Nachrichten
Posts mit dem Label Interview werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Interview werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Iranischer Botschafter im Interview auf Schweiz5

von Freeman am Freitag, 11. Mai 2012 , unter , | Kommentare (6)





Am Freitagabend war der Iranische Botschafter zu Gast in der Sendung TimeToDo.ch auf Schweiz5. Zwischen 20:00 bis 21:00 Uhr hat der Moderator Norbert Brakenwagen im Live-Interview Herrn Alireza Salari interessante Fragen gestellt.



Hier eine Bildergallerie über den Iran. Sehr eindrücklich!

Volksinitiative "Rettet unser Schweizer Gold"

von Freeman am Sonntag, 29. April 2012 , unter , | Kommentare (10)



Am 20. September 2011 wurde mit der Veröffentlichung im Bundesblatt die Eidgenössische Volksinitiative gestartet "Rettet unser Schweizer Gold". Ziel der sogenannten "Gold-Initiative" ist es durch eine Volksabstimmung die Bundesverfassung durch folgende Punkte zu ändern:

1. Die Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank sind unverkäuflich.

2. Die Goldreserven der Schweizerischen Nationalbank sind in der Schweiz zu lagern.

3. Die Schweizerische Nationalbank hat ihre Aktiven zu einem wesentlichen Teil in Gold zu halten. Der Goldanteil darf zwanzig Prozent nicht unterschreiten.

Die notwendigen 100'000 Unterschriften dafür werden gesammelt:


Hinter der Initiative als Co-Präsidenten stehen Lukas Reimann, Nationalrat, Ulrich Schlüer, alt Nationalrat, und Luzi Stamm, Nationalrat.

Ich hatte die Gelegenheit mit Luzi Stamm am vergangenen Samstag ein Interview zu führen. Der Nationalrat beschäftigt sich schon seit über 10 Jahren mit dem Thema "Gold der Nationalbank" und hat schon mehrmals versucht herauszufinden, wo sich das Gold befindet, ohne eine befriedigende Antwort zu bekommen. Die Finanz- und Schuldenkrise hat nun auch Mitstreiter dazu bewogen eine Initiative zu lancieren, damit endlich Transparenz herrscht und das Gold zurück in die Schweiz kommt.

Luzi Stamm hat Jura und Nationalökonomie studiert, fungierte als Bezirksrichter, führt eine Anwaltskanzelei, ist aber schon seit über 20 Jahren als Nationalrat im Parlament (SVP Kanton Aargau). Er ist Mitglied der Aussenpolitischen Kommission des Nationalrats und Vizepräsident der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (AUNS).

Er setzt sich vehement für die direkte Demokratie ein und lehnt deshalb einen EU-Beitritt der Schweiz ab. Bekannt ist er für seine offene und ehrliche Meinung, oft gegen den Mainstream, die er in seinen Büchern "Der Kniefall der Schweiz" und "Wer hat die Macht in Bern?" zu Papier brachte.



Luzi Stamm würde sich freuen von den ASR-Lesern zu hören und ihr könnt ihm gerne eine Mail an Luzi.Stamm(a)parl.ch senden. Wer mehr über die Gold-Initiative wissen will, oder als Schweizer Bürger aktiv bei der Sammlung der notwendigen 100'000 Unterschriften bis März 2013 mithelfen will, kann sich auf der folgenden Webseite informieren: www.goldinitiative.ch

Verwandter Artikel:
Wo ist das Schweizer Gold Herr Hildebrand?

Update 30.4.12: Die Schweizerische Nationalbank meldet für das ersten Quartal einen Verlust von 1,7 Milliarden Franken. Als Ausrede sagt die SNB, die Aufwertung des Frankens gegenüber den wichtigsten Fremdwährungen hätte einen Verlust auf den Währungsbeständen in Höhe von 2,6 Milliarden Franken verursacht. Nur der Goldbestand hätte einen Bewertungsgewinn von 0,8 Milliarden Franken beschert und den Verlust gemindert.

Interview auf Schweiz 5

von Freeman am Mittwoch, 25. April 2012 , unter , | Kommentare (25)



Am Dienstag wurde ich vom TV-Kanal Schweiz 5 ins Studio für ein Live- Interview eingeladen und durfte dort meine Meinung äussern und Fragen beantworten. Ich bin sehr froh auf diesem Weg einem breiteren Publikum, dass sonst nicht die ASR-Seite oder andere alternative Nachrichtenseiten liest, zur Hauptsendezeit zwischen 20:00 und 21:00 Uhr, eine neue Sicht der Dinge aufzeigen konnte. Dafür möchte ich mich sehr herzlich bei Norbert Brakenwagen bedanken.

Interview mit Christoph Hörstel (April 2012)

von Freeman am Sonntag, 8. April 2012 , unter , , , | Kommentare (12)





Nach seiner Rückkehr aus Syrien, stellte ich Christoph Hörstel am 5. April 2012 einige Fragen über seine Beobachtungen und generell über seine Einschätzung der Lage im Mittleren- und Nahen Osten.



Um die einseitige Berichterstattung über Syrien zu ermöglichen, hat der Nachrichtensender Al-Jazeera Geräte zur Satellitenkommunikation den Terroristen geliefert, damit sie Telefon- und Internetverbindung haben, behauptet Ali Hashim, der ehemalige Korrespondent für den von Katar finanzierte TV-Kanal.

Die Technik wurde vom Libanon aus eingeschmuggelt. Der Sender zahlte 50'000 Dollar für den Schmuggel über die syrische Grenze, damit sie die Aufnahmen erhalten, behauptet Hashim, meldet Russia Today. Der Journalist sagt, die Regierung von Katar kontrolliert die Berichterstattung und bestimmt ihre eigene Version der Krise in Syrien.

Das ist auch der Grund warum Hashim den Sender verlies. Als er über den Einmarsch von bewaffneten Terroristen im April 2011 von Libananon nach Syrien berichten wollte, wurde seine Reportage und seine Aufnahmen nicht gesendet, weil es nicht ins Bild von "friedlicher Opposition" passte.

Fünf Mitarbeiter von Al-Jazeera aus ihrem Büro in Beirut haben den Job geschmissen, weil der Sender völlig voreingenommen über Syrien berichtet. Mouss Ahmed war Producer und ist einer dieser fünf. Er sagt, er entschied sich Al-Jazeera zu verlassen, weil sie unliebsame Fakten verheimlichen.

"Die Fakten sind völlig anders als was die Medien (Al-Jazeera) berichten," sagte Ahmed. Sie würden gestellte Bilder von verletzten Kindern in Homs zeigen und die Aufnahmen von den Kämpfen weglassen. Oder am 15. März hat eine Gruppe von Terroristen Zivilisten getötet und es wurde dann berichtet, die syrische Armee wäre es gewesen.

Ahmed sagte, die falsche Berichterstattung tue im leid, die bereits mit Libyen begonnen hat. Er hätte entschieden zu gehen, obwohl der Sender versuchte ihn zum Bleiben zu übereden. "Al-Jazeera ist der Traum eines jeden Reporters, weil es ein grosser TV-Sender ist. Aber wenn der Traum zu einer Depression führt, dann muss man gehen," sagte Ahmed.

Exklusiv - Christoph Hörstel berichtet aus Damaskus

von Freeman am Freitag, 16. März 2012 , unter , | Kommentare (21)





Christoph Hörstel ist nach Syrien gereist und wird für die ASR-Leser in den nächsten Wochen Berichte liefern, über was seine Eindrücke sind und was wirklich im Land los ist. Eines kann man schonmal sagen. Die Behauptung der westlichen Medien, man würde sie nicht ins Land lassen, stimmt nicht. Er ist offiziell als Journalist eingereist und kann sich dort frei bewegen.

Der erste Bericht hab ich über Telefon aufgezeichnet. Christoph wird sich technisch noch einrichten und dann gibt es auch Videos:

Die Medien bereiten sich auf den Irankrieg vor

von Freeman am Samstag, 18. Februar 2012 , unter , , , | Kommentare (43)



Es sieht so aus, wie wenn die US-Medien darüber informiert sind was demnächst passieren wird und sie bereiten sich deshalb auf den Angriff gegen den Iran vor. Laut einem Bericht aus Tel Aviv sollen die grossen amerikanischen TV-Anstalten und Nachrichtenagenturen geeignete Plätze für ihre Live-Reportagen auf Hausdächern anmieten und die technischen Einrichtungen installieren. Auch soll ein Besucher eines Nachrichtenstudios die Grafiken, Landkarten und Logos für den Krieg gesehen haben, die bereits erstellt wurden. Diese Vorbereitungen erinnern sehr an den Vorlauf zum Irakkrieg 2002/2003.



Obwohl die Obama-Regierung laufend betont, sie will die neuesten Sanktionen gegen den Iran erstmal wirken lassen, wissen die Medien offensichtlich, ein Angriff ist beschlossene Sache. Der Ölboykott und das Abschneiden aller Verbindungen der iranischen Zentralbank mit der Aussenwelt, ist nur eine heuchlerische Übung für die europäischen Partner und der Weltgemeinschaft, damit man dann sagen kann, wir haben alle "friedlichen" Mittel versucht, aber jetzt müssen wir die militärische Option durchziehen.

Wenn man auf die Seite von Western Union geht und versucht einen Geldtransfer in den Iran vorzunehmen, so erscheint der Name nicht mehr auf der Liste der Empfängerländer. Man kann darüber kein Geld mehr in den Iran zum Beispiel an Verwandte schicken. Auch der Finanzdienstleister SWIFT in Belgien, der den gesamten elektronischen Zahlungsverkehr zwischen den Banken abwickelt, ist bereit seinen Service für sanktionierte iranische Banken auszusetzen. Sie warten nur auf das grüne Licht der EU.

Der iranische Nachrichtensender Press-TV ist in Grossbritannien verboten worden, kann dort nicht mehr gesehen werden. Das britische Ministerium für Kommunikation (Ofcom) hat die Sendelizenz entzogen und der Kanal wurde aus dem Satelliten- und Kabelempfang entfernt. So viel zum Recht auf freie Informationen in einer angeblichen Demokratie. Propaganda darf nur der Westen mit seinen TV-Sendern verbreiten. Eine Gegendarstellung und andere Sicht der Geschehnisse dürfen die Menschen nicht hören und sehen.

Offizielle aus dem Weissen Haus sind der Meinung, Sanktionen werden Teheran nicht beeindrucken oder von ihrem Atomprogramm abbringen. Sie meinen, die USA wird nichts anderes übrigbleiben, als einen Angriff zu starten oder zuzuschauen wie Israel es macht. Sollte Obama zum Schluss kommen, es gibt keine andere Wahl als den Iran anzugreifen, dann wird es nicht vor November wegen den Präsidentschaftswahlen geschehen, sagen Insider. Die Frage lautet aber, wird Israel so lange sich zurückhalten?

Es geht gar nicht darum, ob die Iraner eine Atombombe bauen, denn die USA und Israel wissen es ist nicht so. Sogar US-Verteidigungsminister Panetta hat gesagt, sie haben keine und bauen keine. Es gehe um die Kapazität es zu tun und ob diese in geschütze Bunker verlegt wird, um ausser Reichweite von israelischen Bomben zu sein. Es gibt die "jetzt oder nie" Einstellung und man ist der Meinung, wenn die Anlagen nicht bald zerstört werden, dann ist es zu spät.

Wir wissen selbstverständlich, die Hysterie und Angstmacherei wegen einem iranischen Atomwaffenprogramm ist völlig gekünstelt und erfunden. Dieses Vorgaukeln einer Gefahr dient nur als Ausrede, um einen Kriegsgrund zu haben. Das Märchen über iranische Atombomben die es bald geben wird erzählen sie uns schon seit über 20 Jahren, aber nichts ist passiert, weil der Iran gar keine Absicht in dieser Richtung hat. Teheran betont es immer und immer wieder.

Es geht wie schon so oft um einen "Regimewechsel", um die Unterwerfung eines weiteren Landes unter dem Diktat des Westens, welches zufällig wieder über riesige Öl- und Gasvorkommen verfügt. Es handelt sich um Imperialismus pur. Die Ausrede, es gehe um Demokratie und die Entfernung eines despotischen Regimes ist schon deshalb gelogen, denn warum führen sie nicht zuerst Demokratie bei ihren Alliierten auf der arabischen Halbinsel ein?

Jordanien, Saudi Arabien, Kuwait, die Emirate, Bahrain und Oman, sind alles Länder mit übelsten Diktaturen, Königshäuser die in Saus und Braus leben, das Volk unterdrücken und nur an ihren Machterhalt denken. Jedes Aufmucken der Bevölkerung wird brutal niedergeschlagen und der Westen liefert das Unterdrückungswerkzeug dazu. Gerade fanden in Bahrain zum Jahrestag der Proteste wieder Demonstrationen statt, die mit Polizeigewalt niedergeschlagen wurden. Siehe hier.

Einer der wenigen Gegner eines Krieges ist der Kongressabgeordnete Dennis Kucinich. Er sagte, "die zusätzlichen Sanktionen und Kriegstrommeln gegen den Iran, erinnern sehr an den Vorlauf zum Irrakkrieg." Es gilt Alternativen für eine friedliche Lösung zu suchen, sagt er. Schön wäre es, aber es scheint beschlossene Sache zu sein und es geht nur noch ums Wann.

Verschiedene Medien mieten Dachterassen in Tel Aviv mit Blick über der Stadt an, für einen eventuellen Krieg Israels mit dem Iran, meldet eine israelische Seite. Laut ihren Bericht haben Reuters, Fox, NBC und CBS entsprechnede Vorbereitungen getroffen, um die Übertragung der Live-Bilder vornehmen zu können, mit möglichen Raketeneinschlägen im Hintergrund, die als Gegenreaktion erwartet werden, wie damals beim ersten Golfkrieg.

Dann hat ein Leser der Seite CounterPunch folgendes gemeldet:

"Ich besuchte ABCNews for einigen Tagen, um einen Freund zu sehen der dort an Grafiken arbeitet. Als ich in sein Zimmer kam, zeigte er mir die Grafiken die er angefertigt hatte, als Vorbereitung für den Angriff Israels auf den Iran. Nicht nur Landkarten, sondern auch Flugrouten, Flugbahnen und 3D-Modelle der US Flugzeugträgerflotte.

Was aber am beunruhigsten war, ABC und wahrscheinliche andere TV-Medien, sie proben diese Szenarien seit über zwei Wochen, mit Nachrichtensprechern und ehemaligen Generälen vor Landkarten in Nachrichtenstudios, sprechen über Raketen und Trägersysteme, die Szenen sind mit dem Spurch 'dies ist eine Übung' versehen, damit sie nicht irrtümlich über den Sender gehen.

Dann spielen sie Berichte über Gegenangriffe der Hezbollah aus dem Libanon ein, mit Raketen die auf israelische Städte fallen - es ist geistesbetäubend. Sehr beunruhigend, wenn die Vorvisualisierung Realität wird.
"

Der oberste Sicherheitsberater von Obama, Tom Donilon, ist am Freitag nach Israel gereist und wird bis Montag mit der israelischen Regierung über Syrien und Iran sprechen. Der Besuch von Donilon ist "der neueste in einer Serie von regulären, hochgradigen Konsultationen zwischen den Vereinigten Staaten und Israel, in Übereinstimmung mit unserer starken bilateralen Partnerschaft und ist Teil der unerschütterlichen Verpflichtung für Israels Sicherheit", sagte ein Sprecher des Weissen Haus.

Nicht nur der Iran, die Anzeichen für einen Militärschlag gegen Assad verdichten sich. Im Pentagon sind die Pläne ausgearbeitet und die Behauptungen über chemische Waffen in Syrien werden auch aufgestellt. Die gleichen Lügen werden verbreitet wie damals gegen Saddam Hussein, Assad hätte Gilftgas und wäre bereit es gegen die Bevölkerung einzusetzen. Die Propaganda läuft auf Hochtouren. US-Drohnen schwirren auch schon im Himmel über Syrien rum.

Nach diesen Berichten hat China den USA eine ernste Warnung zugesandt, mit der Aufforderung, die Souveränität Syriens zu respektieren. Der chinesische Vizeaussenminister Zhai Jun sagte, "wir stimmen keiner bewaffneten Intervention oder einem sogenannten Regimewechsel zu."

Aber der Iran ist auch nicht untätig. Zwei Schiffe der iranischen Marine sind am Donnerstag durch den Suez-Kanal ins Mittelmeer gefahren, mit Erlaubnis des ägyptischen Militärs, wie die Kanalbehörde am Freitag meldete. Ein Zerstörer und ein Versorgungsschiff sind auf dem Weg zur syrischen Küste, möglicherweise für gemeinsame Marineübungen, die vor einem Jahr vereinbart wurden.

Dann hat der Iran sich in einem Brief an die EU zur Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über sein Atomprogramm bereit erklärt. Das Schreiben des iranischen Atomunterhändlers Said Dschalili sei eine Antwort auf einen Brief der EU-Aussenbeauftragten Catherine Ashton vom Oktober 2011, sagte Ashtons Sprecherin Maja Kocijancic am Mittwoch in Brüssel. Der Iran bietet im Schreiben "grundlegende Schritte" zur Lösung des Atomkonflikts an.

Darin erklärt der Iran sein "Recht auf eine friedliche Nutzung" der Nukleartechnik und bietet "Kooperation" an. Nach dem Prinzip "Schritt für Schritt" und auf der Basis der "Gegenseitigkeit" sei die iranische Regierung bereit, "grundlegende Schritte" für eine "nachhaltige Zusammenarbeit" zu machen. Das Interesse Teherans an einer Lösung soll "so schnell wie möglich" sein. Die dazu nötigen Gespräche, so heisst es in dem Brief, könnten alsbald stattfinden, zu einer Zeit und an einem Ort, auf die man sich "beiderseitig" einige.

Das bringt die Kriegsvorbereitungen etwas durcheinander, aber sie werden schon einen Grund finden den Brief in den Papierkorb zu werfen, weil es wäre nur Verzögerungstaktik und nicht ernst gemeint. Aber reden ist immer besser als Krieg führen.

Interessant ist auch der Vorschlag vom Trendvorhersager Gerald Celente, den er mir zugeschickt hat. Er meint, die Situation könnte entspannt werden, wenn der Iran seine Reaktoren zur Stromerzeugung auf Thorium umstellt. Kernspaltung basierend auf Uran zur Energiegwinnung wäre sowieso veraltet und gefährlich. Stattdessen sollte der Iran dem Vorbild von China, Indien und Brasilien folgen, die in Thorium-Reaktoren die Zukunft sehen.

Thorium kann nicht für eine Bombe verwendet werden. So könnte der Iran seine nukleare Stromerzeugung ohne der Verbrennung von Öl und Gas weiterbetreiben und der Westen hätte keinen Grund mehr zu behaupten, die friedliche Nutzung der Kernergie wird für ein Atomwaffenprogramm missbraucht. Der Iran würde mit so einer Ankündigung auf einem Schlag dem Westen den Wind aus den Segeln nehmen und das Lügengebilde für einen Krieg würde in sich zusammenbrechen.

Celentes Idee ist gut, aber er geht davon aus, der Westen will nur wegen dem nicht existierenden Atomwaffenprogramm einen Angriffskrieg führen und wenn die Uranbrennstäbe durch Thorium ersetzt werden, ist alles erledigt. Wie ich oben geschrieben habe, ist die Urananreicherung nur eine Ausrede für den wahren Grund. So oder so wollen sie den Iran plattmachen, dann erfinden sie einfach eine andere Bedrohung, die ausgeschaltete werden muss. Egal was der Iran macht, was die Regierung beweist oder vorschlägt, die globale Arroganz will den Krieg.

Am 1. Februar 2012 hatte ich die Gelegenheit ein Interview mit dem Botschafter des Iran in Bern zu führen. Ich fragte ihn über die aktuelle Situation und was er zu den ständigen Drohungen des Westens meint:



Der Iran ist nicht unser Feind:

Impressionen vom Syntagma-Platz

von Freeman am Samstag, 2. Juli 2011 , unter , , | Kommentare (16)



Der Syntagma-Platz vor dem Parlament in Athen hat sich zu einem Treffunkt aller Menschen von jung bis alt kristallisiert, die ihren Protest, Unmut und ihre Wut gegenüber der griechischen Regierung speziell und der politischen Kaste allgemein ausdrücken wollen. Jeden Tag sind dort Tausende anzutreffen, hauptsächlich aber am Abend kommen viele dort zusammen.

Der ganze Platz ist mit Transparente überzogen, auf denen die Meinung der Bürger zum Ausdruck kommt. Man sieht dort viele Stände, wo Informationen verteilt werden. Es gibt Zelte in denen die Aktivisten schlafen und offensichtlich eine Dauerbesetzung machen. Es finden Versammlungen statt, bei denen die Menge auf dem Boden sitzt und den Rednern zuhört. Ein buntes treiben aller die ihre Meinung äussern oder einfach durch ihre Präsenz Solidarität zeigen wollen.

Der Platz direkt vor dem Parlament ist abgesperrt und am Gitterzaun stehen viele Griechen aller Altergruppen und drücken gegenüber den Wächtern und Polizisten ihren Zorn aus. Man hört Sprüche wie, ihr beschützt Verbrecher und Verräter, ihr müsst uns vor denen schützen. Angeblich soll es bereits vorgekommen sein, das einige Polizisten ihren Job hingeschmissen und die Seiten gewechselt haben.

Die meisten Griechen mit denen ich gesprochen habe sind sehr niedergeschlagen und wissen nicht was sie gegen die Zerstörung ihres Landes tun können. Sie haben mich um Lösungen gefragt. Wenn ich so höre was sie verdienen, ca. 800 Euro im Monat sind viele Löhne, dann frag ich mich wie sie jetzt überhaupt überleben können. Wie wollen sie es schaffen, wenn die Sparmassnahmen erst wirksam werden? Das fragen sie sich auch und sie meinen, sie werden völlig verarmen und nur noch Arbeitssklaven sein.

Eines ist für mich ganz klar, was mit Griechenland geschied, wird in allen EU-Ländern demnächst kommen. Eine junge Frau ca. 20 Jahre alt sagte zu mir, sie wollte nach Italien gehen, um überhaupt eine Zukunft zu haben. Ihre Freunde dort haben ihr gesagt, du kannst schon herkommen, aber was du jetzt erlebst, wird demnächst in Italien auch passieren. Also bleibt sie und ist völlig niedergeschlagen.

Hier ein Interview mit einer anderen jungen Frau die mir erzählte was sie meint.











































Interview mit Infokriegernews

von Freeman am Freitag, 1. Juli 2011 , unter | Kommentare (8)



Cheffe von Inforkriegernews hat ein Interview mit mir geführt. Die besprochenen Themn sind das Megaritual, die Bilderbergkonferenz, der Bullshit von Alex Jones, der Verschwörungsboulevard, die Euro- und Dollarkrise, Griechenland-Krise, Gaza-Flotille etc.

Blogs und ihr Einfluss auf Politik und Gesellschaft

von Freeman am Montag, 6. Juni 2011 , unter | Kommentare (12)



Alpenparlament.TV hat mit Dominic von WeAreChange.ch und meiner Wenigkeit ein Interview aufgezeichnet. Das Thema lautet "Blogs und ihr Einfluss auf Politik und Gesellschaft".

Hier der Link zur Sendung ...

Interview mit Dominique Baettig über Bilderberg

von Freeman am Samstag, 28. Mai 2011 , unter , | Kommentare (20)



Anlässlich der Delegiertenversammlung der SVP in Einsiedeln, hatte ich Gelegenheit ein Interview mit Nationalrat Dominique Baettig über das Bilderberg-Treffen zu führen.



Wenigstens ein Politiker der Mut hat und aufrichtig ist.

In der SVP-Spitze gibt es eine Mehrheit, die der Blocher-Line folgen und von Bilderberg nichts wissen wollen und jede Frage dazu abblocken oder als "Verschwörungsmist" bezeichnen. Ist ja auch klar warum. Blocher war selber beim Bilderberg-Treffen 2009 in Griechenland und ist einer von ihnen. Es gibt nur wenige, die so wie Herr Baettig denken und Auskunft über die Vorgänge dort mehr wissen wollen.

Wir versuchten Interviews mit Blocher, Mörgeli, Parteipräsident Brunner und Bundesrat Maurer zu führen. Sie blockten alles ab, sobald wir die Veranstaltung in St. Moritz ansprachen. Auch Ex-AUNS Chef Hans Fehr drückte sich. Im Saal haben diese Personen über die Unabhängigkeit der Schweiz grosse Reden geschwungen. Als wir aber fragten, wie sie das Treffen der Globalisten sehen, die gegen alles sind was sie angeblich vertreten, liefen sie uns davon.

So läuft es auch mit anderen Parteien die wir befragt haben. Für das links/grüne Spektrum ist Bilderberg kein Thema oder nur eine Verschwörungstheorie. Auch die Piraten interessiert es nicht. Die NWO hat die Parteienlandschaft in der Schweiz ganz schön im Griff, genau wie die Medien auch. Traurig aber wahr. Nur die Jusos und die Jung-SVP machen was.

Interessant ist, vor wenigen Jahren wurde sogar geleugnet, die Bilderberger existieren als Gruppe überhaupt. Jetzt geben sie es endlich zu, verharmlosen es aber als Kaffeekränzchen. Ja sicher, wie wenn die obersten Konzernbosse, Medienzaren, Chefs von Weltorganisationen, Präsidenten, Kanzler, Minister, Militärs, EU-Kommissare, Chefs von Geheimdiensten und Oberhäupter von Königshäuser, sich vier Tage im Geheimen nur für ein harmloses Plauderstündchen treffen würden.

Für mich sind Politiker, die bei diesem Thema wegschauen, Heuchler und Verräter ihrer eigenen "Prinzipien". Von mir aus können sich "Privatleute" treffen, aber wenn gewählte Staatsvertreter und Funktionäre zwischenstaatlicher Institutionen dabei sind, dann haben wir verdammt noch mal das Recht zu erfahren was da läuft!

Deshalb bleibt nur übrig, das wir selber für Transparenz und Aufklärung sorgen. Kommt alle nach St. Moritz, damit wir in grosser Zahl Aufmerksamkeit erlangen und sie dieses Treffen der Weltverbrecher nicht unter den Tisch wischen können.

"See you in St. Moritz!"

Protest gegen Bilderberg in Spanien 2010:



Die grosse Anti-NWO-Party findet bald statt

Interview mit Tim Osman

von Freeman am Freitag, 1. April 2011 , unter , , , | Kommentare (9)



Am vergangenen Mittwoch machte ich einen Ausflug zum bekannten Wintersportort Gstaad im Berner Oberland, um etwas frische Luft und Sonne zu tanken. Als ich durch das Dorf schlenderte, sah ich eine Film-Crew bei der Arbeit mitten in der Fussgängerzone. Neugierig geworden fragte ich, was sie hier machen. „Einen Werbspot“ wurde mir geantwortet und sie schickten mich zum Sprecher des Auftraggebers der anwesend war.

Die Crew am Filmset mitten in Gstaad:



Ich staunte nicht schlecht, als mir der Verantwortliche des deutschen Haarfärbegiganten, Welle AG, voller stolz verriet, sie hätten einen Coup gelandet, es wäre eine Verbindung wie im Jannat (Arabisch für Paradies), denn sie hätten mit Tim Osman, alias Osama Bin Laden, einen Werbevertrag unterschrieben und würden hier einen Werbe-Spot für ihre Produkte drehen.

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Osama, um der Welt zu zeigen, wir haben die besten Haarfärbemittel für Männer“ sagte der Vertreter von Welle. „Frauen lieben Männer die Ungläubige bekämpfen und dabei natürlich gefärbte Bärte tragen ohne graue Strähnen,“ sagte er voller Stolz.

Osama gefällt sein Bart jetzt, dank den Produkten von 'Welle für Männer' und er möchte alle wissen lassen, ein Terroristenchef zu sein ist sexy“ sagte der Sprecher. Die Werbekampagne passt zu Bin Ladens Philosophie „echte Männer haben keine Angst ihr Haar zu färben“ sagte er.

Ich packte die Gelegenheit beim Schopf und fragte, ob ich ein Interview mit seinem Werbeträger zwischen den Aufnahmen führen dürfte und der folgende Dialog kam dabei zustande:

Frage: Wie darf ich sie nennen, Osama Bin Laden?

Tim Osman: Osama Bin Laden ist nur mein Künstlername. Richtig heisse ich Tim Osman und bin von Beruf Schauspieler. Osama Bin Laden wurde mir von der CIA vergeben, die mich damals in den 80ger Jahren für die Rolle des Terrorchefs engagierten.

Frage: Ach so. Sie haben nur eine Rolle gespielt?

Tim Osman: Ja sicher. Sie benötigten einen islamischen Terrorchef damals, der als Aushängeschild für den Kampf gegen die sowjetischen Besatzer dienen sollte. So posierte ich vor den Kameras mit einer Kalaschnikow, umringt von Statisten, die sich als islamische Kämpfer ausgaben. Es war eine Show für das amerikanische Publikum, um Washingtons Intervention und Unterstützung der Mudjahedin zu kaschieren. Damals waren wir Helden und wurden gefeiert.

Frage: Später wurden sie mit allen möglichen Anschläge gegen die Vereinigten Staaten in Verbindung gebracht, zuletzt mit den Angriffen vom 11. September. Was sagen sie dazu?

Tim Osman: Ja, das hat mich sehr gewundert, denn sie haben mich bzw. meine Figur als den Bösewicht überhaupt hingestellt und mich für alles verantwortlich gemacht. Ich soll das gewesen sein, dabei waren sie es selber. Aber meine Auftraggeber in Langley sagten, das dürfte ich nicht so eng sehen. Sie würden ja mich nicht wirklich verfolgen, es wäre nur eine Rolle die ich spiele.

Während des Interview wurde am Fakeup gearbeitet:



Frage: Aha, ich verstehe. Deshalb werden sie auch nicht vom FBI gesucht und es gibt auch keine Anklage gegen sie wegen 9/11.

Tim Osman: Ja genau. Das ist ein riesen Theater, welches schon seit 10 Jahren läuft. Sie haben mich versteckt und tun nur so wie wenn sie mich suchen würden. Mir ist erst später dann klar geworden, ich wurde benutzt, damit sie den Krieg gegen Afghanistan begründen können und überhaupt den ganzen Krieg gegen den Terror. Für die Amerikaner ist ja Krieg, wie alles andere auch, nur Show-Business.

Frage: Und was ist jetzt? Warum treten sie in einem Werbefilm auf?

Tim Osman: Na ja, ich muss schliesslich Geld verdienen. Die CIA braucht mich nicht mehr und hat mich sozusagen still und heimlich ausrangiert. Jetzt begründen sie ihre Kriege auch ohne mich, ich meine ohne Bin Laden. Haben sie Präsident Obama jemals von mir reden hören? Oder irgend einen anderen westlichen Politiker, oder überhaupt die Medien in letzter Zeit? Washington bombardiert Länder ohne das ein Bösewicht wie ich dort sein muss.

Frage: Das stimmt. Ich habe mich schon gewundert, warum man nichts von ihnen hört, wegen den ganzen Revolutionen in den arabischen Ländern. Da wäre doch früher von Osama Bin Laden ganz sicher eine Botschaft und Kommentar darüber in den Medien erschienen.

Osama Bin Laden spricht mir ins Mikrophon:



Tim Osman: Sehen sie. Die brauchen mich nicht mehr. Sie haben mir keine Rolle zugeteilt oder einen Skript geliefert. Die greifen jetzt Libyen mit ganz anderen Begründungen an. Es gehe um humanitäre Hilfe, Schutz der Zivilbevölkerung und um Menschenrechte. Die Bedrohung des Westens durch eine Terrororganisation wie Al-Kaida, die ich angeblich leite und es gar nicht gibt, ist als Kriegsgrund nicht mehr notwendig. So haben sie mich nicht mehr weiterengagiert.

Frage: Verstehe. Aber macht ihnen das nicht zu schaffen, als der meist gesuchte Terrorist der Welt zu gelten? Sie wurden als das grösste Monster überhaupt hingestellt. Und was sie mir da erzählen, ist ja hochexplosiver Stoff. Wenn das raus kommt. Fürchten sie nicht um ihr Leben?

Tim Osman: Klar beschäftig mich das, aber ich hab mich an die Rolle so gewöhnt, ich glaube fast selber ich bin Bin Laden. Anderseits, wie ich bereits gesagt habe, sie suchen mich ja gar nicht wirklich, deshalb haben sie mich in den letzten 10 Jahren auch nicht gefunden, wenn sie verstehen was ich meine. Wenn mich heute einer sieht, wie die Zuschauer die jetzt hier um das Film-Set herumstehen, dann meinen die wirklich ich bin nur ein Schauspieler. Keiner glaubt ja, ich bin der echte unechte Bin Laden. Da lachen ja alle. Jetzt profitiere ich von diesem Image und mache Werbung. Das ist auch gut für den Auftraggeber, denn er wird damit sehr viel Aufmerksamkeit für seine Produkte erhalten. So haben wir alles was davon.

Frage: Klingt ja unglaublich. Aber was ist schon normal in dieser Welt der Täuschung. Dann wünsch ich ihnen noch viel Glück und Erfolg mit ihrer Karriere als Osama Bin Laden. Passen sie auf, dass sie nicht auch noch hollywoodmässig getötet werden, da sie für die CIA ausgedient haben.

Tim Osman: Ja, sie sagen es, alles Schall und Rauch. Aber ich werde wieder für die Aufnahmen benötigt und muss mit dem Film weitermachen.

Danach war ich baff. Ich fragte dann noch den Sprecher der Welle AG, wann der Werbespot erscheinen würde. Er sagte, es werden noch Aufnahmen hier in den Schweizer Bergen gedreht, damit es wie im bergigen Afghanistan aussieht, aber ab Herbst würde der Spot über alle TV-Kanäle laufen.

Nach dem ich Bin Laden gesehen habe muss ich sagen, die Haarfärbemittel sind wirklich sehr effektiv, von grauen Haaren keine Spur. Bei der Verabschiedung erwähnte er noch, er würde auch demnächst Werbung für ein Jungbrunnenelixier machen. So gut wie er aussieht, muss er es bereits nehmen.

Copyright ©2011: Freeman - Alles Schall und Rauch Blog

Verwandter Artikel:
Wo ist Osama Bin Laden

Interview mit der Geophysikerin Leuren Moret

von Freeman am Mittwoch, 16. März 2011 , unter , , | Kommentare (26)



Leuren Moret ist eine Geophysikerin, unabhängige Wissenschaftlerin und internationale Expertin über Strahlung und öffentliche Gesundheit. Sie hat sich sehr intensiv mit der Aufklärung der Bevölkerung über die zerstörerische Eigenschaften von Uranmunition beschäftigt, die von den USA, den NATO-Staaten und Israel in den Kriegen eingesetzt wird. In dieser Eigenschaft hält sie Vorträge, informiert Medien und spricht mit Parlamentarier und Kongressabgeordneten. Sie schrieb ihre Dissertation basierend auf ihre Forschung über den Staub in der Atmosphäre und wie dieser über die ganze Erde transportiert wird. Sie hat aufgezeigt, wie die Umweltverschmutzung in Form von Staub in weniger als einer Woche von Asien nach Nordamerika gelangt. Sie sagt, wir sind global gesehen eine Umwelt. Wenn man etwas in einem Land rauslässt, dann wird es irgendwann wo anders landen, egal wie viele Kontinente und Ozeane dazwischen liegen.

Leuren Moret hat auch in dem Film "BLOWIN' IN THE WIND" vom zweimaligen Oscar-Nominierten und bekannten Dokumentarfilmemacher David Bradbury als Hauptakteurin mitgemacht. Der Film beleuchtet das geheime Abkommen, welches dem US-Militär erlaubt in Australien ihre Uranmunition zu testen und ihre Soldaten auszubilden. Er zeigt auch auf, wie Babys im Irak mit schlimmen Missbildungen geboren werden. Ausserdem werden die Lügen der britischen Regierung über ihre Atombombentest die in Australien stattgefunden haben gezeigt. Der Film schockierte, erzürnte und überraschte viele Zuschauer bei den Filmfestivals in Sydney und Brisbane.

Hier mein Interview mit Leuren Moret:

Frage: Können sie uns kurz ihre Erfahrung im Bereich radioaktive Strahlung erzählen?

Moret: Ich habe in zwei Atomwaffenlaboratorien gearbeitet. Wurde von Marion Falk ausgebildet, ein Wissenschaftler des Manhatten Projekts, der am Lawrence Livermore Laboratorium unter anderem die Wasserstoffbombe entwickelt hat. Ich habe die Auswirkungen von Atomtests auf die amerikanische Bevölkerung und anderen Gruppen erforscht, auf den Fischfang in den Ozeanen und auch die Wirkung von Atomkraftwerken.

Frage: Sind sie der Meinung, die Weltbevölkerung ist einem Risiko wegen der Ereignisse in den japanischen Atomkraftwerken ausgesetzt?

Moret: Basierend auf meiner Erfahrung und auf der Erfahrung von top Wissenschaftlern im Strahlungsbereich und der wissenschaftlichen Gemeinschaft allgemein, sind wir sehr über die Situation in Japan alarmiert.

Frage: Eindeutiger geht’s wohl nicht. Wie sehen Sie und ihre Gruppe die zukünftige Entwicklung ablaufen? Was wird als nächstes passieren?

Moret: Ich kann ihnen sagen, wir sind alle sehr beängstigt. Die Radioaktivität hat sich schon ausgebreitet. Zwei Kontaktleute die ich in Japan habe und sich entsprechend auskennen, sind bereits mit ihren Familien nach Okinawa geflüchtet (Japans südlichste Präfektur).
Die ganze nördliche Hemisphäre ist einem Risiko ausgesetzt. Das liegt an der Luftzirkulation rund um den Planeten. Der Äquator bildet dabei eine Barriere. Wenn in der nördlichen Hemisphäre Radioaktivität freigesetzt wird, dann bewegt sie sich in verschiedenen Richtungen, je nach Höhe. Der Jetstream ist eine sehr effektive Art wie radioaktive Partikel über grosse Distanzen transportiert werden. Die Luft bewegt sich von West nach Ost auf dem gleichen Breitengrad. So hab ich zum Beispiel nach den atmosphärischen Atombombentests die Krankheitsbilder auf Landkarten festgehalten. Dabei hab ich festgestellt, es gibt eine Häufung der gleichen Krankheiten auf dem gleichen Breitengrad und eine starke Zunahme seit 1945, was auf die Atombombentests zurückzuführen ist.

Frage: Die japanische Regierung sagt, sie haben die radioaktive Strahlung im Griff. Glauben sie das?

Moret: Ich würde nichts was eine Regierung sagt glauben und speziell nicht was die Stromkonzerne sagen. Ich habe mit japanischen, kanadischen und amerikanischen Regierungsvertretern zu tun gehabt und die meisten sagen nicht die Wahrheit. Die glaubwürdigsten Aussagen kommen von gewissen Wissenschaftlern die ich kenne und vertraue, und auch von gewissen Aktivisten die ich rund um die Welt kenne. Denn sie sind vor Ort, dort wo die Ereignisse passieren, sie messen und beobachten die Strahlungsintensität auf der ganzen Welt. Sie sind sehr über die Situation in Japan besorgt und liefern die besten Information und Daten.

Frage: Sie benutzen das Wort „beängstigend“. Ist das die richtige Bezeichnung für die Situation?

Moret: Ich glaube es ist der richtige Ausdruck, denn einige der Wissenschaftler aus Russland und Europa, sind selber durch die Katastrophe in Tschernobyl betroffen worden. Ich war in den Testgebieten in Nevada, hab die Auswirkungen der Atombombentests auf die indianische Bevölkerung gesehen, wie die Verseuchung auf ihre Stammesgebiete sich ausbreitete. Ich war auf der ganzen Welt und habe die Bevölkerung die einer Strahlung ausgesetzt war studiert. Ich kenne mich deshalb sehr gut mit den Schäden aus, welche die radioaktive Strahlung anrichten kann, besser als die meisten Experten die von den Medien befragt werden und ihre Meinung verkünden.

Frage: Verringert sich nicht die Intensität der Strahlung, bis sie zum Beispiel an die Küste von Kalifornien über den Pazifik kommt?

Moret: Nein, die radioaktiven Teilchen bleiben zusammen wie eine Blase. Wenn es dann regnet, wird in dem Gebiet wo der Regen fällt die Bevölkerung und die Landschaft davon betroffenen und es können die verschiedenen durch Strahlen verursachten Erkrankungen entstehen. Diese Verseuchung wirkt sich auch auf die Gene aus und wird auf zukünftige Generationen übertragen.

Frage: Klingt ziemlich schlimm. Wo halten sie sich gerade auf?

Moret: Ich bin in Berkeley Kalifornien, auf der anderen Seite der Bucht von San Franzisko.

Frage: Also direkt gegenüber von Japan. Warum sind sie dort, wenn sie meinen es ist riskant?

Moret: Ich beobachte und messe die Strahlungswerte hier. Wenn sich was wegen Fukushima tut, dann werde ich warnen und bin danach weg.

Frage: Wie lange meinen sie wird es noch dauern bis es zu einem GAU kommt?

Moret: Es wird jeden Tag schlimmer dort. Es gibt keinen richtigen Zugang zu der Anlage mehr, alles muss mit Hubschraubern eingeflogen werden, die Stromgeneratoren wurden durch den Tsunami zerstört, die Kühlung funktioniert nicht. 90 Minuten nach dem Tsunami, als die Kühlung ausfiel, begann die Überhitzung der Kernbrennstäbe. Ein Teil der Brennstäbe sind komplett im Freien, haben zu schmelzen begonnen. Es gab Wasserstoffexplosionen, Brände, Radioaktivität ist in die Umwelt gelangt, die Messwerte rund um die Anlage sind in gefährliche Höhen gestiegen. Es kann jederzeit noch schlimmeres passieren.

Frage: Das einzig positive aus den Ereignissen in Japan ist der Stimmungswandel in Europa, was die Einstellung zur Kernernergie betrifft. In Deutschland wurde heute ein dreimonatiges Moratorium und die vorübergehende Stilllegung von 7 der 17 Atomkraftwerke beschlossen, um sie zu überprüfen. Was halten sie davon?

Moret: Das wäre ein richtiger Schritt wenn es permanent wäre. Aber die Befürworter der Atomenergie ziehen sich jetzt nur vorübergehend zurück, um dann wenn alles vorüber und vergessen ist genau so weiterzumachen. Die meisten Politiker sind von den Stromkonzernen gekauft, da kann man keinen wirklichen Wandel erwarten. Es ist viel zu viel Geld im Spiel.

Danke für das Interview, das ich morgen wegen der Aktualität fortsetzen möchte.

Moret: Gerne.

© Copyright 2011: Freeman - Alles Schall und Rauch Blog

Die neuesten Meldungen aus Japan lauten, weil die Strahlenbelastung auf dem AKW-Areal inzwischen viel zu hoch ist, um noch vernünftig arbeiten zu können, hat die Betreibergesellschaft von den 800 Mitarbeitern einen Grossteil abgezogen. 50 bleiben noch, um die beschädigten Reaktoren zu kühlen. Die Strahlenwerte auf dem Areal haben laut der japanischen Regierung inzwischen 400 Milli-Sievert pro Stunde erreicht. Bei diesen Werten kommt es nach 30 bis 40 Minuten zu akuten Symptomen der Strahlenkrankheit, wie Übelkeit und Erbrechen. Dann ist am Reaktor 4 erneut ein Brand ausgebrochen. Dort lagern ausgebrannte Brennstäbe. Die Löscharbeiten seien in Gang. Im stillgelegten Meiler war es bereits am Dienstagmorgen zu einem Brand und einer Explosion gekommen.

UPDATE (in Lokalzeit):
18:11 - Die Helikopter des japanischen Militärs können kein Wasser auf die Reaktoren abwerfen, weil die Strahlung zu hoch ist.
18:11 - Laut Edano sind die Vorbereitungen die Reaktoren von Land aus zu kühlen kurz vor dem Abschluss.
18:12 - Die Strahlung in der Nähe der Reaktoren ist auf 1'500 Mikrosievert pro Stunde gestiegen, sagt Edano, 2 1/2 mal mehr als gestern.
18:22 - Die japanische Regierung bittet alle Gemeinden im Lande die Odachlosen zu beherbergen.
18:23 - Es wird versucht die Temperatur an den Reaktoren 5 und 6 nicht steigen zu lassen, laut Edano.
18:24 - Es ist kalt in Japan geworden. Tokyo meldet 1 Grad und das vom Tsunami fast völlig zerstörte Sendai -2.

Kaiser Akihito hielt eine TV-Ansprache und sprach den Opfern des Erdbebens und des darauf folgenden Tsunamis sein Beileid aus und zeigte sich tief besorgt über die Krise in den Atomkraftwerken.



Strahlenmessung live in Tokyo. 10 cpm ist normal:

Interview mit Noam Chomsky

von Freeman am Mittwoch, 16. Februar 2011 , unter , , | Kommentare (21)



Boris Muñoz führte am 12. Februar ein Interview mit Noam Chomsky, Professor für Linguistik am Massachusetts Institute of Technology (MIT), einer der bedeutendsten Intellektuellen der politischen Linken Nordamerikas und ist seit dem Vietnamkrieg als scharfer Kritiker der US-amerikanischen Aussen- und Wirtschaftspolitik weltweit bekannt. Hier der Ausschnitt, der die aktuelle Lage in Ägypten und den Nahen Osten betrifft.


Frage: Ein Teil der arabischen Welt durchlebt zur Zeit eine Flut von Forderungen nach Demokratie. Jetzt hat Mubarak abgedankt. Bedeutet sein Rücktritt eine Veränderung im Machtspiel der Region?

Chomsky: Was jetzt dort geschehen ist, einschliesslich der Abdankung von Mubarak, ist spektakulär. Ich kann mich an nichts dergleichen erinnern. Man kann diese Ereignisse mit dem Geschehen 1989 in Osteuropa versuchen zu vergleichen. Aber es gibt keinen Vergleich damit. Das hat einen Grund. Seinerzeit gab es in Osteuropa einen Gorbatschow, der die Lage steuerte, damit das System lief.

Und die Westmächte unterstützten ihn und halfen ihm. Im Fall Osteuropas unterstützten die Westmächte auch die demonstrierenden Menschen. Im Falle Nordafrikas hat keine westliche Macht die Proteste der Menschen unterstützt. Somit ist der einzig mögliche Vergleich in diesem Rahmen nur mit Rumänien möglich, wo Ceaucescu als schrecklichster der Diktatoren den herzlichsten Schutz der USA und Grossbritanniens bis fast zu seinem Ende genoss.

Was in Tunesien, Jordanien, Jemen und Ägypten geschieht, zeigt ein Niveau an Mut und Entschlossenheit, welches es schwer macht, analoge Situationen zu finden. In Tunesien war das System relativ unter Kontrolle Frankreichs und völlig unterwandert von französischen Geheimdienstagenten. Ägypten demgegenüber hat unter der Kontrolle der USA gestanden, sodass jetzt seine Lage die Interessen der USA direkt berührt. Das ist natürlich nichts Neues.

...

Es gibt allerdings Meinungsumfragen von seriösen US-Instituten wie The Brookings Institute. Das wird nur kaum veröffentlicht. Daraus ergibt sich, dass in der arabischen Öffentlichkeit das Hassempfinden gegenüber den USA erneut ausserordentlich hoch ist. Nur ca. 10% der Bevölkerung empfinden den Iran als Bedrohung, aber 80-90% der arabischen Bevölkerung meint, dass die grösste Bedrohung für sie von Israel und den USA ausgeht.

Das geht aber noch weiter und sitzt noch tiefer: Eine Mehrheit der Araber denkt sogar, dass es besser wäre, wenn der Iran Atomwaffen hätte. Aber darüber wird absolut nichts veröffentlicht. Der Grund dieser Gedankenlage besteht in der ausgeprägten und tiefen Verachtung und Ablehnung der USA und Israels gegenüber der Demokratie in der arabischen Welt. Die Bevölkerung muss also unter Kontrolle gehalten werden und wir begnügen uns damit, einen Diktator an unserer Seite zu haben, um machen zu können, was wir wollen. Dieses Umfrage-Ergebnis ist wirklich erstaunlich.

Und genau deswegen stellt die gegenwärtige Lage in Ägypten und in der arabischen Welt insgesamt ein Problem für die USA dar. Was da immer wieder bis zum Zeitpunkt von Mubaraks Abdankung abgelaufen ist, ist eine routinemässig ausgeführte Strategie, die immer wieder und wieder umgesetzt worden ist. Denken wir an Marcos auf den Philippinen, an Duvalier auf Haiti, an Suharto in Indonesien. Das heisst, ab einem bestimmten Moment kannst du deinen favorisierten Diktator nicht mehr unterstützen. Du musst ihn beiseite schaffen, zu einem 'geordneten Übergang' aufrufen, deine Liebe für die Demokratie bekunden und versuchen, den alten Status quo schnellstmöglichst wiederherzustellen. Genau dies geschieht gerade in Ägypten, obwohl wir nicht wissen, ob es diesmal funktionieren wird oder nicht.

Es gibt einen offensichtlichen Konflikt zwischen den Massen an demonstrierenden Menschen, die auf der Strasse bleiben und Demokratie fordern einerseits und andererseits jener alten Strategie zur Wiederherstellung der Kontrolle über sie. Diese beiden Bestrebungen widersprechen sich. Was sind nun aber die Möglichkeiten für eine wirkliche Demokratie?

Die Kräfte, die diesen Übergangsprozess überwachen, wollen keine wirkliche Demokratie. Die USA und Europa schrecken dort vor jeder Demokratie zurück, weil diese die Unabhängigkeit bringen könnte. So wird da also vom radikalen Islamismus gesprochen, ohne dass dies irgendeinen Sinn ergibt. Nehmen wir als Beispiel nur mal die USA und Grossbritannien. Sie haben traditionell den islamischen Extremismus gegenüber dem sekulären Nationalismus unterstützt. Das extrem islamistische und fundamentalistische Saudi-Arabien ist ihr engster Verbündete und ausserdem auch das ideologische Zentrum des islamischen Terrorismus. Trozdem ist es unser engster Verbündeter, und Obama verkauft Saudi-Arabien zur Zeit Waffen für 60 Milliarden Dollar!

In Pakistan, der anderen grossen Quelle des islamischen Terrorismus, waren die USA jahrelang eng verstrickt in die Islamisierung des Landes. Präsident Reagan, den heute alle feiern, war völlig einverstanden mit der Diktatur von Zia-ul-Haq, und dies war die übelste Diktatur in einer ganzen Reihe von grausamen Regimes. Und diese Diktatur entwickelte Atomwaffen. Die US-Regierung ging da den ganz anderen Weg der Unterstützung der radikalen Islamisierung mit der Gründung vieler Koranschulen mit Hilfe von Geldern aus Saudi-Arabien. In diesen Schulen wurde nicht gelehrt, sondern die Schüler sollten nur den Koran auswendig lernen und den Dschihad verinnerlichen. Das machte möglich, dass vor kurzem junge Rechtsanwälte die Mörder von Salman Taseer, den Gouverneur von Punjab, feierten und ihnen applaudierten.

...

Ägypten hat eine neoliberale Periode mit den üblichen Folgen hinter sich: Massenverelendung der Bevölkerung mit dem Anwachsen extremen Reichtums bei den privilegierten Kreisen, einschliesslich der Politikerkaste, der hohen Militärs, der Clans des Finanzkapitals und der Konzerne....

Die Taktik in diesen Tagen zielt darauf ab, die Bevölkerung, die protestierenden Menschen zu ermüden und zu demobilisieren. Die meisten Demonstrationsteilnehmer sind heute in Ägypten die armen Leute. Sie müssen irgendetwas zu Essen auf den Tisch bringen. Nun will man sie besänftigen und spekuliert darauf, dass sie irgendwann aus Hunger und Lebensbedürfnissen wieder in die schreckliche Normalität zurückkehren und sich fügen. Aber bisher ist unklar, ob die Machtorgane die Bevölkerung unter Kontrolle halten können. Die jetzt versuchte Strategie besteht darin, dass die ägyptische Armee die Ordnung mit Unterstützung der Mehrheit der Bevölkerung wiederherstellen soll.

Frage: Was ist Ihre persönliche Erwartung?

Chomsky: Dass die Demonstrationsteilnehmer ihre Ziele erreichen. Denn einige betrügerisch durchgeführte Wahlen mit einem betrügerisch zusammengesetzten Kongress waren in hohem Masse der Auslöser für den Protest. Sie sollen zu freien und sauberen Wahlen aufrufen und aufgrund solcher Wahlen kann sich die ägyptische Gesellschaft auf einen Weg des Wohlstandes für alle begeben. Aber das ist noch ein weiter Weg.

Frage: Hinsichtlich Israel-Palästina - wie verändert sich das Spiel dort?

Chomsky: Die USA haben da schon ihren Plan parat... Das Problem für Israel besteht darin, dass eine neue Regierung Ägyptens beschliessen könnte, keine historisch passive Rolle mehr zu spielen und nicht mehr mit der von den USA aufgepfropften Farce mitspielen will. Dasselbe steht in Jordanien an. Wenn du eine Demokratie hast, dann entscheidet das Volk, nicht mehr der Komplize der politischen Spiele zu sein, welche das Land bisher mitgemacht hat. ... Die stärkste öffentliche Unterstützung für Mubarak kam aus Israel und Saudi-Arabien, von den traditionellen Verbündeten, die die Dinge weiter in der bisherigen Ordnung belassen wollen. Der einzige politische Kopf in der Welt, der in den letzten Wochen offen die Demokratie in der Region untersützt hat, ist Recep Tayipp Erdogan, der Ministerpräsident der Türkei. Er hat eine saubere Rolle in all dem Geschehen gespielt.

Von Pordavinci.com

Interview mit dem Botschafter des Iran

von Freeman am Freitag, 21. Januar 2011 , unter , | Kommentare (56)



Am 19. Januar hatte ich die Gelegenheit mit dem Botschafter der Islamischen Republik Iran in der Schweiz, seine Exzellenz, Herr Alireza Salari, ein Interview zu führen. Das Gespräch dauert ca. 2 1/2 Stunden, dabei gab uns der Botschafter einige sehr interessante Information über sein Land. So hatte der Iran bis Ende 2010 den niedrigsten Benzinpreis der Welt, mit 7 Eurocent pro Liter. Dieser wurde stark subventioniert, was aber jetzt aufgehoben wurde, weil zu kostspielig und um Energiesparmassnahmen zu fördern. Der Liter kostet nun 28 Eurocent.



Der Iran investiert viel in alternative Energien. So sind in den letzten Jahren zahlreiche Wasserkraftwerke, Solaranlagen und sogar Erdwärmekraftwerke welche die Geothermie ausnutzen erstellt worden. Der Iran hat eine Einwohnerzahl von 74 Millionen und ist von der Fläche her ca. 4 1/2 grösser als Deutschland. Der Botschafter meint, das Bruttoinlandsprodukt welches in den westlichen Publikationen angegeben wird ist viel zu niedrig mit 383 Milliarden Dollar. Tatsächlich liegt der BIP über 1 Billion Dollar und der Iran ist führend in vielen Bereichen. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Iran wird völlig unterschätzt.

Was mir jedenfalls positiv aufgefallen ist, wie offen und freundlich wir in der Botschaft empfangen wurden, völlig konträr zu dem was man beim Besuch anderer offizieller Vertretungen des Westens erlebt. Da wird man wie ein Terrorist behandelt und ihr wisst wen ich meine. Das Interview wurde live geführt, ohne irgendwelche Vorbedingungen. Eigentlich ging es um ein Gespräch um sich kennen zu lernen. Auf die Frage ob ich ein Interview mit ihm führen kann, hat Herr Salari spontan ja gesagt und so kam es zustande.

Freeman: Vielen Dank Herr Botschafter für die Möglichkeit mit Ihnen ein Interview zu führen. Das erste was mich bereits beeindruckt, ist wie offen sie uns empfangen haben. Es gab kein besonderes Protokoll, wir wurden sehr freundlich begrüsst. Ist das so wie der echte Iran ist, ein offenes und freundliches Land?

Botschafter: Die Schweiz ist für uns keine Bedrohung, deshalb, warum sollen wir uns Sorgen machen. Wir sind immer offen für unsere Brüder und Schwestern aus der Schweiz, mit denen wir viele gemeinsame Prinzipien teilen und wir sind der Meinung, wir sollten mehr und mehr kooperieren und das Verständnis erhöhen und gute Beziehungen pflegen.

Freeman: Ich habe die Daten studiert und möchte Sie fragen, können Sie uns etwas über die Fähigkeiten des Iran erzählen und wie sich das Land in den letzten Jahren entwickelt hat?

Botschafter: Mit Gottes Segen hat sich der Iran, der vor 40 Jahren ein sehr unterentwickeltes Land war, zu einem bedeutenden Entscheidungsträger in der Welt gewandelt und speziell zu einem guten Partner in unserer eigenen Region. Wir Iraner erinnern uns noch an die Zeit vor der Revolution, wo wir 6 Millionen Fass Öl pro Tag exportiert haben und dafür alle benötigten Güter und Dienste aus dem Ausland importierten.

Aber jetzt produziert der Iran die meisten Notwendigkeiten selber, die meisten Güter und Dienste welche die iranische Bevölkerung benötigt. Wir sind ein bedeutender Produzent sehr wichtiger Güter geworden, die in der Industrie und im Bausektor verwendet werden. Wir stehen an 12. Stelle in der Liste der Hersteller von Automobilen auf der Welt, was tausende andere Zulieferbetriebe entstehen lies. Der Iran produziert fast 1,5 Millione Fahrzeuge pro Jahr, was die Leistungsfähigkeit der untergeordneten Betriebe die dazu notwendig sind zeigt.

Wir sind der fünfgrösste Produzent von Zement auf der Welt, was zeigt, wie viel im Land gebaut wird. Dann sind wir der achtgrösste Produzent von Eisen auf der Welt, was wiederum zeigt, wie breit gestreut unsere Fähigkeiten geworden sind. Dieser Erfolg wurde erreicht, trotz 32 Jahre Sanktionen, 8 Jahre eines blutigen Krieges der uns aufgezwungen wurde und die schlimmsten Terroraktivitäten die von ausländischen Mächten unterstützt wurden; und das kam dabei heraus. Jedes mal wenn wir mehr gegen die Wand gedrängt werden, lernen wir mehr auf den eigenen Füssen zu stehen und werden Selbstversorger in den verschiedenen Bereichen.

Freeman: Das heisst, die Sanktionen haben geholfen ihre Wirtschaft zu stärken und selbstständig zu werden?

Botschafter: Ja. Die Sanktionen waren am Anfang sehr unangenehm, denn sie entzogen uns die berechtigten Grundlagen des täglichen Lebens. Das war kurzfristig gesehen. Mittel- und Langfristig zwangen sie uns selbstständig zu werden, machten es notwenig unsere Muskeln zu stärken.

Freeman: Haben Sie das Gefühl, unfair von der Welt behandelt zu werden, dass die Weltöffentlichkeit ein völlig falsches Bild vom Iran hat und was das Land für die eigenen Menschen will? Glauben Sie das Bild ist völlig verzerrt?

Botschafter: Sprichwörtlich. Das Bild des Iran ist ständig verzerrt worden, weil eines unserer Motto lautet, Unabhängigkeit ... und Neutralität, betreffend vieler Themen der Welt. Selbstverständlich nicht eine Neutralität gegenüber Unterdrückung. Wir haben alle Menschen die unterdrückt werden unterstützt, so wie es unsere Verfassung verlangt. Das ist die Hauptsünde des iranischen Volkes, weil sie die unterdrückten und unterprivilegierten Menschen der Welt gegen den Willen der Unterdrücker helfen. Deshalb haben die Unterdrücker entschieden etwas gegen diese Kraft zu unternehmen, die aus steigender Unabhängigkeit besteht, die sich nicht ihrer Macht beugt.

Freeman: Sie sagen also damit, weil der Iran sich nicht den Mächten unterwirft und gehorcht, wird er als schwarzes Schaf bezeichnet.

Botschafter: Genau. Der Druck dem wir ausgesetzt sind, ist klein beizugeben. Sie wollen das wir uns diesen schlechten Prinzipien und der Unterdrückung, die auf der ganzen Welt ausgeübt wird, unterordnen. Wir sagen aber Nein dazu, denn wir haben unsere eigenen Prinzipien, unsere eigene Unabhängigkeit, was von diesen Mächten ignoriert wird. Dieses Problem haben viele andere Länder, die auch unabhängig sein wollen. Die Schweiz ist ein Beispiel dafür. Jeden Tag kommt es mehr und mehr unter Druck, wegen seiner Unabhängigkeit.

Freeman: Welchen Zwang muss sich der Iran unterwerfen? Ist es der Befehl, das Land muss die globalen Konzerne ins Land lassen, damit sie die Ressourcen ausplündern können? Oder ist es der Zwang, die westliche Kultur ungehindert ins Land zu lassen?



Botschafter: Es ist eine Mischung aus all diesen Sachen. Es gibt nicht nur eine Facette der Wirtschaft für diese Welt. Wir stellen uns nicht den berechtigten Interessen der Weltkonzerne oder Ländern entgegen. Nur, nach unserer Meinung enden diese egoistischen Interessen an der Grenze eines Landes und man sollte ein ausgewogenes Interesse für Alle auf der Welt einhalten. Man darf nicht die eigenen nationalen Interessen anderen Länder aufzwingen, denn dann ist das Resultat eine Unterdrückung und das sehen wir ja überall. Wir sind völlig dagegen. Wir wollen das Recht der Völker sich selber zu regieren erhalten, die Unabhängigkeit und das Recht auf Souveränität.

Freeman: Die Prinzipien die Sie nennen widersprechen aber völlig den Mächten, denn sie wollen Unterwerfung.

Botschafter: Genau. Sie wollen Diener auf der ganzen Welt, die ihren Befehlen gehorchen. Was aber einige Länder wie der Iran unter keinen Umständen akzeptiert. Wir werden nie unsere Unabhängigkeit aufgeben und uns diesen unterdrückenden Mächten unterwerfen.

Freeman: Was sagen sie zu dieser ganzen Rhetorik, die schon seit Jahren andauert, die Drohungen gegen den Iran, sogar mit Krieg. Ist das nur ein Bluff oder ist das eine echte Drohung?

Botschafter: Wenn es etwas Weisheit hinter diesen Drohungen gibt, dann werden sie zu Bluffs reduziert. Aber wer weiss, vielleicht gibt es verrückte Leute die meinen sie können ihr Glück versuchen. Nur, das wird sie selber treffen, wird sie zurückwerfen, wenn sie so einen Selbstmord begehen. Darin sind wir uns sicher. Denn wir haben Recht, wir wollen nur unsere eigenen Interessen erhalten und keine anderen Interessen verletzen. Und wir halten uns streng and das internationale Recht. Wir halten uns an die Abkommen, die wir mit verschiedenen Ländern und internationalen Organisationen eingegangen sind.

Leider verabschieden die Mächte diese Resolutionen und Sanktionen gegen uns, die eine Art Bestrafung sind. Welche Sünde oder Verfehlung hat der Iran begangen? Wenn es wegen der Berichte der IAEA ist und unseren nuklearen Aktivitäten, dann ist das falsch. Die IAEA hat bisher nur unsere friedliche Nutzung der Atomenergie feststellen können. Deshalb, warum werden wir bestraft, wenn wir keine Sünde begangen haben oder Verfehlung bewiesen wurde? Was hier abläuft ist eine typische Form der Unterdrückung.

Freeman: Das heisst ja, die Westmächte erzählen die selben Lügen wie sie damals über Saddam Hussein erzählt haben, über seine angeblichen Massenvernichtungswaffen und machen das gleich mit Euch.

Botschafter: Das stimmt. Die Länder, die selber Massenvernichtungswaffen haben, geniessen die besten Beziehungen mit den Mächten, die diese Drohungen und Sanktionen gegen uns aussprechen. Gegen den Iran, der gar keine solche Waffen hat und sogar offiziell bestätigt hat, dass die Entwicklung, Herstellung und Anwendung von Massenvernichtungswaffen, speziell von Atomwaffen, ausdrücklich verboten ist. Deshalb, wir stehen genau dieser Unterdrückung gegenüber, in dem wir grundlos und ohne rechtlicher Grundlage bestraft werden.

Freeman: Was glauben Sie ist die Zukunft des Iran, was die Wirtschaft und die Bevölkerung betrifft und auch die Rolle auf der Weltbühne? Glauben Sie die Wahrheit wird irgendwann siegen und die Lüge aufgedeckt werden? In welche Richtung wird es gehen?

Botschafter: Ich bin sehr optimistisch. Erstens verlassen wir uns auf die omnipotente Macht der einen Entität, nämlich auf Gott. Und wir versuchen diesen Weg den Gott uns zeigt zu folgen. Und wir versuchen das umzusetzen was er uns sagt mit seiner Weisheit. Das ist der richtige Weg.

Freeman: Glauben Sie Gott beschützt den Iran?

Botschafter: Gott beschützt jeden der den richtigen Weg einschlägt und hat das auch denen versprochen die nicht andere unterdrücken. Jetzt, die andere Seite macht die ganze Unterdrückung auf der Welt, deren Zeugen wir sind. Der Iran hilf nur den Unterdrückten, das ist unsere grösste Sünde.

Freeman: Sie glauben also der Iran hat eine gute Zukunft vor sich, weil das Land erstens sich selber versorgen kann und zweitens weil es auf dem richtigen Weg ist?

Botschafter: Wir sollen optimistisch sein, laut unserem islamischen Glauben und den Weg den Gott uns vorgibt folgen. Wir müssen keine Angst haben. Und wir hoffen, wenn Gott es so will, dass die welche gegen uns sind, gegen unsere Unabhängigkeit, zur Weisheit gelangen, was sie machen ist nicht richtig, das es ihnen selber mehr schadet als uns. Wenn sie von ihrem falschen Weg abgehen und Einsicht zeigen, sind wir sicher, wird die Wahrheit siegen, die für jeden Wahrheitssucher jetzt schon sichtbar ist.

Freeman: Sind sie der Meinung es wäre eine gute Idee, wenn die Menschen aus dem Westen den Iran besuchen, mit eigenen Augen sehen was dort wirklich passiert, um sich eine eigene Meinung zu bilden?

Botschafter: Sicher. Wir heissen jeden willkommen, der mit einer offenen Einstellung zu uns kommt. Wir haben sogar unsere Nuklearanlagen diese Woche für Besucher geöffnet. Für alle Repräsentanten der wichtigsten Länder, um sich selber zu überzeugen. Die meisten haben diese Einladung angenommen und haben selber gesehen was in den Anlagen passiert. Wir glauben, dass die Weisheit alle diese Probleme und Verzerrungen überwinden wird, welche die unterdrückenden Mächte auf der Welt verursachen.

Freeman: Und aus Sicht des Tourismus, sollen die Menschen in den Iran kommen und die Schönheit und Gastfreundschaft des Landes kennen lernen?

Botschafter: Ja, wir heissen alle willkommen, aus den uns freundlich gesinnten Ländern, aus den neutralen und unabhängigen Ländern, um sich selber ein Bild zu machen. Dann können sie als Botschafter die Wahrheit zurückbringen und verbreiten.

Freeman: Weil es gerade aktuell ist, was sagen Sie über den Stuxnet-Wurm und dass die New York Times berichtet hat, dieser wurde von den USA und Israel entwickelt und gegen den Iran eingesetzt. Hat er eigentlich einen Schaden angerichtet?

Botschafter: Erstens, diese Enthüllung von ihnen selber zeigt, sie sind die wirklichen Schuldigen. Es ist eine Art von Terrorismus. Sie sagen, sie bekämpfen den Terrorismus, dabei stecken sie hinter allen Formen des Terrorismus. Zweitens, glauben wir hat der Wurm keinen nennenswerten Schaden an den Anlagen im Iran verursacht. Vielleicht benötigen sie diese Art von Propaganda um zu zeigen, alles was sie vorher behauptete haben, der Iran nähere sich einer Atomwaffe, stimmt nicht, wir sind jetzt weit entfernt davon. Dabei haben die eigenen Geheimdienst noch in der Bush-Ära bestätigt, wir entwickeln keine Atomwaffen. Also lassen wir sie mit ihrer neuen Propaganda glücklich werden und wir gehen unseren richtigen Weg.

Freeman: Sie meinen also, sie benutzen diese Propaganda um sagen zu können, der Iran ist jetzt sogar drei oder fünf Jahre entfernt von einer Atombombe, also noch weiter weg?

Botschafter: Ja, man kann es positiv sehen. Seit 25 Jahren sagen sie, in einem oder zwei Jahren hat der Iran Atomwaffen. Dann wenn diese Zeit abgelaufen ist, sagen sie es wieder und dann wieder, 25 Jahre lang. Wie kann das sein? Jetzt haben sie wenigstens die Zeit auf fünf Jahre verlängert und machen sich nicht dauernd lächerlich.

Freeman: Wir sind gerade Zeugen der Revolution in Tunesien. Das Volk hat den Diktator abgesetzt und er ist geflüchtet. Was meinen Sie dazu, könnte das ansteckend werden auf andere arabische Länder?

Botschafter: Wir sehen es nicht gerne, wenn Zusammenstösse und Probleme auf andere Länder sich verteilen. Wir wünschen uns, dass die Regierungen die Sorgen und Nöte der Bevölkerung verstehen, das es eine gute Übereinkunft gibt zwischen dem was der Staat als notwendig erachtet und was die Menschen für Sehnsüchte haben.

Was wir hier an Tatsachen nun sehen ist, alle sogenannten demokratischen Länder des Westens, welche die Freiheit so hoch halten, haben die aller besten Beziehung mit dieser Regierung gehabt. Das zeigt den totalen Widerspruch des Westens und ist eine andere Form der Unterdrückung gegen die wir sind. Wir hoffen, die Nachbarländer sehen das als Lektion und es gibt einen friedlichen Wandel in diesen Ländern.

Freeman: Es berichten viele der westlichen Medien negativ über den Iran, die Bevölkerung wird dort unterdrückt, sie können nicht demokratisch wählen und sie zeigten die Bilder über die Demonstrationen nach der letzten Wahl in Teheran. Wie sehen sie den Grad an Demokratie und Freiheit im Iran, im Vergleich zu anderen Ländern?

Botschafter: Der Iran ist eine Demokratie seit der Gründung als islamische Republik bis heute. Wir hatten einen richtigen Diktator vorher, bis er durch diese Revolution vor 32 Jahren gestürzt wurde. Alle diese westlichen Mächte, die immer sagen, sie wären für Demokratie, haben diesen Diktator unterstützt. Es ist sogar so: Einer unserer grössten Sünden ist der Sturz dieses Diktators. Seit Beginn der Revolution haben diese Mächte gesagt, das ist keine Demokratie, so darf es nicht laufen und diese Propaganda verbreiten sie seitdem um uns zu unterdrücken.

Wir hatten eine Wahlbeteiligung von 85 Prozent bei der letzten Präsidentschaftswahl, was die höchste auf der Welt ist bei irgendeiner Abstimmung so viel ich weis. Diese Zahl wurde von allen Parteien, einschliesslich der Opposition, akzeptiert. Vor zwei Monaten hat eine Denkfabrik aus den USA eine Fernumfrage im Iran durchgeführt. Dabei haben mehr als 60 Prozent der Befragten gesagt, sie befürworten die amtierende Regierung des Iran. Bei der letzten Wahl hat der Präsident 63 Prozent der Stimmen erhalten. Zwei Jahre später kommt eine unabhängige Denkfabrik zum ähnlichen Ergebnis. Das zeigt, das Resultat der Wahl war nicht verzerrt, wie behauptet wird. Das einzige was verzerrt wurde war die Berichterstattung im Ausland über die Wahl.

Wir wissen, die US-Regierung hat ein Budget von mehreren hundert Millionen Dollar vorgesehen, für sogenannte pro-demokratische Aktivitäten im Iran. Dies manifestierte sich dann in der Schaffung von Gruppen, die gegen die Wahlen waren und ihren Propagandasprüchen und sogar antiiranischen Sprüchen, die sie von sich gaben. Sie verbreiteten die Gerüchte, mit der Wahl stimme etwas nicht. Die Realität ist eine andere. Alle Wahlen im Iran werden von der ganzen Nation überwacht. Die Resultate auch und sogar vom Ausland. Es sind die echten Zahlen.

Freeman: Was mich bei den Demonstrationen nach den letzten Wahlen gewundert hat, wo kamen diese vielen Plakate plötzlich her, die sehr professionell gemacht und alle gleich aussahen, die auch noch Sprüche auf Englisch zeigten? Die englischen Sprüche waren doch nicht für die Iraner bestimmt, sondern für die TV-Zuschauer im Westen.

Botschafter: Völlig richtig. Das ist ein sehr wichtiger Punkt. Das müsste man mehr bekannt machen. Diese Plakate wurden als Propaganda für das Ausland gemacht, um das Bild des Iran zu verzerren. Wenn der Iran nicht demokratisch regiert wird, dann würde das Volk die Regierung stürzen, genau so wie sie die Diktatur vorher ganz alleine ohne Hilfe aus dem Ausland gestürzt hat.

Das Volk litt 32 Jahre lang unter den schärfsten Sanktionen, sie erlitten 8 Jahre Krieg durch den Irak, dann noch die schlimmsten Terrorangriffe im Inland, welche die ausländischen Mächte veranlassten. So hat keiner dieser Mächte die Ermordung der iranischen Wissenschaftler verurteilt. Das zeigt, sie befürworten die Terroraktivitäten gegen den Iran. Deshalb, wenn der Iran keine Demokratie wäre, nach all diesen Aktivitäten gegen den Iran, wenn die Menschen im Iran nicht die Regierung unterstützen würden, wer unterstützt sie dann? All diese ausländischen Mächte sind doch gegen die Regierung. Wie kann sie sich halten, wenn das Volk sie nicht will?

Es gibt keine Zweifel, der Iran hat eine echte Demokratie und sie wird vom Volk getragen.

Freeman: Der Unterschied zwischen der iranischen Demokratie und der im Westen, ist das Verhältnis zwischen Staat und Kirche. Im Iran gibt es keine Trennung. Jetzt gehen auch hier die Kritiker her uns sagen, das ist schlecht. Was sagen Sie dazu?



Botschafter: Ja, das ist wieder eine andere Dimension der vorher erwähnten Verzerrung. Was soll daran falsch sein? Die Menschen im Iran haben bei einer Wahl dafür gestimmt. Wir haben die legitimste Regierung, die legitimste Verfassung und Gesetze im Iran. Das ist die einzige Revolution in der Menschheitsgeschichte, wo nur 40 Tage nach dessen Sieg, es ein überwältigendes Referendum gab. Dabei haben 98,2 Prozent der Bevölkerung für die Errichtung einer islamischen Republik gestimmt. Und damals gab es noch gar keine staatlichen Institutionen, die irgendwie hätten darauf Einfluss nehmen können. Es wurde der Wunsch der Bevölkerung umgesetzt. Was hätten wir denn sonst tun sollen?

Was bedeutet eine islamische Republik? Es ist eine Republik mit den Gesetzen des Islam.

Jetzt sind einige Regierungen, Denkfabriken und Intellektuelle im Ausland hergegangen und haben einfach behauptet, Staat und Kirche passen nicht zusammen und deshalb muss das Resultat des Referendums verworfen werden. Wir sollen was das Volk will ignorieren. Nur, das ist unmöglich. In einer Demokratie zählt der Volkswille, gibt es Regeln, Gesetze und Prinzipien, die eingehalten werden müssen.

Dann, nach diesem ersten Referendum, hatten wir ein Jahr später ein zweites Referendum, bei der die neue Verfassung der islamischen Republik mit deutlicher Mehrheit vom Volk angenommen wurde, in der Staat und Religion zusammen sind. Es kann sein, dass diese Abneigung des Westens für eine Einheit von Kirche und Staat daher kommt, weil die christliche Welt damit in dessen Geschichte schlechte Erfahrung gemacht hat. Aber das hat mit der Islamischen Republik Iran und dem Islam und dessen Gesetze nichts zu tun.

Wir haben deshalb die ausländischen Kritiker aufgefordert, den Wunsch der Iraner zu respektieren. So denken die Iraner und so wollen sie ihren Staat haben. Sie haben so dafür gestimmt. Lasst sie doch ihr eigens Land so führen wie sie es wollen.

Freeman: Nur wir wissen ja, der Westen ist nur so lange für Demokratie, wenn so gewählt wird wie die Macht es wünscht. Wenn das Resultat einer Wahl anders ist, dann wird es nicht akzeptiert. Ein gutes Beispiel ist Gaza, wo die demokratische Wahl der Hamas vom Westen nicht geduldet wird und die Palästinenser deshalb einer brutalen Kollektivstrafe unterzogen werden. Wenn man das falsche wählt, dann wird man bestraft.

Botschafter: Richtig.

Freeman: Noch eine Sache die gerne benutzt wird um den Iran zu kritisieren, ist die Situation der Frauen oder wie sie behandelt werden. Wie sehen die Iraner die Rechte der Frauen?

Botschafter: Wieder eine grosse Propaganda und Verzerrung des Bildes. Im Iran ist es eine Tatsache, die Frauen entwickeln sich mehr als die Männer. So besteht die Mehrheit der Studenten an den Universitäten aus Frauen. Was zeigt uns das? Es zeigt das Potenzial zur Entwicklung ist grösser für die Frauen. Jahr für Jahr ist der Anteil der Frauen in der Arbeitswelt, in den höheren Ebenen der Gesellschaft gestiegen. Und in all diesen Wahlen, die ich vorher beschrieben habe, haben die Frauen teilgenommen. Die Frauen haben selber dafür gestimmt. Was ist also falsch? Heisst das, nur wenn die Frauen im Iran alle Regeln des Islam missachten und sich so geben wie im Westen, ist das richtig? Nein.

Wir glauben nicht, dass wir in allen Bereichen perfekt sind. Wir haben auch Unzulänglichkeiten. Aber wir sind eine Gesellschaft im Wandel. Für 2'500 Jahren waren wir unter der Herrschaft von Königen und Diktatoren. Seit nur 32 Jahren, mit all den Störfaktoren aus dem Ausland, verfolgen wir etwas von dem wir meinen, dass es gut für unsere Gesellschaft ist. Aber sie lassen uns nicht unseren eigenen Weg gehen.

Freeman: Gibt es etwas was sie meinen Lesern zum Schluss als Botschaft mitgeben wollen?

Botschafter: Islam bedeutet Frieden. Eine Islamische Republik sollte eine für den Frieden sein. Wir wollen nicht andere unterdrücken und wir wollen selber nicht unterdrückt werden. Das ist das Hauptprinzip welches wir verfolgen. Wir beten dafür, dass die ganzen Mächte dieser Welt, die gegen unseren Weg sind, die Situation des Iran verstehen. Wir fühlen keinerlei Animosität gegenüber irgendeinem Land. Wir beten dafür, dass die Mächte die Probleme der Welt friedlich lösen, ihre zerstörerische Kraft nicht einsetzen und in einen Zustand kommen der ihnen gerecht wird.

Wir haben in den letzten 400 Jahren bewiesen, dass wir niemanden angreifen. Auch in den vergangenen 1'500 Jahren unserer Geschichte, haben wir nur geantwortet wenn wir angegriffen wurden. Wir sind eine friedliche Nation, die nur ihren Weg gehen will. Jeder soll in Frieden Leben können und mit Weisheit.

Freeman: Herzlichen Dank für das Interview.

© Copyright 2011: Freeman - Alles Schall und Rauch Blog

Wer Herrn Alireza Salari einen Kommentar abgeben oder seine Meinung oder Dank ausdrücken will, kann es über diesen Link machen.

Interview mit Julian Assange durch David Frost

von Freeman am Mittwoch, 22. Dezember 2010 , unter , | Kommentare (14)



Der bekannte britische Journalist David Frost führte ein Interview mit Julian Assange. Darin erklärt Julian wieso der Guardian einerseits die Cablegate-Dokumente veröffentlicht und mit Wikileaks zusammenarbeitet, ander- seits den Inhalt der Anschuldigung der schwedischen Staatsanwaltschaft gegen ihn gebracht hat.

Er sagt, der Guardian ist eine grosse Organisation. Der Journalist welcher die Ausschnitte aus den schwedischen Akten veröffentlichte war von Anfang an gegen ihn und Wikileaks und weigerte sich an der Aufarbeitung der Dokumente mitzuarbeiten. Genau ihm hat dann "jemand" die Untersuchungsakten zugespielt, genau am Morgen vor seiner Kautionsanhörung, um diese wie er meint zu torpedieren.

Julian fragt, wer war das? Wer hatte Zugriff auf die vertraulichen Akten des Staatsanwaltes, suchte genau den Journalisten aus der gegen ihn war und spielte ihm die Unterlagen zu, um seine Freilassung auf Kaution zu verhindern? Er beantwortet die eigene Frage in dem er sagt, es kann nur jemand aus der schwedischen Regierung sein oder die Unterlagen wurden von jemand gestohlen der Zugang hatte. Wer könnte das sein?

Er meint, Schweden ist ein Land welches nach Aussen so tut wie wenn es neutral wäre, aber tatsächlich ist es voll in der NATO eingebunden. Die Amerikaner haben dort das Sagen und die Politiker ziehen gegenüber der Bevölkerung eine Show ab, sind tatsächlich hörige Befehlsempfänger. Das sind jetzt meine Worte seiner Aussage, aber so ist es wirklich. Schweden ist ein Musterknabe der NWO, alles ist pervertiert, sie haben ihre Identität aufgegeben und alle Ebenen der Gesellschaft sind durchseucht mit Verrätern.

Das Propagandagift wirkt. Das sieht man schon daran, laut einer Untersuchung haben die Schweden nichts gegen Nacktscanner am Flughafen. Sie finden es in Ordnung durchleuchtet und nackt von Beamten begafft zu werden. Offensichtlich sind sie völlig gehirn- gewaschen, denn das ist keine normale Haltung. Wer akzeptiert mit einer gesunden Einstellung zu seiner Intimsphäre so ein Eindringen bis zu den Geschlechtsteilen? Aus Sicherheit? Absurd. Schweden ist das Pilotprojekt der NWO und so sieht die Zukunft der anderen europäischen Länder bald aus.

Kein Wunder weigert sich Julian Assange nach Schweden ausgeliefert zu werden. Zu glauben dort gibt es ein faires Verfahren ist lächerlich. Die US-Botschaft regiert das Land und sie wird dafür sorgen, dass er nach Amerika verfrachtet wird, wo ihn möglicherweise die Todesstrafe wegen "Spionage" erwartet.

Interview mit dem Präsidenten der Piratenpartei Schweiz

von Freeman am Sonntag, 5. Dezember 2010 , unter , , | Kommentare (5)



Am Samstag den 4. Dezember hatte ich die Gelegenheit mit dem Präsidenten der Piratenpartei Schweiz, Herrn Denis Simonet, ein Interview zu führen. Als Einstieg hier das Communique der Partei vom Samstag den 3. Dezember:

Heute um 10 Uhr berichtete WikiLeaks dann via Twitter von einem Umzug in die Schweiz und linkte hierbei auf wikileaks.ch. Diese Domain ist seit einigen Monaten auf den Präsidenten der Piratenpartei Schweiz, Denis Simonet, registriert. Simonet stellte sogleich klar: "Wir sind nicht über Beweggründe, Details oder Pläne von WikiLeaks informiert. Lediglich wikileaks.ch ist auf uns registriert". Die Domain ist seit Juni 2010 im Besitz der Piratenpartei Schweiz und leitet auf die Server des Projektes weiter.

Freeman: Sie haben ja Julian Assange in der Schweiz getroffen. Was können Sie uns darüber erzählen und wie hat er auf Sie gewirkt?

Simonet: Das war ein Entschluss des Vorstands der Piratenpartei Schweiz. Da ging es um das Asylgesuch, er wollte Asyl in der Schweiz beantragen. Die Piratenpartei unterstützt Wikileaks, deshalb haben wir dann gefunden, wir bieten ihm Hilfe an und werden ihm erklären wie der Föderalismus funktioniert, die direkte Demokratie und auch die Providerlandschaft beschreiben, alles was man wenn man in die Schweiz kommt nicht sofort weiss.

In diesem Rahmen habe ich dann versucht mit ihm in Kontakt zu treten. Habe einige Personen angeschrieben, der kennt jemand der wieder einen anderen kennt und so weiter bis dann ein Mitarbeiter von Assange mir eine Mail schickte in dem Stand: „in drei Stunden in Genf“. Dann haben wir gefunden, ja das geht von der Zeit her und dann sind der Vizepräsident Pascal Gloor und ich ins Auto gesprungen und nach Genf gefahren und dann trafen wir ihn in einem italienischen Restaurant.

Freeman: Und was für einen persönlichen Eindruck haben Sie von ihm?

Simonet: Ich denke er ist sehr überzeugt von seiner Sache. Die Philosophie hinter Wikileaks ist seine persönliche Einstellung. Wir haben vor allem ihm erzählt wie es in der Schweiz aussieht. Er hat uns sehr wenig erzählt, nicht mehr als schon bekannt ist. Es ging hauptsächlich wenn er redete darum, das er sich erklärte wie Wikileaks funktioniert, warum er es macht, was seine Einstellung ist, das Information nie schaden könnte, sondern nur deren Verwendung.

Freeman: Sie blieben dann in Kontakt und haben dann die Internet-Adresse für ihn hier eröffnet.

Simonet: Nein, die Internet-Adresse haben wir vor ca. sechs Monaten unabhängig ob da was gross raus kommt, weil wir Wikileaks einfach gut finden, und wikileaks.ch auf unseren Namen registriert. Das Treffen war dann später, als er den Wunsch für ein Asylgesuch ankündigte. Beim Treffen haben wir überhaupt nicht über die Domain geredet und die Umschaltung gestern geschah auch ohne Rücksprache mit uns. Wir haben erst durch den Tweet erfahren das es so ist.

Freeman: Ach, dann war das Treffen in Genf vor einem Monat, anlässlich der Pressekonferenz dort?

Simonet: Ja genau. Ich habe auch seit dem nichts mehr von ihm gehört. Es ist sehr schwierig mit ihm in Kontakt zu treten. Er ist da sehr vorsichtig.

Freeman: Die Piratenpartei steht ja zu Wikileaks.

Simont: Ja das ist richtig, wir unterstützen ihrer Philosophie und bei unserer Rangehensweise geht es um die Redefreiheit. Wir brauchen einen Quellenschutz, damit die Medien ihre Wächterfunktion der Demokratie wahrnehmen können und so haben wir eine Verbindung zu Wikileaks.

Freeman: Seit der Veröffentlichung der Botschaftsnachrichten steht ja Wikileaks massiv unter Druck und jetzt ihre Hilfe mit der Domain. Merken sie etwa davon?

Simonet: Eigentlich nicht. Ausser, ohne sie wären wir jetzt nicht in den Medien. Die Weiterleitung funktioniert schon seit sechs Monaten. Jetzt weiss nur die Welt, dass wir die Weiterleitung haben. Interessanterweise haben vor sechs Monaten keine Medien darüber berichtet, obwohl wir eine Medienmitteilung gemacht haben. Und plötzlich gestern haben weltweit sich alle dafür interessiert.

Freeman: Jetzt wird ja Wikileaks nicht nur vom Establishment und gewissen Massenmedien stark kritisiert, sondern auch von Teilen der alternativen Medien. Es geht so weit, das man behauptet, Wikileaks wäre eine CIA-Mossad-Operation. Was halten Sie davon?

Simonet: Ich glaube nicht, das Juliana Assange, Wikileaks oder sonst jemand dort mit dem Mossad oder der CIA etwas zu tun hat. Ich verstehe gar nicht wie man zu diesem Schluss kommen kann. Sie bekommen sehr viel Unterstützung von Internet-Usern und kritisieren tun eigentlich nur gewisse Politiker.

Freeman: Jetzt wird der Zugang zu Wikileaks in Amerika sehr stark eingeschränkt. So ist zum Beispiel den Beamten und Mitarbeitern der US-Ministerien der Zugang zu Wikileaks verboten worden. Was sagen Sie dazu?

Simonet: (Lach) ... das ist unglaublich. Das die, die in der Regierung sind nicht auf Wikileaks gehen dürfen ist ja schon fast lächerlich.

Freeman: ... und die Firmen werden von der Politik genötigt ihre Dienste für Wikileaks zu beenden, wie Amazon und Paypal.

Simonet: Ja und EveryDNS hat wikileaks.org gesperrt und sie geben an wegen der hohen Traffic, sehr komisch. Und Amazon hat plötzlich herausgefunden, das Wikileaks kein Urheberecht auf das Material hat und deshalb haben sie sie gelöscht. Da muss schon ein Druck vorhanden sein.

Freeman: Dabei gibt es rein rechtlich gar kein Urheberrecht auf staatliche Dokumente. Eine dumme Ausrede.

Simonet: Ja, die USA scheinen da ein Problem zu haben, aber ich bin kein Jurist und kann das nicht beurteilen.

Freeman: Jetzt, hatten Sie Gelegenheit die Dokumente selber zu studieren? Denn da steht ja einiges an brisantem drin, wenn man sie selber anschaut, was die Medien nicht berichten.

Simonet: Ich habe zwei drei angeschaut, aber ich wollte warten bis die Schweizer Depeschen rauskommen, denn die interessieren mich eigentlich am meisten.

Freeman: Verstehe ich. Es kam ja durch die bisher veröffentlichten Depeschen sogar heraus, Hillary Clinton hat den Auftrag gegeben, die Offiziellen der UNO auszuspionieren, einschliesslich den Generalsekretär Ban Ki-moon, bis zu ihren biometrischen Daten und allem. Was sagen Sie dazu?

Simonet: Ja, die Veröffentlichung könnte die USA in Erklärungsnöte bringen.

Freeman: Wie wird es mit der Piratenpartei weitergehen? Was sind denn ihre Ziele in der Schweiz?

Simonet: Unsere Ziele sind Nationalratssitze zu erlangen.

Freeman: Und dann? Was wollen Sie für eine Politik umsetzen?

Simonet: Wir haben ja unser Parteiprogramm und unsere Positionspapiere, da stehen die Hauptthemen drin, wie die Transparenz des Staatswesen, der Schutz der Privatsphäre und Datenschutz, das Urheberecht, das Patentwesen, Open Access, Open Source usw. und wir werden uns auf diese Themen konzentrieren.

Freeman: Haben Sie noch eine Botschaft an die Leser von ASR?

Simonet: Als Partei habe ich die Botschaft, die Piraten wählen!

Freeman: Und was Wikileaks betrifft? Die benötigen unsere Unterstützung, oder?

Simonet: Auf jeden Fall. Wikileaks braucht finanzielle Unterstützung, ohne dem geht’s nicht. Auch die Piratenpartei benötigt Geld. Jede Organisation braucht das. Deshalb, allen Organisationen die man gut findet sollte man etwas spenden. Aber Geld ist nicht alles, eine Verbreitung der Botschaft ist auch sehr wichtig.

Freeman: Vielen Dank für das Interview.

© Copyright 2010: Freeman - Alles Schall und Rauch Blog