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Der Selbstmord der Vereinigten Staaten von Amerika

Freitag, 27. Dezember 2013 , von Freeman-Fortsetzung um 09:00

Die meisten sogenannten Experten meinen, die Fed ist der grosse Drahtzieher und kontrolliert die Finanzmärkte. Im gewissen Sinne stimmt das, aber es gibt eine Instanz die über der US-Zentralbank schwebt und wirklich alles kontrolliert. Es handelt sich um eine Abteilung des US-Schatzamtes die gegenüber niemanden Rechenschaft ablegen muss, ausgestattet mit einer riesigen "schwarzen Kasse" an Geld, mit der sie machen kann was sie will. Die Jungs in Washington können nach Belieben den Preis eines jeden strategischen Gutes bestimmen, ob Rohstoffe, Aktien, Devisen oder Edelmetalle. Ihre Hauptaufgabe ist es den Wert des Dollar zu stützen und wenn ein Absturz droht zu intervenieren.


Der Name dieser eher unbekannten Institution lautet Exchange Stabilization Fund (ESF) und wurde mit dem Gold Reserve Act am 31. Januar 1934 gegründet. Zur Erinnerung, dieses Gesetz von Präsident Roosevelt unterschrieben erlaubte folgende Zwangsmassnahmen: Die Fed musste ihr gesamtes Gold an das US-Schatzamt aushändigen, es hat den privaten Besitz von Gold in Amerika verboten und erzwang den Verkauf an das US-Schatzamt, und es erhöhte den Goldpreis von damals 20,67 Dollar die Unze auf 35 Dollar. Mit dem Profit daraus wurde der Fond des ESF anfänglich mit 2 Milliarden Dollar gefüllt. Meiner Meinung nach ist die ständige Intervention der ESF der wirkliche Grund für die Drückung des Goldpreises, damit der Dollar besser aussieht.

Offiziell hat der Exchange Stabilization Fund die Aufgabe, in die Finanzmärkte einzugreifen, damit der Kurs des Dollars stabil bleibt und Ordnung auf den Märkten herrscht. Ausserdem wird der ESF dazu benutzt, um Kredite an ausländische Staaten und ihre Finanzbehörden zu gewähren und diese zu unterstützen, im Sinne der amerikanischen Interessen. Es werden auch Special Drawing Rights (SDR) des Weltwährungsfonds (IWF) dafür eingesetzt. Das ausführende Organ dieser Operationen ist die Federal Reserve Bank of New York, als Finanzagentur des US-Schatzamtes. Die New York Fed wiederum benutzt die Grossbanken der Wall Street, um in die Märkte zu gehen. Der US-Finanzminister hat das exklusive Recht Devisen, Edelmetalle, Wertpapiere und Kredite einzusetzen, mit Genehmigung des Präsidenten. Das ganze läuft an der Finanzpolitik des Zentralbankchefs vorbei.

Selbstverständlich kann auf diesem Weg alles gemacht werden, also auch das Gegenteil, wie unliebsame Regierungen über einen inszenierten Angriff auf die Währung in eine Krise zu stürzen oder den Kredithahn zuzudrehen. Oder den Preis der Edelmetalle zum Absturz zu bringen und die Kurse der US-Börsen in die Höhe zu treiben. Wie ich schon oft gesagt habe, in den letzten Jahren verläuft kein Markt mehr nach den normalen Regeln von Angebot und Nachfrage. Es gibt keinen richtigen Marktpreis und die Kurse sind absurd. Denn die Nachfrage nach Gold und Silber ist so hoch wie noch nie, aber der Preis fällt ständig. Oder der Dow-Jones Index steigt in Rekordhöhen, aber die US-Wirtschaft steckt weiter in der Krise. So ein Zustand ist nur durch einen planwirtschaftlichen Eingriff durch den ESF zu erklären.

Der US-Aktienindex steigt unaufhörlich, egal was passiert. Gibt es gute Nachrichten, steigen die Kurse. Gibt es schlechte Nachrichten, steigen die Kurse. Gibt es gar keine Nachrichten, steigen auch die Kurse. Bei den Edelmetallen ist es genau umgekehrt. Da kann der weltweite Bedarf noch so gross sein, die Preise fallen. China alleine hat in den vergangenen zwei Jahren 2'116 Tonnen Gold aus dem Westen importiert. In diesem Jahr im Durchschnitt 120 Tonnen Gold jeden Monat gekauft, aber was passiert? Der Goldpreis ist auf einem Tiefstand. Das ist doch völlig verrückt und widerspricht jeder Logik. Der weltweite Bedarf liegt bei ca. 3'500 Tonnen aber die Minen produzieren nur 2'600 Tonnen pro Jahr. Wo kommt die Differenz her? Wahrscheinlich vom den 1'700 Tonnen an Gold-Swaps der Deutschen Bundesbank, die Hälfte der Reserven. Das Gold sieht Deutschland nie wieder.

Ich bin fest davon überzeugt, der ESF interveniert massiv in den Edelmetallmarkt durch Swaps. Es darf nicht der Eindruck entstehen, der Dollar verliert an Wert, deshalb muss in ihren Augen der Preis von Gold und Silber ständig nach unten gedrückt werden. Man will den Käufern der Edelmetalle ein für alle Mal eine schmerzhafte Lektion erteilen, Gold und Silber ist kein echtes Geld, nur der Dollar ist es. Dies passiert praktisch unsichtbar und ohne Aufsicht. Die Fed kümmert sich um die Zinsen und um die Geldmenge, die einzigen beiden Instrumente die ihr zur Verfügung stehen. Dann kauft die Fed Schuldscheine des US-Schatzamtes. Ausserdem liefert sie Liquidität an die Banken und gewährt Kredite. Aber der ESF betreibt die grosse strategische Dollar-Politik. Dafür gibt es einen Topf der mit einem dreistelligen Milliardenbetrag gefüllt ist.

Diese Politik der Preisdrückung mit Papier-Swap-Geschäften ist zum Scheitern verurteilt. Denn, um so billiger das Gold, um so mehr wird gekauft. Wie ich im vorhergehenden Artikel aufgezeigt habe, leeren sich die Goldbestände rapide, denn das physische Metall wird hauptsächlich von den Chinesen gekauft und landet in ihren Tresoren. Der Abfluss der Goldbarren von New York und London nach Hong Kong ist enorm. Die Chinesen nutzen den günstigen Preis und wandeln ihre Dollarbestände in echte Werte um. Wenn kein Gold mehr geliefert werden kann, wenn es heisst "sorry, wir haben kein Gold mehr zu diesem Preis", dann ist Schluss mit der Manipulation. Dann ist auch Schluss mit dem Dollar. Deshalb, was der ESF betreibt ist genau das Gegenteil von dem was sie eigentlich wollen. Es ist der Selbstmord der Vereinigten Staaten von Amerika.

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Ergänzung: Ganz haben der ESF und die Fed die Märkte nicht im Griff, denn die Zinsen für 10-jährige Treasury Bonds sind gerade auf 3 Prozent gestiegen, was ein Jahreshoch bedeutet. Das ist ein Anstieg von 20 Prozent gegenüber dem Jahrestief. Dreht sich 2014 der Zinssatz und ist die Periode der Niedrigzinsen vorbei? Wenn ja, dann "Goodbye America" mit diesen astronomischen Schulden.

insgesamt 5 Kommentare:

  1. JoeCocker sagt:

    Freeman,
    meiner Meinung nach erfolgt die Kursmanipulation mit Absprache der großen Banken wie folgt:
    eine Analyse des physischen Goldmarktes (TerminBörse London und NewYork im wesentlichen) mit dem Umsatz aus Retailforex markt ergibt, daß in etwa das 10fache!!!! Volumen täglich in papier werte XAGUSD und XAUUSD (Silber bzw Gold gegen Dollar) als virtuelles Währungspaar gehandelt wird. Das sind vorsichtige Schätzungen, es geht sich mM nach auch locker der Faktor 20 aus!
    So und das spiel mit dem Preisdrücken klappt wie folgt:
    1) overnightpositionen zwischen Währungen kriegen den Swap verrechnet, eine Differenz aus Währungszinssatz gegeneinander
    2) es läßt sich jedem Trottel leicht verkaufen, Gold und Silber sind ja zinsfrei... also auch bei niedrigem Zentralbankzinssatz von USD bestraft man einfach die Long holder von Papiergold jede Nacht mit dem Swap, die Höhe kann man leicht über 5 Zentrale Großbanken sich 'ausmachen' da kräht kein Hahn! und schwups sind die Papiergoldgeier immer wieder in der Nacht auf short und der Preis drückt sich... das gepaart mit ein wenig News manipulation und ein paar verunsichernden Aussagen hie und da und schon verkauft Schlafschaaf 1 und 2 und 3 auch noch sein Gold, verliert ja eh wieder an wert und Teuros sind eh viel besser/härter, LOL.
    Wie Du richtig geschrieben hast, günstiger nachkaufen geht nicht :-)
    und wenn China den physischen Markt leeergekauft hat (ich schätze 2014/15) dann kracht es halt mal ordentlich im Gebälk und die Sache nimmt ihren Lauf!

  1. Der London Bullion Market wurde ca 200 Jahre von Nathan Rothschild und dessen Sippe quasi "kontrolliert"...sagen wir mal. Im Jahre des Herrn 2004 gaben sie die Kontrolle eigenartigerweise an die London Bullion Market Association ab (erfolglos rumgegoogelt wer da mit drin steckt, habs aber auch eben erst gecheckt...find schon noch was :OD) Also am Schluss führen die Fäden auch und immer wieder in die LONDON CITY! Prost allerseits!

  1. Anonym sagt:

    Na dann bleibt es ja nur noch abzuwarten bis es soweit ist.Ich profitiere jedenfalls vom Goldpreis und schlage zu wenn ich es mir mal wieder leisten kann.Bin auch mit kleinen Mengen zufrieden. LG

  1. Maik sagt:

    Sollen die doch den Goldpreis künstlich unten halten. Ich mach es schon seid Jahren wie die Chinesen und kauf mir jeden Monat mein Gold und mein Silber und packe mir das hier zu Hause hin. Mir kommt das ganz gelegen.

    Ich hab auch nicht vor damit zu spekulieren oder so.
    Das liegt da für nach den Systemcrash. Um mir und meiner Familie den Start zu erleichtern.

    Für während der Krise hab ich Lebensmittel und Alltags-Verbrauchsgegenstände für min. 6 Monate. Und als Tausch und Zahlungsmittel hab ich Zigaretten schon gelagert.

    P.S. bin Nichtraucher^^

  1. Das was der ESF Macht mit dem Intervenieren und den Goldpreis drücken nennt man Sozialistische Planwirtschaft und ist dementsprechend zu verurteilen!!!! Da es die Wirtschaft kontrolliert und das Geld in die Taschen der Reichen befördert, genau wie damals der Sozialismus, wobei dieser das Gegenteil bewirken sollte, man plant voraus wie die Wirtschaft läuft, damit der Mittelstand und Unterschicht ausgeblutet werden in Finanzieller hinsicht.

    Sie wollen Edelmetalle runterdrücken weil sie sicherheit Bietet gegen den Dollar, Man kann die Bevölkerung nicht leicht ausrauben, man will nur eine Weltwährung, die Pläne der NWO wird eben durch diese Finanz Behörden verwirklicht werden wenn wir nicht aufmerksam sind, daher sollte mann bald mit Bitcoins anfangen zu zahlen und damit zu handeln, oder eben Edelmetalle, die nicht einfach durch Luft geschaffen werden und eben Gedeckt sind, so is meine Meinung!

    LG The Gooner