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Edward Bernays: Die Konsumenten-Demokratie

Donnerstag, 26. April 2007 , von Freeman um 09:07

Hier die Fortsetzung meines Artikels
Edward Bernays: Die Gehirnwäsche einer Nation

Im Jahre 1938 entwickelte Bernays die Vision einer zukünftigen Welt, wo der Konsument König sein würde. Er nannte es die Konsumenten-Demokratie, eine Gesellschaft wo die Bedürfnisse und Begierden der Menschen durch Firmen und den freien Markt erkannt und erfüllt würden. Konzerne wären dann der Mittelpunkt der Gesellschaft, welche auf alle menschlichen Wünsche, Besorgnisse, Ängste und Bedürfnisse reagieren und rein durch ein markwirtschaftliches System gedeckt wären. Es gab damals die Einstellung, dass die Marktwirtschaft nicht durch Ideologien beeinflusst ist, oder durch politische Macht, sondern einfach nur durch den Willen der Menschen. Dies war ein Modell von Demokratie welches auch die Politiker übernahmen um an die Macht zu kommen und eigentlich das Modell unserer heutigen westlichen Gesellschaft. Die Politiker fingen an, dieselben Techniken welche von der Industrie entwickelt wurden um die Begierden der Menschen zu lesen, in ihre Politik zu benutzen und glaubten Bernays Behauptung, dies wäre eine bessere Form der Demokratie.

Insgeheim glaubte Bernays nämlich nicht, dass die wahre Demokratie jemals funktionieren würde. Er war sehr stark durch seines Onkels Theorien über die menschliche Natur beeinflusst. Freud glaubte das Menschen nicht durch den rationalen Geist, sondern nur durch primitive, unbewusste Bedürfnisse und Gefühle gesteuert wären. Bernays meinte deshalb, dies bedeutet es wäre viel zu gefährlich die Massen zu erlauben jemals Kontrolle über ihr eigens Leben zu bekommen. Mit seinem Konsumerismus könnte man den Menschen die Illusion der eigenen Kontrolle gegeben und gleichzeitig der Elite ermöglichen die Gesellschaft tatsächlich zu kontrollieren und zu steuern. Nicht die Menschen hatten die Kontrolle, sondern die Bedürfnisse der Menschen hatten die Kontrolle. Die Menschen haben dabei überhaupt keine Entscheidungsfreiheit in dieser Gesellschaftsform. Die Demokratie wurde von etwas was einen aktiven Bürger voraussetzt, auf etwas reduziert was darauf aufbaut, die Öffentlichkeit besteht nur aus passiven Konsumenten. Tatsächlich gab man den Menschen nur „Hunde-Lekerli“ als Motivation und Belohnung, ein Demokratie-System getrieben durch die unbewussten Gefühle der Massen, die durch Konsum zufrieden gestellt wurden.

Politiker übernahmen diese Idee auf Ansehen hin, welche die Industrie propagierte und benutze, ein System erfunden um die Gedanken der Konsumenten zu lesen. Es war die Basis für deren neue Demokratie. Also machten sie genau das was die Wirtschaft erfolgreich vor ihnen umgesetzt hatte, sie organisierten Fokus-Gruppen, eine ausgewogene und typische Auswahl an Menschen aus der Öffentlichkeit, hörten sich an was die zu sagen hatten und schrieben ihre politischen Programme entsprechend passend dazu.

Dies funktionierte hervorragend um Wahlen zu gewinnen, aber funktionierte überhaupt nicht später beim Regieren. Was ganz fantastische Resultate hervorbrachte um das richtige Produkt zu entwickeln, welches die Leute wollen und kaufen, brachte die Politiker in ein verwirrendes Labyrinth an gegenseitig widersprechenden Programmen. Das Problem welches sich durch eine Fokus-Gruppen-Politik ergibt ist das Menschen irrational und widersprechend sind. Sie wollen niedrigere Steuern zahlen, aber gleichzeitig mehr Leistung vom Staat haben. Man hat als Politiker ein unüberbrückbares Problem wenn man nur auf die individuellen Meinungen der Massen hört, welche sich dauernd ändern und keine Zusammenhänge kennt. Wenn man den Menschen nur mit dem füttert was sie sowieso schon glauben das sie benötigen, endet man mit einer Politik die völlig chaotisch ist oder man hat gar keine Politik. Diese Form der Politik wurde aber immer populärer, weil sie half Wahlen zu gewinnen. Nur das zählt in den Augen der Politiker, wie komme ich an die Macht, was danach passiert interessiert sie nicht mehr.

Das beste Beispiel wie man erfolgreich Wahlen gewinnt, die Menschen total begeistert und dann einen Scherbenhaufen nach dem anderen hinterlässt und im Regieren total versagt ist die Amtszeit von Toni Blair in Grossbritannien. Es ist das Musterbeispiel einer Konsumenten-Demokratie nach Bernays. Blair übernahm diese Idee komplett, erzählte den Menschen und jeder Gruppe was sie hören wollten, präsentierte sich als Retter der Labor-Party (New-Labor), gewann haushoch die Wahlen, wurde als Sonny-Boy bejubelt, verstrickte sich aber in seiner Regierungszeit total in konzeptlose und widersprüchliche Programme die versagten, versuchte mit unglaublichen Propagandatricks (Spin) das Versagen zu kaschieren, führte dann um von seinem Versagen noch mehr abzulenken das Land in Kriege und baute den Popanz „Terrorismus“ auf, basierend auf gigantischen Lügen zur Verbreitung von Angst und Schrecken. Aber alles hat nichts genützt, die Lügen wurden durchschaut und er wurde von eigenen Parteigenossen zum Rücktritt gezwungen, weil er in der Bevölkerung überhaupt kein Ansehen mehr hat und der Labor-Partei mehr schadet als nützt. Genau den gleichen politischen Weg hat sein Busenfreund Bush eingeschlagen und ebenfalls total versagt.

Was aber benötigt wird sind Politiker die eine klare Vision haben, an welche die Menschen glauben können. Politiker müssen das machen was die Masse selber nicht tun kann, ein politisches Programm entwickeln und die entsprechenden Führungsqualitäten haben um sie konsequent umzusetzen. Politiker haben die Aufgabe ein grösseres Bild der Gesellschaft zu formulieren und eine positive Zukunft zu zeigen. Sie müssen die sozialen und wirtschaftlichen Probleme als ganzes lösen und langfristig agieren, auch wenn sie einzelnen Interessengruppen auf die Füsse treten. Um das zu tun müssen sie aber an den Wähler appellieren ausserhalb seiner egoistischen Selbstinteressen zu denken. Dies würde aber bedeuten, die weit akzeptierte Freudsche Menschensicht anzugreifen, die den Menschen als instinktgetriebenes Individuum sieht, was eine Sicht des Menschen ist, wie die Konzerne ihn gerne haben möchten und fördern, weil es den idealen Konsumenten für sie darstellt. Durch die jahrzehntelange Bearbeitung durch die Wirtschaft mit Werbung und Propaganda glauben und meinen wir, dass wir frei sind. Tatsächlich sind wir Sklaven unserer eigenen Begierden geworden. Wir haben vergessen, dass wir mehr sein können, dass es eine andere und bessere Seite der menschlichen Natur gibt.

Hier haben wir also zwei Betrachtungsweisen des Menschen und der Demokratie. Wir haben die Sicht, dass Menschen völlig irrational handeln und nur ein Bündel von unbewussten Emotionen sind. Diese Idee stammt direkt von Freud und Konzerne sind spezialisiert darauf zu antworten, dafür haben sie alle Sinne und Fähigkeiten geschärft und das ist eigentlich um was es beim Marketing geht. Was sind die Symbole, die Bilder, die Wörter auf die das Unterbewusstsein des Konsumenten reagiert? Politik muss aber mehr sein. Bei der politischen Führung muss es darum gehen die Menschen zu Diskussionen und Meinungsäusserung zu motiviere, was ist das Beste für die gesamte Gesellschaft. Wenn es nicht das ist, wenn es nach Freud geht, wenn es nur darum geht, dass die Politik die gleichen unbewussten Gefühle anspricht wie es die Wirtschaft tut, warum lassen wir dann nicht Konzerne die Staaten regieren und die öffentliche Verwaltung führen? Sie können es viel besser, denn die Konzerne sind schliesslich im Geschäft auf Gefühle zu reagieren.

insgesamt 14 Kommentare:

  1. Malte sagt:

    Wieso hat ein solcher Artikel keinen Kommentar??

    Ich verstehe das nicht. Er ist über ein Jahr alt - genug Leute sollten ihn gelesen haben und eine gewisse Schlüssigkeit erkannt haben. Nicht alle, aber einige. Wieso wird sich nicht dazu geäußert??

    Absolut unverständlich meiner Meinung nach! Ist das der Spiegel der beschriebenen Gesellschaft?
    Macht ihr einfach alle die Augen zu? Den Artikel bis zur Hälfte lesen, dann den Browser aus Desinteresse schließen und Call of Duty 4 mit der neuesten Grafikkarte weiterzocken...?

    Übel... :-/

  1. Anonym sagt:

    Weil die Menschen nicht die Wahrheit verkraften, nicht hören wollen wie das System sie manipuliert, nicht in der Gesellschaft leben die ihnen vorgegaukelt wird, sie von einer kleinen Elite die meint sie wäre was besseres über die Medien gesteuert werden, wie Schafe.

    Wenn sie sowas anerkennen würden, müssten sie sofort Konsequenzen ziehen, Entscheidungen treffen, ihr Leben ändern, aber die Mehrheit ist zu feige dazu. Sie stecken lieber den Kopf in den Sand, wollen nichts wissen oder meinen es betrifft sie nicht.

    Der Mensch ist der grösste Lügner, er belügt sich selber am meisten.

  1. Anonym sagt:

    Ich habe den Artikel vollständig gelesen und finde ihn sehr schlüssig. Die Tatsache das neutrale Dinge nur in Verknüpfung mit emotional geladenen Themen eine Relevanz bekommen lässt sich an einer Menge Gegenwärtigkeiten nachvollziehen.
    Das nennt sich übrigens eigentlich operantes Kondtionieren, so können von Politikern / Lobbyisten Pläne entworfen werden wie das Produkt (z.B.Weltanschauung) in den Konsumenten transplantiert wird.
    Beim 9/11 wurde das so bewerkstelligt dass eine Verknüpfung mit dem Holocaust gefertigt wurde da es ja (logischer u. richtiger Weise) falsch ist die Vernichtungsmaschinierie im NS zu hinterfragen wurde das von den Meiden und Politiker ins Argumentationsmuster gegnüber Skeptikern genommen.
    Ausschwitz ist bis heute emotional hochgeladen und kann daher in solchen psychologischen Operationen gut verwendet werden.
    Das ist leider die völlig falsche Konsequenz aus den schrecklichen Ereignisse im 3.reich.

    Bezüglich dieses Statements vo freemann bin ich anderer Meinung:
    "Wir haben vergessen, dass wir mehr sein können, dass es eine andere und bessere Seite der menschlichen Natur gibt."

    Ich glaube nicht das wir das jemals wussten, niemand vor uns konnte so tief ins eigene Bewusstsein schauen , verstehen wie wir manipuliert werden, weil es darüber keine Informationen gab.
    Zur Zeit befinden wir, die wir hier lesen und schreiben, in einer Aneignungsphase, wir verstehen das alles sehr anders ist, als es uns auch von unseren Eltern (wichtiger Faktor) weiss gemacht wurde.
    Das Ergebniss und die später einsetzende Umsetzungsphase werden die Welt verändern. Sollten andere Ereignisse diesen Prozess nicht wiederaufhalten, aber warscheinlich ist er bereits unaufhaltsam...

  1. Anonym sagt:

    Naja, bei mir ist es so dass ich unbewusst spüre wenn was nicht stimmt. Dass das System so funktioniert wusste ich unbewusst immer schon, aber ich verstehe nicht warum das zum (kurzfristigen) eigenen Vorteil angewendet wird, da die Retourkutsche unweigerlich folgt.

    Ich bin zu wahrheitsliebend für diese Welt.

  1. Anonym sagt:

    Es gibt noch eine andere Erklärung:

    Die "Masse" ist gutgläubig und setzt das auch bei anderen Voraus.

    Die "Masse" ist sich bewusst das Fehler passieren und lässt diese auch bei anderen zu.

    Die "Masse" weiss, dass sie wenn sie wirklich massiv getreten wird noch massiver zurückschlagen kann.

    Die "Elite" weiss davon nichts und handelt blind, erfreut sich im Moment noch über ihre vermeintlichen Erfolge. Erinnern wir uns an die Zeit vor der französischen Revolution, da war es genauso. Was mir persönlich zu denken gibt ist, dass die "Elite" im Moment ihre Macht festigen will , denn das wird das "Zurückschlagen der Masse" dermassen übel machen, dass von unserer Zivilisation nicht mehr viel überigbleiben wird.

    An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Freeman, denn dank der vielen Informationen die durch diesen Blog zur "Masse" gelangt wird diese sich eher wehren und der "Gegenschlag" wird weniger heftig und mehr von unserer Zivilisation wird erhalten bleiben.

    Ich glaube, dass mir alle hier zustimmen, dass unsere Zivilisation so schlecht nicht ist, und einiges an sich hat dass erhalten bleiben sollte (als alternative betrachtet den Untergang Roms und seine Spätfolgen, in solchen Zeiten wollen wahrscheinlich die wenigsten hier leben).

  1. Anonym sagt:

    @anonym 12. Juli 2008 14:15
    Ich denke auch, dass sich im Moment eine Umstrukturierung im öffentlichen Bewusstsein vollzieht - wir sind wohl mitten drin.
    Die weltweite Vernetzung verändert die Meinungsbildung von einer passiven(durch die Masenmedien) zu einer aktiven, im besten Fall einer interaktiven.
    Die Eliten haben das noch nicht erkannt, oder ignorieren es bewußt, da sie wissen, dass sich die Entwicklung nicht aufhalten lässt und konzentrieren sich daher vollständig auf ihren Machterhalt (siehe Überwachungsmaßnahmen und Freiheitsbeschränkung).
    BESTES BEISPIEL für eine veränderte Wahrnehmung der Bürger ist GOOGLE VIDEO:
    Sieh dir die meistgesehendsten Videos in den USA an - Loose Change, Endgame, Zeitgeist und andere kritische Machwerke sind ganz vorn vertreten. Jedoch kein Sterbenswörtchen davon in den großen Massenmedien!

  1. peaceman sagt:

    @Malte.....hast ja recht, der Author freut sich sicher über feedback. Also @Freeman, ich entdecke deine Seite und Eure Themen erst seit ca. 1 Monat und bin sehr dankbar das es sowas gibt. Meistens bin ich aber nur am lesen und nich am Kommentare schreiben. Immerhin bilde ich mich hier und wenn ich das Gefühl habe mit anderen Kontakt aufnehmen zu wollen, dann mach ich das schon. Ich seh halt für mich keinen Nutzen in einem Kommentar. Vielleicht sind unter Euch viele solche "Scanner".
    Meine Aufgabe sehe ich eher darin meine Freunde und Bekanntschaft über die Existenz solcher Informationen aufzuklären und sowas weiterzuverbreiten.

    Nich verzweifeln Malte, aber ehrlich gesagt ist mir bei all den krassen Informationen noch nicht viel eingefallen wie ich mein Leben für eine Veränderung einsetzen könnte. Aber das kommt vielleicht beim weiter informieren.

  1. Anonym sagt:

    hi zusammen , ich habe gerade die bbc - doku, "the century of the self" gesehen, unbedingt anschauen.
    Es ist unglaublich mitten im noch anhaltenden 9/11 Propagandastrudel wird dort vom BBC genau beschrieben wie solche Bernay-"Designs" gebaut und durchgeführt werden. Und ich zähle die Schafe vorm Schlafe, es sind viele.

  1. Guy Fawkes sagt:

    Die Masse kann man nicht in nur 2 Schubladen stecken! "Die Masse weiss, dass sie wenn sie wirklich massiv getreten wird noch massiver zurückschlagen kann." - Nein, dass weiss die Masse nicht! Weil die Masse aus vielen Einzelnen besteht, die ersteinmal für sich entscheiden müssen, ob sie Losschlagen, bzw. irgendwie tätig werden wollen!
    Die Elite weiss ganz genau, dass die Masse, wenn sie in großen Teilen ersteinmal aufgebracht und in Wallung ist, schwer zu stoppen ist! Daher werden ja auch diese "Gefahrensituationen" geschaffen, die die Toleranz von bewaffneten Kräften in der Öffentlichkeit steigern sollen! Die Elite besteht aus Unternehmerpersönlichkeiten, respektive aus Personen, die auf dem Internationalem Börsenparkett agieren! Was sind das für Geschäfte? Genau Watson: Risikogeschäfte! 2 Möglichkeiten: Der Plan geht auf. Der Plan geht nicht auf! Natürlich wollen die die 1.Möglichkeit erreichen. Sei es durch Optimalprinzip bishin zum Minimalprinzip!Richtig es wurden immense Vorbereitungen getroffen! Ihr müßt den Feind verstehen, um ihn bekämpfen zu können! Puzzle-Teile von sich gibt er preis! Was erzählte z.B. der menschlich völlig debile Rockefeller Aaron Russo? Es geht denen allein darum, dass sie keinen neben sich wollen als denjenigen, der ihre Macht akzeptiert und ihnen in unterwürfiger Innbrunst den Arsch küsst! Die haben ein riesiges Ego-Problem! Innere Einstellung kann häßlich machen! Zuviel Geld kann häßlich machen! Der Umstand, dass man fürs Pimpern bezahlen muß kann häßlich machen! Die Erkenntnis, dass man für Geld keine Liebe bekommt kann häßlich machen! Und, wenn der Volkszorn entbrannt ist kann es für die häßlich auf die Fresse geben! :-)
    Sie sind intelligent und skrupellos. Vor Allem aber lieben sie auch das Risiko! Denen geht einer ab, wenn ein risikobehaftetes Unternehmen funktioniert! Wie bei Piky & the Brain! Häßliche Ratten, denen einer abgeht, wenn sie sich verwirklicht haben, egal ob ein paar tausend unschuldige Menschen dabei draufgehen! Wir Alle sind Teil eines perversen Spiels geworden! Experimentier-Ratten im noch goldenen Käfig! Aber, es stinkt denen, uns so genannten Untermenschen ein noch so winzig kleines Stückchen Lebensqualität oder gar Lebensfreude zu gönnen! Ich schreibe das oft hier und glaube auch fest daran: wir werden dieses Experiment durchstehen müssen! Einige von uns werden auf der Strecke bleiben! Mit der ganzen Kraft Eures Herzens und Eures Verstandes werdet Ihr/ Wir gezwungen werden, für das Recht zu kämpfen, als Mensch wahrgenommen und Leben zu dürfen! Ja, es muß eine neue Weltordnung her! Und zwar die alte, von unseren Vätern erdachte Weltordnung. Eine Weltordnung erdacht von weisen Menschen, die die Greuel mehrerer Kriege miterlebt haben und ihre Lehren daraus gezogen haben! Sehen wir uns um, wir haben erkannt! Was jetzt folgen muß ist Handeln! Das wird auch vielfach immer mehr getan! Wir sind nicht Allein in diesem Kampf! Wir haben vielleicht das Gefühl, es wird zu wenig unternommen! Lasst Euch von Euren Gefühlen nicht täuschen!! Es passiert viel! Die Mainstream-Medien schweigen! Ihr habt Videos von großen Demos gesehen, die in Amerika stattfanden! Ihr habt Kreideaktionen, Lautsprecheraktionen, Putzaktionen gesehen! Ein großer Prozess dauert! Ich bin mir sicher, dass auch ein recht großer Teil der Bevölkerung das Potenzial hat, um in der wirklich heissen Phase antworten zu können. Es werden sich Gruppen zusammenschließen, die sich früher vielleicht bis auf das Messer bekämpft haben! Gruppen die genau von diesen Arschlöchern ausgebildet wurden, aber erkannten, was es wirklich bedeutet Mensch zu sein! Gruppen, die aus tiefster Überzeugung kämpfen werden für Ihr Recht auf angemessene bürgerliche Freiheit!
    In diesem Sinne wünsche ich Allen hier und auf der Welt ein fröhliches Erwachen!

  1. Guy Fawkes sagt:

    Ihr kennt die Mechanismen dank Freeman und anderer Wahrheitssuchender! Um es mal mit pathetischen Worten zu sagen:"Wir sind der Widerstand"!! Und?! Ist es nicht ein schönes Gefühl? Viele beschweren sich, dass nur geschrieben wird! Auch Euch sei eins gesagt: Vor der Tat kommt zumeißt das Wort!" Ich glaube nicht, dass sich die Gesamtheit der Menschheit kampflos diesem globalem Experiment fügen wird! Wenn die ersten Familien inhaftiert, die ersten Toten auf unserem Boden zu beklagen sind, dann wiederholt sich die Geschichte, an der wir alle irgendwann einmal gemessen werden! Eine fröhliche Revulotion wünscht Euch

  1. wjr sagt:

    Danke für diesen Blog, Freeman!
    Ein Diamant unter den Perlen!

    Wie kommt es, daß ich den nur zufällig finde (über Rauchen - Nazi - Bernays)?
    Ich glaube, das ist der zentrale Knackpunkt unserer Situation.
    Wir glauben, die Demokratie - oder das was wir darunter verstehen - würde uns retten, aber so lange wir wie pawlowsche Hunde mit Speichelfluß auf die Ankündigung von Leckerli reagieren, tut sie genau das Gegenteil.


    Ich "fühle" seit 20 Jahren, daß das was wir unter "Demokratie" verstehen, so nicht funktioniert.

    Könnte das historische Gründe haben? Als Oliver Cromwell in England vor 350 Jahren dem heutigen Demokratiemodell zum Durchbruch verhalf, wurde das durch die Vorläufer der Bankster finanziert (Historiker mögen das bitte prüfen). Wußten die damals schon, ohne Bernays gelesen zu haben, daß das Modell, jeden "Pfiffkaas" zur Debatte zu stellen, den Blick aufs Wesentliche verstellt und somit auf "Teile und Herrsche" hinaus läuft?

    Wenn ich die vielen Einzeldiagnosen, was in unserer Gesellschaft schief läuft, zu einem Gesamtbild zusammenstelle, muß ich zugeben, daß ich von der Diagnose von Karl Marx nicht weit entfernt bin. Aber auch die Gesellschaftsmodelle der Marxisten haben offensichtlich nicht funktioniert. Scheiterten sie auch am Demokratieversagen?

    Orwell schreibt in 1984 sinngemäß:
    "Es gibt Untere, Mittlere und Obere. Den Unteren - das ist die große Mehrheit - ist egal, von wem sie beherrscht werden.
    Sie wollen und können gar nicht selber herrschen, und brauchen jemanden, der sie führt.
    Die Oberen sind die herrschende Elite.
    Die Mittleren werden auch mit beherrscht, aber sie wären in der Lage, selber die Herrschaft zu übernehmen.
    Die Mittleren lehnen sich auf, wenn die Oberen schwach werden.
    Dann gibt es eine blutige Revolution, und die mittleren und oberen tauschen die Plätze.
    Und dann beginnt alles wieder von vorne."


    Ich glaube, dieses Gesellschafts- und Menschenbild gibt es auch bei Machiavelli. Können wir einen Ausweg aus diesem Dilemma finden?

    Wenn wir die Praxis der Griechen oder Römer betrachten, war es eigentlich ein Abstimmen der potentiellen Eliten - der "Mittleren".
    Auch die Bilder, die uns von den Rittern der Tafelrunde vermittelt werden, laufen darauf hinaus.

    Könnte es das sein?
    Eine Monarchie, kontrolliert durch einen begrenzten Zirkel? Evtl. in Pyramidenform (Barone - Grafen - Herzöge - Könige - Kaiser)?
    Mir wird schlecht bei dem Gedanken - trotzdem, so schlecht soll das Mittelalter die ersten 700 Jahre gar nicht funktioniert haben.
    Und auch in den heutigen Königreichen - genannt Konzerne - gibt es ähnliche Muster.
    Und in Bhutan, wo angeblich lauter glückliche Menschen leben, soll der König gegen den Willen der Menschen die Demokratie eingeführt haben....

    ............
    Ihr Must be at most 4,096 characters-Code kann nicht übernommen werden.

    OK, ich werde versuchen den Post zu teilen....

  1. wjr sagt:

    .......
    Teil 2 zum vorigen Post

    Es gibt Versuche, daß Teams - selbst aus den intelligentesten Leuten - einen miserablen IQ besitzen.
    (M)ein Erklärungsversuch:
    Sowohl das Verständnis komplexer Zusammenhänge als auch das intutive Erkennen der wichtigen Probleme ("Agenda") erfordert einen breiten Informationsfluß. Daran sind sehr viele implizite unterbewußte Annahmen, Erfahrungen, Deutungen beteiligt.
    Unser Gehirn ist darauf optimiert, unsere sprechende Zunge oder unsere tastenklopfenden Finger sind in diesem Prozeß ein Flaschenhals. Selbst unser pixelsortierendes Auge in den großen Weiten des Webs.

    Das ist wie beim Parallell Computing: Was helfen die schnellsten Prozessoren, wenn sie nicht untereinander kommunizieren können?

    Früher nannte man es "Weisheit" oder "Gottesgnadentum", heute nennt man es "Unternehmensphilosophie":
    Wenn man eine Führungskraft (König, Kaiser, Geschäftsführer) auswählt, versichert man sich, daß die unterbewußten Grundannahmen mit den eigenen weitgehend identisch sind.
    Wenn der Auserwählte daneben schlägt, wird er abgesägt. Das kann jederzeit - unabhängig von Wahlzyklen - passieren, ist aber nicht die Regel, sondern die Ausnahme.

    Das wäre also eine Lanze für eine demokratisch kontrollierte Monarchie.

    Es gibt aber noch einen anderen Ansatz: Änderungen in der Informationstechnologie haben schon mehrmals Gesellschaftsformen revolutioniert. Buchdruck, Zetigungen, Massenmedien.
    Das Internet bietet hier neue Chancen, weil es eben gerade auch breitbandige Vielwegkommunikation ermöglicht, im Gegensatz zu den Flaschenhalssituationen von Rednerpult, Zetigungsartikel oder Fernsehauftritt.

    Allein, was ich bisher gesehen habe, entmutigt mich wieder:

    Freeman postet große Einsichten und Weisheiten. Er erntet breite Zustimmung, doch es formiert sich keine neue Vision daraus, und erst recht kein Handeln.

    Die Piratenpartei, die eigentlich dieses Demokratiemodell propagiert, zerfranst sich im Forum mit undifferenzierten und unzusammenhängenden Einzelmeinungen, die im Wiki zu hilflosen Rudimenten zusammengestammelt sind (zumindest was ich bisher zur Wirtschaftspolitik gesehen habe).

    Auf meine eigene Website www.geld-frisst-mesch.de hat sich noch kaum jemand ernsthaft posten trauen. Ich muß meine Freunde wirklich im Einzelgespräch wie den Hund zur Jagd tragen.

    Und trotzdem.
    Es gibt Linux und tausend andere open-source-Programme. Die funktionieren tatsächlich.
    Es sammelt sich das Weltwissen im Web.
    Es gibt Wikipedia.
    In kleinen Dingen geht es schon - warum soll es im Großen nicht funktionieren?

    Woran fehlt es also dann noch, wenn es noch keine Visionen und Handlungspläne für die Neugestaltung der Gesellschaft gibt?

    Ein großes Hinderniss sehe ich in der Feigheit.
    Wo überall wir hinsehen, finde ich nur Avatare, Pseudonyme, Beliebigkeit, Unverbindlichkeit.
    War nicht der Maskenball von Venedig der Inbegriff des Intrigantentums?

    Die organisierten regelbasierten Kontrollsysteme, heißen sie nun Planwirtschaft, Bürokratie oder corporate guidance, können immer nur auf die verallgemeinerte Vergangenheit reagieren. Die menschliche Kreativität ist immer schneller, vor allem wenn es darum geht, in einem starren Regelwerk zum eigenen Nutzen Lücken zu finden.

    Menschenwürdige Führung passiert durch Persönlichkeiten, anhand gemeinsamer Grundwerte - gefühlt, nicht geschrieben.
    Damit kann man in salomonischer Weisheit spontan auf neue, nicht vorherverregelte Situtaionen angemessen reagieren.

    Wie aber wollen wir uns als Persönlichkeiten gegenübertreten, wenn wir uns nicht in die Augen blicken?

    voila:

    Wolfgang Rosner
    Pleußen, Im Dorf 12
    95666 Mitterteich
    Tel.: +49 9633/91361
    Fax.: +49 9633/91362
    wrosner@tirnet.de
    www.biohof-rosner.de

    *** Neu: für eine lebenswerte und ***
    *** zukunftsfähige Gesellschaft: ***
    *** www.geld-frisst-mensch.de ***

  1. mho sagt:

    Hallo,

    bei so einem Schlagabgleich der Posts bleibt einem der Kloss im Halse stecken. Große Gedanken, große Worte. Ich habe meinen Post noch nicht versendet, schon habe ich aber Angst um meine kleinen Kinder, meine Frau und meine Eltern und meine Ex und meine Freunde, meine Nachbarn

    Zig Tausend Jahre Evolution, Tausend Jahre Evloution, hundert Jahre Kultur und Wissenschaft, 20 Jahre große Klappe.

    Ich hoffe, dass jetzt ALLE 2 Sekunden still waren.

    Wir sind nunmal Sklaven unserer Begierden. Wir wollen es aber alle nicht! Oder? Wir wollen mehr, als eine "Reaktione" auf etwas zu sein.

    Wenn aber der Zeitpunkt gekommen ist, müssen wir alle - ALLE - das Gesicht bekennen. Auch das ist nichts Neues.

    "History repeats itself". Wie bei Natural Born Killers.

  1. Doni Schmidt sagt:

    So eine dumme Äusserung! Wieso sollte man gezwungen sein hier nen Kommentar zu verfassen??? Das machen meiner Ansicht nach nur Theorethiker die zwar Dinge im philosophischen Sinn erkennen aber keine Handlungskraft etwas zu verändern. Der Artikel ging bereits an hunderte meiner Adressen, was hast du getrieben ausser diesen sinnlosen aufspielerischen und dummen Kommentar zu verfassen?