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E-Voting - Grösste Gefahr für die Demokratie!

Samstag, 11. November 2006 , von Freeman um 18:59

Als Softwareentwickler mit 30 Jahre Erfahrung in der Informatik kann ich nur Alarm schlagen und auf die grosse Gefahr hinweisen die mit jeglicher elektronischer Wahl verbunden ist. Bei so einer Methode verschwindet jede Stimmabgabe in einer Maschine, einem "schwarzen Loch", und niemand kann überprüfen ob die Zahl die dann angezeigt wird wirklich stimmt. Die elektronische Stimmabgabe hat keinen Papierbeleg und somit keinen Beweis der nachkontrolliert und nachgezählt werden kann. Damit gehen geheime und demokratische Wahlen vor die Hunde. Das muss das Stimmvolk wissen.

Mit Wahlcomputern oder Wahlen über SMS und Internet haben wir keine Wahl mehr: Es gewinnt, wer die Computer am besten zu manipulieren versteht. Wer behauptet, diese Art von neuer Wahlmethode ist sicher, hat keine Ahnung was an technischer Verfälschung möglich ist, oder will bewusst das Volk für dumm verkaufen und ist selber der Manipulator.

Die USA ist uns da auch schon voraus und hat sehr schlechte Erfahrungen mit E-Voting gemacht, weil viele Abstimmungen durch Softwarefehler, technische Störungen oder durch kriminelle Handlungen verfälscht wurden. Dort gibt es eine grosse neue Bewegung im Volk, welche die Rückkehr zum bewährten Verfahren mit Wahlzetteln verlangt. Warum den gleichen Fehler hier machen?

Zitat des Diktators Stalin: "Diejenigen, die wählen gehen, entscheiden gar nichts. Die, die Stimmen zählen, entscheiden alles." In diesem Fall ist es der Programmierer der Wahlcomputer der alles entscheidet.

E-Voting ist die grösste Gefahr für die Demokratie und darf gar nie eingeführt werden, und die genannten Vorteile der Befürworter wegen Einfachheit, Kosteneinsparung oder man erreicht damit die Jugend, steht in keinem Verhältnis zu den Nachteilen. Die herkömmliche Wahl mit Wahlzettel ist die sicherste Methode. Ausserdem sollte das Stimmvolk über so einen Systemwechsel, mit den Vor- und Nachteilen, erst mal aufgeklärt werden und darüber abstimmen dürfen.

Ein stille und heimliche Einführung von E-Voting sollte alle Demokraten hellhörig machen.

insgesamt 6 Kommentare:

  1. george.orwell sagt:

    Info: Auch jetzt gibt es schon Wahlcomputer, die manipulierbar sind, wie folgender Artikel des "Chaos Computer Clubs" zeigt:

    http://www.ccc.de/press/releases/2007/20070609/

  1. Anonym sagt:

    Hallo Freeman,

    Ein Student stellt John Kerry die Frage, warum er nicht Präsident ist, wo er doch 2004 die Wahl gegen Bush gewonnen hat. Er wird dann abgeführt und, obwohl wehrlos am Boden liegend, mit Stromstößen traktiert. Ein wirklich erschütterndes Video:
    http://www.youtube.com/watch?v=CheY0jYXJjY
    Man sollte das mal publik machen.
    Von wegen Redefreiheit in den USA.

  1. Freeman sagt:

    Schlimm was die mit dem Studenten machen... wegen nichts. Redefreiheit gibt es nicht mehr, und die USA ist ein Polizeistaat... ich schreibe schon lange darüber, Bush ist ein Diktator und hat den Faschismus den Amis gebracht. Nur sie wollten es ja so... wie der Student richtig gefragt hat... warum hat Kerry die Wahlfälschung akzeptiert? Warum akzeptiert das Volk überhaupt den ganzen Scheiss... wie 9/11, Kriege, Lügen und die Zerstörung der Verfassungsrechte? Was ist aus denen geworden? Alles Zombies!

  1. Anonym sagt:

    Jetzt beginnen die Medien das Thema zu drehen: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,506950,00.html
    Der Student habe das mit voller Absicht provoziert um seine 15 Minuten Ruhm zu erlangen. Er habe Kerry provoziert und sei ein Spinner. Ausserdem wird er falsch übersetzt mit den Worten: Is anybody watching this? - (Spiegel: Guckt Ihr auch zu?) Richtig: Sieht das irgendjemand?
    Auf seiner Internetseite - wird weitergehetzt - steht, dass er sich einen Anwalt genommen hat.
    Natürlich hat er sich einen Anwalt genommen, was soll er den sonst machen?

  1. Freeman sagt:

    Das Opfer ist der Täter, ist ja klar, dass sie es so hindrehen und die Wahrheit verfälschen. Der Schmiergel ist sowieso ein Scheissblatt... verteidigt generell die Lüge. Im Forum wird darüber diskutiert.

  1. Anonym sagt:

    Selbst wenn der Student versucht hat zu provozieren, ist das noch lange kein Grund ihn zu verhaften und, obwohl er schon von einem halben Duzend dieser verhaltensgestörten Gewalttäter hilflos auf den Boden gedrückt wurde, noch mit Elektroschocks zu foltern.
    Selbst John Kerry hat darum gebeten, den Studenten ausreden zu lassen und auf Gewalt zu verzichten. Aber da Gewalt in den USA gesellschaftlich mehr akzeptiert ist, als z. B. die ach so gefährliche Sexualität, konnten diese Folterknechte ihre primitiven Gewaltphantasien wieder so richtig ausleben.

    Soviel zum Thema Amerika, das angebliche Land der Freiheit und dem Recht, seine Meinung unbehelligt äußern zu dürfen!

    Ein Land, welches so sehr in eine Richtung tendiert, wie die USA in Richtung Kapitalismus, kann niemals die Freiheit bieten, die den USA jahrzehntelang immer angedichtet wurde. Das gleiche gilt für Staaten, die den Kommunismus als Idealform ansehen, was natürlich ebenso falsch ist. Nur wer eine Mischform verschiedener Richtungen unter einem Hut bringen kann, ist in der Lage, möglichst vielen Menschen die Lebensgrundlagen zu bieten, die sie sich von einer Gesellschaft erhoffen. Dies wird aber leider von den eigentlichen Machthabern dieser Welt verhindert. Was dazu geführt hat, dass auch diejenigen, die in dem offensten und tolerantesten Land leben, nur eine Scheinfreiheit „genießen“. Solange das Grundübel „Die Macht der Mächtigen“ nicht konsequent beseitigt wird, wird sich an dieser menschenverachtenden Situation nichts verändern!