Freitag, 3. Mai 2019

Schickt Washington eine Kriegsflotte nach Venezuela?

Das Trump-Regime hat nur zwei Möglichkeiten, was Venezuela nach dem gescheiterten Putschversuch betrifft. Entweder akzeptiert es, die überwiegende Mehrheit der Venezonaler stehen hinter Präsident Nicolas Maduro und lehnen die Puppe Guaido ab, es vergisst den Regimewechsel, oder es kommt die militärische Option ins Spiel, um mit einem Angriffskrieg die Regierung zu stürzen und Guaido auf einem US-Panzer in den Präsidentenpalast in Caracas an die Macht zu bringen.

Wenn es nach den beiden Kriegshetzern Bolton und Pompeo geht, die gesagt haben, "alle Optionen liegen auf dem Tisch" (Bolton), und eine Militäraktion sei möglich und "wenn dies erforderlich ist, werden die Vereinigten Staaten das tun" (Pompeo), dann sieht es nach einem Angriff auf Venezuela aus.

Mit welchen militärischen Mitteln kann dieser Angriff gegen Venezuela realistisch durchgeführt werden? Nur durch Verbände der US Navy, die sich in die Gewässer vor Venezuela positionieren.

Dann können Tausende Marines mit mobilem Kriegsgerät an der Küste landen und mit trägergestützten Helikoptern und Kampfjets die Lufthochheit über Venezuela übernehmen.

Ich habe mir die Lage angeschaut und stelle fest, tatsächlich gibt es mehrere Flottenverbände, die ihre Heimathäfen in den USA in den letzten Tagen verlassen haben und möglicherweise in Richtung Süden unterwegs sind.


Die Carrier Strike Group 10 mit dem Flugzeugträger USS Dwight D. Eisenhower als Flaggschiff hat am 26. April Norfolk an der Ostküste verlassen und befindet sich ab der Küste von Virgina.

Die Carrier Strike Group 9 mit dem Flugzeugträger USS Theodore Roosevelt als Flaggschiff hat genau am selben Tag San Diego an der Westküste verlassen und befindet sich ab der Küste von Südkalifornien.

Dazu hat die Boxer Amphibious Ready Group (ARG) und die 11. Marine Expeditionary Unit (MEU) auch die Marinebasis von San Diego am 1. Mai für einen Einsatz verlassen.

Laut eigenen Angaben wird das Team von Boxer ARG / 11 MEU maritime Sicherheitsoperationen, Krisenreaktionsoperationen, Sicherheits- kooperationen in einem Einsatzgebiet und Vorwärts-Marine-Präsenzoperationen durchführen.

"Es war unglaublich zu sehen, dass die Interoperabilität der Boxer ARG / 11 MEU zu einem zusammenhängenden Team aus allen Schiffen der ARG zusammengeschlossen ist." sagte Kapitän Brad Arthur, Kommandant des Amphibious Squadron (PHIBRON) 5. "Ich bin überzeugt, dass wir nach den schwierigen Einheiten und integrierten Zertifizierungszyklen geschult sind und bereit sind, kritische Missionsbereiche zu erfüllen, die für den weltweiten Einsatz erforderlich sind."




Boxer ARG besteht aus dem amphibischen Angriffsschiff USS Boxer (LHD 4), dem amphibischen Transportdock USS John P Murtha (LPD 26) der Klasse San Antonio und dem amphibischen Landungsschiff der Harpers Ferry-Klasse USS Harpers Ferry (LSD 49). Zu den eingeführten Befehlen gehören "Blackjacks" des Hubschrauber-Seekampfgeschwaders (HSC) 21, die Einheit 5 der Sturmangriffe, die Gruppe 1 des Marine-Strandes, die Einheit der Strandmeister 1, das Flottenoperations-Team 5 und das Tactical Air Control Squadron 11.

"Unser blau-grünes Team ist bereit für den Einsatz", sagte Oberst Fridriksson, 11. MEU-Kommandeur. "Wir haben an Land, in der Luft und auf See trainiert, um auf Ereignisse im Rahmen der militärischen Operationen zu reagieren, und wir werden bereit sein, wenn und wann wir dazu aufgefordert werden."

Das heisst, die Boxer ARG / 11 MEU hat 4'500 Matrosen und Marines an Bord, die mit Landungsschiffen und Helikopter eine Invasion an der Küste durchführen können. Gleichzeitig würden mit den beiden Flugzeugträgern plus Boxer ca. 240 Kampfflugzeuge einsatzbereit sein.

Da es bisher keinerlei Bestätigung über den Einsatz dieser Flottenverbände aus Washington gibt, ausser sie würden "Übungen" durchführen, ist es im Moment reine Spekulation, sie werden in Richtung Venezuela entsendet.

Aber, wenn man bedenkt, was in Venezuela gerade passiert und die Kriegsrhetorik aus dem Weissen Haus hört, würde es mich nicht überraschen, wenn diese Armada die Gewässer vor Venezuelas als nächstes Ziel hat.

Ach ja, gleichzeitig befinden sich ZWEI Flugzeugträger im Mittelmeer, das erste Mal seit langem, um wie es heisst, "den Russen eine Botschaft zu schicken", die USS John C. Stennis und die USS Abraham Lincoln.

11 Kommentare:

  1. Die Amerikaner werden es niemals akzeptieren.

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  2. Hoffen wir mal das die Russen bei ihrem letzten Venezuela-Besuch nicht nur eine Menge militärische Berater an Bord hatten sondern auch mind. eines der Radar-/Eloka-Systeme mit 1-2 Batterien S-400. Somit wären die Kuhbuben "blind" da unten.
    Wenn der Kim bei seinem Wladiwostok Besuch eine "ergatterte" F-35 als Geschenk für Putin im Gepäck hatte und Russland nun auch in Südamerika aktiv "berät", dann ist das alle pures gekeifere was die Amis da abziehen.
    Um nichts in der Welt würden die es riskieren offensichtlich (!) brüskiert zu werden indem man Truppen/Kriegswerkzeug verliert. Was hinter den Mainstream-Kulissen passiert ist etwas anderes, denn der Verlust der F-35 in Asien ist ja bis heute noch nicht an alle durchgedrungen.

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  3. Ja du hast vollkommen recht. Trump wird kurz vor der Wahl sich sein Eigenes Vietnam besorgen wollen.

    Peace is the prize.

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  4. Ich denke nicht dass die USA sich trauen anzugreifen. Venezuela hat über 2 Millionen Reservisten und haben jüngst mit Hilfe von Russland ihre S-300 Luftabwehr massiv verstärkt. Die USA sind zwar haushoch überlegen, dennoch würde es Sie dutzende Flugzeuge kosten, die Lufthohheit zu übernehmen. Ich glaube nicht dass Sie das riskieren werden. Sie werden weiter versuchen das Land zu stürzen. https://militarywatchmagazine.com/article/venezuela-deploys-advanced-s-300vm-missile-systems-to-protect-capital-amid-growing-u-s-threats

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  5. Mit den versuchten Putsch haben die Amerikaner die Russen ungewollt endgültig nach Lateinamerika reingelassen.

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  6. Früher nannte man das Säbelrasseln. Säbel sind nicht mehr in Mode und auch die altbekannte Kanonenboot Politik ist mit Flugzeugträgern modernisiert worden. Aber offenen Krieg zu riskieren mit unbekanntem Ausgang ist eine andere Sache. Putins Fuss ist in der Tür! Warten wir seien nächsten Zug ab. Er kann ja schon Carrier Zerstörer vor Ort haben, U-Boote und/oder grössere ¨Überwasser-Einheiten mit den entsprechenden Raketen. Flugzeugträger sind veraltete WWII Technik, grosse, fette Ziele.
    Man vergesse nicht, wer von der Kaspisee über Iran-Irak nach Syrien schiessen und treffen kann, verfügt über Möglichkeiten. Wenn er zB ein oder zwei Schiffe an Venezuela verleasen würde, wie an Indien, im Gegenzug Erdöl eintauscht, sieht alles wieder eher nach Kennedy-Chrustschow Deal - Kuba/Türkei Basen - aus. Putin dürfte Trump sogar noch einen Rückzug mit wenig Gesichtsverlust ermöglichen. Putin verfügt über Geschichtskenntnis und –Verständnis. Maduro ist auch nicht dumm. Beide sehr beherrscht.
    Die Suppe wird wohl nicht zu heiss gegessen und Guaidó verschwindet bald auf dem Misthaufen der Geschichte, resp vor einem Kriegsgericht wegen Hochverrats oder im Ausland. Vor dem Kriegsgericht müsste man ihn zum Tode verurteilen, was wiederum als Vorwand zu weiteren Sanktionen-Angriffen und viel Geschrei im Werte Westen führen würde. Werte im Westentaschenformat… Man denke an Jemen und das Getue um angebliche undemokratische Verfehlungen Maduros, im Gegensatz zu den EU-Kommissaren vom Volk gewählt, Main-Shit-Medien Ablenkung, nötig nach der de facto Niederlage in Syrien.
    Kaputtschlagen könne sie noch, aufbauen nicht, nicht einmal mehr den Hauptstadt Flughafen in Berlin oder Stuttgart 21, einen Bahnhof. 1944 haben die Deutschen noch ganze Industrien in Tunnels und Kavernen verlegt. Die US-Infrastruktur ist auch völlig im Eimer.
    Krieg ist immer ein Jammer, statt die Völker in Ruhe zu lassen, es ginge allen gut ohne das Gott verdammte Hochfinanzsystem. DAS muss weg!

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  7. Nimmt man die Eskalationsstufen aus "Bekentnisse eines Economic Hitman" so ist nach weiteren Attentatversuchen die Invasion der nächste Schritt. Die Frage wird sein, wie gut das Militär in Venezuela wirklich aufgestellt ist.
    Sollte eine Invasion Scheitern so wäre dies nach Syrien der nächste Sargnagel für die US-Hegemonie.

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  8. @Freeman die Zeit der kolonialen Seemachtkräfte nach 500 Jähriger Ausbeutung der Ressourcen Weltweit ist vorbei.

    Die Russen haben die Technologie der "Raketen" revolutioniert mit der 20 fachen Schallgeschwindigkeits Rakete unter anderen "Avangard".

    Sobald sich egal welche Seestreitmacht auf dem Weg macht,werden Sie durch die neueste Russische Technologie ins Steinzeit Alter katapultiert.

    Die Raketen werden den Aggressor im eigenen Land als erstes Treffen um den Nachschub zu stoppen... danach wird die Flotte versenkt.

    An der Stelle der VSA würde ich erstmal überlegen ob ich diesen Krieg gewinnen könnte... mal überlegen nein können sie nicht.

    Wenn Venezuela nur einen kleinen Bruchteil der Russischen Raketen Besitz dann mache ich mir überhaupt keine Sorgen mehr.

    Eine Intervention wie in Somalia könnte ich mir vorstellen ihr erinnert euch doch noch alle an" Black Hawk Down" oder.? Diesen Krieg haben sie ebenfalls verloren. Bodentruppen in Venezuela kann ich nicht beim besten Willen nicht vorstellen.

    Danke Freeman du bist der beste Bericht erstatter und Journalist.

    Freiheit für Snowden und Assange.

    Keiner kann die freie Meinungsäußerung verbieten.!

    Freiheit für alle Inhaftierten Journalisten weltweit.

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  9. China nicht vergessen. Die Unterstützen Venezuela ebenfalls.

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  10. @aus München
    Gut zusammengefaßt, aber (leider) auch etwas optimistisch. Warum sollte Russland US-Schiffe versenken, wenn die Cowboy-Gangster weiter herumsticheln in Venezuela. Wahrscheinlich ist, daß "die Amerikaner" mittels Geheimdienste weiter versuchen werden Venezuela zu schwächen und versuchen werden weiter von innen heraus zu stören, einfach so beschlagnahmt haben sie ja auch schon viel.

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    1. Sehe ich auch so! Plus die altbewärte "Sanktionierungsschraube"

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Wer zum ersten Mal hier kommentiert, sollte zuerst das lesen: Blog Spielregeln