Boykottiert die Formel 1 in Bahrain
Wie ich schon oft festgestellt habe, gibt es gute und schlechte Diktaturen. Bahrain ist eine gute Diktatur, dessen Regime die Bürger einsperren, foltern und töten darf. Der Westen erlaubt die Verbrechen und macht nichts dagegen. Warum? Weil die Despoten dort unsere Alliierten sind und das machen was wir wollen. Sie erlauben zum Beispiel die Stationierung der 5. Flotte der US Navy als Drohung gegen den Iran. Sie finanzieren auch die Terroristen die in Syrien eingefallen sind und dort wüten. Ausserdem gehören dem verbrecherischen Scheichs viele europäische und amerikanische Konzernanteile als Investoren.
Um das schlechte Image des Regimes zu verbessern haben sie in letzter Zeit über 30 Millionen Dollar an PR-Firmen bezahlt, die auf allen Ebenen positive Bilder zeigen. Der Lügensender CNN ist komplett von Regime gekauft und bringt nur Loblieder über die Diktatur.
Dazu bezahlen die Menschenrechtsverletzer eine ganze Reihe von Journalisten und Prominente, damit diese Huren positive Werbung für Bahrain machen. Wie zum Beispiel Kim Kardashian, die dort war und Tweats raus gelassen hat, wie toll sie das Land findet. Sie schreibt, "es ist der schönste Ort der Welt" und "am liebsten würde ich hinziehen".
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| Ist das Kamel nicht süss? Ich meine das im Hintergrund. |
Eine noch geldgeilere Hure ist Formel 1 Promoter Bennie Ekelstein der sich das Rennen am kommenden Wochenende fürstlich von den Scheichs bezahlen lässt. Bei genügend hoher Bezahlung fährt man die Menschenrechte platt und macht Diktatur-PR. Wenigstens haben die Netzaktivisten der Anonymous-Bewegung ihn mit deutlichen Worten aufgefordert: "Sag Dein Blutrennen jetzt ab!" Auch britische Parlamentsabgeordnete forderten in einem Brief den Ausfall des Rennens.
Die Proteste für einen eigenen "arabischen Frühling" in Bahrain werden seit Jahren blutig niedergeschlagen. Dissidenten welche mehr demokratische Rechte fordern werden willkürlich verhaftet und gefoltert, manchmal mit tödlichen Ausgang.
Ärzte die verletzte Demonstranten behandeln unterliegen ebenfalls Repressalien und werden aus den Spitälern abgeholt und eingesperrt. Das alles interessiert aber die westlichen Regierungen und den Rennzirkus nicht.
Amnesty International hat die Niederschlagung der Proteste im Vorfeld des Rennens verurteilt. In einer Verlautbarung am Mittwoch hat der Vizedirektor für den Mittleren Osten und Nordafrika Hassiba Hadj Sahraoui gesagt:
"Die Behörden versuchen den Grand Prix als Plattform zu benutzen, um Fortschritt zu zeigen, mit der Behauptung, die Menschenrechtssituation hat sich verbessert, während sie die Repression erhöhen, um sicherzustellen, nichts stört ihr öffentliches Image."
Khalil al Marzooq, Vertreter einer der Hauptoppositionsgruppen sagt, die Spannungen gehen weiter und ein Dialog um eine Lösung zu erreichen findet nicht statt.
"Die Regierung will der Welt glauben lassen, die Situation ist normal. Bahrain ist nicht normal. Das einzig normale ist die Repression."
Wenn es ein Beispiel benötigt, um die Heuchelei und Doppelmoral des Westens was die Durchsetzung der Menschenrechte betrifft aufzuzeigen, dann ist Bahrain neben Saudi-Arabien das beste Beispiel. Es kommt immer darauf an wer unterdrückt, foltert und tötet.
Diese übelsten und kriminellsten Diktaturen werden von den westlichen Regierungen hofiert, man macht Geschäfte mit ihnen und liefert ihnen massenweise Waffen. Die Depoten meinen, mit ihren Petrodollars können sie ihre Verbrechen zudecken und alles und alle kaufen.
Nicht alle. Weil eine Mitarbeiterin des Formel-1-Teams Williams nicht zum Rennen nach Bahrain reisen will, hat Williams der Frau gekündigt - wegen Arbeitsverweigerung. Dieser Frau gebietet Respekt und es müsste mehr davon geben, die ein Gewissen haben und das Rennen boykottieren.
Nabeel Rajab, Vizepräsident des Bahrain Center for Human Rights sagte, "Wir machen eine Kampagne damit die Fahrer und Teams das Rennen boykottieren. Die Formel 1 hilft der Regierung zu sagen, alles ist normal. Wir wünschen, dass sie nicht teilnehmen. Ich bin sicher, die Fahrer und Teams respektieren die Menschenrechte."
Na ja, hoffen kann man ja. Nur, Weltmeister Sebastel Fättel hat keine grossen Bedenken und für ihn ist das Thema überbewertet. „Ich glaube, es wir schon okay sein. Es wird viel Tohuwabohu gemacht, aber ich habe kein Problem damit, dorthin zu gehen,“ sagt er. Noch einer der für Geld sich prostituiert.
Um zu zeigen wie dieses Regime die Menschenrechte betrachtet, jeder in Bahrain der den Diktator Scheich Hamad bin Isa Al Khalifa kritisiert, landet jahrelang im Gefängnis. Wie zum Beispiel der Menschenrechtsaktivist und Blogger Nabeel Rajab, der geschlagen und gefoltert wurde. Vergangenen August wurde er zu DREI Jahren Gefängnis verurteilt, weil er "via Twitter die Autorität beleidigt hat".
Oder am Freitag wurden drei TV-Journalisten die für den britischen Sender ITV arbeiten aus dem Land gewiesen. Das Regime will keine Berichterstattung welche kritisch sein könnte und den wahren Zustand des Landes zeigt. Es sollen nur schöne Bilder nach aussen dringen.
Die Regierung von Bahrain zerstört schiitische Moscheen
Sicherheitskräfte der Regierung von Bahrain, mit Unterstützung von saudischen Truppen, zerstören Moscheen und Gebetshäuser der schiitischen Mehrheit im Lande, als Machtdemonstration und um religiösen Hass zu schüren. Die Medien berichten aber sehr spärlich darüber und kein westlicher Politiker regt sich auf, denn was in Bahrain an Verbrechen passieren, passt nicht in die einseitige Propaganda- botschaft.
„Bis jetzt haben sie sieben schiitische Moscheen und 50 religiöse Gebetshäuser zerstört,” sagte Ali al-Aswad, ein Mitglied des bahrainischen Parlaments.
Er sagte, die saudischen Soldaten, die Teil des 1’000 Mann starken Besatzungskontingent sind, wurden dabei beobachtet, wie sie dabei halfen die Moscheen der Schiiten und ihre Schreine zu demolieren.
Trümmer der Imam Jawad Moschee in Nuwaidrat:
Mohammed Sadiq von der Gerechtigkeit für Bahrain Organisation sagte, der berühmteste schiitische Schrein der zerstört wurde, ist der vom bahrainischen Religionsführer Scheich Abdul Amir al-Jamri, der 2006 starb. Fotos welche die britische Zeitung The Independent begutachten konnte zeigen, wie die goldene Kuppel des Schreins auf dem Boden lag und später mit einem Lastwagen abtransportiert wurde.
Die Wände der schiitischen Moscheen wurden entweiht und mit Sprüchen beschmiert, welche den sunnitischen König Hamad bin Isa al-Khalifa von Bahrain hoch loben und die Schiiten beleidigt. Es wurde auch der Koran und andere Schriften angezündet.
Die Angriffe auf die schiitischen Gebetshäuser hat eine zornige Reaktion in der 250 Millionen zählenden schiitischen Gemeinde ausgelöst, speziell im Iran und Irak, wo die Schiiten die Mehrheit bilden, so wie im Libanon, wo sie auch mehrheitlich vertreten sind.
Die Schiiten waren vorher schon über die gewaltsame Unterdrückung der prodemokratischen Oppositionsbewegung durch die bahrainischen Sicherheitskräfte aufgebracht. Nach dem das Königshaus die verlangten Reformen ablehnte, hat die ausschliesslich aus Sunniten bestehende Armee und Polizei die schiitischen Proteste brutal niedergeschlagen. Dabei wurden zahllose Menschen getötet und verletzt.
Die milde Reaktion von Washington, London und Paris auf die massive Gewalt der Regierung von Bahrain gegenüber der eigenen Bevölkerung, zeigt die heuchlerische und doppelzüngige Politik des Westen. Denn mit Libyen gehen sie ganz anders um, können vor lauter moralischer Entrüstung sich gar nicht mehr erholen und haben einen Krieg deswegen angefangen.
Der Schutz der Zivilbevölkerung in Libyen wird laufend als Begründung für den militärischen Einsatz der NATO betont und Gaddafi muss aus humanitären Gründen bombardiert werden. Dass die Bevölkerung in Bahrain genau so unter der Gewalt des diktatorischen Regimes leidet und beschütz werden muss, interessiert sie nicht. Jetzt werden sogar Gotteshäuser dem Erdboden gleichgemacht und man hört keinen Protest von diesen Moralaposteln, Sarkozy, Cameron und Obama.
Ist ja auch klar warum sie kein Wort darüber verlieren. Saudi Arabien und Bahrain sind Alliierte des Westens und die regierende Kaste sind ja ihre Despoten. Die dürfen brutal vorgehen und da werden alle Augen zugedrückt. Ausserdem gibt es strategisch wichtige Militärbasen dort, wie die der 5. US-Flotte, als Bollwerk gegen den Iran.
Die Franzosen, Briten und Amerikaner sind darüber besorgt, der Iran könnte die schlimme Lage der Schiiten und ihre Unterdrückung im eigenen Interesse ausnutzen. Dabei gibt es überhaupt keine Anzeichen, Teheran spielt irgendeine Rolle bei den Protesten in Bahrain. Es wird wieder eine Gefahr erfunden, nur um von den wahren Ursachen abzulenken, nämlich die schreiende Ungerechtigkeit und Mangel an Mitspracherecht und Demokratie.
Diese unterschiedliche Behandlung der Diktaturen, im Fall von Libyen wird ein Krieg geführt und im anderen wird völlig frei Hand gelassen, ist echt zum Kotzen. Die doppelzüngigen westlichen Kriegsverbrecher am Ruder sind der letzte Abschaum und man kann sich nur angeekelt von ihnen abwenden.
Von 499 Menschen weiss man, dass sie in Bahrain verhaftet und gefoltert wurden. Vier davon sind in der Gefangenschaft getötet worden und zeigten Zeichen von schwersten Misshandlungen. Man hat sie zu Tode geprügelt.
Aber es ist klar warum der Westen bei diesen Verbrechen wegschaut und auch duldet, dass Bahrain von Saudi Arabien faktisch annektiert wurde. Es gibt eine Vereinbarung mit der Arabischen Liga, dessen Vertreter fast alle Diktatoren sind, wenn der Westen die saudische Invasion und Unterdrückung der Bevölkerung akzeptiert, dann unterstützen sie den Krieg gegen Libyen. Es war auch kein Zufall, das Hillary Clinton kurz vor dem Einmarsch der saudischen Truppen in Bahrain in Riyadh war.
Das Motto lautet: „Ihr dürft den Gaddafi stürzen, aber lasst uns mit eurem Geschwafel über Menschenrechte in Ruhe und mischt euch nicht bei unserem Machterhalt ein.“
Jetzt gehen doch die saudischen Herrscher sogar her, die angeblichen Hüter der heiligen Stätten des Islam, und helfen der al-Khalifa Verbrecherbande dabei Moscheen zu zerstören, entweihen Gebetshäuser und zünden den Koran darin an, und es gibt keine Proteste. Die Zerstörung von Gotteshäusern gab es schon mal, damals im November 1938. Das war der Übergang von der Diskriminierung zur Verfolgung.
Kritische Redakteure mussten in Bahrain gehen
Die Doppelmoral des Westen wird deutlich wenn man das Vorgehen gegenüber Libyen mit Bahrain vergleicht. Offiziell geht es beim Krieg gegen Libyen um "den Schutz der Zivilbevölkerung vor Gewalt", das vom Gaddafi-Regime ausgeht. In Bahrain übt das Regime genau so Gewalt gegenüber der Zivilbevölkerung aus, werden Menschen zusammengeschossen, nur das ist was anderes und wird todgeschwiegen.
Was ist der Unterschied? Gaddafi ist zu einem "bösen Diktator" umgemünzt worden der entfernt werden muss und der Regent von Bahrain darf bleiben, da er ja ein "guter Diktator" ist, weil er die Stationierung der 5. US-Flotte erlaubt, ein Bollwerk gegenüber dem Iran.
Deshalb wird der eine bombardiert und der andere darf machen was er will. So zum Beispiel auch die grösste Zeitung der Opposition verbieten. Wo bleibt die ach so vom Westen immer zitierte "Demokratie" und "freie Meinungsäusserung" in diesem Fall?
Die Behörden von Bahrain haben Al-Wasat verboten, die wichtigste Oppositions-Zeitung, die sich kritisch über das Regime geäusserte hat und wie sie gewaltsam gegen die Demonstranten vorgegangen ist. Die Zeitung erschien nicht am Sonntag, nach dem das Informationsministerium verkündete, sie haben die Schliessung befohlen.
Al-Wasat wird beschuldigt, "unethisch" über den von Schiiten angeführten Aufstand gegen die von Sunniten geführte Regime berichtet zu haben. Die Zeitung wird vorgeworfen, Berichte vergangene Woche "fabriziert" zu haben, über die "Sicherheitsentwicklung in Bahrain".
Das staatliche Fernsehen behauptet, die Tageszeitung hätte "falsche Nachrichten" veröffentlicht und "erfundene Namen von Leuten die durch die Polizei misshandelt wurden."
Auch die Online-Ausgabe von Al-Wasat wurde blockiert.
Der König des 700.000 Einwohner zählenden Golfstaats verhängte im März den Ausnahmezustand und befahl Polizei und Soldaten auf die Demonstraten zu schiessen. Zusammenstösse zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten haben mindestens 20 Menschen das Leben gekostet, zahlreiche Demonstranten, Aktivisten und Oppositionspolitiker wurden festgenommen. Blogger und Journalisten wurden von bewaffneten Schlägern bedroht.
Das Regime rief auch die Truppen der Golf-Kooperationsrates um Hilfe, lies den Einmarsch von Tausenden Soldaten aus Saudi Arabien und den anderen Golfstaaten zu, um die Proteste für mehr Demokratie niederzuschlagen. Ausser einigen Lippenbekenntnisse, akzeptiert der Westen und die USA diese Unterdrückung der Opposition.
Was wir hier sehen ist wieder eine riesen Heuchelei, denn der Westen hat sich noch nie wirklich im Nahen Osten für Demokratie eingesetzt. Je nach dem wie es in die strategischen und wirtschaftlichen Interessen passt, wird ein Regime gestürzt und das andere an der Macht gehalten.
Der wichtigste Motor der Interventionspolitik ist aber immer, was ist im Interesse des zionistischen Gebildes. Das hat die höchste Priorität. Wer dem im Wege steht wird verteufelt, bekämpft und weggräumt. Da die korrupten Herrscher auf der arabischen Halbinsel mit den Zionisten schön brav kooperieren, werden sie geduldet.
In der Zwischenzeit hat der Chefredakteur von Al-Wasat und zwei der wichtigsten Redakteure sich dem Druck gebeugt und gekündigt. Das Informationsministerium hat daraufhin zugestimmt, dass die Zeitung nach dem Ausscheiden der drei Journalisten von Montag an wieder erscheint, meldete die amtliche Nachrichtenagentur BNA.
Chefredakteur Mansur al Dschamri sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe gekündigt, um der Zukunft von Al-Wasat und der Existenzgrundlage seiner Mitarbeiter nicht zu schaden. Gegen ihn habe es eine Hexenjagd gegeben.
„Seit die Notmassnahmen verkündet wurden, haben wir unter extremen Bedingungen und immensem Druck gearbeitet“, sagte al Dschamri. Die Druckerei der Zeitung sei im vergangenen Monat zwei Mal verwüstet worden und Journalisten, Redakteure und andere Angestellte von Al-Wasat seien Opfer „einer systematischen Einschüchterungskampagne der staatlichen Medien“ geworden.
Wenn man sich die heutige Onlineausgabe anschaut, dann ist die Zeitung voll auf Linie gebracht worden. Es stehen nur gute Nachrichten über das Regime drin, oder die Opposition wird beschuldigt die Einheit des Landes zu untergraben, der Besuch des britischen Verteidigungsminister in Bahrain wird erwähnt und wie wichtig die militärische Kooperation ist, ausserdem Sportnachrichten über Fussball und Tennis zur Ablenkung.
Dieses gezwungene Ausscheiden von kritischen Journalisten ist aber nicht nur dort, sondern bei uns genau so. Auch im Westen gilt die Regel: "Die Meinungsfreiheit gilt nur solange man das sagst was die Mächtigen richtig finden."
Perlenplatz dem Erdboden gleichgemacht
Die Behörden in Bahrain haben die Statue auf dem Perlenplatz in Manama abgerissen und platt gemacht. Mit Bagger, Planierraupen und Presslufthämmern wurde das Objekt demoliert. Der Perlenplatz war der Versammlungsort der Demonstranten und das Zentrum der Protestbewegung gegen die Regierung. Diese Aktion kam nach dem die Sicherheitskräfte das Zeltlager der Protestierer auf dem Platz gewaltsam geräumt haben. 

Das diktatorische Regime in Bahrain geht massiv gegen jede Versammlung der Opposition vor und hat dessen Führung verhaftet, den Ausnahmezustand ausgerufen und Truppen aus Saudi Arabien und den Vereinigten Emirate ins Land gelassen.
Am Freitag begründete Scheich Khaled bin Ahmed al-Khalifa, Bahrains Aussenminister, die Zerstörung mit der Ausrede, damit werden "schlechte Erinnerungen" ausradiert.
Es fügte hinzu, die Priorität liege in der Wiederherstellung der Sicherheit und das drei der vier Golfstaaten Soldaten entsenden und so lange bleiben werden, bis die Ordnung hergestellt ist.
Scheich Issa Qassim, der einflussreichste schiitische Religionsführer sagte: "Die Regierung will unseren Willen brechen, damit wir unsere Forderung nach Reformen aufgeben, aber sie werden niemals unseren Willen brechen. Sie können Panzer und Flugzeuge benutzen, um unsere Körper zu zerstören, aber sie werden nie unsere Seele und unseren Willen für Reformen brechen."
Mehr als 60 Prozent der Bahrainer sind Schiiten, die im Land nichts zu sagen haben. Seit 14. Februar verlangen sie die Entfernung der seit 230 Jahren von Sunniten geführten Monarchie und Verfassungsreformen, die ihnen mehr Rechte gibt. Bisher sind bei Zusammenstössen mit Sicherheitskräften mindesten 12 Menschen getötet und 1'000 verletzt worden.
Bahrain ist der Heimathafen der US 5. Flotte und die Amerikaner befürchten, ein Sturz der regierenden Königsfamilie würde ihre Präsenz gefährden und dem Iran mehr Einfluss geben. Deshalb tun sich nichts gegen das brutale Vorgehen des Diktators, ausser leere Worte der Ermahnung äussern.
Die von den USA gewollte Niederschlagung in Bahrain
Während die Protestierer in Bahrain, die auf dem Perlenplatz campierten, von der Polizei und Soldaten mit Gewalt verjagt wurden, man friedliche Demonstranten zusammenschiesst, das Salmaniya Spital belagert und die Ärzte und Verletzten darin zusammenschlägt und jetzt Aktivisten und Oppositionsführer von Zuhause verschleppt und eingesperrt werden, tut Washington ganz scheinheilig und sagt, sie wussten von keinem Einmarsch des saudischen Militärs und sie verurteilen die Gewalt gegen die Bevölkerung. Was für ein Lügenpack.
Selbstverständlich haben die Amerikaner es gewusst. Das scharfe Vorgehen gegen die Opposition wurde sogar mit ihnen abgesprochen, denn schliesslich war US-Verteidigungsminister Robert Gates nur zwei Tage vorher zu einem Besuch da und ohne Genehmigung aus Washington hätten sie es nicht gemacht.
Warum war er sonst dort? Um Kaffee zu trinken und über das Wetter zu reden? Ganz klar ging es dabei um die Sicherung der strategisch wichtigen Flottenbasis und um den Machterhalt des bisherigen Regimes. Denn durch eine Demokratisierung und Zugewinn am politischen Geschehen durch die Opposition, wäre die Stationierung der Amerikaner möglicherweise in Frage gestellt.
Noch ein Hinweis, es ist alles mit ihnen abgesprochen, war das Treffen zwischen dem Kommandeur der 5. Flotte, Vizeadmiral Mark I. Fox, und dem Oberkommandierenden des bahrainischen Militärs, Shaikh Khalifa bin Ahmed Al-Khalifa am Montag, genau an dem Tag, an dem die Kolonne saudischer Militärfahrzeuge mit 1'500 Mann nach Bahrain eindrangen. Wie wenn beide nicht den Einmarsch als Hauptthema gehabt hätten.
Hier ist sogar ein Foto des Treffens:
Mittlerweile wurden Oppositionsführer in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag systematisch verhaftet, wie der Generalsekretär der Haq-Bewegung, Hassan Mushaima, sowie Ebrahim Sharif der säkularen Al Wa’ad Gruppe und Al Singace, welcher der Haq Bewegung angehört, zusammen mit anderen bekannten Aktivisten, wie ein Reporter von Al Jazeera berichtet.
Die Opposition wird jetzt niedergeknüppelt, zusammengeschossen und eingesperrt, mit voller Duldung der Amerikaner, ist doch klar. Schliesslich behauptet man, der Iran stecke hinter der Oppositionsbewegung und es handle sich um einen nationalen Notstand.
Amnesty International (AI) hat die Munition, die nach den Angriff auf den Perlenplatz am 17. Februar eingesetzt wurde, identifiziert. Sie sagen, es waren Tränengaspatronen und 37 mm Gummigeschosse „Made in USA“, sowie auch aus Frankreich.
AI verlangte von den Regierungen der USA und EU, sie sollen sofort mit der Lieferung von Waffen und Munition an Bahrain aufhören, die gegen die friedlichen Demonstranten eingesetzt und mit denen Menschen- rechtsverletzungen verübt werden. Ausserdem sollen sie das Ausbildungsprogramm für die Militär-, Sicherheits- und Polizeikräfte von Bahrain beenden.
Es wird auch die Berichterstattung über die blutigen Ereignisse verhindert und das offizielle Staatsfernsehen behauptet, es gebe gar keinen Proteste. Der Reporter von CNN, Mohammed JamJoom, wurde am Donnerstag des Landes verwiesen und zum Flughafen eskortiert. Die Wahrheit darf die Welt über die Medien nicht erfahren, so zeigen nur die Amateuraufnahmen der Ereignisse das schreckliche Geschehen.
Im folgenden Video sieht man wie brutal die Polizei gegen die Menschen vorgeht. Sie schiessen aus vorbeifahrenden Polizeiautos auf sie:
Der UNO-Sicherheitsrat wird wahrscheinlich der Flubverbotszone zustimmen, um die Regimegegner in Libyen zu schützen. Nur, wer schützt die Regimegegner in Bahrain? Ach, das ist ja wieder was anderes, denn der Diktator dort ist ja unser Freund, der die Stationierung unserer 5. Flotte erlaubt. Der darf die Bevölkerung zusammenschiessen, Gaddafi nicht. Wie immer gibt es für die Amerikaner gute und schlechte Diktatoren. Die guten dürfen alles, die schlechten werden bombardiert.
Schüsse auf Bahrain Demonstranten
Das folgende Video zeigt mit welcher Brutalität die Polizei in Bahrain gegen die Demonstranten vorgeht. Ein Schuss in den Kopf aus kürzester Distanz.
Seit über einen Monat wird im Golfstaat gegen die Regierung demonstriert und die Absetzung des Königs verlangt. Die schiitische Mehrheit im Land wird von der sunnitischen Minderheit systematisch unterdrückt und von allen Ämtern ferngehalten. Der Perlenplatz in Manama ist der Mittelpunkt und das Symbol der Demonstrationen und seit Wochen besetzt.
In den vergangenen Tagen sind die Ereignisse immer gewalttätiger und blutiger geworden. Am Montag ist Saudi Arabien mit Truppen einmarschiert, um das Regime an der Macht zu halten. Die Schiiten nennen diese Besetzung des Landes einen "Kriegsakt" und der König von Bahrain hat den Ausnahmezustand ausgerufen.
Wenn man das Resultat der Zusammenstösse zwischen Demonstranten und Polizei analysiert, dann muss man zum Schluss kommen, die Sicherheitskräfte haben den Befehl tödliche Schüsse abzugeben.
Am Dienstag starben sechs Menschen und 1'000 wurden verletzt, als die Regimegegner mit der Polizei zusammenstiessen. Und am Mittwoch hat das Militär und die Polizei eine gross angelegte Operation gestartet, um die Besetzer des Perlenplatz zu verjagen, bei der fünf Menschen getötet wurden.
Übrigens, die Saudis sind im Auftrag der USA in Bahrain einmarschiert, damit Washington nicht selber intervenieren muss und dann schlecht da steht. Ist doch klar, das sie ihre strategische Position mit der Stationierung der 5. Flotte verteidigen und Angst haben, wenn das ihnen hörige Regime gestürzt wird, müssen sie möglicherweis ihre Basis aufgeben. So ziehen sie wieder eine Show ab, rufen vordergründig die Regierung von Bahrain zu mehr "Demokratie" auf, um im Hintergrund mit den Saudis genau diese zu verhindern.
Saudische Truppen in Bahrain einmarschiert
Die amerikanische Muppet-Show in Saudi Arabien versucht mit aller Härte die Proteste gegen das Königshaus zu unterdrücken. Am vergangenen Donnerstag hat die Polizei ohne Vorwarnung in Qatif auf Demonstranten geschossen, einer fast ausschliesslich von Schiiten bewohnten Stadt im Osten von Saudi Arabien. Dabei wurden drei Demonstraten verletzt. Sie wollen keine Revolution, auch nicht im Nachbarland. Deshalb sind jetzt 1'000 Soldaten nach Bahrain geschickt worden, um die ansteigenden Proteste gegen die Regierung dort zu unterdrücken.
Saudische Militärfahrzeuge auf dem Weg nach Bahrain:
Saudi Arabien sagt, sie reagieren auf eine „Sicherheitsbedrohung“. Unter der Vereinbarung der Gulf Cooperation Council der sechs Golfstaaten, wird eine “Bedrohung auf ein Mitgliedsland als Bedrohung für die Sicherheit aller Mitglieder angesehen“.
Saudische Offizielle meldeten am Montag, mehr als 1’000 Soldaten, teil der Schutztruppe der Golfstaaten, sind nach Bahrain entsandt worden.
Die Opposition in Bahrain sagt aber, sie betrachten jegliche militärische Intervention als Besetzung.
“Wir empfinden die Ankunft von Soldaten oder Militärfahrzeuge auf das Territorium von Bahrain als Besetzung des Königreichs Bahrain und eine Verschwörung gegen die unbewaffnete Bevölkerung von Bahrain”, verkündete die Opposition in einer Verlautbarung.
Sie rufen die internationale Gemeinschaft dazu auf, “den Schutz der Menschen in Bahrain vor der Gefahr einer ausländischen Militärintervention zu sichern”.
Jetzt protestieren die Menschen auf den Perlenplatz auch gegen die Besetzung. Am Montag blockierten Demonstraten auch die Strassen zum Finanzdistrikt in Manama. Es gab auch Zusammenstösse an der Universität von Bahrain in der südlichen Stadt Sakhir. Bisher wurden sieben Demonstraten seit Beginn der Proteste Mitte Februar getötet.
Die Saudische Regierung hat bereits im Vorfeld Drohungen ausgesprochen, um Massenproteste im eigenen Land zu vermeiden. So wurde jegliche Art von öffentlichen Demonstration verboten. Für Freitag hatte die Opposition zu einem "Tag des Zorns" aufgerufen, aber die Proteste hielten sich in Grenzen.
In 11 saudischen Städten kam es wegen der massiven Sicherheitsvorkherungen nur zu kleinen Demonstrationen. In der Hauptstadt Riad sorgte am Freitag ein enormes Polizeiaufgebot mit Fahrzeugen und Helikoptern, das niemand sich zusammenfinden konnte. Da sie Bahrain als ihr Protektorat ansehen, dulden sie auch keine Demokratiebewegung dort.
Im amerikanischen Vasallenstaat Saudi Arabien gibt es keine Demokratie, keine freie Meinungsäusserung und auch keine Wahlen. Der Innenminister Prinz Naif ist schon seit 35 Jahren im Amt und Vertei- digungsminister Kronprinz Sultan schon seit 50 Jahren. Sie behaupten, hinter den Protesten in Saudi Arabien und Bahrain stehen die Schiiten, und die sind eine Art fünfte Kolonne des Iran.
Der Einmarsch von saudischen Truppen in Bahrain ist offensichtlich mit dem Weissen Haus abgesprochen, denn sie erfolgt nur zwei Tage nach dem Besuch von US-Verteidigungsminister Robert Gates in Manama, wo er Gespräche mit König Hamada bin Isa Al Khalifa hielt.
Wie kann man den Protest der eigenen Bevölkerung als Sicherheits- bedrohung ansehen? Offensichtlich ist das eigene Volk der Feind. Es wird hier nicht das Land bedroht, sondern die Herrschaft der Despoten. Damit ist auch die Behauptung endgültig vom Tisch, die Proteste in der arabischen Welt sind von der CIA inszeniert. Wenn schon dann vom Iran, denn nur sie würden von einem Sturz der amerikafreundlichen Diktatoren profitieren.
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Iran gewinnt, Amerika verliert
Ian Henderson - Der Schlächter von Bahrain
Seit 1998 stand ein britischer Agent namens Ian Henderson (Foto), der heute der "Schlächter von Bahrain" genannt wird, an der Spitze des Sicherheits- apparats, einschliesslich der bahrainischen Polizei. Der ehemalige Labour-Abgeordnete George Galloway (2003 aus der Labour Partei wegen seines Widerstands gegen Tony Blairs Irakkrieg ausgeschlossen) sagte schon 1997 vor dem britischen Unterhaus:
"Henderson ist als Schlächter von Bahrain bekannt. Er steht an der Spitze der Sicherheitsdienste und ist der Geheimdienstchef des Landes und hat um sich die Art von britischen Hunden und Söldnern gescharrt, deren Waffen und Elektroschock-Ausrüstung für jeden zur Verfügung stehen, der den Preis dafür zu zahlen bereit ist."
Ian Henderson, zuletzt Berater von König Hamad von Bahrain und seinem Clan, wurde in Aberdeen/Schottland geboren und verbrachte den grössten Teil seines Lebens als Kolonial-Polizei-Offizier im Ausland.
Henderson wurde vor 30 Jahren an die Spitze des bahrainischen Geheimdienstes gestellt und gab diesen Posten 1998 auf. Seitdem ist er Chefberater des Königs, dessen Absetzung die Bahrainis, Sunniten und Schiiten gleichermassen, lautstark und entschlossen seit zwei Wochen verlangen. Erst vor einer Woche überfielen Schergen des bahrainischen Militärs bei Nacht und Nebel das Aktivisten-Camp des bahrainischen Widerstands am Pearl-Platz, wobei sechs Menschen getötet wurden.
Bahrain und Grossbritannien schlossen 1971 einen Geheimpakt ab, nachdem die Insel am 14. August 1971 vom Iran abgetrennt worden war. Der Iran hatte bis weit ins 20. Jh. hinein Ansprüche auf Bahrain erhoben und sich dabei auf die einstige persische Herrschaft berufen. Erst im Januar 1970 erkannte das von Schah Mohammad Reza Pahlavi regierte Land die Souveränität des Landes an. Nach der Revolution im Februar 1979 wurde diese Vereinbarung wieder rückgängig gemacht; seitdem erhebt Iran erneut Ansprüche auf das Land, dessen Bevölkerung mehrheitlich schiitisch ist.
Internationale Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International, Human Rights Watch sowie Menschenrechtsanwälte werfen Henderson vor, Bahrainis gefoltert zu haben.
Dazu Tony Thompson vom Londoner Observer am 30. Juni 2002:
"Seine Leute nahmen Tausende von Anti-Regierungsaktivisten fest und folterten sie."
Thompson weiter:
"Ihre Aktivitäten umfassten die Plünderung von Dörfern, sadistische sexuelle Misshandlungen und die Verwendung von Bohrmaschinen, um Gefangene zu verstümmeln. Bei zahlreichen Gelegenheiten verhafteten sie sogar Kinder, ohne ihre Eltern zu informieren und schicken sie Monate später in Leichensäcken zurück."
Bevor Henderson nach Bahrain ging, arbeitete er in den 50iger Jahren in Kenia/Ostafrika als Polizeioffizier. Er verdiente sich dort seine Sporen im Kampf der britischen Kolonialarmee gegen die kenianische Freiheitsarmee, auch unter dem Namen "Mau Mau" bekannt. Dem britischen Agenten gelang es, den Anführer der Mau Mau, Dedan Kimathi, 1956 dingfest zu machen, der ein halbes Jahr später aufgehängt wurde. Bis auf den heutigen Tag weigert sich die britische Regierung mitzuteilen, wo der kenianische Freiheitsheld begraben liegt.
Während des britischen Kolonialkrieges gegen Kenia wurden eine Million Menschen in Konzentrationslager gepfercht. Die Häftlinge wurden beim Bau des Embakasi-Flughafens eingesetzt.
Schon damals war Henderson als "Chef-Folterer" verschrien.
1986 wurde Henderson von der britischen Königin Elizabeth II als "Kommandeur des britischen Empires" in den Adelsstand gehoben. Die Menschenrechtsorganisation "Bahrain Youth Society for Human Rights" versucht schon seit Jahren vergeblich Ian Henderson wegen seiner Verbrechen gegen die Menschlichkeit und seiner Gräueltaten vor Gericht zu bringen (byshr.org). Aber wie immer, ein westlicher Schlächter wird beschützt und kommt davon.
"Menschen zu töten ist verboten, ausser man macht es in grossen Mengen unter einer Flagge, dann bekommt man als Auszeichnung einen Orden dafür."
Bahrainische Offiziere im Vereinigten Köngreich ausgebildet
Das britische Verteidigungsministerium hat nach Informationen des Guardian mehr als 100 bahrainische Militär- offiziere in den vergangenen fünf Jahren in Sandhurst und an anderen Militär-Hochschulen in Grossbritannien ausgebildet. Es hat Ausbildungsplätze für Soldaten aus den Golf-Staaten bereitgestellt, die an Ausbildungs- kursen für Jungoffiziere der britischen Armee, der RAF (Royal Air Force), der Royal Navy sowie für das gemeinsame Militärkommando teilgenom- men haben. Es hat auch Kurzzeit-Teams für Sondereinheiten in Bahrain eingerichtet. Das Ministerium liess verlauten, dass es "Beratungs- besuche, einen Gedankenaustausch unter Militärpersonal sowie Führungs- training für gehobene Ränge sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Bahrain selbst eingerichtet" habe.
Die Zusammenarbeit der britischen Regierung mit bahrainischem Militär kam ans Licht, als Nachrichten verbreitet wurden, dass Soldaten mit scharfer Munition gestern auf Demonstranten geschossen haben, wobei zahlreiche Menschen getötete und verwundet wurden, und dass Luftabwehrgeschosse für Warnschüsse verwendet worden waren.
Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch rief dazu auf, jede Militärhilfe für Bahrain, auch die der britischen Regierung "angesichts dessen, was wir bei der Auseinandersetzung des bahrainischen Militärs mit Demonstranten jetzt erlebt haben, einzustellen."
Eine ähnliche Offiziersausbildung stellt Grossbritannien anderen Ländern des Mittleren Ostens zur Verfügung. Algerien hat zum Beispiel seit 2005 139 Offiziere auf vom Verteidigungsministerium eingerichtete Kurse delegiert, der Jemen 56 und das ägyptische Militär, das seit dem Sturz von Mubarak das Land regiert, hat 34 Offiziere im gleichen Zeitraum nach England geschickt.
Dazu der Sprecher des Verteidiungsministeriums:
"Das Vereinigte Königreich bietet eine erstklassige Ausbildung im Bereich der Verteidigung für zahlreiche Golf-Staaten, wodurch dauernde Bindungen zwischen den Streitkräften entstehen und wodurch die Fähigkeit unserer Streitkräfte in Richtung Stabilität in der Region zu kooperieren gestärkt wird." Der Sprecher weiter:
"Bahrain ist ein wichtiger Verbündeter, und als Teil unserer langjährigen, positiven zweiseitigen Beziehungen haben wir Ausbildungen für die bahrainischen Streitkräfte im Land vorgenommen."
Die Rolle britischer Waffenhändler wird auch verstärkt unter die Lupe genommen. Fast 100 britische Unternehmen stellen aus Anlass einer grossen Waffenmesse in Abu Dhabi, der IDEX 2011, aus, die am Sonntag eröffnet wird. Die Organisation, die für die britische Regierung Waffengeschäfte tätigt, die UKTID SO, hat einen Stand auf der "grössten Verteidigungs- und Sicherheitsmesse im Mittleren Osten und Nordafrika, um Marketing-Kampagnen von Unternehmen für den Export von Verteidigungs- und Sicherheitsausrüstung zu fördern."
Nach den blutigne Ausseinander- setzungen vom Vortag kamen Regierungsgegner in Bahrain in Scharen zurück auf den Perlenplatz am Samstag, um ihren Sieg zu demonstrieren und die Polizei flüchtete und lies sie gewähren. Die Regierung sagte, sie will einen Dialog mit den Oppositionsgruppen eröffnen, welche Reformen verlangen. Kronprinz Salman bin Hamad al-Khalifa versucht damit die Wut in der Bevölkerung zu beruhigen.
Die Massen kamen aus allen Richtungen auf den Perlenplatz, der mittlerweile ein Symbol der Freiheit für sie gilt. Anfänglich schoss die Polizei noch Tränengas auf die Demonstranten, zogen sich aber plötzlich zu ihren Bussen zurück.
“Wir haben keine Angst mehr vor dem Tod, lass die Armee kommen und uns alle töten, damit die Welt sieht, was für Unmenschen sie sind,” sagte Umm Mohammed, ein Lehrer.
Die Protestierer jubelten und schwenkten die Nationalfahne, stiessen in die Mitte vor und eroberten den Platz zurück. Sie liessen sogar die fliehenden Polizisten durch ihre Reihen hindurch, die sich aus dem Staub machten.
Die Macht der nächsten seit Jahrzehnten vom Westen an der Macht gehaltene Despotenfamilie wackelt und die Bahrainis haben ihre Stärke und ihren Zusammenhalt erkannt.
Armee von Bahrain erschiesst Demonstranten
Der nächste Diktator "Made in America" lässt seine Armee auf friedliche Demonstranten schiessen. Oder sind es importierte Söldner aus Saudi Arabien? Wieder ein Verbündeter der alles darf, auch sein Volk abknallen, weil das Land ja strategisch so wichtig ist, wegen der Stationierung der 5. Flotte gegen Iran.
Aus einer anderen Perspektive ...
Ein Verletzter erzählt was passiert ist und dann ...
Wie PressTV berichtet, hat das bahrainische Militär Maschinengewehr- feuer auf Demonstranten eröffnet, die auf dem Weg zum Krankenhaus waren, wobei Hunderte verwundet wurden, was nach Angaben von Ärzten als Versuch angesehen werden muss, ein Massaker zu verüben.
Die Armee hat im Verlauf massiver Pro-Demokratie-Proteste Notarzt- wagen und Ärzte daran gehindert, Verwundete zu erreichen, so Dr. Ghasam, ein Arzt des Salmaniya-Krankenhauses in Manama gegenüber PressTV.
Er gab an, dass die Demonstranten schweigend zum Krankenhaus marschierten, um jene zu besuchen, die bei den vorgangegangenen Protesten verwundet worden waren, als sie durch Truppen, die sich in der Nähe des Krankenhauses aufhielten, in einen Hinterhalt gerieten.
"Sie haben noch nicht einmal Anti-Regierungsparolen gerufen. Sie wollten die Leute besuchen, die am Donnerstag verwundet worden waren", so Dr. Ghasem weiter.
Er besteht darauf, dass es sich um ein im Voraus geplantes Massaker gehandelt habe.
"Wir brauchen Hilfe! Unser Personal ist vollkommen überfordert. Sie schiessen auf die Köpfe der Leute, nicht auf die Beine. Ihnen wird das Gehirn aus dem Kopf geschossen", sagte Dr. Ghasam.
Er verglich die Situation im Krankenhaus mit einer Kampfzone.
Der Abgeordnete des Bahrainischen Parlaments Ali al-Aswad, der sich zur Zeit der Ereignisse im Krankenhaus befand, gab PressTV gegenüber auch an, dass die Armee das Krankenhauspersonal davon abgehalten habe, die Verwundeten zu erreichen und forderte die Bahrainischen Behörden dazu auf, aufzuhören die eigenen Menschen umzubringen.
Nach Angaben des Bahrainischen Abgeordneten sind fast 700 Soldaten in der Nähe des Krankenhauses stationiert.
Nach der gewaltsamen Vorfällen versprach Bahrains Kronprinz Salman bin Hamad al-Khalifa, einen nationalen Dialog zu beginnen, sobald sich die Lage beruhigt habe.
Die Schüsse fielen nach einem Beerdigungsmarsch, der für die am Donnerstag Getöteten abgehalten wurde und sich zu einem Pro-Demokratie-Protest mit Zehntausenden entwickelte - mit Menschen- mengen, die in den Wochen zuvor nie gesehen worden waren.
Vier Pro-Demokratie-Demonstranten wurden getötet und 231 verletzt, als Spezialeinheiten der Polizei das Protest-Camp in den Morgenstunden am Donnerstag überfielen, als die meisten Demonstranten noch schliefen, in dem Versuch, den zentralen Platz der Hauptstadt von Demonstranten zu säubern.
Die Beerdigungsfeier für die Opfer wurde nach dem Freitagsgebet abgehalten.
Wo ist die Empörung der westlichen Politiker darüber? Ach ja, einen Regime-Wechsel in Bahrain kann sich die US-Regierung nicht leisten, da muss man ruhig sein.
Und Formel-1-Boss Bernie Ecclestone hat immer noch nicht entschieden, ob er das Rennen zum Saisonauftakt am 11. März absagen will.
Washington macht sich Sorgen um Bahrain
Tausende Pro-Demokratie-Bahrainis haben sich erneut in der Hauptstadt Manama versammelt, um gegen die jüngste Ermordung von zwei Demonstranten durch Sicherheitskräfte zu protestieren. Von antiamerikanischen Parolen war bei den Demonstrationen in der Hauptstadt Manama bis jetzt nichts zu sehen. Doch den USA ist einiges daran gelegen, ihre Militärpräsenz im Golf beizubehalten. Eine Demokratisierung des kleinen Emirats könnte alles ändern.
Mehrere hundert Menschen haben dem Begräbnis von Fadel al-Matrook, 31, beigewohnt, der einen Tag zuvor bei Zusammenstössen mit Sicherheitskräften erschossen wurde, berichtet Reuters.
"Wir verlangen unsere Rechte auf friedliche Weise," sagt der 21-jährige Student Bakr Akil. "Ich bin optimistisch, dass unsere massive Anwesenheit zur Erfüllung unserer Forderungen führt."
Die ungefähr 2000 Demonstranten, die einen Regierungswechsel im kleinen Königreich im Persischen Golf fordern, verbrachten die Nacht in Zelten am Pearl-Kreis im Zentrum von Manama.
Matrook gehörte zu den etwa 4.000 Demonstranten, die am Dienstag zur Beerdigung eines weiteren getöteten Demonstranten gekommen waren. Es handelt sich um den 27-Jahre alten Ali Abdulhadi Mushaima.
Mushaima war am Montag erschossen worden, als die Polizei mit Tränengasgeschossen und scharfer Munition in Daih, einem Dorf in der Nähe von Manama, auf Menschen feuerten, um einen Pro-Demokratie-Protest aufzulösen. Er erlag später im Krankenhaus seinen Schussverletzungen.
In der Zwischenzeit verlangte der Abgeordnete Jassim al-Saeedi von der Regierung, stets mit scharfer Munition gegen Protestierende vorzugehen.
Die bahrainische Menschenrechtsorganisation 'Human Rights Society' (BHRS) hat sich schockiert über den Vorschlag gezeigt. 'Human Rights Watch' appellierte am Dienstag an die Bahrainischen Behörden, die Sicherheitskräfte anzuweisen, die Angriffe auf friedliche Demonstranten einzustellen und die jüngsten Tötungen zu untersuchen.
Bahrains König Hamad bin Isa Al Khalifa, der seit 1999 Staatspräsident und seit 2002 König des Scheichtums ist:
"Das Königtum von Bahrain ist ein Land des Rechts und konstitutioneller Staatsorgane."
Obwohl in dem Land Regierungsgegner gefoltert und sogar im Ausland, so in London, vom bahrainischen Geheimdienst verfolgt werden, garantiere sein Königreich, so Hamad,
"das Recht, seine Meinung zu sagen - ein Recht, das durch die Verfassung gewährleistet ist."
Die 18 schiitischen Abgeordneten, die nach den Wahlen vom letzten Jahr in das 40-köpfige Parlament einzogen, haben ihre Präsenz dort inzwischen eingestellt und sich den Pro-Demokratie-Protesten angeschlossen.
Auf den Plakaten der Protestierenden kann man ähnliche Parolen sehen wie in Ägypten.
Ein politischer Kommentator, der von Press TV interviewt wurde, gab an, dass Saudi-Arabien schon Truppen in das Königtum geschickt habe, um mitzuhelfen, die Proteste gewaltsam niederzuschlagen.
In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sind hunderte Polizisten mit Schlagstöcken, Gummigeschossen und Tränengas auf die schlafenden Demonstraten losgegangen, die auf der "Pearl Square" in Manama campierten, um für politische Reformen zu protestieren. 4 Menschen wurden dabei getötet und über 100 verletzt. Nach dem die Polizei den Platz geräumt hatte, fuhren 50 Panzer als Machtdemonstration auf.
"Die Polizei kommt, sie schiessen Tränengas auf uns," rief ein Demonstrant mitten im Chaos. Ein anderer sagte: "Ich bin verwundet, ich blute. Sie töten uns!"
Die Polizeigewalt kam, nach dem tausende von Schiiten, die durch den Aufstand in Tunesien und Ägypten animiert wurden, auf die Strasse gingen, um gegen ihre Unterdrückung durch die regierende sunnitische Königsfamile zu protestieren, noch eine Diktatur, die von den USA an der Macht gehalten wird.
"Das ist echter Terrorismus," sagte Abdul Jalil Khalil, ein Parlamentarier der schiitischen Opposition Wefaq. "Wer immer die Entscheidung getroffen hat anzugreifen, hatte das Ziel zu töten."
Bilder des Angriffs auf schlafende Demonstranten:
Die schiitische Bevölkerungsmehrheit - 70 Prozent der 530.000 Einwohner - klagt schon lange über Diskriminierung und schlechte Behandlung durch die sunnitische Führungsschicht. Seit Jahrzehnten dringen sie auf stärkere politische und gesellschaftliche Teilhabe.
Sie kritisieren, dass Spitzenposten in Politik und Militär Sunniten vorbehalten bleiben. Bei einer wirklich demokratischen Vertretung der Bevölkerung würden aber die Schiiten mehr Einfluss gewinnen und damit möglichweise auch der Iran.
Deshalb ist Washington sehr besorgt über die Lage in Bahrain. Ist doch das kleine Emirat ein zentraler Pfeiler der US-Hegemoniestrategie in der Region. Die 5. Flotte hat ihren Sitz ist Manama. Der Verband besteht normalerweise aus mindestens einem Flugzeugträger und einer „amphibischen Gruppe“ von Kriegsschiffen mit Marines an Bord, die eine Invasion durchführen können.
Angeblich soll die Flottenpräsenz den ungehinderten Transport von Erdöl durch den Golf sicherstellen. Dabei geht es hauptsächlich um eine Drohung gegen den Iran auf der gegenüberliegenden Küste. Nach dem Angriffskrieg 1991 gegen den Irak war Bahrain zu einem der wichtigeren "Partner" des Pentagons geworden. Tatsächlich ist das Land ein höriger Vasall.
In der Zwischenzeit hat ein US-Flugzeugträger den Suez-Kanal passiert. Das Schiff ist auf dem Weg vom Mittelmeer in den Persischen Golf. Die USS-Enterprise ist am Dienstag in Begleitung eines Kreuzers und eines Versorgungsschiff ins Rote Meer und damit im Verantwortungsbereich der 5. US-Flotte gefahren.
Nach Einschätzung von Stratfor hat die US-Marine ihre Präsenz in der Region, wegen der politische Unruhen in Ägypten und Bahrain, verstärkt. Demnach befinden sich im Einsatzgebiet der 5. Flotte nunmehr DREI Flugzeugträger!
Die Verteilung der US-Flotten über den Globus:
Verdeutlicht das imperialistische Gehabe Washingtons, die mit ihrer Kanonenboot-Diplomatie meinen, ihnen gehört die Welt. Eine 1. Flotte gibt es nicht, bzw. damit wird inoffiziell die Flotte der Küstenwache gemeint.
Hier die Live-Berichterstattung über die Situation in Bahrain.


