Welcher Krieg soll denn kommen?
Öfters werde ich nach meinen Warnungen angesprochen, ja aber einen Krieg in Europa könne man sich nicht vorstellen, wenn ich historische Beispiele bringe was wegen einer Weltwirtschaftskrise als "Lösung" passiert. Daran sehe ich wie eurozentrisch die Leute sind, wie wenn sich die Welt nur um Europa dreht. Wer sind wir schon? Ein Kontinent der sich selbst zerstört, sich in ein Altersheim verwandelt und am abserbeln ist. Die Zukunft liegt im Osten. Ich rate jedem jungen Menschen Russisch und Chinesisch zu lernen, wenn man clever ist.
Wer sich das chinesische und japanische Fernsehen in letzter Zeit angeschaut hat muss den Eindruck gewinnen, der Ausbruch eines Krieges zwischen China und Japan steht unmittelbar wegen der umstrittenen Inseln bevor, die Japan Senkaku nennt und die Chinesen Diaoyu, die beide Seiten vehement beanspruchen. Es geht nicht um die Felsen im Meer sondern was im Meer an Ressourcen liegt, hauptsächlich ergiebige Gasvorkommen. Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe der Kontrahenten kreuzen über und rund um die Inseln herum und berühren sich fast. Ein nervöser Finger am Abzug der als Kriegsakt ausgelegt wird und es geht los.

Hillary Clinton ist wieder auf den Beinen und hat bei einem Treffen mit ihrem japanischen Amtskollegen Fumio Kishida die chinesische Regierung wegen des Streits mit Japan über die Inseln im Ostchinesischen Meer gewarnt. Clinton rief die chinesische Regierung am Freitag auf, nicht die Kontrolle über die im Mittelpunkt des Streites mit Japan stehenden Inseln zu fordern.
"Wir möchten keine Aktion durch niemanden sehen, welche die Spannungen wegen einer Fehlkalkulation erhöhen lässt, die den Frieden, die Sicherheit und das Wirtschaftswachstum in dieser Region untergräbt," sagte Clinton. Washington macht einen auf neutralen Friedensstifter, dabei benutzt es Japan als Werkzeug um die Machtausweitung Chinas einzuschränken.
Laut japanischen Medien hat der Generalstab der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) das gesamte Militär angewiesen, die Mission für 2013 lautet, "sich auf einen Krieg vorzubereiten". Diese Nachricht wurde am 14. Januar in der Militärzeitung "PLA Daily" so veröffentlicht. Dazu kommt noch, die staatlichen Medien, wie China Central Television (CCTV), hat spezielle Sendungen in den letzten Tagen ausgestrahlt, die einen Krieg mit Japan ausmalen.
Ist ja nicht so wie wenn es zwischen den beiden Ländern noch nie einen Krieg gegeben hätte. Zu Erinnerung, es gab den Ersten Japanisch-Chinesischen Krieg von 1894/1895, wobei das Kaiserreich Japan Taiwan annektierte. Dann, die Weltwirtschaftskrise von 1929 hatte auch Japan schwer getroffen. Als Lösung für die Krise sahen viele Politiker und Militärs nur den Ausweg einer Eroberung und Kolonisierung Chinas. Die Mandschurei, Korea und Taiwan waren bereits in das japanische Reich eingegliedert worden. Kurz vor dem II. Weltkrieg fand der Zweite Japanisch-Chinesische Krieg statt, die umfassende Invasion der Japaner in China, die am 7. Juli 1937 begann und bis zum 9. September 1945 dauerte.
Die Bedeutung eines militärischen Konflikt heute muss ich nicht lange erklären, denn dann stehen sich Japans Schutzmacht USA und China gegenüber, beides Atommächte. In anderen Teilend der Welt treffen die geopolitischen Machtinteressen von China und USA auch ständig aufeinander, in Südostasien, Zentralasien, Mittleren Osten, Afrika und Südamerika. Die Chinesen versuchen alles um die Nahrungs- und Rohstoffquellen für ihre Population von 1,34 Milliarden Menschen und boomende Wirtschaft zu sichern und die Amerikaner wollen es verhindern, um weiter die Nummer 1 spielen zu können. Wer war bisher der grösste Abnehmer der Exporte von Erz in Mali? China!!! Was für ein Zufall.
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Die Marine Japans demonstriert ihre Stärke:
Laut neuester Mitteilung der japanischer Küstenwache vom Samstag sind drei chinesische Kriegsschiffe in das von Japan beanspruchte Seegebiet um die Inseln von Senkaku eingedrungen. Zu den chinesischen Schiffen wurde ein Schiff der japanischen Küstenwache geschickt um die Forderung zu übermitteln, die japanischen Territorialgewässer so schnell wie möglich zu verlassen.
Müssen wir bald Flüchtlinge aus Japan aufnehmen?
Die japanische Regierung hat Pläne vorbereitet, um die Metropolregion von Tokyo mit 39 Millionen Einwohner zu evakuieren. Die Atomanlage in Fukushima ist in einem sehr kritischen Zustand und stellt eine massive Bedrohung dar. Darüber hinaus ist im Umkreis von 250 Kilometer die ganze Landschaft erheblich verseucht. Nach korrekten Massstäben ist ein normales Leben dort nicht mehr möglich. Die Gesundheitsschäden, verursacht durch die radioaktive Strahlung, sind jetzt schon erschreckend, werden aber von der Regierung und den Medien völlig ignoriert. Es gibt Fälle wo Bewohner die Angst davor haben in die Psychiatrie eingeliefert werden. Eigentlich ist halb Japan nicht mehr bewohnbar und es könnte ein gigantische Flüchtlingswelle auf die ganze Welt zukommen.
Das Aussmass der Zerstörung an Reaktor 4:
Reaktor 4 steht kurz vor der völligen Zerstörung, es muss nur ein grösseres Erdbeben passieren. Im Gebäude sind sagenhafte 460 Tonnen an Atombrennstoff gelagert. Das ist fast doppelt so viel wie in Tschernobyl vorhanden war, bevor die Anlage in die Luft flog. Wenn der Lagerbehälter im Reaktor 4 auseinanderbricht, dann werden die Brennstäbe sich sofort erhitzen und explodieren. Der radioaktive Niederschlag würde zu der bereits vorhandenen Verseuchung hinzukommen.
Obwohl die amerikanische Atomaufsichtsbehörde (NRC) und die französische Atomenergiefirma (FNE) vor einem möglichen Auseinanderbrechen des Abklingbecken warnen, ignoriert die Betreiberfirma TEPCO und die japanische Regierung die potenzielle Gefahr und machen wenig dagegen, um diese einzudämmen. Statt die Ursache zu beheben, arbeiten sie Evakuierungspläne aus. Vielleicht wissen sie, es ist sowieso schon zu spät, alle Reaktoren mit einem Sarkophag abzudecken, ausserdem würde es Jahre an Bauzeit benötigen.
Nur, wie soll man überhaupt 39 Millionen Menschen aus dem Grossraum Tokyo evakuieren? Wo sollen sie denn hin? Das wäre so wie wenn man halb Deutschland umsiedeln müsste. Deshalb wird alles getan um die Fakten zu verschweigen und die Bevölkerung im Glauben zu lassen, sie haben die Situation im Griff. Die Regierung versucht von den Auswirkungen der Katastrophe abzulenken, in dem sie an den Patriotismus der Bevölkerung appelliert. Angst und Sorgen dürfen nicht gezeigt werden.
Der Chefredaktor der Mainichi Daily News, Takao Yamada, schreibt in einem Artikel: “Das schlimmste anzunehmende Szenario, welches die Regierung sich vorstellt, ist nicht nur das Auseinanderbrechen des Abklingbecken im Reaktor 4, sondern die Zerstörung der Brennstäbe in allen anderen Reaktoren. Wenn das passiert, dann werden die Bewohner von Tokyo gezwungen sein die Stadt zu verlassen.“ Erbeben passieren aber laufend, die eine weitere Zerstörung der Anlage verursachen kann.
In dem schwerst betroffenen Gebieten ist die Strahlungsintensität höher als in der Todeszone um Tschernobyl. Bodenproben weisen eine Radioaktivität auf, die so hoch ist wie radioaktiver Sondermüll aus Atomkraftwerken. Das Tierleben im Meer um die Anlage herum zeigt extrem hohe Strahlungswerte, weil das radiokative Kühlwasser eingeleitet wird. Bis zu 600 Kilometer von der japanischen Küste im Pazifik ist das Meer radioaktiv verseucht.
Die Weigerung der japanischen Regierung etwas gegen die Ursache der Strahlung zu unternehmen, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen, ist völlig unakzeptabel. Warum sie so passiv sind ist eine Rätsel. Erst mehr als ein Jahr nach der März 2011 Katastrope, am 16. April hat TEPCO verkündet, sie haben vor ein Gebäude über und neben Reaktor 4 zu bauen, das mit einem neuen Kran ausgestattet ist, um die Kernbrennstäbe herauszuholen. Bis das funktioniert vergeht mindestens ein Jahr und die Strahlungsabgabe geht weiter.
So soll das neue Gebäude über Reaktor 4 aussehen:

Vielleicht sind die Regierung und die Behörden wegen dem immensen Ausmass des Problems völlig überfordert und sie stecken einfach den Kopf in den Sand. Millionen von Flüchtlingen, die bereits jetzt schon sehr schädlichen Strahlungen ausgesetzt sind, werden Tokyo verlassen müssen, ohne zu wissen wohin. Es ist nur die disziplinierte und obrigkeitshörige Mentalität der Japaner, welche eine Panik bisher verhindert hat, auch wenn sie wissen, sie werden daran möglicherweise erkranken. In jeden anderem Land hätte schon längst eine Massenflucht eingesetzt.
Aber nicht nur die Japaner, die ganze Welt will die Grössenordnung und Auswirkungen dieses Supergaus nicht wahrhaben. Der Experte für Atomenergie, Arnie Gundersen, hat in einem Interview gesagt, es ist so viel radioaktives Cäsium im Reaktor 4, wie durch alle 800 Atomexplosionen die weltweit als Tests durchgeführt wurden in die Atmosphäre gelangte. Nur, in Fukushima ist alles an einem Ort zur gleichen Zeit und auf Bodenebene, sagt er.
Weiter erzählte Gunderson, er wäre vor zwei Wochen in Tokyo gewesen und hätte an fünf Stellen Bodenproben entnommen. Die Proben hat er in einem Labor analysieren lassen. Das Resultat war erschreckend, sagte er. Erde mit so hohen Werten würde man in den USA als radioaktiven Sondermüll bezeichnen. Das heisst, die Menschen in Tokyo, obwohl 200 Kilometer von Fukushima entfernt, leben auf Atommüll.
Techniker vor Ort sagen, es wird Jahrzehnte dauern, um alle geschmolzene Brennstäbe zu entfernen und eine weitere Strahlenabgabe zu stoppen. Ausserdem muss der Boden im verseuchten Gebiet abgetragen werden, bevor Mensch und Tier zurückkehren können oder man etwas anpflanzen kann. Das sind viele hundert Quadratkilometer. Wo soll dieser Sondermüll hin? Einfach ins Meer kippen?
Die japanische Regierung und TEPCO meinten anfänglich, die Verseuchung würde in unmittelbarer Nähe der Fukushima Anlage bleiben, dabei verbreiten sich die radioaktiven Partikel übers Meer und über die Luft auf die ganze nördliche Hemisphäre. 8'000 Kilometer entfernt, an der Küste von Kalifornien, wurde radioaktiver Müll an den Stränden angespült, der Boden ist durch das Regenwasser verseucht und bei Staubproben wurde das siebenfache der Hintergrundstrahlung gemessen.
Laut einem IAEA Bericht gelten 5 Millionen Menschen die in Weissrussland, Russland und Ukraine leben durch den Tschernobyl-GAU als verseucht. Das sind nur die Opfer der drei Länder die unmittelbar betroffen sind. Über ganz Europa gesehen sind es zweistellige Millionen. In Polen alleine wurden damals 10 Millionen Menschen mit Jodtabletten versorgt, weil die Regierung meinte sie haben den Fallout abbekommen.
Unabhängige Experten sagen, im Vergleich zu Fukushima ist Tschernobyl nur „Peanuts“. Dann kann man davon ausgehen, in Japan sind 60 Millionen Menschen kontaminiert, knapp die Hälfte der Bevölkerung. Neben Reis ist Fisch ihre Hauptnahrung und alles was aus dem Meer kommt. Darüber gelangen die radioaktiven Partikel in den Körper. Zu den bereits beobachteten Gesundheitsschäden, wie Missgeburten, Ausschläge und erste Krebsdiagnosen, werden die Krankheitsfälle über die Langzeitwirkung enorm ansteigen.
Das fiese an der Strahlung ist, man merkt sie nicht, sie ist unsichtbar. Deshalb können Regierungen so tun wie wenn nichts wäre. Wer hat schon einen Geigerzähler, um Messungen der ionisierenden Strahlung und Teilchen vorzunehmen? Dann werden die Grenzwerte einfach erhöht. Merken tut man es erst Jahre später an Krankheiten, die dann auch noch abgestritten und die Zusammenhänge geleugnet werden.
Von den insgesamt 56 Atomkraftwerken wird im Mai das letzte aus Wartungsgründen abgeschaltet. Damit ist Japan atomstromfrei. Nur, es wird einen Energiemangel geben, eine Katastrophe für das hoch technisierte Land, denn 47'348 Megawatt fehlen dadurch. Industrieminister Yukio Edano sagte vor einigen Tagen, die Regierung wird rollende Stromabschaltungen landesweit im Sommer durchführen. Betriebe werden die Produktion einstellen müssen, Geschäfte und Büros im Dunklen sein, Aufzüge und Rolltreppen nicht mehr funktionieren, das Leben mehr oder weniger stillstehen. Der wirtschaftliche Schaden ist jetzt schon enorm.
Arnie Gundersen hat noch etwas bemerkenswertes gesagt. Als er die Memoiren von Gorbatschow las fiel ihm seine Aussage auf, der Niedergang der Sowjetunion wäre wegen Tschernobyl gewesen, nicht Perestroika, weil er seine Reformpläne dadurch nicht umsetzen konnte. Gunderson sagt, wir reden hier von einer Technologie, die Nationen vernichten kann, finanziell und wegen der Umweltzerstörung.
Wenn man es realistisch sieht, ist Japan völlig am Boden. Das Land mit einer der höchsten Lebensstandards ist im Niedergang begriffen. Die grösste Staatsverschuldung aller Industrieländer hat es bereits mit 200 Prozent des GDP. Die Aufräumarbeiten werden schätzungsweise 500 Milliarden Dollar kosten. Es wird in den nächsten 20 Jahren mit 1 Million zusätzlicher Krebstoten gerechnet.
Die vielen Opfer des Tsunami, die ihre Häuser, Wohnungen und Arbeitsplätze verloren haben, weil sie einfach durch die Wassermassen weggespült wurden, sitzen in Notunterkünften zum Nichtstun verdamm und haben keine reelle Chance jemals ihr früheres Leben führen zu können. Dazu noch die weiten Landstriche, Städte und Ortschaften die rund um Fukushima jetzt menschenleer sind, plus die radioaktive Verseuchung mit den Auswirkungen auf die Gesundheit, wird viele Japaner überlegen lassen, ob sie noch eine Zukunft in ihrer Heimat haben.
Wenn es noch schlimmer wird und Tokyo wirklich evakuiert werden muss, dann werden wir möglicherweise bald Flüchtlinge aus Japan aufnehmen müssen.
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Bericht vom 17. April über den Baubeginn an Reaktor 4:
Im folgenden Video erzählt Kimura, ein ehemaliger Operateur des Fukushima Daiichi Atomreaktors und der Brennstäbe dort, wie der Betreiber TEPCO die Aufsichtsbehörden hinters Licht geführt hat. Man verschaffte sich Zugang zum Computer und es wurden die täglichen Arbeitsberichte umgeschrieben wenn etwas schlief lief. Kimura meint, diese Fälschung der Daten passierte nicht nur in Fukushima, sondern bei anderen Atomkraftwerken in Japan, ja sogar weltweit. Er meint, laufend gelangt Radioaktivität in die Umwelt, aber diese Ereignisse werden verschwiegen.
Der Atomkrieg findet bereits statt
Fukushima ist das grösste atomare Umweltdesaster der Menschheitsgeschichte, genau wie Deepwater Horizon im Golf von Mexiko das grösste Umweltdesaster darstellt was die Ölverschmutzung betrifft. Die Schäden an Mensch und Natur sind unbeschreiblich und werden Jahrhunderte wirken. Beide Katastrophen werden aber von der Politik und von den Medien praktisch komplett verschwiegen. Vom Ausstieg aus der Atomenergie, die nach Fukushima laut gefordert wurde und über die "Energiewende", hört man auch nicht mehr viel. 
Eine berechtigte Frage ist, wo sind die ganzen Umweltorganisationen? Wo ist Grünpiss und der WWF, deren selbstgestellte Aufgabe es doch ist, die weltweite Naturzerstörung Einhalt zu gebieten? Von denen hört man nichts. Was haben die aber wegen Tschernobyl, Brent Spar und Exxon Valdez damals für ein Theater veranstaltet. Im Vergleich dazu sind Fukushima- und das Golf-Desaster hunderttausend Mal schlimmer. Aber diese Heuchler und Spendenabzocker der Gutmenschen sagen ja auch nichts zur Verseuchung ganzer Landstriche durch Uranmunition der NATO, oder dass das US-Militär der grösste einzelne Produzent von CO2 auf der Welt ist und vom Kyoto-Protokoll ausdrücklich ausgenommen wurde.
Der eine Reaktorunfall von Tschernobyl 1986 war bis letztes Jahr die grösste Atomkatastrophe der Geschichte und hat über die Jahrzehnte ca. 1 Millionen Menschen getötet. In Fukushima explodierten im März 2011 FÜNF Reaktoren und die Kernschmelze ist immer noch in Gange und sie brodeln unkontrolliert vor sich hin. Es wird geschätzt, der radiokative Niederschlag und die Verseuchung des Bodens und des Meeres wird hunderte Millionen Menschen weltweit über die nächsten Jahrzehnte töten. Die ganze nördliche Hemisphere ist davon betroffen.
Grosse Partikelmengen an Plutonium, Strontium, Cäsium und andere hochgiftige Elemente sind überall verteilt und so in den Wasser- und Nahrungskreislauf von Japan, Nordamerika und auch Europa gelangt. Ein halbes Kilo Plutonium gleichmässig über die Welt verstreut und eingeatmet reicht aus die ganze Menschheit auszurotten. Ein Millionstel Gramm Plutonium verursacht Krebs. In Fukushima reden wir aber von vielen Tonnen an Plutomium und die Kraftwerksbetreiber und die Behörden haben nichts im Griff. Von der Halbwertszeit will ich gar nicht reden, die beträgt nämlich "nur" 24'100 Jahre. Der ganze tödliche Dreck gelangt laufend weiter in die Umwelt.
Was wir gerade erleben ist eine ernsthafte Bedrohung der Menscheit auf diesen Planeten. Das fiese an der radioaktiven Strahlung ist die langsame Wirkung, ausser man ist sehr hohen Dosen ausgesetzt, dann dauert es nur Tage bis zum Tod. Es kann Jahrzehnte dauern bis die Strahlenkrankheiten sichtbar werden. Noch fieser oder verbrecherischer ist die Tatsache, die Umweltschutzministerien in Japan, USA, Kanada und hier in Europa, halten die Strahlenmesswerte unter Verschluss, weil sie die Bevölkerung nicht alarmieren wollen, oder sie haben die sogenannten Grenzwerte einfach erhöht.
Das Desaster in Japan wird als "Atomkrieg ohne Krieg" beschrieben und der bekannte japanische Buchautor Haruki Murakami sagte dazu, "Diesmal hat keiner eine Bombe auf uns geworfen ... wir haben die Bühne selber bereitet, wir haben das Verbrechen mit unseren eigenen Händen begangen, wir zerstören unser eigenes Land und wir zerstören unser eigenes Leben."
Aber die Bedrohung die von Fukushima ständig ausgeht macht keine Schlagzeilen mehr und wir werden nicht über die Gefahren aufgeklärt und gewarnt. Wenn überhaupt darüber berichtet wird, dann stellt man die Behauptung auf, die Lage wäre dort völlig unter Kontrolle, es gebe kein Grund zur Sorge. Dabei liegen sagenhafte 4'400 Tonnen an Brennstäben in den fünf Kraftwerken herum und schmelzen vor sich hin, geben ständig Stahlung und radioaktive Partikel ab, verseuchtes Kühlwasser fliesst laufend ins Meer, der ganze Pazifik wird davon betroffen.
Am schlimmsten ergeht es Japan selber, denn ein Grossteil des Landes ist realistisch betrachtet unbewohnbar. Die öffentliche Gesundheit ist durch verseuchtes Wasser und landwirtschaftliche Produkte stark gefährdet. Wahrscheinlich ist die ganze Lebensmittelkette in Japan kontaminiert. Hohe Strahlendosen sind in Tokyo gemessen worden, eine Megacity mit 39 Millionen Einwohnern. Aber sogar Städte die 300 Kilometer von Fukushima entfernt sind, wie Shizuoka, haben hohe Cäsium-Werte gemessen.
Die Behörden in Japan verschweigen die Lage deshalb, weil man 100 Millionen Menschen gar nicht evakuieren kann, obwohl man es müsste. Wo sollen sie denn auch hin? Also wird so getan wie wenn keine Gefahr besteht und alles unter dem Deckel gehalten. Über die Jahre werden die Menschen einfach verrecken, die Krebsrate wird sich verdoppeln und verdreifachen und der Fatalismus einkehren. Eigentlich ist Japan als Nation fertig.
Der Tsunami hat weite Teile der Ostküste zerstört. Ein grosses Gebiet um Fukushima ist evakuiert. Alles was aus dem Boden wächst und sich im Wasser tumelt ist verseucht. Die Stromversorgung ist wegen der Abschaltung der Atomkrafterke erheblich eingeschränkt. Das Land war vorher schon Schuldenweltmeister mit über 200 Prozent Verschuldung im Vergleich zum BIP. Jetzt müssen sie sich für den Wiederaufbau noch mehr verschulden. Die Industrieproduktion ist erheblich zurückgegangen und die Regierung vermeldet das erste Handelsdefizit seit 30 Jahren, und das als top Exportland.
Dazu kommt, viele Abnehmer von japanischen Produkten kaufen nichts mehr, weil sie glauben die Ware ist radioaktiv verseucht oder sie ist es tatsächlich. So hat Russland den Import von japanischen Gebrauchtwagen gestoppt, nachdem im Hafen von Wladiwostok bei den Fahrzeugen hohe Strahlungswerte gemessen wurden. Viele Teile die in die Welt exportiert werden sind davon betroffen, was die Verseuchung überall hin trägt. "Made in Japan" könnte zu einem Stigma werden, was erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Handel haben wird.
Was hören wir darüber? Fast nichts. Es heisst nur, "Leute weitergehen, hier gibts nichts zu sehen." Wir werden durch völlig unwichtigen banalen Mist abgelenkt und es wird so getan, wie wenn Fukushima gar nicht passiert wäre. Wie wenn die Verseuchung sich nicht ständig ausbreitet und uns früher oder später trifft. Ich sag ja, Tschernobyl ist ein Klacks dagegen. Dort haben sie wenigstens einen Sarkophag als Eingrenzung der Strahlung drüber gebaut.
Die Anlage mit den fünf ausser Kontrolle geratenen Reaktoren ist so gross, die wissen gar nicht wie sie die jemals in den Griff bekommen und einen dichten Schutzbau darüber stülpen sollen. Wie soll man auch Bauarbeiten anfangen, wenn eine unkontrollierte Kernspaltung mit erheblicher Strahlungsbelastung stattfindet? Da verrecken ja die Arbeiter wie die Fliegen, was ja eh schon mit der Notmannschaft die dort eingesetzt wurde passiert ist.
Die Unfähigkeit das Problem zu lösen und uns über was wirklich passiert zu informieren, wird noch durch etwas anderes übertrupft. Es wird uns der Iran als der Bösewicht überhaupt ständig vorgeführt. Ja diese Psychophaten die sich Führer der westlichen Industriestaaten nennen, reden davon, die iranischen zivilen Atomanlagen mit einem Präventivkrieg zu zerstören, sogar mit Atombomben, um die angeblichen unterirdischen Verstecke zu erreichen. Was für eine atomare Verseuchung löst denn das erst aus?
Sogar wenn diese Kriegshetzer nur konventionelle Waffen als "Bunkerbrecher" einsetzen, dann werden die Sicherheitsbehälter aufgesprengt und das radiokative Material gelangt in die Umwelt. Dann haben wir noch so ein Fukushima-Ereignis im Mittleren Osten. Alleine deswegen ist ein Krieg gegen den Iran völliger Wahnsinn und jeder der diesen befiehlt, ermöglicht oder nur beführwortet, ist ein Verbrecher gegen die Menschheit und muss sofort verhaftet werden.
Fukushima mag ein Atomkrieg ohne Krieg sein, schlimm genung. Aber was der Westen mit dem Iran vor hat, könnte zu einem richtigen führen, mit Russland und China auch noch dabei. So nahe an einem nuklearen Winter standen wir seit der Kubakrise 1962 nicht mehr. Diese Typen an der Macht sind so irre, die sind im Stande und machen es noch. Die Amis hatten ja schon mal keine Skrupel mit Hiroshima und Nagasaki. Es muss nur eines der vielen westlichen Kriegsschiffe die sich im Persischen Golf auf die Füsse treten "zufällig" einen Treffer abkriegen, dann gehts los.
Aber wie ich bereits oben erwähnt habe, das schlimmste was passiert ist und über was die Politiker und Medien völlig schweigen, ist die Verseuchung durch den Einsatz von DU-Munition in den Kriegen des Pentagon und der NATO. Damit ist die ganze Welt kontaminiert. Was hier stattgefunden hat und noch immer stattfindet ist ein gigantisches Verbrechen gegen die Menschheit. Völlig unschuldige Zivilisten und neugeborene Babys werden über Generationen die Strahlenschäden davontragen.
Wenn einmal der zerstäubte Urankern der Munition in die Umwelt gelangt, in die Erde, ins Wasser und in die Luft, dann bleibt dieser für Tausende von Jahren dort. Aber der radiokative Dreck bleibt nicht in den Kriegsgebieten liegen, wie den Balkan, Afghanistan, Irak und Libyen, sondern wird durch den Wind über die ganze Welt verteilt. Was hier stattfindet ist ein langsamer Genozid der ganzen Menschheit, durch tödlichen Krebs und erhebliche Erbschäden und Missbildungen bei Kindern.
Experten gehen davon aus, 340 Tonnen abgereicherten Uran wurde im ersten Golfkrieg 1991 verschossen, 510 Tonnen im Balkankrieg, mindestens 1'000 Tonnen in Afghanistan und 2'400 Tonnen im Irak seit 2003. Wieviel in Libyen abgeworfen wurde kann man nur erahnen. Das Zeug ist nicht einfach verschwunden, sondern liegt als radiokativer Staub überall herum. Eigentlich müsste man die ganze Erdoberfläche auf eine Tiefe von 1 Meter in diesen Ländern abtragen und als Sondermüll entsorgen, eine Aufgabe die unbezahlbar und nicht durchführbar ist.
In Japan genau so. Jeden Tag seit bald einem Jahr verteilen sich die tödlichen Partikel und nichts passiert dagegen. Die rotten sich selber aus. Und jetzt wollen die Kriegshetzer auch noch die zivilen Atomanlagen im Iran bombardieren und damit eine weitere Quelle der Verseuchung eröffnen und möglicherweise den III. WK auslösen. Dabei findet der Atomkrieg mit den schädlichen Folgen gegen uns bereits statt. Wir werden von Wahnsinnigen regiert und niemand hält sie auf.
Aber guckt nur weiter die Lügenglotze, geht brav arbeiten, zahlt Steuern und konsumiert schön, steckt den Kopf in den Sand und ignoriert alles. Stecht doch den Boten der Wahrheit weiter das Messer in den Rücken und verteidigt die Täter an der Macht. Oder höre ich als Ausrede, ich kann ja eh nichts dagegen machen? Genau. Dabei passiert alles auf der Welt nur weil wir es zulassen. Keiner kann mehr sagen, man hätte von nichts gewusst.
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Holger Strohm über die Atomgefahr
Japanische Autoproduktion fällt dramatisch
Langsam werden die Schäden an der japanischen Wirtschaft durch die Katastrophe in Zahlen sichtbar. Toyota hat im März sagenhafte 62,7 Prozent weniger Fahrzeuge produziert. Es kamen nur 129'491 Autos vom Fliessband, die tiefste Anzahl seit 1976, wie Toyota am Montag meldete. Die weltweite Produktion ging um fast 30 Prozent zurück und ihre Verkaufszahlen in Japan um 45 Prozent.
Honda sagt, ihre inländische Produktion sank im März um 62,9 Prozent auf 34'754 Fahrzeuge und weltweit um 19,2 Prozent auf 282'254.
Nissan vermeldet auch einen starken Rückgang um 52,4 Prozent auf 47'590 Fahrzeuge.
Die Lieferengpässe bei den Teilen zwang die Autohersteller zu einem mehrwöchingen Stillstand. Laut Toyota fehlen ihnen immer noch 150 Teile von Zulieferer.
“Der Schaden wegen dem Tsunami-Desaster bei Toyota ist extrem,” sagte der Analyst der Tokai-Tokyo Securities, Mamoru Katosaid Kato. “Da Toyota sehr von inlädischen Teilelieferanten abhängig ist, verhindert jede Unterbrechung der Logistikkette ihre Produktion.”
Kato meint, Toyota könnte einen Verlust von 10 Milliarden Euro im zweiten Quartal einfahren und 5 Milliarden Euro im dritten.
Toyota fährt alle Werke in Japan nur mit halber Kapazität und wird laut eigenen Angaben erst im Dezember die Produktion normalisieren können. Honda meldet ähnliches.
Wenn die drittgrösste Wirtschaft der Welt so einen Schlag bekommt, dann werden wir das alle spüren. Die radiokative Verseuchung ist ja bereits bei uns angekommen.
Japans Handelsbilanzüberschuss fällt um 79%
Was ich bereits in mehreren Artikel angekündigt habe, ist tatsächlich passiert. Wegen den Erbeben und Tsunami vom 11. März, mit anschliessender Atomkatastrophe, ist Japans Aussenhandelsüberschuss für den vergangenen Monat um 79 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gefallen. Das heisst, in nur einem halben Monat ein dramatischer Absturz der Exporte, was zeigt, die japanische Wirtschaft ist schwer getroffen.
Das Finanzministerium verkündete am Mittwoch, der Aussenhandels- überschuss wäre 2,4 Milliarden Dollar. Die Exporte beliefen sich auf 70,7 Milliarden Dollar, 2,2 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres, was der erste Rückgang seit 16 Monaten bedeutet.
Nach der Finanzkrise stiegen die Exporte kontinuierlich bis zum Erbeben. Aber nach dem 11. März ist die Ausfuhr von Autos und Chips dramatisch gefallen, da die Lieferkette und damit die Produktion zu einem Stillstand kam. In der gleichen Zeit stiegen die Importe um 12 Prozent auf 68,3 Milliarden Dollar, hauptsächlich durch den höheren Preis für Öl und anderer Rohstoffe.
Das japanische Wirtschaftsministerium sagte, der Saldo zwischen Importe und Exporte wird im Monat April negativ sein. Sie sagen, die Produktion ist weiter unterbrochen, aber auf der Gegenseite wird der Bedarf für Ressourcen aus dem Ausland steigen.
Durch den Ausfall der Atomkraftwerke und damit bedingte geringere Stromproduktion, müssen die Kohle- und Gaskraftwerke als Ausgleich hochgefahren werden, was mehr Importe der dafür notwenigen Rohstoffe bedeutet.
Aber nicht nur der Stillstand der Produktion verursacht weniger Exporte, viele japanische Produkte werden aus Angst vor Radioaktivität nicht mehr vom Ausland gekauft. So hat Südkorea den Import von Fisch und anderen Meeresfrüchten ab sofort verboten. Das Landwirtschafts- ministerium sagte am Mittwoch, das Verbot wurde verhängt, nach dem radioaktives Jod und Cäsium im Fisch entdeckt wurde.
Ist ja auch keine Wunder, wenn Tepco, die Betreiberfirma der Anlage in Fukushima, hoch radioaktives Wasser ins Meer fliessen lässt.
Die Firma Dunn and Bradstreet (D&B) hat eine Studie über die potenziellen Auswirkungen veröffentlicht. In ihrem „2011 Impact Report of Japans Earthquake and Tsunami“ schreibt D&B: „Das Erdbeben und der Tsunami kann möglicherweise 86'418 Betriebe negativ beeinflussen, mit der Mehrheit dieser in den Präfekturen die am schwersten getroffen wurden. - Miyagi, Fukushima und and Iwate.” Und D&B weiter: „Konservative Schätzungen zeigen, 311'934 Angestellt sind davon betroffen mit $209 Milliarden an Umsatz.“
Die wirtschaftlichen Konsequenzen werden aber über Japan hinaus zu spüren sein, sagt D&B. „Bei unserer Betrachtung der möglichen Firmen die vom Desaster betroffen sind, hat D&B 59'848 verbundene Firmen gefunden.“
Der Immobilienmarkt in Tokyo steht vor dem Zusammenbruch. Ein Zeichen dafür ist die Pleite eines der Immobilienfonds von Morgan Stanley, welcher seine Zahlungsverpflichtung in Höhe von $3,3 Milliarden nicht nachkam und deshalb den Schlüssel für einen Bürokomplex in Tokyo an Blackstone und andere Investoren aushändigte. Der Wert des 32–stöckige Shinagawa Grand Central Tower ist stark gefallen, in dem Microsoft Japan seine Büros hat. Es handelt sich um die grösste Pleite was CMBS (Commercial Mortage-Backed Securities) betrifft in Japan.
Warum hat Morgan Stanley das getan? Weil sie offensichtlich sehen was in Japan passiert und rechtzeitig abhauen. Das Problem der radioaktiven Verseuchung ist gigantisch und wird nicht einfach verschwinden. Es wird die japanische Wirtschaft schwer treffen, einschliesslich den Immobilienmarkt in Tokyo. Jetzt werden die Verluste abgeschrieben und man will raus so lange es noch geht, bevor der Absturz ins bodenlose stattfindet. Viele Investoren werden auf gigantischen Verlusten aus den völlig aufgeblähten Immobilienwerten sitzen bleiben, die sicher geglaubten Investitionen in CMBS lösen sich in Luft auf.
Am 11. April zitierte Reuters den Gouverneur der japanischen Zentralbank mit den Worten, „die Wirtschaft ist in einem schlimmen Zustand ...“ Und der Wirtschaftsminister Kaoru Yosano erzählte Reportern: “Nach einer Naturkatastrophe tendieren die Leute weniger zu kaufen und der Absatz der Fabriken geht zurück.“ Er warnte: „In einigen Gebieten wird der Schaden sehr gross sein.“
Wenn ein halber Monat schon so einen Rückgang der Exporte bewirkt, was ist erst in den kommenden? Das wirkliche Ausmass des Schadens an der japanischen Wirtschaft und damit an der Handelsbilanz, wird erst in einigen Monaten so richtig spürbar werden.
Wenn es keinen Überschuss mehr gibt, dann fällt Japan als bisher zweitgrösster Käufer der US Treasury Bonds aus, dann kann die USA seine Schulden nicht mehr finanzieren. Eine Kettenreaktion findet nicht nur im havarierten Atomkraftwerk von Fukushima statt, sondern ein Rattenschwanz an negativen Folgen trifft auch das Weltfinanzsystem und die Weltwirtschaft.
Was wir jetzt sehen ist die Ruhe vor dem Sturm, oder vor dem Tsunami. Die Märkte kreisen in einer Warteschleife und beurteilen den Schaden und die Auswirkungen der Japan-Katastrophe auf das globale Geschehen. Wir hören nicht viele darüber, um die Weltöffentlichkeit nicht zu beunruhigen.
Man kann diese Stille in den Nachrichten über die Konsequenzen, wie den Rückzug des Meeres bei Ebbe vergleichen, um dann um so kräftiger mit Getöse heranzubrausen, wenn die Welle der Zerstörung die Küste trifft. Der beste Weg ihr zu entkommen, ist höheres Gelände zu erreichen.
Das Atomdesaster hat die japanische Wirtschaft schwer getroffen
Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einem erheblichen Risiko für die Weltwirtschaft, sollte das Atomdesaster in Japan nicht bald eine Ende finden. Aus dem Atomkraftwerk von Fukushima strömen weiterhin grosse Mengen an radioaktiven Material. Neu dazugekommen ist radioaktive Strahlung die möglicherweise auch aus der Atomanlage in Tōkai in die Umwelt gelang, worüber aber die Behörden und die Medien schweigen. Eine Umfrage die Reuters durchgeführt hat und am Donnerstag veröffentlicht wurde zeigt auf, die Zuversicht der japanischen Firmen sinkt zunehmend, mit düsteren Aussichten für den Produktions- und Dienstleistungssektor.
Reuters Takan befragte 400 grosse Firmen und das Resultat zeigt, die Stromsperren, verursacht durch die Abschaltung der Atomkraftwerke, hat fast 60 Prozent der Firmen getroffen, was zu Produktionsstillstand und Störung der Zulieferkette führt.
Diese Störung der Zulieferkette in Japan hat globale Auswirkungen, in dem viele Firmen wichtige Teile schon seit über einem Monat nicht mehr produzieren. Als Beispiel mussten Sony und der grösste Autohersteller der Welt Toyota ihre Werke stilllegen. Die Produktion mancher kleiner Zulieferer wird lange unterbrochen bleiben. Jetzt rächt sich die Just-in-time-Logistik, denn es gibt keine Lager.
Der IWF warnt, wenn Japan die Krise mit den Atomkraftwerken nicht bald in den Griff bekommt und die Produktion in zwei oder drei Monaten nicht wieder Normalität erreicht, wird ihre Volkswirtschaft und auch die Weltwirtschaft erheblichen Schaden erleiden.
“Es gibt eine sehr hohe Unsicherheit über die Zukunft Japans”, sagte Naoyuki Shinohara gegenüber Reuters, Vizedirektor des Internationalen Währungsfonds, in einem Interview am Mittwoch.
“Wenn die Stromausfälle längere Zeit anhalten oder die Situation der Atomanlagen sich weiter verschlechtert, dann werden sich die Zukunftsaussichten ändern ... dann steigt das Risiko eines Abwärtstrend”, sagte er.
Es wird mit einem Rückgang der japanischen Wirtschaft von mindestens 25 Prozent gerechnet. Wenn die Unternehmen ihre Zahlen für das 2. Quartal im Juli berichten, dann wird das wirkliche Ausmass des Schadens sichtbar und durch tiefe Börsenkurse sich ausdrücken.
Die Kosten des Desasters bestehend aus Erbeben, Tsunami und radioaktiver Verseuchung wird bereits auf 300 Milliarden Dollar geschätzt. Damit ist es die teuerste „Naturkatastrophe“ welche die Welt je erlebt hat.
Die Serie an Nachbeben in der vergangen Woche mit Stärken über 6 haben weitere Schäden angerichtet. Die neuesten Messungen der Radioaktivität zeigen einen sehr hohen Wert im Gebiet wo sich ein anderes Atomkraftwerk befindet, nämlich der Anlage in Tōkai in der Präfektur Ibaraki in der Nähe von Tokyo.
Hier eine Karte welche die Strahlungswerte zeigt. Die Präfektur Ibaraki in Rot südlich von Fukushima hat hohe Werte. Ist dort auch ein Problem?
Das Kernkraftwerk Tōkai liegt rund 120 km nordöstlich von Tokio. In der Nähe befindet sich auch eine Wiederaufbereitungsanlage. Der Reaktor 1 ist ein gasgekühlter Reaktor. Er wurde am 31. März 1998 stillgelegt und wird seit 2006 abgebaut. Reaktor 2 blieb in Betrieb.
Am 11. März 2011 wurde das Kraftwerk aufgrund des schweren Tōhoku-Erdbebens abgeschaltet. Am Nachmittag des 13. März. 2011 ist offiziell die erste Alarmstufe ausgegeben worden, denn im Reaktor 2 hat eine von zwei Pumpen des Kühlsystems die Arbeit eingestellt. Weiterhin waren zwei der drei Dieselgeneratoren ausgefallen. Eine externe Stromversorgung konnte erst nach zwei Tagen wieder hergestellt werden.
Hier sieht man die hohen Strahlenwerte in der Ibaraki Präfektur vom 13. April 2011:
Ein Leck in Tōkai hätte viel fatalere Folgen als Fukushima, denn es liegt viele näher zu der 35 Mio Stadt Tokyo. Möglichweise werden deshalb die Probleme dort verheimlicht.
Die Frage die sich einige stellen, entweicht aus den Tōkai-Reaktoren Radiokativität, oder sogar aus der Wiederaufbereitungsanlage? Gibt es mehr als nur Fukushima? Warum fallen überall die Kühlsysteme aus? Im Oktober wurde übrigens der Stuxnet-Virus dort entdeckt, der vom Westen extra entwickelt wurde um iranische Atomanlagen zu beschädigen. Haben Israel und die Vereinigten Staaten in ihrem blinden Hass gegen den Iran eine atomare Hölle für die ganze Welt ausgelöst?
Der perfekte Sturm braut sich zusammen
Alle Komponenten die für einen grossen Sturm benötigt werden sind jetzt vorhanden und die schwarzen Wolken sind am Horizont zu sehen. Ja ich weiss, schon seit 2007 warne ich davor, dieses System in dem wir leben ist nicht mehr haltbar und der Kollaps wird passieren und er ist ja auch passiert. Der vorhergesagte Crash der Wall Street, der Kollaps des Dollars und des Euros, die globale Finanzkrise, die völlige Überschuldung der westlichen Industriestaaten, der Zorn in der Bevölkerung, warum sie die Zeche dafür zahlen sollen, die Ausweitung der imperialistischen Kriege, all das ist eingetreten. Nur, jetzt beschleunigen sich die Ereignisse im Eilzugstempo und es sind neue Faktoren dazugekommen, welche den perfekten Sturm sehr wahrscheinlich machen. Wer noch nicht vorgesorgt hat, muss es spätestens jetzt tun, denn ihr wurdet lange genug gewarnt.
Als ich mit Dr. Konrad Kummler am 3. November 2009 ein Interview führte, Geschäftsführender Teilhaber der Bank Wegelin & Co, Präsident der Vereinigung Schweizerischer Privatbankiers, Mitglied des Bankrats der Schweizer Nationalbank und Verwaltungsrat der Neuen Zürcher Zeitung, sagte er zu mir, das Finanzsystem ist nicht durch die "Bailouts" stabiler geworden, sondern sogar weniger stabil, denn es wurden keine Probleme gelöst. Die Staaten haben sich im Gefolge der Krise durch die „Rettung“ der Banken und des Dollar und Euro unendlich verschuldet. Es könnte die Situation eintreten, durch eine erneute Krise und Verschärfung der Situation, können „sie“ das gar nicht mehr stemmen. Das wäre dann der Super-GAU, sagte er.
Ich bin der Meinung diese Situation ist eingetreten, sie können es wirklich nicht mehr stemmen, der Super-GAU steht unmittelbar bevor. Die Probleme die jetzt eingetreten sind und noch eintreten werden, sind zu schwer geworden und führen zum Zusammenbruch.
Schauen wir uns die einzelnen Faktoren an, welche zum perfekten Sturm führen:
Japan
Was die Medien uns nicht erzählen oder völlig verharmlosen, ist der immense Schaden, der durch die Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in der japanischen Wirtschaft eingetreten ist. Die Weltwirtschaft hatte es schon vor der Katastrophe schwierig genug, aber was jetzt in Japan passiert, ist definitiv der Genickbruch. Die 30 grössten Unternehmen des Landes wie Asahi, Sony, Canon, Toyota, Nissan, Honda, Suzuki, Toshiba, Mitsubishi, Yamaha usw. erleben alle einen Produktionsstörung oder sogar einen völligen Stillstand. Durch die Globalisierung gibt es einen Rattenschwanz an Folgeschäden, denn die Komponenten die diese Firmen produzieren fehlen anderen Konzernen weltweit, wie zum Beispiel wichtige Mikrochips, von denen viele Produkte abhängig sind.
Die miteinander verbundene logistische Zulieferkette ist erheblich gestört. Die Toyota Werke in Japan stehen seit einem Monat still. Wegen dem Mangel an Teilen hat Toyota schon verlangsamt gearbeitet und jetzt die Stilllegung aller ihrer Fabriken in ganz Nordamerika für mehrere Tage verkündet, die in USA, Kanada und Mexiko. Auch für die Werke in Frankreich, Grossbritannien, Türkei und Polen wurde ein Produktionsstopp angekündigt. Das heisst, die Arbeiter werden weniger verdienen und es fehlt der Umsatz.
Auch andere grosse Firmen verkünden einen Stillstand ihrer Produktion. Das wird zu einem globalen Wirtschaftsrückgang führen. Wir dürfen nicht vergessen, Japan ist oder war bis vor kurzem die zweitgrösste Wirtschaftsmacht der Welt, hauptsächlich durch die Herstellung und dem Export sehr wichtiger Produkte, die andere Firmen benötigen. Dieser Ausfall zieht massive Probleme nach sich.
Aber es kommen weitere Schäden hinzu. Japan hat seine Einnahmen aus dem Exportüberschuss hauptsächlich in US-Staatsanleihen investiert und ist der zweitgrösste Halter dieser Schuldscheine. Aber, erstens wird es keine Überschuss für diesen Kauf mehr geben, denn der Export ist eingebrochen. Und zweitens, werden sie sogar die Papiere abstossen müssen, denn sie benötigen das Geld für ihren Wiederaufbau. Das heisst, das US-Schatzamt wird es schwieriger haben ihre Schulden zu verkaufen, was die Finanzsituation der USA noch verschärft. Amerika überlebt ja nur, weil es bisher genug Investoren gab, welche die Schulden aufgekauft haben. Die Japaner fallen jetzt aus.
Dann konsumieren die Japaner vorläufig viel weniger. Über 300'000 Menschen sind obdachlos, haben kein Heim, keine Arbeitsstelle und kein Einkommen mehr, da durch den Tsunami alles zerstört wurde. Zusätzlich sind viele die nicht unmittelbar durch die Katastrophe betroffen sind trotzdem betroffen, denn durch den Stillstand der Wirtschaft sind sie ebenfalls ohne Arbeit und Lohn. Die haben jetzt andere Sorgen, als sich mit Konsumartikeln einzudecken. Und der Beginn eines Wiederaufbaus ist erst dann möglich, wenn die Betreiber und die Regierung, das zerstörte Atomkraftwerk in den Griff bekommen, den Austritt der Radioaktivität endlich stoppen können. Und solange die evakuierten Gebiete im grossen Umkreis von Fukushima radioaktiv verseucht sind, ist an eine Rückkehr der Bevölkerung und Beseitigung der Zerstörung gar nicht zu denken. Das kann Monate wenn nicht Jahre dauern.
Der Ausfall der zerstörten oder beschädigten Atomkraftwerke hat die Stromproduktion erheblich eingeschränkt. Es finden tagtäglich in ganz Japan stundenlange Stromabschaltungen statt. Die Regierung hat alle Firmen aufgefordert Strom zu sparen, was die Einschränkung oder völligen Stillstand der Produktion bedeutet. Bis die fehlende Kapazität wieder hergestellt ist, kann es auch Jahre dauern, denn man kann nicht neue Kraftwerke die mit Gas oder Kohle betrieben werden, oder was immer für einer Energiequelle, als Ersatz über Nacht bauen.
Dann ist durch die radioaktive Verseuchung ein grosser Teil der landwirtschaftlichen Nutzfläche Japans und des Meeres rund um die Inseln als Nahrungsquelle unbrauchbar und fällt aus. Das realisieren die wenigsten, dass das Gemüse, Obst, Fleisch und die Milchprodukte auf Jahre hinaus ungeniessbar sein werden. Das bedeutet, Japan wird mehr Lebensmittel aus dem Ausland beziehen müssen, was die weltweiten Lebensmittelpreise, die in letzter Zeit schon massiv gestiegen sind, noch mehr in die Höhe treibt. Das heisst, wir alle werden mehr für Nahrung zahlen müssen, was die Situation der Geringverdiener noch schwieriger macht. Und von der dritten Welt will ich gar nicht reden. Der Aufruhr der dort wegen der Teuerung der Lebensmittel jetzt schon stattfindet, wird noch viel explosiver werden. Die Revolution in Ägypten und der Sturz der Regierung war ja hauptsächlich deswegen.
Wir sehen, mit der Katastrophe in Japan ist eine Lawine an schädlichen Konsequenzen und neuen Problemen für die ganze Welt losgetreten worden, die vieles mit sich reissen wird. Die fragile Weltwirtschaft, die sich angeblich gerade von der letzten Krise erholt, bekommt einen tödlichen Schlag jetzt verpasst. Der Fukushima-Effekt wird uns alle treffen.
China
Aber wie wenn Japan nicht schon genug wäre, kommt jetzt China dazu. Dort beginnen auch massive Probleme. Der Motor der Weltwirtschaft kommt ins Stottern. China hat im ersten Quartal 2011 ein Handelsdefizit eingefahren, das erste seit 2004, hauptsächlich durch den Anstieg der Rohstoffpreise. Die Zollverwaltung verkündete, das Defizit für Januar bis März beläuft sich auf 1,02 Milliarden Dollar. Die Exporte sind wohl um 26,5% auf 399,64 Milliarden gestiegen, aber gleichzeitig sind die Importe um 32,6% auf 400,66 Milliarden steil angewachsen.
China ist ein grosser Importeur von Öl, Erze, Rohmaterialien und auch Lebensmittel. Sollten speziell die Preise dafür weiter steigen, wird sich der Überschuss reduzieren oder sogar in ein Defizit verwandeln, so wie im letzten Quartal. Nur, was hat China bisher mit seinem Überschuss gemacht? Produkte aus Europa und Amerika gekauft, was weniger sein wird, und die US-Schuldscheine übernommen. China ist der grösste Halter der US-Treasury Bonds. Wenn China diese nicht mehr kauft oder sogar welche aus ihrem gigantischen Bestand verkauft, dann ist die Schuldenfinanzierung der USA endgültig erledigt.
Aber China hat weitere Probleme. Über die Jahre hat sich eine gigantische Immobilienblase gebildet. Die Regierung hat massiv in den Bau von Wohnungen, Bürogebäude und Einkaufszentren investiert, ja sogar ganze Städte für Millionen von zukünftigen Bewohnern aus dem Boden gestampft. Diese stehen aber grösstenteils leer, weil der Durchschnittschinese die Wohnungen sich mit seinem niedrigen Einkommen gar nicht leisten kann. Es wurde auf Teufel komm raus auf Halde gebaut, was zu einer enormen Steigerung des BIP führte, aber nicht nachhaltig ist. Das rächt sich jetzt und die Blase wird bald platzen.
Über ganz China verteilt sind Geisterstädte entstanden, in denen praktisch niemand lebt. Es stehen sagenhafte 64 Millionen Wohnungen leer. Ja, ihr habt richtig gelesen und dazu noch leere Geschäfte, Bürokomplexe, Strassen und Plätze. Dieser Versuch die Wirtschaft mit diesem Bauboom anzukurbeln, wird am Ende das Gegenteil bewirken, eine Finanzkrise in China. Wie sollen sich auch Arbeiter und Angestellte mit einem Durchschnittslohn von 400 Dollar im Monat eine Wohnung zwischen 150'000 und 250'000 Dollar leisten? Ein sozialer Konflikt ist da vorprogrammiert, denn immer mehr Chinesen verlangen als Grundrecht ein bezahlbares Zuhause und wollen aus den Slums raus.
Wenn Japan als Bond-Käufer ausfällt und China auch, plus weniger Produkten aus Europa und Amerika gekauft werden, dann ist die Schuldenwirtschaft der USA nicht mehr möglich und die globale Wirtschaft geht in die Knie. Die beiden Länder werden mit ihren internen Problem genug zu tun haben und die Karre nicht mehr ziehen.
Amerika
Die Finanzsituation der Vereinigten Staaten spottet jeder Beschreibung. Das Land ist völlig pleite und müsste schon lange Konkurs angemeldet haben. Jeden Monat steigt die Staatsverschuldung um über 80 Milliarden Dollar. Die Zahlungsunfähigkeit ist eine reelle Tatsache geworden. Die Schuldenobergrenze von 14'294 Milliarden muss schon wieder erhöht werden. Am vergangenen Freitag konnte nur in letzter Minute ein „Shutdown“ der Bundesverwaltung verhindert werden, aber sowieso nur vorübergehend. Bald wird ganz Amerika geschlossen sein, denn dieses leben über die Verhältnisse, vom Ausland finanziert, geht nicht mehr so weiter.
Europa
Die Eurozone erlebt einen Pleitekandidaten nach dem anderen. Nach Griechenland und Irland ist jetzt Portugal dran und benötigt Kredite aus Brüssel zum überleben. Die Schuldenübernahme dieser Länder ist schon schwierig genug, mit jeweils 80 Milliarden Euro an Hilfsgeldern. Was ist aber erst wenn Spanien und Italien auf der Matte stehen, die dann 1 Billion Euro pro Fall benötigen? Wer soll das tragen? Keine Ursache der Eurokrise wird beseitigt, wie zum Beispiel, die grosse Diskrepanz in der wirtschaftlichen Leistung zwischen Norden und Süden.
Der Euro ist eine Schönwetterwährung, die einer Krise nicht standhält. Statt dass die schwachen Länder aus der Gemeinschaftswährung aussteigen, die eigene Währung wieder einführen, abwerten und dadurch wettbewerbsfähig werden, wird krampfhaft der Euro zusammengehalten, was eine permanente Transferunion bedeutet, die aber nicht finanzierbar ist. Alle Länder der Eurozone werden gleichzeitig in den Ruin getrieben. Was uns von der Politik erzählt wird, es wird alles gut und die Krise ist gemeistert, ist nur Augenwischerei und Bullshit!
Weitere Probleme
Und wenn das nicht genug ist, die Preise steigen unaufhörlich, das Geld wird immer weniger wert, der Lebensstandard sinkt kontinuierlich. Obwohl die westlichen Staaten völlig pleite sind, wird noch ein kostspieliger imperialer Krieg gegen Libyen angefangen. Statt die drängenden Probleme zu lösen, wird Benzin ins Feuer gegossen, Konflikte geschürt, Zivilisten getötet und ihre Lebensgrundlage zerstört. Das Elend wird noch vergrössert und der Hass auch. Die Schäden welche die Kriege verursachen sind unbeschreiblich und den Preis dafür werden wir früher oder später bezahlen.
Es ist völlig bescheuert und kriminell, dass die Politiker aus Gründen des angeblichen Umweltschutzes, Lebensmittel dazu verwenden um Biosprit zu produzieren. Die Menschen in der dritten Welt sollen verhungern, damit wir „grün“ fahren können. Denn es wird immer weniger Nahrung angepflanzt, weil es lukrativer ist Mais, Weizen und andere Feldfrüchte für umweltfreundlichen Treibstoff anzubauen. Wir benötigen aber ständig mehr Lebensmittel, wegen der wachsenden Weltbevölkerung, statt weniger. Eine Lebensmittelkrise ist unausweichlich.
Nur keine Panik, die Schwere des Unglücks in Japan wurde jetzt "nur" auf die maximale Stufe 7 wie bei Tschernobyl gestellt und die Evakuierungszone wird wegen der Gefahr erweitert. Was ist erst wenn die radioaktive Verseuchung von Japan nach Amerika und dann zu uns nach Europa kommt? Tut sie ja eh schon, denn in Frankreich wurden bereits erhöhte Werte für radioaktives Jod-131, Caesium-134 und Caesium-137 gemessen. Wenn die Agrarflächen und die Produkte daraus nicht mehr verwendet werden dürfen, was ist dann? Entweder heben die Behörden einfach die Grenzwerte an und wir nehmen dann das Gift zu uns, oder es darf nichts verzehrt werden. Von was sollen wir uns dann ernähren?
Diese Psychopathen am Steuer haben überhaupt nichts im Griff und belügen uns. Sie lenken die Karre bewusst in den Abgrund. Sie reden dauernd von Wachstum, man will damit aus den Problemen „herauswachsen“, eine Vorstellung die schon lange überholt ist. Spätestens die Katastrophe in Japan hat jede mögliche Steigerung der globalen Wirtschaft beendet. Die Märkte reagieren entsprechend und der Dollar und der Euro schwächeln weiter, die Aktienmärkte fallen, die Spekulanten haben das schon gecheckt.
Das Erdbeben in Haiti hat nichts bewirkt, denn dieses Land spielt in der globalen Wirtschaft keine Rolle. Aber ein 9,0 im Hightech-Land Japan? Die Auswirkungen eines Stillstandes dort und die Atomkatastrophe werden wir sicher spüren. Und dann kommt der hohe Ölpreis noch dazu, der Treibstoff der Weltwirtschaft. Es gibt keinen Bereich der nicht durch den Preis für Benzin beeinflusst wird. Damit wird auch ein erhofftes Wachstum gestoppt. Und dann geht die EZB her und erhöht auch noch die Zinsen, weil sie ja wegen der Inflation muss. Die anderen Zentralbanken werden wohl folgen. Ein weiterer Wachstumskiller.
Der Super-GAU steht unmittelbar bevor. Die Kernschmelze findet nicht nur in Fukushima sondern generell statt. Alle Komponenten für einen perfekten Sturm sind gegeben. Und genau wie bei einem echten Sturm, den wir herannahmen sehen, müssen wir uns darauf vorbereiten und einstellen. Bindet alles fest, schützt euch und schaut wie ihr eine stürmische Zeit überstehen könnt. Wichtig sind ein Dach über den Kopf, Nahrung, Verwandte und Freunde zur gegenseitigen Hilfe und Reserven für eine Durststrecke.
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Hier sieht man wie der Jetstream von West nach Ost strömt und die radioaktive Wolke den Breitengraden entlang von Japen über den Pazifik nach Nordamerika gelangt und dann über den Atlantik nach Europa kommt. Gut zu sehen ist auch warum keine Radiokativität in die südliche Hemisphäre dringt, denn der Äquator bildet eine Barriere:
Die Erdbeben in Japan von heute
Es ist ein Monat vergangen seit dem grossen Erdbeben vom 11. März und die Erde bebt jeden Tag weiter. Hier eine Liste der Erdbeben die alleine heute in Japan stattgefunden haben:
Quelle: USGS (U.S. Geological Survey)
Es fanden heute insgesamt 19 Erdbeben in Japan statt, davon ein hefiges um 9:16 MEZ mit einer Magnitude von 6,6.
Aber auf der ganzen Welt fanden heute über 40 Erdbeben statt, nämlich in Nevada USA, Fiji Inseln, Baja California Mexiko, Dominikanische Republik, Insel Kodiak Alaska USA, Zentral Kalifornien USA, Jujuy Argentinien, Hawaii USA, Süd Kalifornien USA, Kermadec Insel Neuseeland, Bougainville Papua Neuguinea und Südalaska USA.
Das schwerste ausserhalb Japans war mit 5,2 bei den Fiji Inseln und innerhalb der USA in Nevada mit 4,2.
Ich will damit sagen, die Erde bebt in Japan andauernd und kommt gar nicht zur Ruhe. Aber auf der ganzen Welt finden an vielen Orten Erdbeben statt, jeden Tag. Im Moment sieht es aus, wie wenn speziell der Ring rund um den Pazifik sehr aktiv ist. Die einzige Ausnahme davon ist die Dominikanische Republik mit 3,2.
Demo gegen Atomkraft in Tokyo vom Montag:
UPDATE - Um 8:08 Uhr Lokalzeit oder 01:08 Uhr MEZ am Dienstag ereignete sich wieder ein Erdbeben der Stärke 6,3 in der Chiba Prefektur östlich von Tokyo. Im zerstörten AKW Fukushima brach ein Feuer aus. Die japanischen Behörden haben die Schwere des Unglücks im havarierten Kraftwerk auf die maximale Stufe 7 erhöht, was "schweren Vorfällen" vorbehalten ist, bei denen "erhebliche Mengen Radioaktivität freigesetzt werden", die einen "bedeutende Effekt auf die Gesundheit und die Umwelt" haben.
Willkommen zu Chernobyl 2.0!
Wer es jetzt noch nicht kapiert hat, die ganze nördliche Hemisphäre wird durch Fukushima verseucht. Der Dreck der dort entweicht kommt zu uns und ist schon längst da, wird unsere Nahrung kontaminieren und unsere Körper schädigen. Ab in den Süden wird bald sehr aktuell werden und ich meine auf der anderen Seite des Äquators.
Hätten die Japaner nur auf ihre Vorfahren gehört
Es gibt eine bekannte Weisheit die lautet: "Wer aus der Geschichte nichts lernt, ist verdammt sie zu wiederholen." Genau das erleben die Japaner jetzt schmerzhaft, denn sie haben nicht auf ihre Vorfahren gehört. Sie haben auf Jahrhunderte alten Steintafeln, die nahe der Küste aufgestellt sind, Warnungen hinterlassen, auf denen zum Beispiel steht: "Erinnert euch an die grossen Tsunamis. Baut keine Häuser unter diesem Punkt."
Diesen Ratschlag haben nur wenige befolgt und ihre Häuser wurden nicht vom Unglück getroffen. Die anderen, in den niedriger liegenden Gebieten, wurden durch die Wassermassen völlig zerstört und Tausende Menschen verloren dabei ihr Leben.
Hunderte solcher Steintafeln säumen die Küstenlinie, einige sind über 600 Jahre alt. Zusammen bilden sie ein Warnsystem aus den Erfahrungen der Generationen die vor uns lebten, denn Erdbeben und Tsunamis fanden schon immer an der langen Ostküste Japans statt.
Nicht alle Tafeln zeigen an, ab welcher Höhe und Entfernung zur Wasserlinie es sicher ist zu bauen. Manche erinnern generell daran was passieren kann: "Wenn ein Erdbeben stattfindet, achtet auf die Tsunamis."
Auch auf alten Zeichnungen wurde vor den Tsunamis gewarnt:
Was wurde aber getan? Städte und Dörfer wurden trotz dieser Warnungen direkt an der Küste gebaut. Und noch viel schlimmer, die Atomkraftwerke auch, die das Meerwasser zur Kühlung benutzen. Jetzt sind sie verwüstet. So traf die 15 Meter hohe Welle des Tsunami die Atomanlage von Fukushima und zerstörte das Kühlsystem und die Notstromsysteme. Die Anlage steht nur 10 Meter über dem Meeresspiegel.
Ohne Kühlung der Reaktoren passierte das was nicht passieren darf, sie überhitzten und es fanden Explosionen statt, die das Reaktorgebäude und die Schutzhülle beschädigten. Durch die Öffnungen wird jetzt ständig Radioaktivität freisetzt und verseucht die ganze Gegend rund um Fukushima, mit Auswirkungen bis zu uns.
Das ist das Problem unserer modernen westlichen Gesellschaft. Wir sind so arrogant und überheblich geworden, meinen was unsere Vorfahren an Lebensweisheiten und Verhalten uns weitergegeben haben ist lächerlich, passt nicht in unsere Zeit und können wir ignorieren. Die Technik kann alles und ist beherrschbar. Ausserdem passiert sowieso nichts.
Das erinnert mich an die Aussage von Peter Ustinov, einer der Menschen die ich bewundere und gerne kennen gelernt hätte: "Die letzte Stimme, die man hört, bevor die Welt explodiert, wird die Stimme eines Experten sein, der sagt: Das ist technisch unmöglich!"
Wir haben zu viele sogenannte Experten, die den völlig ahnungslosen Politikern dauern einreden, was sie tun sollen und was für unsere Gesellschaft richtig ist. Dabei wissen sie gar nichts, oder vertreten völlig bescheuerte Dogmen oder sind nur bezahlte Lobbyisten von grossen finanziellen Interessen, von profitgierigen und räuberischen Grosskonzernen, denen die Nachwelt scheiss egal ist.
Wir sollten auf unsere Vorfahren hören und aus der Geschichte lernen, denn alles gab es schon mal und ist bereits passiert. Auch dass Imperien, die sich als unbesiegbar wähnten, zusammenbrachen und verschwunden sind. Der gesunde Menschenverstand ist der beste Massstab, nur der scheint völlig abhanden gekommen zu sein.
Hier sieht man Aufnahmen, wie die Welle des Tsunami das Kraftwerk trifft. Die Gischt stieg sogar höher als die Kraftwerksgebäude:
Südkorea schliesst Schulen wegen der Strahlung
Weil sie das am nächsten liegende Nachbarland zu Japan sind, machen sich die Südkoreaner grosse Sorgen wegen der Radioaktivität. Deshalb wurden einige Schulen geschlossen, weil es in weiten Teilen des Landes regnet und man den radioaktiven Niederschlag fürchtet. Andere Schulen wurden aufgefordert, ihre Aktivitäten im Freien einzuschränken, damit die Kinder nicht mit den tödlichen Partikeln in Kontakt kommen oder einatmen.
Die Agentur für Nukleare Sicherheit hat gesagt, kleine Mengen an radioaktiven Jod und Cäsium wurde im Regenwasser auf der Insel Jeju ab der Südküste gemessen, was aber keine Gesundheitsrisiken birgt, behaupten sie.
Das Koreanische Institut für Nukleare Sicherheit (KINS) sagt, sie haben radioaktives Material wie Jod- und Cäsium-Partikel in der Luft als schwebende Teilchen seit drei Wochen gefunden. "Der Regen wascht diese Partikel aus der Luft zu Boden," sagte das Institut.
Viele Südkoreaner tragen deshalb Schutzmasken und sie fragen sich, ob die Lebensmittel überhaupt noch gegessen werden dürfen, die im Freien angebaut werden.
Präsident Lee Myung-bak sagte am Donnerstag, er hätte die Inspektion von importierten Lebensmitteln angeordnet. Warum nur importiertes Zeug?
"Wir sind von der geografische Lange her näher zu Japan als andere, wie die Vereinigten Staaten oder Europa, deshalb machen sich unsere Leute mehr Sorgen. Die Menschen erwarten eine hohe Lebensmittelsicherheit, deshalb müssen die Inspektionen sehr streng sein."
Nur das nutzt nichts, der radioaktive Dreck verteilt sich über die ganze nördliche Hemisphäre und landet genau so bei uns. Was wir essen und trinken wird auch hier kontaminiert. Ob man den Behörden irgend eines Landes, die auch alles verharmlosen, überhaupt noch trauen soll? Ich meine nicht.
Es wird noch viele Monate dauern, bis die Japaner den Austritt von radioaktiven Stoffen aus dem Atomkraftwerk in Fukushima endlich verhindern können. Bis dahin gelangen die tödlichen Substanzen jeden Tag in die Luft und ins Meer und verteilen sich über die nördliche Halbkugel.
In meinem Interview mit der Geophysikerin Leuren Moret sagte sie, die radioaktiven Wolken wandern von West nach Ost mit den Jetstream und der Äquator bildet dabei eine Barriere. Die südliche Hemisphäre wird davon nicht betroffen. Wer wirklich sicher sein will, muss in den Süden auswandern, nach Südamerika, Südafrika oder Australien.
Selbstzerstörung und keiner macht was
In einem ist ja die "zivilisierte" und ach so „humanitäre“ westliche Gesellschaft wirklich gut, nämlich im Zerstören und Töten. Das ist das einzige was sie kann. Stehlen, plündern, ausbeuten, unterdrücken, versklaven, vernichten und morden, den ganzen Planeten wie Heuschrecken kahl fressen und nur Verwüstung hinterlassen. Mittlerweile findet dieser Raubbau bei sich selber statt und wir sind auf einem Selbstzerstörungstrip.
Es reicht ja nicht, dass die Psychopathen am Ruder die ganze Welt mit Kriegen überziehen, mit Bombenteppichen die "Demokratie" verbreiten und dabei mit ihrer Uranmunition ganze Landstriche verseuchen und dadurch Hunderttausende Krebstote verursachen. Nein, sie geben uns Genfood und Klontiere zu fressen, stecken Aspartam in jedes Getränk und tun Fluor ins Trinkwasser für uns zu saufen, pumpen uns mit giftigen Impfungen und sonstigen Pharmadreck voll, bestrahlen uns aus allen Richtungen mit Funkwellen und durchleuchten unsere Körper mit Röntgenstrahlen ... und jetzt müssen sie auch noch die ganze Umwelt mit radioaktiven Müll aus ihren Atomkraftwerken zudecken.
Und neben der Zerstörung der Lebensgrundlage, wird auch noch mit der Schuldenwirtschaft die ganze Kaufkraft, alle Ersparnisse und überhaupt der Geldwert der Bevölkerung gestohlen und ausradiert. Wir werden von Wahnsinnigen in ein wahnsinniges Ende geführt und was machen alle? Nichts, zucken mit den Achseln und gucken wie blöde Schafe ihrer totalen Vernichtung zu. Nicht nur die obrigkeitshörigen Japaner lassen sich alles gefallen und machen keinen Mucks, hier doch genauso. Was muss noch alles passieren, bis etwas passiert?
Kein Wunder ist Gerald Celente zornig und drückt sich drastisch in seiner neuesten Video-Botschaft aus. Seine beste Aussage finde ich als er sagt: "Leute fragen mich, was soll ich tun? ... Was sollt ihr tun? Werdet erwachsen, ihr seid doch Volljährig. Was glaub ihr eigentlich? Es gibt eine Zauberformel? Werdet endlich erwachsen! Benutzt euer Hirn und lasst euch was einfallen. Es geht um eure Zukunft und die eurer Kinder!" Genau das gleiche hör ich auch. Wie im Kindergarten muss man die Hosenscheisser bei der Hand führen, das erwarten sie, denn selber können sie nichts, obwohl sie über alles informiert sind und man ihnen alles vorkaut.
"In meinen mehr als dreissig Jahren der Trendvorhersage war ich noch nie so bestürzt und in Sorge wie heute ..."
Ich sage, macht euch keine Sorgen über Dinge die ihr nicht beeinflussen könnt, aber dafür ändert ums so mehr die Sachen wo ihr Einfluss habt ... bei euch selber und in eurer Umgebung.
ASR-Leser stellen sich zur Wahl um was zu verändern
Fahrt in die Evakuierungszone von Fukushima
Folgendes Video zeigt eine Fahrt in die Evakuierungszone rund um das Atomkraftwerk von Fukushima. Zur Erinnerung, in Japan fährt man links. Erstaunlich ist, es gibt keine Strassensperren und man kann einfach in die menschenleere Gegen reinfahren. Ab 30 km fangen die Geigenzähler an zu ticken. Man sieht streunende Hunde an der Strasse, welche die Besitzer zurückgelassen haben. Sie haben ein Rudel gebildet und gehen wohl selber auf Futtersuche.
Ab 17 km geht der Alarm des Strahlenmessgerätes los. Dann sieht man einen durch das Erdbeben völlig zerstörten Strassenteil und der Fahrer muss einen anderen Weg finden. Dann sieht man Kühe neben der Strasse grasen, obwohl hohe Radioaktivität angezeigt wird. Die Fahrt geht weiter durch verlassene Ortschaften und dann zur Küste, die vom Tsunami völlig zerstört ist.
Der Hammer ist, man kann ganz nahe an das Atomkraftwerk fahren. 1,5 Kilometer davon entfernt liegen die Strahlenwerte bei 112 Mikrosievert pro Stunde. Laut US-Umweltschutzbehörde EPA liegt das Limit welches Menschen ausgesetzt sein sollen bei 1'000 Mikrosievert pro Jahr. In ca. 9 Stunden würde man das in der Umgebung des havarierten Atomkraftwerkes erreichen.
Holger Strohm über die Atomgefahr
Werner Altnickel befragt Holger Strohm zu den Gefahren der Atomkraft, über die Gefahren allgemein und die aktuelle Lage in Japan. Sehenswert:
Der Reaktorkern ist durchgeschmolzen
Das Rennen um die Rettung vor einem atomaren Desaster ist möglicherweise verloren. Der Kern in einer der Reaktoren im Atomkraftwerk von Fukushima ist durch den Boden des Sicherheitsbehälters geschmolzen und auf den Betonboden gelandet, was zu einer grösseren Freilassung von Radioaktivität führen wird. Zu diesem Schluss ist ein führender US-Experte gekommen, der die Strahlung am Unglücksort gemessen hat.
Richard Lahey, ehemaliger Chef der Sicherheitsforschung für Siedewasserreaktoren bei General Electric, als die Firma die Einheiten in Fukushima installierte, erzählte der britischen Zeitung Guardian, die Arbeiter am havarierten Kraftwerk haben scheinbar "das Rennen verloren", um den Reaktor zu retten. Aber, sagte er, es gibt keine Gefahr einer Katastrophe wie in Tschernobyl.
Die Arbeiter haben Wasser in die Reaktoren 1 bis 3 gepumpt, in einem verzweifelten Versuch die Brennstäbe vom Schmelzen zu bewahren, aber die Stäbe liegen teilweise bei allen drei Reaktoren frei.
Ein Teil des geschmolzenen Kerns, bestehend aus dem Uran der Brennstäbe und dem Zirkonium der Hülle, ist durch den Stahl des Bodens des Druckbehälters von Reaktor 2 gedrungen, sagte Lahey.
"Die Anzeichen die wir bekommen, vom Reaktor über die Strahlenwerte und dem Material welches wir sehen, zeigt uns, der Kern ist durch den Boden des Druckbehälters von Einheit 2 geschmolzen. Und einiges davon liegt unten am Boden im Dry-Well," sagte Lahey. "Ich hoffe ich liege falsch, ist allerdings was die Befunde uns zeigen."
Die grösste Sorge lautet, wenn die geschmolzenen Brennelemente mit dem Betonboden des Dry-Well reagieren, werden radioaktive Gase in die Umgebung freigesetzt. In Fukushima sind die Dry-Wells mit Meerwasser geflutet, was die geschmolzene Masse die austritt abkühlt und die Menge an radioaktiven Gas reduziert.
Lahey sagte: "Es wird nicht als ein grosser Klumpen austreten; es kommt wie Lava und das ist gut, weil es leichter zu kühlen ist."
So sah die "Lava" in Tschernobyl aus:
Die Dry-Well ist von einer zweiten Stahlbetonstruktur umgeben, welche dazu dient, radioaktive Stoffe nicht in die Umgebung austreten zu lassen. Aber die Wasserstoffexplosionen könnten diese Hülle beschädigt haben.
"Der Grund warum wir besorgt sind ist, sie haben Wasser ausserhalb dieser Einschliessung gefunden, welches hoch radioaktiv ist und es kann nur von Reaktorkern stammen," fügte Lahey hinzu. "Es wird in keiner Weise wie Tschernobyl sein, wo es zu einer grossen Feuer- und Dampfexplosion kam, aber es ist keine gute Nachricht für die Umwelt."
Die Strahlenwerte des Wassers im Turbinengehäuse von Reaktor 2 wurde mit 1'000 Millisievert pro Stunde gemessen. Bei dieser Grössenordnung dürfen die Arbeiter sich nur für 15 Minuten dort laut Sicherheitsrichtlinien aufhalten.
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Bei zee wei ... macht euch auf eine weitere Kernschmelze bereit, nämlich die des US Treasury Bond Marktes. Durch die Revolutionen in den arabischen Staaten und durch das Desaster in Japan, werden weniger Schuldscheine der Amis gekauft. Es ist sogar so, die japanische Regierung bzw. die Zentralbank wird gezwungen sein, einen grossen Teil der US T-Bonds die sie als Reserve hat zu verkaufen, um den Wiederaufbau des Landes zu finanzieren. Und wenn Washington seine Schulden nicht mehr verkaufen kann, dann ist der amerikanische Staat zahlungsunfähig. Sind sie übrigens jetzt schon, wenn der Kongress nicht bis zum 8. April die Schuldenfinanzierung für den Rest des Jahres genehmigt. Dann gibts einen "Government Shutdown", dann schliessen sie den Laden.
Deckeneinsturz hat die Kernbrennstäbe freigelegt
Die neuesten Luftaufnahmen vom Fukushima Atomkraftwerk vom vergangenen Sonntag zeigen sehr bedenkliche Schäden. So ist die Decke über Reaktor 1 un 3 eingestürzt und somit auch der Kran drauf gefallen, mit dem die Brennstäbe herausgezogen und ins Kühlbecken verlagert werden können. Ausserdem sieht man wie radioaktiver Dampf aus allen Öffnungen in die Umwelt entweicht.
Professor Naoto Sekimura der Tokyo Universität wurde gefragt, was dieser Zusammensturz der Dächer und der Decken bedeutet, die durch die Wasserstoffexplosionen verursacht wurden. Er sagte, der Kran könnte die Schutzhülle der Reaktoren beschädigt und die Brennstäbe freigelegt haben, was eine Freisetzung von radioaktiven Stoffen in die Umwelt bedeutet.
Bei den Brennstäben handelt es sich um MOX oder Mischoxid-Brennelementen, die aus Urandioxid und Plutoniumdioxid bestehen. Das heisst, es könnte Plutonium freigesetzt worden sein.
In den Aufnahmen sieht man auch den Zustand von Reaktor Nr. 4 mit dem gelben Reaktorgehäuse. Der Deckel des Gehäuses steht offen, da dieser Reaktor zum Zeitpunkt des Erdbebens gewartet wurde.
Nach Angaben des Kraftwerksbetreibers Tepco wurde an mehreren Stellen ausserhalb des Meilers Plutonium entdeckt. Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan sprach mit Blick auf das Reaktorunglück und die Schäden durch das Erdbeben und den Tsunami im Osten des Landes von der "schwersten Krise Japans" seit dem Zweiten Weltkrieg.
Im Nordosten der USA sind im Regenwasser Spuren von Radioaktivität entdeckt worden. Nach solchen Funden in den US-Bundesstaaten Massachusetts und Pennsylvania wurden nach Behördenangaben am Montag auch in Ohio erhöhte Strahlungswerte in Regenwasser nachgewiesen. Forscher der Case Western Reserve University in Cleveland erklärten, sie hätten eine kleine Menge Jod 131 aus Japan im Regenwasser auf dem Dach eines Campus-Gebäudes gefunden.
Bereits seit 18 Tagen strömen radioaktive Substanzen in die Umwelt und werden in der ganzen nördlichen Hemisphäre verteilt. Ausserdem ist das Meer rund um das Atomkraftwerk radioaktiv verseucht, denn das Meerwasser, welches zur Kühlung verwendet wird, fliesst zurück ins Meer. Damit ist das Hauptnahrungsmittel der Japaner, Fische, Krebse, Muscheln und auch die Algen, an der Ostküste ungeniessbar.
Diese Katastrophe hat ungeahnte Konsequenzen, nicht nur für die Japaner, sondern auch für uns.
TV-Sender ziehen Simpson-Folgen zurück
Wie alle Fans der Serie wissen, arbeitet das Familienoberhaupt Homer Jay Simpson im Atomkraftwerk von Springfield als Sicherheitsinspektor im Sektor 7G, obwohl er nahezu keinerlei Qualifikation für diesen Beruf besitzt.
Die Fernsehsender der Schweiz, Österreich und Deutschland sichten deshalb die Simpson-Folgen nach "unpassenden" Szenen über Atomunfälle und senden diese nicht mehr, wie 20min.ch berichtet. Der ORF hat bereits die Folge 66 "Marge Gets a Job" und Folge 364 "On a Clear Day I Can't See My Sister" gestrichen. Wie "rücksichtsvoll" von ihnen unsere "Gefühle" nicht zu verletzen.
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Der persönliche Notfallplan
Wurde mit Japan die 7. Illuminati-Karte ausgespielt?
Schon seit den Ereignissen vom 11. September 2001 wird das Kartenspiel „Illuminati – New World Order“ als eine erstaunliche Prophezeiung betrachtet. 1995 kam dieses Spiel heraus und es beinhaltete Karten, welche Ereignisse zeigt, die dann tatsächlich passiert sind. Ist mit dem Erdbeben in Japan wieder eine Vorhersage eingetroffen?
1990 dachte sich der Spielerfinder Steve Jackson ein neues Gesellschaftsspiel aus, das er dann schlussendlich "Illuminati -- New World Order" oder “INWO” nannte und 1995 veröffentlichte. Jackson erfand ein Spiel, welches fast haargenau die Ereignisse auf den Spielkarten abbildet, die dann tatsächlich später auch eingetreten sind.
Zwei davon haben 9/11 vorhergesagt. Wie konnte er das schon 11 Jahre vorher wissen? Was noch erstaunlicher ist, als das Spiel bekannt wurde, bekam er einen Besuch vom Geheimdienst und sie versuchten die Veröffentlichung zu verhindern.
Twin Tower und Pentagon:
Es gibt weitere Karten die Ereignisse des NWO-Plans abbilden, die mittlerweile stattgefunden haben, wie die Fälschung der Geschichte "Rewriting History", die Pandemie "Epidemic", die Bevölkerungsreduktion "Population reduction" und die Kriege aus humantären Gründen "Kill for Peace", mit dem Endziel, das totale Chaos "Tape run out ..."
Aber erstaunlich ist die Karte 7. Diese zeigt mit der Überschrift "Kombinierte Katastrophen" einen Turm und eine Uhrzeit darauf. Was in Japan geschehen ist und noch geschieht, ist tatsächlich eine Kombination von drei Katastrophen: Erdbeben, Tsunami und Atomunfall.
Am Freitag den 11. März (3/11 ist auch symbolisch) fand das Tōhoku-Erdbeben um 14:46 Uhr Ortszeit statt. Jetzt guckt euch die Uhrzeit auf dem Turm an, fast genau diese Zeit:
Jetzt wird es aber noch unheimlicher. Der abgebildete Turm entspricht genau dem Turm auf dem bekanntesten Kaufhaus in Tokyo, das Ginza Wako Gebäude:
Alles nur Zufall?
Wie konnte Steve Jackson den Illuminati-Plan so genau vorhersagen? Tatsächlich kannte er ihn so exakt, dass er einen überraschenden Besuch vom Secret Service erhielt, die dann versuchten ihn mundtot zu machen und die Veröffentlichung des Spiels zu verhindern. Er beschreibt den Überfall in seinen Worten wie folgt:
"Am Morgen des 1. März 1990 kam ohne Warnung eine bewaffnete Truppe von Secret Service Agenten, zusammen mit Polizeibeamten von Austin und mindestens einen 'Experten' in Zivil von der Telefonfirma, besetzten das Büro der Firma Steve Jackson Games und begannen eine Durchsuchung. In das Haus vom Autor von GUPRS Cyberpunk wurde auch eingedrungen. Es wurde eine grosse Menge an Geräten beschlagnahmt, einschliesslich vier Computer, zwei Laser-Drucker, einige Harddisks und sonstige Hardware. Auf einem der Computer lief das Illuminati Bulletin Board System."
Die Firma Steve Jackson Games führte einen Prozess gegen die Regierung, der dann am Schluss gewonnen wurde, aber ihnen fast das Genick brach. Sie wurden wegen "Betrug" angeklagt, weil die Firma angeblich Hacker-Aktivitäten förderte und ein Hacker-Newsletter herausgab. Der Richter verwarf den Fall und die Firma bekam $50'000 Schadenersatz plus $250'000 an Rückerstattung für Anwaltskosten.
Die Hauptaufgabe des Secret Service ist den Präsidenten zu schützen. Wer war deren Chef 1990? Es war Präsident George H. Bush, der Ober-Illuminati, Teufelsanbeter, Skull & Bones Mitglied und Kinderschänder. Offensichtlich war er sehr besorgt über die Veröffentlichung des Spiels "Illuminati -- New World Order", denn es zeigt deren Plan, der dann 11 Jahre später in die Realität umgesetzt wurde.
Aber entscheidet selber, ob jetzt mit Japan die 7. Illuminati-Karte ausgespielt wurde.
Am vergangenen Montag den 21. März fand eine Gala zu Ehren von George H. Bush in Washington DC statt, als Vorsitzender des "Points Of Light Institutes". Aha, der Name sagt alles, "Licht = Illuminati". Hier ein Foto von der Gala mit allen Verbrechern zusammen. Links Bill Clinton, dann George H. Bush und rechts sein Sohn George W. Bush:
Hier sieht man "Vater-Bush" im Krankenbett, mit einer Pyramide, dem Illuminati-Symbol, als "Heilquelle" auf dem Schoss:
Ist alles nur Zufall natürlich.
Und wenn wir schon bei Zufällen und Vorhersagen sind ... der bekannte Film MATRIX wurde im Jahre 1999 gedreht. Ab ca. der 17. Minute im Film sieht man in der Verhörszene mit Mr. Smith ganz kurz den Pass von Thomas Anderson, alias Neo, gespielt von Keanu Reeves, in den Unterlagen auf dem Tisch, und dort ist als Ablaufdatum der 11. September 2001 eingetragen.
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Der Ablauf von was? Von der alten Weltordnung? Die Requisite hätte jedes Datum in der Zukunft eintragen können. Was sind die Chancen ausgerechnet das von 9/11 zu nehmen? Die Wachowski-Brüder, die auch V für Vendetta produzierten, wussten wohl etwas.
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Die Illuminaten gehen in Rente
Regierung warnt vor massiven Stromausfällen in Tokyo
Die japanische Regierung warnt die Bevölkerung, es könnte zu massiven Stromausfällen in Tokyo in der Nacht von Donnerstag auf Freitag kommen, da der Strombedarf wegen der kalten Temperaturen gestiegen ist. Aus diesem Grund hat auch das Transportministerium die Eisenbahnen welche das Stadtgebiet bedienen aufgefordert, während der kritischen Zeit des hohen Stromverbrauchs, die Anzahl Zugfahrten zu reduzieren. Andere Ministerien haben die Wirtschaft und auch den Privatkonsumenten aufgefordert, so viel wie möglich an Strom zu sparen.
Wirtschaftsminister Kaieda sagte, massive Stromausfälle könnten stattfinden, trotz der bereits eingeführten planmässigen abwechselnden Rationierung, die von TEPCO seit vier Tagen durchgeführt wird. Der Stromversorger sagte, am Donnerstag wurden kurzzeitig 33,3 Millionen Kilowatt im Netz benötigt, was fast an die maximale Kapazität von 33,5 Millionen Kilowatt herankam.
Die abwechselnden Stromabschaltungen von Gebiet zu Gebiet haben Geschäfte gezwungen ihre Ladenöffnungszeiten entsprechend anzupassen oder sie mussten ganz schliessen. Firmen haben ihre Produktion teilweise eingestellt. Viele Menschen werden damit überrascht und bleiben in den Fahrstühlen der Hochhäuser stecken. Nach dieser Warnung muss mit plötzlichen Stromausfällen noch mehr gerechnet werden.
Die Stromsparmassnahmen im Stadtgebiet von Tokyo werden mindestens bis in den April andauern, was einen wirtschaftlichen Schaden anrichtet und das Leben der Menschen noch schwieriger macht. Was man bisher als selbstverständlich angenommen hat, ist eben nicht mehr selbstverständlich.
Daran sieht man wie Energieabhängig unsere so hochtechnisierter Gesellschaft ist. Ohne Strom läuft mal gar nichts und man fällt sofort in eine dunkle und kalte Steinzeit. Wer ist darauf vorbereit? Ach, das kann bei uns nicht passieren? Das haben die Japaner bis letzten Freitag auch gedacht. Das positive daran, die Geburtenrate könnte in neuen Monaten steigen ;-)
Ein Flash-Crash fand statt
Solche Kursstürze innerhalb kürzester Zeit hab ich schon lang nicht mehr gesehen. Der Dollar und der Euro sowie Gold waren im Sturzflug in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag gegenüber den Franken und Yen. Die Aktienbörsen während des Tages sowieso.
Der Euro fiel von 1,2819 am Vortag auf 1,2510 gegen den Franken und von 112,90 auf 109,08 gegenüber den Yen. Der US-Dollar von 0,9179 auf 0,8996 gegen den Franken und von 80,80 auf 76,25 gegenüber den Yen. Das sind Rekordtiefstände.
Mehrere Faktoren könnten der Grund sein.
1. Nach dem verheerenden Erdbeben holen die Japaner ihr Geld nach Hause. Sie verkaufen was sie im Ausland angelegt haben, um die erwarteten Aufbaukosten im Heimatland zu stemmen.
2. Investoren benötigen dringend Yen, um nach dem Kurssturz der japanischen Börsen in den vergangenen Tagen die gestiegenen Sicherheitsleistungen (Margen) ihrer Terminkontrakte zu erfüllen.
3. Die Angst, die globale Konjunktur wird durch die Katastrophe in der drittgrössten Industrienation der Welt leiden.
4. Der Euro wird angesichts neuer Zweifel an der Zahlungsfähigkeit Portugals als gefährdet angesehen.
5. Und vom totalen Bankrott der USA wollen wir gar nicht mehr reden.
In dieser Paniksituation gehen die Investoren in den sicheren Hafen des Schweizer Franken und der verzeichnet Rekordhöhen gegenüber dem Dollar, Euro, Pfund und vielen anderen Währungen. Die Talfahrt des Euros und des Dollars hat sich beschleunigt. Die Katastrophe in Japan hat die Finanzkrise noch mehr ins Negative gedreht.
Die Bankster flüchten aus Tokyo in Scharen
Speziell die ausländischen Bankster hauen jetzt ab und alles was fliegen kann ist ausgebucht. BNP Paribas, Standard Chartered und Morgan Stanley sind einige Banken dessen Belegschaft wegen der Atomkatastrophe Tokyo verlassen haben.
Der Exodus der Bankster hat den Airlines und Charterfirmen ein enormes Geschäft beschärt und der Preis spielt dabei keine Rolle. Ein Betreiber von Privatjets in Hong Kong sagte, die Kosten für einen Flug von Tokyo nach Hong Kong war mehr als 160'000 Dollar, aber das war den Kunden egal, Hauptsache nichts wie weg.
Die Ratten verlassen das sinkende Schiff!
Geldautomaten funktionieren nicht mehr
Bei der zweitgrössten Bank Japans, der Mizuho Bank, sind die Geldautomaten im ganzen Land ausgefallen. Auch ihr Onlinebanking funktioniert nicht mehr. Ein Sprecher der Bank sagte, der Grund für das Problem an den rund 5600 Geräten sei ihnen nicht bekannt, aber es könnte daran liegen, viele Kunden hätten verstärkt Bargeld abgehoben und viele Transaktionen wären nicht verarbeitet. Jetzt stehen viele ohne Geld vor den Automaten und ein Kunde kommentierte die Situation vor TV-Kameras mit den Worten: "Das wird mir eine Lehre sein, mehr Bargeld in Zukunft zu Hause zu haben."
Ablauf des Atomalarms in Fukushima
Hier eine Auflistung der Ereignisse, wie es zur Katastrophe kam:
- Am Freitag den 11. März ereignete sich das Tōhoku-Erdbeben um 14:46 Uhr Ortszeit. Die Magnitude betrug 9,0 und das Epizentrum lag 130 Kilometer ab der Küste vor Sendai in einer Tiefe von 32 Kilometer. Die Energie die dabei freigesetzt wurde entsprach etwa wie die von 45 Millionen Tonnen Sprengstoff. Es war das grösste je gemessene Erdbeben in Japan.
- Die Atomkraftwerke in Japan sind auf ein Erdbeben der Magnitude von 8,25 ausgelegt. Der Unterschied zwischen 8,25 und 9,0 entspricht einer 24-fach grösseren Energiefreisetzung. Das führte zu den ersten Schäden an der Anlage, die aber nicht kritisch waren. Zum Zeitpunkt des Bebens waren die Reaktorblöcke 1, 2 und 3 in Betrieb und die Blöcke 4, 5 und 6 waren auf Grund von Wartungsarbeiten heruntergefahren.
- Nach dem Beben löste das Reaktorschutzsystem die Reaktorschnell- abschaltung aus. Dadurch liefen die Dampfturbinen nicht mehr und die Generatoren produzierten keinen Strom, die aber für den Betrieb des Kraftwerk notwendig sind. Die Notstromgeneratoren sprangen an. Damit wurde der Kühlkreislauf mit den Pumpen weiter in Gang gehalten. Bis zu diesem Zeitpunkt war alles unter Kontrolle.
- Eine Stunde nach dem Beben traf aber eine 7,5 Meter hohe Tsunami- welle das Kernkraftwerk und drang 1 Kilometer ins Land ein. Es wurden die Treibstofftanks die unmittelbar am Meer standen von den Wasser- massen weggespült. Ohne Treibstoff fielen die Notstromgeneratoren aus. Laut Notfallplan sollte dann der Strom aus den Batterien kommen, aber die ganze elektrische Anlage war durch das eindringende Meer- wasser und den daraus entstandenen Kurzschlüssen völlig zerstört.
Die beiden Fotos zeigen wie es vor und nach dem Tsunami aussah. Die Infrastruktur rund um das Atomkraftwerk wurde zerstört. Rot eingekreist die beiden Treibstofftanks für die Notstromgeneratoren, die dann verschwanden. Rechts oben sieht man wie kein Kühlwasser mehr zurück ins Meer fliesst und der Kühlkreislauf nicht mehr funktioniert:
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- Um 19:46 Uhr am Freitag, 5 Stunden nach dem Beben, gab die Regierung zu, es gibt ein Problem mit der Kühlung, es sei kein Strom vorhanden, um die Wasserpumpen für das Kühlsystem zu betreiben. Die Stromleitungen zur Aussenwelt waren auch durch die Welle weggerissen. Das ganze Kraftwerk war ohne Strom. Es gab nicht mal mehr eine Zugangsstrasse zum Kraftwerk. Damit fingen die Probleme mit der Kühlung der Reaktoren an.
- Da die Pumpen das Wasser nicht mehr zirkulierten, wurde das Reaktorinnere immer heisser. Es bildete sich Wasserstoff in dieser Konfiguration. Durch den Überdruck musste Dampf abgelassen werden, was aber auch den Wasserstoff freisetzte. Da leicht, sammelte sich das sehr explosive Gas über dem Reaktor. Ein Funke löste dann die Explosion aus und sprengte die Wände und Decke des Reaktorgebäudes weg. Zuerst am Reaktor 1 und dann an Nr. 3.
- Dann ereignete sich durch den Überdruck ein Leck am Druckabbau- becken des Reaktor 2, wodurch radioaktive Stoffe in die Umwelt gelangten. Am Reaktor 4, der nicht in Betrieb war, ruhten die Brennstäbe im Abkühlbecken. Aber weil der Kühlkreislauf nicht funktionierte, verdampfte auch dort das Wasser, bildete sich Wasserstoff und es fand eine Explosion mit anschliessenden Brand statt.
- Das Personal des Kraftwerks versucht verzweifelt die Kühlung aller sechs Reaktoren mit Meerwasser irgendwie hinzubekommen. Ohne Strom ist das aber nicht möglich. Es muss eine neue Zufahrtstrasse gebaut werden, damit von Aussen neue mit Diesel betriebene Stromgeneratoren angeliefert werden können. In der Zwischenzeit versuchte man mit Hubschraubern Wasser abzuwerfen, was aber wegen der Strahlung abgebrochen werden musste.
Wir sehen, die Katastrophe am Fukushima 1 Atomkraftwerk wurde nicht direkt durch das Erdbeben verursacht, sondern durch die gigantische Tsunamiwelle, die beide Notstromsysteme zerstörte. Dadurch liefen die Pumpen des Kühlsystems nicht mehr und die Reaktoren überhitzten. So ist die Katastrophe entstanden, die immer kritischer wird.
Laut neuesten Meldungen befindet sich im Abklingbecken von Reaktor 4 kein Wasser mehr. Das sagte der Chef der US-Atomsicherheitsbehörde NRC, Gregory Jaczko. Die Radioaktivität vor Ort sei nach Ansicht von Experten extrem hoch, sagte Jaczko. Ohne Wasser können die Brennstäbe in dem Becken nicht mehr gekühlt werden.
Das idiotische am Design der Reaktoren in Fukoschima ist die Tatsache, das Abklingbecken befindet sich über dem Reaktor und nicht daneben. Dieses gefährliche Konzept stammt vom amerikanischen Hersteller General Electric.
Die japanische Regierung hat das US-Militär gebeten, Infrarotaufnahmen von der Atomanlage zu machen. Am Donnerstag soll eine unbemannte Global Hawk mit Infrarotsensoren über das Gelände fliegen. Damit will man die Hitzequellen in den Reaktorgebäuden besser identifizieren, denn für die Menschen am Boden ist es wegen der Strahlung zu gefährlich.
Die Tsunami-Welle war an der Küste die am nächsten zum Epizentrum lag 23 Meter hoch. Aber historische Aufzeichnungen zeigen, 1896 gab es eine Welle mit 38 Meter! Wenn man das weiss, wie kann man dann am Meer Atomkraftwerke bauen?
Wer ist jetzt an der Katastrophe schuld? Diejenigen welche den Bau des Kraftwerkes an der Küste wollten und erlaubten, wo Tsunamis passieren können? Diejenigen die nicht mit einer Tsunamiwelle in dieser Höhe gerechnet haben, die rundum alles zerstörte? Diejenigen die nicht an noch mehr Notstromsysteme als die beiden vorhandenen gedacht haben? Diejenigen die überhaupt Atomkraftwerke sich ausdenken, wo alles perfekt funktionieren muss, weil es sonst einem um die Ohren fliegt?
Ablauf der Erbeben vom 9. bis 14. März. Man sieht, es gab vor dem Grossen schon viele kleine und danach zahlreiche Nachbeben:

