihrem Treffen die Teilnehmerliste rausgeben ist ein Zeichen, sie stehen unter Druck.
Wir wissen ganz genau, was hier abläuft ist Zuckerbrot und Peitsche. Einerseits sind die Absperrmassnahmen so gross wie noch nie und wir kommen sehr schlecht an sie ran. Andererseits gibt es diese aufgesetzte Freundlichkeit und Bereitschaft etwas über sich preiszugeben. So hat der Polizeichef den ich nach dem Meeting einige Fragen stellen konnte mir bestätigt, sie planen schon seit 18 Monaten den Event. So weit im Voraus wählen die Bilderberger ihren Tagungsort aus. Das haben wir wohl vermutet aber jetzt wissen wir es genau. Auf die Frage, werden die Bilderberger auch per Helikopter eingeflogen, sagte er Nein, nur per Limousinen gebracht.
Die Bewohner rund um das Hotel sind ziemlich in Aufregung weil ihr Städtchen plötzlich im Rampenlicht der Elite, der Medien und der Kritiker geworden ist. Angeblich sollen am Donnerstag den Anreisetag sich viele Kamerateams der Mainstream-Medien angesagt haben. Noch ein "Sieg" für uns, denn der ganze Sinn unserer Berichterstattung ist es die Allgemeinheit darauf aufmerksam zu machen, da treffen sich 140 globale Gangster und fällen Entscheidungen, die uns alle betreffen. Nur so inkognito wie bisher geht es nicht mehr.
Auf der Bilderberg eigenen Webseite steht, insgesamt 140 Teilnehmer aus 21 europäischen und nordamerikanischen Staaten werden teilnehmen. Die Themen des Treffens sollen sein:
Kann die USA und Europa schneller wachsen und Arbeitsplätze schaffen?
- Arbeit, soziale Ansprüche und Schulden
- Wie Big Data fast alles verändert
- Nationalismus und Populismus
- US Aussenpolitik
- Afrikas Herausforderungen
- Cyber-Krieg und die Verbreitung asymmetrischer Bedrohungen
- Die Haupttrends der Medizinforschung
- Online-Ausbildung: Versprechen und Auswirkung
- Die Politik der Europäischen Union
- Entwicklung im Mittleren Osten
- Aktuelle Themen
Bilderberg 2013 - Teilnehmerliste
FRA | Castries, Henri de | Chairman and CEO, AXA Group |
DEU | Achleitner, Paul M. | Chairman of the Supervisory Board, Deutsche Bank AG |
DEU | Ackermann, Josef | Chairman of the Board, Zurich Insurance Group Ltd |
GBR | Agius, Marcus | Former Chairman, Barclays plc |
GBR | Alexander, Helen | Chairman, UBM plc |
USA | Altman, Roger C. | Executive Chairman, Evercore Partners |
FIN | Apunen, Matti | Director, Finnish Business and Policy Forum EVA |
USA | Athey, Susan | Professor of Economics, Stanford Graduate School of Business |
TUR | Ayd?nta?ba?, Asl? | Columnist, Milliyet Newspaper |
TUR | Babacan, Ali | Deputy Prime Minister for Economic and Financial Affairs |
GBR | Balls, Edward M. | Shadow Chancellor of the Exchequer |
PRT | Balsemão, Francisco Pinto | Chairman and CEO, IMPRESA |
FRA | Barré, Nicolas | Managing Editor, Les Echos |
INT | Barroso, José M. Durão | President, European Commission |
FRA | Baverez, Nicolas | Partner, Gibson, Dunn & Crutcher LLP |
FRA | Bavinchove, Olivier de | Commander, Eurocorps |
GBR | Bell, John | Regius Professor of Medicine, University of Oxford |
ITA | Bernabè, Franco | Chairman and CEO, Telecom Italia S.p.A. |
USA | Bezos, Jeff | Founder and CEO, Amazon.com |
SWE | Bildt, Carl | Minister for Foreign Affairs |
SWE | Borg, Anders | Minister for Finance |
NLD | Boxmeer, Jean François van | Chairman of the Executive Board and CEO, Heineken N.V. |
NOR | Brandtzæg, Svein Richard | President and CEO, Norsk Hydro ASA |
AUT | Bronner, Oscar | Publisher, Der Standard Medienwelt |
GBR | Carrington, Peter | Former Honorary Chairman, Bilderberg Meetings |
ESP | Cebrián, Juan Luis | Executive Chairman, Grupo PRISA |
CAN | Clark, W. Edmund | President and CEO, TD Bank Group |
GBR | Clarke, Kenneth | Member of Parliament |
DNK | Corydon, Bjarne | Minister of Finance |
GBR | Cowper-Coles, Sherard | Business Development Director, International, BAE Systems plc |
ITA | Cucchiani, Enrico Tommaso | CEO, Intesa Sanpaolo SpA |
BEL | Davignon, Etienne | Minister of State; Former Chairman, Bilderberg Meetings |
GBR | Davis, Ian | Senior Partner Emeritus, McKinsey & Company |
NLD | Dijkgraaf, Robbert H. | Director and Leon Levy Professor, Institute for Advanced Study |
TUR | Dinçer, Haluk | President, Retail and Insurance Group, Sabanc? Holding A.S. |
GBR | Dudley, Robert | Group Chief Executive, BP plc |
USA | Eberstadt, Nicholas N. | Henry Wendt Chair in Political Economy, American Enterprise Institute |
NOR | Eide, Espen Barth | Minister of Foreign Affairs |
SWE | Ekholm, Börje | President and CEO, Investor AB |
DEU | Enders, Thomas | CEO, EADS |
USA | Evans, J. Michael | Vice Chairman, Goldman Sachs & Co. |
DNK | Federspiel, Ulrik | Executive Vice President, Haldor Topsøe A/S |
USA | Feldstein, Martin S. | Professor of Economics, Harvard University; President Emeritus, NBER |
FRA | Fillon, François | Former Prime Minister |
USA | Fishman, Mark C. | President, Novartis Institutes for BioMedical Research |
GBR | Flint, Douglas J. | Group Chairman, HSBC Holdings plc |
IRL | Gallagher, Paul | Senior Counsel |
USA | Geithner, Timothy F. | Former Secretary of the Treasury |
USA | Gfoeller, Michael | Political Consultant |
USA | Graham, Donald E. | Chairman and CEO, The Washington Post Company |
DEU | Grillo, Ulrich | CEO, Grillo-Werke AG |
ITA | Gruber, Lilli | Journalist - Anchorwoman, La 7 TV |
ESP | Guindos, Luis de | Minister of Economy and Competitiveness |
GBR | Gulliver, Stuart | Group Chief Executive, HSBC Holdings plc |
CHE | Gutzwiller, Felix | Member of the Swiss Council of States |
NLD | Halberstadt, Victor | Professor of Economics, Leiden University; Former Honorary Secretary General of Bilderberg Meetings |
FIN | Heinonen, Olli | Senior Fellow, Belfer Center for Science and International Affairs, Harvard Kennedy School of Government |
GBR | Henry, Simon | CFO, Royal Dutch Shell plc |
FRA | Hermelin, Paul | Chairman and CEO, Capgemini Group |
ESP | Isla, Pablo | Chairman and CEO, Inditex Group |
USA | Jacobs, Kenneth M. | Chairman and CEO, Lazard |
USA | Johnson, James A. | Chairman, Johnson Capital Partners |
CHE | Jordan, Thomas J. | Chairman of the Governing Board, Swiss National Bank |
USA | Jordan, Jr., Vernon E. | Managing Director, Lazard Freres & Co. LLC |
USA | Kaplan, Robert D. | Chief Geopolitical Analyst, Stratfor |
USA | Karp, Alex | Founder and CEO, Palantir Technologies |
GBR | Kerr, John | Independent Member, House of Lords |
USA | Kissinger, Henry A. | Chairman, Kissinger Associates, Inc. |
USA | Kleinfeld, Klaus | Chairman and CEO, Alcoa |
NLD | Knot, Klaas H.W. | President, De Nederlandsche Bank |
TUR | Koç, Mustafa V. | Chairman, Koç Holding A.S. |
DEU | Koch, Roland | CEO, Bilfinger SE |
USA | Kravis, Henry R. | Co-Chairman and Co-CEO, Kohlberg Kravis Roberts & Co. |
USA | Kravis, Marie-Josée | Senior Fellow and Vice Chair, Hudson Institute |
CHE | Kudelski, André | Chairman and CEO, Kudelski Group |
GRC | Kyriacopoulos, Ulysses | Chairman, S&B Industrial Minerals S.A. |
INT | Lagarde, Christine | Managing Director, International Monetary Fund |
DEU | Lauk, Kurt J. | Chairman of the Economic Council to the CDU, Berlin |
USA | Lessig, Lawrence | Roy L. Furman Professor of Law and Leadership, Harvard Law School; Director, Edmond J. Safra Center for Ethics, Harvard University |
BEL | Leysen, Thomas | Chairman of the Board of Directors, KBC Group |
DEU | Lindner, Christian | Party Leader, Free Democratic Party (FDP NRW) |
SWE | Löfven, Stefan | Party Leader, Social Democratic Party (SAP) |
DEU | Löscher, Peter | President and CEO, Siemens AG |
GBR | Mandelson, Peter | Chairman, Global Counsel; Chairman, Lazard International |
USA | Mathews, Jessica T. | President, Carnegie Endowment for International Peace |
CAN | McKenna, Frank | Chair, Brookfield Asset Management |
GBR | Micklethwait, John | Editor-in-Chief, The Economist |
FRA | Montbrial, Thierry de | President, French Institute for International Relations |
ITA | Monti, Mario | Former Prime Minister |
USA | Mundie, Craig J. | Senior Advisor to the CEO, Microsoft Corporation |
ITA | Nagel, Alberto | CEO, Mediobanca |
NLD | Netherlands, H.R.H. Princess Beatrix of The | |
USA | Ng, Andrew Y. | Co-Founder, Coursera |
FIN | Ollila, Jorma | Chairman, Royal Dutch Shell, plc |
GBR | Omand, David | Visiting Professor, King's College London |
GBR | Osborne, George | Chancellor of the Exchequer |
USA | Ottolenghi, Emanuele | Senior Fellow, Foundation for Defense of Democracies |
TUR | Özel, Soli | Senior Lecturer, Kadir Has University; Columnist, Habertürk Newspaper |
GRC | Papahelas, Alexis | Executive Editor, Kathimerini Newspaper |
TUR | Pavey, ?afak | Member of Parliament (CHP) |
FRA | Pécresse, Valérie | Member of Parliament (UMP) |
USA | Perle, Richard N. | Resident Fellow, American Enterprise Institute |
USA | Petraeus, David H. | General, U.S. Army (Retired) |
PRT | Portas, Paulo | Minister of State and Foreign Affairs |
CAN | Prichard, J. Robert S. | Chair, Torys LLP |
INT | Reding, Viviane | Vice President and Commissioner for Justice, Fundamental Rights and Citizenship, European Commission |
CAN | Reisman, Heather M. | CEO, Indigo Books & Music Inc. |
FRA | Rey, Hélène | Professor of Economics, London Business School |
GBR | Robertson, Simon | Partner, Robertson Robey Associates LLP; Deputy Chairman, HSBC Holdings |
ITA | Rocca, Gianfelice | Chairman,Techint Group |
POL | Rostowski, Jacek | Minister of Finance and Deputy Prime Minister |
USA | Rubin, Robert E. | Co-Chairman, Council on Foreign Relations; Former Secretary of the Treasury |
NLD | Rutte, Mark | Prime Minister |
AUT | Schieder, Andreas | State Secretary of Finance |
USA | Schmidt, Eric E. | Executive Chairman, Google Inc. |
AUT | Scholten, Rudolf | Member of the Board of Executive Directors, Oesterreichische Kontrollbank AG |
PRT | Seguro, António José | Secretary General, Socialist Party |
FRA | Senard, Jean-Dominique | CEO, Michelin Group |
NOR | Skogen Lund, Kristin | Director General, Confederation of Norwegian Enterprise |
USA | Slaughter, Anne-Marie | Bert G. Kerstetter '66 University Professor of Politics and International Affairs, Princeton University |
IRL | Sutherland, Peter D. | Chairman, Goldman Sachs International |
GBR | Taylor, Martin | Former Chairman, Syngenta AG |
INT | Thiam, Tidjane | Group CEO, Prudential plc |
USA | Thiel, Peter A. | President, Thiel Capital |
USA | Thompson, Craig B. | President and CEO, Memorial Sloan-Kettering Cancer Center |
DNK | Topsøe, Jakob Haldor | Partner, AMBROX Capital A/S |
FIN | Urpilainen, Jutta | Minister of Finance |
CHE | Vasella, Daniel L. | Honorary Chairman, Novartis AG |
GBR | Voser, Peter R. | CEO, Royal Dutch Shell plc |
CAN | Wall, Brad | Premier of Saskatchewan |
SWE | Wallenberg, Jacob | Chairman, Investor AB |
USA | Warsh, Kevin | Distinguished Visiting Fellow, The Hoover Institution, Stanford University |
CAN | Weston, Galen G. | Executive Chairman, Loblaw Companies Limited |
GBR | Williams of Crosby, Shirley | Member, House of Lords |
GBR | Wolf, Martin H. | Chief Economics Commentator, The Financial Times |
USA | Wolfensohn, James D. | Chairman and CEO, Wolfensohn and Company |
GBR | Wright, David | Vice Chairman, Barclays plc |
INT | Zoellick, Robert B. | Distinguished Visiting Fellow, Peterson Institute for International Economics |
Vorbericht über das Bilderberg-Treffen in Watford
Wenn ihr diese Zeilen liest dann bin ich auf dem Weg nach Watford in der Nähe von London, um über das Bilderberg-Treffen zu berichten. Was ich jetzt schon erzählen kann, die Sicherheitsmassnahmen rund um das Tagungshotel "The Grove" sind sehr gross und völlig übertrieben. Seit Wochen patrouilliert die Polizei bereits das Gelände und die Umgebung. Jeder der sich nähert wird nach dem Ausweis gefragt und dann weggeschickt. Die ganzen Strassen die zum Hotel führen werden während der nächsten Tage für Fussgänger gesperrt sein. Das heisst, nicht einmal die öffentlichen Gehwege darf man mehr benutzen.
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| Die Polizei informiert welcher Bereich zur Sperrzone erklärt wurde |
Sogar die Bewohner in der Nachbarschaft des Hotels müssen durch Checkpoints und sich ausweisen. Das hat sehr viel Unmut und Zorn ausgelöst. Sie sagen: "Das ist noch nie passiert bei einer Veranstaltung im Hotel. Der reinste Polizeistaat! Die englische Fussballnationalmannschaft bereitet sich oft hier auf Spiele vor, aber diese Absperrungen und Kontrollen gab es noch nie. Da kommen 120 Bonzen aus aller Welt hier her und wir dürfen nicht mehr ungehindert in unsere Häuser und auch keinen Besuch empfangen."
Dabei sagen die Bilderberger selber, es handelt sich „nur“ um ein privates Treffen und deshalb geht es niemanden etwas an wer teilnimmt und was sie besprechen. Der Steuerzahler bekommt aber die Rechnung für den rund um die Uhr Wachdienst mit hunderten Polizisten, plus Einsatzfahrzeuge und Helikopter. Der ganze Ort Watford ist zu einer Sperrzone mit dem Antiterrorgesetz erklärt worden. Die Polizei hat Plakate aufgehängt, welche die Öffentlichkeit über die Einschränkungen informiert.
Heute Abend finden zwei Bürgerversammlungen in der Stadthalle von Watford statt, um 18:00 und um 20:00 Uhr. Es wird informiert und darüber diskutiert, was die Einwohner darüber denken und es wird sicher zu einer hitzigen Aussprache kommen. Ich werde dabei sein und die Stimmung einfangen.
So eine weiträumige und totale Abschottung der Bilderberger mit massiver Polizeipräsenz und Einschränkung der Bewegungsfreiheit für die Öffentlichkeit hat es noch nie gegeben. Da wir Beobachter sehr weit entfernt auf Distanz gehalten werden, wird es sehr schwierig die Teilnehmer zu fotografieren und zu identifizieren. Mal schauen ob uns doch noch ein Schnappschuss der Verbrechervisagen gelingt.
Hier ein Interview mit mir über das Bilderberg-Treffen:
Erdogan will der nächste Sultan Selim sein
Die Hauptvorwürfe gegen Erdogan von Seiten der Protestbewegung sind, sein autoritärer und undemokratischer Führungsstiel der keine andere Meinung duldet, die massive Verfolgung von Dissidenten und Journalisten, die Einschüchterung der Medien die nur Regierungspropaganda verbreiten dürfen und die Unterstützung der Terroristen die in Syrien wüten und die schlimmsten Kriegsverbrechen begehen.
Viele die jetzt auf die Strassen gehen haben ursprünglich Erdogan unterstützt, aber sie sagen, er hat sich in den 10 Jahren seiner Amtszeit zu einem Diktator verwandelt der unter Grössenwahnsinn leidet und sich wie ein Sultan aufspielt. Der Mangel an Berichterstattung in den türkischen Medien über die Ereignisse zeigt wie kontrolliert und hörig die türkische Presse ist. Die Mehrheit der Türken wollen keinen Krieg mit Syrien und lehnen Erdogans Kriegshetze ab.
Wie undemokratisch und machtbesessen Erdogan ist, zeigt die Ablehnung der Vorlage der Opposition, die Sperrklausel für Parteien von 10 auf 3 Prozent zu reduzieren. Mit einer tieferen Hürde würde bei den Wahlen 2015 eine fairere Repräsentation der politischen Meinungen im Lande ermöglicht, kleinere Parteien auch ins Parlament einziehen können.
Obwohl diese Demokratisierung von der regierenden AKP in der Vergangenheit versprochen wurde, ist der Vorschlag im Parlament jetzt von ihr einstimmig abgelehnt worden. Die 10-Prozent-Hürde bleibt. Was nach dem Militärputsch 1980 aus Gründen der "politischen Stabilität" eingeführt wurde, dient nur zum Machterhalt der AKP und Erdogan.
Durch den Wegfall aller Stimmen für Parteien unter 10 Prozent, regiert ja eigentlich eine Minderheit in der Türkei, die gar nicht die wahren politischen Verhältnisse wiederspiegelt. Eine 10-Prozent-Hürde auf Deutschland übertragen würde praktisch eine Alleinherrschaft der CDU und SPD bedeuten.
Am 29. Mai wurde der Spatenstich für die dritte Hängebrücke über den Bosporus gefeiert. Anwesend war die Elite die in der Türkei das Sagen hat. Erdogan baute seine Rede auf einen Hadith auf (die Überlieferungen des Propheten Mohammed über seine Anweisungen) die er in Arabisch führte. Es war kein Zufall, dass die Zeremonie am 560. Jahrestag der türkischen Eroberung von Konstantinopel durch den osmanischen Sultan Mehmet II stattfand.
Der türkische Präsident Abdullah Gül gab der dritten Brücke den Namen "Selim I" oder "Yavuz" oder auf Deutsch, der Gestrenge, der Grausame und der Grimme. In den Augen vieler eine totale Provokation. Nicht nur war Sultan Selim I ein Mörder, der seine Brüder und alle seine Neffen töten lies, er verfolgte gnadenlos die Schiiten im osmanischen Herrschaftsbereich. Er besiegte 1514 Ismail den Schah von Persien und unterdrückte die Safawiden in Ost-Anatolien, sowie massakrierte und deportierte diese.
Anschliessend führte er einen Eroberungskrieg nach dem anderen, in dem er die in Ägypten herrschenden Mamlucken 1516 nach der Schlacht bei Haleb (Aleppo) zunächst aus Syrien und Palästina vertrieb, um dann das mamluckische Heer bei Radania vor Kairo zu schlagen und am 22. Januar 1517 die ägyptische Hauptstadt zu erobern. Schnell brachte Selim den Rest Ägyptens unter seiner Kontrolle.
Kurz darauf unterwarf sich nahezu die gesamte arabische Halbinsel seiner Herrschaft. Selim I. wurde dadurch Herrscher über die heiligen Stätten des Islam, Mekka und Medina.
Die dritte Brücke über den Bosporus nach diesem Tyrannen Yavuz Sultan Selim zu nennen zeigt die Mentalität, die Ideologie und die Ziele von Erdogan und der herrschenden Clique in der Türkei. Von Versöhnung keine Spur sondern Provokation pur. Sie träumen von einer Rückkehr des Osmanischen Reichs, welches den ganzen Nahen- und Mittleren Osten beherrschte.
Damit versteht man auch warum Erdogan einen Krieg gegen Syrien führt, in dem die säkulare Staatsform dort mit Hilfe von angeheuerten Terroristen durch eine radikal islamische ersetzt werden soll.
Was der Türkei fehlt, ist jegliche Form von demokratischer Entscheidungs- findung und die Bereitschaft zu Konsens. Erdogan macht was er will und hört auf niemanden. Was er nicht kapiert, die Türkei ist nicht sein privates Sultanat und er nicht alleiniger Herrscher. Erdogan will der nächste Sultan Selim sein.
Da Erdogan nicht mehr als Premierminister kandidieren kann, will er eine neue Verfassung verabschieden lassen, um das Regierungssystem von einer parlamentarischen Form auf eine präsidentielle umzustellen. Er will nach 10 Jahren als Regierungschef der erste türkische Präsident mit umfangreicher diktatorischer Machtfülle werden.
Diese Grossmannssucht passt überhaupt nicht in die heutige Welt. Nicht nur geht dabei die Demokratie in der Türkei zu Grunde, sondern der Konflikt mit dem Nachbarland Syrien tötet Tausende Zivilisten, zwingt Hunderttausende zur Flucht und hinterlässt nur Elend und Zerstörung. Was sich jetzt in der türkischen Bevölkerung regt ist der Widerstand dagegen.
Da die türkischen Medien nur sehr wenig über die landesweiten Proteste berichten, beziehen viele ihre Informationen aus dem Internet und posten was sie auf den Strassen erleben. Erdogan passt das Unterlaufen des Medienmonopols gar nicht.
"Es gibt jetzt eine neue Bedrohung die Twitter heisst," sagte Erdogan. "Die besten Beispiele für Lügen findet man dort. Für mich sind die sozialen Medien die grösste Gefahr für die Gesellschaft."
Bei so einer skandalösen Einstellung zur Meinungsfreiheit können sich die Türken auf eine baldige Internetzensur gefasst machen.
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Im folgenden Video sieht man wie ein Wasserwerfer mit hoher Geschwindigkeit in die Menschenmenge reinfuhr:
Live Stream aus der Türkei
Der Ruf in der Türkei: "Genug mit so einer Tyrannei!"

Was als Proteste am Freitag gegen ein Bauvorhaben in Istanbul begann, der Gezi-Park soll einem Einkaufszentrum weichen, hat sich inzwischen zu landesweiten Proteste gegen die als immer autoritärer empfundene Politik der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP entwickelt. Schon am Freitag und in der Nacht zum Samstag setzte die Polizei Tränengas, Pfefferspray und Wasserwerfer gegen Teilnehmer der Proteste ein.
Die Maske ist gefallen und Erdogan zeigt jetzt seine teuflische Fratze.
Die Menschen in der Türkei wissen, Erdogan ist ein gekaufter Landes- verräter und arbeitet für die NWO, USA, NATO, CIA, MOSSAD, Katar und Saudi-Arabien, gegen die Interessen der Bevölkerung. Nicht umsonst haben sich die Bilderberger 2007 in Istanbul getroffen. Spätestens seit dem besteht die türkische Regierung aus Marionetten und führt die geostrategischen Pläne der NWO aus.







